MD-80

Mitglied
  • Content count

    448
  • Joined

  • Last visited

Everything posted by MD-80

  1. Man möge mich bitte gerne aufklären, aber folgt nach solchen offenen Castings nicht ein Assessment mit den Personen, die in die engere Wahl kommen? Die meisten Fluggesellschaften „sortieren“ durch Assessments aus, oft durch Gruppenübungen, Eignungstests, Verabschiedung von Bewerber/-innen nach der „Halbzeit“ und dann Einzelinterviews. Schließlich muss ja irgendwie gefiltert und geschult werden, dass möglichst viele Eigenschaften der Person zu den Anforderungen des Unternehmens passen. Sonst geht der Schuss schnell nach hinten los.
  2. Solche Sitze verwendete Finnair in ihren MD-80.
  3. So einfach ist es nicht, schön wär´s...
  4. Öfter hätte ich gerne die lange Vorlaufzeit gehabt, mich um einen alternativen Job zu kümmern. Die Haltung erinnert mich im beruflichen Alltag an manch ein Alitalia-Crew-Mitglied. Da trifft man sich als uniformierter Mitarbeiter mit anderen Crews verschiedenster Fluggesellschaften in einer versteckten Raucherecke und man grüßt sich höflich – Ausnahme Alitalia. Abfällig, herablassend, „wir haben es nicht nötig“. Sicherlich sind deren Jobs auch weiterhin sicher, weil irgendeine Stelle wieder einspringen wird, um Finanzlöcher zu stopfen. Mich würde im Zusammenhang mit der Abwicklung von AB aber nichts wundern. Unter „marktwirtschaftlichen“ Maßstäben sind Unternehmen wie AB am Ende. Dafür hätte ich nicht mal meine kaufmännische Ausbildung machen müssen. Es wird nur noch hingebogen, damit es bilanztechnisch erklärbar ist. Man macht sich was vor, aber dies ist nicht nur in westlichen Wirtschaftsbereich so. Oft passt eine verlogene Darstellung oder Selbstbelügen besser in das hier umgesetzte, gesellschaftliche Zusammenleben. Lufthansa geht es bei einer möglichen Übernahme der verbliebenen AB wahrscheinlich nicht um Arbeitsplatzerhalt, wozu auch? Lufthansa ist keine Bundesagentur für Arbeit oder jobcenter und braucht somit nicht in diese separate Industrie einsteigen. Lufthansa wird in ihrem eigenen Interesse ihre Marktposition schärfen wollen und es ist legitim, dass Lufthansa kein Interesse an einem heutigen Kollaps von AB hat. Danach würden Niedrigpreisanbieter sehr zügig Slots reservieren und ihre Marktanteile noch weiter ausbauen. Es wird Zeit gewonnen und so abgewickelt, dass es in fünf Jahren keinen Menschen mehr interessiert und zehn Jahre später viel nicht mehr wissen werden, was eigentlich vor zehn Jahren war.
  5. ...und auch bei der traditionellen Seefahrt sieht es sehr mau aus. Dafür hat Hamburg aber die "Elphie".
  6. Die Geschäftsführung(en) von Air Berlin haben so viel falsch gemacht, dass dieses Unternehmen kaufmännisch betrachtet am Ende ist und dies nicht erst seit gestern. In der kapitalistisch geprägten Gesellschaft ist dies ja Beweis genug. Diverse "andere" Unternehmen konnten und können auch Fehler machen, die aber die Substanz insgesamt nicht gefährdeten. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ein finanziell ertragreiches Unternehmen mit recht klarem Konzept (egal, ob es nun persönlich gemocht wird oder nicht) Anpassungen vornimmt oder eine Air Berlin, wo seit Jahren die finanzielle Situation sehr schlecht ist und die Zukunft sehr ungewiss ist.
  7. Da Alitalia-Besatzungen in Raucherecken auffällig häufig abfällig auf Besatzungen von effizienter operierenden Konkurrenten schauen und selten ein kollegiales Hallo übrig haben, scheinen deren Arbeitsverträge bombensicher zu sein. Sie haben es eben nicht nötig. Alitalia läuft doch.
  8. Das ist ein sehr komplexes Ding. Bei den meisten Unternehmen gibt es nicht nur monatliche Begrenzungen. Es hängt auch mit der Zuteilung von Diensten zusammen. Hat man X Tage Y Stunden gearbeitet, dann kann es schon Begrenzungen geben. Ist aber sicherlich von Airline zu Airline verschieden.
