Ritter Trenk

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  1. Bis Ende 2014, als das Servicecenter geschlossen wurde, konnten alle Mitarbeiter dort umbuchen. Das ging ruckzuck. Zudem hatte wirklich jeder dort einen eigenständigen Verhandlungsspielraum, um auch mal kulant sein zu können. Danach hat man ja alles an einen Dienstleister ("Call Center Competent",CCC) ausgelagert, die MA rausgeschmissen (noch mit Abfindung, jetzt gibt es keine mehr) und gehofft,dass es Leute die keinen Bock haben unnd für 8.50 EUR sich ausbeuten lassen, schon richten werden. Komischerweise stiegen danach die Beschwerden auf Facebook (da niemand sonst antwortete) signifikant an. Ein halbes Jahr später musste man eingestehen, dass es nicht lief und wechslte zu Arvato. Die allerdings hat man 2 Jahre zuvor mit dem Wechsel zu CCC rüde vor den Kopf gestoßen ... So kann es laufen, wenn man den Kundenservice allgemein opfert,damit man ja ein paar EUR einspart.
  2. http://www.airliners.de/adv-buergschaft-air-berlin/41611 Die Berliner Landesregierung will AB nicht helfen... ...Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats Wolfgang Steiger erklärte bereits zuvor: Man halte nichts davon, "unternehmerische Fehler mit Steuergeldern auszubügeln.". Es könne nicht sein, dass Familienunternehmer im Allgäu oder anderswo für ihre Entscheidungen hafteten, bei Kapitalgesellschaften mit internationaler Beteiligung aber der Staat einspringe, so der Politiker. Steuergelder seien "nicht dazu da, strauchelnde Unternehmen zu stützen... Die Mitarbeiter, die vor Jahren davor gewarnt haben (imkleinen Kreis), dass man sich eventuell übernimmt (LTU und DBA-Übernahme), wurden umgehend mundtot gemacht und mussten das Unternehmen mit Schimpf und Schande verlassen. Vorher wurden aber noch fleißig Fehler gesucht. Als Beispiele seien Kollegen aus Servicecenter und Pax Control sowie aus der Reisestelle genannt. Im übrigen ist einigen Exkollegen der Ernst der Lage anscheinend nicht bewusst. Oder es dringt nicht soweit in Ihre Köpfe vor. Wenn ich mit denen spreche, heißt es nur, ich mache mir keine Sorgen...Das wird schon. Die LH übernimmt uns doch... Ah ja... Ich persönlich weiß nicht, wie weit sie denken. Aber wenn man mal 1 + 1 zusammenrechnet, werden doch kaum Verwaltungskräfte (hier in Berlin sitzen über 2.000 MA nur in der Verwaltung) von der LH (oder wem auch immer) gebraucht. Benötigt werden doch dann eigentlich nur Crew und Cockpit. Der Rest der Produktion wird doch sicher durch bereits vorhandenes eigenes Personal erbracht. Zumal viele nicht aus Berlin weg wollen... IT-Abteilung: IT-Fachkräfte gibt es Berlin mehr als genug. Buchhaltung: auch sehr viele in B vorhanden Technik: schon sehr viele ins Nachbarhaus abgewandert (hier sitzt Germania;-) usw. und so fort
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/article165345596/Air-Berlin-bittet-die-Politik-um-Hilfe.html#cs-Air-Berlin.jpg jetzt beginnt die Bettelei
  4. https://www.welt.de/wirtschaft/article165338030/Fuer-Air-Berlin-wird-es-jetzt-richtig-eng.html
  5. Das sind Summen...
  6. Die sind (fast) alle weg. Viele haben schon vorher die Beine in die Hand genommen und die Bewerbungsunterlagen aktualisiert... Habe gestern wieder mit einer altgedienten Kollegin am Saatwinkler Damm gesprochen. (Sie hat in der dortigen KITA ihr Kind , deshalb das Treffen. Dies zur Info für alle, die sich fragen, wie dieses Treffen zustande kam..) Diese meinte nur, dass alle guten MA weg sind. Die Berichte in den Zeitungen sind geschönt und in Wahrheit viel schlimmer. (Zitat ebendiese Ex-Kollegin,die vor wenigen Wochen von selbst gekündigt hat) Von einer anderen (noch aktiven) Kollegin aus der Reisestelle war jetzt zu hören, dass dort statt ursprünglich ca. 10 MA nur 2 da sind, die die Arbeit der anderen mitmachen müssen und entsprechend "rotieren". Betriebsratmitglieder haben ebenfalls schon das Unternehmen verlassen, weshalb die Vertretung der Kollegen nicht mehr "reibungslos" sichergestellt ist. Die Stimmung intern ist miserabel... Viele Kollegen haben sich nicht "freiwillig" gemeldet, um in TXL "auszuhelfen", trotz 200,- EUR brutto am Tag. Da sie nicht wissen, ob die Auszahlung noch gewährleistet werden kann.
