alter.Falter

Aktuelles zum Flughafen Dortmund

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jet    69

Eine Erhöhung der Einnahmen kann deshalb nur möglich sein, wenn sie an einer anderen Stelle kompensiert werden. Nur nach den Angaben aus dem Artikel geht das in dieser Form nicht.

Doch, und zwar durch den "gesonderten Ausweis von Anflugentgelten". Das fällt erst beim genauen Lesen auf und die Anflugentgelte stellen dem Anschein nach die Kompensation der an anderer Stelle abgesenkten Gebühren dar, nach der ich weiter oben gefragt hatte.

 

Nach einem Blick in die Entgeltordnungen lassen sich dann auch diese Rechnungen nachvollziehen:

 

 

 

                          Entgelt 2015              Entgelt 2016

Wizz A320:         2618,70 €                  2602,20 €        ca. -0,63%

EW A320:          2978,70 €                   3124,20 €        ca. +4,65%

(XQ B738:           4022 €                       5794 €            ca. +30%          MTOM 80t. 189 Pax)

Um es mir einfach zu machen habe ich beim A320 ein MTOM von 78t. genommen und jeweils 180Pax

Interessanterweise bleibt es dabei, dass es effektiv nur für Wizzair günstiger wird.

Und die kleinen Anbieter wie XQ möchte man anscheinend vom Platz jagen oder wie soll man Preiserhöhungen von 30% sonst verstehen? ;)

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Neu Hier    53

Verändert wurde die Entgeltordnung insgesamt! Der Artikel befasst sich aber nur mit dem Pax-Entgelt.

Damit fehlen in der Betrachtung 2 wichtige Komponenten. Das Landeentgelt steigt von 2,65€ auf 3,50€ pro angefangene Tonne, das Startentgelt von 24€ auf 26,40 € pro t. Auswirkungen siehe oben, hab XQ mal dabei gesetzt


Und die kleinen Anbieter wie XQ möchte man anscheinend vom Platz jagen oder wie soll man Preiserhöhungen von 30% sonst verstehen? ;)

 

Werden vielleicht mit 4U/EW zusammen abgerechnet :lol: :lol:

 

 

Die Redaktion hat es sich auch erklären lassen:

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44319-Wickede~/Neue-Entgeltordnung-Flughafen-Dortmund-Kleine-Airlines-zahlen-deutlich-mehr;art930,3130831,D

bearbeitet von Neu Hier

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scramjet    273

Doch, und zwar durch den "gesonderten Ausweis von Anflugentgelten". Das fällt erst beim genauen Lesen auf und die Anflugentgelte stellen dem Anschein nach die Kompensation der an anderer Stelle abgesenkten Gebühren dar, nach der ich weiter oben gefragt hatte.

 

Nach einem Blick in die Entgeltordnungen lassen sich dann auch diese Rechnungen nachvollziehen:

 

Interessanterweise bleibt es dabei, dass es effektiv nur für Wizzair günstiger wird.

Und die kleinen Anbieter wie XQ möchte man anscheinend vom Platz jagen oder wie soll man Preiserhöhungen von 30% sonst verstehen? ;)

 

Die kleinen Anbieter vom Platz jagen ist eine Sichtweise - sie zu einer Ausweitung ihres Angebots, sagen wir mal, zu "motivieren", wäre eine andere.

 

Grundsätzlich ist die neue Entgeltordnung offenbar ein guter Ansatz, wenn es stimmt, dass die Einnahmen damit um 10 bis 15% gesteigert werden. Dazu setzt es noch mehr Anreize für Fluglinien, ihr Flugangebot noch weiter auszubauen, um über die Grenzen für geringere Gebühren zu kommen. Die Ermäßigung für Wizzair, nun, da kann man sicherlich geteilter Meinung drüber sein, es ist aber schwer, dies zu beurteilen, ohne die genauen Hintergründe zu kennen bzw. Einblick in Interna zu haben. Sicherlich hat es erstmal einen faden Beigeschmack und man sollte meinen, dass alle Nutzer des Flughafens zur Reduktion des Defizits beitragen sollen. Andererseits muss man halt auch abwägen, was unterm Strich schlechter für den Flughafen wäre, bzw. ob die Einnahmeverluste durch geringere Gebühren oder ein potenziell reduziertes Flugangebot bei Erhöhung der Gebühren größer wären.

