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Will die Politik Weeze als Erweiterung für Düsseldorf?

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Mir geht es an dieser Stelle nicht darum, den Atomausstieg als solchen zu bewerten, sondern herauszustreichen, dass die Grünen sehr mächtig sind und sie der Republik letztendlich ihren Kurs aufgezwungen haben. In anderen Ländern gibt es diesen Kurswechsel in dieser radikalen Form nicht, und auch keine Grünen. Der Zusammenhang dürfte klar sein. Einer Bewertung dieser "Energiewende" enthalte ich mich im Gegensatz zu Dir an dieser Stelle ganz bewusst. Hier geht es um Luftfahrt, und die bekämpfen die Grünen, wo es nur geht, weil es die Grünen aus Prinzip bzw. "ökologischen Gründen" dagegen sind. Und in Zukunft zunehmend, weil sich das Thema Kernkraft für die Grünen quasi erledigt hat. Nur um diesen Zusammenhang geht es mir. 

"Die Grünen haben der Republik ihren Kurs aufgezwungen". Jetzt könnten man mal alle Politikfelder durchgehen, um das zu überprüfen...Gewagte These. Meine persönliche Meinung: die große Politik wird heute mehr von Lobbyisten als von Politikern gemacht. Da braucht man nur mal in die Ministerien zu gehen und nachzuforschen, wer da so alles an den Gesetzesvorlagen arbeitet.

Zum Thema Beratungsresistenz und Luftverkehr fällt mir jetzt noch spontan Kassel Calden ein. Welche Parteien standen und stehen da noch gleich dahinter?

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Es gibt wohl keine größere politische Partei, die der Luftverkehrsindustrie so kritisch gegenüber steht wie die Grünen. Alles andere hat in diesem Zusammenhang eigentlich nichts zu suchen.

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Naja, von absoluter Mehrheit war ja auch nicht die Rede. 

 

Sorry jubo, daß ich erst jetzt darüber stolpere. Aber das kann ich mir nun doch nicht verkneifen: Klasse Dialektik. :lol:

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Mir geht es an dieser Stelle nicht darum, den Atomausstieg als solchen zu bewerten, sondern herauszustreichen, dass die Grünen sehr mächtig sind und sie der Republik letztendlich ihren Kurs aufgezwungen haben.

Unfug, der Wille zum Atomausstieg war der Wille der Bevölkerungsmehrheit und dieser endlich wichtig genug, dass keine der grossen Parteien diesen ignorieren konnte.

 

Der Rest Deiner Grünen-Hasskappe erscheint ähnlich irrational.

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Unfug, der Wille zum Atomausstieg war der Wille der Bevölkerungsmehrheit und dieser endlich wichtig genug, dass keine der grossen Parteien diesen ignorieren konnte.

 

Der Rest Deiner Grünen-Hasskappe erscheint ähnlich irrational.

Ich finde Deine Reaktion ziemlich irrational und verbissen. Du verstehst meine Argumentation nicht; es ist in unserem Zusammenhang nicht relevant, ob man den Atomausstieg gut findet oder nicht, oder die Mehrheit der Parteien oder die Mehrheit der Deutschen. Das Thema war der Markenkern der Grünen. Ein Alleinstellungsmerkmal, das ihren Erfolg ganz wesentlich mitgetragen hat. Diesen Markenkern gibt es in der Form nicht mehr, das Thema ist "durch". Die Grünen bauchen also neue Themen, um sich von anderen Parteien abzuheben; das geben de Grünen ja sogar selbst zu und veranstalten Strategiekonferenzen zu dem Thema. Man hört ja kaum noch was von den Grünen; das liegt nicht nur an den blassen neuen Führungsfiguren, sondern an programmatischen Defiziten, um die sich die Patei derzeit nicht umsonst verstärkt kümmert. Das Thema "Lärmschutz" steht jetzt ziemlich weit oben auf der Agenda der Grünen. Und dass die Grünen den Flugverkehr an allen Ecken du Enden einschränken wollen, ist der Fakt, um den es hier geht. In DUS stehen die Grünen mit an vorderster Front. Sie gerieren sich allerorten als Anwälte der "lärmgeplagten Anwohner". Wie man das bewertet, spielt an dieser Stelle doch gar keine Rolle. Man darf jedoch vermuten, dass die ablehnende Haltung der Grünen den Flugverkehr (z. B. in DUS)  erheblich erschweren könnte. Mit den beschrieenen möglichen Konsequenzen. Ganz nüchtern betrachtet.

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Wie man das bewertet, spielt an dieser Stelle doch gar keine Rolle. Man darf jedoch vermuten, dass die ablehnende Haltung der Grünen den Flugverkehr (z. B. in DUS)  erheblich erschweren könnte.

