OliverWendellHolmesJr

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Everything posted by OliverWendellHolmesJr

  1. Man kann es nicht scharf trennen. Auf den Flügen aus/in die USA sitzen ja nicht nur Passagiere aus Europa sondern aus dem Rest der Welt. Siehe etwa den Bangalore-Express von Lufthansa. Über MEX-FRA gab es eine ähnliche Reportage.
  2. Indien, Iran, Bangladesch, US-Expats die am Golf arbeiten, da gibt es Marktpotential und weiteres Wachstumspotential, das aber langsamer wächst als gedacht. Es gab mal eine Aufstellung, wie rapide der Marktanteil von Emirates auf US-Indien-Strecken gewachsen ist. Die Lage Dubais, die Veränderung der Verkehrsströme und die Leistungssteigerung der Flugzeuge sprechen dafür, dass der Golf ein idealer Umsteige-Ort bleibt. Vielleicht hat man aktuell überzogen und muss konsolidieren oder temporär schrumpfen.
  3. Schon 2016 sind das die Passagierezahlen in Richtung Türkei auf breiter Front eingebrochen. Januar 2015 zu Januar 2016 war noch positiv. Das kann genauso gut ein Nachhol-Effekt sein.
  4. Ich finde das Bild zu dem Beitrag von Gary Leff aufschlussreich, aufgrund der darauf darauf befindlichen Information: "This flight is overbooked." - Notwendige Information "An Agent will call your name if your seat is needed." - Information zum weiteren Ablauf, beides nicht außergewöhnlich "Please do not board the flight at this time" - 38 Minuten vor Abflug ist das einerseits logisch, andererseits ist die Frage, geht United davon aus, dass Passagiere, die einmal an Bord sind, nicht mehr der Transport verweigert werden kann?
  5. Das ist Spiegelfechten: Den massiven Vorteil hat Ryanair nur im ersten Jahr aufgrund der strukturierung des Wachstumsprogramms von Fraport -Stand heute-. Dann würden alle Airlines ab FRA diese zehn Euro weniger zahlen: Mit der Folge, dass aufgrund des Wettbewerbs ein großer Teil durch günstigere Tickets an die Passagiere weiter gegeben würde. Und selbst dann: Dank freiwilligen Einstellungsstop aus bekannten Gründen hätte man in Frankfurt nur auf Kosten von MUC wachsen können. Ich spekuliere mal, hätte man eine Gebühren-Regelung analog zu AMS wäre es in FRA, genau wie dort schon viel eher zu einem rasanten Wachstum der LCC gekommen - das wäre LH genauso unrecht und man würde von der Tonlage gleiche Interviews, aber mit anderen Argumenten hören.
  6. Qantas überlegt weiterhin, den Airbus A350-900ULR oder die Boeing 777-8 für die Ultra-Langstrecken London-Sydney/Perth zu bestellen. Man geht davon aus, dass man auf einem Nonstop-Flug etwa 20% höhere Preise verlangen kann, im Vergleich zur Umsteigeverbindung. Qantas möchte, auch um das Flugzeug flexibler einsetzen zu können, ca. 300 Sitze einbauen. Aktuell schätzt man, dass der Airbus auf 250 und Boeing auf 280 Sitze für den westbound-Flug kommen. Das Problem ist, man muss die wahrscheinlichkeit von Treibstoff-Bedingten Umsteigen Zwischenlandungen so gering wie möglich halten, andernfalls verliert man den Erlösvorteil. Damit der Flug wirtschaftlich bleibt, sollte der Ölpreis unter 70 USD liegen. Ideal wäre 50 USD. Mehr hier: Reuters: Airbus, Boeing close in on Qantas ultra-long haul dream.
  7. Lustiges Interview. Das könnte glatt in jedes Handbuch für Ablenkungsstrategien eingehen. Aber gut. Das es von der Frankfurter Rundschau kein Contra gibt macht es auch nicht besser. Wirklich, und der Einstellungsstop? Und wann machen Sie es? Warum nicht? Uns so weiter.
