OliverWendellHolmesJr

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  1. Qatar Airlines hat American Airlines mitgeteilt, dass man beabsichtigt, bis zu 10% der Aktien am freien Markt zu erwerben. Damit wäre man einer der drei größten Anteilseigner. In einem ersten Schritt ist von Aktien im Gegenwert von 808m USD die Rede. Das AAL-Management ist wenig begeistert, siehe 8-K Statement von heute.
  2. Singapore Airlines und Eurowings haben ein Codeshare-Abkommen begonnen. EW übernimmt Zubringerfunktionen auf 15 Strecken für die SQ-Flüge nach DUS, MUC, MAN und ZRH. Die Strecken (vorbehaltlich Genehmigung) über DUS: TXL, BUD, DRS, HAM, LEJ, MAN, NUE, PRG, VIE, WAR, WRO; über MUC: EDI, FCO über MAN/ZRH: HAM Quelle: Singapore Airlines
  3. Naja, Russia Beyond the Headlines / Russland heute ist ein vom Kreml direkt in Auftrag gegebenes und gesteuertes Produkt mit dem Ziel, das Ansehen Russlands in der Welt zu verbessern. Das damit vielleicht Ursache und Wirkung vertauscht werden mag sein.
  4. Als Gesellschafter kann die Bundesregierung natürlich versuchen, die Position der Mitgesellschafter Berlin und Brandenburg zu ändern. Eine CDU/FDP Regierung kann in einem Luftverkehrsplanungsgesetz Flughafenplanung und Flughafengenehmigung wieder in Bundesverantwortung überführen und für die Region Berlin/Brandenburg die Flughäfen TXL und BER festschreiben.
  5. Es sollte grundsätzlich möglichst viel Konkurrenz zwischen Airlines auf Relationen oder zwischen Stadt-Paaren geben. Die Konkurrenz unter dem Vorwand "Arbeitsplätze" zu reduzieren ist schlechte Wirtschaftspolitik bzw. falsche Wirtschaftspolitik. Warum ich zwischen dem aktuellen Zustand und einer AB-Komplettübernahme keinen großen Unterschied sehe: Bei zweiter Option muss LH wahrscheinlich Slots in DUS/TXL abgeben und diese Slots werden durch die Lufthansa-Konkurrenz aggressiver gegen LH eingesetzt als es von einer eigenständigen AB der Fall ist. Weil eine Insolvenz für EY auch teuer ist. Es müssen Kredite abgeschrieben werden - das ist rein bilanziell. Die eigene Bilanz verschlechtert sich, was für EY höhere Kosten verursachen kann. Eventuell bürgt EY gegenüber Krediten. Und die EA Partners I und II, aus denen sich auf EY refinanziert, geraten in Schieflage. Beides kann Liquiditätsauswirkungen für EY haben. Es wird der Zeitpunkt kommen, wann eine AB-Insolvenz für EY günstiger ist als eine weitere Unterstützung. Oder er war schon da, und man rechnet sich die Lage schön.
  6. Ein gewisser Boris Becker durfte heute die Erfahrung vor dem High Court in London machen. Bzw. es waren fällig gestellte Kredite, die nicht getilgt wurden. Zurück zum Thema: Etihad, Lufthansa und Air Berlin haben das selbe Interesse, keine abrupte AB-Insolvenz die sogar ein Grounding nach sich ziehen kann. Die Gründe sind unterschiedlich Etihad aufgrund der dahinter liegenden Finanzierung, Lufthansa aufgrund der Slots und Air Berlin möchte bestehen bleiben. Sollte AB alleine bestehen können und als P2P mit Umsteigern als Bonus die Regionen DUS und BER bedienen profitiert LH fast genauso wie bei einer Übernahme.
