slowlyhh

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  1. Wer erbt die Reste von Niki?

    Die Ausgangslage Fly Niki ist insolvent und hat Schulden, beispielsweise die letzten Leasingraten gegenüber TUIFly. Es wird kein Kaufinteressent auf die Idee kommen, die Firma selbst zu kaufen, auch nicht für einen Euro, weil damit die Schuldenübernahme verbunden wäre. Somit geht es nur um Firmenteile. Die Slots von Niki verfallen zwar in Kürze und gehen dann an den Koordinator zurück, aber jeder Käufer hat gute Chancen aus dem Pool der später zur Verfügung stehenden Slots das meiste zu bekommen, was er möchte (auch Lufthansa!). Im Einzelfall mag das mal nicht klappen. Jeder Käufer muss sich jedoch fragen, wie rentabel Niki eigentlich war, erfolgten viele Dienstleistungen doch durch Air Berlin, wo auch die Kosten aufliefen. ein Käufer muss über diesen Hintergrund-Apparat verfügen, angefangen von der Crew-Planung bis zum Reservierungssystem und mehr. Er müsste auch berücksichtigen, dass es keine Veranstalter-Verträge für Sommer 2018 geben dürfte und wegen der unsicheren Lage Vorausbuchungen fehlen, die man evtl. übernehmen könnte. Eine Niki in der bisherigen Größe ist also Utopie. Wer könnte das also in kurzer Zeit stemmen? Condor/Thomas Cook Condor verfügt über die notwendigen Infrastruktur, die für Niki bei Air Berlin angesiedelt war. Man könnte vermutlich recht schnell mit Flügen starten, insbesondere jene von Deutschland und wäre vermutlich noch nicht einmal darauf angewiesen, dass Lufthansa bereits selbst geleaste/gekaufte Flieger von Niki zur Verfügung stellt (wie sich die EU das vorstellt, aus meiner Sicht aber nicht durchsetzbar wäre), auch TUIFly hat nun Flugzeuge frei. Für Condor wäre es der gewünschte Schritt zur weiteren Expansion für wenig Geld. EasyJet EasyJet hat seine EU-Tochter bereits in Wien angesiedelt, agiert aber sehr konservativ und vor allen Dingen nicht schnell. Zwar hätte man die Chance in Wien die Nr. 2 zu werden, aber die meisten der Niki-Flüge gingen nicht von Wien sondern von deutschen Flughäfen (deshalb ja auch nach EU-Recht das Insolvenzverfahren nicht am Firmensitz von NIki in Österreich). Vermutlich würde sich EasyJet überfordert fühlen, neben der Expansion in Berlin noch eine weitere zu stemmen. Lauda Niki Lauda möchte zwar gern seine alte Airline zurück und verkündet auch vollmundig, dass er sich dafür einsetzen werde, aber er hat nicht den notwendigen Hintergrund-Apparat und müsste sich mit einem anderen Interessenten, der darüber verfügt zusammen tun. Ob er allein auch über die Finanzkraft verfügen würde, wäre auch eine Frage, denn zunächst wären ja Verluste zu tragen. RyanAir Die irische Fluggesellschaft hätte den Hintergrund-Apparat und Interesse an den Slots. Das Personal würde man kaum zu bisherigen Konditionen übernehmen, denn die Arbeitsverhältnisse sind ja bei RyanAir meist prekär und noch schlechter als bei Niki. Man wird sich also schwer tun, Personal zu finden und will in der Regel ja auch kein Geld ausgeben sondern eher etwas geschenkt bekommen. Wöhrl Unternehmer Wöhrl verfügt einerseits nicht über den Hintergrund-Apparat und hat schon gezeigt, dass seine finanzielle Ausdauer nur begrenzt ist, hat er über Intro mit Intersky auch bereits eine Fluggesellschaft mitversenkt. Alles, was er nicht für einen Euro bekommen kann, ist uninteressant, denn er will ja später mit Gewinn weiterverkaufen, auch noch halbkranke Fluggesellschaften. Fazit Aus meiner Sicht haben Condor/Thomas Cook die besten Aussichten. Und nun sind andere Meinungen gefragt!
  2. TUIFly ist ja auch geschädigt durch Niki und hat die letzte Leasingrate nicht mehr bekommen. Auch wenn Opodo sich noch nicht gemeldet hat, der Flug dürfte nicht durchgeführt werden da ja der ursprüngliche Auftraggeber insolvent ist und TUIFly nicht auf eigene Rechnung fliegt. Sofern der Flug nach der Insolvenz von Air Berlin gebucht wurde, ist das Geld für Niki-Flüge ja auf ein Treuhandkonto gegangen und soll nach Angaben des Insolvenzvewalters auch erstattet werden.