 

Der Flughafen Düsseldorf hat in den letzten Jahren eine derart kritische Masse erreicht, dass politische Splittergruppen das weitere Wachstum nicht mehr dauerhaft verhindern können, genau so wenig wie in Frankfurt. Verzögerungen sind möglich, aber zu diesem Zeitpunkt ist das weitere Wachstum von DUS unvermeidlich. Wenn der Bedarf besteht, werden die entsprechenden Kapazitäten geschaffen, das ist auch in der Vergangenheit schon so gehandhabt worden - siehe beispielsweise die schrittweise Aufweichung des Angerland-Vergleichs. Verlagerung an andere Flughaefen hat in NRW noch nie funktioniert - das wurde ja die vergangenen dreissig Jahre schon  mit CGN versucht - allerdings immer nur in politischen Sonntagsreden - einen ernsthaften Versuch hat es nie gegeben, und dazu wird es auch in Zukunft nicht kommen.

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Der Flughafen Düsseldorf hat in den letzten Jahren eine derart kritische Masse erreicht, dass politische Splittergruppen das weitere Wachstum nicht mehr dauerhaft verhindern können, genau so wenig wie in Frankfurt.

Ich hoffe sehr, dass Du Recht behältst, und "politische Splittergruppen" nicht alles blockieren können, bin mir da aber nicht so sicher!

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Vielleicht sollten sich einige zum Thema "politische Splittergruppen" doch mal in anderen Foren austoben. Nebenbei der Hinweis, dass wir das Jahr 2014 und nicht 1980 schreiben und diese "Splittergruppen" drittstärkste politische Kraft sind, an verschiedenen Landesregierungen beteiligt sind und auch Oberbürgermeister von Großstädten stellen.

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DUS und Weeze sind Konkurrenten, es wird wohl definitiv keine Zusammenarbeit geben.

In der aktuellen Betriebsgenehmigung hat DUS die Beschränkung, 43/45 Flüge pro Stunde maximal abwickeln zu dürfen. Technisch sind 60 Flüge pro Stunde das Maximum. Die Erlaubnis zur Ausnutzung dieses Maximums ist das aktuelle Ziel von DUS.

 

Die Alternative, Flugverkehre zu verlagern, mag zwar interessant klingen, ist aber surreal.

Einzig und alleine planen die Airlines den Flugverkehr. Kein Flughafen plant irgendwelche Strecken etc.

Der Status Quo an vergebenen Slots steht, es geht also nur um "zusätzliche" Flüge.

 

Jede Airline kann Slots beantragen und entsprechend der Verfügbarkeit (die aktuell in den betroffenen Zeiten nur noch durch Routenaufgaben bestehender Flüge ermöglicht werden) vergeben.

 

Entweder bekommt der Flughafen eine Änderung durch, und es stehen neue, frische Slots zur Verfügung. Passiert dies nicht (hier hat die Politik ihre Finger drin), folgen marktwirtschaftliche Gesetze: Übernachfrage -> Erhöhung der Gebühren. Mit jeder neuen Gebührenerhöhung fliegen bei den Airlines Flüge heraus (z.B. durch Zusammenlegung mehrere Flüge auf wenigere mit größerem Gerät oder durch Einstellung wg. fehlender Rentabiltiät). Dann sind wieder Slots verfügbar, die verteilt werden. Weder Politik noch Flughafen können allerdings fest vergebene Slots einfach so zurückfordern, das geht genauso wenig, wie einzelnen Airlines die Andienung des Flughafens zu versagen.

 

Die Airline, die aber nun Umläufe gestrichen hat, wird nun nach Alternativen schauen. Das kann ggf. Weeze sein, genausogut kann dies aber auch jeder andere Flughafen sein, der interessant erscheint. Und waren es Charterflüge, gibt der Auftraggeber vor, von wo geflogen wird.

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So ist es! Ich denke, Köln/Bonn würde bei den derzeitigen Markt- und Eigentumsverhältnissen am ehesten profitieren, wenn Düsseldorf wirklich an die Kapazitätsgrenze stoßen würde und Flüge abtreten müsste.  

 

Düsseldorf würde damit aber ein Geschäft abgeben, was man lieber selbst tätigen würde. Und dann wäre es für den Flughafen Düsseldorf vielleicht doch interessant, bei einem Juniorpartner Weeze einzusteigen, um das Geschäft nicht an die Konkurrenz abtreten zu müssen. Genau das scheint ja die Hoffnung in NRN bzw. beim Kreis Kleve zu sein. Eine zweifelsohne sehr vage Hoffnung. Dennoch bleibt erst mal abzuwarten, wie das Genehmigungsverfahren um Düsseldorf ausgeht. Danach werden die Karten u. U. neu gemischt.

