martin.stahl

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Über martin.stahl

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  1. Nicht zu vergessen, dass die Lufthansa vor vielen Jahren schon - zumindest eine - USA-Langstrecken hatte, die aber bald wieder eingestellt wurde. Die Lufthansa könnte eher auf Nummer Sicher gehen und die Zubringer nach FRA und MUC ausbauen. martin
  2. Aktuelles zu Condor

    Kommt der Buchstabe Q bei den Registrierungen der Condor-Flieger überhaupt vor? Ich kann mir vorstellen, dass zwischen O und Q die Verwechslungsgefahr sehr groß ist. Martin
  3. [TR] Zur Gartenausstellung nach Berlin (FRA-TXL-FRA mit Lufthansa)

    Danke, danke! Martin
  4. 1983 hatte ich als Kind die Internationale Gartenausstellung in München besucht und die hatte mir damals sehr gut gefallen. Als ich mitbekam, dass dieses Jahr die Ausstellung in Berlin stattfinden sollte, kam mir nach 34 Jahren die Idee, wieder einmal eine IGA zu besuchen. Bei der Gelegenheit könnte man sich eigentlich auch Berlin wieder einmal anschauen. Als ich zuletzt in Berlin die Stadt wirklich gesehen hatte, war das 1986, also noch im geteilten Berlin bei einer Klassenfahrt. Zwischendurch war ich zwar einige Male in Berlin, aber bei den jeweiligen Unternehmungen hatte ich nie Gelegenheit gehabt, wirklich etwas von der Stadt zu sehen. Insofern war das jetzige Berlin als deutsche Hauptstadt wirklich neu für mich. Ich entschied mich beim Flug für die Lufthansa, weil die einerseits zu für mich bequemeren Zeiten flog und ich angesichts der Turbulenzen um Air Berlin und der Abfertigung in Tegel keine Flugstreichung riskieren wollte. Preislich war der Unterschied minimal, wenn man berücksichtigt, dass ich bei Air Berlin für die gewünschten Fensterplätze wahrscheinlich noch einmal bezahlen müsste. Außerdem wollte ich auch gerne mal wieder im Terminal 1 abfliegen. 11.08.17 LH 176 FRA-TXL A321 D-AIRH „Garmisch-Partenkirchen“ Gate A13, Sitz 22 A, Startbahn 25 C, Landebahn 08 L Flugzeit geplant: 8:45 – 9:55, tatsächlich 8:45 – 9:45 „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ dachte ich mir, als ich bei trübstem Mistwetter zum Flughafen fuhr. Irgendwie scheint auf meinen Flügen ein Fluch zu liegen, denn meine Starts in Frankfurt finden gefühlt immer häufiger bei dichten Wolken statt. Als ich knapp eine Stunde vor Abflug im Terminal 1 ankam, war ich ganz überrascht, denn an der Sicherheitskontrolle gab es keinerlei Wartezeit. Nicht ein Mensch stand vor mir am Band und prompt vergaß ich, meinen Flüssigkeits-Beutel aus dem Rucksack zu ziehen. Das fiel mir aber erst auf, als der Rucksack aus dem Röntgengerät wieder herauskam, und vom Sicherheitspersonal hatte es niemand beanstandet. Wenn man nach der Sicherheitskontrolle das Shoppingparadies durchquert hat, kommt man direkt beim Gate A13 heraus; es war also für mich der kürzeste Weg. Das Flugzeug war fast voll und trotz des miesen Wetters mit noch schlechterer Sicht verließen wir auf die Minute pünktlich die Parkposition und rollten zur Startbahn 25 C, wo wir ohne weitere Wartezeit auch um 8:55 Uhr abhoben und nur Sekunden später in den Wolken verschwanden. Daher gibt es auch keine weiteren Bilder vom Flug, denn in Berlin-Tegel war es ähnlich, nur trockener. 20 Sekunden vor dem Aufsetzen um 9:41 Uhr kamen wir erst aus den Wolken heraus. Die kurzen Wege in Tegel sind schon nicht schlecht – keine fünf Minuten nach der Ankunft war ich bereits aus dem Terminal und saß im Bus, der mich zur nächsten U-Bahn-Haltestelle brachte. Das Vorfeld mit der startbereiten Blue Air. Das Touristenprogramm begann mit einer einstündigen Rundfahrt auf der Spree durch ein Viertel, das ich bisher überhaupt nicht kannte. Das Bode-Museum auf der Museumsinsel Das Reichstagsgebäude mit der Glaskuppel Der Jakob-Mierscheid-Steg über die Spree verbindet die beiden Stadtteile, die früher durch die Spree getrennt waren. Das Bundeskanzleramt Wenn man die Moltkebrücke unterquert, wird man vom Porträt Moltkes, dem Chef des Preußischen Generalstabs, böse angeschaut. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus erinnert an eine Waschmaschine. Unter der Weidenhammer Brücke passte unser Schiff gerade so durch. Nun bin ich zum ersten Mal durch das Brandenburger Tor durchgegangen. Als ich es zuletzt sah, war es nur von westlicher Seite möglich. Das Holocaust-Mahnmal. Als ich zum ersten Mal davon hörte, wusste ich mit den Stelen nichts anzufangen, aber es ist doch sehr eindringlich und auch bedrückend, durch sie hindurchzugehen, da man sich immer tiefer darin gefangen fühlt. Nach dem ersten Gang durch die Stadtmitte checkte ich in meinem Hotel ein, das günstig am Weg Richtung IGA lag. Die Zimmer waren im fünften Stock im Hinterblock eines Wohnhauses, aber das Zimmer war groß und sauber und ich war sehr zufrieden damit. Die zweite Runde führte mich zum Alexanderplatz und dem Fernsehturm, dem „Telespargel“. An der Kasse war eine lange Warteschlange für die Tickets, am Ticketautomaten stand kein Mensch. Also holte ich mir dort das Ticket und war bereits in den nächsten fünf Minuten in der Gruppe, die zum Aufzug durfte. Vorher noch die Sicherheitskontrolle. Drei Schlangen mit drei Schleusen. Bei jedem, der durchging, piepste die Schleuse, aber es passierte weiter nichts. In den anderen beiden Schlangen wurde auch das Gepäck kontrolliert, in meiner Schlange nicht. Verstanden haben wir dieses System nicht und fuhren dann nach oben auf die Beobachtungsplattform. Dank der Fensterschräge konnte man auch dank des mittlerweile eingesetzten Regens gut nach unten blicken. Karl-Marx-Allee Prenzlauer Allee Air Berlin im Landeanflug auf Tegel Der große, dunkle Block ist das internationale Handelszentrum. Dahinter das Reichstagsgebäude und das Brandenburger Tor. Berliner Dom Rotes Rathaus Die Decke der Liftkabine ist gläsern, so dass man während der Fahrt auch den Aufzugschacht sieht und sich je nach Lust und Laune dabei einen Horrorfilm vorstellen kann. Es blieb noch Zeit für einen Ausflug in das ehemalige West-Berlin, das ich von der Klassenfahrt von 1986 her kannte. