DLFlights

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  1. [INFO] Upcoming Trips

    Heute in einer Woche steht endlich meine Turboprop-Premiere an: 28.09.17 LG3591 LUX-BCN DH8 03.10.17 LG3592 BCN-LUX DH8
  2. Bitte ratet die Stadt

    Sag ich doch. San Antonio ist schon korrekt. Auf meiner diesjährigen Freizeitpark-Tour durch den Süden der USA kamen wir auch nach San Antonio. Glücklicherweise hatte im Vorfeld jemand den dortigen Riverwalk empfohlen, den ich mir dann mit einer kleinen Gruppe ansehen konnte. Wirklich sehr hübsch angelegt. Viel mehr hab ich von dem Städtchen dann aber auch leider nicht gesehen...
  3. Bitte ratet die Stadt

    Klar, das wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Ist für mich aber auch nicht ganz Sinn der Sache hier. Ich habe zwar tatsächlich die Bildersuche genutzt, aber eben "klassisch" mit Suchbegriffen. Ich war mir auch irgendwie sicher, diese (im Nachhinein dann wohl nur eine ähnliche) Dachkonstruktion schonmal gesehen zu haben. Daher - und weil ich bei schlechtem Internet zunächst nur den oberen Teil des Bildes hatte - verlief meine gestrige Suche mit tropischen Schwimmbädern erfolglos. Auch später mit Tropenhalle als Suchbegriff fand ich nichts passendes. Hab dann heute einfach mal mit "gebogene Holzbalken" und dem inzwischen bekanntgegebenen Eröffnungsjahr 2003 gesucht und ein sehr ähnliches Bild gefunden. Ich mache dann mal mit folgendem Bild weiter. Leider habe ich aus dieser Stadt nur Bilder bei Nacht, ich rechne aber dennoch mit einer schnellen Lösung.
  4. Bitte ratet die Stadt

    Mit Geduld - und etwas Glück - hab ich nach etwas Sucherei den Sheffield Winter Garden gefunden, der doch eine verblüffende Ähnlichkeit zum gezeigten Bild aufweist. Demnach wäre die gesuchte Stadt also Sheffield.
  5. Neubestellungen Airbus 2016

    Ich würde jetzt mal auf Umwandlungen zu neos tippen?
  6. Es hat ein Weilchen gedauert, aber hier kommt nun der nächste Reisebericht von mir (ziemlich lang und die Flüge spielen eher eine untergeordnete Rolle, aber vorenthalten möchte ich ihn euch dennoch nicht). Dabei war nach den beiden Flugreisen im vergangenen Jahr (USA und Irland) für dieses Jahr eigentlich gar kein Flug geplant. Nach einer Busrundreise durch die Skandinavischen Parks war für die Woche ab dem 29. August ein Trip nach Belgien geplant, wo zwei neue Achterbahnen an den Start gehen sollten (und ich will die Coaster-Count-Landkarte schließlich grün halten). Am 28. Juli 2016 informierte mich jedoch Alex (ein Freund aus der Nachbarschaft Wiens) über Facebook, dass man für das letzte Wochenende des Olympia Loopings in Wien einen Monat später ein Fantreffen im Prater plane. Alleine die Worte "Freifahrten" und "Backstageführungen" ließen mich angesichts des ansonsten ja recht preisintensiven Praters neugierig werden. Trotz des schon geplanten Belgien-Trips schaute ich schon direkt nach Flügen - Samstags früh hin und Sonntags spät zurück, sodass man Montags direkt nach Belgien weiterfahren könnte. Preislich durchaus akzeptabel, nur der Stress ließ mich zweifeln. Am Morgen darauf erfuhr ich dann, dass auch meine Belgien-Begleitung Nicolas eine Einladung erhalten hatte. Innerlich hatte ich eigentlich schon mit dem Thema abgeschlossen, mochte aber zumindest die offizielle Bekanntgabe des Programms abwarten. Bis ich dann wenige Stunden später lesen musste, dass die neue Holzachterbahn im Plopsaland De Panne dieses Jahr wohl nicht mehr eröffnen würde, womit einer der Gründe für die Belgien-Tour wegfiel und ich ins Grübeln kam. Keine 24 Stunden nachdem ich die Einladung bekommen hatte, war schließlich der komplette Belgien-Plan verworfen und stattdessen ein Kurztrip nach Wien gebucht. Man muss halt flexibel sein. ;) 27.08.2016 Gebucht hatte ich die mit knapp 110€ pro Nase günstigste Flugkombi der Lufthansa, mit dem ersten Flug am Samstag nach Wien und am Dienstag Nachmittag wieder zurück. Übernachten sollten wir bei Alex können, sodass wir uns die Hotelkosten sparen konnten. Für eine direkte Anreise per Bahn war es allerdings ein wenig zu früh, sodass ich morgens um kurz vor vier auf Nicolas wartete, damit wir gemeinsam mit dem Auto aufbrechen konnten. Parken durfte ich bei den Kollegen am Stellwerk in Groß-Gerau - Dornberg, von wo aus uns die S-Bahn zum Flughafen Frankfurt brachte. Zu dieser frühen Stunde war es dort noch recht leer, sodass wir ohne Wartezeit durch die Sicherheitskontrolle zum Gate kamen, wo unser Flieger bereits parat stand. Und zwar einer mit hübscher Sonderlackierung. Es war nämlich die knapp 4 Jahre junge D-AIDV in der Lufthansa Retro-Livery. Leider konnten wir das Design dank der Fluggastbrücke nicht komplett einsehen. Aber hübscher als das langweilige aktuelle Design ist es auch so schon. Trotz altbackenem Fensterband... :rolleyes: Da wir beide gerne rausgucken wollten, hatte ich uns online auf zwei Fensterplätzen hintereinander eingecheckt. 28A und 29A. Das dürfte vom Platzangebot dann wohl der First Class entsprochen haben. Die Business in den ersten Reihen des Fliegers besteht schließlich auch nur aus den Standard-Sitzen, wobei der Mittelsitz immer frei bleibt. Bei uns blieben sogar in beiden Reihen Mittel- UND Gangplatz frei. Wir hatten also quasi drei Sitze für uns und damit keinerlei Platzprobleme. :P Um kurz nach 7 Uhr bogen wir auf Startbahn 07C ein und starteten der Sonne entgegen. Mit schönem Blick über den Flughafen Frankfurt. Und auch über die Hochhäuser der benachbarten Bankenmetropole. Die Wolken blieben an diesem Tag auch am Boden, sodass wir freie Sicht nach unten hatten. Viel mehr als Felder und Wälder gab es da aber nicht zu sehen. Als Verpflegung gab es ein Sandwich mit Käse und Kräuterquark oder so. Nicht mein Geschmack, aber der Hunger treibt's rein. Die Landung erfolgte leider auf Bahn 16, der Ausblick auf Wien blieb uns auf der linken Seite sitzend daher verwehrt. Nach einer knappen Stunde setzten wir um Punkt 8 Uhr auf und rollten langsam zum Gate. Das 2012 eröffnete Terminal 3 ist Innen wie Außen wirklich schick geworden. Hier konnten wir dann auch mal unseren Flieger in seiner Gesamtheit bewundern. Echt schön. :wub: Unsere Flugstrecke einmal in der Übersicht. Am Ausgang wartete Alex bereits auf uns. Er fuhr uns mit kurzem Zwischenstopp an einem Supermarkt zu sich nach Hause, wo wir erstmals unser Domizil für die nächsten Tage beziehen konnten. Allzu lange blieben wir jedoch nicht, denn vom nahen Bahnhof sollte es sogleich in die Stadt gehen. Neben dem Ticket zur Stadtgrenze zogen wir uns auch ein 24-Stunden-Ticket, sodass wir innerhalb Wiens ungestört herumfahren konnten. Vom beschaulichen Klosterneuburg ging es einmal quer durch die Stadt zum Prater. Allerdings noch nicht zu DEM Prater, denn das dortige Programm sollte erst später beginnen. Wir fuhren zum weniger bekannten Böhmischen Prater im Laaer Wald, mitten in der Einflugschneise des Flughafens - also wenn man die richtige Landebahn erwischt. Seinen Ursprung hat er im 19. Jahrhundert in einer kleinen Gastwirtschaft. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Arbeiter der Wiener Ziegelwerke. 1882 stellte der Eigentümer Franz Bauer eine Schaukel und ein Ringelspiel auf. Bereits zwei Jahre später hatten sich im Laaer Wald 20 Gaststätten und zahlreiche Schausteller angesiedelt. Und weil die angesprochenen Arbeiter der Ziegelwerke als Besucher vorwiegend aus Böhmen und Mähren stammten, erhielt dieses Vergnügungszentrum analog zum großen Prater seine Bezeichnung als Böhmischer Prater. Vom Bahnhof Wien Grillgasse mussten wir noch knappe 600 Meter über einen Feldweg den Berg hinaufwandern, dann waren wir auch schon mittendrin - ohne es wirklich zu merken, denn es weisen keinerlei Schilder auf den Böhmischen Prater hin. Die Attraktionen und Restaurants stehen einfach links und rechts entlang der Straße. Lediglich ein paar Banner an den Zäunen gaben den Böhmischen Prater als solchen zu erkennen. Das Riesenrad war 1988 das erste mit nur einem Mast. Bei gutem Wetter soll man bis in die Slowakei sehen können. Das historische Pferdekarussell im grünen Pavillon war leider geschlossen. Eröffnet wurde das mit handgeschnitzten Pferden ausgestattete Karussell im Jahr 1890, Kaiser Franz Joseph persönlich soll damals zugegen gewesen sein. Schausteller Karl Mayer hat sich allerdings zur Ruhe gesetzt und seine Attraktionen verkauft. Das Karussell gehört nun Ernst Hrabalek, einem 71-jährigen Manager (Leiter der Gießerei Becker Guss), der als Kind selbst oft im Böhmischen Prater war und auch auf dem Karussell einige Runden gedreht hat. Gut eine Woche nach unserem Besuch erschien ein Zeitungsartikel über den Verkauf. Demnach geht es Hrabalek nicht um einen möglichen Gewinn, sondern er will den Böhmischen Prater und das Karussell einfach erhalten. Aber er will auch mit neuen Ideen neue Besucher anlocken. Die anderen Schausteller waren skeptisch, vor allem weil das Karussell nun mehr geschlossen als geöffnet war. Zu dem Zeitpunkt stand die offizielle Vorstellung des neuen Eigentümers aber noch bevor. Und am anderen Ende der Straße stand sie auch schon. Meine erste österreichische Achterbahn. Eine Familienbahn des italienischen Herstellers SBF Visa, die 2012 eröffnet wurde. Nicolas und ich waren die einzigen Fahrgäste. Gleich siebenmal ließ man uns den kurzen Parcours absolvieren. Mehrfach wurde dabei eine kleine Wasserfontäne in der Mitte der Helix ausgelöst, die für eine angenehme Abkühlung sorgte. Das tat wirklich gut, auch wenn es nicht allzu lange anhielt. Noch besser war eigentlich nur die Musikuntermalung. Während unserer Fahrt lief doch tatsächlich Viva Colonia. Leider hörten wir davon nicht allzu viel, denn die Bahn selbst machte doch etwas mehr Lärm als die Musikanlage. :D Als Ersatz für das Pferdekarussell fuhren wir noch mit der Raupe von 1929. Dass die Böden aus Gittern bestehen, hat natürlich auch einen Grund. Denn nach wenigen Runden startet ein im Boden unter dem Karussell eingelassenes Gebläse, das direkt auf die Fahrgäste gerichtet ist. Der kurze Luftstoß in jeder Runde hätte gerne etwas kühler sein dürfen, tat aber auch so ganz gut. Dabei hatte er einen gänzlich anderen Sinn, den uns die Besitzerin Frau Geissler im Anschluss erklärte. So sollte der Luftzug die langen Kleider der mitfahrenden Damen leicht anheben, um das Knie zu entblößen. Zur damaligen Zeit schon hocherotisch. Es entwickelte sich ein nettes Gespräch über die Geschichte der Raupe mit diversen Anekdoten. Frau Geissler war wirklich sehr nett und gesprächig. Und weil wir ihr ebenfalls sehr nett erschienen, ließ sie obendrein noch die neben der Raupe stehende Orgel spielen. Und einen sehr interessanten und exklusiven Einblick in die Scheune gab es auch noch - den bekommen nur ausgewählte Besucher. Danke für diesen gelungenen Auftakt unseres Wien-Besuchs. Die angesprochene Orgel wurde erst kürzlich repariert. Gebaut wurde sie 1913 in Waldkirch. Auf Frau Geisslers Empfehlung hin begaben wir uns schließlich "Zum Werkelmann", wo ich mein erstes Wiener Schnitzel essen wollte. Sehr lecker und verdammt groß. Darauf war ich nicht vorbereitet, meine Reste verschlang Nicolas noch zusätzlich zu seinem Schnitzel... Im Anschluss begaben wir uns zu einer Bushaltestelle, testeten unterwegs noch das angeblich beste Eis Wiens und fuhren schließlich mit der U-Bahn zum richtigen Prater. Und daran vorbei, denn Nicolas wollte unbedingt noch die Reichsbrücke sehen. Wobei sein Interesse auf die Vorgängerbrücke zurückzuführen war. Denn die alte Reichsbrücke, zur Eröffnung 1937 die drittgrößte Kettenbrücke Europas, war lange ein Wahrzeichen Wiens. Sie hatte sogar den zweiten Weltkrieg als einzige Donaubrücke überstanden, weil Hitler mit seiner Zustimmung zur Sprengung zu lange gewartet hatte. Am 1. August 1976 stürzte die Brücke dann aber aus heiterem Himmel auf ganzer Länge in die Donau, wobei glücklicherweise nur eine Person ums Leben kam. Als Ursache für den Einsturz wurde ein Zusammenspiel vieler Faktoren ausgemacht, sodass das Unglück mit den damaligen technischen Möglichkeiten als nicht vorauszusehen eingestuft wurde. Praktischerweise konnte man beim Neubau auch gleich die U-Bahn-Verlängerung integrieren, die ursprünglich eine eigene Brücke neben der Reichsbrücke bekommen sollte. Jetzt verbirgt sie sich samt Bahnhof im Inneren der Hohlkästen. Wir verließen die U-Bahn also direkt über der Neuen Donau zwischen dem 22. Gemeindebezirk Wiens (Donaustadt) und der Donauinsel. Direkt an der Reichsbrücke liegt das Büro- und Wohnhochhausviertel Donau City. Die gut 21km lange Donauinsel dient als Naherholungsgebiet und ist daher recht natürlich gehalten. Nicolas und ich setzten uns hier einige Minuten auf die Stufen zur Donau. Die dagegen prallenden Wellen sorgten nämlich für ein paar angenehm kühlende Spritzer. Gegen 16 Uhr begaben wir uns dann endlich zum berühmten Wurstelprater. Wie wir inzwischen von Alex erfahren hatten, waren wir nämlich die einzigen Teilnehmer, die sich für das erste Prater-Fantreffen angemeldet hatten. Das offizielle Programm war also mehr oder weniger hinfällig und wir sollten ohne Zeitdruck unsere Interessen abarbeiten können. :blink: Dazu wurden wir von Sandro Spreitzer und Alina Grisenti empfangen, die uns im Namen der Prater-Verbands über den Prater führen sollten. Zum Einstieg verschafften wir uns mit dem Blumenrad einen kleinen Überblick. Weiter ging es mit der interaktiven Themenfahrt Eisberg. Lustig gemacht, sehr empfehlenswert für Familien. Erste Achterbahn für uns war der Flying Coaster Volare. Alex pfiff mich beim Einstieg allerdings zurück und empfahl eine etwas abweichende Flugposition. Zunächst hielt ich das für einen Witz um Nicolas, der diese Art Coaster noch nie gefahren war, zu verwirren. Doch der Ride-Op machte den Käfig tatsächlich zu und schickte uns los. Ich muss gestehen, so viel Angst hatte ich auf einer Achterbahn schon lange nicht mehr. Aber letztlich war es doch irgendwie angenehmer als in der korrekten Position bei der anschließenden Wiederholungsfahrt. Das war schonmal ein absolutes Highlight zum Einstieg. Nach der Fahrt zeigte uns Sandro dann noch, wie der Umklapp-Mechanismus funktioniert und erklärte ein bisschen was zur Bahn. Das Umklappen funktioniert rein mechanisch. Eine Metallschiene drückt den Wagen hoch, eine zweite sichert ihn über den Hebel links mit einem Bolzen. Zu allem Überfluss bekamen wir bei den drei bisher genannten Attraktionen nicht nur die Fahrt umsonst, sondern erhielten auch jeweils ein Onride-Foto ohne zahlen zu müssen. Auch die erste Runde an der Bar am Blumenrad wurde ausgegeben. Ohne nachgerechnet zu haben, dürften wir also locker mindestens einen der beiden Flüge wieder rausgehabt haben. Da bekommt man tatsächlich schon fast ein schlechtes Gewissen. Aber auch irgendwie so ein VIP-Gefühl. Könnte man sich glatt dran gewöhnen. :D Es folgte eine Fahrt mit Europas höchster Wasserrutsche. Aus 25 Metern geht es wild drehend hinab. Zum Finale gibt es einen kleinen aber feinen Drop mit überraschender Airtime. Und ein paar kühlenden Tropfen. https://www.youtube.com/watch?v=IQBqU5PJDdU Und bei den Temperaturen setzten wir die Abkühlung gleich auf der Aquagaudi fort. Direkt gegenüber steht die Super-8er-Bahn. Eine flotte Bahn für die ganze Familie. 