 

In Sachen DUS ist es daher nicht ganz uninteressant, was der Minister zum zunehmend sensiblen Thema "Fluglärmbelastung" zu sagen hatte. Letztendlich betätigt hier der Minister, was ich weiter oben schon geschrieben habe. Das Thema "Lärmbelastung" wird immer bedeutender. Vielleicht eben auch zum Nachteil für DUS: 

 

Dass der Airport (Weeze) Zukunft habe, daran ließ der Verkehrsminister keine Zweifel aufkommen. Nicht zuletzt, weil es in der Region keine nennenswerte Lärm-Probleme gebe. Genau das Thema sei künftig ein enormer Mehrwert, weil das an anderen Standorten eine immer größere Rolle spielen werde, so Groschek.

 

 

Quelle:

 

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/verkehrsminister-michael-groschek-lobt-airport-niederrhein-in-weeze-id9539769.html     

bearbeitet von Rolf

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Das Slotproblem wird sich über kurz oder lang von alleine lösen. Größere Röhren, weniger Frequenzen.

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Das Slotproblem wird sich über kurz oder lang von alleine lösen. Größere Röhren, weniger Frequenzen.

 

Ganz abgesehen davon das auch aktuell Slots in DUS jenseits der Tagesrandzeiten kein großes Problem sind.

 

Wenn man davon spricht das DUS "Flüge abgeben muss", hört sich das nach meinem Geschmack zu sehr nach der Sprache der 70er und 80er an. Heute in der freien Marktwirtschaft muss kein Airport Flüge abgeben oder sonstiges.

Und warum soll der hochprofitable DUS beim tief in den roten Zahlen steckenden Weeze einsteigen? Da sind gute Leute am Ruder die werden sich zu sowas nicht verlocken lassen. Abgesehen davon ist Hochtief am DUS beteiligt und die werden beim Gedanken daran schon die Augen verdrehen ;-).

Und dann nochmal...jede Airline entscheidet selbst wohin se fliegen! Damals zu Zeiten von MGL sollten alle Propbetreiber nach MGL ausgegliedert werden. Was ist passiert? Nix! Eine KLM zb, damals mit F50 operierend, hat den Verantworlichen den Vogel gezeigt.

 

Slots die man in DUS hat gibt man a) nicht so schnell weg und b) neue Flüge hätten ja schon längst nach Weeze gekonnt. Flüge von Wizzair, Transavia und Air Berlin sowie einige Türkencharter sind schon längst wieder Geschichte.

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Das ist die aktuelle Verbindung per ÖPNV:

 

1x pro Stunde, Fahrzeit ist 1:39, 2x Umsteigen: 2x Regionalbahn, 1x Bus.

 

Feine Sache, so eine zusätzliche Startbahn. Ok, man braucht als Umsteiger im Schnitt über 2 Stunden, um von einer Bahn zur anderen zu kommen. Ansonsten perfekt, der Plan :D

 

Wenn man als Regionalpolitiker was machen will, sollte man evtl. zuerst die Verkehrsanbindung verbessern. Erstaunlich viele Umsteiger haben nämlich kein Auto dabei.

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Das ist die aktuelle Verbindung per ÖPNV:

1x pro Stunde, Fahrzeit ist 1:39, 2x Umsteigen: 2x Regionalbahn, 1x Bus.

 

Feine Sache, so eine zusätzliche Startbahn. Ok, man braucht als Umsteiger im Schnitt über 2 Stunden, um von einer Bahn zur anderen zu kommen. Ansonsten perfekt, der Plan :

Vor allem wenn man in 45 Minuten am Flughafen Köln-Bonn und etwa zeitgleich auch in Frankfurt sein kann....

 

Den Zug nach Köln könnte gen Weeze nicht mal ein Express-Bus schlagen.

 

Gruß

Thomas

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Ganz abgesehen davon das auch aktuell Slots in DUS jenseits der Tagesrandzeiten kein großes Problem sind.

 

Wenn man davon spricht das DUS "Flüge abgeben muss", hört sich das nach meinem Geschmack zu sehr nach der Sprache der 70er und 80er an. Heute in der freien Marktwirtschaft muss kein Airport Flüge abgeben oder sonstiges.

Und warum soll der hochprofitable DUS beim tief in den roten Zahlen steckenden Weeze einsteigen? Da sind gute Leute am Ruder die werden sich zu sowas nicht verlocken lassen. Abgesehen davon ist Hochtief am DUS beteiligt und die werden beim Gedanken daran schon die Augen verdrehen ;-).

Und dann nochmal...jede Airline entscheidet selbst wohin se fliegen! Damals zu Zeiten von MGL sollten alle Propbetreiber nach MGL ausgegliedert werden. Was ist passiert? Nix! Eine KLM zb, damals mit F50 operierend, hat den Verantworlichen den Vogel gezeigt.

 

Slots die man in DUS hat gibt man a) nicht so schnell weg und b) neue Flüge hätten ja schon längst nach Weeze gekonnt. Flüge von Wizzair, Transavia und Air Berlin sowie einige Türkencharter sind schon längst wieder Geschichte.

Hochtief ist nicht mehr beteiligt an der FDG.

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