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Der Weltkugelbrunnen vor dem Europa-Center – 31 Jahre später. Der Zoo-Palast. Hier hatte ich 1992 auf der Berlinale eine besondere Deutschland-Premiere erlebt (Star Trek VI – Das unentdeckte Land). Mir war nicht bewusst, dass der Zoo-Palast gleich neben dem Kurfürstendamm steht. Nach dem langen touristischen Programm und dem Abendessen an diesem Tag fiel ich so müde ins Bett, dass ich nicht einmal mehr die Seite zu Ende lesen konnte. Am nächsten Morgen ging es dann mit der U-Bahn in den Stadtteil Marzahn-Hellersdorf. Im Erholungspark Marzahn findet die IGA 2017 statt. Frühs und bei ständigem Regen war noch wenig los. Immerhin klarte es im Lauf des Tages auf. Die Seilbahn über das Parkgelände im Regen In den Gartenkabinetten zeigen Architekten aus allen Kontinenten ihre Ideen für ein Stück Garten. Hier der amerikanische Entwurf „Los Angeles“, der ein kleines Stück Alibi-Garten inmitten der zugepflasterten Parkplatzfläche zeigt. Der chinesische Entwurf. Eine andere Ausstellung zeigte Grabstätten und Grabmale. Dieses Grab erhielt die große Goldmedaille der Friedhofsgärtner-Vereinigung. Die Parkanlage „Gärten der Welt“ umfasst mehrere Gartenanlagen aus verschiedenen Ländern, deutlich größer als in den Gartenkabinetten. Koreanisch Einem britischen Cottage nachempfunden. Im Rhododendronwald sind Märchenfiguren und man kann noch einmal eine Kurzfassung des jeweiligen Märchens nachlesen. Ich brauchte lange, um im Irrgarten die Mitte zu finden, kam aber überraschend schnell wieder heraus. Die Aussichtsplattform „Wolkenhain“ ermöglicht einen Blick weit über Berlin und nach Brandenburg. Wie hier über das IGA-Gelände nach Marzahn. Alleine der Stadtteil Marzahn-Hellersdorf hat 260000 Einwohner – so viel wie manch andere Großstadt. Blick bis in die Stadtmitte Das IGA-Gelände Ein Highlight war noch die Natur-Bobbahn. Es geht 500 m weit in die Tiefe, dann wird man durch ein Förderband wieder nach oben gezogen. Dafür steht man gerne eine halbe Stunde an. 12.08.17 LH 199 TXL-FRA A321 D-ADVD (Retro Jet) Gate A08, Sitz 6 F, Startbahn 26 L, Landebahn 25 R Flugzeit geplant: 18:45 – 19:55, tatsächlich 18:51 – 19:51 Gut zwei Stunden vor dem Abflug war es Zeit, sich wieder auf den Weg Richtung Flughafen zu machen, da ich einmal quer durch die ganze Stadt musste. U-Bahn, S-Bahn und der Bus brachten mich zum Flughafen Tegel, wo ich gerade pünktlich ankam, um die Landung meines Flugzeugs zu verfolgen: Es war der Retro-Jet. So schön die kurzen Wege in Tegel auch sind, sie bringen den Nachteil des geringen Platzangebots mit sich. Entsprechend eng und gedrängt war es im Gate und ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn ein Großraumflugzeug abgefertigt wird. Das Einsteigen zog sich ewig hin, weil es im Gang nicht weiter ging. Das Einsteigen nach Zonen bzw. Sitzreihen wurde wieder abgeschafft, dafür hing in der Fluggastbrücke ein Schild, man möge doch bitte schon vor dem Einsteigen seinen Mantel ausziehen, um die Gänge im Flugzeug frei zu halten. Als wir schon starten sollten, stand ich immer noch in der Fluggastbrücke im Stau, doch als wir dann alle im Flugzeug waren, ging es ganz schnell und wir rollten schon zur Startbahn, als einige Passagiere noch ihr Handgepäck verstauten. Ich hatte Glück, noch die rumänische Cobrex Trans zu erwischen. Bis vor kurzem hatte ich von dieser Gesellschaft noch nie etwas gehört. Um 18.58 Uhr hoben wir ab. Tegeler See Gleich drei Wolkenschichten übereinander im Anflug auf Frankfurt. Mit derart miesem Wetter hatte ich bei der Landung um 18:41 auf der Nordwestbahn dennoch nicht gerechnet. Wie am Vortrag düster, grau, verregnet mit tief hängenden Wolken. Mehr als Kelsterbach gab es daher nicht zu sehen. Neben dem „Maus“-Flieger (der fehlt mir immer noch) kamen wir am Gate A18 zum stehen, und auch wenn in Frankfurt die Wege deutlich länger sind als in Tegel, war ich 10 Minuten später aus dem Terminal und machte mich auf den Heimweg. Bis zur nächste Reise nach Berlin soll es nicht wieder so lange dauern. Die Stadt hat Lust auf mehr gemacht und neben den touristischen Highlights fand ich es auch wieder interessant, durch die Straßen zu laufen und würde gerne mehr von den verschiedenen Stadtteilen erleben. Copyright aller Fotos: Martin Stahl
  5. Früher war das noch heftiger, da durfte eine Airline, die Taiwan anfliegt, die Volksrepublik China (also Festland) gar nicht anfliegen. In Folge entstanden Tochterfirmen wie "KLM Asia" oder "Swissair Asia", die die Taiwan-Flüge machten. Sehr auffällig ist auch die Route der China Airlines von Frankfurt nach Taipeh. Diese Strecke geht auch über Hongkong, der Flug in die Gegenrichtung (also nach Frankfurt) weit nördlich über Japan. China wird stets umflogen. Martin
  6. [TR] Gibraltar (FRA-LHR-GIB mit British Airways)

    Gibraltar – weltweit der einzige Flughafen, dessen Start- und Landebahn eine vierspurige Hauptverkehrsstraße kreuzt, und die daher bei Start und Landung durch eine Schranke gesperrt wird. Dort wollte ich unbedingt einmal landen und starten, und wenn ich schon dort bin, natürlich auch einmal Gibraltar und den Felsen erleben. Neben einigen wenigen Flügen nach Marokko gibt es nur Flüge nach England, und daher blieb als einzige brauchbare Option nur British Airways. Da die Flüge nach Gibraltar im Vergleich zu anderen Europa-Flügen recht teuer sind (ab 350 €), wollte ich warten, bis ich genügend Avios in deren Vielfliegerprogramm gesammelt hatte. Das würde aber noch dauern. Dazu kam, dass die Gibraltar-Flüge in London Heathrow derzeit noch im Terminal 3 abgefertigt werden. Das einzige Terminal in LHR, das mir noch fehlt, und nächstes Jahr wird es geschlossen und abgerissen. Also doch die Flüge gebucht und auf Terminal 3 und Gibraltar gefreut. Ein guter Freund begleitete mich, und wir fanden ein günstiges Hotel im spanischen Grenzort La Linea, von Gibraltar aus bequem zu Fuß zu erreichen. 