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Jetzt hat sich auch a.de mit dem Fall beschäftigt.

http://www.airliners.de/verpasster-flug-schlange-sicherheitskontrolle-airport/40800

Naja, die hatten in Berlin ja in den letzten Tagen auch anderes zu tun. Der wichtigste Satz steht am Ende des Artikels. "Das Urteil ist rechtskräftig." Kluger Schachzug der FMG. Das hatte ich ja auch schon vermutet.

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Wer selbst schon mal in dieser Situation war,weiß , das das dann auch ein "Spiessrutenlauf " mit Beschimpfungen und Anfeindungen anderer Reisenden werden kann. Das ist einfach gesagt-der Passagier trägt eine Mitschuld- .

Ich hab das schon mal live miterlebt,in SXF, als im EZY-Terminal gar nix mehr ging,und wir aufgefordert wurden,zum Nachbar-Terminal zu wechseln. Die Passagiere dort (anderer Airlines)waren gar nicht begeistert,"Vordrängler" zu haben,und selbst die MA selbst waren der Meinung,es geht der Reihe nach....

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Deshalb hat das Gericht ja auch die Mitverantwortung des Klägers festgestellt und mit 20% beziffert.

bearbeitet von aaspere

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Hab das irgendwie anders gelesen.

Dem Fluggast wurden 20% wegen seiner passiven Haltung nicht erstattet,
der Flughafen mußte demnach 80 Prozent der Forderung übernehmen. :35_thinking:

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Das Urteil des OVG Berlin Brandenburg ist zwar etwas älter (17.03.2016), bietet aber einen interessanten Einblick in die Pflichten von Fluggesellschaften, die Dokumente der Passagiere vor Abflug nach Deutschland zu prüfen:

http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&docid=MWRE160001452&psml=sammlung.psml&max=true&bs=10

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Das 1. Handelsgericht in Santander hat Ryanair verurteilt, 2.000 €  Entschädigung an einen Passagier zu zahlen, dem das Handgepäck auf dem Flug von Mahon nach Madrid verlorengegangen war. Wegen Platzmangel in der Kabine wurde das Handgepäck im Laderaum der Maschine untergebracht.

Weil der Passagier praktisch dazu "gezwungen" wurde, das Handgepäck zu übergeben und er zu diesem Zeitpunkt wertvolle Dokumente, elektronische Artikel wie Computer, Kamera usw. nicht gegenüber der Fluggesellschaft deklarieren und beispielsweise gegen Aufpreis höher versichern konnte, wurde der Höchstbetrag des Montrealer Abkommens von ~ 1400 € aös Entschädigungshöchstgrenze nicht herangezogen. Das Gericht kam zu dem Schluß, dass das rücksichtslose Verhalten der Fluggesellschaft den Schaden verursacht habe.

Details u.a. bei hosteltur, eldiarioalerta.com und

http://www.elconfidencial.com/ultima-hora-en-vivo/2017-04-16/primera-sentencia-que-eleva-la-indemnizacion-por-perdida-de-equipaje-de-mano_1192163/ 

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Ich frage mich, wie es möglich ist, dass ein Gepäckstück auf einem Direktflug von A nach B, das in A in den Laderaum des Fliegers geladen wurde, in B aber nicht mehr da ist.

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Nun ja, es wird ja wohl alles auf dem Gepäckband im Flughafengebäude landen?
Und auf dem Weg gibt es ja auch noch Möglichkeiten eines Besitzerwechsels. 

Aber alles in Verantwortung der Airline und ihrer beauftragten Partnerunternehmen. 

Hat das Urteil aus März evtl. etwas zu tun mit den zwischenzeitlichen Überlegungen
bei Ryanair, die Anzahl der Handgepäckstücke wieder begrenzen zu wollen? 

 

 

bearbeitet von emdebo

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vor 26 Minuten schrieb emdebo:

Hat das Urteil aus März evtl. etwas zu tun mit den zwischenzeitlichen Überlegungen
bei Ryanair, die Anzahl der Handgepäckstücke wieder begrenzen zu wollen?

Das glaube ich nicht, da diese 2-Handgepäck-Regel immer noch gültig ist.
Guckst Du hier: https://www.ryanair.com/de/de/reise-planen/extras-zur-reise/gepack0

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Danke für das Urteil. Das ist offensichtlich doch etwas komplizierter. Vogelschlag als alleiniger Verspätungsgrund ist danach zwar immer noch ein i.d.R. außergewöhnlicher Umstand. Nur ist in diesem Fall die Verspätung daducrh angewachsen, dass der Eigentümer des Fliegers mit der Überprüfung vor Ort so nicht einverstanden war und deshalb einen eigenen Fachmann zur Begutachtung schickte. Der Fachmann vor Ort war aber offensichtlich zur Überprüfung geeignet und berechtigt. .

