Guest Jörgi

Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG

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Hier bin ich mal gespannt, was wir an Streichungen in den nächsten Monaten erfahren dürfen.

Insbesondere über die geplante Stationierung der neuen A359 in München bin ich gespannt, ob diese wirklich stattfinden wird. Aktuell bei deren Aussagen wird mir aber ganz anders ;-(http://www.aerotelegraph.com/lufthansa-ueberprueft-routen-und-flotte-entgegenkommen-ufo-streikfolge

Ich auch, die 359 sehe ich noch lange nicht in München. Irgend einen Grund findet LH schon um das nicht machen zu müssen.

frei nach: was interessiert mich mein Geschwätz von vorgestern...

Weil im Brechen von Ankündigungen und Verträgen ist LH einsame Spitze.

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Ich auch, die 359 sehe ich noch lange nicht in München. Irgend einen Grund findet LH schon um das nicht machen zu müssen.

frei nach: was interessiert mich mein Geschwätz von vorgestern...

Weil im Brechen von Ankündigungen und Verträgen ist LH einsame Spitze.

 

Die Briten machen es anders - sie Walsch bei Iberia und Crayan bei der Deutschen Bank -> erst mal rauss mit der ganzen unangenehmen Wahrheit und anschliessend wird ohne wenn und aber umgesetzt.

 

Ist aber eine andere Kultur.

 

In Deutschland muss man es häppchenweise verkünden, "Kompromisse" finden, so tun als ob nur marginal was verändert wird usw.

 

Die Wahrheit ist das es die jetztige Kostenstruktur keinen Fortbestand haben wird. Und das der Vorstand die Rückendeckung hat die Veränderungen umzusetzen - ob es einzelne Schritte sind, Seitwärtsbewegungen innerhalb des Konzerns, Aussitzen von Streiks, Aufbau von neuen Randmarken etc.

 

Am Ende kommt es aufs gleiche hinaus - die Kostenstruktur der Lufthansa wird angpasst - sei es durch ständiges Umlackieren der Flotte in anderen Marken oder durch aussitzen des Vertrages bis der letzte KTV'ler und co weg vom Fenster sind. 

 

Es wäre besser sich an einen Tisch zu setzten - beide Seiten wissen das sich da was ändern wird - und eine Einmalzahlung vereinbaren , um anschliessend mit neuer Tarifstruktur wieder im Markt anzugreifen , statt sich selbst zu zerstören.

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Die Briten machen es anders - sie Walsch bei Iberia und Crayan bei der Deutschen Bank -> erst mal rauss mit der ganzen unangenehmen Wahrheit und anschliessend wird ohne wenn und aber umgesetzt.

 

Ist aber eine andere Kultur.

 

In Deutschland muss man es häppchenweise verkünden, "Kompromisse" finden, so tun als ob nur marginal was verändert wird usw.

 

Die Wahrheit ist das es die jetztige Kostenstruktur keinen Fortbestand haben wird. Und das der Vorstand die Rückendeckung hat die Veränderungen umzusetzen - ob es einzelne Schritte sind, Seitwärtsbewegungen innerhalb des Konzerns, Aussitzen von Streiks, Aufbau von neuen Randmarken etc.

 

Am Ende kommt es aufs gleiche hinaus - die Kostenstruktur der Lufthansa wird angpasst - sei es durch ständiges Umlackieren der Flotte in anderen Marken oder durch aussitzen des Vertrages bis der letzte KTV'ler und co weg vom Fenster sind. 

 

Es wäre besser sich an einen Tisch zu setzten - beide Seiten wissen das sich da was ändern wird - und eine Einmalzahlung vereinbaren , um anschliessend mit neuer Tarifstruktur wieder im Markt anzugreifen , statt sich selbst zu zerstören.

Du vertrittst wirklich die reine Lehre der "marktkonformen Demokratie", wie Merkel das mal genannt hat.