06.06.17 BA 901 FRA-LHR A319 G-EUPY, Sitz 21 A, Gate D6 Startbahn 18 (7:46), Landebahn 27 L (8:10) Flugzeit geplant: 7:15 – 8:10, tatsächlich 7:33 – 8:16 Wir hätten gerne in Frankfurt einen späteren Flug genommen, aber dann hätten wir den Weiterflug nach Gibraltar nicht erreicht. Ich war froh, überhaupt Flüge gefunden zu haben, ohne in London übernachten zu müssen, da British Airways an manchen Tagen nur einen Flug nach Gibraltar hat, der entweder zu früh in London startete oder zu spät landete. So quälten wir uns frühs um 4 Uhr aus den Betten und saßen noch vor 7 Uhr in der startbereiten Maschine, die aber wegen des Sturmtiefs über London noch keine Starterlaubnis bekommen hatte. Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann los. Mein neunter Flug von Frankfurt nach London-Heathrow. Viermal Lufthansa, viermal British Airways und einmal (mein erster London-Flug 1995) mit British Midland. Es war die Standardroute über Bad Kreuznach, den Hahn, Lüttich, Brüssel, und über der Themsemündung ging es in den Anflug nach London. Worms am Rhein und ganz hinten am Rhein die BASF in Ludwigshafen Während wir in Frankfurt bei passablem Wetter gestartet waren, erwartete uns schon über dem Hunsrück die dichte Wolkendecke des angekündigten Regenbands, das vom Wester her quer über Europa zog. Entsprechend verkündete der Pilot beim Anflug auf London auch „light rain and heavy winds“. So ruppig war dann auch der Landeanflug und der „light rain“ entpuppte sich als heftiger Dauerregen unter tiefen und grauen Wolken. Derart trostlos hatte ich London noch nie erlebt. Die Themse bei Twickenham im Regen Der Gedanke, die vier Stunden Umsteigezeit mit Flugzeugfotos draußen zu verbringen, hatte sich damit erledigt. Der Umstieg von Terminal 5 mit dem Transferbus zu Terminal 3 war schnell erledigt, und als wir das Terminal 3 betraten, stand zufällig ein früherer (vor 20 Jahren) gemeinsamer Arbeitskollege vor uns, der gerade auf dem Weg zu seinem Flug in die USA war. Wir dagegen hatten noch gut vier Stunden Zeit – sogar noch mehr, da aufgrund der Wettersituation unser Anschlussflug nach Gibraltar verspätet war. Während mein Freund sich etwas hinlegte, wanderte ich alle Gates im Terminal 3 ab, spähte hier und da hinaus auf das regnerische Vorfeld und erlebte die Gänge und tiefen Betondecken der 60er Jahre im Terminal 3. BA 490 LHR-GIB A320 G-EUYM, Sitz 22 F, Gate 9 Startbahn 27 R (14:18), Landebahn 27 (17:35) Flugzeit geplant: 12:25 – 16:20, tatsächlich 14:03 – 17:40 Irgendwann waren die sechs Stunden Umsteigezeit auch vorbei und sie kamen uns gar nicht so lange vor wie anfangs befürchtet. Immerhin hatte sich der Himmel mittlerweile etwas aufgeklart und wir würden nicht schon auf der Startbahn in den Wolken verschwinden. Als wir in der Warteschlange bei der Bordkartenkontrolle standen, hörten wir im Gatebereich eine Durchsage zu unserem Flug, bekam aber nicht mit, worum es sich konkret handelte. An der Bordkartenkontrolle hörte ich zufällig, dass unser Flug nach Malaga gehen würde. Malaga??? Jaaaa, in Gibraltar wären derzeit so starke Winde, dass eine Landung dort nicht möglich wäre. Wir würden daher nach Malaga fliegen und mit dem Bus weiterfahren. Menno, nach Malaga hätte ich auch ab Frankfurt mit Ryanair fliegen können. Und da geht auch keine Schranke runter, wenn wir landen. Das war das letzte, womit ich gerechnet hatte. Andere Passagiere hatten in diesem Moment das Problem, dass sie nur ein Visum für Großbritannien hatten, aber nicht für den Schengen-Raum und daher in Malaga nicht aussteigen könnten. Ob und wie das gelöst wurde, bekamen wir nicht mit. Im Flugzeug selbst war dann immer vom Flug nach Gibraltar die Rede, bis der Kapitän verkündete, dass einige von uns verwirrt seien, weil wir Malaga gehört hätten. Die Winde sind derzeit stark, werden aber besser, und er sah gute Chancen, dass wir doch direkt in Gibraltar landen könnten. Wir würden starten und ggf. während des Flugs entscheiden. Nach dem Start in westliche Richtung führte die Route uns über den Ärmelkanal und die Bretagne auf den Golf von Biskaya. Bei Santander erreichten wir Spanien und überquerten die iberische Halbinsel bis nach Marbella. Slough und am unteren Bildrand Schloss Windsor Die britische Küste bei Bornemouth Guernsey Der Puente Nuevo-Stausee in Spanien Die Berge der Sierra de las Nieve kurz vor der Küste Die Costa de Sol bei Marbella – und wir im Landeanflug auf Gibraltar und nicht Malaga! Und da ist er auch, der Felsen von Gibraltar. Danke der Kurve bekam ich ihn für einen kurzen Moment vor die Linse. Leider war Westwind, so dass wir den Felsen im Landeanflug nicht in der Bucht umflogen, um von der anderen Seite hereinzukommen. Hinter dem Grenzzaun, der bis ins Wasser reicht, ist das spanische La Linea. Und da waren wir nun bei strahlendem Sonnenschein auf dem kleinen Flughafen von Gibraltar, direkt neben dem Felsen. Wir waren gespannt, ob es eine Passkontrolle geben würde oder ob der Flug als Inlandsflug gelten würde. Es gab eine Kontrolle, und als wir durch waren, rotieren schon die Koffer auf dem Band. Wir waren nach Großbritannien eingereist, um gleich nach Verlassen des Flughafens wieder auszureisen und spanischen Boden zu betreten. Unsere Ausweise kamen mit der automatisierten Kontrolle nicht zurecht und wir hielten sie dem Grenzbeamten vor die Nase, der uns aber im Regelfall durchwinkte. Teilweise war die Kontrolle nicht einmal besetzt und wir konnten einfach durchgehen. Unser Hostal Paris in La Linea – einfach, aber in Ordnung und zum Schlafen völlig ausreichend. Von dort war man zu Fuß in 10 Minuten am Grenzübergang. Der Strand von La Linea Die spanische Kirche Inmaculada Concepción Am nächsten Morgen ging es dann nach Gibraltar, wobei der Felsen sich hinter der Wolke versteckte. Mittlerweile herrschte Ostwind, und die Luft staute sich am Felsen und kondensierte, so dass die Spitze die meiste Zeit in die Wolke gehüllt war. Wir schauten uns daher zuerst den Ort an und verlegten den Felsen auf später. Dieses Foto ist auf der Landebahn entstanden. Und haben wir also zu Fuß die Landebahn eines internationalen Verkehrsflughafens überquert. Auf dem Grand Casemates Square gönnten wir uns ein englisches Frühstück und hofften, dass die Wolke sich allmählich auflösen würde. Nach dieser Stärkung liefen wir weiter und weiter und weiter, bis wir nach einer Weile das Ende des Felsens erreicht hatten. Unterwegs – das Haus des Gouverneurs Der kleine Trafalgar-Friedhof Und immer noch die Wolke da oben… Die 100 Tonnen-Kanone, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts installiert wurde. Und jaaa, blauer Himmel! Die Wolke war ja nur direkt über dem Felsen. Parson's Lodge Battery aus dem 18. Jahrhundert Die Straße von Gibraltar – links ist Afrika, rechts Europa. Schließlich hatten wir den Europa-Punkt an der Südspitze von Gibraltar erreicht. Dort steht die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee, einer der größten Moscheen, die in einem nicht-muslimischen Land erbaut wurde. Als wir uns an der Südspitze fotografieren ließen, hat Afrika sich hinten ins Bild geworfen. Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Europa Zu Fuß ging es wieder zurück und wir blickten nun in die Bucht von Gibraltar. Da die Wolke nicht mehr gar so dicht war, fuhren wir nun mit der Seilbahn auf den Felsen. Knapp unterhalb der Wolkendecke kamen wir an. Der Blick geht zum Festland. Zwischen Gibraltar und dem Hafen von La Linea befindet sich die Landebahn. Hier werden die Wolken produziert. Die Werftanlagen beim Hafen Afrika Und da waren sie, die berühmten Berberaffen. Unsere Vorräte waren sicher in den Rucksäcken verstaut und wir hatten keinerlei Probleme mit ihnen. Einem anderen Touristen klauten sie aber die Plastiktüte mit den Bananen. Es machte einfach Spaß, die Affenherde zu beobachten. Die Verkehrsschilder auf dem Felsen waren sehr originell – jedes Mal war ein anderes Tier aufgedruckt. (Die anderen Tiere saßen aber nicht in echt auf ihren Schildern.) Nächste Station waren die Tunnels aus der großen Belagerung, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurden. In einem der Tunnel führte eine Wendeltreppe in einer Kammer weiter unten, und wir folgten ihr neugierig. In der Kammer waren Teelichter angezündet und eine junge Frau arbeitete dort mit Laptop und Tablet. Wie sie uns auf Deutsch erklärte, kommt sie einmal im Monat hierher, um nach Geistern zu suchen. Wir verabschiedeten uns freundlich und gingen wieder die Treppe nach oben. Aus den Schießscharten in den Tunnels im Felsen hat man einen tollen Blick nach unten. Hier auf den Friedhof mit den Gefallenen aus den beiden Weltkriegen. Und natürlich auf den Flughafen British Airways startet nach London. Noch beeindruckender war die St. Michaels-Höhle am anderen Ende des Felsens. Eine gigantische Tropfsteinhöhle, die im 2. Weltkrieg als Lazarett diente, und heute als Auditorium für Konzerte. Als wir am Abend kaputt und erschöpft den Rückweg zum Hotel antraten (insgesamt hatten wir fast 25 km zu Fuß zurückgelegt), mussten wir an der Schranke noch etwas warten, weil prompt ein Flugzeug startete. Mann, hatten wir ein Glück! Der nächste Morgen, und die Wolke war etwas höher als gestern. So wirklich wussten wir noch nicht, was wir unternehmen wollten. Die Marina besichtigen, gerne den botanischen Garten und dann mal schauen. Das Gebiet rund um den Yachthafen, wo man schön und auch nicht teurer als anderswo englisch frühstücken konnte. Das große Schiff dient als Hotel und Casino. Vom Hafen kommt man nahe an die Landebahn und zu dem Zeitpunkt landeten auch zwei Flieger. Hier die Easy Jet. Der Felsen von der Marina aus Die maurische Burg aus der Zeit, als die Mauren Gibraltar besetzt hatte. Main Street Die Kathedrale Diese sehr schöne Anlage im botanischen Garten war leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dafür stießen wir auf ein anderes Kleinod im botanischen Garten, nämlich den Alameda Wildlife Conservation Park, der ursprünglich als Refugium für Tiere diente, die vom Zoll beschlagnahmt wurden. Inzwischen nimmt er auch unerwünschte exotische Haustiere auf und hat als Leihgabe von anderen Zoos bedrohte Tierarten. Eine nette kleine Anlage mit Ottern, Papageien, Schildkröten und den Katta-Lemuren. Diese Blüten fand ich nicht im botanischen Garten, sondern am Straßenrand. Da der Ausgang des botanischen Gartens nahe der Straße war, die sich in Serpentinen auf den Felsen schlängelte, gingen wir diese spontan nach oben und bekamen noch einmal herrliche Blicke auf die Sehenswürdigkeiten, die wir am Tag zuvor unten erlebt hatten. Parson's Lodge Battery Die 100 Tonnen-Kanone Die Südspitze Oben angekommen, stießen wir auf den Mediterranean Pathway, ein Wanderweg, der sich oben den Felsen entlangschlängelte und eine Möglichkeit bot, auch die andere Seite von oben zu sehen. Die Wolke war weg und wir waren ganz schnell auf diesem phantastischen Wanderweg. Möwenküken In der Goat’s Hair-Höhle Die beiden kleinen Dörfer an der Ostküste Und wieder startete British Airways. Nach gut zwei Stunden hatten wir einen der obersten Punkte des Felsens erreicht und konnten wieder auf beide Seiten runterschauen. Hier nach südwesten. Und nach nordwesten, also aufs Festland. Diese Hängebrücke wollten wir noch erreichen und fanden sie beim Abstieg auch. Ganz in der Nähe waren noch mal Berberaffen. Dieser Affe sprang nicht ganz so geschickt… Und der kleine Affe schlief selig ein, während er gelaust wurde. Und dieser wachte über den Felsen. Die Mauer wurde von Karl V. vor bald 500 Jahren errichtet. Inzwischen wurde auf dem erhaltenen Teil der Mauer ein Fußweg mit vielen, vielen Treppenstufen errichtet, so dass man auf den Felsen hochsteigen kann. 09.06.17 BA 493 GIB-LHR A320 G-EUYE, Sitz 24 A, Gate 2 Startbahn 27 (12:13), Landebahn 27 L (13:58) Flugzeit geplant: 11:50 – 13:45, tatsächlich 12:02 – 14:20 Nach zwei tollen Tagen ging es wieder nach Hause. Wir frühstückten diesmal in Spanien und checkten schnell und unkompliziert am kleinen Flughafen ein. Monarch A320 bei der Landung Der Beweis, dass wir wirklich in Großbritannien waren… Wann fährt schon ein roter Doppeldeckerbus über eine Landebahn? Und jetzt schlossen sich auch wegen uns die Schranken wieder. Leider hatte der Wind erneut gedreht, wehte aus Osten und es gab keinen Start um den Felsen herum. La Linea Noch mal der Felsen in seiner ganzen Pracht incl. Landebahn am rechten Bildrand Marbella Der Geisterflughafen