Roland

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  1. Aktuelles zum Airport Bremen

    Dass die Zeiten (nicht nur) für die kleineren Airport in Deutschland schwierig sind, ist unbestritten. Umso mehr ist hier Kreativität und Intelligenz des Managements gefragt. Betrachtet man hier die letzten 10 Jahre in BRE, war der entscheidende Deal der Gewinn von FR mit der Besonderheit eines eigenen Terminals im Jahr 2007 - erreicht noch vom alten Management unter Manfred Ernst, übrigens dessen einzige aquisitorische Leistung, die es aber in sich hatte und die Fluggastzahlen um fast 1 Mio (= mehr als ein Drittel) nach oben katapultierte. Dem neuen Management ist dieser sagenumwobene Marketing award tatsächlich mehrfach zugesprochen worden; allein, eine einigermaßen nachhaltige Aquise ist leider nicht erreicht worden. Lediglich - und das soll auch keineswegs klein geredet werden - die Festigung und der Ausbau der Geschäftsbeziehung mit Germania geht auf das Konto von Herrn Bula und Co. Soweit, so positiv. Dem steht aber gegenüber, dass die Aquise kleinerer Linienflieger Eintagsfliegen war, die Beziehung zu FR kräftig erodiert und der Aufbau zu weiteren LCC verschlafen wurde, auch als dies noch besser möglich gewesen wäre als heute - siehe mein Post oben #768. Dies mutig mit Investitionen zu begleiten, Visionen zu entwickeln, hat man sich nicht getraut. Für mich ist diese Politik hasenfüßig, die Bilanz des derzeitigen Mangement daher bestenfalls durchwachsen. Darauf, dass die Aufsichtsräte aus Handelskammer und Politik hier nichts merken, hat aaspere bereits hingewiesen, stellt aber für Bremen keine wirkliche Besonderheit dar....
  2. Aktuelles zum Airport Bremen