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Entschädigung bei verlegten Flügen ist zu zahlen, wenn die Fluggesellschaft nicht beweisen kann, dass sie den Fluggast mindestens 14 Tage vor über eine Verlegung informiert wurde, die eine Entschädigung nach VO 261/2004 auslösen wurde. Es kommt ebenfalls nicht darauf an, ob die Reise über die Fluggesellschaft direkt oder über dritte gebucht worden ist. Aktenzeichen beim EuGH ist C-302/16, Urteil ECLI:EU:C:2017:359, Pressemitteilung.

Das die Beweislast bei der Fluggesellschaft liegt ist in meinen Augen richtig - und sollte in der Regel auch Formsache sein. Das die Fluggesellschaft gegenüber dem Passagier für die Entschädigung haftet ist auch richtig, da zwischen beiden ein Vertrag zustande gekommen ist und der dritte nur Vermittler ist. 

In diesem Fall hat die Fluggesellschaft den Vermittler rechtzeitig informiert, dieser die Information aber zu spät weitergeleitet. Die Fluggesellschaft kann den Vermittler in Haftung nehmen. 

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Eine völlig logische Entscheidung. Daten des Fluggastes waren der SLM ja bekannt; sie hätte also den Fluggast auch direkt informieren können und wär dann aus dem Schneider gewesen. Es ist aber auch richtig, dass das niederländische Gericht sich die Auslegeung beim EuGH abholte.
Vielleicht sollte man die 261/2004 mal auf den neuesten Stand bringen.


 

bearbeitet von aaspere

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Der BGH hat heute das vorliegen von höherer Gewalt bei Reiserücktritt wegen ungültiger Reisedokumente ausgeschlossen, da dieses der Risikosphäre des Fluggasts zuzuordnen ist. Das halte ich für grundsätzlich richtig. BGH, Urteil vom 16. Mai 2017 - X ZR 142/15.

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Ich denke mal, dass die Strafe nicht fürs Rauchen, sondern das Abfackeln der Flugzeugtoilette, so happig ausgefallen ist.
Obwohl ...
200 fache versuchte fahrlässige Tötung? Da war es dann doch ehr "günstig"!

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Interessante Rechtsfrage.
In Deutschland würde das strafrechtlich so behandelt:
Ist auch der Versuch strafbar?

Im Strafgesetzbuch finden sich zahlreiche Vergehen und Verbrechen, bei denen bereits die reine Absicht bzw. der Versuch zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen. Entgegen der versuchten Körperverletzung jedoch ist es bei fahrlässigen Tatbeständen nicht möglich, einen Versuch anzuerkennen.

Denn: Der Versuch setzt implizit auch immer schon einen Vorsatz beim Handelnden voraus. Da Vorsatz und Fahrlässigkeit sich gegenseitig ausschließen, ist eine „versuchte fahrlässige Tötung“ faktisch nicht möglich.

Quelle: siehe hier http://www.koerperverletzung.com/fahrlaessige-toetung/#Ist_auch_der_Versuch_strafbar

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Der Verursacher hatte sich Anfang März der Brandstiftung schuldig bekannt, dass nenne ich mal eine zeitnahe Revision. 

Ich denke, in Deutschland würde man das vermutlich auch über Brandstiftung (§306 ff StGB), körperverletzung, gefährliche Körperverletzung oder versuchte Körperverletzung mit Todesfolge verhandeln. Daraus könnte durchaus eine Klausur werden. 

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Ich würde nach §306d mit 3 Jahren entscheiden. Also keine Bewährungsstrafe.
Der Angeklagte war Raucher. Da er wußte, dass das Rauchen im Flieger verboten ist, er aber seiner Sucht nachkommen wollte, war die Flugzeugtoilette der einzige Ort, wo er vermeintlich unbemerkt rauchen konnte. Er bestieg schon alkoholisiert das Flugzeug, was der Besatzung aber nicht auffiel. Im Gegenteil, die FB servierte ihm noch weitere alkoholische Getränke. Vorsatz kann ausgeschlossen werden, da ihm bewußt war, dass er sich damit selber schädigen könnte. Dem Angeklagten ist deshalb Glauben zu schenken, dass ihm die Cigarette aus Ungeschicklichkeit aus der Hand fiel und dann den Inhalt des Abfallbehälters in Brand setzte.
Der Angeklagte hat die Tat zugegeben; es blieb ihm allerdings auch nichts anderes übrig.
In der Seefahrt und der Luftfahrt zählen Brände an Bord zu den am schwersten zu bekämpfenden Unfallursachen, weshalb hier exemplarisch auch eine Bewährungsstrafe nicht in Betracht kommen kann.

Edit:
Ich korrigiere das Strafmaß auf 3 Jahre und zwei Monate.
Warum? Vor deutschen Landgerichten werden immer Monate an die Jahreszahl drangehängt. Das sieht einfach besser und durchdachter aus.
 

bearbeitet von aaspere

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