Ciudad Real, ein Millionengrab. Er wurde einst gebaut, um den Flughafen Madrid zu entlasten, aber derzeit fliegt keine Fluglinie Ciudad Real an. Madrid Flughafen Madrid-Barajas Es war interessant zu beobachten, wie ungefähr auf der Höhe Madrids der braune Süden Spaniens in den grünen Norden übergeht. Hier nahe des El Atazar-Stausees. Aber auch im Norden gab es noch beeindruckende Bodenformationen zu sehen. Über der Bucht von Laredo verabschiedeten wir uns von Spanien. Mündungstrichter der Vilaine (Bretagne) Jersey mit dem Flughafen, Leuchtturm La Cobiere und der Saint Ouen-Bucht. Hier hatte ich vor drei Jahren einen Kurzurlaub verbracht. Isle of Wight direkt vor der britischen Küste Am linken Bildrand London-Heathrow Ein kurzer Blick auf die Londoner Innenstadt Richmond Park Twickenham Stadion Die berühmte Spotterwiese an der Myrtle Avenue. Dort habe ich auch schon viele Stunden zugebracht. Bis wir dann unser Gate im Terminal 3 erreicht hatten, dauerte es noch eine Weile, da es durch ein anderes Flugzeug besetzt war. BA 312 LHR-FRA A319 G-EUOD, Sitz 22 A, Gate B34 Startbahn 27 L (17:04), Landebahn 25 R (19:13) Flugzeit geplant: 16:10 – 18:55, tatsächlich 16:50 – 19:28 Wieder der Transfer mit dem Bus, diesmal von Terminal 3 zu Terminal 5. Dort legten wir lange Wege zurück, passierten erneut die Sicherheitskontrolle und mussten uns dann schon auf dem Weg zum Satelliten B machen, wo der Flug nach Frankfurt abgefertigt wurde. Wir brauchten tatsächlich gut eineinhalb Stunden für den Transfer. Der Flug nach Frankfurt war auch wieder praktisch voll und hatte Verspätung, da die Besatzung zwar direkt aus Frankfurt kam, aber das Flugzeug gewechselt hatte und noch Papierkram erledigen musste. Und dann war der Slot weg. Immerhin kamen wir nicht gar so spät wie zuerst erwartet raus. Die Route war diesmal eine der ungewöhnlicheren. Es ging nicht wie sonst meistens über Dover und Belgien nach Frankfurt, sondern weiter nördlich, über Rotterdam und das Ruhrgebiet. Das neue Terminal 2 fest in Hand der Star Alliance. Der Frachtkomplex von Heathrow Wraysbury-Wasserreservoir Die niederländische Küste nahe Den Haag Oberhausen, Bottrop und Essen In der Wolkenlücke die LOT im Anflug auf Brüssel. Limburg an der Lahn Der einzige Blick auf die Frankfurter Innenstadt Bad Homburg Die Gewitterzelle über dem Spessart. Bis wir dort ankamen, war es schon wieder abgeklungen. Der Monte Scherbelino am Offenbacher Kreuz. Als Kleinkind hatte ich dort vor bald 45 Jahren einmal gespielt, bis der Müllberg später geschlossen wurde. Das Frankfurter Kreuz. Hier hatte meine Flugleidenschaft begonnen. Wenn ich als Kind über das Frankfurter Kreuz fuhr, sah ich die Flugzeuge im Endanflug, eines nach dem anderen. Damals hatte ich den sehnlichen Wunsch, einmal das Frankfurter Kreuz von oben zu sehen. Terminal 1 mit Flugsteig B des Frankfurter Flughafens Und damit war eine schöne Kurzreise zu Ende. Gibraltar hat uns sehr gut gefallen, vor allem die Wanderung auf dem Felsen. Irgendwann möchte ich noch einmal in die Ecke und dann auch den südlichsten Punkt Europas besuchen, denn das ist Gibraltar noch gar nicht, sondern das nahe gelegene Tarifa. Copyright aller Fotos: Martin Stahl
  7. Aktuelles zu Wizz Air

    Wobei die Gates um D50 auch immer wieder von anderen Airlines verwendet werden, u.a. British Airways. In der letzten Woche war das häufiger der Morgenflug mit der B767. Die Parkpositionen im Bereich des künftigen Terminals 3: Die hat der Flughafen seit einige Wochen neu ausgewiesen, auch Flieger von Tui, Gulf Air, Air Berlin und anderen Airlines werden dort teilweise abgefertigt. Immerhin erreicht man von dort aus die Startbahn West sogar schneller als wenn man direkt vor dem T2 steht. Und die Busfahrt dorthin ist auch nicht länger als die Busfahrt von T2 zu einer Parkposition im westlichen Bereich des Flughafens. Die Verspätungen sind natürlich ein anderes Kapitel, wobei ich Wizz zu wenig kenne, um zu sehen, ob das in diesem Fall ein Frankfurt-spezifisches Problem ist. Martin
  8. Würde ich nicht machen. Es sei denn, die wissenschaftliche Arbeit geht über das Verhalten von Luftfahrt-Fans in einem Internetforum. Was die Teilnehmer hier im Forum aber schreiben, geht nicht als wissenschaftliche Quelle im Sinne von Sekundärliteratur durch. Dass die Infos umfangreich sind, spielt keine Rolle. Und gut recherchiert... häufig ist es ja etwas im Sinne von "Ich habe gehört..." Häufig sind keine Quellenangaben dabei. Wenn doch, würde ich lieber die Originalquelle direkt für die Arbeit verwenden - sofern diese wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Wenn eine Airline eine neue Flugverbindung anbietet und das auf ihrer Homepage veröffentlicht, kann man das gerne als Primärquelle hernehmen. Artikel von z.B. einer Universität natürlich auch. Boulevardmagazine, aus denen z.B. zitiert wird, dass "die Passagiere schreckensbleich in ihren Gurten hingen", gehen keinesfalls. Du kannst die Beiträge hier als Ideen nehmen, um im Internet nach brauchbaren Quellen zu suchen, aber nicht als Quellen verwenden. Zu den redaktionellen Beiträgen: Ich habe mir vorhin einige angeschaut. Quellen für die Inhalte werden nicht gegeben, alle Links beziehen sich wieder auf andere Artikel auf airliners.de. Damit genügen die Inhalte auch nicht wissenschaftlichen Ansprüchen. Auch hier würde ich dann nach den Inhalten im Internet suchen, die z.B. direkt von der Pressekonferenz berichten oder von einer entsprechenden Nachrichtenagentur stammen. Martin
  9. Aktuelles zum Flughafen Frankfurt

    Heute war die 18 komplett geschlossen und es herrschte Ostwind, also 07-Betrieb. Alle Starts gingen heute ausnahmslos über die Centerbahn, gelandet wurde auf der Südbahn und der Nordwestlandebahn. Das passt nicht zur Hypothese mit der Stauvermeidung bei den gelandeten Maschinen. War auf alle Fälle ein interessanter Betrieb heute, da die Centerbahn entsprechend häufig benutzt wurde und man schön sehen konnte, wie die Maschinen nach dem Start in die verschiedenen Richtungen abdrehten und teilweise den Flughafen umflogen. Martin
  10. Aktuelles zum Flughafen Frankfurt