  9. Dabei gab es gestern schon in Gatwick ab den Morgenstunden Probleme mit dem Gepäckfördersystem und beide Terminals in LGW waren betroffen.Es kam bei vielen Flügen diverser Airlines zu Verspätungen, die bis in die Abendstunden spürbar waren. War selber gestern in Gatwick und es war voll mit Passagieren.
  10. Meine berufliche Erfahrung: Es interessiert nicht einmal, wenn man in Uniform einen Gast freundlich darum bittet, die offiziell gestartete Filmerei bitte einzustellen. Es wird noch drauf gehalten. Darum kann es auch so schön sein, wenn man nur Tiere und Bäume und Blumen um sich herum hat.
  11. Wachstumsmärkte und riesige Märkte sind ja "direkt vor der Haustür". Die gesamte Region (Südostasien) entwickelt sich mit einer Dynamik, die nicht mit Hamburg-Barmbek (wo gerade eine Currywurst geplatzt ist) vergleichbar ist. Ich nehme an, dass philippinische Fluggesellschaften sehr gut den wachsenden Markt durch ihre Flugprogramme abdecken und Fokus ist da nicht primär eine zügig verstärkte Verknüpfung nach Europa. Bislang konnte die Mehrheit über die relativ wenigen Langstrecken nach Europa und über Umsteigeverbindungen befriedigt werden. Und eine wachsende Zahl von Filipinos, die sich (Konsum-)Urlaub leisten können, werden wohl eher ein südkoreanisches oder japanisches Einkaufszentrum vorziehen und nicht nach Deutschland reisen. Sollte der philippinische Tourismus sich positiv entwickeln, dann halte ich den Anteil an europäischen Touristen weiterhin für vernachlässigbar. Es gibt eine wachsende (finanziell wohlhabende) Schicht in vielen asiatischen Staaten. Touristen aus Südkorea, Taiwan oder China etc. sind hier viel schneller als Kunden zu erreichen und wenn die politische Lage stabil bleibt, dann trauen sich sogar Japaner für einen Urlaub ins Ausland, nachdem der Otto-Normal-Japaner nachgeschaut hat, wo überhaupt Land X liegt und wann dort das letzte Mal Urlauber angegriffen wurden. Gerade im Zusammenhang ist es doch erfreulich, dass sich der philippinische Luftverkehr aus dem Moloch der 1990er so positiv entwickelt hat. Die einst faktisch bankrotte Philippine Airlines konzentriert sich auf die Märkte, die wohl gesunde Erträge erzielen und wer hätte gedacht, dass Cebu Pacific sich zu so einer erfolgreichen Airline entwickeln würde. Respekt! Vorteilhaft ist natürlich zwangsläufig die Insellage als Archipel, wo das Flugzeug mehr und mehr eine Alternative zur Fähre wurde. Mittel- und langfristig gibt es sicherlich eventuell gesunde Nachfrage von deutlich mehr Flügen zwischen Europa und den Philippinen.
  12. Hawaiian Airlines hat ihr Erscheinungsbild modifiziert:
  13. Ich glaube, dass es sich um diese Dokumentation handelt: Ready for Take-Off!Flug AB 8406 (Begleitung eines Airbus A319)
  14. Ich habe den Eindruck, dass sich Dein „Bedarf“ erst dadurch einstellen würde, wenn man die Nachfrage durch zu niedrige Flugpreise generieren kann. Die easyJet hat sicherlich alle Werkzeuge und Instrumente, um nach Abwägung aller essentiellen Faktoren ihre Optimierungen im Streckenangebot umzusetzen. Interessant mag deshalb auch für Dich eventuell sein, wie easyJet ihre Strategie erklärt: http://corporate.easyjet.com/about/strategy Wäre tatsächlich der Bedarf vorhanden, dann wäre es ja ansonsten zum Beispiel eine einfache Möglichkeit für Air Berlin, durch Einrichtung von Flügen zu niederländischen Provinzflughäfen und britischen Regionalflughäfen ab ihrem Drehkreuz Berlin neue Einnahmequellen zu erschließen. PS: Für Deutschland lautet die aktuelle Strategie der easyJet: "target specific market opportunities, such as city-based strategies in Germany..."