1997 eröffnet und die größte Achterbahn des Praters - wenn gerade kein Olympia Looping zu Gast ist. Es folgten noch der benachbarte Spinning Coaster Dizzy Mouse, eine Fahrt mit dem vorwiegend von kirmesplätzen bekannten Tagada, eine Runde auf dem Sombrero und eine lustige Fahrt mit dem Rotor. Hier sagt ein Video denke ich mehr als 1000 Worte: https://www.youtube.com/watch?v=NRijkw4wwH4 Auch die Kinderachterbahn Zug des Manitu nahmen wir noch mit. Count ist Count. Anschließend verabschiedeten wir uns vorerst von Sandro und Alina. Wir drei erkundeten dann den nicht am Fanday teilnehmenden Teil des Praters alleine. Denn es ist nach wie vor so, dass die einzelnen Grundstücke unterschiedlichen Schaustellern gehören, die darauf eben ihre Fahrgeschäfte platzieren und betreiben. Ein richtiges Miteinander gibt es dabei wohl leider nicht, jeder möchte natürlich das beste für sich herausholen. Ein Wristband nach dem Vorbild anderer Parks ist daher nach wie vor nicht abzusehen, auch wenn sich zumindest ein paar Schausteller mit der sogenannten Prater-Card zusammengeschlossen haben. Zwar versucht der Prater-Verband, die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut zu bringen, aber insbesondere die älteren stellen sich wohl gerne mal quer. Das war auch einer der Gründe dafür, dass die offizielle Ankündigung zum Fantreffen erst recht spät erfolgen konnte, woraus dann die sehr überschaubare Teilnehmerzahl resultierte. In unseren Gesprächsrunden wurde allerdings deutlich, dass sich die jüngeren Generationen doch etwas besser verstehen. Es besteht also doch noch die Hoffnung, dass man sich früher oder später zu einer richtigen Gemeinschaft zusammenschließt Das Chaospendel Black Mamba kostete uns also erstmals 5€. War aber nur halb so spannend wie es aussieht. Die klassische Wilde Maus überzeugte mit ungebremster Fahrt deutlich mehr. Die Hochschaubahn als eines der Highlights steht leider etwas Abseits. Diese Holzachterbahn wurde in den Jahren 1948-1950 gebaut, nachdem die erste Hochschaubahn im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Anders als bei modernen Bahnen umklammern die Räder hier nicht die Schienen, sodass ein Entgleisen des Zuges theoretisch möglich wäre. Daher fährt in jedem Zug ein Bremser mit, der dafür sorgt, dass der Zug nicht zu schnell wird und auf den Schienen bleibt. Wobei die Hochschaubahn mit nur drei relativ zahmen Drops eher als Themenfahrt denn als Achterbahn durchgeht. Umgeben ist die Bahn von einer Nachbildung des Großglockners samt Zwergenhöhle und Waserfall. Wirklich motiviert war unser Bremser zudem nicht. Quasi auf der Rückseite - wieder am Hauptweg - verbirgt sich ein weiterer Count in einer Halle. Mit einer Höhe von 10 Metern und einer Streckenlänge von 236 Metern gehört die im vergangenen Jahr eröffnete Maskerade eher zu den kleineren Achterbahnen. Mal von der Kürze abgesehen ist die Bahn ja nicht schlecht. Die Fahreigenschaften sind super, der Spin bei unserer 2-1-Beladung vorhanden aber nicht zu stark. Über die mangelnde Ausgestaltung der Halle - von einigen Lichteffekten abgesehen - kann man streiten, komplette Dunkelheit wäre aus meiner Sicht aber fast besser gewesen. Für 2-3€ wäre das alles wohl in Ordnung, die verlangten 5€ sind aber definitiv zu viel für diese Bahn. Das zeigt wohl auch unsere Reaktion am Ende der Fahrt im Video: https://www.youtube.com/watch?v=2DffBUV7DQ4 Ganz in der Nähe wurde es wieder historischer. Das wird sich allerdings bald ändern. Das 1887 eröffnete 1. Wiener Ponny-Caroussel gilt nach eigenen Angaben als älteste kontinuierlich bespielte Attraktion im Wiener Prater, wobei ich jetzt einfach mal unterstelle, dass die Pferde selbst etwas jünger sind. :D Die waren aber auch immer wieder Grund für Beschwerden von Tierschützern, weshalb das Karussell nach dieser Saison und damit 129 Betriebsjahren endgültig schließen wird. Einerseits gut, andererseits dann doch wieder schade. Man arbeitet aber immerhin an einem Nachfolger ohne (lebende) Pferde. Nach einer Entspannungspause an der Blumenbar holten wir uns die letzten fehlenden Counts. Beginnend mit dem Boomerang aus dem Hause Vekoma. Seit der Eröffnung 1992 bereits mehrfach frisch gestrichen und mit neuen Features ausgestattet worden. Neben dem kurzen Tunnel zählen dazu vor allem die neuen Züge einer deutschen Firma von 2007. Skeptisch war ich angesichts des seltsamen Konstrukts aus purem Stahl dennoch. Gerade bei einer Vekoma-Bahn hätte ich auch nichts gegen etwas Polsterung gehabt. Aber einmal in der ersten Reihe Platz genommen, musste ich feststellen, dass sich dieser Stahl doch überraschend gut dem Körper anschmiegt. Und das auch über die gesamte Fahrt hinweg, die logischerweise gänzlich ohne Ohrfeigen und sonstige Schläge auskommt. Wäre da nicht der stolze Fahrpreis von 6€, könnte man also glatt in Versuchung geraten, nochmal einzusteigen. In einer dunklen Ecke wartete noch der Megablitz auf uns. Ebenfalls eine Bahn von Vekoma. Und was für eine! Obwohl Nicolas und ich die einzigen waren, die zu dieser Zeit den Fahrpreis von 4,50€ entrichten wollten, steckte man uns zusammen in den vordersten Wagen - wie bei diesen Modellen üblich sitzt man hier nicht neben- sondern hintereinander. Eine Aufteilung auf zwei Wägen wollte man uns nicht durchgehen lassen. Die Fahrt selbst besticht dafür mit wunderbaren Fahreigenschaften, hohem Tempo und überraschend starkem Druck in den Helices. Warum nicht immer so, Vekoma? Kurz nach 21 Uhr war es dann für uns endlich so weit. Der majestätische Olympia Looping sollte bezwungen werden. Der 1989 gebaute Fünferlooping ist nach wie vor die größte transportable Achterbahn der Welt und ist seit jeher auf den großen Kirmesplätzen Deutschland unterwegs. Aufgrund des immensen Transportaufwands besucht der Klassiker allerdings von Jahr zu Jahr immer weniger Plätze. Nur das Oktoberfest in München als Cash Cow wird man sich wohl so schnell nicht entgehen lassen. In diesem Jahr ließ man also die Kirmes Kirmes sein und stellte den Olympia Looping von Ende März bis Ende August im Wiener Prater auf, ehe es dann eben nach München ging. Sonntags Abends sollte der Abbau beginnen, die für den Betrieb unnötige Deko war bereits demontiert worden. Alex hatte glücklicherweise "Ehrenkarten" für uns drei, mit denen wir auch hier gratis fahren konnten. Bei einem Preis von 8,50€ für die Fahrt durchaus lohnend. Der Andrang war allerdings überschaubar, warten mussten wir trotz Einzugbetriebs nicht, sondern konnten bei der nächsten Fahrt direkt die letzten Reihen besteigen. Und auch bei meiner zweiten Fahrt mit diesem alten Schätzchen bestätigte sich mein Ersteindruck vom vorigen Jahr. Ein grandioses Layout für die Kirmes, aalglatte Fahreigenschaften und intensive Passagen bei optisch erstklassiger Erscheinung. Kurz gesagt: Der Olympia Looping ist auch nach 27 Betriebsjahren noch eine Wucht! Einzig die Schulterhalterungen fielen negativ auf, ich hatte mich beim Zudrücken aber auch nicht genug gestreckt... Anschließend lernten wir endlich Christian Sittler kennen. Der Bruder des Vereinspräsidenten und selbst Vorstandsmitglied im Prater-Verband war maßgeblich für den Fanday verantwortlich, hatte bisher allerdings anderen Verpflichtungen nachzukommen. Nach einem ersten Gespräch zum Kennenlernen brachte er uns zum 117 Meter hohen Praterturm, den wir wiederum kostenlos und obendrein noch an der Warteschlange vorbei betreten durften. Die Flughöhe beträgt laut Christian übrigens etwas über 90 Meter. Mit leichter Höhenangst und einem gewissen Luftzug in der Höhe nicht Ohne. Auch eine der Geisterbahnen konnten wir dank Christian noch kostenneutral testen. Eröffnet wurde das Hotel Psycho 2014, womit es sich um eine recht moderne Geisterbahn handelt. Das merkt man - aus meiner Sicht leider - auch im Inneren. Die um 360° drehbaren Gondeln fahren auf zwei Ebenen an den einzelnen Szenen vorbei. Zwar werden durchaus gute und aufwändige Animatronics eingesetzt, die stehen aber irgendwie meist recht einsam in der Dunkelheit rum. Und die digitalen Effekte fielen bei mir sowieso durch. Der fast immer zu sehende Lichtstrahl, der vom Wagen ausgehend für die Auslösung der Effekte zuständig ist, verhinderte zudem ein Erschrecken, da man in der Regel vorher erkennen konnte, wann etwas kommt. Meine Begeisterung hielt sich daher wie man sieht in Grenzen. Aber den beiden anderen hat's gefallen. :rolleyes: Den Abschluss des ersten Tages bildete dann der dritte Spinning Coaster des Praters. Für uns natürlich gratis. Schon die Warteschlange glänzt mit Spiegellabyrinth und Laser Maze bei eindringlichem Soundtrack. Die Bahn selbst war von 2000 bis 2011 im Tokyo Dome City zu finden. Der Abbau dort wurde angeblich nicht ganz ordnungsgemäß durchgeführt, sodass beim Wiederaufbau - ohne Pläne wohlgemerkt - hin und wieder etwas improvisiert werden musste. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Fahreigenschaften sind dafür nämlich durchaus in Ordnung. Der Spin bei 2:0-Beladung ist auch nicht von schlechten Eltern, zumindest wenn man rückwärts startet. Vorwärts fängt es zwar auch ganz gut an, aber schon die zweite Mauskurve stoppt die Drehung wieder und man kommt auch nicht mehr richtig in Schwung. Mit Alex als Begleitung durften wir hier auch einfach vom Ausgang nochmal in den nächsten Wagen reinhüpfen, daher die gute Vergleichsmöglichkeit. Wobei wir an diesem Tag meine ich nur ein paar Runden gefahren sind. Nach dem langen Tag wurde es gegen 22:15 Uhr dann doch langsam Zeit, dass wir ins Bett kamen. 28.08.2016 Da wir im Prater eh soweit durch waren und wir im Fanday-Programm wie gesagt sehr flexibel waren, besuchten wir an unserem zweiten Tag in Wien zunächst zwei andere Ziele. Die waren eigentlich erst für Montags geplant, aber laut Alex waren da Gewitter vorausgesagt, weshalb wir lieber auf Nummer Sicher gehen wollten. Also fuhr uns Alex raus zum knapp 80 km entfernten Neusiedlersee - den wir allerdings nur am Horizont kurz gesehen haben. Unser Ziel war nämlich der Familypark am Neusiedlersee. Mit einer Fläche von 145.000 Quadratmetern ist er der größte Freizeitpark Österreichs. Gegründet wurde der Park 1966 vom damaligen Steinmetz Erwin Müller als Märchenpark mit selbst gemachten Märchenfiguren. Als der Pachtvertrag für das Gelände auslief, zog der Park an den heutigen Standort im burgenländischen St. Margarethen um und wurde kontinuierlich erweitert. Zunächst mit einem Tierpark und Anfang der 90er schließlich auch mit den ersten Fahrgeschäften. Seither ist der Park ordentlich gewachsen und so wurde aus dem "Märchenwald" bald der "Märchenpark" und im Jahre 2010 schlussendlich der Familypark, wie wir ihn heute kennen. Wie befürchtet war es an diesem herrlichen Sommersonntag recht voll, die Wartezeiten hielten sich aber im Rahmen. Nach 10 Minuten hatten wir unsere Eintrittskarten und weitere 20 Minuten standen wir für den ersten Count im Eingangsbereich. Ein Butterfly, für den zusätzlich eine Wertmarke für 1€ benötigt wird. Der Park bietet ansonsten viel Wald und ein halbes Dutzend Themenfahrten. Für uns interessant waren aber besonders die beiden großen Achterbahnen. Den Anfang machte die 2013 eröffnete Rattenmühle. Wir gingen allerdings zunächst am Eingang vorbei und umrundeten quasi einmal die Station. Denn neben dem Ausgang gibt es noch das sogenannte Rattenloch. Ein nicht ganz einfacher Weg quer durch das Stationsgebäude, über den man wieder zurück zum Eingang kommt. Nette Idee und zum Teil cool gemacht, aber ich würde den Weg außenrum doch bevorzugen. Da muss man nicht klettern und stößt sich seine Knie nicht an irgendwelchen Holzpodesten mitten in einer dunklen Röhre... <_< Auch hier mussten wir natürlich etwas anstehen, letztlich saßen wir aber nach guten 10-15 Minuten in einem der als Ratten gestalteten Wagen, um die 19 Meter hohe und 430 Meter lange Fahrt zu absolvieren. Vor dem Lift durchfährt man dank der Hanglage noch eine flotte Indoor-Kurve. Auch sonst ist das Layout auf schnittige Kurven ausgelegt. Die Rattenmühle ist eine wirklich schöne Familienbahn, die vor allem mit ihren flotten Kurven und flüssigen Richtungswechseln überzeugt. Wirklich gerade Streckenabschnitte sind eher die Ausnahme, was diesen Bobsled Coaster etwas von den meisten anderen unterscheidet. Leider, muss ich fast sagen, denn die typischen Airtimehügel fehlten mir hier doch irgendwie. Es gibt nur wenige Stellen, an denen man wirklich ein leichtes Kribbeln im Bauch spürt. Aber auch so ist die Bahn echt gut, insbesondere wenn man die Zielgruppe des Parks bedenkt. Auf dem weiteren Rundgang kamen wir dann an den Tiergehegen vorbei. Besonders interessant fand ich aber die Wellenrutsche als Neuheit des Jahres über einem Ziegengehege. Die ganzen Stege über dem Gehege sind nämlich kein Kletterparcours für die Besucher, wie ich zunächst dachte. Die sind nämlich für die Tiere! :blink: Zur Abkühlung gibt es einen großen Wasserspielplatz. In einer Höhle hinter dem Wasserfall wohnt das Maskottchen des Parks, der Drache Dragomir Schwefelstein. In diesem Teil des Parks findet man besonders viel Wasser. Bei diesem Wetter perfekt. Eine richtige Wildwasserbahn fehlt dennoch. Die kleine Kroko-Bahn kann maximal einen Erwachsenen mit Kind pro Boot aufnehmen. Damit ist die Kapazität natürlich nicht besonders gut, sodass wir uns den kühlenden Splash aus 4 Metern Höhe sparten. Stattdessen schauten wir uns die zweite große Achterbahn, den Götterblitz an. Der ein oder andere könnte die 2008 eröffnete Bahn aus dem Europa Park kennen. Wobei hier noch eine Helix zusätzlich verbaut wurde und die Bahn drei Meter höher ist als Pegasus. Und bei den Temperaturen hatte das Ding besonders in der Zusatzhelix ordentlich Wumms. Eine tolle Bahn. Wie sich der vierte und jüngste Count fährt, werde ich allerdings nie erfahren. Die Kids hatten aber mächtig Spaß. Der Kiddy Racer ist nämlich speziell für die jüngsten Besucher entwickelt worden. Das Maximalgewicht beträgt daher nur 45kg. Die schönste Attraktion ist aus meiner Sicht aber der ebenfalls 2014 eröffnete Sky Fly. In Leonardos Flugmaschine kann man selbst entscheiden, wie wild die Fahrt werden soll. Mit den Flügeln kann man die Gondel nämlich aufschaukeln, bis sie sich überschlägt. Und dank der pannonischen Winde am Neusiedlersee schafft man das hier besonders schnell und ist dann auch kaum noch zu stoppen - also wenn die schwitzigen Hände zwischendruch nicht vom Griff abrutschen. Also wer da die komplette Fahrt durchdreht und anschließend noch geradeaus laufen kann, der hat irgendwas falsch gemacht. :D Den Märchenwald als Ursprung des Parks konnten wir natürlich auch nicht auslassen. In kleinen Szenen werden diverse Märchen dargestellt. Und ein Geisterschloss gibt es auch Ein richtig netter Walk-Through mit schönen Effekten. Damit waren wir nun quasi einmal durch. Trotz der Fülle bereits um 13:15 Uhr. Es war also an der Zeit für Wiederholungsfahrten. Den Anfang machte die Rattenmühle, gleich nebenan tobten Nicolas und ich uns noch an den Riesenschaukeln aus. Dann gönnten wir uns mal ein Eis und entspannten etwas im Schatten. Schließlich begaben wir uns nochmal zum Götterblitz und drehten zum Finale noch eine überschlagsreiche Fahrt mit dem Sky Fly, ehe wir uns gegen halb Vier wieder auf den Weg zum Auto machten. Aber ich werde mit Sicherheit wieder vorbeischauen, wenn ich nochmal nach Österreich komme. Der Familypark Neusiedlersee ist der größte Freizeitpark Österreichs. Und