  7. Mal anderes Thema: Die Briten haben ja durch beide Unterhäuser für den Brexit gestimmt. May kann jetzt in Kürze das Austrittsgesuch stellen.... Wie sieht es für die Insifder hier aus, AB ist ja nun ne englische PLC. Wie wird sich das auswirken?
  8. Kundenbetreuung an der Hotline anderes Thema jetzt, da ja der Wechsel von CCC zu Arvato ansteht bzw. schon durchgeführt wurde...das trifft es ganz gut. (aus vielfligertreff.de) Arvato war ab Juli 2010 für die Normale Hotline zuständig, zunächst als Entlastung des AB eigenen Centers und ab einen Punkt, ich meine Ende 2012/Anfang2013, alleine. In der Zeit fiel Ende 2011 auch die Umstellung des Buchungssystem, das die Arvato-Leute mit dem Kunden am Ohr für Air Berlin getestet hat. 2013 wurden auch Teile des Vertriebsservice für Reisebüros übernommen. Sommer 2013 wollte Air Berlin dann auch das restliche Center ausgliedern, also Topbonus und auch Teile des Kundenservice. Arvato war da erster Ansprechpartner. Nun kam es allerdings bei Air Berlin zum Aufstand, da die Service Center Mitarbeiter die zu Arvato (bzw dem neuen Partner) wechseln sollten, dort deutlich weniger verdienen würden. Air Berlin hat sich mit seinem Betriebsrat gestritten und der Termin, an dem der neue Partner die Bereiche übernehmen sollte, kam immer näher. Also fragte Arvato an, ob AB das Angebot annehmen würde, das unterbreitet worden war. Darauf kam keine Antwort und Arvato zog das Angebot zurück. Und hatte sich offenbar verzockt. Oktober 2013 wurde sich AB mit CCC als neuen Partner einig und kündigte den Vertrag mit Arvato (der noch ein Jahr weiterlief). Den eigenen Mitarbeitern wurde gesagt, entweder sie wechseln zu CCC (bzw der Übergangsfirma mit CCC) oder sie können sich einen neuen Job suchen. Sehr viele HABEN sich einen neueJob gesucht. Ab Anfang 2014 übernahm CCC in Essen und später in Berlin, Danzig und Brasov immer mehr Aufgaben. Während Arvato 2010 noch den Vorteil hatte, über Wochen von erfahrenen Agenten eingearbeitet zu werden, hatten die Leute von CCC nur die Schulung und zumindest dann in Berlin ein paar erfahrene Kollegen, die von Air Berlin und Arvato übernommen wurden. Ein weiteres Problem ist, daß die Arbeit mit den verschiedenen Programmen und die unzähligen Abläufe am Flughafen, über die der Kunde informiert werden will, praktisch schon fast eine touristische Ausbildung verlangt. Dies Schulung beträgt eine Woche für die Grundlagen des Buchungssystem, dann eine Woche Patentelefonie mit einem erfahrenen Kollegen an der Seite. Nach fünf sechs Wochen Telefonieren kommt die zweite Schulungswoche mit den fortgeschrittenen Programmen, wie Umbuchung und Storno, ebenfalls wieder mit einer Woche Patentelefonie. Nach der Schulung qualmt dir erstmal der Kopf mit all den Befehlen und Infos, die du bekommen hast und du bist froh, wenn du das einigermaßen in der Praxis anwenden kannst. Der wichtige Teil kommt in der Patentelefonie. Da erfährt dann der Agent, die Dinge, die in der Schulung nicht behandelt werden können - vorausgesetzt es kommt ein Anruf, bei dem die Frage gestellt wurde. Um wieder den Übergang zur Geschichte zu bekommen: 2014 sind Air Berlin ziemlich viele erfahrene Leute verloren gegangen, die durch zahlreiche unerfahrene und mittelmäßig geschulte Agenten ersetzt wurden. Davon hat sich die Hotline nicht erholt. Denn wenn etwas falsch gelernt wird und niemand da ist, der das korrigieren kann, wird es immer wieder falsch weitergegeben. Ja, auch über Arvato gab es Beschwerden. Und ja, auch Arvato hatte mehr als genug unfähige Leute. Aber die meisten Beschwerden werden immer noch durch Air Berlin selbst produziert. Egal ob der Partner Arvato oder CCC heißt, man kann sie für die schlechte Erreichbarkeit (= Personalmangel) oder falsche Auskünfte verantwortlich machen. Aber für Flugverspätungen, Flugzeitenänderungen, Stornogebühren, Tarifbedingugen oder Preiserhöhungen ist immer noch Air Berlin ganz allein verantwortlich. Der Partner kann nur so "kundenfreundlich" sein, wie es der Auftraggeber erlaubt. Und viel erlaubt er nicht.