  15. Warum?
  16. Wie sieht denn aktuell die systemweite Auslastung bei Eurowings aus?
  17. Ist denn bekannt, was überhaupt vorher passierte? Ein nachweisbarer Hergang entschuldigt keineswegs das Verhalten des AA-Mitarbeiters und dennoch besteht die Gefahr, dass der Kontext falsch hergestellt wird. Der Mitarbeiter hätte im Interesse der Gesamtsituation (aus meiner beruflichen Erfahrung) anders auf den männlichen Fluggast reagieren müssen und dies wird u.a. geschult. Ergebnis sollte eine De-Eskalation der Situation sein. Btw: Im beruflichen Alltag merkte und merke ich, dass zunehmend - aus welchen Gründen auch immer – gefilmt wird. Bittet man einen solchen Menschen, bitte nicht zu filmen (freundlich verbal und/oder durch Handzeichen), wird man oft aggressiv darauf hingewiesen, dass „man das darf“ (dies ist unter bestimmten Voraussetzungen nicht der Fall!). Wenn ich als Mitarbeiter darum bitte, dann kann sich ein Mensch sicher sein, dass ich weiß, dass ich das Recht habe, darum zu bitten. Man schaufelt sich sonst selber rechtlich ein Grab. Umgekehrt wäre die Empörung groß, wenn man das Verhalten mal umgekehrt mal filmen würde und da kommt der Datenschutz schnell als Schlagwort. Es ist nicht schön, während seiner Arbeit gefilmt zu werden.
  18. Die „Kisten“ sind hochwertige, langlebige Produkte, wo bei korrekt umgesetzter Wartung und pfleglicher Behandlung primär Kostenfaktoren die Entscheidung einer Ausmusterung beeinflussen und nicht das Alter.
  19. Eventuell von Interesse (falls noch nicht in diesem Thread schon eingefügt). hier offizielle Mitteilungen von United Airlines: Mitteilung vom 11.04.2017 Mitteilung vom 13.04.2017
  20. Das bezweifle ich. Vielmehr mussten sich andere Flughäfen und Fluggesellschaften in anderen Ländern viel früher auf die Entwicklung und die rasante Entwicklung von Niedrigpreisanbietern einstellen. Die Entwicklung tritt hier aus verschiedenen Gründen nur tendenziell verzögert ein. Ohne schlagkräftige und finanziell erfolgreiche (europäische) Niedrigpreisanbieter gäbe es möglicherweise in Deutschland weiterhin traditionelle, festgenagelte Strukturen und dann wären es auch hier fast nur andere Gründe - außerhalb des eigenen Betriebs, die an irgendwelchen Dingen schuld sind. Selbst ohne LCC´s in Frankfurt kann man in Europa eine Entwicklung beobachten, dass große Niedrigpreisanbieter immer mehr und insgesamt sehr erfolgreich in traditionelle Märkte eindringen und dabei effizienter und kommerziell erfolgreicher sind als manch eine Traditionsairline. Die Tatkraft eines Wettbewerbers würde ich nicht unterschätzen und auf ein Gebührenmodell reduzieren. Nicht nur Ryanair, sondern auch andere große europäische Niedrigpreisanbieter "produzieren" ihren Betrieb mehrheitlich erheblich effizienter, leistungsorientierter und es bleibt den mündigen Kunden überlassen, welches Produkt gebucht wird und für Wachstum sorgt. In Europa wachsen LCC´s. Es erinnert ein wenig an Delta Air Lines Mitte der 1990er in Atlanta. Recht behäbig operierte Delta nach dem Kollaps von Eastern Air Lines und konnte gar nicht so schnell reagieren, wie ValuJet die Gunst bei Passagieren und an der Börse gewann. Delta reagierte nach dem Kollaps der ersten ValuJet recht hastig mit Delta Express (und später mit "Song"). Der Luftverkehr ist so dynamisch, dass Jahre später aktuell Delta sehr erfolgreich sich mit ihrer Kernmarke behauptet. Lufthansa benötigt möglicherweise "einen inneren strukturellen und auch mentalitätsseitigen Wandel" und die Etablierung von Tochtergesellschaften ist meiner Ansicht nur das Resultat, dass die Kernmarke nicht die Wettbewerbsfähigkeit aufweist, die im Marktumfeld nötig wäre. Ansonsten könnte Lufthansa extensiv organisch wachsen und ihr Drehkreuz Frankfurt "zuballern" und ein optimales Mega-Drehkreuz bieten. Die Grundlage ist ja vorhanden, nur produziert Lufthansa insgesamt zu teuer und dies liegt sicherlich nicht an den neuen LH-Arbeitsverträgen.