mit der Rattenmühle und dem Götterblitz hat er zwei richtig gute Familienachterbahnen zu bieten. Hinzu kommt der grandiose Sky Fly und eine allgemein sehr schöne Gestaltung. Zwar fehlt aktuell noch eine ganz große Achterbahn, aber ich denke, das ist nur noch eine Frage der Zeit. Viel mehr fehlt meiner Meinung allerdings noch eine große Wasserbahn oder ein Rafting. Besonders an heißen Sommertagen. In Sachen Wartezeiten konnten wir uns dagegen nicht beschweren. Es war zwar recht voll, aber an einem Sonntag in den Ferien bei bestem Wetter war das zu erwarten. Tatsächlich hätte ich beim Anblick des Parkplatzes mit deutlich höheren Wartezeiten gerechnet. Auf dem Weg zum zweiten Tagesziel kamen wir unter anderem auch am Schloss Schönbrunn vorbei. Angesichts der Bedeutung dieses Schlosses - es ist schließlich nicht nur das größte Schloss Österreichs und seit 1996 sogar UNESCO-Weltkulturerbe, sondern war von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des ersten Weltkrieges Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses - war der kurze Blick aus dem Auto heraus eigentlich kaum erwähnenswert. Vom Schloss selbst haben wir ja nur den Teil um den Ehrenhof gesehen, der satte 160 ha große Park blieb uns gänzlich verborgen. Dabei beherbergt dieser mit dem Tiergarten Schönbrunn sogar den ältesten noch bestehenden Zoo der Welt. Ein Ziel für den nächsten Wien-Besuch hätten wir also schonmal. Eines der meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Wir sind immerhin dran vorbei gefahren. Im Gemeindebezirk Penzing erreichten wir dann wenig später unser nächstes Ziel. Eine von zwei Skipisten Wiens, die Hohe Wand Wiese. Aber was wollen drei Achterbahnfans mitten im Sommer bei brütender Hitze in einem Skigebiet? Nun, das Übliche, könnte man fast sagen. Denn wie so viele Skigebiete hat man auch hier im Jahr 2006 eine Sommerrodelbahn installiert, um auch außerhalb der Skisaison Besucher anlocken zu können. Was an diesem Tag auch sehr gut funktionierte... Verfehlen kann man die Piste kaum, denn sie liegt wirklich direkt an der Straße. Auf 400 Metern überwindet sie 102 Höhenmeter mit einem Gefälle von maximal 25%. Außerdem schrieb die Hohe Wand Wiese Skisportgeschichte mit dem allerersten Parallelslalom im Jahr 1967. Und für mich war es auch ein fast schon historischer Moment. Bisher kannte ich nämlich nur die Alpine Coaster von Wiegand, die das ganze Jahr über irgendwo neben der eigentlichen Skipiste stehen. Hier traf ich nun zum ersten Mal auf ein Modell von Brandauer, welches direkt auf der Piste selbst platziert wurde und daher jeden Winter abgebaut werden muss. Für den Bergauftransport werden die Rodel einfach in den eh vorhandenen Schlepplift eingehangen. Meine Bitte nach etwas mehr Abstand kam leider nicht beim Mitarbeiter an, Nicolas hinter mir hatte da mehr Erfolg. Vor uns war nämlich ein Familienvater mit seinem Kind, dem man schon ansehen konnte, dass er nicht ungebremst fahren würde. Aber da Nicolas gefühlt eine halbe Liftlänge Luft hatte, hätte ich ja einfach ganz langsam starten können. Also wenn ich denn überhaupt hätte starten können. Der Idiot blieb doch tatsächlich einfach oben stehen und machte erstmal ein paar Fotos von der Aussicht und von sich! So stand ich natürlich schon direkt hinter ihm, als er endlich die Abfahrt in Angriff nahm, und auch der schöne Abstand von Nicolas war weitestgehend dahin. Dahinter war wieder eine recht dichte Taktung aufgenommen worden, sodass uns letztlich doch nichts anderes übrig blieb, als die 512 Meter lange Talfahrt im Stop&Go-Modus zu absolvieren. Schrecklich solche Menschen. :angry: Den "Erlebnis-Jump" als Highlight des ansonsten eher unspektakulären Layouts konnten wir daher nicht im höchstmöglichen Tempo befahren. Trotzdem hatten wir unseren Spaß, auch wenn die Anlage wie gesagt nicht sonderlich viel zu bieten hat. Die Brandauer-Anlagen sind aber doch etwas grober und konstruktionsbedingt etwas wackliger als die von Wiegand. Letztere nehmen sich dafür mit der immer weiter voranschreitenden Technisierung selbst jeglichen Rodelspaß. Danach fuhren wir wieder zum Prater, wo ich noch die Kinderachterbahn abhakte, die am Vorabend bereits geschlossen hatte. Die Bahn ist baugleich zu jener im Böhmischen Prater und gehört wohl auch dem gleichen Schausteller. Jedenfalls waren Fahrpreis und Rundenanzahl identisch. Hier fuhr ich allerdings gänzlich alleine, die beiden anderen sparten sich das Geld. Damit hatte ich Wien nun also counttechnisch abgearbeitet - also von zwei Kleinkinderbahnen einmal abgesehen. Die Autobergbahn geht nämlich auch als Count durch. Allerdings dürfen Erwachsene hier offiziell ebenfalls nicht mitfahren. Irgendwer hat dem Betreiber dann mal 50€ geboten, wenn er trotzdem mitfahren dürfte. Seither sind achterbahnverrückte Erwachsene natürlich herzlich Willkommen - wenn sie das besagte Bestechungsgeld vorlegen. Das war aber selbst mir zu viel, sodass ich auf diesen Grauzonen-Count gerne verzichtet habe. Stattdessen investierten wir lieber 3€ in den 1947 eröffneten Toboggan. Es folgten noch einige Fahrten auf diverse Fahrgeschäften. Neben dem Turbo Booster, den wir dank Christian wieder umsonst fahren durften, sind dabei insbesondere zwei weitere Geisterbahnen zu nennen. Nämlich das 1948 eröffnete Geisterschloss, das aber immer wieder modernisiert und umgestaltet wurde, sowie die 1951 eröffnete Geisterbahn zum roten Adler. Letztere ist tatsächlich mein Favorit, weil hier wirklich noch die Nostalgie zu spüren ist. Neu ist eben nicht immer besser. Schließlich versammelten wir uns vor dem Olympia Looping um auf die letzte Fahrt des Pratergastspiels zu warten. Die Mitarbeiter standen mit ihren Handschuhen schon bereit, um direkt mit dem Abbau anfangen zu können. Die ersten Zäune an der Warteschlange waren schon abgenommen worden und die Lücken wurden vom Personal abgesichert. Auch die Kasse wurde langsam aber sicher zusammengeklappt. Als dann endlich die letzte Fahrt ausgerufen wurde, schlüpften wir durch das letzte verbliebene Tor und ließen unsere Ehrenkarten abnicken. Eingesammelt wurden sie nun nicht mehr, wir konnten sie also als Souvenir mitnehmen. Nicolas und ich wollten nach der Fahrt ganz hinten nun lieber einmal vorne sitzen, auch wenn die erste Reihe leider schon belegt war. In der zweiten wurde aber noch was frei. Die Schulterhalter waren schon von meinem Hintermann (einer der Mitarbeiter?) hinunterschoben worden, eine weitere Bügelkontrolle gab es bei mir nicht. Das war also schonmal deutlich angenehmer als Tags zuvor. Ich muss allerdings gestehen, dass es vorne doch den ein oder anderen Hakler in den Kurven gibt, der hinten nicht so auffällt. Schlimm sind die aber keineswegs. Leider war wohl nach uns noch ein ganzer Schwung Fahrwilliger gekommen, den man nicht wegschicken wollte. Und so hatten wir dann doch nur die vorletzte Fahrt im Prater bekommen. Aber hey, zwei Fahrten für lau auf dem Olympia Looping bekommt man auch nicht alle Tage. Und ob es das in Wien nochmals geben wird, steht aktuell auch in den Sternen. Gleich nach der letzten Fahrt wurde die Kasse zusammengepackt und zwei Mitarbeiter kletterten auf die Bahn. Die ersten Bolzen wurden sogleich entfernt, man wollte ja baldmöglichst nach München aufbrechen. Wenig später waren auch die übrigen Züge in den Bremsbereichen zum Abtransport platziert. Nicolas wollte unbedingt nochmal die Volare fahren. Alex begleitete ihn, ich verzichtete aber. Den Tagesabschluss feierten wir wieder am Insider, wo Alex einfach mal das Steuerpult übernahm, während wir eine Runde nach der anderen drehten. Bis Christian den Weg zu uns fand und Nicolas und mich jeweils einzeln in den Backstagebereich der Bahn führte. In der Werkstatt gab es nicht so wahnsinnig viel zu sehen, erst recht nicht, als das Licht einfach ausging. Eine Sicherung schien zu spinnen. Der größere Teil des Abstellgleises befindet sich übrigens in der Haupthalle, von der Werkstatt mit einem einfachen Vorhang abgeschirmt. Weiter ging es in den Technikraum, wo quasi zwei Steuerungsanlagen zu bewundern waren. Die alte soll nämlich durch eine neue ersetzt werden. Auch die neuen Sensoren lagen schon in einem Regal bereit und warteten auf ihren Einbau. Besonders interessant fand ich aber ein Tableau, welches wohl eigentlich am Steuerstand zu sein habe. Das wäre aber scheinbar zu teuer gewesen, weshalb man einfach eine Kamera davorgehängt hat, die ein Livebild zum Ride-Op überträgt. Man muss sich nur zu helfen wissen. Die angesprochene Werkstatt. Die neue Steuerungsanlage. Am Bildrand ist die alte im Hintergrund zu sehen. Auch die Musikanlage für den Soundtrack ist hier untergebracht. Zum Schluss ging es noch durch einen schmalen Gang unter der Bahn. Bis hin zum Kompressor, der - wenn ich es richtig verstanden habe - auch für die Klimatisierung der Halle genutzt wird. Danach ging es wieder auf gleichem Weg zurück, inklusive eines kurzen Blicks in die Halle, während einer der Wagen knapp an uns vorbeidonnerte. Das waren wirklich sehr interessante Einblicke, und irgendwie hatte ich auch keine Ahnung, was ich Christian noch hätte fragen können. Ganz im Gegensatz zu Nicolas, der im Anschluss hinter die Kulissen geführt wurde. Alex hatte derweil das Steuerpult im Griff und ließ mich später auch mal drücken. Ich wollte schon immer mal eine Achterbahn starten. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg "nach Hause", denn Alex wollte Montags dann doch wieder arbeiten und musste entsprechend früh raus. Und auch dieser Tag war angesichts der hohen Temperaturen anstrengend genug gewesen. 29.08. Stadtrundgang Da wir den Ausflug zum Familypark aufgrund der Wettervorhersage auf den Sonntag vorverlegt hatten, war nun der Montag zum Sightseeing-Tag erklärt worden. Alex wollte sich daher einen Urlaubstag sparen und ging entgegen des ursprünglichen Plans arbeiten, sodass wir auf uns allein gestellt waren. Das bedeutete vor allem zunächst einmal Ausschlafen. Während des entspannten Frühstücks studierte ich ein wenig den Stadtplan und stellte uns eine Route zusammen, mit der wir zumindest die (aus meiner Sicht) wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern würden. Gegen 13 Uhr machten wir uns also von Klosterneuburg auf ins Zentrum Wiens. Zur Erinnerung: Laut Alex waren für diesen Tag Gewitter vorhergesagt... :rolleyes: Mit der U-Bahn fuhren wir direkt bis zum Wiener Stadtpark, wo unser Rundgang beginnen sollte. Mittendurch fließt die Wien, nach der die Stadt benannt wurde. Dieses Rinnsal soll aber durchaus zu extremen Hochwassern in der Lage sein, weshalb der Fluss im Stadtgebiet in einen tiefen Betonkanal verlegt und teilweise sogar komplett eingewölbt wurde. Früher ging man in einen Park, um Enten (oder wenigstens Tauben) zu füttern. Angeblich eines der meistfotografierten Denkmäler Wiens ist jenes des "Walzerkönigs" Johann Strauß. Am südlichen Rand des Stadtparks steht der Kursalon Hübner, heute Veranstaltungsort für Bälle, Hochzeiten und Co. Gleich schon viertel vor zwei. Zeit aufzubrechen und den Rundgang fortzusetzen. Über die Wiener Ringstraße ging es weiter zum Schwarzenbergplatz mit einem Reiterdenkmal des Namensgebers. Etwas weiter stehen Hochstrahlbrunnen und Heldendenkmal der Roten Armee. Auf dem Rand sitzend sorgte der ein oder andere Windstoß für eine willkommene Abkühlung. Weiter ging es vorbei an der Gardekirche mit einem Denkmal von Papst Johannes Paul II. Das Schloss Belvedere als unser nächstes Ziel liegt quasi direkt gegenüber. Die Schlossanlage besteht aus zwei Teilen und dem dazwischenliegenden Park. Aufgrund der leichten Hanglage nennt man die beiden Gebäude auch Unteres Belvedere und Oberes Belvedere. In letzterem wurde 1955 der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet. Heute beherbergt das Schloss die Österreichische Galerie Belvedere, ein Kunstmuseum. Deswegen waren wir auch nicht in den Gebäuden, sondern sind nur durch einen Nebeneingang in den Schlosspark gelangt. Das Untere Belvedere von der Gartenseite. Auf der anderen Seite des Parks befindet sich das etwa 23 Meter höher gelegene Obere Belvedere. Der Park dazwischen bietet viel Grün, einige Skulpturen und ganze 12 Brunnen. Ganz bis nach oben sind wir nicht gegangen. Am Kaskadenbrunnen machten wir Kehrt. Im unteren Teil waren die Gärtner gerade dabei, die Hecken zu trimmen. Mit der Straßenbahn fuhren wir anschließend wieder das Stück zurück zum Schwarzenbergplatz, von dort ging es wiederum zu Fuß weiter zum nahen Karlsplatz mit der barocken Karlskirche. Auch diese haben wir nur von außen betrachtet. Zudem nutzten wir hier eine schattige Bank für eine erste Pause, während der ich uns für den Heimflug eincheckte. Optisch lehnt sie sich ein wenig an das Erscheinungsbild der Hagia Sofia an, mit zwei Imitationen der Trajanssäule in Rom. Zurück an der Ringstraße stießen wir auf einen echten Touristenhotspot. Die Wiener Staatsoper. Leider waren hier extrem viele Touristenfänger unterwegs, die uns andauernd Stadtrundfahrten anzudrehen versuchten - interessanterweise meist auf Englisch. Das nervte doch ziemlich und ließ uns die Staatsoper schnell wieder verlassen. Gleich schräg dahinter stößt man auf die Albertina. Ein weiteres Kunstmuseum, dessen grafische Sammlung zu den bedeutendsten der Welt zählt. Ins Leben gerufen wurde diese Sammlung von Albert Casimir Herzog von Sachsen-Teschen im Jahr 1776 in Preßburg. Auf ihn geht auch der Name Albertina zurück. Untergebracht ist sie heute im Palais Erzherzog Albrecht, welches seinerseits auf der Augustinerbastei steht - ein Überrest der alten Stadtmauer. Anfang der 1990er Jahre begann eine aufwändige Renovierung, Modernisierung und Erweiterung, die erst 2003 abgeschlossen wurde. Die Aussstellungsfläche beträgt nun 5.000m² (statt zuvor 150) und die habsburgischen Prunkräume wurden wiederhergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der nicht ausgestellte Teil der Sammlung ruht in einem 5.000m³ großen Tiefspeicher (also ein vollautomatisches Hochregallager). Den Vorplatz auf der Augustinerbastei ziert seither neben dem Reiterstandbild des Erzherzogs Albrecht ein von Hans Hollein entworfenes Flugdach. Der Soravia Wing, der die Modernisierung der Infrastruktur symbolisieren sollte - mir persönlich aber nicht wirklich gefällt... Außerdem ist die Albertina Teil der über Jahrhunderte gewachsenen Wiener Hofburg. In deren Leopoldinischem Trakt hat der österreichische Bundespräsident seit 1945 seinen Sitz - also wenn er dann endlich mal gewählt wurde. :P Ansonsten sind in der Hofburg große Teile der Nationalbibliothek, und einige weitere Museen untergebracht. Und auch die bekannte Spanische Hofreitschule ist an die Hofburg angeschlossen. Ich hatte nicht erwartet, dass man die Lipizzaner hier einfach so von der Straße aus sehen kann. Der Michaelertrakt mit seiner großen Kuppel wirkt besonders prunkvoll. Auf dem Michaelerplatz davor kann man dank Ausgrabungen noch weiter in die Historie zurückblicken. Der jüngste Teil, die Neue Burg, wurde erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt. Das äußere Burgtor dient dann als Abschluss zur Ringstraße. Auf der anderen Seite der Ringstraße stehen sich noch Kunst- und Nationalhistorisches Museum gegenüber. Den Weg zum neugotischen Wiener Rathaus sparten wir uns allerdings. Der Blick aus der Ferne auf den 98 Meter hohen Turm genügte uns. Gleiches gilt für das quasi benachbarte Parlamentsgebäude, in dem National- und Bundesrat Österreichs tagen. Stattdessen gingen wir durch den Burggarten mit dem Mozartdenkmal wieder zurück Richtung Staatsoper. Hier legten wir aber nochmals eine kleine Pause ein, bevor wir den letzten Teil des Rundgangs starteten. Direkt hinter der Staatsoper steht übrigens das berühmte Hotel Sacher, Heimat der Sachertorte. Davon habe ich allerdings kein Bild, da ich das vor Ort überhaupt nicht wahrgenommen habe. Ich bin aber eh kein Tortenfan, von daher ist das kein großer Verlust für mich. Stattdessen führte uns der Weg nun gen Norden, Richtung Stephansdom. Unterwegs kamen wir aber noch an einem anderen Wunschziel von Nicolas vorbei. Er wusste nämlich, dass es irgendwo eine Gruft gäbe, in der unter anderem Kaiserin Sissi bestattet sei. Tatsächlich befindet sich diese Gruft unter einem Kapuzinerkloster mitten in Wien und ist eine Begräbnisstätte der Habsburger, sodass hier ganze 138 Personen (plus vier Herzurnen) ihre letzte Ruhe gefunden haben. Bis auf wenige Ausnahmen eben alle aus besagter Adelsfamilie. Angesichts des Eintrittspreises von 5,50€ zögerten wir kurz, ob uns ein Besuch bei Sissi das wert sei. Letztlich gingen wir dann aber doch rein, für Sightseeing hatten wir bis dahin schließlich noch nichts ausgegeben. Von außen gab es dank eines großen Gerüsts am Gebäude nicht viel vom eigentlichen Kloster zu sehen. