Patrick W

Berliner Flughäfen ( Tegel & Schönefeld)

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Käptn_Adler    98

Alle wesentlichen Wirtschaftsführer in Berlin und Brandenburg wollen die Schließung von TXL. Alle wissen um den zukünftigen Mehrwert von einem einzelnem Flughafenstandort BER. Jeder weiß, dass die Offenhaltung TXL die 6 Milliarden Investition am BER komplett in den Sand setzen würde.

Lesen. Auswendiglernen. Nochmal lesen. Merken:

„Hey, Leute, denkt mal nach“
 

Zitat

Minutenlang wetterte Kieker, früher selbst Flughafenmanager, gegen die Tegel-offen-halten-Initiative, gegen zu wenig Nachdenken bei ihren Unterstützern – und vor allem gegen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Es sei doch klar, warum der CSU-Mann Tegel offen halten wolle: Der wolle nur den Flughafen München mit seinem Drehkreuz schützen.

&

Nichtsdestotrotz ließ der VisitBerlin-Chef keinen Zweifel daran, dass die Zahl der vergangenes Jahr 31 Millionen Übernachtungen in Hotelbetten und geschätzt 33 Millionen auf privaten Schlafsofas steigen soll. Und das geht aus seiner Sicht eben nur mit einem BER mit Drehkreuzfunktion für Langstreckenflieger, die durch Parallelbetrieb in Tegel torpediert würde. „Die Berliner Flughäfen sind für die Stadt ein Wachstumshindernis in touristischer und ökologischer Hinsicht“, sagte er.

 

 

 

 

bearbeitet von Käptn_Adler

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medion    115
vor 4 Minuten schrieb Käptn_Adler:


 

 

Zitat: "Nichtsdestotrotz ließ der VisitBerlin-Chef keinen Zweifel daran, dass die Zahl der vergangenes Jahr 31 Millionen Übernachtungen in Hotelbetten und geschätzt 33 Millionen auf privaten Schlafsofas steigen soll. Und das geht aus seiner Sicht eben nur mit einem BER mit Drehkreuzfunktion für Langstreckenflieger, die durch Parallelbetrieb in Tegel torpediert würde. „Die Berliner Flughäfen sind für die Stadt ein Wachstumshindernis in touristischer und ökologischer Hinsicht“, sagte er."

 

Und das ist dann keine Lobbyarbeit? Der ganz offen ausgewiesene Lobbyist (Visitberlin, ist ja auch sein Job) unterstellt einem Bundesminister Lobbyismus, langsam wird es lustig. Warum nicht gleich 100 Millionen Übernachtungen auf der Couch? Ist ja alles nur geschätzt. Wo soll jetzt das ÖKOLOGISCHE Wachstumshinternis stecken beim Tegelbetrieb? Das Gelände wird danach ja keine Streuobstwiese.

Und Berlin lebt doch nicht schlecht von P2P Verbindungen, aber Hauptsache nochmal das Gefasel von Drehkreuz für Langstrecken irgendwo untergebracht...

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Das Gefasel zum Langstreckendrehkreuz ist zudem widersprüchlich.

Entweder Berlin ist im Langstrecken O&D so stark das es als Spoke zu allen wichtigen Metropolen Verkehr generieren kann. Dann wäre Hub-Verkehr ein Zubrot und ein zweiter Flughafen-Standort wäre unschädlich. 

Oder Berlin als O&D Ziel ausserhalb des Tourismus ist so schwach, dass man ein Hub als Wirtschaftsförderungsmaßnahme benötigt. Dafür benötigt man zunächst eine Fluggesellschaft, die ein Hub aufbaut und dann muss man die Frage stellen, ob in Mitteleuropa der bedarf für weitere Hubs gegeben ist. Damit diese Fluggesellschaft ein Hub aufbauen kann, muss man zudem einen Teil des bisherigen LCC-Getrieben Marktes zwecks Yield-Strärkung aufgeben.