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jet    69

Die kleinen Anbieter vom Platz jagen ist eine Sichtweise - sie zu einer Ausweitung ihres Angebots, sagen wir mal, zu "motivieren", wäre eine andere.

Motivation zur Ausweitung des Angebots, aha, das klingt gut. Damit es günstiger oder wenigstens gleichbleibend teuer wird für einen Anbieter, müsste der schon mindestens 500.000 Passagiere im Jahr haben, oder noch besser 1.000.000.

Jetzt musst du mir nur noch erklären, wie ein Anbieter wie Onur Air oder Corendon mit ein paar wöchentlichen Charterflügen ex AYT auf solche Zahlen kommen soll, wenn sie laut Geschäftsbericht 2015 bisher zwischen 10.000 und 20.000 Passagieren lagen?

 

Die Entgeltordnung fördert die großen Anbieter, das ist sicherlich einerseits so gewollt. Man sollte sich dann aber andererseits nicht wundern, wenn gleichzeitig kleinere Anbieter vergrault werden, während gleichzeitig die großen Anbieter (oder vielmehr: ein großer Anbieter) weiter wachsen und einen immer höheren Marktanteil an Standort gewinnen.

 

Offiziell will man, wenn ich mich richtig erinnere, in Zukunft wieder vermehrt klassische Veranstalter-Urlaubsziele anbieten. Für dieses Vorhaben mit 1/7- oder 2/7-Verbindungen zu den Kanaren, Griechenland usw. scheint mir die Entgeltordnung irgendwie kontraproduktiv zu sein.

bearbeitet von jet

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emdebo    72

Ein klassisches Beispiel für offenbar schlampige Recherche, die vermutlich aus Ahnungslosigkeit in der verlinkten Form von den genannten Medien verbreitet wurde und wo die berühmte "zweite Seite der Medaille" zunächst im Verborgenen blieb oder gehalten wurde. Danke für die Richtigstellungen und Abrundung der Zusammenhänge. 

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jubo14    598

Was ich in der Diskussion nicht verstehe, die "kleinen Anbieter" fliegen doch überhaupt nicht in Eigenregie nach DTM.

Das sind doch fast ausnahmslos Charter-Anbieter, die dort für Reiseveranstalter unterwegs sind.

Und sorry, wenn die die Flughafenentgelte nicht in ihre Abrechnung mit dem Veranstalter eingepreist haben, sind sie selber Schuld.

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Tefron    184

Ich frage mich vor allem, wie will der Airport auch nur ansatzweise in die schwarzen Zahlen kommen oder zumindest eine schwarze Null erzielen, wenn der Anbieter mit den meisten Flügen, auch noch pro Flug und Passagier weniger zahlen muss?

Da sollen also andere Airlines den WIZZ betrieb mitfinanzieren?

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aaspere    1.245

Ich weiß ja nicht, wie das in NRW ist. In Bremen jedenfalls muss die Entgeltordnung jeweils von der Aufsichtsbehörde, das ist hier das Luftfahrtreferat beim Senator für Wirtschaft, genehmigt werden. Und die genehmigt nur, wenn z.B. Änderungen/Anpassungen sachlich begründet werden.

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jet    69

Was ich in der Diskussion nicht verstehe, die "kleinen Anbieter" fliegen doch überhaupt nicht in Eigenregie nach DTM.

Das sind doch fast ausnahmslos Charter-Anbieter, die dort für Reiseveranstalter unterwegs sind.

Und sorry, wenn die die Flughafenentgelte nicht in ihre Abrechnung mit dem Veranstalter eingepreist haben, sind sie selber Schuld.

Letztlich müssen die Gebühren bezahlt werden und werden somit eingepreist, klar.

Das drückt, je nachdem wer letztlich zahlt, entweder auf die Marge des Veranstalters oder die Nachfrage seitens der Endkunden. Bei Chartern macht es die Sache für die Veranstalter daher nicht sonderlich attraktiv, wenn es vergleichsweise teuer ist, in DTM Kapazitäten einzukaufen.

Ich meinte ini meinem Beitrag aber nicht nur reine Charterairlines, sondern auch Airlines wie Germania oder Sun Express mit Verbindungen mit Einzelplatzverkauf in Eigenregie. Oder wir nehmen als Beispiel Vueling mit 3-4 Abflügen pro Woche, leider mittlerweile nicht mehr in DTM präsent.

