mapuyc

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  1. Aktuelles zum Airport Bremen

    Mal zwischendurch: Danke an alle, die sich hier im Moment beteiligen. Das sind schon sehr konstruktive Beiträge.
  2. Aktuelles zum Airport Bremen

    Lieber Hame, danke für Deine Ausführungen. In Bremen ist jedes öffentliche Unternehmen stark gewerkschaftslastig - mit allen negativen Konsequenzen. Seit dem Krieg regiert in Bremen die SPD und das wird vermutlich in Ermangelung einer fähigen großen Oppositionspartei auch so bleiben. Die CDU zerfleischt sich gerade mal wieder selbst. Insofern wird die Totalverfilzung, die sicher auch am Flughafen existiert, auch dort erhalten bleiben. Wenn Du mein kleines statement richtig gelesen hast, so sehe ich da eigentlich keine Widersprüche. BRE steht, was grds. gut ist, auf 3 Säulen. Die wichtigste sind die Legacies, angeführt von der LH mit grds. ordentlicher Bedienung von FRA und MUC, daneben AF/KL mit saisonal unterschiedlichen 2-3 Flügen nach CDG und 3-4 nach AMS. Das waren schon mal durchgängig je 4. Die jahrzehntelange 2x tägl. Bedienung von LHR durch BA und LH wich in den Endneunziger Jahren und wurde notdürftig durch FR nach STN wieder hergestellt. Insoweit ist FR sicher auch für Geschäftsreisende interessant, auch wenn ich weiß, dass viele den Umstieg über AMS bevorzugen. STR ist vor allem für Mercedes und deren Zulieferer von Wichtigkeit. Als Fernstreckenhub bietet IST interessante Alternativen; außerdem gibt es einen stark wachsenden Markt für brem.-türk. Unternehmen, denen man bald eine Direktverbindung nach Izmir als brem. Partnerstadt gönnen möchte. Für Teile der brem. Wirtschaft ist der Wegfall von ZRH, BRU und TLS fatal und könnte - etwa für Mondelez - Auswirkungen auf brem. Arbeitsplätze nach sich ziehen. Dass der Nordwesten mit seinen vielfältigen Beziehungen in den Skandinavischen Raum keine regelmäßigen Verbindungen nach CPH - mind. Tagesrand - mehr hat, ist ebenfalls ein negativer Standortfaktor. Man beachte, wie gut etwa NUR mit dem österreichisch/schweizer Raum verbunden ist. In Wissenschaft und Wirtschaft gibt es darüber hinaus enge Beziehungen in den nordpolnischen Raum (Partnerstadt Danzig) und nach Russland, die mit mehrmals wöchentlichen Flügen unterstützt werden könnten, wenn die politischen Voraussetzungen wieder besser werden. Die 2. Säule ist FR, die ja um 2010 ca. 1 Mio Paxe brachte. Wenn Du vom "Bedarf der Bremer Kneipen" sprichst, verkennst Du leider vollständig, dass die Bremer Touristikwirtschaft inzwischen eine sehr große, auch arbeitsplatzschaffende Bedeutung erlangt hat. In den statements der Touristikverbände in den Jahren 2008-2011 wurde FR daher auch immer wieder als äußerst wertvolle Bereicherung erwähnt. Durch den Wegfall diverser Städteverbindungen - siehe mein post oben - hat damit zwangsläufig auch die Touristikwirtschaft in Bremen gelitten. Die 3. Säule ist die ausgehende Touristik, die heute im wesentllichen (nur) von ST besetzt wird, die damit die Rolle einnehmen, wie sie in den 90er Jahren durch Condor und Hapag Lloyd besetzt war. Hier sehe ich in der Tat eine gewisse Sättigung, die aber durchaus in bestimmten Segmenten nach oben zu arrondieren ist. Wünschenswert wäre z.B. ein 2. Carrier-Standbein, weil Konkurrenz nun mal das Geschäft belebt, sei es durch DE oder XQ. Auffällig ist etwa, dass BRE im Verhältnis zu vergleichbaren Airports im außereuropäischen, hier im wesentlichen nordafrikanischen Markt deutlich niedrigere Paxzahlen hat, was sicher nicht an wesentlich anderem Reiseverhalten der hiesigen Region liegt. Auch im Veranstaltermarkt fehlt BRE ungewöhnlich häufig, da haben selbst viel kleinere Airports die Nase vorn. Ein Beispiel: FTI bietet im Sommer 18 ab 16 deutschen Flughäfen eine Kette mit Corendon nach Bodrum. BRE nicht dabei! So etwas kann und darf nicht sein. Da muß ein neuer Chef mit den Veranstaltern sprechen und sich die hiesigen Reisebüros zur Unterstützung ins Kreuz nageln. Wir sehen im Moment in FMO, was ein neuer Chef offensichtlich bewirken kann.
  3. Aktuelles zum Airport Bremen