    Ich denke, die Versuche des Flughafens, klassische Liniencarrier nach BRE zu holen, um dort mit Kleinmaschinen zu echten Business-Preisen Europaverkehre anzubieten, sind gescheitert. Solange man eine OLT am Standort hatte, hat das gut geklappt. Doch zum einen hat sich OLT im Expansionsrausch selbst zerstört, zum anderen haben sich die Zeiten geändert. Es kommt nicht von ungefähr, daß kaum noch jemand mit Maschinen um die 50 Paxe herum fliegt, und das sogar in Zeiten günstigen Sprits (was sicher bald zuende ist). Wenn BRE expandieren will, solte man zunächst einmal den Standort analysieren (was man vermutlich auch getan hat). Für hochpreisigen Business- point-to-point-Verkehr gibt es in Bremen und Einzugsgebiet viel zu wenig Firmenzentralen. Flughäfen wie HAJ mit VW, TUI, Salzgitter, Conti usw.), aber auch NUR mit Scheffler, Adidas, Puma, Siemens Medizin usw. können viel mehr Business Quellverkehre erzeugen wie die Region Bremen, in der es außer einigen mittelständischen Unternehmen keinerlei Konzernzentralen mehr gibt. Für diese reichen die brauchbaren Umsteigeverkehre nach FRA, MUC, AMS, CDG und IST ganz offensichtlich locker aus. Allerdings: Die Region ist ja nicht wirtschaftslos, sondern verfügt über eine stattliche Anzahl von Firmen, die namhafte Filialbetriebe und Produktionsstätten unterhalten. Für Verkehre unterhalb der "Edel-Nadelstreifen" , also etwa auf Sachbearbeiter- oder Monteurebene ist m.E. durchaus vorstellbar, auch internationale Point-to-point-Verkehre zu entwickeln, wenn diese zugleich auch für private/touristische Verkehre interessant sind. (Werk-)tägliche Verkehre nach Oslo, Kopenhagen, Stockholm, Danzig (Partnerstadt), Wien, Zürich, Mailand, Madrid, Brüssel, Manchester sollten zu LCC-Konditionen mit einem 150-Sitzer, wie ihn etwa Easyjet betreibt, im Bereich des wirtschaftlich Möglichen betrieben werden können, vielleicht auch mit FR`s 737-800. FR betreibt in BRE bekanntlich einen eigenen Terminal, eine ehemalige umgebaute Frachthalle. Dieses Terminal ist ausgelegt auf max. 3-4 gleichzeitig abzufertigende Flüge, eine Zahl, die im Zenit der FR- connection zu BRE 2009 / 2010 auch mehrmals tägl. erreicht wurde. Es war die Zeit, in der FR ausschließlich auf kleine Flughäfen wie Hahn oder Weeze setzte, BRE war damals die Nr. 3 für FR in D. Seit 2011 stagniert die Entwicklung in BRE, entwickelt sich seit 2012 deutlich zurück, Zeitpunkte, die deutlich vor der Neuausrichtung von FR in Richtung große Flughäfen mit Schwerpunkt Business liegen. Die Ausrichtung kann ein Grund mit für den Rückgang sein; ihn nur damit zu erklären, wäre zu kurz gegriffen. Ob auch persönliche Animositäten innerhalb der Geschäftsbeziehung eine Rolle spielen, wie hier schon häufiger vermutet wurde, darüber läßt sich nur spekulieren. Kolportiert wurde allerdings, daß FR einen Ausbau ihres Terminals seitens der Flughafen GmbH wünschte, der von dort abgelehnt wurde, auch wohl, um sich nicht zu verschulden. Dass FR die kleinen Airports keineswegs aufgibt, kann man daran sehen, daß es in letzter Zeit einige neue Ziele und zusätzliche Flüge wie etwa nach Hahn oder Karlsruhe gegeben hat. Ein Ende des Siechtums wird man wohl nur erreichen können, indem man noch mehr versucht, die LCC für BRE zu interessieren. Ein Weg könnte sein, sich im Rahmen eines Joint ventures am FR-Terminal E zu beteiligen, um es so zu erweitern und mit teilweise Neubau zu modernisieren, wobei eine Bedingung sein könnte, einen abgetrennten Bereich anderen LCC zu öffnen. Sicher wird eine solche Maßnahme einen 2-stelligen Millionenbetrag kosten, sie könnte aber – flankiert mit neuer Gebührenstaffel , Warmflugrabatten und verstärkter Werbung in der Region – den Flughafen aus der Abwärtsspirale herausbringen. Vorübergehende Bilanzverluste wären der Preis, der aber im Interesse der Gesamtregion hinzunehmen wäre, wenn gleichzeitig eine bessere Auslandsanbindung auch Business-relevanter Ziele erreicht werden könnte.
  3. Berliner Flughäfen ( Tegel & Schönefeld)

    Rot-Rote Wirtschaftspolitik klingt so ähnlich wie: ein Manta vor der Uni
  4. Verkehrszahlen 2016

    BRE Sept 270.775, + 1,7 % Jan-Sept 1.999.877, -1,7 %
  5. Aktuelles zum Airport Bremen

    Seit dem Interview mit Bula im WK werden es jetzt bald 2 Monate, ohne daß sich etwas Positives getan hat. Dabei wollte er doch noch 2-3 neue Gesellschaften im Sommer in Bremen haben. Wir wissen zwar, daß Sun Air kommen soll - noch sind sie ja nicht da - , aber über Ziele wird weiter nur spekuliert und von anderen Gesellschaften ist auch nichts zu sehen oder hören. Sicher - noch ist der Sommer nicht da: Aber so etwas braucht ja doch einen einen gewissen Vorlauf. Wollen wir hoffen, daß es nicht alles nur heiße Luft war....
  6. Verdi Streik 27.4.16

    Interessant: Ich hatte eben mit dem Flughafen In Do tel. Dort wußte man von nichts. Anruf bei Verdi in Do. Die hatten es selbst gerade erfahren, bestätigten es aber. "Ob da jemand mitmacht, wissen wir auch nicht, ich hoffe aber, daß der Flughafen den ganzen Tag lahmliegt!! Den Flughafen informieren wir natürlich nicht darüber, das ist ja schließlich unser Gegner" Gegenfrage: "Was würden Sie denn als Fluggast machen?" "Erstmal bis Mo abwarten, man sollte aber eine hohe Risikobereitschaft mitbringen, wenn man da Mi fliegen will. Vielleicht gibts aber nur ne mehrstündige Verspätung" Man spürt die Verachtung allen gegenüber, die nicht zu ihrer Klienel gehören!
  7. Verkehrszahlen 2016