  7. Großartiges Kino: Frag mal bei Ford nach. Die haben sich zunächst auf politischen Druck gegen eine Kleinwagen-Fabrik in Mexiko entschieden, die stark auf US-Zulieferer zurückgegriffen hätte. Und nun haben sie sich entschieden, die Kleinwagen-Fabrik in China zu bauen. Ohne Beteiligung von US-Zuliefer-Firmen. Da das Privatvermögen von Personen in Trumps Umfeld stark von chinesischem Wohlwollen abhängt, haben sie alles richtig gemacht. Für die übrigen US-Amerikaner: ein weiteres mal betrogen von Donald Trump. Zum A380Plus: Das die 80 zusätzlichen Sitze wirklich helfen, halte ich für fraglich. Ob ich 500 oder 580 Passagiere transportieren kann ist nachrangig. Wichtiger ist, dass der Breakeven von (bspw.*) 400 auf 350 Passagiere sinkt damit das Flugzeug für mehr Strecken interessant wird. * wie auch immer die tatsächlichen Zahlen aussehen.
  8. Der Hauptstadt-Bonus (Berater- und Lobbying-Standort) sieht so aus, dass zu relativ vielen Zielen der Bedarf und die Zahlungsbereitschaft für mehrere tägliche Flügen gegeben ist, die vorhersehbar und gleichmässig verteilt sind. Anders als bspws. Flughäfen, an denen zwar die Nachfrage nach 3.000 nach Barcelona besteht, aber den Passagieren mehr oder weniger egal ist, ob die täglich oder gebündelt an zwei Tagen bedient werden. Zum Teil entwickelt sich die Preissensibiiltät im Geschäftsreiseverkehr dahin, dass Regelmäßigkeit keine Rolle spielt. Der zweite Aspekt, gerade der stark wachsende Tourismus-Verkehr in Berlin geht überwiegend über Kosten und weniger über Regelmäßigkeit. Man sieht das ganz gut in den USA, wo sich Hubs auf die großen O&D Regionen und geografisch und finanziell günstige Mega-Standorte zurückgezogen haben und Fokus-Standorte über O&D anstelle von geografischen Vorteilen entwickelt werden. Daher würde ich erwarten, dass sich Berlin auf absehbare Zeit für Netzwerk-Airlines als Fokus-Standort und weniger als Hub positioniert.
  9. In meinen Augen die einzig relevante Frage ist, hat Flightright die notwendige Genehmigung der Flughafenverwaltung beantragt und erhalten. Wenn nicht muss der Flughafen von seinem Hausrecht gebrauch machen. Dann wäre es interessant zu wissen, wie die Mitarbeiter in den Sicherheitsbereich gekommen sind. Wenn Flightright für die Mitarbeiter die relevanten Sicherheitsbestimmungen einhält sehe ich keinen Grund, eine Promotion für deren Dienstleistungen anders zu behandeln als jede andere gewerbliche Aktion am Flughafen. Das Flightright eine unmoralische oder überflüssige Dienstleistung anbietet darf keine Rolle spielen. Die Wechselkurse der Reisebank werden schließlich auch nicht hinterfragt?
  10. Im großen und ganzen wird das Vereinigte Königreich immer ein europäischer Staat bleiben, man könnte politisch gerade den Eindruck haben es mutiert zu einem failed state. Die Bürger Falklands haben 2013 mit überragender Mehrheit für den Verbleib als Britisches Territorium gestimmt und besitzten die Unionsbürgerschaft, damit sollten erstmal alle Debatten beendet sein.
  11. Knappe Antwort, ja. Jede Person, die sich mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhält muss im Prinzip ihr weltweites Einkommen in Spanien versteuern. Darunter fällt das Gehalt, das er von Real Madrid bezieht, Bildrechte von einem Sponsor in China, die Gage für eine Promotion in San Francisco oder der Bonus, den er von Real Madrid bezieht, nachdem er die Champions League in Belfast gewonnen hatte. Die Steuerfreiheit bezieht sich darauf, dass die Einnahmen von Ronaldo, die dem Champions-League Finale in Belfast zugeordnet werden können, im Vereinigten Königreich steuerfrei und nicht doppelt versteuern werden müssen. Was bei Ronaldo dazu kommt ist die Lex Beckham, die zwischen 2005 und 2009 einen steuerlichen Gestaltungsspielraum bot. Aber hier ist ja kein Steuerfachblog, die Gerichte werden es schon auseinander dröseln.