  9. Na da haben ja alle drauf gewartet, denn CCC wurde intern von der Geschäftsführung als das Nonplusultra dargestellt. Mit der Begründung hat man das SC ausgelagert, dass man nur noch Abteilungen mit "Kernkompetenz" ( in Bezug zum Fluggeschäft) betreiben möchte. Dass allerdings die Buchhaltung und die IT z.Bsp. behalten wurden, passte bisher nicht recht zu dieser Äußerung. Dies unter der Berücksichtigung, dass hier allein in Berlin mehr als 60 Buchhaltungsunternehmen bzw. mehr als 120 IT-Unternehmen als Subunternehmer diese Dienste liebend gern ausführen würden... Die ehemaligen Kollegen werden lt.meinen Informationen nicht zurückgeholt. Jeder Kollege, von denen ich gehört bzw. mit denen ich noch Kontakt habe, sagt von sich, dass man sich beruflich verbessert hat. Und niemand bereut diese Entscheidung. Die Mitarbeiter wurden von CCC speziell für das Projekt Air Berlin gesucht. Sind also nur für AB da, allerdings waren schon zu Zeiten des "Übergangs" die Leistungen der CCC-Kollegen so schlecht, dass eigens eine Abteilung gebildet werden musste, die diese Fehler ausbügelten. Diese Hotlines sitzen alle in Rumänien(Sibiu und Brasov). Viele Kunden waren noch zu meinen Zeiten froh, wenn man einigermaßen verstanden wurde. Und zum Thema "kompetentere Hotline": Rumänien hat bei topbonus-Fragen immer nach Berlin durchgestellt, aber genau diese AB-eigene Abteilung wurde ja zum 31.12.2014 komplett aufgelöst. D.h. jetzt, wenn Rumänien Fragen zu topbonus nicht beantworten kann, wird nach Berlin zu CCC durchgestellt. Zu Kollegen, die genauso viel Ahnung davon haben und schnell mal auflegen, wenn´s kompliziert wird(eigene Erfahrungen). Das ist richtig, mehrere Reisebüroketten hatten danach auch Konsequenzen angekündigt. Man hat sich das eine Weile angeschaut und dann reagiert. Weiß leider nicht, wieviele RSB´s abgesprungen sind.
  10. Keine Bange. Bin nicht mehr dabei, aber immer noch verdammt nah dran an der Front. Man hat halt so seine Kontakte... Beziehungen schaden dem, der keine hat... Aber trotzdem danke für den Hinweis.
  11. 2 Dinge sind intern passiert: 1. CCC arbeitet in der telefonischen Kundenbetreung nicht so effektiv wie von AB gedacht und es kommt immer noch zu massiven Beschwerden. 2. Eine 4-stellige Summe an offenen Beschwerden (Zitat S.Pichler) wars dann doch nicht, deutlich mehr dagegen. Das ist der Grund dafür, dass nun folgendes passiert: "Liebe Kollegen der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, das der Arbeitgeber zur Einsicht gekommen ist und beabsichtigt, den Kundenservice wieder in die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zu integrieren. Wir stehen dem Vorhaben positiv gegenüber und werden Euch umgehend informieren, sobald der Arbeitgeber mit genauen Informationen zum neuerlichen Aufbau des Kundenservice auf uns zukommt. Viele Grüße Euer Betriebsrat..." Dazu muss man sagen, dass erst zum 31.12.2014 der Kundenservice als eigenständige Abteilung geschlossen wurde. Der Nachfolge-Auftrag wurde an CCC in Berlin gegeben...