    Verloren: Air Transat PIA Yemenia Gewonnen: China Southern
  11. Turboprop-Flug gesucht!

    Innerdeutsch oder ins benachbarte Ausland? Generell sind ab kleineren Flughäfen wie Nürnberg die Chancen größer. Ab Frankfurt fällt mir spontan als zuverlässiger, regelmäßger Turboprop-Flug nur die Austrian Airlines nach Innsbruck ein. Martin
  12. Strecken-Gerüchteküche: Slotanträge, Flurfunk etc.

    Der Link funktioniert nicht. Welche Airline soll es denn sein? Martin
  13. [TR] Ostern in Florenz und Pisa (FRA-CDG-FLR mit Air France)

    Keine Bange, ich bin nicht eine halbe Stunde für den Glockenturm angestanden. Das war einfach die Zeit, zu der ich die Turmbesteigung gebucht hatte.
  14. Zu Florenz hatte ich lange Zeit so gar keine Beziehung. Stadt in Italien, kleiner Flughafen mit kurzer Startbahn. Das war’s dann auch schon, bis ich einmal ein Foto der Ponte Vecchio sah. Hübsche Brücke. Eigentlich sehr hübsch. So hübsch, dass ich mir doch einmal Florenz anschauen sollte. Aber der Gedanke geriet wieder in Vergessenheit, da ich auch noch so viele andere Ziele hatte. Ins Bewusstsein rückte der Gedanke wieder, nachdem ich letztes Jahr Dan Browns „Inferno“ gelesen hatte, dessen Handlung zum Teil in Florenz spielt. Die Geschichte erweckte wieder die Lust auf Florenz und diesmal machte ich Nägel mit Köpfen und buchte über Ostern. Und zwar mir Air France. Die Flüge waren nicht teurer als die Direktflüge mit der Lufthansa, Umsteigen ist immer schön und ich bekam dadurch endlich die Gelegenheit, einmal mit dem Airbus A318 zu fliegen, der mir in meiner Sammlung noch fehlte. 16.04.17 FRA-CDG AF 1619 (durchgeführt von Hop!) E190 F-HBLA Gate D25, Sitz 4F, Startbahn 25 C, Landebahn 26 L geplante Zeit: 12:10 – 13:35, tatsächlich: 12:08 – 13:18 Mit dem Regionalexpress und der S-Bahn ging es zum Frankfurter Flughafen. An den Kontrollen war fast nichts los, und am halb leeren Gate D25 gab es die Überraschung, dass unser Embraer Regional Jet direkt am Gate stand. Eigentlich gibt es eine Busfahrt auf das Vorfeld. Die Maschine war gerade einmal halb voll und entsprechend schnell waren alle eingestiegen. Überpünktlich ging es los und gut fünf Minuten später hoben wir bereits auf der Bahn 25 C ab, anstelle wie üblich erst einmal eine Viertelstunde zur Startbahn West zu rollen. Nach dem Start Richtung Westen ging es über Trier und Luxemburg nach Frankreich, wo es bis Paris keine größeren Städte zu sehen gibt. Raunheim und Flörsheim Der Rhein bei Mainz. Die Brücke ist die A60, dahinter die Eisenbahnbrücke und das Mainspitzdreieck, wo der Main in den Rhein fließt. Der Rest des Flugs war über der geschlossenen Wolkendecke, und um 13:06 Uhr setzten wir auf der äußeren Südbahn in Paris-CDG auf und rollten zum Regionalterminal 2 H, wo fast nur die Flüge von Hop! abgefertigt werden und dessen Charme dem eines Baumarkts entspricht. Der Weiterflug nach Florenz wurde im Terminal 2 F abgefertigt, und ein Bus brachte uns zu diesem Terminal. Auf dem Weg dorthin bekam ich noch einmal meinen Hop!-Flieger vor die Linse. CDG-FLR AF 1666 A318 F-GUGG Gate F28, Sitz 22F, Startbahn 26 R, Landebahn 05 geplante Zeit: 15:05 – 16:50, tatsächlich: 15:00 – 16:29 Jetzt lernte ich auch das Schengen-Terminal 2 F kennen, das architektonisch und atmosphärisch eine ganz andere Liga als 2 G ist. An jedem Gate bekommt man auf einem Bildschirm Informationen zu den Flugdaten, dem Flugzeugtyp und sogar den Namen des Kapitäns. Mein erster Flug im kleinsten Airbus, und dieser war bis auf den letzten Platz voll. Überpünktlich, nämlich fünf Minuten früher, ging es schon los, und wir rollten einmal um das Terminal herum zur südlichen Startbahn, wo wir ohne Wartezeit um 13:09 Uhr in den bewölkten Himmel abhoben. Es ging quer über Paris nach Genf, über die Alpen, Turin und weiter über den Appenin nach Florenz. Das Essen bestand aus zwei gefüllten Mini-Muffins. Flughafen Charles-de-Gaulle Terminal 2 Das legendäre kreisförmige Terminal 1. Rechts davon Terminal 3, das als Low Cost-Terminal konzipiert ist. Parallel startete auf der nördlichen Bahn die Alitalia im Auftrag von Air Berlin nach Berlin. (Der kleine weiße Fleck.) Am Alpenrand blieben die Wolken hängen. Turin La Spezia an der Mittelmeerküste Der Kapitän verkündete, dass wir wegen der kurzen Bahn in Florenz sehr heftig bremsen würden und uns keine Sorgen machen sollten. Um 16:23 Uhr setzten wir in Florenz auf und warteten in der Ausbuchtung am Bahnende noch die Landung des KLM-Embraer Jets ab, da es keinen parallelen Taxiway zum Terminal gibt. Flughafen Florenz Mit dem Bus ging es zum Hauptbahnhof im Stadtzentrum und ich lief von dort die letzten Kilometer zum Hotel und bekam dabei die ersten Eindrücke von der Stadt und natürlich das erste gelato. Auf das italienische Eis hatte ich mich schon lange gefreut. Kirche Santa Maria Novella in Bahnhofsnähe Der restliche Weg zum Hotel führte mich am Arno entlang, immer mit dem schönen Blick auf das andere Flussufer. Piazzale Michelangelo auf dem Hügel. Mir war klar, dass ich da hinauf muss. Aber zuerst einmal ging es in das Hotel Columbus an der Uferstraße. Und dann zum Piazzale Michelangelo, um zwischen den vielen Touristen Florenz in der Abenddämmerung zu erleben. Blue Air B737 im Anflug. Der Dom, das herausragende Wahrzeichen. Nach einem Spaziergang durch die Abenddämmerung fand ich eine Pizzeria an der Stadtmauer. Eine Pizza musste natürlich sein und der geräucherte Mozzarella auf der Pizza war schon genial. Und das ist sie, die Ponte Vecchio, wegen der ich erstmals auf Florenz aufmerksam wurde. Die kleinen Häuschen, ähnlich Schwalbennestern, entlang der Brücke sind