    Ich denke, es wäre schon wünschenswert, wenn etwa EW mit einer der übernommenen Q400 BRE wieder einige der verlorenen Ziele zurückbrächte. Die Crux ist, dass es heute nur wenige Carrier gibt, die erfolgreich 50-70 Sitzer zu halbwegs vernünftigen Preisen (etwa EW-Niveau) bedienen. Flieger der neuesten Generation, die das wirtschaftlich hinbekämen, sind etweder noch nicht in der Luft oder nicht im deutschen Einsatz. Genau so eine Größe wäre aber für BRE optimal.
  4. Aktuelles zum Airport Bremen

    Ehrlich gesagt: Es wurde mehr als Zeit ! Die Trunksitzung im Juni war fraglos nur der Auslöser. Immer mehr kommt hoch, das das Klima innerhalb der Flughafen GmbH wohl extrem vergiftet war. Die Forderungen des BR, die Degradierung des Finanzchefs, das sind alles Dinge, die ein produktives Arbeiten offenkundig unmöglich gemacht haben. Das Ergebnis: Zwar schreibt - was erfreulich ist - der Flughafen schwarze Zahlen. Das allein ist aber nicht Aufgabe eines Airport, er ist weder eine Bank noch ein sonstiges normales Wirtschaftsunternehmen. Seine Aufgabe ist es, für die Region, für deren Unternehmen und Bewohner soviel Luftverkehre wie möglich und wirtschaftlich vernünftig zur Verfügung zu stellen. Genau daran hat es die jetzige Geschäftsführung vermissen lassen. Schon seit 2010 - Herr Bula war seit 2009 im Amt - ist die so erfolgreich gestartete Verbindung zu Ryanair rückläufig. Dies gilt insbesondere für die anfangs reichlich angebotenen europäischen Städteverbindungen, die Bremens Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel sehr positiv beeinflußt hatten. Oslo, Bratislava, Prag, Rom, Madrid, Paris-Beauvais, Liverpool, Manchester, soeben Edinburgh waren (u.a.)Ziele, die unter Bula nicht gehalten werden konnten. Auch die unter Bula (immerhin!) erfolgreich ausgebaute Geschäftsverbindung zu Germania ist seit einem Jahr deutlich auf die Bremsspur eingeschwenkt bzw. hat schon Federn gelassen. Weitere Low Coster oder Urlaubsflieger konnte Bulas Truppe nicht für Bremen gewinnen, obwohl in Interviews immer wieder der Eindruck erweckt wurde, als stünde eine erfolgreiche Aquise unmittelbar bevor. Was folgte, waren immer nur dicke Backen. Schlimm - und für die Wirtschaft ein echter Standortnachteil - ist der Zustand der Legacies. Bremen tritt hier seit Jahren auf der Stelle bzw. hat auch hier diverse Ziele verloren: Zürich, Brüssel, Kopenhagen, Toulouse, London-Heathrow oder -Gatwick, Nürnberg, Berlin waren alles mal regelmäßig - meist sogar im Tagesrand - erreichbare Ziele. Alles weg, dabei wird Bremen nicht etwa durch schnelle und zuverlässige Zugverbindungen begünstigt. Von allen Großstädten über 500.000 EW hat Bremen fraglos die unmodernste und unfrequentierste Anbindung im Bahnverkehr. Im Autoverkehr fährt man ebenfalls durch die Dichte des Verkehrs und Zahl der Baustellen heute langsamer als vor 30 Jahren - nach Hamburg vielleicht ausgenommen. Ein funktionierender innerdeutscher und grenzüberschreitender Luftverkehr im Liniendienst, wie ihn etwa Nürnberg oder Dresden als vergleichbare Städte aufzuweisen haben - von Hannover wollen wir gar nicht erst reden - wäre für die heimische Wirtschaft (oder Neuansiedlungen) dringendst aufzubessern. Ins Pflichtenheft eines neuen Chefs gehört es also, sich zunächst mit der heimischen Wirtschaft (die nicht an Bremens Landesgrenzen endet) und den Reisebüros zusammenzusetzen und deren Bedürfnisse mit empirischen Daten auszuloten. Parallel sind die bisherigen luftseitigen Partner zu hegen und zu pflegen und für weitere Verkehre zu begeistern. Darüber hinaus müssen weitere Airlines aquiriert werden, insbesondere im wachstumsstarken LCC-Segment. Hier müssen ggfls. durch den Ausbau bzw. das Zusammenwachsen des Ryanair-Terminals E mit dem übrigen Terminalbereich - evtl. als Joint venture mit FR - baulich attraktive Voraussetzungen geschaffen werden. Dass das alles nur mit einer auf Teamfeeling eingeschworen Mannschaft funktionieren kann, dafür sollte nach Möglichkeit ab morgen die neue Interimschefin den Boden bereiten.
  5. Aktuelles zu Finnair