  3. Derzeit ist bekannt, dass EasyJet ab Berlin ab januar 2018 die innerdeutschen Ziele Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart anfliegen wird. Zudem plan Lufthansa eine konzerneigene Konkurrenz, indem auf einigen Inlandsstrecken Eurowings mit ihrem eigenen Preissystem gegen Lufthansa fliegt. Doch was ist mit den weiteren Strekcen? Wer könnte noch welche aufnehmen, um die alten Wettbewerbszeiten wieder herzustellen? Aus meiner Sicht gibt es a kaum Anbieter, die sich möglicherweise trauen, in Konkurrenz zu Lufthansa zu treten, denn dafür sind die Inlandsstrecken überwiegend zu kurz und die Erlöse im Vergleich zu anderen europäischen Mittelstrecken zu mager. RyanAir Die irische fluglinie wollte anfangs für Air Berlin mitbieten, hat sich aber ganz schnell aus dem Bieterrennen verabschiedet, denn es ist ihr Credo lieber lautstark gegen die Käufer von Air Berlin-Teilen zu meckern und die Rechtmäßigkeit der Vorgänge anzuprangern, ebenso die Wettbewerbsnachteile als selbst viel Geld in die Hand zu nehmen. Dennoch hat man jetzt verkündet, in Berlin ab Tegel etliche Jets zu stationieren, um dort für weitere Konkurrenz zu sorgen. Auch soll die Strecke zwischen Berlin und Köln/Bonn wieder aufgenommen werden. Da man aber auch an anderen deutschen Flughäfen bereits präsent ist, könnte man jederzeit zwischen diesen Flughäfen auch innerdeutsche Flüge aufnehmen. Auch wenn diese vielleicht nicht viel oder fast gar kein Geld abwerfen, könnte man den Platzhirsch "Lufthansa" zumindest ärgern. Dieses Szenario halte ich für sehr wahrscheinlich, weil man sich aus den frei werdenden Slots sicherlich einen entsprechenden Anteil wird sichern können. EasyJet EasyJet verfolgt eine andere Strategie. man möchte am jeweiligen Heimat-Flughafen die Nr. 1 oder zumindest Nr. 2 sein. Man hätte die Chance gehabt, ein zweites Drehkreuz ab Düsseldorf aufzubauen, hat sich aber wohl nicht entscheiden können, einerseits wegen der hohen Dominanz der Lufthansa-Gruppe wie auch der wenigen Slots, die in Tagesrandzeiten zur Verfügung stehen bzw. möglicherweise nachträglich hätten Easyjet zufallen können. Auch hat man nicht die Chance genutzt, die Streichung der Station in Hamburg zurückzunehmen und von dort ein innerdeutsches Konkurrenznetz zu Lufthansa aufzubauen. Easyjet plant offensichtlich sehr konservativ, sodass ich hier keine Bewegung mehr erwarte. Andere Low-Coster ob Norwegian, Vueling, Wizz Air oder auch andere halte ich ebenfalls für sehr unwahrscheinlich, da man jeweils andere Geschäftsmodelle verfolgt. Auch von Norwegian, der man lange nachgesagt hat, eine Basis in Düsseldorf aufbauen zu wollen, hört man nichts mehr. Deutsche Ferienfluggesellschaften Ob Condor, TUIFly, Germania usw., innerdeutsche Strecken hat es immer nur im Zusammenhang von touristischen Drehkreuzen gegeben. Rein theoretisch könnte man zwar Jets der Auslastung wegen im Tagesrand auf starken innerdeutschen Strekcen einsetzen und tagsüber dann zu touristischen Zielen, dies setzt aber entsprechende Slots zu kritischen Zeiten voraus. Versucht hat zumindest dieses Modell innerhalb Deutschlands noch niemand, wenn man vom Feederverkehr der Air Berlin und Lufthansa selbst absieht. Fazit Aus meiner Sicht traut sich nur noch eine RyanAir an innerdeutsche Strecken ran, auch wenn die EU-Berhörden sich einen anderen Wettbewerb wünschen. Entscheiden tun das letztendlich die Fluggesellschaften selbst, nicht die EU, und so werden die zwar gegen Platzhirsch "Lufthansa" anmeckern, aber trotzdem selbst nicht aktiv werden. Ich würde mir mehr Konkurrenz wünschen, auch wenn es die Deutsche Bahn oder Flixbus als Alternative gibt, sehr aber beim Flug auch die enge wirtschaftliche Seite und habe deshalb keine große Hoffnung und bin auch mit RyanAir nicht einig, sollte man doch einen solch unsozialen Arbeit- bzw. Auftraggeber doch als Fluggast nicht noch unterstützen sondern eher boykottieren, was ich bisher auch getan habe. Und nun sind andere Meinungen gefragt!