Schmuckläden. Darüber sieht man die Fenster des Vasari-Gangs, durch den man von den Uffizien zum Palazzo Pitti auf der anderen Seite des Flusses kommt. Am Ostermontag ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder zu Fuß die 5 km zum Bahnhof, da ich mir auch den Schiefen Turm von Pisa anschauen wollte. Ich fand noch einen Sitzplatz im randvollen Zug, der nach Pisa eine Stunde benötigte. Auch durch Pisa fließt der Arno. Einer der schönsten Plätze Pisas, die Piazza dei Cavalierei mit der Eliteschule Palazzo della Caronava. Direkt daneben die Kirche di Santo Stefano dei Cavalierei. Ich lief weiter durch die Straßen und Gassen Pisas, bis ich plötzlich vor dem Piazza dei Mirácoli stand, auf dem der Schiefe Turm von Pisa steht. Der Schiefe Turm ist der Glockenturm des Doms Santa Maria Assunta. Auf dem „Platz der Wunder“ befinden sich zusätzlich noch das Baptisterium (die größte Taufkapelle der Welt) und der monumentale Friedhof. Das obligatorische „Ich schiebe den Turm gerade“-Foto darf nicht fehlen. Die Taufkapelle, die im 14. Jahrhundert vollendet wurde. Beim Start vom Flughafen Pisa (hier Ryanair) umfliegt man einmal den Platz der Wunder. Der Dom Santa Maria Assunta Auf dem Rückweg zum Bahnhof stieß ich am Ufer des Arno noch auf die kleine Kirche Santa Maria della Spina. Es ging wieder zurück nach Florenz und ich gönnte mir eine Pause im Mercato Centrale. Die untere Kaufhalle war geschlosen, aber im ersten Stock wurden die verschiedensten Leckereien angeboten. Gerade richtig für eine kurze Mittagspause. Der Palazzo Pitti aus dem 15. Jahrhundert. Leider war es schon so spät am Abend, dass ich die Gartenanlage Giardino di Bòboli nicht mehr besichtigen konnte. Daher machte ich eine ausgiebige Wanderung um den Garten herum. Die Kirche San Miniato al Monte, die ich am Vorabend schon aus der Nähe gesehen hatte. Sie steht oberhalb vom Piazzale Michelangelo. Eine Kopie der David-Statue auf dem Piazzale Michelangelo. Über die steile und enge Via di Belvedere ging es allmählich zurück in die Stadt. Tor di San Niccolo. Vom Bahnhof bis zurück ins Hotel hatte ich an diesem Nachmittag insgesamt 17 km zu Fuß zurückgelegt. (Natürlich war das nicht der direkte Weg.) Tag 3 – die Kunstausstellung in den Uffizien stand auf dem Programm. Auf dem Weg in die Stadt ging ich ziellos durch die Straßen und Gassen und ließ mich treiben. Zufällig geriet ich auf den Piazza Santissima Anunziata, wo Spezialitäten aus allen Regionen Italiens angeboten wurden. Mit Käse gefüllte frittierte Reishügel aus Sizilien, Salami oder ganze gebratene Schweine. Die Uffizien waren einst ein Verwaltungsgebäude unter der Herrschaft der Medici. Heute befindet sich darin eines der größten Museen für klassische Kunst. Da ich mir im Vorfeld eine Karte besorgt hatte, umging ich die lange Warteschlange. Ich werde den Eindruck nicht los, dass diese Trajanstatue gerade ein Selfie macht. Das einzige Gemälde, das ich vorher schon gekannt hatte: Die Geburt der Venus von Botticelli. Die Ponte Vecchio mit dem Verbindungsgang aus den Uffizien. Ansonsten gab es unzählige Bilder christlicher Sakralkunst zu sehen. Gefühlt jedes zweite Bild zeigte die Muttergottes mit dem Jesuskind, das angebetet wurde. Zwei Stunden lang sah ich mir alle tapfer an, dann wollten die Füße nicht mehr. Die 17 km Marsch durch Florenz am Tag zuvor waren weniger anstrengend gewesen. Und meine Schuhe waren auch durchgelatscht. Trotzdem hatte ich mit dem Besuch der Uffizien Glück, denn es war der einzige Regennachmittag in Florenz gewesen. Der letzte Tag war angebrochen, und da ich nicht meine Reisetasche die 5 km zum Bahnhof schleppen wollte, fuhr ich diesmal mit dem Bus vom Hotel in die Stadt und deponierte die Tasche bei der Gepäckaufbewahrung. Kirche San Lorenzo, deren Fassade nie vollendet wurde. Der Dom, das Wahrzeichen von Florenz. Ich fand ihn besonders eindrucksvoll, wenn er plötzlich hinter den Häusern am Ende der Straße auftauchte und alles in den Schatten stellte. Der Glockenturm neben dem Dom. Ich wollte unbedingt noch auf die Domkuppel und hatte mir schon am Vortag das Ticket für die Kuppel und den Glockenturm besorgt, jeweils mit reservierter Besichtigungszeit, um die Warteschlange zu umgehen. Der Ticketautomat spuckte einen langen Papierstreifen mit Uhrzeiten und Barcodes aus und damit stand ich nun an der Eintrittspforte. Der Kontrolleur riss vom Papierstreifen den Abschnitt für den Glockenturm ab und es ging weiter, bis ich vor einer Schranke mit Barcodescanner stand. ??? Meine Karte hatte doch der Kontrolleur einbehalten und ich sprach ihn darauf an. Nein, das war nicht das Ticket, nur die Bestätigung für die reservierte Zeit. Aber etwas anderes hatte ich nicht. Kann nicht sein, jeder hätte ein Ticket. Ich kann nicht sagen, ob der Automat kein Ticket ausgespuckt hatte oder ob ich es nicht bemerkt hatte, da ich auf den Papierstreifen fixiert war. Ich hatte jedenfalls keines, nur diese Reservierung, aber der Kontrolleur ließ mich dann doch durch und ich stieg die Stufen zur Domkuppel hoch. Und hatte von dort den tollsten Blick auf Florenz überhaupt. Alle Sehenswürdigkeiten, die ich in den letzten drei Tagen in Florenz besichtigt hatte, bekam ich hier noch einmal von oben zu sehen. Glockenturm und Dom von oben. Das Gebirge im Hintergrund. Wegen dieser Berge kann die Start- und Landebahn nicht von beiden Seiten aus benutzt werden. Die Kirche Santa Croce, die größte Franziskanerkirche Italiens. Der Piazzale Michelangelo, von dem aus ich am ersten Abend den Dom fotografiert hatte. Der Palazzo Vecchio, das alte Rathaus. Mit dem charakteristischen Turm diente er als Vorbild für das Rathaus