    Na ja, da will EW vielleicht mal hin! Ich schätze Vueling hat einen Vorsprung von 2 Jahren mindestens
  8. Aktuelles zum Airport Bremen

    Mal eine Frage zu FlyBremen. Das Ding ist doch m.E. vom Flughafen gemeinsam mit einem Reisebüro aus dem nordwestlichen Einzugsgebiet aus der Taufe gehoben und bietet idR Pauschalreisen ab Bremen an, erstaunlicherweise - wie ich festgestellt habe - nur selten mit FR als homecarrier. Weiß jemand, wie erfolgreich diese Plattform ist? Gibt es da irgendwelche Zahlen?
  9. Dankeschön! Frage zu FlyBremen im Bremen-Thread!
  10. Hat Express überhaupt mit namhaften Veranstaltern zusammengearbeitet? Wenn man auf diesen Strecken nicht mind. 50-60 % an Reiseveranstalter abgeben kann, ist das doch ziemlich sicher der Flug in die Pleite
  11. Aktuelles zum Airport Bremen

    Meine Angaben sind nur aus der Erinnerung; ich erinnere, daß man ab etwa 75 % Auslastung keine Sorge wegen eines Zieles haben mußte. Was unter 70 % lag, verschwand im nächsten Flugplan-Zyklus prompt. Sicher ist das nicht das einzige Kriterium. Letztlich ist der Yield entscheidend, vielleicht auch in Zusammenhang mit Umläufen. Auch die engen Betriebszeiten des stadtnahen BRE sind im Zweifel eher ein Nachteil, wenngleich das dort bei Verspätungen nicht so stur und rigide gehandhabt wird wie etwa in HAM. Das ist aber sicher generell in D ein Handicap ggü. dem Ausland. wir sind nunmal die lärmempfindlichste Industrienation der Welt. Aber das ist ein anderes Thema, wollte ich nur am Rande erwähnen.
  12. Aktuelles zum Airport Bremen

    Leider ist der Wille für weitere Ziele eben im Moment nicht da. Neben der ganzen "Stimmungslage" (die ich nicht konkret beurteilen kann, sondern nur vermute) spielt sicher auch die Auslastung eine Rolle. MOL hat in einem Interview (mir fehlt im Moment leider die Quelle) vor kurzem gesagt, er strebe auf allen Strecken eine 90 %ige Auslastung an. Die Auslastung in BRE war sicher nicht schlecht, ob sie auf den verlorenen Strecken 90 % erreicht hätte, wage ich aber zu bezweifeln. Wir hatten ja mal jemanden im Forum, der freundlicherweise sämtliche Auslastungsquoten von FR in D gepostet hat; das ist aber schon 2-3 Jahre her. Damals lagen die höchsten durchschnittlichen Auslastungen bei ca 88 %, das waren aber Ausnahmen (nicht nur für BRE, sondern generell), bei vielen Zielen waren es Quoten von Mitte 70 % übers Jahr gesehen, manche noch deutlich darunter. Wie gesagt, ich kenne die Auslastungen heute nicht, aber eine Durchschnittsauslastung von 90 % übers Jahr mit einer B737-800 ist in BRE (und sicher auch an anderen kleineren und mittleren Flughäfen) ein hehres Ziel. Diese Vorgabe hat vermutlich manchem Ziel das Genick gebrochen.
  13. Aktuelles zum Airport Bremen