  21. Ich denke hier genauso wie Du. Der eigentliche Flugbetrieb bleibt unangetastet. Die Flugzeuge werden auch in Zukunft genauso effizient abgefertigt. Es hat nichts mit Umsteigern zutun...
  22. Eventuell wird das Angebot des Umsteigens durch eine zeitliche Minimum-Umsteigezeit (z.B. zwei Stunden) automatisch gesteuert. So ist der normale Flugbetrieb nicht betroffen, da sowieso be- und entladen werden muss. Jeder einzelne Flug wird normal umgesetzt, eventuell nur im Sinkflug seitens des Kabinenpersonal aktualisierte Informationen bei Störungen/Abweichungen von möglichen Umsteigeverbindungen mitgeteilt. Es ginge hier nicht zwangsläufig um kürzeste Umsteigezeiten, sondern die grundsätzliche Möglichkeit, (gegen Aufpreis?) eine Umsteigeverbindung zu buchen. Das ist eine sehr interessante Entwicklung und hier könnten die Vorteile die Nachteile mehr als kompensieren. Ach glaube ich, dass andere europäische LCC´s reagieren werden und auch hier könnten sich die positiven Effekte zeigen. "Plötzlich" laufen Routen, die durch Umsteiger optimiert ausgelastet werden. Es könnte eben praktisch sein, dass eine Basis tatsächlich auch die Funktion eines Hubs erfüllt und ein Fluggast via XXX eine Vielzahl weiterer Zielorte buchen kann. Sicherlich müsste die Ertragssteuerung neu definiert werden. Ryanair und easyJet etc. operieren mit sehr hoher Auslastung. Hier müsste ja auch geschaut werden, dass ausreichend Kapazitäten für umsteigende Fluggäste einkalkuliert werden. Gleichzeitig kann ein solches Unternehmen durch Buchungen recht gut erkennen, welche Passagierströme sich ab Flughafen X ergeben und dann auch "nebenbei schauen", ob sich die Einrichtung einer Nonstop-Route lohnen könnte, um den Umsteigeranteil auf zwei Flügen zu reduzieren. Alleine durch Erhöhung von Frequenzen ab einem Flughafen zu "Drehkreuzen" eines LCC´s ergäben sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten für den Kunden, die bei der Flugbuchung auch angezeigt erden könnten - mit einem automatisch generierten Zeitpuffer, der die einzelnen Flüge bei deren Durchführung nicht beeinflusst. So wird der eigentliche Flugbetrieb nicht verkompliziert. Der höhere Aufwand wegen Steuerung des aufgegebenen Gepäcks kann eben durch Aufpreis kompensiert werden. Ryanair, easyJet und Co. könnten sich durch diese Entwicklung zu sehr attraktiven Netzwerkcarriern entwickeln, die ihr Geschäft seit Jahren verstehen und Synergieeffekte voll ausschöpfen könnten. Just my two cents...
  23. Ryanair plant offensichtlich die Etablierung einer separat geführten, polnischen Chartergesellschaft unter der Bezeichnung "Ryanair Sun". Vorerst scheint der Einsatz von fünf Boeing 737-800 geplant zu sein. Ryanair sucht in diesem Zusammenhang Personal: Ryanair Sun
  24. Emirates gehört meiner Ansicht nach zu der Gruppe von Fluggesellschaften, die kapazitätsseitig aufgrund ihrer Flottenstruktur eine – je nach Betrachtungsweise – nur sehr eingeschränkte Flexibilität aufweist. Das andere Extrem für enorme Flexibilität ist Delta Air Lines. Eine A380 durch eine Boeing 777 oder umgekehrt zu ersetzen, sind neben der Anhebung oder Reduzierung von Frequenzen die wichtigsten Merkmale der Flexibilität von Emirates. Hier bietet - da namentlich erwähnt - die Lufthansa eine erheblich höhere Flexibilität. Wie diese Flexibilität umgesetzt wird, obliegt der kompetenten Netzwerkplanung einer jeden professionell geführten Fluggesellschaft und viele Faktoren sind der Öffentlichkeit logischerweise nicht bekannt.