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht sonderlich hoch. Da ahnte ich aber auch noch nichts von der Größe der Gruft. In den verschiedenen Räumen reihen sich Sarg an Sag. Auf kleinen Schildchen kann man jeweils nachlesen, wer da nun jeweils drinliegt. Wobei mir die meisten Namen gänzlich unbekannt waren. Napoleons Sohn dagegen lag nur bis 1940 hier, eher er auf befehl Hitlers in den Invalidendom nach Paris überführt wurde. Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gattin Sophie, berühmt geworden als Opfer des Attentats von Sarajevo und somit erste Opfer des ersten Weltkriegs, sind in ihrer eigenen Gruft beigesetzt, da letztere nicht in die Kaisergruft durfte. An sie erinnert daher nur eine Gedenktafel. Die meisten Räume sind recht schlicht gehalten. Nur die Maria-Theresien-Gruft wirkt mit ihrem Rokoko-Stil deutlich kunstvoller. Die jüngste Erweiterung, die Neue Gruft von 1960-1962, wirkt schon recht modern, aber auch etwas bedrückend dunkel. Und dann erreichten wir endlich die Franz-Josephs-Gruft mit dem Franz in der Mitte. Seine Elisabeth zur Linken und den Sohn Kronprinz Rudolf zur Rechten. Danach ist man auch schon in der Gruftkapelle angelangt, wo die letzte Kaiserin Österreichs liegt. Ihr Mann ist in Funchal auf Madeira beigesetzt, wo er im Exil verstarb. Die Kapelle füllen dagegen ihre Söhne Carl Ludwig und Otto, sowie Ottos Gemahlin. Der letzte verbliebene Platz in der Gruft ist aktuell für die Witwe von Carl Ludwig reserviert. Im Nachhinein war der Eintrittspreis definitiv berechtigt, die Kaisergruft ist doch größer als ich erwartet hatte und der Erhalt der Räume und der Särge aus Zinn und Bronze sicherlich nicht einfach. Und zumindest kann ich jetzt mit Fug und Recht behaupten, schonmal bei Kaiserin Sissi gewesen zu sein. Durch die viel zu volle Fußgängerzone ging es im Anschluss weiter zum Stephansdom. Gar nicht so leicht, das 107 Meter lange und 136,4 Meter hohe Bauwerk vollständig aufs Bild zu bekommen. Sogar im Modell Die Front des Doms auf der Westseite flankieren die beiden Heidentürme. Die Westfassade samt der beiden Heidentürme ist der älteste Teil des Doms und gehörte zu einem früheren, spätromanischen Dom. Der Rest wurde erst später im gotischen Stil um- bzw. neugebaut. Den zweiten Weltkrieg selbst überstand die Kirche übrigens ohne größere Schäden, auch weil der damalige Wehrmachtshauptmann Gerhard Klinkicht den Befehl, den Dom in Schutt und Asche zu legen, nicht befolgte. Allerdings griffen in der Nacht zum 12. April 1945 Flammen von durch Plünderer in Brand gesteckten Geschäften rund um den Dom auf diesen über. Der Dachstuhl und der Glockenturm brannten dabei völlig aus, die Orgel von 1886 wurde vom einstürzenden Dach zerstört. Der Wiederaufbau - allerdings mit einer Stahlkonstruktion anstelle des Lärchenholz-Dachstuhls aus dem 15. Jahrhundert - war 1952 beendet. Im ehemaligen Österreich-Ungarn durfte kein Kirchturm höher gebaut werden als der beeindruckende Südturm des Stephansdoms. Der Nordturm wurde dagegen nie vollendet und erhielt nur ein Glockentürmchen als Abschluss. Dafür beherbergt dieser mit der "Pummerin" die größte Glocke Österreichs und eine der größten freischwingenden Glocken der Welt. Ursprünglich hing sie im Südturm, dort gab es aber statische Probleme beim Schwingen, weshalb sie nur noch angeschlagen worden war. Beim Brand des Stephansdoms war die alte Glocke dann abgestürzt und am Boden zerschellt. Die neue Pummerin wurde aus den Trümmern der alten Glocke gegossen und 1957 im Nordtum aufgehängt. Das Hauptschiff des Stephansdoms mit dem Hochaltar. Die Fenster dahinter sind die einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Originale. Die 1956-1960 von Johann Kauffmann errichtete Orgel ist schon lange nicht mehr ertönt. Schon damals war sie wohl eine der letzten Orgeln mit elektrischen Kegelladen - was auch immer das heißen mag. Jedenfalls war man damit nicht zufrieden und ließ 1991 eine weitere, den musikalischen und liturgischen Ansprüchen genügende Orgel anfertigen, die ebenerdig in einem der Seitenschiffe aufgestellt wurde. Seither ist die Kauffmann-Orgel stillgelegt. Im Anschluss an diesen knapp vierstündigen Rundgang solle DAS Wahrzeichen Wiens den Sightseeing-Trip abschließen. Das wohl bekannteste Riesenrad der Welt. Nach Entrichtung des Fahrpreises von 9,50€ gelangt man in einen kleinen Pre-Show-Raum. Dort wurden einige der ursprünglichen Gondeln nachgebaut, in denen Modelle die Geschichte Wiens erzählen. Zum Teil natürlich auch mit Fokus auf den Prater. Vor- und nach den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs. Das 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I eröffnete Riesenrad brannte nach Bombenangriffen nämlich komplett aus. Beim Wiederaufbau wurden dann nur noch 15 statt der einst 30 Gondeln aufgehängt. Laut Christian, weil der Wiener gerne nur halbe Sachen macht (der Stephansdom hat schließlich statt zwei großen Türmen auch nur einen großen und einen halben). Offiziell ging man davon aus, dass die Stabilität des Rades durch die Brandschäden gelitten habe. Außerdem verbaute man aus Kostengründen nur noch 4 Fenster pro Gondelseite statt 6. Zur Saison 2016 wurden aber wieder nagelneue Gondeln nach den Originalplänen montiert.
  7. [RNH] Teil 3: Sightseeing New York und Rückflug

    Tja, klein ist die Welt. :) Freut mich, dass der Bericht gefällt.
  8. Teil 1: Hinflug Teil 2: Zusammenfassung der Rundreise durch 17 Freizeitparks in 9 Staaten Teil 3: Sightseeing in New York und Rückflug 21.06.2015 Valentino Pier Nach 16 Tagen Freizeitpark-Tour stand nun also ein wenig Sightseeing auf dem Programm. Abgesetzt am Hotel in Brooklyn bezogen wir die Zimmer und ruhten ein paar Minuten aus. Doch dann versammelten wir uns auch schon im Eingangsbereich und machten uns auf den Weg in Richtung Meer – oder besser gesagt zur Upper New York Bay. Denn etwas südwestlich des Hafens befindet sich der Louis Valentino Jr Park, von dem der Valentino Pier in die Bucht ragt. Neben dem Blick auf die Südspitze Mahattans... war es der Sonnenuntergang hinter der Freiheitsstatue, der uns dorthin verschlagen hatte. Was hätte ich nur für einen vernünftigen Zoom gegeben... :rolleyes: 22.06.2015 Midtown Manhattan Unseren ersten kompletten Tag in New York starteten wir mit einem Besuch des Rockefeller Center. In der obersten der 3 Aussichtsetagen in fast 260 Metern Höhe stört absolut nichts die Aussicht. Das bedeutet freie Sicht auf den riesigen Central Park. Und auf der anderen Seite auf das Empire State Building. Ok, das Crysler Building wird leider von einem anderen Gebäude verdeckt... Vom Rockefeller Center war es nur ein Katzensprung zum Grand Central Terminal. Der größte Bahnhof der Welt mit 67 Gleisen an 44 Bahnsteigen. Von dort ist auch das Crysler Building etwas besser zu sehen. Nach einem Besuch der New York Public Library ging es weiter zum Empire State Building. Über den Madison Square Garden und das General Post Office führte uns der Weg zum bunt blinkenden Times Square. Über den Broadway gelangten wir zum Columbus Circle. Offizieller Messpunkt für Distanzberechnungen von und nach New York City. Es folgte ein ausgedehnter Spaziergang durch den Central Park. Und in der südöstlichen Ecke versteckt sich sogar noch ein kleiner Freizeitpark. Oder besser gesagt eine Ansammlung von Kinderfahrgeschäften, die jeden Winter dem Wollman ice skating rink weichen müssen. Und dazu gehört sogar eine Achterbahn... :rolleyes: Schon allein für den Eintritt verlangen sie dort 8 Dollar (am Wochenende sogar 9)! Exklusive Fahrten natürlich, die kosten jeweils 4 Dollar extra. Oder man kauft sich ein Wristband. Aber was tut man nicht alles für einen Count. Wir gingen also zu dritt (die andere Hälfte der Gruppe fand den Count zu peinlich und dafür zu teuer) an die Kasse und zahlten unsere 12 Dollar. Nachdem uns die nette Dame darauf aufmerksam gemacht hatte, dass man nur noch eine Stunde geöffnet habe, versteht sich. Gut, wenn man alles hätte fahren wollen, wäre es knapp geworden. Also vielleicht... Danach besuchten wir noch den offenbar sehr bekannten (ich kannte ihn bis dahin nicht) Spielzeugladen F.A.O. Schwarz auf der 5th Avenue, der gerade Ausverkauf hatte, weil er wenige Wochen später schließen sollte. Und schließlich ging es zurück zum Rockefeller Center, wo wir dank des am Morgen erworbenen Sun & Stars Ticket noch ein zweites Mal die Aussichtsplattform besuchen konnten. Diesmal eben bei einsetzender Dunkelheit. Ganz oben gab es nahezu kein Durchkommen mehr und auch die anderen Etagen waren deutlich voller als am Morgen. Was das an Strom kostet (und auf der anderen Seite ist ja noch mehr Licht)! Tja, und dann war mein Akku schließlich leer. Hat ja geradeso gereicht. Wir blieben noch ein bisschen oben, nach und nach lichteten sich schon die Menschenmassen, doch dann machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Leider sprachen wir da noch kein U-Bahn und bemerkten entsprechend etwas spät, dass der Zug gar nicht durchfahren, sondern an einem Bahnhof abseits unserer Linie enden würde. So nahmen wir dann eine andere Linie und mussten ein bisschen weiter bis zu unserem Hotel laufen, ehe wir nach etlichen Kilometern Fußmarsch in die Betten fallen konnten. Hier grob unser Rundgang im Überblick A: St. Patrick's Cathedral B: Grand Central Terminal C: Crysler Building D: New York Public Library E: Bryant Park F: Empire State Building G: Madison Square Garden H: General Post Office I: Macy's J: Times Square K: Columbus Circle L: Lincoln Center M: The Lake N: Bethesda Fountain O: Victorian Gardens P: F.A.O. Schwarz Q: Rockefeller Center 23.06.2015 Lower Manhattan Für unseren zweiten Tag in New York stand ein Rundgang durch Lower Manhattan auf dem Plan. Von der hotelnahen U-Bahn-Station ging es also mit der Linie R direkt zum Rathaus, der New York City Hall. Im Jahr 1811 erbaut ist es das älteste noch als solches genutzte Rathaus in den USA. Dank des City Hall Parks ist das Gebäude leider nicht ganz so gut aufs Bild zu bekommen. Der City Hall Park ist ansonsten umringt von diversen Wolkenkratzern. Unter dem City Hall Park befindet sich außerdem noch die ehemalige City Hall Station. Die war 1904 das Aushängeschild der ersten U-Bahnlinie New Yorks, wurde aber 1945 geschlossen. Dennoch fahren auch heute noch Züge hindurch, denn die alte Station dient als Wendeschleife für die Linie 6. In der Theorie könnte man also einfach an der "Endhaltestelle" sitzen bleiben und würde dann auf der Weiterfahrt einen Blick auf dieses Schmuckstück erhaschen. Kostet dann aber wohl 50 Dollar, wenn man von der Bahnpolizei erwischt wird (obwohl das explizite Verbot laut mico 2011 aufgehoben wurde). Das Risiko wollten wir dann letztlich aber nicht eingehen. :ph34r: Nur wenige Blocks weiter kratzt seit 2013 das neue One World Trade Center an den Wolken. Auch hier gibt es eine Aussichtsplattform, die erst knapp einen Monat vor unserem Besuch eröffnet wurde. So gehörten wir zu den ersten 220.000 Besuchern des One World Observatory. Die meisten Nicht-US-Besucher kamen an diesem (und sicherlich auch an anderen) Tag übrigens aus Deutschland. Eigentlich war ich im Vorfeld nicht so erpicht darauf, noch einen zweiten Turm zu besuchen. Aber das WTC ist ja doch einige Kilometer vom Rockefeller Center entfernt und bietet damit einen ganz anderen Blick. Außerdem hatten diejenigen, die vor der Freizeitparktour in New York waren, den Besuch empfohlen. Tatsächlich ist der Weg nach oben echt cool inszeniert. Und auch die "Enthüllung" der Aussicht sucht seines Gleichen. Aber ich will da nicht zu viel verraten, das muss man selbst erleben. Man befindet sich in etwa auf Flughöhe der zahlreichen Rundflüge durchführenden Helikopter. Das One World Observatory befindet sich etwa 400 Meter über der Erde in den Etagen 100 (Hauptaussichtsebene), 101 (Restaurant) und 102 (Fläche für Events). Darüber befinden sich lediglich noch zwei Techniketagen. Das Dach des Turms befindet sich damit auf der gleichen Höhe wie das des am 11. September 2001 zerstörten Nordtums, nämlich in 417 Metern. Doch obwohl es selbst in New York noch höhere Türme gibt, ist das One World Trade Center aktuell das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre und weltweit sogar auf Platz vier. Möglich macht es die Antenne auf dem Dach, die zur Architektur gezählt wird und damit die Gesamthöhe auf 541 Meter erhöht. Umgerechnet sind das 1776 Fuß, womit man auf das Jahr der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung anspielt. Von hier hat man einen super Blick auf die Bucht mit der winzigen Freiheitsstatue. Die Südspitze Manhattans. Am Horizont auf der Nordseite stapeln sich die Wolkenkratzer von Midtown Manhattan, die wir tags zuvor bewundert hatten. Und hier noch ein Überblick über den (mehr oder weniger) aktuellen Stand der Bauarbeiten am neuen World Trade Center. Wir befinden uns wie gesagt im One World Trade Center. Das steht dort, wo einst WTC 6 stand. Nicht mehr auf dem Bild ist das neue 7 WTC, an gleicher Stelle wie das alte und 2006 das erste fertiggestellte neue Gebäude. Two World Trade Center ist bis knapp über Straßenniveau fertiggestellt (unterirdisch sind alle Gebäude verbunden), der Weiterbau ist aber wohl aktuell gestoppt, weil nicht genügend Mieter gefunden werden konnten. Auch beim Three World Trade Center musste deswegen eine Zwangspause eingelegt werden. Inzwischen laufen die Arbeiten aber wieder. Bereits Ende 2013 eröffnet wurde dagegen 4 WTC. Im Süden wird der WTC-Komplex im Vergleich zu vorher ein Stück erweitert. Dort entsteht das Vehicular Security Center (VSC) samt Liberty Park und Nachbau der St. Nicholas Greek Orthodox Church. Außerdem ist dort das 5 WTC geplant, mangels Mietern wurde aber auch hier noch nicht mit dem Bau begonnen. In der Mitte des Komplexes befinden sich dann das Museum und die Memorials mit viel Grün. Und genau die besichtigten