Viel-Flieger

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    Berlin
  1. Aktuelles zum Flughafen BER

    Der Brandbrief liest sich schon wie ein Bewerbungsschreiben. Dank der Veröffentlichung in den Medien weiss nun jeder Arbeitgeber in Deutschland, dass ein erfahrener und erfolgreicher Projektmanager einen neuen Job sucht. Mir fällt auf, dass Siegle den Mehdorn in der Anrede siezt. Das zeigt schon, dass er niemals zu der inneren Führungsschicht Mehdorns zählte, wo es unter Topmamanagern üblich ist, sich zu duzen. Es verwundert mich auch ein wenig, dass Siegle mit keinem Wort auf das Schicksal seiner ehemaligen, ca. 100 Mitarbeiter eingeht, die nun ebenfalls vor einer ungewissen Zukunft stehen, er redet immer nur von sich selbst. Die fristlose Kündigung Siegles´ ist sicher rechtlich nicht zu beanstanden, nachdem das Vertrauensverhältnis zerstört war. Dennoch ist die Entwicklung für Mehdorn alles andere als ein Befreiungsschlag, auch Mehdorn steht nun geschwächt da. Ich hoffe, der Aufsichtsrat wird sich mit den Informationen aus dem Schreiben auch ernsthaft beschäftigen, und nicht nur die Vorgaben von Mehdorn kritiklos abnicken.
  2. Aktuelles zum Flughafen BER

    Wir verkünden hier alle Meinungen, keine Fakten. Im übrigen ist nicht der Staat der Bauherr des BER, sondern die privatrechtliche Flughafengesellschaft, die sich nur im öffentlichen Besitz befindet. Die FBB ist zum Glück nicht unser Staat. Ansonsten müssen wir auch nicht gleich die Hacken zusammen schlagen, wenn vom Staat die Rede ist. Verantwortlich für das Debakel ist primär die politische Leitung des Unternehmens, welches eine Reihe von schwerwiegenden Fehlentscheidungen getroffen hat: Die falsche Standortwahl, unzureichende Finanzierung, unrealistische Termin- und Planvorgaben für die Leistungserbringer, das völlige Fehlen einer Gesamtkonzeption für die Luftfahrtentwicklung in Berlin/Brandenburg, Vielleicht werden die Unterstützer der BER-Lobby noch begreifen, dass sie selbst das größte Hindernis für den Erfolg des BER sind.
  3. Aktuelles zum Flughafen BER

    Das Erstaunliche an der Entwicklung ist, wie wenig der BER von der Öffentlichkeit vermisst wird. Mal abgesehen vielleicht von den Bewohnern der Einflugschneise in Berlin-Tegel können alle mit der jetzigen Situation durchaus leben. Auch die Politik. Man kann das auch positiv sehen. Das Selbstwertgefühl in Berlin und Brandenburg ist in den letzten Jahren so gestiegen, dass ein Großflughafen als ein in Beton gegossenen Persönlichkeitsersatz und Protz- und Prestigesymbol nicht mehr benötigt wird. Der BER ist so nur noch ein Flughafen, und von denen haben wir ja schon zwei. Der BER ist eigentlich ein Relikt der Nachwendezeit in den 90iger Jahren. Damals mussten Flughäfen "Erfolgsgeschichten" sein, die angebetet und bewundert wurden, weil man sich an der eigenen Größe berauschte. Der heutige Zeitgeist ist nüchterner geprägt. Die Einrichtung muss zeigen, dass sie tauglich ist. Ansonsten brauchen wir sie nicht.
  4. Aktuelles zum Flughafen BER

    Ehrlich gesagt, das ist doch ziemlich unwichtig. Fakt ist, dass die vollständige Inbetriebnahme von BER nicht vor Mitte 2015 zu erwarten ist. Und solange bleibt Tegel offen. Das ist gegenwärtig der einzig stabile Tatbestand. Alles andere sind nur Nebelkerzen. Was kümmert es denn eigentlich, ob die Passagiere der Norwegian nun im alten Terminal einchecken, oder in provisorischen Anlagen, die auf BER-Elementen aufbauen. Der Aufsichtsrat sollte sich lieber mit den akuten, kritischen Themen der Flughafengesellschaft beschäftigen. Und was tatsächlich einmal in zwei Jahren seien wird, darüber kann man ohnehin nur spekulieren.
  5. Aktuelles zum Flughafen BER