  4. Richtigerweise wird EZY kaum bisherige Dash 8-Strecken übernehmen oder eine solche höchstens einmal pro Tag bedienen. Aber es war vor einiger Zeit die Rede davon, dass man 5 A 320 auch woanders stationieren könnte. Wenn das DUS wäre, dann könnte man von dort aus mit 5 stationierten Maschinen BER, MUC, HAM (und somit ohne Basis auch HAM-MUC) neben Auslandszielen bedienen, wobei EZY wohl vor allem Interesse an VIE, ZRH, ROM, LON etc. hätte.
  5. Aktuelles zu Eurowings

    Es wäre nur ein Teil-Betriebsübergang. Da in HAM 3, CGN 4 und STR 6 A 320 von AB stationiert sind, entspricht die Gesamtzahl genau denen, die zukünftig bei HE fliegen sollen. Da wird sicherlich das Personal nach HE verschoben (mit bisherigen Konditionen) und später dann an EW (mit bisherigen Konditionen). Wenn es dann für den A 320 einen Tarifvertrag gleich wie für EWD gibt (für die Dash 8 wird ja weniger gezahlt), dann würden die Ex-Air-Berliner längere Zeit keine Gehaltserhöhung bekommen, bis sie auf das Niveau von EWD agesunken sind. Damit kann EW aber leben, denn es geht nur um einen Teil-Betriebsübergang. In DUS oder BER würde das ganz anders aussehen, da man dort viele Alt-Piloten hat mit ganz anderen Gehältern hat. Von LH ist das alles ganz geschickt angelegt. Bin mal gespannt, was die Arbeitsrechtsanwälte daraus machen, aber ich vermute, die haben keine Chancen, denn einen Betriebsübergang außer für Niki und LGW sehe ich persönlich nicht. LH ist ansonsten für weitere Maschinen nur in die Leasingverträge eingetreten und beendet den Wet-Lease mit AB, setzt den dann aber mit der zu erwerbenden HE fort. Das ist zwar traurig für die Mitarbeiter, die sind aber seit vielen Jahren auch in anderen Firmen nur "Ware" und kein menschlisches Wesen. So funktioniert nun einmal Marktwirtschaft, die ich in dieser Form nicht persönlich unterstütze, aber dann muss jeder einzelne was dazu tun und nicht immer nur für einen Appel und Ei fliegen wollen.
  6. 4 in CGN, 6 in STR und 3 in HAM, macht total die 13, die zukünftig für HE unterwegs sein werden.
  7. Teil-Betriebsübergang ja, aber nur soweit es die entsprechenden Stationen betrifft. Das sind HAM, CGN und STR. Das ist für LH/EW überschaubar und erklärt ja auch den Personalzuwachs (LGW hatte ursprünglich nur 380 Mitarbeiter). Dann bekommt das jetzige AB-Personal zunächst ihr bisheriges Gehalt weiter, bis es durch Tariferhöhungen in ein paar Jahren auf EWD-Niveau liegt, was man vermutlich für die A 320 auch bei LGW ansetzt, bei den Dash`s wird ja weniger verdient.
  8. Schon vor der Insolvenz hat sich LH abgesichert, nämlich zum Beginn des Wetleases. LH ist einvernehmlich mit AB in die Verträge mit den Leasinggesellschaften eingestiegen bzw. hat ggf. neue Konditionen ausgehandelt und dann die dry selbst geleasten Maschinen an AB verleast, um sie von dort als Wetlease, also mit AB-Crew, zurückzuleasen. Was die Maschinen betrifft, war LH schon vor der Insolvenz auf der sicheren Seite, dass man Zugriff auf diese hat. Da wird im Nachhinein niemand etwas machen können, war eben sehr geschickt. Man hat davon ja auch schon welche gekauft, 2 fliegen schon unter OS-Registierierung, weil man niemanden mehr fragen musste, außer der Kaufvereinbarung mit der Leasinggesellschaft. AB war schon draußen vor!