wir direkt nach unserem knapp einstündigen Aufenthalt in luftiger Höhe. 1 und 7 WTC nochmal von unten. Die "Lüftungsschlitze" im 1 WTC dürften zu den weiteren Techniketagen unterhalb des Observatory gehören. Durch die Wall Street gingen wir anschließend bis zum East River. Hier liegt auch das 1911 von der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaute Museumsschiff "Peking". Also zumindest lag sie damals noch dort. Denn die Viermastbark soll New York schon länger verlassen. Allerdings ist das Schiff inzwischen so marode, dass es bei der Fahrt wohl einfach untergehen könnte. Seit Anfang des Jahres laufen nun aber Vorbereitungen für den Transport nach Europa, wo die Peking restauriert werden soll. Anschließend wird sie ab voraussichtlich 2018 einen neuen Platz im Hamburger Hafenmuseum bekommen und damit nach über 40 Jahren in ihre Heimat zurückkehren. Außerdem steht hier der Titanic Memorial Lighthouse. Wenn auch nicht mehr an originaler Stelle. Huch, da sind wir wohl ein paar Kilometer zu weit gelaufen? Nein, es ist bloß der Stadtteil China Town. Und auch die Italiener haben mit Little Italy ihren "eigenen" Stadtteil. Im Schatten des Washington Square Arch gönnten wir uns dann eine kleine Pause, ehe wir den Rückweg gen Süden antraten. Von dort führte uns mico an einer weiteren Filmkulisse vorbei. Na, wer erkennt's? Richtig, hier hatten die Ghostbusters ihr Hauptquartier. :45: In der Realität wird das Gebäude nach wie vor als Feuerwehrstation genutzt. Ebenfalls ein super Ort zum Entspannen ist der Pier 25 im Hudson River. Eine tolle Skyline. Und schließlich schlossen wir das Pflichtprogramm mit einer Überquerung der Brooklyn Bridge ab. Eine der ältesten Hängebrücken der Welt. 19 Jahre lang auch die längste Hängebrücke der Welt mit einer Stützweite von 486 Metern. Die benachbarte Manhattan Bridge ist zwar deutlich jünger, ihre Stützweite beträgt aber auch "nur" 448 Meter. Ein Blick zurück von der anderen Seite der Brücke. Zu guter Letzt machten wir noch einen kurzen Schlenker zur Manhattan Bridge. Das war es dann auch soweit für diesen Tag. Danach sind wir bereits zurück zum Hotel und mir will jetzt auch nichts mehr einfallen, was wir mit dem Abend noch angestellt hätten. Aber wir hatten ja auch am zweiten Tag eine ganz ordentliche Strecke zurückgelegt, wie die folgende Übersicht zeigt: A: City Hall B: One World Trade Center C: Wall Street D: Museumsschiff Peking E: Titanic Memorial Lighthouse F: China Town G: Little Italy H: St. Patrick's Old Cathedral I: NYU Stern School of Business J: Washington Spuare Park K: Ghostbusters Hauptquartier L: Pier 25 M: Manhattan Municipal Building N: Brooklyn Bridge O: Manhattan Bridge 24.06.2015 Statue of Liberty und Intrepid Tag 3 in New York stand für uns im Zeichen des wohl berühmtesten Wahrzeichens der neuen Welt. Die Rede ist natürlich von der Freiheitsstatue, die seit 1886 als Zeichen der Freiheit alle Schiffe im New Yorker Hafen begrüßt. Seit jeher können Touristen der alten Dame auch in die Krone steigen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten - also von mico und naehlen mal abgesehen. Den beiden genügte eine Fahrt mit einer der Fähren an ihr vorbei. Wir übrigen vier hatten im Vorfeld Kronen-Tickets reserviert, die wir nun im Battery Park abholen mussten. Mit den Tickets in der Tasche ging es für uns dann zur Anlegestelle der Statue Cruises, wo wir in einem großen Zelt natürlich wieder eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen mussten. Früh morgens um 8:30 Uhr war der Andrang dort noch nicht besonders groß und die Kontrolle selbst schnell abgehakt. Dafür mussten wir ein wenig warten, bis wir endlich eines der Boote entern durften. Das Boot stand bereit, die Masse wartete. Nur einsteigen durften wir noch nicht. Einige Minuten später war es dann aber doch soweit. Wäre schön, wenn man die Abfertigung wie vor knapp 10 Jahren einmal angedacht in den benachbarten City Pier A verlegen würde. Bei der Vorbeifahrt an der Statue blieb natürlich kaum noch jemand auf seinem Platz sitzen. Vor der Statue steht ein weiteres Zelt, in dem wir ein weiteres Mal durchleuchtet wurden. Macht auf den ersten Blick nicht besonders viel Sinn, da man ja schon vor dem Betreten der Fähre gecheckt wurde. Allerdings darf man wegen der Enge offiziell auch nichts mit nach oben nehmen. Erlaubt sind lediglich eine Kamera (ohne Tasche) und ggf. notwendige Medizin. Letztlich ging aber auch mein Brustbeutel durch, solange ich ihn unter dem T-Shirt lassen würde. Es geht eben darum, dass man auf der engen Treppe nirgendwo hängen bleibt. Im Fuße des Sockels befindet sich auch ein kleines Museum zur Geschichte der Statue. Inklusive der alten Fackel, die Mitte der 80er ersetzt wurde. Die Besichtigung des Sockels samt Museum kostet nichts extra, ist also quasi im Preis der Fährüberfahrt enthalten. Man braucht aber dennoch ein Ticket, da die Zahl der erlaubten Besucher aus Sicherheitsgründen begrenzt ist. Wer ganz hoch zur Krone will, muss noch einen kleinen Aufschlag zahlen, der ist aber kaum der Rede wert. Wichtiger ist die rechtzeitige Reservierung, denn die Tickets können länger im Voraus ausverkauft sein. So musste die Gruppe, die vor der Coastertour New York besichtigte, ohne Besteigung der Lady Liberty auskommen. Die Spitze des Podests ist bereits nach 215 Stufen erreicht. Notfalls gäbe es aber auch einen Aufzug. Und eigentlich ist die Aussicht von da doch schon nicht schlecht. Aber wir wollten höher hinaus. Zeit also, der alten Dame einmal unter den Rock zu blicken. :P Inmitten des von Gustave Eiffel konstruierten Stahlgerippes führt eine schmale, 146-stufige Wendeltreppe nach oben. Allzu viel Platz bietet die Krone allerdings nicht. Und da Lady Liberty in Richtung Ozean blickt, sieht man auch eigentlich nicht so wahnsinnig viel. Nur am ganz linken Fensterchen kann man einen Blick auf Manhattan erhaschen. Auf- und Abstieg sind hier glücklicherweise getrennt. Man beachte auch den Standort des Rangers oben links im Bild. :blink: Zugegeben, der Aufstieg zur Krone ist schon nicht ohne und die Aussicht hält sich in Grenzen. Bei einem erneuten Besuch in New York würde ich das auch nicht unbedingt nochmal machen wollen. Aber es war schon cool, einmal das Innere dieses kolossalen Wahrzeichens zu sehen. Ich bereue diesen Besuch jedenfalls nicht. Übrigens gelangten Touristen bis 1916 über eine enge Leiter sogar bis hinauf zur Fackel, wo sich ein toller 360°-Blick geboten haben muss. Nachdem der Arm im Zuge des ersten Weltkriegs aber beschädigt worden war, wurde dieser Aufstieg zur "öffentlichen Sicherheit" gesperrt und bis heute nicht wieder freigegeben. Bei den heutigen Touristenmassen wäre das vermutlich auch nicht gerade einfach umzusetzen. Ein Schnittmodell im Museum zeigt die aufwändige Konstruktion der Statue. Über die Jahre musste schon einiges repariert, verbessert und ersetzt werden. So auch die "Rippen", welche die Kupferhülle tragen. Interessant, welche Stellen schon deutlich sichtbar abgegriffen sind... Auch hier ein Selfie-Beweis, dass ich selbst wirklich dort war. Nicht schön aber selten. Schließlich ging es mit der Fähre wieder zurück nach Manhattan. Mit Zwischenstopp auf Ellis Island, den wir aber nicht nutzten. Gegen 11:40 Uhr hatten wir dann wieder das Festland von Manhattan unter den Füßen. Allerdings nicht so wahnsinnig lange, denn weiterhin zu viert ging es für uns mit der U-Bahn ein gutes Stück gen Norden, wo im Hudson River ein alter Flugzeugträger liegt, der seinem Namen alle Ehre machend auch diverse Flugzeuge trägt. Und die kann man auch besichtigen, denn es handelt sich um ein Museum. Seit 1982 liegt die USS Intrepid am Pier 86 und beherbergt den größten Teil des Intrepid Sea, Air & Space Museum. Die Intrepid hat eine durchaus beachtliche Geschichte. 1943 vom Stapel gelaufen wurde sie im Pazifikkrieg mehrfach stark beschädigt. Sie war ja auch der Flugzeugträger, der die meisten Treffer einstecken musste. Die Japaner dachten daher auch des Öfteren, dass sie die Intrepid versenkt oder zumindest irreparabel beschädigt hätten, doch nach aufwändigen Reparaturen kehrte sie immer wieder zurück. Nach dem Krieg wurde der Träger 1947 zunächst außer Dienst gestellt, kehrte ab 1952 jedoch für ein umfangreiches Modernisierungsprogramm zurück. In der Folge war die Intrepid unter anderem Hauptbergungsträger für die NASA im Mercury- und im Gemini-Programm, bis sie 1974 endgültig in den Ruhestand versetzt wurde und verschrottet werden sollte. Dazu kam es dann aber glücklicherweise nicht. Wir starteten die Besichtigung auf dem Hangar Deck. Hier sind ein paar kompakter zu verstauende Flieger untergebracht. Im angrenzenden Exploreum steht die Interaktivität im Vordergrund. Neben aufpreispflichtigen Simulatoren kann man u.a. im nachgebildeten Cockpit eines Kampfjets Platz nehmen. Die Piloten hatten sogar eine eigene Rolltreppe, um aufs Flugdeck zu gelangen. Faules Pack. :D Weiter ging es auf dem Gallery Deck mit dem Combat Information Center, wo sämtliche Positionen und Bewegungen der Schiffe und Flugzeuge in der Nähe beobachtet wurden. In diesem Raum erhielten die Piloten die letzten Anweisungen vor dem Flug. Damals war das alles hochmodernste Technik. Und schließlich das Flugdeck mit dem größten Teil der Flugzeugausstellung. Darunter eine Aermacchi MB-339 der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori. Auch die Blue Angels, die Kunstflugstaffel der Navy, sind mit einer Maschine vertreten. Die Grumman F-11 Tiger flog dort aber nur von 1957 bis 1968. Ganz vorne an Deck steht eine Grumman F-14 Tomcat. Wobei dieses Modell die 7. gebaute Tomcat war und später zu einem Prototypen für die Super Tomcat umgebaut wurde. Vom Bug aus kann man einmal kurz die Skyline von Manhattan bewundern. Gegenüber der F-14 steht eine SR-71 Blackbird - könnte man meinen. Tatsächlich handelt es sich um einen ihrer kleineren Vorgänger, die Lockheed A12. Hier das zweite der insgesamt nur 15 gebauten Exemplare. Auch eine polnische MiG-21 mit einem etwas unförmigen Tiger ist vertreten. In einem kleinen Zelt werden die Ausstellungsstücke in Schuss gehalten. Das Heck ist komplett von einer großen Halle belegt. Darin ist seit 2012 die Enterprise ausgestellt. Also nicht das Raumschiff aus der Serie, sondern das danach benannte Space Shuttle. Wobei "Space" Shuttle eigentlich nicht ganz korrekt ist, da die Enterprise nie im All war. Als erster Orbiter des Shuttle Programms sollte die Enterprise lediglich die Flugeigenschaften in der Atmosphäre testen. Sie besaß daher weder einen eigenen Antrieb noch ein funktionsfähiges Hitzeschild. Zwar sollte auch die Enterprise später für Weltraumflüge umgebaut werden, aufgrund diverser Anpassungen des Designs war es aber billiger, gleich ein komplett neues Shuttle zu bauen. Ein Aufsatz am Heck sollte bei den ersten Flugtests den Luftwiderstand durch Verwirbelungen verringern. Später wurden Nachbildungen der Triebwerke angeschraubt. Nach einer kleinen "Weltreise" in den Jahren 1983 und 1984 bekam die Enterprise eine neue Heimat im National Air and Space Museum in Washington. Nach dem Ende des Shuttle Programms wurde sie dort von der Discovery abgelöst und durfte 2012 nochmal zu einem letzten Flug auf dem Rücken des Shuttle Carrier Aircraft abheben. Die Enterprise über New York. Fehlte noch ein Blick von der Brücke des Flugzeugträgers. Von hier wurde die Intrepid also gesteuert. Danach verließen wir die Intrepid zunächst und schauten uns das auf der anderen Seite des Piers liegende U-Boot USS Growler an. Ursprünglich als Jagd-U-Boot in Auftrag gegeben, entschied man sich noch in der Bauphase, die Growler als Träger für Marschflugkörper fertigzustellen. Der Bug wurde entsprechend angepasst und erhielt zwei kleine "Hangars" (mir fällt grade kein besseres Wort dafür ein), in denen bis zu vier Regulus I Marschflugkörper untergebracht werden konnten. Ab hier versagte leider mein Handyakku seinen Dienst. Die Bilder stammen daher von Alron. Vielen Dank an ihn, dass ich sie für den Bericht verwenden darf. Eine solche Regulus ist auch in Startposition ausgestellt. Viele Knöpfchen und Lichtchen. An Spielen mangelte es der Besatzung jedenfalls nicht. Neben den Marschflugkörpern hatte die Growler natürlich auch Torpedos an Bord. Am hinteren Ende des Piers ist außerdem noch eine Concorde der British Airways ausgestellt. Genauer die G-BOAD, die für wenige Jahre im Rahmen einer Kooperation mit Singapore Airlines einseitig auch deren Lackierung trug. Außerdem verbrachte sie von allen Concordes mit 23.397 Stunden die meiste Zeit in der Luft und setzte auch den Rekord für die schnellste Atlantiküberquerung einer Concorde. Von New York nach London brauchte sie 1996 nur 2:52:59 Stunden. Für mich persönlich ist die Concorde nach wie vor eine der schönsten jemals gebauten Passagiermaschinen und wäre sie noch geflogen, ich hätte meine Ersparnisse zusammengekratzt, um wenigstens den Hinflug nach New York mit ihr zu bestreiten. :wub: Schließlich begaben wir uns zurück in die Stadt, wo wir uns nochmals kurz mit den beiden anderen zu einem gemeinsamen Mittagessen trafen. Da mico und naehlen dort von der High Line schwärmten, zog auch unsere Vierergruppe anschließend los, um diesen nicht ganz alltäglichen Park abzulaufen. Es handelt sich um eine ehemalige (aufgeständerte) Güterzugtrasse, deren 2,33 km langen Überreste seit 2006 zu einer Parkanlage umgebaut wurden. Der letzte Abschnitt, eine Rampe von der West 34th Street über ein großes Gleisfeld, wurde erst im September 2014 eröffnet und war Startpunkt für unseren Besuch. Ein bisschen Grünzeug links und offenbar überasphaltierte Gleise konnten mich allerdings noch nicht wirklich begeistern. Das änderte sich aber ein Stück weiter schlagartig. Der Park ist sehr abwechslungsreich und wirklich schön gestaltet. Besonders die Einbindung der Schienen - mal als Beet, mal als Weg - hat mir sehr gut gefallen. So zieht sich die High Line als grüne Lebensader durch die Häuserschluchten. Ein wirklich gelungenes Projekt. Und schlussendlich ließen wir den Times Square nochmal bei Nacht auf uns wirken. Schaut zwar wirklich beeindruckend aus, aber der Platz war mir schon tagsüber zu voll. Abends zieht es natürlich noch mehr Menschen dort hin, sodass ein Durchkommen teilweise nur schwer möglich ist. Da würde ich persönlich Orte wie den Central Park oder die High Line klar vorziehen. Allzu lange blieben wir dann auch nicht mehr, ehe es wieder zurück zum Hotel ging. 25.06.2015 American Museum of Natural History Der vierte und letzte vollständige Tag in New York sollte einem weiteren Museumsbesuch dienen. Genauer gesagt stand ein Besuch des American Museum of Natural History, eines der größten Naturkundemuseen der Welt, auf dem Plan (abgesehen von naehlen, der sich stattdessen das MOMA anschaute). Dank eigener U-Bahn-Station war die Anreise völlig unkompliziert und so standen wir etwa 20 Minuten vor der Öffnung am Eingang parat. Hm, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor... Tatsächlich handelt es sich um das Museum, in welchem die Geschichte des Films "Nachts im Museum" spielt. Außenaufnahmen dieses Gebäudes gibt es dort ebenfalls. Das Film-Innere hat aber nicht besonders viel mit dem realen Inneren zu tun. Nicht nur, dass die Exponate in Wirklichkeit natürlich nicht zum Leben erwachen, die Innenaufnahmen wurden auch ganz woanders gedreht. "Teddie" steht also nur vor dem Museum, die Figur innen fehlt. Wir begannen, der Geschichte folgend, im obersten Stockwerk bei den Dinosauriern. Auch größere Dinos sind vertreten. So natürlich auch der allseits beliebte Tyrannosaurus Rex. Fast das einzige, was mich wirklich an den Film erinnerte. Leider hatte ich grade keinen Gum-Gum bei mir. B) Nach 2 Stunden hatten wir die beiden obersten Etagen durch, wobei die Dinos die meiste Zeit gefressen hatten. Das war eindeutig zu viel. Bei den Dinos war ich ja noch recht interessiert, aber danach war die Luft bei mir schon nahezu raus. Ähnlich erging es Alron, sodass wir beide irgendwann den Rest der Gruppe aus den Augen verloren hatten. Auf unserer Suche huschten wir dann etwas schneller durch die nächste Etage, wobei die Ausstellungsstücke von uns nur noch teilweise Beachtung fanden. Aber die Suche blieb erfolglos. So landeten wir nach einer weiteren Stunde im 2000 eröffneten Rose Center for Earth and Space. In der großen "schwebenden" Kugel befindet sich oben ein Planetarium, das allerdings extra kostet, und unten das freie Big Bang Theatre. Das testeten wir noch aus, danach waren wir beide der Meinung "es reicht". Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Museen und die Exponate im AMNH sind auch nicht schlecht, aber es ist halt einfach zu viel. Wenn man sich wirklich alles anschauen will, braucht man extrem viel Zeit und extrem viel Speicherplatz im Hirn. Einfach gehen konnten wir natürlich nicht, also riefen wir dann doch mal bei den anderen an. Und die kamen wenig später überraschenderweise ebenfalls aus dem Big Bang Theatre. Nach kurzem Austausch gaben wir dann unseren Abschied bekannt. Bevor wir wirklich fuhren, gab es aber noch ein kleines Mittagessen in der Kantine im Keller. Ich hatte noch überlegt, ob ich vielleicht doch irgendwo spontan einen Hubschrauberrundflug bekommen, oder mit einem Speedboat über den Hudson River brettern könnte. Ersteres hätte sich aber nur mit vernünftiger Kamera gelohnt, und so fuhren wir letztlich einfach direkt ins Hotel, wo wir uns den Nachmittag über ausruhten. Im Nachhinein hätte ich vielleicht doch lieber den Ausflug zu den Niagara Fällen machen sollen. Wäre zwar deutlich teurer gewesen, aber ich hätte vermutlich doch mehr davon gehabt. Allerdings wäre es dann wiederum mit unserem Abendprogramm schwierig geworden. Denn den letzten Abend in New York wollten wir bei einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen. Passend dazu hatte das Empire State Building die Feierbeleuchtung angeschaltet. Wir hatten einen Tisch im Keens Steakhouse reserviert. Eine ganze Weile mussten wir noch auf unseren Tisch warten, dann durften wir endlich Platz nehmen. Es handelt sich um eines der besten Steakhäuser der Stadt, das zudem eine der größten Tabakspfeifensammlungen der Welt besitzt. Die ganze Decke ist mit Pfeifen zugehangen. Ein gutes Steak hat natürlich auch seinen Preis. Unter 50 Dollar kommt man dort nicht weg - wohlgemerkt nur für das Fleisch! Beilagen kosten nochmal extra. Die Pommes beispielsweise sind für weitere 10 Dollar zu haben. Ich hatte mit knapp über 80 Dollar meines Wissens das billigste Essen von uns. Wobei der Preis für die gebotene Qualität absolut angemessen war. Das Fleisch war genau so, wie ein Steak zu sein hat. Außen schön kross und Innen super zart. Und alles andere als klein. Die Riesenschüssel Pommes hätte ich da eigentlich gar nicht dazu gebraucht, die blieb noch mindestens halb übrig. Kulinarisch war das jedenfalls das Highlight der gesamten Tour und ein super Ausklang eben jener. Auch wenn da nochmal einiges an Kohle rausgehauen werden musste, aber die hatten wir ja durch die ganzen gemeinsamen Essen in den Parks quasi zusammengespart. 26.06.2015 Rückflug Während des Essens am letzten Abend kam die Frage auf, was man denn bis zur Abreise noch machen könnte. Angedacht war eigentlich ein kurzer Spaziergang zu einem Park in Brooklyn, wo man sich einfach ein paar Stunden ganz entspannt hätte hinlegen können, bevor wir dann zum Flughafen gemusst hätten. Es gab dann allerdings den Einwand, dass wir die Zimmer ja vormittags räumen müssten. Würde es nun warmer Tag, würde man durch den Spaziergang schwitzen, hätte aber keine Möglichkeit mehr, sich umzuziehen. Gleiches würde gelten, sollte es regnen. Also bestellten wir den Transport zum Flughafen früher, um dann stundenlang dort im Terminal zu sitzen und auf das Boarding zu warten... Klingt bescheuert? War es auch. Aber irgendwie war ich da abends nicht ganz bei Sache. Wo ein Wille ist, gibt es bekanntlich einen Weg. Soll ja auch Flughäfen mit Duschen geben, hab ich gehört. Gut, die kosten dann im Zweifel wieder was. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man so extrem geschwitzt hätte. Nunja, sei es drum. Nachdem der Singapore-Schalter also endlich geöffnet hatte, gaben wir unsere Koffer ab und marschierten endlich durch die letzte Sicherheitskontrolle dieser Reise. Da scheint man übrigens auch neue Techniken auszuprobieren. Anders als zwei Jahre zuvor in San Francisco brauchte man weder Schuhe noch Gürtel ausziehen. Bei Kai piepste es dann auch, da wurde aber nur irgendwas am Scanner eingestellt und beim nochmaligen Durchschreiten blieb er stumm. Vor dem Abflug gönnte ich mir noch einen letzten Burger und am Gate standen sogar Steckdosen zum Laden des Handys bereit. Unser A380 mit der Registrierung 9V-SKM stand auch schon auf dem Vorfeld parat. Gegen 19 Uhr wurde der dann auch endlich ans Gate gebracht. Gut anderthalb Stunden später saß ich dann schließlich auf meinem Platz 36A. Also mal direkt über der Tragfläche. Bis wir das Ende der Startbahn - in diesem Fall 13R - erreicht hatten, war es bereits dunkel geworden. Bunte Lichter kurz vor dem Start. Ein letzter Blick zurück auf Long Island. In der Bildmitte das Städtchen Long Beach. Wohnort des Corleone-Clans im Film "Der Pate". Ansonsten gibt es nichts weltbewegendes vom Flug zu erzählen. Zwei Mahlzeiten, ein paar Filme und nach dem baldigen Sonnenaufgang vorwiegend Wolken. Gelandet wurde dann nach einer Wende von Westen kommend. Immerhin etwas sanfter als drei Wochen vorher in New York. Aber dennoch deutlich zu spüren. Wir wurden auch schon erwartet. Tja, und das war es dann jetzt auch endgültig. Nach drei Wochen hatten auch wir nun also wieder deutschen Boden unter den Füßen. Einerseits schade, denn es war wie erwartet natürlich eine super tolle Tour mit super tollen Leuten. Andererseits waren die drei Wochen aber auch anstrengend genug und ich freute mich auf das heimische Bett und die Couch. Viel bewegt habe ich mich den Rest meines Urlaubs dann auch nicht mehr. Fazit New York: Die Stadt New York ist nicht gerade klein. Wir beschränkten uns bei unserem Besuch daher auch vorwiegend auf Manhattan. Gewaltige Wolkenkratzer, der riesige Central Park, und Menschen über Menschen. Eine Großstadt eben. Für mich als Dorfkind ist das natürlich beeindruckend, aber leben würde ich dort nicht wollen. Sind mir halt einfach zu viele Menschen dort. Zu meinen absoluten Highlights gehörten die Freiheitsstatue, die beiden Aussichtsplattformen und die High Line, bei der man die Großstadt doch ganz gut kaschiert hat. Vielen Dank nochmal an mico für die Planung unserer Sightseeing-Rundgänge.
  9. [RNH] Teil 2: Freizeitpark-Rundreise im Osten der USA

    Ah, verstehe. Ist aber auch nicht unbedingt ganz richtig. Wir haben in Europa schon eine ziemlich hohe Freizeitparkdichte. Zugegeben, die sind meist etwas kleiner, bieten aber für ihre Verhältnisse die bestmögliche Qualität (Ausnahmen bestätigen die Regel^^). Die USA sind verdammt groß, und die besuchten Parks lagen ja auch etliche Meilen auseinander. Orlando ausgeklammert sind auch in den USA die Parks ganz gut verteilt. China ist übrigens grade stark im Kommen. Die stampfen in den letzten Jahren einen Park nach dem anderen aus dem Boden. Aber das ist jetzt ne andere Geschichte. ;)
  10. [RNH] Teil 2: Freizeitpark-Rundreise im Osten der USA

    Was genau meinst du mit "so beliebt"? Wir Fans beneiden die Amis um ihre vielen großen Bahnen, die amerikanischen Fans wiederum lieben die teils sehr aufwändige Gestaltung der europäischen Bahnen. Meistens ist halt das am interessantesten, was man am schwersten erreichen kann. ;) Bei den normalen Besuchern sind Achterbahnen denke ich hüben wie drüben ähnlich beliebt. Das sind eben die Aushängeschilder der Parks, mit denen sie sich von der Konkurrenz abheben und Besucher anlocken können. Der Unterschied ist sicherlich die Menge der Bahnen in einzelnen Parks. Viele der Parks auf dieser Tour hatten eine zweistellige Anzahl von Achterbahnen. Soetwas findet man in Europa nicht sehr häufig. Das liegt aber auch daran, dass man dort eben mehr auf Masse statt Klasse setzt. Gerade die großen Ketten bestellen meist im Paket. Und dann häufig Bahnen "aus dem Katalog", die es also schon in anderen Parks gibt, sodass man sich die "Entwicklungskosten" sparen kann. Dann werden in mehreren Parks (die natürlich weit genug voneinander entfernt sind) zur selben Zeit die gleichen Bahnen auf der nächstbesten Betonplatte aufgebaut und eröffnet. Ab und zu muss es dann natürlich mal was größeres sein, womit man sich von den anderen Parks abheben kann. Gerne mit irgendeinem Rekord, der sich für ein aggresives Marketing eignet, und schon strömen die Besucher in Massen. Das gibt es in Europa zwar auch (allerdings nicht ganz so extrem), aber hier steht vor allem in den kleineren Parks einfach das Gesamterlebnis im Vordergrund. Eine nackte Bahn auf einer Betonplatte kann von der Fahrt her noch so gut sein, wenn es drumherum noch eine ansprechende Gestaltung gibt, die Bahn vielleicht noch in eine Geschichte eingebunden ist, dann ist das Erlebnis um so intensiver. Hinzu kommt, dass einige der Bahnen in den USA hier in Deutschland vermutlich niemals zugelassen werden würden. Da muss man sich dann eben anders hervorheben. :)
  11. Weiter geht es also mit dem zweiten Teil dieser Berichte-Reihe. Hier werde ich die 16-tägige Tour durch 17 Freizeitparks in 9 Bundesstaaten im Osten der USA für euch möglichst kurz zusammenfassen. Falls jemand mehr über einen bestimmten Park wissen möchte, verlinke ich zu jedem Park den entsprechenden ausführlichen Bericht. Teil 1: Hinflug Teil 2: Zusammenfassung der Rundreise durch 17 Freizeitparks in 9 Staaten Teil 3: Sightseeing in New York und Rückflug 06.06.2015 Playland Park Nur knapp dreieinhalb Stunden nachdem wir in New York aufgesetzt hatten, erreichten wir auch schon den ersten Freizeitpark. Den Playland Park in Rye kurz vor der Grenze zu Connecticut, der nach ein paar veranstaltungsbedingten Umstellungen im Tourverlauf relativ kurzfristig in die Planung aufgenommen wurde. Von den 5 Achterbahnen sind aber nur die beiden Holzachterbahnen wirklich erwähnenswert. Der größere Dragon Coaster aus dem Jahre 1929 ist auch ganz klar die Hauptattraktion. Sogar noch ein Jahr älter ist der zweite Woodie, den wir aber leider nicht fahren durften. Es handelt sich nämlich um eine Kinderachterbahn mit Maximalgröße. Zwar hatte man uns angeboten, dass wir außerhalb der Öffnungszeiten trotzdem damit fahren könnten, aber das passte leider nicht in unsere Planung. Nicht ausgelassen habe ich aber das Pferdekarussell. Von dieser Art gibt es weltweit nämlich nur noch drei, und die rotieren mit bis zu 40 km/h doppelt so schnell wie ein normales Karussell – ohne dabei irgendwelche zusätzlichen Sicherungseinrichtungen zu bieten. Eine genaue Einweisung, wie man zu sitzen hat, ist daher Pflicht. So schwitzige Hände hatte ich auf einer Freizeitparkattraktion schon lange nicht mehr... ausführlicher Bericht 06.06.2015 Quassy Amusement Park Nur gute zwei Stunden blieben wir im Playland, dann fuhren wir weiter nach Connecticut zum beschaulichen Quassy Amusement Park. Mit dem nur gute 10 Meter hohen Wooden Warrior, der sich aber definitiv nicht vor größeren Holzachterbahnen verstecken muss. Eine tolle kleine Spaßmaschine, bei der uns der Chef persönlich für die Facebook-Seite des Parks ablichtete. Ansonsten bietet der Park noch eine etwas ältere Kinderachterbahn und auch die übrigen Attraktionen wirken großteils wie aus vergangenen Zeiten. Ein paar modernere Fahrgeschäfte gibt es aber auch. Nach drei Stunden in diesem schnuckeligen Park steuerten wir dann endlich das erste Hotel der Tour an und die meisten fielen auch sofort erschöpft in ihre Betten. ausführlicher Bericht 07.06.2015 Lake Compounce Der zweite Tag sollte einer der entspanntesten der gesamten Tour werden. Lake Compounce bietet eine wunderschöne Lage zwischen einem See und dem Berghang. Zu den Attraktionen gehören auch hier 5 Achterbahnen, wobei wir ohne Kind wieder nur 4 fahren durften. Hauptattraktion sind die gut 1400 hölzernen Schienenmeter von Boulder Dash, die buchstäblich über Stock und Stein führen. Die rasante Fahrt am Berghang entlang wurde schon dreimal zur besten Holzachterbahn der Welt gewählt und das völlig zurecht. Man wird zwar ordentlich durchgeschüttelt, aber das Out-Of-Control-Feeling ist einfach wahnsinnig. Nichts scheint den Zug auf der Jagd durch den Wald bremsen zu können. Ein weiteres Highlight ist das Wildwasserrafting, das seinem Namen alle Ehre macht. Schon die erste Welle überrollte das gesamte Boot und alle folgenden taten es ihr gleich. Bei anderen Raftings kann man Glück haben und nur wenige Spritzer abbekommen. Hier wird garantiert jeder nass. Und zwar bis auf die Haut. Für Entspannung sorgte der Aufenthalt im integrierten Wasserpark und eine 30-minütige Fahrt mit dem Sessellift den Berg hinauf (und gleich wieder hinunter, das ist nämlich nur eine Aussichtsfahrt). Nach Parkschluss hatten wir dann noch eine ERT (Exclusive Ride Time) auf Boulder Dash. Eine ganze Stunde durften wir mit dieser tollen Bahn durch den inzwischen dunklen Wald brettern. ausführlicher Bericht 08.06.2015 Six Flags New England Den dritten Tag verbrachten wir im Six Flags New England in Massachusetts, dem ersten (und für mich besten) der drei besuchten Parks dieser Kette. Mit meiner ersten Achterbahn des noch recht jungen Herstellers Rocky Mountain Construction (RMC). Man nehme eine alte, nicht mehr gut besuchte Holzachterbahn, entferne Teile der Stützkonstruktion, und setze ein komplett neues Layout mit Stahlschienen darauf. Geschätzte 80% der alten Bahn sollen laut Parkleitung (die uns beim Mittagessen für eine kleine Fragerunde zur Verfügung stand) erhalten geblieben sein. Das Fahrerlebnis hat aber nicht mehr das geringste mit einer klassischen Holzachterbahn zu tun. Butterweich gleitet der Zug mit Höchstgeschwindigkeit über die Strecke und vollführt dabei wahnwitzige Fahrfiguren. Darunter auch drei Überschläge im dichten Gebälk. Sowohl die ersten als auch die letzten Fahrten des Tages auf dieser verrückten Bahn waren natürlich unserer Gruppe vorbehalten. Ebenfalls erwähnenswert ist Bizarro (ab 2016 wieder Superman), ein 63 Meter hoher und 1600 Meter langer Mega Coaster. Seit 2001 ununterbrochen auf Platz 1 oder 2 der besten Stahlachterbahnen der Welt. Dem kann ich nur zustimmen, denn das Layout ist nahezu perfekt. Satte Airtime, schöner Druck in den Senken und ein paar flotte Helices. Einzig die nicht optimalen Beckenbügel und das knarzende Onboard-Soundsystem trüben den Gesamteindruck etwas. Die 9 übrigen