  12. Die Einstufung als landesbedeutsamer Flughafen bietet schon Vorteile. Die regional bedeutsamen Flughafen können nur unter berücksichtigtung der Entwicklung der landesbedeutsamen Flughäfen ausgebaut werden. Diese Unterscheidung aufzuheben ist richtig, aus gesamtstaatlicher Sicht sollte der Bund acht oder zehn Hauptflughäfen bestimmen und deren Entwicklung komplett übernehmen. Die übrigen Flughäfen bleiben in der Zuständigkeit der Landesregierungen. Ob die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag tatäschlich umgesetzt wird halte ich für fraglich, dafür müsste man den Landesentwicklungsplan öffnen. Ein weiterer politischer Grund ist, dass man in NRW immer versucht, einen Ausgleich zwischen den beiden Landesteilen -das Lippe existiert, ignoriere ich mal- zu schaffen. Im Rheinland gibt es zwei internationale Flughäfen (und definitiv die Nachfrage), daher gibt es einen in Westfalen. Das man mit einem stark auf Köln und Düsseldorf ausgerichteten ÖPNV dem FMO versehentlich das Wasser abgräbt ist ein weiteres Problem.
  13. Europäische Einigung und Europäisches Recht bedeutet nicht, das etwas, was in einem Land legal ist, auch in anderen EU-Ländern anwendbar ist. Dem steht die Warenverkehrs- und Niederlassungsfreiheit entgegen. Ob ein deutscher Pilot eine Ich-AG in Irland gründen kann um dann Pilotendienstleistungen an einen deutschen Ryanair-Standort zu verkaufen muss erst noch durch die Gerichte abschließend geklärt werden. Nach deutschen Arbeitsrecht ist ein Linienpilot definitiv ein Arbeitnehmer. Das Cristiano Ronaldo seine Einnahmen aus Bildrechten für Spiele im Trikot von Real Madrid und der Nationalmannschaft an eine irische/karibische Konstruktion abtreten kann ist richtig. Da Leistungserbringung fast immer Spanien ist, ist Steuerhinterziehung sehr wahrscheinlich und dann vorsätzlich erfolgt. Bei großen Sportereignissen (Fussball-WM, -EM, Europapokal-Finalspielen, Olympsichen Spielen) ist immer Teil des Ausrichter-Vertrags das die Sportler die Einnahmen aus den den Veranstaltungen nicht im Land versteuern müssen.
  14. Dann hoffe mal auf einen Soft-Brexit oder einen neues Luftverkehrsabkommen zwischen UK und dem Königreich Spanien. Sonst mit Ende des Winterflugplans 2018/19 schicht.
  15. Der hätte stumpf die Position der UdSSR eingenommen und es gäbe heute keine Wiedervereinigung. Die Leistung von Kohl, die vier Siegermächte und das übrige Europa dazu zu bringen, die Wiedervereinigung zuzustimmen war etwas einmaliges. Das Glück, einen US-Präsidenten an seiner Seite zu haben, der im 2. Weltkrieg gekämpft hat, US-Botschafter in China war, CIA-Chef und acht Jahre Vizepräsident ist ein weiterer Baustein.
  16. Es kann schon sein, dass der Vergleich hinkt, da Berichte davon sprechen, dass das Material mit Wissen der Bauaufsicht in das Hochhaus verbaut wurde. Und den britischen Behörden war die Gefahr des Materials bekannt - in Deutschland darf es in Hochhäusern nicht verbaut werden, schreibt die FAZ. Allerdings, so ist mein Verständnis, wurden in den letzten Jahren (Jahrzehnten) die sowieso schon schächeren Standards im Vereinigten Köngireich weiter aufgeweicht. Absenken der Sicherheitsstandards war ein Versuch der Flughafen-Gesellschaft zwischen 2011 und 2013 die Eröffnung zu realisieren. Die Gefahr bei Großschäden, wie einem Feuer, besteht ja darin, sich durch eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit blenden zu lassen.
  17. Hier wird ja von Zeit zu Zeit mal vorgeschlagen, man könnte ja bei Brandschutz und technischer Gebäudeausstattung abstriche machen und ein Gebäude, das zu 90% fertig gestellt ist, in Betrieb nehmen. Der gestrige Brand des Greenfell Towers in London ist ein gutes Beispiel warum das eine kriminelle Idee ist.