    Also ich bin im April / Mai nach SIN geflogen. Ich kann mich über den Service nicht beklagen. Es gab 2 Menus zur Auswahl, beide keine Gourmet-Verwöhnung, aber völlig ok, ungefähr qualitativ das, was man noch vor 20 Jahren auf innereuropäischen Charter-Strecken bekam. Getränke wurden noch 2 x nachgereicht. Es gab Decken, Kissen und (sehr kleine) heiße Tücher, das Bordprogramm mit Filmen und Musik war reichhaltig, dazu verfügt der A 350 über 2 Außenkameras oben und unten. Etwas bedauert habe ich, dass für mich als Klassik- und Opernliebhaber nichts dabei war - aber geschenkt. Filme langweilen mich meistens, wurde dafür aber sehr entschädigt durch interaktive Touristikführer, da man die angeflogenen Finnair-Ziele antippen kann und sich dann ein gut beschriebener und illustrierter Reiseführer für die einzelnen Städte öffnet. Langeweile hatte ich nicht. Für den Preis ab HAM für 522,- € retour kann man nun wirklich nicht mehr verlangen. Übrigens wurde uns einige Tage vor Abflug ein Business-Update für nur ca. 300,- € pro Strecke via Mail angeboten. Sicher attraktiv, uns reichte aber die Holzklasse.
  6. Aktuelles zum Airport Bremen

    Der Weser-Kurier karikiert das Thema heute durch seinen Karikaturisten Til Mette, passend zum 982. Bremer Freimarkt als drittgrößtem deutschen Voksfest, das heute zu Ende geht: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-fotos_galerie,-Die-Karikaturen-im-WESERKURIER-_mediagalid,36127.html
  7. Aktuelles zum Airport Bremen

    Ich bin gespannt, ob der Vertrag überhaupt bis zum Ende erfüllt wird. BRE schreibt zwar schwarze Zahlen ,was sicher positiv ist. Positiv ist auch, dass man gewisse Investitionen - z.B. neuer Abflugbereich im Hauptterminal, neue Lounge - aus eigener Kraft gestemmt und den Flughafen damit noch etwas attraktiver gemacht hat. ABER: "Luftseitig" passiert schon seit Jahren (fast) nichts mehr. FR hat seine Zahlen ggü. 2010 fast halbiert. Geplant war mal verdoppeln. Auch ST - die einzige haltbare Aquise des derzeitigen Managements neben TK (letztere haben sich eine Zeit lang überall fast aufgedrängt) - verwaltet nur noch die Bestände, während anderswo - siehe gerade DRS - kräftig ausgebaut wird. Und im klassischen Linienbereich tritt der Flughafen seit Jahren auf der Stelle, hat ohne Ersatz ZRH,CPH,NUR,BRU,TLS und BRS verloren, ohne irgendwo sonst hinzuzugewinnen. Hinzu kommen die Probleme mit der Gepäckabfertigung, mit abgefundenen und dann wieder eingestellten Mitarbeitern. Die Forderung des Betriebsrates nach Entlassung des Chefs demonstriert, wie es offenbar um das Betriebsklima steht. Der Luftverkehr in Deutschland ordnet sich gerade neu und BRE steht paralysiert da und agiert erkennbar nicht, verliert von Monat zu Monat Passagiere, während es überall in der Republik mehr oder minder boomt. Nicht nur Erfolg sieht anders aus, das schreit eigentlich geradezu nach raschen Konsequenzen. Aber wie heißt es so schön (allerdings anders gemeint!): Bremen wes ghedächtig - Bremen sei bedächtig...
  8. Aktuelles zum Flughafen Hamburg