der Stadt Fürth. Palazzo Pitti, dahinter Giardino di Bòboli. Die Altstadt. Besonders die vielfältig bebauten Dächer haben mich fasziniert. Brussels Airlines startet. Start der Air Dolomiti. Als ich mich auf der Domkuppel satt gesehen habe, war noch die Frage, wie ich nun auf den Glockenturm komme. Eintritt hatte ich ja bezahlt, aber kein Ticket, nur die Reservierung. Und ich wusste nicht, ob ich ohne Ticket durch die Kontrolle kommen würde. Da hatte ich auf der Kuppel einen Gustav-Gans-Glücksmoment, denn dort lag tatsächlich ein Ticket herum. Ich nahm es mit und kam damit tatsächlich durch die Kontrolle am Glockenturm und stand eine halbe Stunde später wieder über den Dächern von Florenz. Jetzt auch die Kuppel von oben gesehen, auf der ich kurz zuvor noch selbst gestanden bin. Die Taufkirche des Florenzer Doms. Piazza della Republica Noch einmal bebaute Dächer. Auf dem Weg zum Bahnhof warf ich das Ticket und auch das Busticket vom Vormittag in den Abfalleimer und holte meine Tasche wieder ab. Wollte ich, fand jedoch den Abholschein nicht mehr. Ups. Das war gar nicht das Busticket gewesen, das ich vorhin weggeworfen hatte, sondern der Abholschein. Aber ich bekam meine Tasche trotzdem zurück. Bei der Abgabe machen sie eine Kopie des Ausweises, so dass der Nachweis kein Problem war, und anhand der Abgabezeit konnten wir meine Tasche auch wieder finden, so dass ich entgegen meiner Befürchtungen noch den Bus zum Flughafen erwischte. Ein Bus später wäre auch kein Problem gewesen. 19.04.17 FLR-CDG AF 1667 A318 F-GUGO Gate 3, Sitz 19F, Startbahn 23, Landebahn 08 R geplante Zeit: 17:40 – 19:30, tatsächlich: 17:40 – 19:30 Ich war etwas besorgt, ob der Rückflug wie geplant stattfinden würde. Am Tag vorher war der Ostwind so heftig, dass beide Air France-Flüge am Nachmittag nach Bologna umgeleitet worden sind. Doch auf dem Flightradar 24 sah ich meine Maschine im Anflug. Die Panorama-Terrasse entpuppte sich als Empore im Flughafengebäude, so dass keine besseren Fotos der Flugzeuge möglich waren. Der Rückflug ging über den Appenin, Mailand, Sion, Lausanne und Dijon nach Paris. Um 17:47 startete der vollbesetzte Airbus und drehte auch gleich in einer Rechtskurve ab. Blick zurück zum Flughafen. Und der Blick zurück nach Florenz. Über dem Appenin. Mailand Flughafen Mailand-Malpensa Lago Maggiore Lausanne Über Frankreich sah man praktisch keine Stadt bis kurz vor Paris. Da fällt auf, wie stark zentralisiert Frankreich ist. Dafür erlebten wir im Anflug auf CDG einen tollen Blick auf den Moloch Paris und die umliegenden Vororte. Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle Flughafen Paris-Le Bourget Seinebogen bei Villeneuve-la-Garenne Aschaffenburgs Partnerstadt Saint-Germain-en-Laye Von La Defense bis hin zum Eiffelturm. Saint-Denis Um 19:18 Uhr setzten wir auf der Bahn 08 R auf und bekamen eine Vorfeldposition, obwohl fast alle Gates am Terminal 2 F frei waren. Also ging es mit dem Bus zum Terminal, was aber ganz praktisch war, denn gleich neben dem Eingang zum Terminal fuhr der Transferbus zum Terminal 2 G ab. CDG-FRA AF 1018 (durchgeführt von Hop!) E190 F-HBLB Gate G36, Sitz 25A, Startbahn 07 R, Landebahn 07 L geplante Zeit: 21:05 – 22:25, tatsächlich: 21:04 – 22:29 Das Terminal 2 G leerte sich allmählich, bis nur noch die Passagiere unseres Frankfurt-Flugs als letzte übrig blieben. Sie reichten aber aus, um den kleinen Flieger wieder komplett zu füllen. Aber auch dieser Flug startete überpünktlich und rollte den langen Weg zur nördlichen Startbahn, wo wir um 21:24 Uhr in den dunklen Abendhimmel abhoben. In der Dunkelheit sah man die Lichter von Reims und die beleuchteten Straßen von Luxemburg und bei klarem Wetter flogen wir Frankfurt aus dem Westen an und setzten um 22:13 Uhr auf der Nordwestlandebahn auf. Um 23 Uhr wollte ich gerne die S-Bahn zum Hauptbahnhof erwischen, um den Zug nach Hause zu bekommen. Ansonsten wäre ich eine Stunde am Hauptbahnhof herumgesessen, was ich vermeiden wollte und um Mitternacht sowieso. Nur mit Handgepäck sollte der Wechsel von Terminal 2 zu 1 in einer halben Stunde eigentlich zu machen sein. Doch es war fast dreiviertel, bis uns der Bus endlich im Terminal abgesetzt hatte, und dann ging auch die Skyline nicht und wir mussten mit dem Shuttlebus zum Terminal 1 fahren. Fünf Minuten vor Abfahrt meines Zugs fuhr der Bus endlich los und ich sah mich schon in Frankfurt sitzen. Während der Fahrt überprüfte ich online die Abfahrtzeiten und tatsächlich hatte die S-Bahn 5 Minuten Verspätung. Also zum Bahnsteig gerannt, und während die S-Bahn am Bahnsteig einfuhr, löste ich die Karte am Automaten. Da ich in der Eile nicht den Tarif nach Aschaffenburg fand, löste ich erst einmal nur die Karte bis zum Hauptbahnhof und prompt nahm der Automat meinen 20 €-Schein dafür nicht an. Also die letzten Münzen rausgekramt, während die anderen Passagiere schon einstiegen. Zum Glück waren das so viele Passagiere, dass ich es auch noch schaffte, und trotz der Verspätung bekam ich meinen Anschlusszug in Frankfurt ohne Probleme und konnte da auch entspannt und mit dem 20 €-Schein die Fahrkarte kaufen. Bei der Ankunft am Aschaffenburger Bahnhof stellte ich noch fest, dass mein Fahrradschloss aufgegangen war und mein Fahrrad tagelang nicht abgeschlossen herumgestanden war. Aber es stand immer noch da. Entweder sind die Leute sehr ehrlich oder mein Fahrrad ist sehr unattraktiv. Copyright aller Fotos: Martin Stahl
  15. Aktuelles zu Ryanair

    Welcher konkret? Als ich vorhin in Frankfurt gelandet bin, waren beide, aus Alicante und aus Faro, im Anflug, und jetzt wurden sie auch als gelandet angezeigt. Martin