Dummi

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  1. Nein, die Aufgabe ist einer Regierung ist es natürlich nicht sich um Arbeitsplätze zu kümmern. Die Aufgabe einer Regierung ist es die richtigen Rahmenbedingungen für die gewollte Form einer Wirtschaft zu schaffen, mehr nicht, aber auch nicht weniger. In Deutschland war das früher mal die soziale Marktwirtschaft. In einer Marktwirtschaft gehen Firmen die nicht gut wirtschaften vom Markt, das ist völlig normal. Oder wo es der Eigentümer als unternehmerische Entscheidung so entscheidet wie bei Augsburg Air z.B. (die gingen nicht Pleite, die wurden geregelt abgewickelt). Die Regierung kann jetzt durch ein entsprechendes Umfeld an Maßnahmen sicherstellen das soziale Härten für das Personal abgefedert werden, davon hat man sich mit der Hartz-Reform aber einen Gutteil verabschiedet. Eines Massekredites und direkter Einflußnahme im Verkaufsprozess durch die Bundesregierung hätte es nicht bedurft. Wenn die LH zusammen mit Easyjet ein Interesse daran hatte das die AB nicht sofort gegroundet wird hätten sie ja zusammen selber einen Massekredit gewähren können.
  2. Niki hat keinen Ticketverkauf. Airberlin verkauft auch alle Niki Tickets, und ja, die brauchen Cash. Ob Niki Insolvent oder nicht ist entscheidet jeden Morgen aufs Neue der Generalbevollmächtigte. Derzeit scheint es für den Verkaufsprozess besser zu sein das Niki nicht Pleite ist, daher finanziert der deutsche Steuerzahler eine österreichische Firma.
  3. Für den Konkurs mag das stimmen, für eine Planinsolvenz nicht. Gilt ja nicht ohne Grund als das deutsche Chapter 11. Die Firma war ja eben nicht zahlungsunfähig, die Fortführung des Geschäftsbetriebes war nicht gesichert, und das hat jetzt für einen bestimmten Zeitraum die KfW sichergestellt. Gemäß § 112 InsO kann bei Insolvenz des Leasingnehmers der Vertrag vom Leasinggeber weder wegen Zahlungsrückständen aus der Zeit vor der Insolvenz noch wegen der Verschlechterung der Vermögensverhältnisse gekündigt werden. Werden die Raten also durch den (vorläufigen) Insolvenzverwalter gezahlt, z.B. weil dieser das Leasinggut zur Fortführung des Unternehmens benötigt, wird der Leasingvertrag vereinbarungsgemäß fortgeführt. Die zukünftigen Leasingraten sind Masseschulden gemäß § 55 Abs.1 Nr. 2 InsO.
  4. Theoretisch ja, aber mit welchen Slots? Die bekommen sie ja nicht wenn sie nicht Teile von AB kaufen, und da haben sie weder interesse angemeldet und werden sie überhaupt berücksichtigt werden..
  5. TXL CGN ist nur in geringem Maße auf den freien Sitzplatzverkauf angewiesen, die Strecke lebt durch den Beamtenshuttle den sich bisher AB und EW teilen. Aufgrund seiner Sozialstandards dürfte es Ryanair schwer haben bei einer erneuten Ausschreibung berücksichtigt zu werden. AB will in sehr kurzer Zeit (eher Tage und Wochen als Monate) sämtliche AUH Flüge einstellen, nach Einstellung der Unterstützung durch Etihad verbrennt man auf der Strecke mit jedem Flug massiv Geld, ich kann mir kaum vorstellen das EW diese Strecken übernehmen wird. EW wollte eh in DUS wachsen, das ist mit der Übernahme einer großen Zahl an Slots von AB möglich. Ob man die komplette Langstrecke verschiebt wird man sehen, ist aber gut möglich. Derzeit geht man intern davon aus das Slots und Produktion für ca. 10 Flugzeuge in DUS und 20 in TXL an Easyjet gehen, damit ist es Easyjet möglich in DUS eine Basis aufzubauen und in nennenswertem Umfang Strecken anzubieten, wird interessant wie das aussehen wird. Was in Berlin passiert wird eh interessant, auch gerade wenn man die Diskussion über die Zukunft von TXL bedenkt. Eventuell hilft Ryanairs Werbekampagne direkt der Konkurrenz.