  12. Zur letzten Frage: Das frage ich mich auch, Tafelsilber ist ja schon verschleudert worden. Ansonsten stimme ich damit überein, das Eurowings AB ordentlich wehtun wird. Es gab vor Jahren für die SILBER und Goldkarten-Inhaber die Möglichkeit, kostenfrei umzubuchen. Doch dann wollte Achim mehr Geld verdienen. Jetzt sind wir bei 50,- EUR Umbuchungsgebühr für innerdeutsche und -europäische Strecken bzw. 120,-EUR + Preisdifferenz für Langstrecke... aus Welt.de: "...Gleichzeitig will Pichler das Beschwerdemanagement erheblich verbessern. Ab Juni sollen die Kunden innerhalb von 24 Stunden ein kurzes Feedback bekommen, innerhalb von sieben Tagen sollen Beschwerden bearbeitet werden. Derzeit müsse noch eine "vierstellige Anzahl" an Beschwerden aus den vergangenen Monaten abgearbeitet werden. Insgesamt soll die Mitarbeiterzahl "verdreifacht" werden..." Der Stefan kommt zu Monate zu spät. Zum 31.12.2014 wurde das Service-Center und der Kundenservice gesclossen, alle Aktivitäten wurden ausgelagert zu CCC. Jetzt soll die Mitarbeiteranzahl wieder verdreifacht werden? Für dieses Hin- und Her müsste man heute noch dem Prock-Schauer(die Schließung war seine Idee) mit Anlauf in den Hintern treten.. Ach, und 4-stellige Beschwerde-Anzahl? Niemals..
  13. Lieber aib, die von Dir genannte Zahl von 30.000 offenen Beschwerden stammt vom AUGUST 2013. In der Zeit vom August 2013 bis Dezember 2013 (Datum der Zusammenlegung von Kundenservice und ServiceCenter) sind sehr viele Kundenservice-Kollegen(ehemals ca. 100 Kollegen) in den Mutterkonzern gewechselt. Ab Januar 2014 bestand das Team von Kundenservice-Mitarbeitern nur noch aus ca. 15 Mitarbeitern. Sie alle saßen in einem Großraumbüro mit 4 Tischen, a jeweils 4 Arbeitsplätzen. Im Dezember 2014 waren von diesen ehemals 15 Mitarbeitern nur noch 4 übrig, der Rest hat gekündigt oder sich wegbeworben. Das durch die oben beschriebenen Umstände die 30.000 offenen Beschwerden nicht weniger geworden sind, dürfte jedem hier klar sein.
  14. Das ist richtig, aber auch dort setzt die Fluktuation ein. Betreut werden die GOLD-/PLATIN-Member dort nur von Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, danach übernimmt Essen. Und am Wochenende,wo fast nur diese Gruppe von Statuskundenanruft, werden alle Anrufe ebenfalls von Essen übernommen. Der Trend ist da,das hast Du recht. Es entwickelt sich aber auch branchenübergreifend langsam der Trend, das man ausgelagerte Firmenteile wieder zurück nach D holt (Automobilzulieferer z.Bsp.)
  15. Lieber Flyer1974, inzwischen haben alle Ex-Kollegen das Geld bekommen. Ist sonst nie passiert, aber jetzt hat sich CCC seeehr viel Zeit gelassen. Kann ja passieren bei soviel Geld, denn es wurden auch die Abfindungen für ca. 120 Personen bezahlt... Aber Du unterliegst einem Irrtum: Man arbeitet jetzt nicht outgesourced, sondern das Joint Venture zwischen AB und CCC (bestehend seit 09.01.2014) ist zum 31.12.2014 komplett geschlossen worden. D.h. ab sofort gibt es telefonischen Kundenkontakt (wenn er denn gelingt) nur noch über die CCC-Callcenter in Rumänien (Brasov) und Polen (Danzig). - Topbonus wird über das Callcenter in Essen (mit frisch geschultem Personal für 8,50 EUR und sehr hoher Fluktuation) abgewickelt. - Das Backoffice dazu hat alle Aufgaben ebenfalls an CCC abgegeben, eine Einarbeitung der neuen zuständigen Kollegen fand nicht statt, benötigte CCC nicht. - Die Hotlines für die Reisebüro´s werden ebenfalls von CCC übernommen, mit teilweise haarsträubenden Auskünften. Dazu kommen irrwitzige Wartezeiten, auf welche gerade Reisebüros sehr gut ansprechen...;-) Einige Vertriebsmitarbeiter (alle mit Ausbildung wohlgemerkt!) bekamen in den letzten Monaten vor dem Wechsel von AB zu CCC sogar gleich am Telefon Jobangebote von den Reisebüros. P.s. Seitdem CCC am Ruder ist, haben sich die Wartezeiten mehr als verdreifacht im Gegesatz zu 2012 und 2013 (Logisch, wenn von ca. 350 Berliner Kollegen 200 fluchtartig kündigen), die Kundenzufriedenheit sackte massiv ab und der Berg an offenen E-Mails steigt von normalerweise 1.500 auf über 37.000... dabei sollten wir eigentlich tagesaktuell arbeiten..