  8. Informationen zu den Polizisten: Sie sind der Flughafen-Behörde untergeordnet, dürfen keine Waffen tragen und haben nur beschränkte Arrest-Befugnis. So wie sie an Bord gehandelt haben, hätten sie laut Flughafen-Behörde nicht handeln dürfen. Sie sind für die Dauer der offiziellen Untersuchung vom Dienst suspendiert. Quelle Chicago Tribune
  9. Der Passagier wird United und die Stadt Chicago, bzw. die Polizisten wahrscheinlich Zivilrechtlich in Anspruch nehmen. Anspruchsgrundlage ist das Tort-Law, dass es so in Deutschland nicht gibt. Dem am nächsten kommt das Deliktrecht Ich vermute mal, dass man hier mit Assault oder Battery argumentieren kann, dass muss man mal abwarten, es dürfte sich nach dem Recht von Illinois richten. Daneben könnte man sich eventuell noch auf bundesrechtliche Civil Rights berufen. Wenn es gelingt, eine Rechtsverletzung zu zeigen, geht es darum, ob es zulässige Einreden gibt. Hier sind wir wieder bei der Frage: Durfte United den an Bord befindlichen Passagier von Bord holen und war der Gewalteinsatz verhältnismäßig. Die Frage ist, wann ist das Recht der Airline, einem Passagier das Boarding zu verweigern, verloren gegangen. Geht es soweit, dass man Passagiere aus dem Flugzeug holen kann. Die nächste Frage, selbst wenn das nicht zutrifft, kann eine Airline hier Hausrecht geltend machen und den Passagier trotzdem von Bord bitten. Ist die Weigerung, der Aufforderung nicht nachzukommen unzulässig. Dann soll der Passagiere sich ja schon auf den Weg aus dem Flugzeug gemacht haben, wenn ja, welche Auswirkung hat das. Es heißt, keine Ahnung ob es stimmt, er hat zugestimmt und sich umentschieden, als ihm klar wurde, dass er erst einen Tag später fliegen kann. Ob die Stadt Chicago gegen die Polizisten dienstrechtlich vorgeht, die Chicagoer Polizei hat nicht den besten Ruf. Strafrechtlich gibt es einmal den Bezirksanwalt von Cook-County -ein gewählter Posten- und die Bundesanwaltschaft (mit dem polizeifreundlichen neuen Justizminister Sessions). Wie das ausgeht, keine Ahnung. Beide Verfahren (zivil- und strafrechtlich) können vor der Jury verhandelt werden. Und sowohl der Passagier als Kläger im Zivilverfahren als auch die Polizisten im Strafverfahren können von einem Jury-Verfahren profitieren. Das zivilrechtliche Verfahren ist nicht von einem strafrechtlichen Verfahren abhängig. So, dass war jetzt viel Text, mal sehen, was sich davon als falsch herausstellt.
  10. Welche Gefahr? Ein Passagier, der im Flugzeug sitzt, auf die Erfüllung seines Vertrags besteht und ansonsten was macht? Die sollen die Klage gegen Airline und Stadt durchziehen. Die Argumentation von Offiziellen interessiert mich.
  11. @Nosig Nicht wirklich, am ehesten noch das alte Modul D, davor gibt es fünf Parkpositionen, die aber eventuell bei der Verlängerung des Terminal C wegfallen. Dann eine Verlängerung des Hauptterminals mit Parkpositionen auf der Freifläche der ehemaligen Flughafenverwaltung. Das wäre von den Betriebskosten nicht optimal. Alternativ die alte Fracht. In beiden Fällen müsste man die bisherigen Nutzer umsiedeln und wirklich Platz für die Vorfahrt ist auch nicht. @Almaviva Wäre DUS-LCY nicht besser? Dort ist man schneller aus dem Terminal.
  12. Da habe ich zu kompliziert gedacht und es mit dem von Twitter zur verfügung gestellten Link zum Direkteinbetten probiert, das hat nicht funktioniert.
  13. Das AG Hannover hat in einem ähnlichen Fall (2014) eine Entschädigung verweigert, diese Entscheidung wurde vom LG Hannover bestätigt. Der BGH hat Revision zugelassen, aber kein Urteil gefällt, nachdem man sich in der mündlichen Verhandlung auf Abänderung des LG Urteils geeinigt hat. Es gibt keine endültiges Urteil. Allerdings hat der BGH zu folgender Auslegung auslegung tendiert: Der Sachverhalt war folgender: Der Flug sollte am 05.11.2012 um 17.25 Uhr stattfinden, der Kläger wurde am 2.11.2012 informiert, dass der Flug auf 8.30 Uhr vorverlegt wurde. Es sind die Fristen von Art. 5 der VO (EG) 261/2004 zu beachten.
  14. Hat die Forensoftware die Möglichkeit, tweets einbetten zu können? Das wäre manchmal hilfreich. Andererseits ist das natürlich auch bei der weltfremden Haftung für Urheberrechts-Verstöße in Deutschland ein schwieriges administratives Thema.
  15. Diese Klage wird United nicht aus dem Geschäft drängen. Egal ob der Strafschaden-Ersatz am Ende 500.000 USD oder 5.000.000 USD beträgt - den zum Teil eh die Polizei tragen wird. Wichtig ist, dass bei United ein Kulturwandel stattfindet. Ansonsten haben die Arbeitsplätze dauerhaft keine Existenzberechtigung. Ganz allgemein gesprochen, Airlines müssen sich nicht beschweren. Overselling von "verfallbaren" Produkten mit dem kalkulierten Risiko, Verträge nicht einhalten zu können ist ein Privileg, das den meisten Branchen vollkommen zu recht nicht zusteht. Das Risiko, Produkte "wegzuschmeißen" existiert.
  16. Das Nachtzüge mit Flügen zu Tagesrand-Zeiten in konkurrenz stehen können ist aber nichts neues. Wenn man sich im Zug erholen kann ist es durchaus attraktiv, morgens entspannt am Zielort anzukommen. Entscheidend für den Erfolg des Flugs dürfte es nicht sein, vielleicht aber mit dafür verantwortlich, dass es Strecken mit mehr Potential gibt.