 

Selbst wenn man dieser, den Markt über alles stellenden Argumentation folgt, darf man nicht vergessen, dass Widerstand und Streik der Mitarbeiter zum Markt dazugehören und ihn beeinflussende Mechanismen sind.

 

Von daher macht es wenig Sinn den Kampf als unnötig zu verurteilen und das Ergebnis vorwegzunehmen. Diese Spirale nach unten ist kein Naturgesetz. Es könnten genausogut die Mitarbeiter in Billiglohnländern bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter durchsetzen, bzw. dafür streiken, dass sie so viel verdienen wie die Kollegen bei der LH.

 

Eine weitere Variable ist auch die Aufteilkung der Lasten zwischen Anteilseignern und Belegschaft. ich denke viel Unmut kommt auch daher, dass man hier eine Schieflage sieht.

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Du hast mich missverstanden.

 

Es stand der Vorwurf im Raum, das sich die Lufthansa nicht an Abmachungen hält. Anderswo wird über Masterpläne usw. debattiert.

 

Dieser Eindruck entsteht durch die ganzen Zwischenschritte um mal wieder einen Kompromiss für 18 Monate zu finden.

 

Was ist wohl besser? Einige Strecken zu behalten, wenn sie wirtschaftlich mit abgeschriebenen Langstreckenmaschinen, Cityline Personal oder in JUMP bereedert werden, oder sie abzugeben?

 

Im zweiten Fall  leiden alle : die Besatzungen, weil es keine Jobs mehr für sie gibt, die ganze Kette die dranhängt, vom kleinen Getränkeverkäufer und Sicherheitspersonal im Terminal bis zu Techniksparte und Back up Angestellten.

 

In den 90er stand es bei VW auch nicht so rosig und da war man auch relativ ratlos - das hauseigene Tarif war höher als die branchenübliche Zahlung. Trotzdem hat man sich für das bekannte 5.000 *5.000 Projekt entschieden und man konnte wieder zu Marktbedingungen wachsen.

 

Ob auf der Kurz- oder auf der Langstrecke. Es gibt einen Markt das mit derzeitigen Personalkosten nicht zu bearbeiten ist. Und es ist jetzt die letzte Chance diesen Markt aktiv in Anspruch zu nehmen -im LCC Bereich wird in 5 Jahren ganz Europa aufgeteilt sein ähnlich wie es jetzt im Handymarkt ist - und das Langstrecken LCC beginnt jetzt und nur diejenigen die rechtzeitig Kapazitäten belegen, Flotten bestellen etc. werden erfolgreich da auch mitmischen können. Nur mal so, Norwegian Long Haul ist jetzt schon so gross wie Austrian auf der Langstrecke - in 3 Jahren wird sie die Grösse der Swiss auf der Langstrecke erreichen.

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Lowcost-Langstrecke ist doch aber was ganz anderes als LH Langstrecke? Wenn LH künftig nur noch über den Preis konkurriert, verliert sie gegen reinrassige Billigairlines immer. Deshalb war es ja ein Fehler, die "Marken"-Eco bei LH wie beim Charterflug runterzuknausern. Engste Sitze, lange kein vernünftiges IFE, Service mit geplanten, ewig langen Wartezeiten vor dem abgegessenen Tablet. Und auch die neue C kommt gegen neue Suiten C nicht an.

 

LH müsste eher beim Komfort zulegen, da sie bei den Preisen aufgrund ihrer Struktur höher liegen muss. Das erspart ihr aber nicht, ihre offenbar zu hohen Kosten in den Griff zu bekommen. Minimalstandard zum Legacypreis kauft doch heute keiner mehr, der einmal verglichen hat.

Edited by Nosig
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Jetzt muss Karlsruhe die Klage aber erst noch annehmen oder?

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Ob auf der Kurz- oder auf der Langstrecke. Es gibt einen Markt das mit derzeitigen Personalkosten nicht zu bearbeiten ist.