    Der Kommentar ist ziemlich weit unten. Ich habe keinen Grund, Platzeck zu mögen, aber in pure Herabsetzungen sollte man nicht abgleiten.
  6. Aktuelles zum Flughafen BER

    Ja, das ist schon Lear - / Dr. Cosmo-Niveau. Es ist auch von Easyjet als Nordpier-Pionier nicht mehr die Rede. Das Thema scheint wohl vom Tisch zu sein. Es ist für mich fraglich, ob die Erfahrungen eines extrem rudimentären Pilotbetriebs mit wenigen Fliegern pro Tag mit rein manuellen Abläufen in irgendwelchen Zelten oder unter freien Himmel wirklich von Wert sind für die Vorbereitung eines regulären Flugbetriebs. Die Betriebsabläufe sind doch zu unterschiedlich. Aber Mehdorn geht es wohl doch eher um Symbolik, als um einen praktischen Nutzen.
  7. Aktuelles zum Flughafen BER

    Es ist schon merkwürdig, dass diese neuen Informationen ausgerechnet jetzt der B.Z. zugespielt werden, wo das Mehdorn-Lager offen gegen den Amann schiesst. Der Zeitpunkt der Enthüllungen ist wirklich auffallend. Da droht jemand mit seinem Wissen über alle internen Details. Eine Lebensversicherung kann in diesen unruhigen Zeiten ja auch nicht schaden. Der Grabenkampf im Management der Berliner Flughäfen wird so auch zum Machtkampf innerhalb der Berliner Medien. Der Tagesspiegel setzt eindeutig auf Mehdorn, und hat seinen Schwergewicht Klaus Kurpjuweit gegen Amann in Stellung gebracht. Dagegen scheinen Bild und B.Z. eher dem Amann-Lage zuzuneigen. Tatsache ist für mich, dass die selbstgefälligen und egozentrischen Berliner Medien immer auch ein Teil der Probleme am BER waren. Die billige Polemik, Meinungsmache, blinde Gefolgschaft und blanke Hysterie der Berliner Lokalblätter belasten schon seit Jahren das Projekt.
  8. Aktuelles zum Flughafen BER

    Sicher sind die Vorschläge Mehdorns noch etwas unausgegoren, und noch nicht entscheidungsreif. Dennoch war es unnötig, dass Wowereit seinen Geschäftsführer derart öffentlich bloßstellte. Man konnte sichtbar Wowereits Freude sehen, wieder seine Rolle als Machtmensch auszuspielen. Der Wowereit weiss auch immer nur, was er nicht will. Er will kein soft opening des BER, er will keinen längeren Betrieb von Tegel, er will aber auch keine zusätzlichen Investitionen der Gesellschafter. Mal schimpft er, dass die Bestandsaufnahme sich endlos hinzieht, dann ist ihm die Beschleunigung auch wieder suspekt. Der Regierende hat erkannt, dass Zerstören immer einfacher ist, als konstruktiv etwas zu bewegen. Mit seinem gestrigen Auftritt hat Wowereit gezeigt, dass es ihm eigentlich nicht mehr um die Sache geht. Er scheint das Interesse am Programm verloren zu haben. Die Gesellschafter geben sich uneins und intrigant wie immer. Man lernt in diesen Tagen wieder viel über die geringe politische Kultur in der Hauptstadtregion.
  9. Aktuelles zum Flughafen BER

    M.W. hatte GMP die Kündigung nicht angefochten, damit wurde sie wirksam, die Relevanz der Kündigungsgründe ist dann nur zweitrangig. Strittig ist nur vor Gericht nur die Forderung der Berliner Flughäfen nach Schadensersatz.
  10. Aktuelles zum Flughafen BER

    Nein, eine Rücknahme der Kündigung ist rechtlich nicht möglich, zwischen den Berliner Flughäfen und GMP/Gerkan besteht kein Vertragsverhältnis mehr. Die Leistung müsste völlig neu ausgeschrieben werden. Deswegen hat Platzeck jetzt auch darauf hingewiesen, dass keineswegs an eine Neubeauftragung gedacht ist. Bestenfalls will man einzelne Mitarbeiter ins Team holen. Letztlich entpuppt sich die ganze Gerkan-Diskussion als ein typisches Ablenkungsmanöver. Mehdorn hat zwar viel Staub aufgewirbelt, wirklich groß zustande gebracht hat er bisher nichts. Keines der bisher veröffentlichten Manöver ist irgendwie zielführend, oder zeugt von Effektivität.
  11. Aktuelles zum Flughafen BER