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Käptn_Adler    98

@medion:

Ich empfehle Dir ein Geographie Studium mit Schwerpunkt Stadtentwicklung und ein Wirtschaftsstudium. Auch empfehlenswert: Eine Eigen-Recherche in puncto Flughafen Entwicklung in verschiedenen Weltstädten, Stichwort Wikipedia. Nach ungefähr 10 Jahren Lernprozess könntest Du vielleicht soweit sein um hier klare Gedanken zu äußern. Vorher macht es, mit Verlaub, keinen Sinn.

bearbeitet von Käptn_Adler

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Käptn_Adler    98

Für alle diejenigen da zwar wenig Ahnung von Standortfaktoren haben aber immerhin rechnen können: TXL ist gegenwärtig in puncto Passagieraufkommen die Nr 26 in Europa. SXF ist gegenwärtig in puncto Passagieraufkommen die Nr 47 in Europa.

Keiner der beiden Flughäfen, die nur aus der Logik der Teilung der Stadt entstanden sind,  können auf nationaler oder geschweige denn auf kontinentaler Ebene als konkurrenz-, umsteige- oder ausbaufähig bezeichnet werden. In so einer Situation von 2 wettbewerbsunfähigen Betrieben an einem Standort strebt man eine Fusion der Kräfte an. Um an kritischer Masse zu gewinnen. Zur Erinnerung: Selbst nach einer Fusion würde der BER nicht in die TOP 10 von Europa aufsteigen. Durch den bereits in Planung befindlichen Masterplan ist jedoch eine Entwicklung in den kommenden 2 Jahrzehnten auf 50 Mio Pax möglich. 

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medion    115

Einmal vorab, ich bin kein Berlin Gegner und auch kein BER Gegner, von mir aus hätte der pünktlich eröffnen können. bekanntermaßen ist es nicht so gekommen. Das ist aber wahrscheinlich einer meiner unklaren Gedanken....

Was fällt mir auf die Schnelle ein als Gegenentwurf zu Single-Airport in Weltstädten? Ganz ohne Wikipedia, ich bin alt und habe das schneller aus dem Kopf gegraben als in das Tablett getippt; Ich darf Berlin und Brandenburg mal zusammennehmen? BER liegt ja gar nicht in Berlin.

London

Paris

Mailand

Rom

Warschau

Düsseldorf

Frankfurt

Belfast

Glasgow

New York

Boston

San Francisco

Los Angeles

Dallas

Rio

Sao Paulo

Tokio

Bangkok

Dubai

Antalya

Barcelona

vor 12 Minuten schrieb Käptn_Adler:

Durch den bereits in Planung befindlichen Masterplan ist jedoch eine Entwicklung in den kommenden 2 Jahrzehnten auf 50 Mio Pax möglich. 

Und wir halten uns noch damit auf, das was seit mindestens fünf Jahren gebaut da steht irgendwie in Betrieb zu kriegen... Visionen muss man halt haben, dann ist der Alltag nicht so schmerzhaft.

bearbeitet von medion

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Käptn_Adler    98

Oh Scheixxe @medion. Ich sehe Du steckst noch noch ganz am Anfang. Quasi im Kindergarten.

NYC, Paris, Tokio, London sind Wirtschaftsräume die 3-10 mal soviel BIP und Einwohner haben wie Berlin. Alle Metropolen zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereits vor Jahrzehnten EINEN, ich wiederhole mindestens EINEN internationalen Hub aufbauen konnten. Berlin hat heute im Jahr 2017 KEINEN Großflughafen.

Mailand ist übrigens das klassische Negativ-Szenario, was auch Berlin drohen könnte. Dort sind zwei im europäischen Maßstab wettbewerbsunfähige Flughäfen am Start. Ein globaler Hub konnte sich dort, obwohl es die Region hergibt, nie entwickeln.

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linie32    66

Mal eine kleine Milchmädchenrechnung (da sehr vereinfacht): 6 Mrd € haben wir bisher Steuergelder für das Projekt BER bezahlt. Sind etwas mehr als 70 € pro Bundesbürger. Bekommen haben wir dafür den Zustand, der sich heute in TXL+SXF abzeichnet (und eine Bauruine mit Jobwunder-Funktion). Singleairport BER schön und gut, gibt es aber heute nicht und ist auch perspektivisch nicht mehr absehbar.