  17. Gerade mal das Urteil des VGH aus 2015 überflogen. Viele Einzel-Entscheidungen sind mit Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts unterlegt. Entsprechend war die Nichtzulassung richtig. Ein weiterer prozessualer Einwand, wer im Planfeststellungsverfahren und im Tatsachen-Verfahren keine überzeugenden Beweise vorlegen, liegt höchstwahrscheinlich falsch. Und am Rande was für die Wiener
  18. Das Crew-Anweisungen zu befolgen sind, stimmt natürlich. Andererseit, solange es sich nicht um für die Flugsicherheit relevante Anweisungen handelt ist es nicht mehr als ein Hausrecht und ist auch, in den USA wohl nicht gesetzlich privilegiert. Diesen Disput mit einem "Platzverweis" zu beenden halte ich für unangemessen. Das sich der Fluggast geweigert hat, mag egoistisch sein. Aber es war sein recht und es war unverhältnismäßig, wie United und die Polizei reagiert haben. Das ganze ist in etwa so absurd, wie wenn IKEA die Polizei rufen würde, weil ich die letzte auf Lager befindliche Schrankwand gekauft, bezahlt und eingeladen habe und IKEA sie dann wiederhaben will. Das ganze war ein simpler Vertrag, dessen Umsetzung aus dem Ruder gelaufen ist.
  19. Theoretisch könnte es ein Geschäftsgeheimnis [§17 UWG] sein. Wie @B717 geschrieben hat, das Ryanair nicht nur nach Düsseldorf-Weeze, sondern auch nach Düsseldorf-Lohausen will ist kein Geheimnis. Es wurde mehrfach von Ryanair geäußert. Aber genauso häufig dementiert.
  20. Da ist die Rechtslage nicht so eindeutig, eher im Gegenteil. In dem Moment, in dem der Passagier an Bord ist, greifen nicht mehr die Regeln für denied boarding, sondern nur noch die Regeln für Verweigerung des Transports (Rule 21 bei United). Den Passagiere kann man dort nicht wirklich eingruppieren. Abgesehen davon, was auch immer es United gekostet hätte, den vierten freien Platz über Entschädigung zu schaffen oder die Crew anderweitig an ihren Zielort zu bringen (selbst den betreffenden Flug verschieben) wäre finanziell günstiger gewesen.
  21. Über die GDS, die per Schnittstelle sich die notwendigen Informationen direkt aus den Ryanair-Systemen (z.B.) holen und die Daten an deren Systeme übergeben. Ryanair bucht dann auch beim Passagier ab. Die Kapazitäten von Ryanair werden nicht in den GDS Dritter gespeichert - daher sind sie nicht auf matrix.itasoftware.com zu finden. Über Google Flights kann man sie dank eines Ryanair-Google Deals finden.
  22. @BERport Dafür hat London Stansted und Gatwick, 15m Pax alleine auf Heathrow aufzuholen ist eine Hausnummer. Das Ryanair und andere LCC großflächig Zubringer-Dienste für LH und andere übernehmen ist wohl im Moment mehr Marketinggeschwätz von MOL und war im Pilotenkonflikt falscher Stichpunkt des LH-Managements. Sollte es wirklich geschehen, müsste Ryanair eh ins Terminal 1 ziehen. Wichtiger als der Anschluss an T1 ist meines Erachtens der Anschluss an den Fernbahnhof. Aufgrund der zentralen Lage ist FRA weiterhin einer der besten Standorte für den sich entwickelnden Langstrecken-LCC-Markt.
  23. Das nach Basic Economic nun Economic FightClub [Twitter] die nächste Eskalationsstufe ist, ist nur logisch. Dafür sollte es aber stest 100% der Meilen geben. Nach der vollkommen überzogenden Leggins-Debatte der nächste, vollkommen überflüssige und unnötige PR- und Prozessfehler. Da wünscht man sich die einfachen Zeiten zurück, als man wegen Begünstigung von Offiziellen in der Kritik stand. Wem es gelegen kommt. Niemand spricht mehr über Deltas melt-down am Wochenende.
  24. Sind den Fluggastbrücken etwas was akut fehlt? Das sie bequemer sind als Busgates, oder Zu-Fuss-Gates steht außer Frage. Und aktuell auch gefragter? Gebäudeteile, die genehmigt und gebaut sind jetzt wieder anzupassen, weil man "kurzfristig" feststellt, das sieben weitere Fluggastbrücken notwendig sind, ist einer der Gründe, warum er Flughafen das ist, was er ist.
  25. Qantas selber schreibt, dass es bisher einen Nonstop-Linienflug zwischen Australien und Europa gegeben hat. 1989 mit einer Boeing 747-400. Der Flug war eigentlich ein Überführungsflug mit 23 Personen an Bord. Das Flugzeug VH-OJA wurde im Januar 2015 ausser Dienst gestellt und steht jetzt in einem Museum. Das die Route Nonstop geflogen wird ist irgendwo die logische Weiterentwicklung. Von einer Reisezeit von vier Tagen und neun Stops zu Beginn der Route.