    In der langen Geschichte des BER habe ich mir angewöhnt, mich nicht in solche Verwirrspielchen reinziehen zu lassen. Fakt ist, dass der Aufsichtsrat die Kündigung der Planer, sowie das Einleiten rechtlicher Schritte gegen sie beschlossen hat, also kann auch nur der Aufsichtsrat diese Entscheidung wieder aufheben. Ein solcher Beschluss besteht nicht, wird auch so schnell nicht kommen, also ist die ganze Diskussion rein hypothetisch. Wie soll so ein Schwenk funktionieren ? Das Klima zwischen den Parteien ist belastet, der Amann hat die Stellen längst mit seinen eigenen Leuten besetzt. Ganz abgesehen davon kann man eine Kündigung auch nicht einfach rückgängig machen, die entsprechende Beauftragung müsste öffentlich wieder neu europaweit ausgeschrieben werden. Eine direkte Neuvergabe an Gerkan erscheint mir rechtlich fragwürdig. Das Ganze ist nicht durchdacht.
  12. Aktuelles zum Flughafen BER

    Die BBI-Macher waren offenbar sehr um ein gepflegtes Äußeres ihrer Baustelle besorgt. Das Management hat nach Aussagen eines Insiders regelmäßig Sonderreinigungen der Terminalbaustelle veranlasst. Für jeweils 40 000 bis 50 000 Euro wurde die Baustelle vor mehreren Politikerbesuchen geputzt. Als „reine Showveranstaltung“ bezeichnet ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Planungsstab des BER dies in der WDR/ARD-Dokumentation „Pleiten, Pech und Peinlichkeiten“. Die Sendung wird am heutigen Montagabend ausgestrahlt. Bei den Besuchern handelte es sich demnach um Abgeordnete verschiedener Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses, die die Baustelle nach der geplatzten Eröffnung 2012 in Augenschein nehmen wollten. In Strategierunden habe man überlegt, welchen Weg man den Politikern am besten zeigen könne: „Wir haben das immer Walt-Disney-Pfad genannt“, so der Insider wörtlich. Hierüber berichtet der Focus: Link zu Focus Die Information kommt sicher nicht überraschend. Herr Mehdorn sollte aber eine Prüfung veranlssen, inwiefern die Pressestelle seines Unternehmens bei solchen Aktivitäten eingebunden war.
  13. Aktuelles zum Flughafen BER

    Das klang aber früher anders. Die gleichen Manager wurden einst von den Berliner Medien hochgeschätzt. Hier als Beispiel ein Beitrag über Herrn Nozon im Berliner Tagesspiegel: Link zu Tagesspiegel Ich bin mir nich sicher, ob man diesen Verlust an Kompetenz wirklich so leicht wird ausgleichen können.
  14. Aktuelles zum Flughafen BER

    Der Flughafengesellschaft macht der fortwährende Stillstand schwer zu schaffen. Nach B.Z.-Informationen haben in den letzten Wochen viele wichtige Mitarbeiter gekündigt – oft aus Unsicherheit, wie es mit dem Projekt weitergeht. Link zu B.Z. Zu den Abgängen zählen u.a. Ex-Projektleiter Joachim Korkhaus sowie der ehemalige Teilprojektleiter Olaf Nozon. Diese Aderlass dürfte wohl die Fortführung der Bau- und Instandssetzungsarbeiten am Willy Brandt-Hauptstadtflughafen weiter erschweren. Kein Wunder, dass keiner mehr den Lichtschalter findet. Und ein Bender ist nicht in Sicht.
  15. Aktuelles zum Flughafen BER

    Der Baubeginn ist längst zum Politikum geworden. Es ist doch offensichtlich, dass Brandenburg eine ewig-lange Bestandsaufnahme auch ganz recht kommt. Im Falle eines schnellen Baubeginns würde sich gleich die Finanzierungsfrage wieder stellen, und Platzeck könnte weitere dreistellige Millionenausgaben für den Flughafen in diesem Jahr kaum politisch durchsetzen. Für die Brandenburger hat der BBI bei weitem nicht diese hochgeputschte, ideologische Bedeutung wie für Teile der Berliner Bevölkerung und Medien. Brandenburg hat sich vom Konzept eines dauer-defizitären, ewig subventionierten Großflughafens verabschiedet, der dem Land nur wirtschaftlich zur Last fällt, von dessen Passagierwachstum im Low-Cost-Bereich aber nur Berlin profitiert. Berlin muss für seinen Weltstadt-Nymbus schon selber sorgen.