Bahnen sind dagegen vorwiegend Standardware. ausführlicher Bericht 09.06.2015 Six Flags Great Adventure Gleich der nächste Park der Kette erwartete uns an Tag 4. Great Adventure ist mit 12 Achterbahnen eines der Aushängeschilder von Six Flags. Hier steht auch Kingda Ka, die mit 139 Metern höchste Achterbahn der Welt. Deren Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h reicht aktuell aber nur noch für Platz 2. Doch auch das reicht für eine Gesichtsglättung völlig ohne Botox. Und weil die Reiseleitung ein paar Scheine für eine ERT hatte springen lassen, durften wir eine halbe Stunde ganz alleine auf diesem Monster verbringen (das waren für mich 4 oder 5 Fahrten ohne aufstehen zu müssen). Außerdem bot uns der Park im Anschluss noch eine Backstage-Führung bei Kingda Ka. Inklusive eines Blicks auf den Hydraulikantrieb und Zugang zum höchsten Freifallturm der Welt durch den Ausgang. Mehr Bilder davon samt kurzem Offride habe ich in einem kleinen Video festgehalten (ja, das habe ich relativ schnell zusammengeschnitten): Mir persönlich hat der Hypercoaster Nitro in diesem Park am besten gefallen. Ansonsten bietet Six Flags Great Adventure schon ein breites Spektrum an Coastertypen. Allerdings hat man hier und da doch den Eindruck, dass es mehr um Quantität denn Qualität geht. Es fehlt einfach eine gewisse Atmosphäre. ausführlicher Bericht 10.06.2015 Dorney Park Direkt auf der anderen Straßenseite unseres Hotels starteten wir an Tag 5 erneut mit einer ERT im Dorney Park. Der knackige Inverted Coaster Talon bildete den Auftakt, danach wechselten wir zu Hydra. Beides sehr schöne Bahnen aus schweizer Produktion und wie (fast) alle Bahnen in diesem Park äußerst gut gepflegt. Blitzeblank als wären sie gerade erst frisch lackiert worden. Und sie fahren sich auch wie neu. Als Freund guter Airtime konnte mich aber auch der Mega Coaster Steel Force überzeugen. Und einer von nur noch wenigen 1st Generation Freefall sorgte für Gelächter. Denn nach der Fahrt weiß man in etwa, wie sich ein Paket in einer Sortieranlage wohl fühlen muss. Leider fiel meine noch recht junge Kamera am Nachmittag dem Rafting zum Opfer. Das selbst schaffte es zwar nicht, die Mitfahrer zu benässen, dafür hatte man aber zahlreiche Wasserfälle über die Strecke verteilt, die mitten ins Boot prasselten und die Mitfahrer regelrecht duschten. Und ausgerechnet hier durfte man keine Taschen in der Station ablegen, sondern musste sie mitnehmen... Abgesehen davon war der Dorney Park aber sehr schön und dank des angeschlossenen Wasserparks und dem Hotel direkt gegenüber hatten wir erneut einen relativ entspannten Tag. ausführlicher Bericht 11.06.2015 Knoebels Ein ganz besonderer Park wartete an Tag 6 auf uns. In Knoebels gehen die Uhren nämlich ein wenig anders als in den vielen immer moderner werdenden Vergnügungsbetrieben. Ein Besuch in diesem Park ist wie eine Reise in längst vergangene Tage. Viele historische Attraktionen, die inzwischen fast einzigartig sind, prägen das Bild. Die Familie Knoebel scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die alten Schätze der Freizeitparks zu retten und zu erhalten. So auch die Holzachterbahn Phoenix. Die wurde 1948 in Texas eröffnet und nachdem der Park schließen musste, ließ Knoebels die Bahn 1984 Balken für Balken abbauen, nach Pennsylvania bringen und im eigenen Park genau so wieder aufbauen. Zum Glück, denn Phoenix ist wirklich gut. Einzige Sicherung ist ein Bügel in Brusthöhe, sodass man auf den Hügeln regelrecht im Wagen steht. Zu erahnen bei der Person in der zweiten Reihe: Eine zweite Achterbahn konnte Knoebels ebenfalls von einem anderen Park übernehmen. Für eine andere Holzachterbahn, deren Übernahme man geplant hatte, fehlte aber leider der Platz. Also wurden die Originalpläne auf die Bedürfnisse des Parks angepasst und eine komplett neue Bahn nach dem Vorbild der zu rettenden Bahn errichtet. Ähnlich verhält es sich mit den Flying Turns. Obwohl solche Bobbahnen aus Holz in den 20ern durchaus üblich waren, ist der Nachbau eine der wohl komplexesten Achterbahnen der Welt geworden. Ganze 7 Jahre lang wurde an der Bahn geschraubt, die Fahrrinne komplett erneuert und verschiedene Züge gebaut und getestet. Seit Ende 2013 ist die Bahn nun für Besucher geöffnet. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn die Fahrt macht wirklich Spaß – auch wenn sie verhältnismäßig kurz ist. Trotzdem wird es wohl die einzige Bahn ihrer Art bleiben, denn diesen Aufwand wird sich kaum ein zweiter Park auf der Welt antun. Außerdem hatten wir hier das mit Abstand beste Mittagessen der gesamten Tour. Kein Vergleich zu den Hamburgern und Hot Dogs die wir uns in den übrigen Parks im Überfluss selbst zusammenstellen konnten. ausführlicher Bericht 12.06.2015 Hersheypark Direkt neben der namensgebenden Schokoladenfabrik lockt der Hersheypark nicht nur Naschkatzen nach Pennsylvania. Ganze 14 Achterbahnen lassen auch das Herz der Freizeitparkfans höher Schlagen. Zumal ein paar der Attraktionen auch im Simulationsspiel Rollercoaster Tycoon 3 vertreten sind. Ich persönlich war allerdings etwas zwiegespalten. Der hintere Parkteil konnte mich einfach nicht überzeugen. Die Bahnen bieten zwar durchaus gute Layouts, die Fahreigenschaften waren aber meist sehr ruppig und trübten den Spaß für mich. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die unerträgliche Hitze an diesem Tag so ziemlich ihren Höhepunkt erreichte und die Stimmung drückte. Der vordere Parkteil bietet aber immerhin 4 mehr oder weniger ineinander verschlungene Achterbahnen, die allesamt überzeugen konnten. Eine alte Holzachterbahn. Eine alte Loopingachterbahn aus deutscher Produktion. Ein Inverted Coaster mit Stützen, bei denen sich der Laie fragt, wie so etwas halten kann. Und Skyrush. Das gelbe Schienengewirr sieht eigentlich relativ harmlos aus, aber die wirkenden Kräfte sind nicht zu verachten. Leider sind die Bügel nicht sehr gut, die gehen während der Fahrt nämlich noch ein gutes Stück weiter zu und schränken die Blutzufuhr in den Beinen merklich ein... ausführlicher Bericht 13.06.2015 Kennywood In der Nähe von Pittsburgh stoppten wir an Tag 8 in Kennywood. Der Park bietet 7 Achterbahnen. Davon sind ganze drei Holzachterbahnen mit Baujahren zwischen 1920 und 1927. Die jüngste geht also schon stark auf die 90 Jahre zu! Trotzdem fahren sie sich noch richtig gut und machen eine Menge Spaß. Nicht zuletzt, weil sie das bergige Gelände des Parks nahezu perfekt ausnutzen. Genau wie die größte Achterbahn hier. Phantom's Revenge steht schon seit 1991 im Park, war damals aber noch eine große Loopingachterbahn. Für die Saison 2001 wurde sie komplett umgebaut und die Überschläge entfernt. Obwohl der Lifthill keine 50 Meter hoch ist, hat der zweite Drop eine Höhendifferenz von knapp 70 Metern. Der Lage am Hang sei Dank. Eine wirklich coole Bahn, die noch besser ist, als ich erwartet hatte. Zumal sie butterweich über die Schienen gleitet. Trotzdem bleiben es die Holzachterbahnen, die diesen Park für mich so besonders machen. Ich liebe diese Bahnen einfach und je älter, desto besser. Da kommt einfach keine High-Tech-Bahn ran. ausführlicher Bericht 14.06.2015 Waldameer Tag 9 begann mit einem echten Highlight. Direkt am Eriesee gelegen durften wir den Ravine Flyer II in Waldameer ausgiebig besichtigen. Wir konnten die Holzachterbahn mit einer um 90° geneigten Kurve nicht nur von außen begutachten, sondern auch in der Wartungshalle den dort abgestellten Zug ablichten. Und auch auf der Bahn selbst konnten wir relativ frei herumlaufen. Den 25 Meter hohen Lifthill völlig ohne Sicherung hochzulaufen habe ich mich mit meiner leichten Höhenangst dann leider nicht getraut, aber wenigstens ein paar Meter mussten einfach sein. Eine solche Gelegenheit hat man nicht oft. Die anschließende ERT war dann eines der besten Erlebnisse, das ich jemals hatte. Bei strömendem Regen jagten wir über die Strecke und wurden völlig durchnässt. Als wir wieder in der Station ankamen, erklang gerade "We are the Champions" aus den Lautsprechern - und die ganze Gruppe stimmte ein. Gänsehaut pur! Die Kinderachterbahn nahm der Chef persönlich extra für uns 10 Minuten vor der eigentlich geplanten Öffnungszeit in Betrieb. So konnten wir zwischen den diversen Schauern dieses Tages noch halbwegs trocken alle 4 Bahnen des Parks abhaken, ehe wir weiterfuhren. Denn am Nachmittag stand noch ein vermeintliches Highlight auf dem Plan. ausführlicher Bericht 14.06. + 15.06.2015 Cedar Point Mekka der Achterbahnfans, Rollercoaster Capital of the World, oder einfach Cedar Point. Dieser Park in Ohio ist eigentlich das Traumziel eines jeden, der sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Jahrelang wechselte man sich mit Six Flags Magic Mountain ab, wenn es darum ging, welcher Park weltweit die meisten Achterbahnen hat. Davon hat man inzwischen ein wenig Abstand genommen und der Konkurrenz das Feld überlassen. Dennoch können hier ganze 17 Counts geholt werden - wenn man ein Kind dabei hat. Ohne darf man nur 16 fahren. Aber fast alle davon sind oder waren einmal die größten ihrer Art. Cedar Point eröffnete zudem jeweils die erste Achterbahn (mit Rundkurs) über 200, 300 und 400 Fuß Höhe. Neben den restlichen Stunden von Tag 9, in denen ich schon die Hälfte der Bahnen abhaken konnte, blieben wir auch den kompletten 10. Tag hier. Also der perfekte Park, um den 300. Count zu feiern. Natürlich mit der Bahn, die als erste die Marke von 300 Fuß durchbrach. Obwohl sich Millennium Force quasi mit Bizarro auf dem ersten Platz als beste Achterbahn der Welt abwechselt, schneidet sie bei mir nicht ganz so gut ab. Schlecht ist sie nicht, aber ganz nach vorne gehören für mich andere Bahnen. Allen voran die wenige Meter davon entfernte Maverick. Die bewegt sich vorwiegend in Bodennähe, das aber mit hohem Tempo, rasanten Umschwüngen und toller Airtime. Auch der Gatekeeper, ein sogenannter Wing Coaster direkt über den Eingangsbereich, hat mir wirklich gut gefallen. Und der Top Thrill Dragster ist zwar ein wenig kleiner und langsamer als die jüngere Kingda Ka, dafür fährt er sich besser und ist viel besser in den Park integriert. Einige der Bahnen haben aber, wenn man ehrlich ist, außer den alten Rekorden kaum noch etwas zu bieten. So gönnte ich mir am Nachmittag des zweiten Tages auch mal ein paar Stunden Ruhe und legte mich im Hotel ins Bett. Dank eines neuerlichen Gewitters habe ich dadurch auch nicht viel verpasst, denn viele Bahnen stellen den Betrieb schon ein, wenn ein paar Kilometer entfernt mal ein Regentropfen gesichtet wurde... ausführlicher Bericht 16.06.2015 Kings Island Am 11. Tag erreichten wir schließlich den westlichsten Punkt unserer Ostküsten-Tour. Im Südwesten von Ohio, nahe Cincinnati besuchten wir Kings Island. Dass dieser Park jahrelang zum Filmproduzenten Paramount gehörte, ist an einigen Stellen unverkennbar. Nach dem Verkauf an Cedar Fair wurden zwar alle Bahnen umbenannt und die Thematisierungen so angepasst, dass Hinweise auf die Filme weitestgehend entfernt wurden, aber vor allem der Backlot Stunt Coaster kann seine Gene einfach nicht verstecken. Die Züge sind einer Dreiergruppe von Minis nachempfunden und der Fahrtverlauf samt Gestaltung ist der finalen Verfolgungsjagd aus dem Film The Italian Job nachempfunden. Die wahren Highlights in Kings Island sind jedoch andere. Etwa der Inverted Coaster Banshee, der dank leichter Hanglage seine Höchstgeschwindigkeit erst im Mittelteil des Layouts erreicht. Aber auch der etwas abseits im Wald versteckte Suspended Coaster The Bat konnte mich überzeugen. Den Prototyp dieses Coastertyps musste Kings Island wegen Konstruktionsfehlern nach nur 2 Jahren wieder abreißen, dieses 10 Jahre später eröffnete Modell funktioniert aber hervorragend. Die unter der Schiene hängenden Gondeln können dabei seitlich ausschwingen, sodass man teils mit etwa 90° Querneigung durch den Wald fliegt. Mit The Beast hält der Park zudem den Rekord für die Längste Holzachterbahn der Welt. Ganze 2.243 Meter ist die Bahn lang, aus dem Park heraus sieht man aber nicht mehr als die beiden Lifthills. Der Rest des Layouts schlängelt sich abseits der zugänglichen Wege durch den Wald. Für uns gab es eine kleine Führung in den Wald hinein, aber auch nicht sehr weit. Allerdings ist die über 4 Minuten lange Fahrt nicht besonders aufregend. Lange Geraden und sehr weite Kurven halten die wirkenden Kräfte in Grenzen. Lediglich die gewaltige Helix am Schluss würde ich ungern ohne die nachträglich angebrachten Bremsen davor fahren. ausführlicher Bericht 17.06.2015 Camden Park Die längste Etappe dieser Tour führte uns an Tag 12 über 430 Meilen zurück in Richtung Küste. Natürlich mit einem kleinen Zwischenstopp in einem Freizeitpark. Genauer gesagt dem einzigen Freizeitpark in West Virginia, dem Camden Park. Gehört hatte ich von diesem Park zuvor noch nichts, was angesichts der Größe kaum verwundert. Auch wirkte der gesamte Park ziemlich heruntergekommen. Aber irgendwie hatte das auch ein gewisses Flair. Hauptattraktionen sind zwei Holzachterbahnen der National Amusement Device Company (weltweit gibt es nur noch zwei weitere von denen). Der größere Big Dipper von 1958 und der Kinder-Woodie Lil' Dipper von 1961. Beide schon teilerneuert, aber besonders ersterer ist nicht im besten Zustand. Spaß machen sie aber trotzdem. Brenzlig wurde es dann auf der Weiterfahrt. Der Bus hatte eine feste Bremse, weshalb wir einen Ersatzbus angefordert hatten. Auf den warten wollten wir an einem nahen Walmart. Kurz vorher haben wir den Bus dann schnell evakuiert, weil schon Qualm aus dem Radkasten stieg. Eine halbe Ewigkeit später konnten wir dann endlich mit einem neuen Bus weiterfahren. ausführlicher Bericht 18.06.2015 Busch Gardens Williamsburg Der mit Abstand schönste Park dieser Tour wartete an Tag 13 auf uns. Von der Brauereigruppe Anheuser-Busch gegründet, bieten die Busch Gardens eine beeindruckende Landschaftsgestaltung und perfekt darin eingebettete Attraktionen. Darunter die aktuell einzige Achterbahn weltweit mit Interlocking Loops, einen knackigen Inverted Coaster und den gewaltigen Dive Coaster Griffon, dessen Züge ganze 10 Sitzplätze nebeneinander bieten. Außerdem eine Darkride-Wasserbahn, bei der man durch die Ruinen von Pompeji schippert, während der gesamte Raum in Flammen aufzugehen scheint. Ein toller Park, auch wenn einige Mitarbeiter besser deutsch sprechen als es die Plakate in den Warteschlangen des (kaum von Vorurteilen geprägten :rolleyes: ) deutschen Themenbereichs vermuten lassen. Highlight hier war die abendliche ERT auf Griffon. Die Stimmung war grandios und während wir auf den majestätischen Schwingen des Fabelwesens durch die Nacht glitten, erhellten Blitze den Himmel am Horizont. Wunderschön. ausführlicher Bericht 19.06.2015 Kings Dominion Der Park, den wir an Tag 14 besuchten, kam uns schnell bekannt vor. Zum einen, weil er im Film „Achterbahn“ eine Hauptrolle spielt, zum anderen weil er der jüngere Schwesterpark des drei Tage zuvor besuchten Kings Island ist. Einige Attraktionen sind entsprechend (nahezu) 1:1 in beiden Parks zu finden. Aber natürlich gibt es auch einzigartige Bahnen. Allen voran der Giga Coaster Intimidator 305. Eine der extremsten Bahnen, die ich bislang fahren durfte. Aus 93 Metern Höhe (gehalten von nur 2 großen Stützentürmen) rast der Zug