    hame / aaspere: Danke zunächst mal für diese vernünftige Diskussion! Ist auf diesem Niveau und in dieser Tiefe hier im Forum leider selten. Zur nächtlichen Auslastung: AIS ist weg, der Platzbedarf war aber zu vernachlässigen. FR hat schon 5 Maschinen vor und neben dem Terminal E geparkt. Das wäre zwar ein bißchen viel Fußweg für die Paxe, aber machbar, ohne Gefahr für den Verkehr auf dem Rollfeld. Das wären theoretisch also 3 mehr als im jetzigen Sommer. Italien ist tatsächlich ein peinlich weißer Fleck auf dem Flugplan! Ein Terminal südlich der Startbahn wäre unsinnig, weil man zum einen der Gemeinde Stuhr sehr nahe kommt - auch mit dem landseitigen Verkehr dorthin. Ein solches Auseinanderreißen macht auch bei einem so kleinen Flughafen überhaupt keinen Sinn. Zuletzt: Der große Vorteil, die stadtnahe Anbindung ginge verloren, weil man den jetzigen Flughafen weit umfahren müßte. Richtig ist aber Deine Einschätzung, daß man das Terminal sehr eng in die vorhandene Bebauung reingesetzt hat und Erweiterungen schwierig sind. Insbesondere die landseitige Verkehrsanbindung ist viel zu eng und läßt eine doppelstöckige Anfahrt - wie sie heute an größeren Flughäfen üblich ist - nicht zu, oder nur mit gewaltigen Abrissen, die extrem teuer wären. Auch hier hat Bremen typischerweise mal wieder vorrangig für den Fahrradverkehr geplant. Vorfeldseitig könnte ich mir als günstigste Lösung einer Erweiterung eine Lösung mit Satelit a la MUC vorstellen, etwa in Höhe des heutigen Vorfelds 2, wo heute die Privaten und Business-Flieger parken. So etwas ist aber sicher erst deutlich über 4 Mio Paxe und damit nicht vor ca. 2030 denkbar (über so eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung wäre ich schon froh. Das würde wirtschaftliche Impulse in der Stadt voraussetzen, die mit der derzeitigen Regierungskonstellation sicher nicht vorstellbar sind!!)
  14. Danke für die Übersetzung; wir können ja alle perfekt Dänisch!
  15. Aktuelles zum Airport Bremen

    Das Interview ist bedauerlicherweise in der internet-Version sehr verkürzt wiedergegeben. Auf die Diskrepanz zwischen einem Interview mit MOL vor einem Jahr und der tatsächlichen Entwicklung hat Bula geantwortet: "Ich kann mir vorstellen, dass hier noch einiges passiert, aber dieser Kunde schuldet die Einlösung seiner Aussage, die er auf einer Pressekonferenz getätigt hat." "dieser Kunde schuldet"? Frostiger, spröder gehts nimmer! Redet man so von einem der wichtigsten Kunden, der einem immerhin ein gutes Drittel der Paxe bringt? Selbst wenn das - aaspere hat es ja schon vor Tagen aufgeworfen (hat Bula das etwa von ihm :D ?) - auch faktisch richtig ist: So eine Aussage seinerseits gehört sich gegenüber Partnern nicht in der Öffentlichkeit. Es ist eine eiserne Regel im Wirtschaftsleben: Gute und große Kunden hofiert man, selbst wenn es einen persönliche Überwindung kostet und stellt sie nicht derart distanziert bloß. Kein Wunder, wenn sich da geschäftlich nichts mehr tut. Übrigens: Die bremische Wirtschaft tut sich da ähnlich schwer. Obwohl es noch nie so viele interessante Städteverbindungen ab Bremen gab, obwohl immer wieder der Wert von Ryanair für die bremische Touristikwirtschaft, Hotellerie und Einzelhandel betont wird: Bei den großen Bremer Wirtschaftstreffen, der Eiswette und der Schaffermahlzeit war MOL noch nicht und mindestens bei der Eiswette auch nicht eingeladen. Auf meine persönliche Frage dazu meinte das Sekretariat der Eiswette nur indigniert und leicht angeekelt: "Na ja, mit sowas würde ich auch nicht fliegen". Kein Wunder bei dieser Einstellung, daß Frauen bis heute bei dieser ehrpusseligen Veranstaltung nicht gelitten sind. Bestimmt hätte man Sorge, daß MOL die Kleidervorschriften nicht einhält. Heilige Einfalt!