Das Argument ist richtig, betrachtet aber nur einen Baum des Waldes. Es gibt in einer globalisierten Welt viele Märkte, die zu deutschen Arbeitskosten nicht bearbeitbar sind.

 

Deutsche Unternehmen tun gut daran sich Märkte zu schaffen, wo sie führend sein können. Konkurrenten aus niedriglohnländern ohne Arbeitnehmerschutz in Sachen Personalkosten übertrumpfen zu wollen wird so oder so nicht funktionieren, das ist keine Frage dessen, was die Flugbegleiter jetzt mitmachen oder nicht.

 

In der IT-Branche ist es ja ähnlich. Da wird kaum noch hier entwickelt, aber man hat die Leute hier halt nicht zu Bedingungen eines indischen Programmierers weiterbeschäftigt, sondern man hat sie meist in höhere Jobs gebracht.

 

Ist natürlich bei den Flugbegleitern nicht so einfach, aber ich denke als Unternehmen müsste man Perspektiven geben und nicht nur Bezüge kürzen.

 

Nur mal so, Norwegian Long Haul ist jetzt schon so gross wie Austrian auf der Langstrecke - in 3 Jahren wird sie die Grösse der Swiss auf der Langstrecke erreichen.

Wenn man das mal mit dem Fernbusmarkt vergleicht, so sieht man, dass viele Anbieter auch wieder ausscheiden. Der Unterschied ist, dass hier alle mit selben Arbeitsbedingungen operieren müssen.

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Jetzt muss Karlsruhe die Klage aber erst noch annehmen oder?

 

Davon geh mal aus, daß die Verfassungsbeschwerde angenommen wird.

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Ab morgen drei Tage am Stück alle Flüge (also Kurz- und Langstrecke). Na herzlichen Glückwunsch.

Wahrscheinlich als Reaktion auf das Angebot gestern und den Versuch, die Streiks vor Gericht zu stoppen.

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Ab morgen drei Tage am Stück alle Flüge (also Kurz- und Langstrecke). Na herzlichen Glückwunsch.

Wahrscheinlich als Reaktion auf das Angebot gestern und den Versuch, die Streiks vor Gericht zu stoppen

Also überraschend finde ich das nicht - war doch angekündigt, dass bis diesen Freitag gestreikt wird!

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UFO hat jetzt auch gesagt, bei einer Schlichtung ohne Vorbedingung, die Arbeitskämpfe auszusetzen. Möglicherweise mit allen Gewerkschaften an einem Tisch. Ob es dazu kommt, wird man dann sehen.

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Aus der Praxis für die Praxis - Stichwort Kundenzufriedenheit.

 

3. Mir ist es dann gelungen, das Formular zu finden, wo ich die Erstattung beantragen kann. Da steht dann auch, daß der volle Ticketpreis erstattet wird. Abgeschickt und sofort Rückmeldung "Ihre Tickets wurde gestrichen und erstattet" erhalten. Und jetzt kommt's: "Die Gesamterstattung 70,89 wird Ihrem Konto gutgeschrieben." Ursprünglicher Flugpreis war aber 233,89 Euro.

Daraus schließe ich, daß dieses Formular für ganz normale Stornierungen des Kunden gedacht ist, nicht aber für Erstattungen, deren Grund der Kunde nicht zu vertreten hat. Wohlgemerkt: LH und ich hatten einen Beförderungsvertrag geschlossen, den LH von sich aus gekündigt hat. Und nun möchte ich mein Geld zurück. Also, Hotline angerufen. Ergebnis siehe oben Pkt. 1.

 

Ich muß den Beitrag von mir nochmal hervorholen und einen Punkt 4, bezogen auf den jetzt fett geschriebenen Satz anfügen.

 

4. Betrifft mich jetzt zwar nicht, weil ich ja den vollen Preis wg. Streik erstattet erhalte. Aber, wenn es keinen Streik gegeben hätte, und ich ganz normal storniert hätte, wären mir nur die o.a. 70,89 erstattet worden.