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Neu Hier    53

Jetzt musst du mir nur noch erklären, wie ein Anbieter wie Onur Air oder Corendon mit ein paar wöchentlichen Charterflügen ex AYT auf solche Zahlen kommen soll, wenn sie laut Geschäftsbericht 2015 bisher zwischen 10.000 und 20.000 Passagieren lagen?

 

Wie üblich schließen beide Parteien auf der zu diesem Zeitpunkt gelten Regelwerke ihren Vertrag mit Laufzeit "X".

Steigen die Gebühren im Folgejahr, bleiben die bestehenden Verträge zunächst erstmal davon unberührt.

Erst wenn diese Ablaufen werden sie sich mit den neuen Gebühren auseinandersetzen müssen.

Es ist doch nicht so, der Airport erstellt eine neue Entgeltordnung und alle müssen sofort diese neuen Preise zahlen. Habt ihr noch nie Kauf- oder Mietverträge abgeschlossen?

 

Nur Strecken die neu ins Programm kommen haben diese Entgelte vor der Brust! Damit kann man sie einpreisen und damit leben oder verhandelt mit dem Airport entsprechend... B)

Ich weiß ja nicht, wie das in NRW ist. In Bremen jedenfalls muss die Entgeltordnung jeweils von der Aufsichtsbehörde, das ist hier das Luftfahrtreferat beim Senator für Wirtschaft, genehmigt werden. Und die genehmigt nur, wenn z.B. Änderungen/Anpassungen sachlich begründet werden.

Die Bezirksregierung in Münster muss sie abnicken.

bearbeitet von Neu Hier

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Wie üblich schließen beide Parteien auf der zu diesem Zeitpunkt gelten Regelwerke ihren Vertrag mit Laufzeit "X".

Steigen die Gebühren im Folgejahr, bleiben die bestehenden Verträge zunächst erstmal davon unberührt.

Erst wenn diese Ablaufen werden sie sich mit den neuen Gebühren auseinandersetzen müssen.

Es ist doch nicht so, der Airport erstellt eine neue Entgeltordnung und alle müssen sofort diese neuen Preise zahlen. Habt ihr noch nie Kauf- oder Mietverträge abgeschlossen?

 

Man muss hier zwischen dem Vertrag des Flughafens mit der Airline über die Bedienung einer Route und der Entgelt-Ordnung unterscheiden. Grundsätzlich kann der Flughafen ja Marketing- oder sonstige Unterstützungsleistungen an einzelne Airlines zahlen, die die nicht über die Entgelt-Ordnung geregelt ist. Diese Leistungen sind in der Regel zeitlich zu befristen. Zwischen einem und drei Jahre. 

 

Die Entgelt-Ordnung wird Bestandteil des Vertrags und in der aktuellen Fassung steht zur Gebühren-Anpassung eine Preisanpassungsklausel. Entsprechend sollte jede Airline jeweils die aktuellen Entgelte zahlen.

 

 

Änderungen der Leistungen und Entgelte

 

Die Flughafen Dortmund GmbH wird die Entgelte nach Maßgabe der allgemeinen Kostenentwicklung berechnen und behält sich eine jederzeitige Änderung der Leistungen, des Leistungsumfanges und der Entgelte vor. Sie wird die Luftverkehrsgesellschaften mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten der Änderung schriftlich unterrichten.

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aaspere    1.245

Da bin ich aber froh, dass auch in NRW die zu zahlenden Gebühren nicht ausgewürfelt werden.

Nein, im Ernst: Das war mir aber schon klar, und ich wunderte mich etwas über die Inhalte hier im Thread. Leute, wir leben in Deutschland und nicht in Molwanien.

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aaspere    1.245

Zur Ehrenrettung von Molwanien sei berichtet, dass man dort das deutsche LuftVG 1:1 übernommen hat (Übersetzung wurde von Tante Edith durchgeführt), so dass am "Flughafen Lutenblag Josef Stalin" seitdem nichts mehr funktioniert. Früher war eben alles besser. :D

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Wenn ich an das Kölner Stadtarchiv, die WestLB, IKB-Bank und ähnliche Skandale hier im westen denke, bezweifle ich doch stark das es einen unterschied macht ob man in nrw die entgelt-ordnung rechnet oder würfelt.

 

Liegt das an der Übersetzung, oder daran das man auch das LBA geklont hat?

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