  18. Alitalia hat auch in New York vor dem zuständigen Bundesgericht ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Gläubiger von Alitalia haben damit gedroht, zu Dienstag (13.06.) den Leasing-Vertrag für das Terminal in JFK zu kündigen sowie Telefon- und Internetverbindungen zu kappen. Der zuständige Richter hat eine einstweilige Verfügung unterschrieben, die es Gläubigern in den nächsten zehn Tagen verbietet, diese Schritte zu vollziehen. Am 26.06. gibt es eine Anhörung über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Laut Alitalia werden 30 des Gesamtumsatzes auf US-Strecken, die hälfte davon in JFK generiert.
  19. Hehe, ein Schelm wer böses dabei denkt.
  20. Das langfristige Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Verbindlichkeiten ist gar nicht mal schlecht. Die Gefahr bei Norwegian liegt bei dem deutlichen Überhang von kurzfristigen Schulden zu Umlaufvermögen und ein negatives Working Capital was zum Teil auf das Geschäftsmodel der Airlines, Kundenanzahlungen als Finanzierungsquelle heranzuziehen zurückzuführen ist. Ein weiteres Problem besteht darin, dass Teile des Fremdkapitals variabel verzinst wird. Bei derzeitigen Zinssätzen kein Problem - tendenziell ist aber mit steigenden Zinsen zu rechnen.
  21. Rechtliche Grundlage müsste die Verordnung (EG) Nr. 300/2008 sein. Im Detail der Anhang zu Art. 4
  22. Als Business-Case ist es natürlich richtig, A380 nach MUC zu verlegen und den A380 damit auf wenige Rennstrecken zu konzentrieren oder A380 Strecken zu Flughäfen zu verlegen, auf denen es dank Zubringernetz einfacher ist, die Economy-Class zu füllen. Genauso ist es richtig, neue Interkont-Ziele zunächst ab FRA anzubieten. Damit eine Warnung an Fraport senden zu wollen halte ich nachwievor für jämerlich. LH ist in FRA und Deutschland generell ausreichend protegiert worden.
  23. Die Passagiere müssen gar nicht mal die Fluggesellschaft absichtlich schädigen wollen. Auch Fahrlässigkeit kann zu Schadenersatz führen. Das unkommentiertes/ungemeldete verlassen des Sicherheitsbereichs ohne sich um die Rückgabe des aufgegebenen Gepäcks zu bemühen ist zumindest auffällig. Bei drei Personen erst recht. Ansonsten gilt das was @aaspere schreibt Der andere Aspekt: Das Risiko, das so etwas geschieht muss eine Airline oder der Handling-Agent bei der Abfertigung berücksichtigen. Entsprechend wird bei der Airline immer ein Teilrisiko verbleiben.
  24. Ich finde schon das man sich im Vorlauf des Referendums über die Pro und Contra auseinderandersetzen darf. Vielleicht liest ja jemand mit der abstimmen darf und ändert seine Meinung. Gerade deshalb stört mich das Geplärre mit geringer Substanz. Ist ja ok, wenn man die Meinung vertritt dass die Geschichte TXL's geschrieben ist. Es gibt nur keinen politischen und juristischen Alleinvertretungsanspruch dieser Meinung. Man kann davon ausgehen, dass eine letztinstanzliche Entscheidung zu TXL getroffen werden kann, bevor unwiderrufliche Entscheidungen getroffen wurden. Wenn man es will. Und noch was, EU und EGMR haben soviel gemeinsam wie vegane Leberwurst und Wurstebrot.
  25. Weil der Flugbetrieb in Deutschland von der Tochtergesellschaft Air Berlin PLC & Co. KG, einem in Berlin registrierten Unternehmen betrieben wird und überwiegend deutsche Standorte von einem grounding betroffen wäre. Trotzdem eine ziemlich dämliche Idee. Noch absurder ist aber die Etihad-Finanzierung, die über eine Niederländische GmbH, die einer niederländischen Stiftung gehört läuft. Der Bonds-Prospekt ist nach englischem Recht verfasst und nach irischem Recht handelbar.