  9. Aktuelles zu Austrian Airlines

    LGW hat 20 Dash 8-400. Man will jedoch 3 als Reserve für Gesamt EW nicht flugplanmäßig verplanen. Hinzu kommt, dass zunächst noch weniger im Einsatz sein werden, da vermutlich ein Teil der Besatzungen auf A 320 umgeschult wird. Es sollen ja mindestens 13 A 320 zu LGW kommen. Vorübergehend kann man das Loch, das angebotsmäßig von Air Berlin mit Betriebseinstellung hinterlassen wird, nicht stopfen, zumal alles zunächst Notlsöungen sind, solange noch nicht die entsprechenden Genehmigungen vorliegen. Mit Betriebseinstellung werden sich viele neue Airlines um die freien Slots bewerben, und neue Anbieter haben Vorrang. Vom Angebot kann es also noch sehr kunterbund werden.
  10. Nein, bis zum Jahresende fliegen für Niki noch alle 14 737 der TUI Fly, danach nur noch 7. Da jetzt die Wintersaison beginnt, hat Niki Kapazitäten frei und kann teilweise fehlende Kapazität für EW bereits jetzt ersetzen. Das eigene touristische Programm wird aber noch bis Jahresende unter HG laufen, danach geplant mit EW-Flugnummern operated by Niki.
  11. Wenn AB den Wetlease für EW fortgeführt hätte, würde es noch ein anderes Problem geben. AB müsste ja die Crews bestimmen, die auf den Wetlease-Flügen eingesetzt werden, andere hätte man sofort kündigen müssen. Diese Sozialauswahl wäre hätte man schnell treffen müssen, und sie wäre immer angreifbar. Der Nebeneffekt ist nun, dass der Druck auf AB-Crews weiter erhöht wird, weil gar keine mehr im November eingesetzt werden und alle die Kündigung bekommen werden. Für EW ist das nun eine logistische Herausforderung, die nicht ganz ohne Chaos und Flugzusammenlegungen bzw. Streichungen gehen wird. Man muss einerseits 20 Dash 8 Flieger auf A 320 Strecken einsetzen, die etwas langsamer sind und zusätzlich andere Flugzeuge chartern, um die ursprüngliche Anzahl der von AB geleasten A 320 zu erreichen. HG soll wohl mit zwei A 321 aushelfen, da das in der touristischen Nebensaison wohl machbar ist. Dann wird jede eigene Reserve innerhalb der LH-Gruppe aktivieren und das irgendwie hinbekommen. TUI Fly kann vielleicht auch noch aushelfen. Die Zeit läuft allerdings ganz schnell für EW. Je mehr Crews man von AB oder auch anders woher bekommt und ggf. umgeschult hat, umsomehr kann man auf die teilsweise bereits im Eigentum der LH stehenden und ursprünglich mit AB Besatzung zurückgeleasten Flieger zurückgreifen. Darunter leiden werden die Strecken, die LGW zusätzlich derzeit für AB geflogen hat (Beispiel Berlin - Karlsruhe), weil man die momentan nicht noch zusätzlich bedienen kann. Deshalb tauchen ja neue Dash 8 Strecken unter EW derzeit erst Mitte Januar auf, wenn die heiße Phase vorbei sein wird. Vorübergehend gibt es also das große "Parken" von AB-Fliegern.
  12. Für den Flughafen geht das nach hinten los. Der Lesinggeber kann gegen den Flughafen auf Schadenersatz klagen, und Air Berlin wird nicht mehr zahlen. Ich hätte den Isländern zugetraut, sicher vorher schlauer zu machen.
  13. Soll nach früheren Zeitungsmeldungen Mitte Jan losgehen mit geleastem CRJ 700 von Adria Airways (also nicht Q400).
  14. Rein theoretisch könnte Easyjet mit AB auch einen Wetlease-Vertrag abschließen, sodass AB für U2 fliegt. Nur mit so wenig Vorlaufzeit würde man die Maschinen nicht füllen können. Insofern wird es mit Sicherheit eine Unterbrechung im Angebot ab Berlin geben.
  15. Korrektur:EW hat derzeit 33 A 320 im Wet Lease bei AB (plus 5 für OS =ursprünglich somit 38, inzwischen eine schon im Register von OS), Niki hatte 17, aktuell 16 A 321 plus 4 von Belair, ursprünglich 14 737 von TUI Fly,zukünftig nur 7, HE 20 Dash 8, wovon 17 eingesetzt werden sollen, 3 für die Gesamtflotte von EW eine Reserve bilden soll. Zukünftig also 33 A320 bei EW im Wetlease von AB (spätere Aufteilung auf HE-13- und Eurowings Europe Wien -20-) , HG 20 A 321+ 7 B737 von TUI Fly, also 27, HE 20 Dash 8, total 80 (1 A 320 bereits bei OS)