Dieser Betrag betrifft Steuern und Gebühren. Der Gesamtbetrag an Steuern und Gebühren betrug bei meiner Rechnung aber 104,89. Der kleine Unterschied sind 34 Euro mit dem Kürzel YQ, und dahinter verbirgt sich der Kerosinzuschlag.

Ja Kruzitürken (darf man sowas heute noch schreiben?), der Kerosinpreis ist in den Keller gerauscht, aber LH berechnet immer noch einen Kerosinzuschlag, und den ziemlich happig.

Jetzt werde ich aber aus Prinzip richtig stinksauer. Haben die eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Ich will es zwar nicht übertreiben, denn der Gesamtpreis von 233,89 BRE-MUC-BRE war ja o.k. (da habe ich schon andere Preise bezahlen müssen), aber dann sollen sie doch meinetwegen den Tarifbetrag entsprechend erhöhen und dafür den Kerosinzuschlag streichen.

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Diese Taktik einen Teil des Preises auf andere zu verschieben ist nicht neu. Aber als Legacy anno 2015 dort zu sein wo die LCC's 2007 waren ist schon unvorteilhaft.

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Wir haben uns dem offiziellen Streikthema Altersvorsorge mit einem Hintergrundartikel geschichtlich genähert. Dabei sind wir der Frage nachgegangen, wie es eigentlich kommt, dass Piloten und Flugbegleiter bei der Lufthansa Anspruch auf eine Übergangsversorgung haben. Uns sind auch Parallelen aufgefallen, bei Spartengewerkschaften und dem Management. Schlussendlich scheint zudem klar, dass die Altersvorsorge eigentlich gar nicht der wirkliche Streikgrund sein kann. tl;dr

 

Die Geschichte mit der Lufthansa-Altersversorgung

Lufthansa und ihre Mitarbeiter fliegen auf Konfrontationskurs. Die Flugbegleiter streiken eine Woche lang. Wie bei den Piloten geht es offiziell um Themen der betrieblichen Übergangs- sowie Altersversorgung. Doch es steckt mehr dahinter.

 

http://www.airliners.de/lufthansa-streik-piloten-flugbegleiter-altersversorgung-hintergrund/37154

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...gehört ihr nun auch zum Lufhansa internen Vorstands PR Team?? Leute, a bissl Neutralität würde diesem Portal hier auch gut tun..

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a bissl Neutralität würde diesem Portal hier auch gut tun..

 

Hallo Sabre, eigentlich haben wir sehr auf Neutralität geachtet. An welcher Stelle genau hast Du etwas auszusetzen?

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Beim Durchlesen des Geschriebenen kommt mir der Gedanke, dass die Flugbegleiter durch die steuerfreien Sonn-/Feiertags- und Nachtzuschläge auf ein akzeptables Gehalt kommen - allerdings machen sich diese eben nicht bei der Rente bemerkbar, weswegen die Altersversorgung durchaus ein wunder Punkt ist.

Edited by JeZe
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"Das Arbeitsgericht Düsseldorf untersagt den Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa. Nach Ansicht des Gerichts sind die Streikmaßnahmen rechtswidrig."

Quelle: N-TV.

Edited by XWB
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18:30 Uhr Pressekonferenz der UFO


Um 20:00 Uhr will das Arbeitsgericht Darmstadt über die Standorte München und Frankfurt entscheiden.

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Um 20:00 Uhr will das Arbeitsgericht Darmstadt über die Standorte München und Frankfurt entscheiden.

 

Die müssten zur selben Einschätzung kommen. Man kann schon den Sinn eines Streiks hinterfragen, wenn Gewerkschaften nicht in der Lage sind ihn zu begründen. Jetzt schon zweimal passiert und das, wo Arbeitsgerichte i.d.R. pro Streikreicht entscheiden.

Edited by Nomoco
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