in die Tiefe, um eine lange, bodennahe Kurve zu durchfahren. Dort wird man derart kräftig und lang in den Sitz gepresst, dass sich das Sichtfeld ganz langsam verengt – ein sogenannter Greyout. Bis man schließlich wieder an Höhe gewinnt und der Blick langsam wieder frei wird. Besagte Kurve wurde übrigens schon entschärft, indem der Radius vergrößert wurde und die Steigung früher einsetzt. Zuvor standen sogar Blackouts (also kurze Bewusstlosigkeit) quasi an der Tagesordnung. Das übrige Layout ist ebenfalls sehr bodennah und wird entsprechend schnell durchfahren. Spektakulär sind dabei die flotten Umschwünge, bei denen man auf wenigen Metern um bis zu etwa 180° gedreht wird. Und dann durften wir auch noch vor Parköffnung eine ganze Stunde lang alleine mit diesem Monster fahren. Da nur ein Zug im Einsatz war, reichte es zwar nur für 7 Fahrten, davon machte ich aber 5 mit – davon 3 direkt in Folge. Mir gefällt die Bahn, auch wenn sie vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausschießt. Erwähnenswert ist noch der Inverted Coaster Volcano, bei dem man nach einem kräftigen Launch senkrecht aus der Spitze eines künstlichen Berges schießt (das ist dann aber auch schon das interessanteste an dieser Bahn). Und natürlich der Racing Woodie Rebel Yell aus dem Film Achterbahn. ausführlicher Bericht 19.06.2015 Washington D.C. Wo wir schon in der Nähe waren, statteten wir auch der Hauptstadt der USA einen kurzen Besuch ab. Pentagon, Kapitol und Washington Monument betrachteten wir nur im Vorbeifahren, das Weiße Haus sahen wir uns aber natürlich etwas genauer an. Allzu viel sieht man aber natürlich nicht. Und einfach mal klingen, um Obama guten Tag zu sagen, ist ja auch nicht ohne Weiteres möglich. Außerdem stoppten wir noch am Korean War Veterans Memorial und dem angrenzenden Lincoln Memorial. ausführlicher Bericht 20.06.2015 Six Flags America Auf Wunsch der Mehrheit der Teilnehmer noch zusätzlichen aufgenommen wurde der dritte Park der Kette an Tag 15. Six Flags America in Maryland sollte man aber nicht mit dem größeren Great America in Illinois verwechseln. Denn dieser Park war so ziemlich der schlechteste der gesamten Tour. Vom Zustand zwar besser als der Camden Park, aber dennoch nicht sonderlich gepflegt und ohne das gewisse Flair. Dazu einige Achterbahnen „von der Stange“, ein Mega Coaster mit fragwürdigem Layout und der allererste Coaster des schweizer Herstellers B&M. Eigentlich für extrem laufruhige Bahnen bekannt verteilt dieses Modell nämlich verdammt viele Ohrfeigen. Einzige wirklich gute Achterbahn ist der Woodie Wild One. Der hat eine bewegte Geschichte hinter sich, denn eröffnet wurde er bereits 1917 in Massachusetts, womit Wild One aktuell die viertälteste Achterbahn der Welt wäre. Allerdings dürften nach zwei Bränden, dem Umzug nach Maryland und verschiedenen Umbauten so gut wie keine Teile mehr von damals verbaut sein. Spaß macht sie in jedem Fall mehr, als ich zunächst gedacht hatte. Den letzten Abend verbrachten wir bei einem gemeinsamen Abendessen gegenüber des letzten Hotels. ausführlicher Bericht 21.06.2015 Coney Island Den Abschluss der Tour bildete an Tag 16 das berühmte Vergnügungsviertel an der Küste von Brooklyn. Genau genommen gibt es hier keinen zusammenhängenden Park, denn auf den verschiedenen Grundstücke eröffneten immer wieder diverse Schausteller einzelne oder mehrere Attraktionen. Seit 2010 bildet der Großteil der Grundstücke den Luna Park. Der war im Reisepreis inbegriffen und betreibt unter anderem auch die legendäre Cyclone. Eine Holzachterbahn aus dem Jahre 1927 und ein Muss für jeden echten Achterbahnfan. Quasi mittendrin hat noch Deno's Wonder Wheel Amusement Park überlebt. Das namensgebende Wonder Wheel stammt aus dem Jahre 1920 und bietet neben den klassischen Riesenradgondeln auch „schwingende Gondeln“. Die können auf Schienen im Inneren des Rades fahren und schwingen so während der Fahrt nach Innen und später wieder nach außen. Macht durchaus Spaß, da ich aber 2013 schon die Kopie von Disney fahren konnte, verzichtete ich auf die nicht im Reisepreis enthaltene Fahrt. Und dann näherte sich die Tour auch schon ihrem Ende. Doch nach Hause ging es für mich noch nicht. Gemeinsam mit 5 weiteren Teilnehmern blieb ich noch 5 Tage länger, um auch ein wenig Sightseeing in New York zu betreiben. Wir mussten uns also nun vom Rest der Gruppe verabschieden und wurden am Hotel in Brooklyn abgesetzt. Doch davon erzähle ich euch dann im dritten Teil... ausführlicher Bericht Fazit: In 16 Tagen besuchten wir 17 Parks in 9 Staaten. Dabei fuhr ich ganze 140 Achterbahnen (im gesamten Jahr 2015 kam ich damit auf 191)! Wer jetzt sagen möchte, dass das doch bekloppt sei, dem kann ich nur zustimmen. Es war definitiv eine tolle Tour und ich bin froh, daran teilgenommen zu haben. Aber es war schon extrem anstrengend, nicht zuletzt dank der hohen Temperaturen. Noch dazu ist man selbst als Fan doch irgendwann übersättigt. So habe ich einige Bahnen und Parks wohl kritischer bewertet als nötig. Letztlich hatte ich aber (fast) immer meinen Spaß, und das ist es ja, worauf es ankommt. Von den besuchten Parks am besten gefallen haben mir mit Abstand Busch Gardens Williamsburg, aber auch Knoebels und Kennywood. Wobei ich außer vielleicht in Six Flags America bei keinem der Parks einen Wiederholungsbesuch ablehnen würde. weiter zu Teil 3
  12. Wie ich schon in meinem Dublin-Bericht anklingen ließ, möchte ich euch auch eine kleine Zusammenfassung der schon etwas länger zurückliegenden USA-Freizeitpark-Rundreise bieten. Mehr als ein halbes Jahr habe ich gebraucht, aber jetzt sind endlich alle Bilder bearbeitet und die ausführlichen Berichte in den „Fachforen“ veröffentlicht. Nun seid ihr an der Reihe. :) Da hier die Luftfahrt im Vordergrund steht, fasse ich die Berichte für euch in drei Teilen zusammen: Teil 1: Hinflug Teil 2: Zusammenfassung der Rundreise durch 17 Freizeitparks in 9 Staaten Teil 3: Sightseeing in New York und Rückflug Gebucht war die von Onride.de und FunTours durchgeführte Reise direkt nach der Freigabe im Mai 2014 schnell, denn alleine die Auswahl der Parks ließ mir schon das Wasser im Munde zusammenlaufen. Coney Island, Cedar Point, Hershey, Knoebels, Bush Gardens, ... Das konnte ich mir definitiv nicht entgehen lassen. Urlaub hatte ich noch keinen einreichen können, aber letztlich funktionierte alles wie geplant und ich bekam meine 5 Wochen Urlaub (3 für die Tour und je eine vorher und nachher zur Erholung). Und so machte ich mich am Morgen des 06. Juni 2015 auf den Weg zum Frankfurter Flughafen, wo sich bereits eine kleine Gruppe ähnlich Verrückter versammelt hatte. Das RNH im Titel steht übrigens für "Reachin' New Heights!", denn während der Tour sollten wir die beiden höchsten Achterbahnen der Welt fahren und ich würde zudem meinen 300. Count feiern können. 06.06.2015 Vor zwei Jahren zu meiner ersten großen Tour an die Westküste war noch fast die gesamte Gruppe zusammen geflogen. Diesmal sah das deutlich anders aus. Viele waren schon zwei Tage vor der Tour angereist, um vorher ein wenig Sightseeing zu betreiben. Einzelne reisten einen Tag vorher an, einfach um nicht wieder am ersten Tag völlig übermüdet durch die Parks zu rennen. Etwa die Hälfte der knapp 50 Teilnehmer fand sich dagegen wieder am ersten Tourtag pünktlich gegen 6 Uhr im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens ein. Dort hieß es dann Koffer abgeben, T-Shirts und Namensschilder verteilen und die Zurückbleibenden verabschieden. Ein kräftiges Gewitter sorgte besonders bei den Fluganfängern derweil für ein leicht mulmiges Gefühl. Doch bis zum Start hatte sich das längst wieder verzogen. Und dann ging es ab durch die Sicherheitskontrolle, wo meine Maoams kurz die Aufmerksamkeit des Personals erregten. :rolleyes: Um kurz nach 7 erreichten wir dann Gate B46, wo der aus Singapur zwischengelandete A380 bereits auf seine neuen Gäste wartete. Die Zeit bis zum Boarding nutzte ich, um mir den ein paar Gates weiter parkenden A350 von Qatar Airways anzusehen. Es handelte sich um die erst einen Monat zuvor ausgelieferte A7-ALC. Ein schöner Vogel, wie ich finde. Angesetzt war das Boarding für 7:40 Uhr. Der Start verzögerte sich aber etwas. Als es dann endlich losging, wurden zunächst die hinteren Reihen aufgerufen. Erst nach und nach kamen dann die Reihen weiter vorne hinzu. Bis wir schließlich einsteigen durften, war es bereits 8:10 Uhr. Unser A380 der Singapore Airlines trug die Registrierung 9V-SKP. Mein Platz 47A befand sich am hinteren Ende der Tragfläche. Nahezu pünktlich begann der Pushback und um 8:51 Uhr richteten wir uns auf Runway 25C aus. Und nach einem kurzen Stopp drehten die vier Rolls Royce Triebwerke auf. In schon relativ beachtlicher Höhe überquerten wir schließlich die Startbahn 18. Und ein kleiner Linksschwenk offenbarte einen letzten Blick zurück auf den Flughafen. Ziemlich genau 3 Wochen sollte es nun dauern, bis ich dort wieder landen würde. Nach dem kurzen Schwenk gen Süden ging es dann aber doch nach Norden Richtung Koblenz und Köln. Nur knappe 8 Stunden waren für den Flug bis New York eingeplant. Der Himmel war sogar relativ wolkenlos, sodass man auch mal etwas sehen konnte. Schon etwa 20 Minuten nach dem Start verließen wir das europäische Festland nördlich von Den Haag. In der Ferne ist auch der Hafen von Rotterdam am Rhein-Maas-Delta zu erspähen. Zeit, sich mit dem Inflight-Entertainment-System zu befassen, das hier per Fernbedienung gesteuert wird. Auf der Rückseite befindet sich eine komplette Tastatur und weitere Knöpfe für Spiele. Neben dem Bildschirm befindet sich unter anderem ein USB-Port. Ideal zum Laden des Handys. Die Auswahl an Filmen und Spielen war wie erwartet groß. Allerdings stand eine deutsche Tonspur nur selten zur Auswahl. Das ist grundsätzlich natürlich kein Makel, einige schauen die Filme ja sowieso lieber in der Originalsprache. Aber mein Englisch ist leider nicht das beste und gerade die leiseren Dialoge waren für mich nur schwer zu verstehen. Spongebob ging aber ganz gut. :D Das wahre Manko waren jedoch die unzähligen Ruckler. Ständig frohr das Bild kurz ein und der Ton stockte. Hin und wieder wäre das ja noch zu verschmerzen gewesen, aber das passierte leider gefühlt im Minutentakt. Von einer Airline wie Singapore hätte ich das eigentlich nicht erwartet... Ansonsten bietet das IFE wie gesagt noch einige Spiele. Die sind soweit alle ganz gut und man kann sogar gegen andere Passagiere spielen. Was mir allerdings fehlte, war der Zugriff auf die Außenkameras, wie es ihn bei Lufthansa gibt (ich habe sie jedenfalls nicht gefunden). Gerade bei Start und Landung fand ich die Perspektiven super, um sich orientieren zu können. Außerdem fand ich die Fernbedienung etwas nervig. Mal musste ich mehrfach drücken, bis der Befehl endlich ankam, mal sprang das System komplett an den Anfang zurück. Für die Spiele ist die Fernbedienung aber natürlich unverzichtbar. Immerhin gibt es bei Singapore Airlines eine richtige Speisekarte. Fein, fein. Auch wenn man nur bei den Hauptgerichten zwischen zwei Optionen wählen kann. Nach etwa einer Stunde in der Luft trafen wir dann auf die britische Insel. Dort gab es auch das erste Essen. Kai Krapow in meinem Fall. Durchaus in Ordnung, aber nicht ganz mein Fall. Das Obst war aber schön knackig. Nach fast fünfeinhalb Stunden Flug erreichten wir schließlich das kanadische Festland, wo leider nur eine geschlossene Wolkendecke bewundert werden konnte. Über Kanada gab es die zweite Mahlzeit auf diesem Flug. Ich entschied mich für das Rindfleisch, das Hähnchen wäre aber glaube ich eher mein Geschmack gewesen. Positiv überrascht hat mich dagegen das Eis zum Nachtisch. Auch wenn es "nur" ein Magnum mit recht harter (weißer) Schokolade war, aber es war meines Wissens das erste Mal, dass ich in einem Flugzeug ein Eis bekommen habe. :) Gut eine Stunde vor der Landung überquerten wir Québec City am Sankt-Lorenz-Strom. Hier hatten wir zur Abwechslung auch mal wieder freie Sicht nach unten. Wir flogen zunächst an New York vorbei. Der Anflug erfolgte somit von Süden. Derweil trat der Kapitän schonmal ein wenig auf die Bremse. Eine letzte Kurve über dem Atlantik. Schließlich tauchten die ersten Gebäude New Yorks auf. Gelandet wurde ziemlich genau 8 Stunden nach dem Takeoff wie erwartet auf der 31L des JFK-Airports - und das nicht unbedingt sanft. Beim Bremsen hat man einen netten Einblick auf die Mechanik der Klappen. Endlich am Gate, ging es für uns sogleich zur Einreise. Wer konnte, nutzte dazu einen der zahlreichen Automaten. Das geht an sich zwar schön schnell und einfach, man muss aber trotzdem nochmal kurz an einem Beamten vorbei. Und dafür musste man dann doch länger anstehen, als an der "normalen" Einreisekontrolle. Einfach weil hier viel weniger Beamte im Einsatz waren. Dennoch ging die Einreise wesentlich schneller als 2013 in San Francisco. Die Koffer lagen derweil schon auf dem Kofferband und so konnten wir schon bald in Richtung Ausgang gehen. Dort wurden wir bereits von Dirk, unserem Reiseleiter, erwartet, der uns sogleich in Richtung Bus lotste. Nachdem die Koffer verladen und endlich die gesamte Gruppe beisammen war, konnte die Tour also beginnen. Während wir sofort den ersten Park ansteuerten, wurde die Gruppe begrüßt, auf die Regeln eingeschworen und natürlich auch darauf vorbereitet, was sie in den nächsten 16 Tagen alles erwarten würde. Außerdem lernten wir unseren Busfahrer Wilson kennen, der bei der Gruppe schnell Sympathie gewinnen konnte. Unterwegs gab es die erste Filmkulisse zu sehen. Die "UFO-Türme" der Weltausstellung 1964 aus Men in Black. Und beim Überqueren der Bronx-Whitestone Bridge auch den ersten Blick auf die Skyline von Manhattan... Fazit: Singapore Airlines genießt einen sehr guten Ruf. Ich persönlich hatte letztlich aber doch ein wenig mehr erwartet. Das Platzangebot in der Touriklasse war in Ordnung, kam mir aber auch nicht wahnsinnig viel größer vor als bei der Lufthansa. Die Speisekarte macht natürlich einen netten Eindruck, das Essen selbst war aber nicht so ganz mein Fall (auch wenn es von der Qualität natürlich absolut in Ordnung war). Der Service war eigentlich schon fast zu viel, wann soll man denn da noch in Ruhe seinen Film schauen? :P Wobei, die Filme waren durch das Ruckeln ja eh nicht zu genießen. Also in Sachen IFE konnte mich Singapore leider gar nicht überzeugen. Alles in allem war es aber dennoch ein sehr angenehmer Flug. weiter zu Teil 2 direkt weiter zu Teil 3
  13. Bitte ratet die Stadt

    Korrekt, es handelt sich um das Wunderland in Kalkar. Ein Freizeitpark samt Partymeile auf dem Gelände des 1985 fertiggestellten aber nie in Betrieb gegangenen "Schnellen Brüters", einem Kernkraftwerk. Das Kettenkarussell mitten im Kühlturm ist schon cool, man sollte aber hoffen, dass nicht zu viele Kinder unterwegs sind, die ständig das Echo testen wollen... Von Außen sieht das Ganze dann übrigens so aus (und ja, an der höchsten Stelle kann man auch über den Rand des Turmes hinausgucken und die Aussicht genießen):
  14. Bitte ratet die Stadt

    Nun denn, ich bleibe mal bei der Kombi aus Turm und Karussell, wenn auch ein wenig anders als in Vegas:
  15. Bitte ratet die Stadt

    Das ist ganz klar der Stratosphere Tower in Las Vegas. Nette Aussicht von da oben, besonders auf dem Karussell.^^