  6. Mag bei LH noch so sein. Bei EWE leider nicht mehr. Und die komplette Eurowings ist ja bewusst so aufgebaut das man die Mitarbeiter der vielen einzelnen Firmen die für diese Marke fliegen immer schön gegeneinander ausspielen kann. Teile und Herrsche. Und das ist genau der Ansatz von Spohr und Lufthansa. Soziale Absicherung ist da Geschichte, außer vielleicht für Bestandspersonal, und selbst da ist man nicht wirklich sicher das man das behält was man mal unterschrieben hat, siehe ÜV und Altersvorsorge bei der LH Passage. Da ist sogar Easyjet der deutlich bessere Arbeitgeber. Homebase Garantie, 5-4-5-3 Roster und deutlich bessere Bezahlung und Sozialkonditionen als EWG oder EWE. Und wenn man weltweit schaut sieht es eh besser aus. 50% Teilzeit bei 200.000 steuerfreiem Gehalt sind in China normal und die haben schon gute Erfahrung mit AB Personal.
  7. Mal schauen. Ein Problem das Spohr bisher offensichtlich verdrängt ist die Tatsache das zumindest die Piloten der airberlin durchaus auch für andere Firmen interessant sind. Ich und andere Kollegen haben in den letzten zwei Tagen auf einmal volle Postfächer mit Jobangeboten. Und jedes einzelne davon deutlich besser bezahlt als Eurowings. Naja, fast, das von Ryanair natürlich nicht.
  8. Laut Spohr kann man sich vorstellen A330 die zu Cityline, SXD oder SN zu stecken, die bereedern schon vergleichbares Gerät. Wenn ich mir überlege wie sehr er Gewerkschaften mag, wird es wohl SXD werden, da gibts keine.
  9. Ein Teil der Flugzeuge gehört schon Lufthansa Firmen, mit den anderen Leasinggebern wird offensichtlich schon über eine Lease-Übernahme verhandelt, und bei der Bonität einer Lufthansa dürften die Raten deutlich sinken...
  10. Man scheint relativ realistisch zu LH zu sein was man bei den Slots so bekommen kann. Herr Spohr äußerte sich in einem Webcast dazu und rechnete vor das man erwartet das die Hälfte der AB Slots an die anderen vorhandenen Airlines gehen (inklusive LH), und der Rest an andere verkauft wird. Damit rechnet man mit einer recht starken Präsenz in Düsseldorf und Berlin-Tegel von sowohl Easyjet als auch anderen Marktteilnehmern. Ob Ryanair davon profitieren kann wird man sehen.
  11. So weit ich das gelesen haben hat sich bisher primär der Leiter der Monopolkommission geäußert, der zum jetzigen Zeitpunkt lediglich seine Privatmeinung kundgegeben hat. Das Kartellamt und auch die EU Kommission haben bisher gar nichts dazu gesagt. Die Monopolkommission berät die Bundesregierung, mehr nicht, hat also keinerlei Möglichkeit irgend etwas zu verhindern. Und ein ehemaliges Mitglied der Monopolkommission äußerte sich ähnlich, aber auch hier, nichts weiter als eine Privatmeinung. Allen Beteiligten ist offensichtlich bewusst das es kartellrechtliche Probleme zu lösen gilt, daher wird ja eben nicht nur mit der Lufthansa verhandelt. Ich könnte mir durchsus vorstellen das es relativ bald eine easyjet Basis in Tegel und Düsseldorf gibt.
  12. Nun ja, in seinem Video Podcast sagte Herr Winkelmann das er optimistisch ist das er neue Partner für die airberlin findet und die Arbeitsplätze in der Kabine und Cockpit sichern kann. Zu Bodenarbeitsplätze sagte er nichts. Jeder kann daraus seinen Schluß ziehen. Das man dann lieber Krank macht und dann nicht kommt ist sogar fast verständlich. Wer das beim fliegenden Personal macht ist eher nicht so schlau, man dürfte sich die entsprechenden Mitarbeiter merken...
  13. So nah bin ich sicher nicht dran um das zu wissen .
  14. Die GmbH gibt es, hat aber noch kein AOC. Im Mitarbeiterbrief zum Vorgehen wird u.a. geschrieben, das, obwohl die Bundesagentur für Arbeit die Gehälter nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung garantiert (6350€), man schon eine entsprechende Anfrage an den Gläubigerausschuß gestellt hat um die Differenz zum normalen vollen Gehalt zahlen zu dürfen. Klar, weil sonst ca. 30 bis 50% aller Flüge ausfallen würden. Sicher laut schreien. Aber auch bei einer Alitalia wurde ein Überbrückungskredit (von 500 Millionen €) EU-Rechtskonform genehmigt. Neben den Verhandlungen um die Zukunft von Unternehmensteilen wird es vor allem wohl darum gehen die Altlasten los zu werden. Zum Beispiel Sachen wie Mietverträge auf 20 Jahre wie die Halle in München, langfristige Mieten für nicht mehr benutzte Liegenschaften und natürlich nicht gewollte Leasingverträge wie einen recht großen Wetlease-Vertrag.