    Um auf die Frage zu antworten: Selbstverständlich war meine Aussage ein persönlicher Eindruck und auch keineswegs unpolemisch. Ich bezweifle auch, dass sich eine solche Aussage empirisch belegen läßt. wie soll man denn dazu Fakten sammeln? Da wäre ich im übrigen sogar noch mißtrauischer, denn: Traue nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Der jeweilige Auftraggeber wird dazu schon das Ergebnis vor Erhebung der Daten geliefert haben. Das kann man schon durch Stellung der Fragen beeinflussen. Wenn ich allerdings im Ausland - europäisch oder interkontinental - bin, erlebe ich allerdings immer wieder in verschiedensten Alltags- (oder -nacht-!) situationen, dass Lärm dort wesentlich gelassener hingenommen wird als bei uns. Seien es nächtliche Müllabfuhren, sei es Musikbeschallungen oder eben Verkehrslärm. Es wird alles deutlich entspannter als Normalität empfunden als in Deutschland, bei Fragen erntet man Erstaunen, Lachen oder bestenfalls Achselzucken oder die schon entrüstete Gegenfrage, ob man das (also die jeweilige Lärmquelle) denn verbieten wolle. Tatsächlich gibt es keinen Welt- oder Großflughafen, der so restriktiven Lärmbeschränkungen unterliegt wie etwa Frankfurt oder die meisten anderen deutschen Flughäfen. Der ein oder andere (sogar in diesem Forum!) mag ja gerade das als besonders fortschrittlich empfinden: Ich halte es für nur eine Sicht der Dinge, die auf jeden Fall in unserem Lande wachstumshemmend und arbeitsplatzfeindlich wirkt. In Deutschland bin ich mit dieser Meinung vermutlich in der Minderheit. International sehe ich mich in der Mehrheit - und damit bin ich wieder bei meiner Ausgangsthese.
  9. Aktuelles zum Flughafen Hamburg

    Es ist und bleibt so: wir sind die mit weitem Abstand lärmempfindlichste Industrienation der Welt!
  10. Aktuelles zu Ryanair

    D.h. dann doch, dass auch Flüssigkeiten in den aufgegebenen Trolley dürfen, oder ?
  11. Verkehrszahlen 2017

    Der link für die adv funktioniert aber nicht. ("ups! Diese Seite ...) Klickt man die webseite an, ist der Mai der letzte eingestellte Monat
  12. Aktuelles zum Airport Bremen

    Wenn wir uns jetzt noch einig sind, dass für die Realisierung dieses sinnvollen Projektes das Wiederausgraben des Bahn - Y erforderlich wäre, stünde einem Lynchprozeß gegen uns nichts mehr im Wege......
  13. Aktuelles zum Airport Bremen

