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PHIRAOS

Frage zu Pilotenrängen

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Sind die "Pilotenränge" eigentlich rein personenbezogen oder gelten die für die Person nur in dem Unternehmen für das er arbeitet? 

 

Also ist ein Pilot, der sich bei z.B. Air Berlin bis zum Kapitän hochgearbeitet hat grundsätzlich Kapitän auch wenn er zu Condor oder Tuifly wechselt oder fängt er bei einer anderen Airline dann wieder "unten" an?

 

Auf der einen Seite erfüllt er aufgrund der geleisteten Flugstunden die Voraussetzungen für den Kapitänsrang, aber auf der anderen Seite wird ja (soweit ich weiß) auch darauf geachtet, wie der Mensch ins Team passt und so. 

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Vorweg, ich weiß es nicht.

Ich kann mir aber vorstellen, daß es so abläuft:

Wenn sich ein Kapitän bei einer anderen Airline bewirbt, so tut er das in der Regel auf eine Ausschreibung. Er wird sich sicher nicht dort bewerben, wenn ausschließlich Co-Piloten gesucht werden.

Die Frage der Vergütung ist eine andere. Da muß er sich sicher in das Gehaltsgefüge der neuen Airline einordnen.

Also: Wenn ein LH-Kapitän zu Ryanair wechseln wollte, wird er ziemliche Gehaltseinbußen akzeptieren müssen.

bearbeitet von aaspere

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Es ist unternehmensbezogen. Es gibt Kapitäne, die bei einem Wechsel des Unternehmens wieder als FO fliegen. Es gibt FOs, die alle Kapitänskriterien erfüllen, die aber lieber freiwillig FO bleiben, und es gibt Kapitäne, die unfreiwillig zum FO herabgestuft werden, als Strafe z.B.

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Schwieriges Thema. Grundsätzlich stellen etablierte Airlines nur FOs ein, Upgrades zum Kapitän gibt es nur intern. Nur in Situationen mit extremem Wachstum werden auch hin und wieder mal Direct Entry Captains (DEC) eingestellt. Ist aber extrem selten. Upgrades werden normalerweise rein nach Seniorität vergeben, zusätzlich müssen natürlich die internen Voraussetzungen gegeben sein, also eine bestimmte Anzahl an Blockstunden, Zeit in der Firma, keine gefailten Checks in den letzten x Jahren und so weiter.

 

Die letzten deutschen Airlines die DECs eingestellt haben waren Condor und Air Berlin. Bei Condor musste das Abwandern des Lufthansa Personals aufgefangen werden was zu einer massiven Personalunterdeckung führte, bei Air Berlin war es das explosive Wachstum bis ca. 2007. Seitdem gab es dort auch keine DECs mehr, und auch kaum interne Upgrades. Besonderheit gerade bei Condor war das bei vorliegen der Voraussetzungen auch Piloten ohne Kapitänserfahrung als DECs eingestellt wurden und intern ein ausführliches und recht langwieriges Kapitänstraining durchliefen.

 

Bei Lowcostern kommt es schon mal vor dass auch DECs eingestellt werden, aber bei den beiden großen ist das in den letzten Jahren auch nicht mehr passiert.

 

Die Middle East Airlines stellen bis auf ganz kurze Ausnahmezeiten auch nur FOs ein, von denen viele vorher woanders als Kapitäne gearbeitet haben. 

 

Grundsätzlich ist der Rang nur innerhalb eines Unternehmens gültig, die Erfahrung kann aber durchaus auch woanders angerechnet werden, insbesondere in Asien wo man derzeit Händeringend erfahrene Kapitäne sucht.

bearbeitet von Dummi

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@Nosig: Ja, wie ich oben erwähnte insbesondere in Asien, oder im Westen bei Carriern die schlecht zahlen (ja, da zählt RYR inzwischen dazu). Aber gerade Ryanair ist da ein Sonderfall, es sind seit Jahren die ersten Ausschreibungen, und genommen wurde da auch noch niemand, aber es werden sich sicher welche finden. Und notwendig wird das gerade durch den enormen Sog der Middle East Airlines die gerne ihre FOs aus den Reihen von Lowcost Kapitänen rekrutieren da sie denen ein Einsatzfeld bieten können das es im Lowcost Bereich kaum gibt, und dazu kommt das man als FO dort mehr Geld als ein Kapitän bei Ryanair verdient. Bei Easyjet sieht das anders aus, auf den meisten Basen verdient man deutlich besser und die Fluktuation und damit die Trainingskosten sind sehr viel geringer als bei Ryanair.

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