    Für mich gibt der Artikel vor allem die trostlose Situation von BRE wider - inzwischen ja völlig abgekoppelt vom positiven Trend der Flughäfen vergleichbarer Städte wie z.B. Hannover, Karlsruhe oder Nürnberg. 1.) Ryanair hat sich mit dem Statement auch offiziell von früheren Verlautbarungen - Verdoppelung des Aufkommens bis 2020 - verabschiedet. Geglaubt hat daran schon lange keiner mehr. Erstmals hat aber jetzt eine Airline-Vertreterin eine Prognose abgegeben, immerhin Erhaltung des mageren Status quo, vielleicht Arrondierung bei Touri-Zielen. Wer etwa die kleine Hoffnung hatte, FR würde die MAD-Vebindung wegen seiner Air-Europa-Kooperation wieder aufleben lassen und BRE damit nicht nur mit weiteren span. Zielen (IBZ wird ab BRE auch nicht mehr bedient, das war früher ein Standardziel), sondern auch aus brem Sicht mit hochinteressanten Südamerikazielen verküpfen, darf das gleich wieder begraben. Vergleicht man die rasante Entwicklung in Nürnberg - durchaus mit Bremen vergleichbar -, müßten bei den Verantwortlichen im AR die Alarmglocken schrillen. 2.) Bei den klassischen Legacies ist keine Entwicklung zu erwarten. Die Frequenzen nach AMS, FRA oder MUC haben wir seit Jahrzehnten, eigentlich mit eher abnehmender Tendenz wie bei CDG - der wichtige Bäckerflieger nach MUC fliegt z.B. nicht kontinuierlich das ganze Jahr durch. Dass andere Airlines (wie Swiss, Austrian, Scandinavian oder BA) hier auftauchen, braucht man nicht zu hoffen. Bei EW denkt man auf VIE herum - ich fürchte, man wollte was Freundliches sagen. 3.) Andere LCC Fehlanzeige. Wizz antwortet gar nicht erst - dort hat man sich für HAJ entschieden; dass BRE 3. norddeutscher Flughafen wird (was für deutliches Wachstum sorgen könnte!) ist vollständig unwahrscheinlich, es sei denn, Wizz bedient die Republik irgendwann flächendeckend. Das Desaster Lübecks (leicht) voraussehend, hätte der Flughafen hier viel früher Bande knüpfen müssen. So würde etwa eine Verbindung nach Nordpolen in Bremens Partnerstadt Danzig durchaus Sinn machen. Norwegian hat nichts vor, dabei wäre OSL aus norddeutscher Sicht wahrlich nicht unlogisch. Nachdem sich SK wieder zurückgezogen hat, läßt sich der wirtschaftlich für Bremen wichtige skandinavische Raum nur über FRA, AMS oder via Auto über HAM erreichen. Ein absoluter Standortnachteil! 4.) Germania hat BRE vor einigen Jahren gut hochgezogen - das ist allerdings mit Ausnahme der reichlichen türkischen Ziele (ob die wohl alle bleiben, wenn Erdogan seine Diktatur erst vollendet hat?) sowie Island die Wiederherstellung dessen, was man schon Ende der 90er Jahre mit Hapag Lloyd / TUI hatte. Inzwischen ist der Aufbau auch hier zum Stillstand gekommen, während Germania die gleiche Zieldichte nun auch in Nürnberg, Erfurt oder Münster aufbaut. Zusätzliche Ziele Fehlanzeige, IBZ und MAH scheinen selbst mit dem A 319 nicht rentabel zu bedienen, da muß man folglich nicht von weiteren iberischen (La Palma, Faro) , italienischen (Sizilien, Lamezia), kroatisch/dalmatischen (Split, Dubrovnik), zypriotischen (Paphos) oder israelischen (Tel Aviv) träumen. Der nordafrikanische Raum ist ab BRE ohnehin schon immer stiefmütterlich bedient; vergleicht man die ADV-Zahlen, weist BRE "interkontinental" traditionell nur einen Bruchteil an Fluggästen vergleichbarer oder sogar deutlich kleinerer Flughäfen (wie Erfurt, Karlsruhe o.ä.) aus. Andere Touri-Carrier sind nicht vorhanden. X3 und DE - früher Stammgäste - verschmähen BRE seit langem, daran wird sich nichts ändern. XQ fliegt nach AYT und Izmir - letztere als Bremens Partnerstadt und vielfältigen wirtschaftlichen Verflechtungen mit zu geringen Frequenzen - . Für westeuropäische Urlaubsziele wie z.B. die Kanaren konnte man die Airline leider nicht interessieren. Der hoffnungsfrohe Aufbau mit Small Planet als Alternative zu ST in 2016 ist schon im 2. Jahr zurückgegangen; dort hat man PAD als home-Standort BRE vorgezogen. National hat Bremen eine Verkehrs-Randlage. Die A1 ist südwestwärts eine reine Katastrophe. Bahntechnisch hängt man in Ost-west-Richtung an einer langsamen und technisch veralteten IC-Linie Hamburg - Ruhrgebiet; nach Süden/Südosten geht mit wenigen ICE-Ausnahmen alles nur per Umstieg in Hannover. Ein in jeder Hinsicht funktionierender Airport wäre daher absolut wichtig, diese infrastrukturellen Nachteile auszugleichen. Mit einer schwachen Mannschaft am Airport und einer noch schwächeren im Rathaus - wirtschaftsorientiertes Denken ist in der Landesregierung definitiv nicht vorhanden - ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Fazit: Nach den Anfangserfolgen (TK, ST) ist der derzeitigen BRE-Administration zunehmend die Luft ausgegangen; zwar ist der Flughafen wirtschaftlich gesund - immerhin ein guter Erfolg - ; Wachstum, um damit Bremens Infrastruktur im Ranking der deutschen Wirtschaftsregionen zu verbessern, findet seit 2 Jahren nicht mehr statt, das Ziel 3 Mio Paxe rückt immer mehr in die Ferne, weitere LCC (der Flughafenchef selbst sprach hier noch vor geraumer Zeit von 2-3 weiteren Carriern, mit denen man in guten Gesprächen sei.... leider heiße Luft) nicht in Sicht. Ergebnis: Die Fluglärmgegner müssen sich keine Sorgen machen. Das Gebiet rund um den Airport wird auch in Zukunft zu den lärmärmsten Zonen Bremens gehören.
  14. Flughafen München - 3. Bahn

    Nur um das klarzustellen: Auch mir liegt nichts ferner als Diktaturen! Ich wünsche mir nur von der Politik die Fähigkeit zu entscheiden und sich nicht hinter Endlos-Gutachten und fragwürdigen Volksentscheiden (s.o.) zu verstecken. Allerdings auch die Bereitschaft, dafür zu kämpfen und notfalls den Kopf hinzuhalten.