Jedes Jahr zahlt jeder Bundesbürger indirekt 10 € dafür, dass genau der Zustand sich nicht ändert (BER ist nicht in Betrieb, sichert aber viele Arbeitsplätze). Deutschland hat seine Wirtschaftsstandorte UND Hubs ordentlich auf das Bundesgebiet verteilt. Berlin floriert trotz, dass es keinen BER gibt. Die Diskussion, in wie weit man Tegel auf Grund der heutigen Lage anders bewerten muss, ist daher absolut berechtigt, wie lange soll diese Situation denn noch unverändert anhalten?

In welchem Maße auch immer, nur wenn Tegel eine klare Perspektive hat, gibt es eine Chance, die Zustände dort zu verbessern und den aus diesem Desaster resultierenden Schaden zu mindern. 

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Käptn_Adler    98
vor 12 Minuten schrieb linie32:

nur wenn Tegel eine klare Perspektive hat

TXL hat seit 15 Jahren ein klare Perspektive.

Der Laden wird 2018 oder 2019 dicht gemacht.

B|

 

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medion    115

Genau darüber unterhalten wir uns ja gerade.

Sehr exakt auch wieder. 2018? 2019? Oder doch noch eine neue Zahl aus der Senatsbingokugel?

bearbeitet von medion
---

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HAJ-09L    83
vor 5 Minuten schrieb Käptn_Adler:

TXL hat seit 15 Jahren ein klare Perspektive.

Der Laden wird 2018 oder 2019 dicht gemacht.

B|

 

Ach so, dann ist ja alles klar. Dann wussten also all jene, die den täglichen Betrieb wuppen müssen, bereits vor 15 Jahren, dass Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen eben auf exakt diesen Zeitrahmen (2018 oder 2019) auszurichten sind?

Also bitte...

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Käptn_Adler    98
vor 11 Minuten schrieb medion:

 eine neue Zahl aus der Senatsbingokugel?

Gegenwärtig ist weder der Berliner Senat noch die Brandenburger Landesregierung und auch nicht das Bundesverkehrsministerium für die Fertigstellung des BER maßgeblich.

Allein die ausführenden Firmen Bosch, Siemens, T-Systems, Caverion im Zusammenspiel mit der FFB sind die Taktgeber. Wie auch übrigens in den letzten 5 Desaster Jahren.

Was die "politische" Seite tun konnte um einen halbwegs zukunftsfähigen Flughafenstandort zu gewährleisten hat sie getan. Nämlich SXF neben dem BER weiterzutreiben und den neue 6 Mio PAX Terminal T1-E in Auftrag zu geben.

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linie32    66
vor 25 Minuten schrieb Käptn_Adler:

TXL hat seit 15 Jahren ein klare Perspektive.

Der Laden wird 2018 oder 2019 dicht gemacht.

B|

 

Ja, könnte passieren dass der Sanierungsstau eine Schließung aus Sicherheitsgründen unausweichlich macht. Dann hat Berlin seinen Single Airport, alles läuft dann über SXF...

Dass BER weder 2018 noch 2019 eröffnet, steht ja wohl nicht mehr ernsthaft in Frage.

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medion    115
vor 6 Minuten schrieb Käptn_Adler:

Allein die ausführenden Firmen Bosch, Siemens, T-Systems, Caverion im Zusammenspiel mit der FFB sind die Taktgeber. Wie auch übrigens in den letzten 5 Desaster Jahren.

 

Einfach nur NEIN.

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HAJ-09L    83
vor 36 Minuten schrieb linie32:

Ja, könnte passieren dass der Sanierungsstau eine Schließung aus Sicherheitsgründen unausweichlich macht. 

Ganz so fix geht das dann doch nicht: Gemäß Paragraf 45 LuftVZO hat jeder Flughafenunternehmer den Flughafen in einem betriebssicheren Zustand zu halten. Und die Einhaltung dieser Pflicht wird behördlich überwacht.

 

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Meinst du das Terminal 1E, dass erst als vollständiges Terminal geplant und ausgeschrieben wurde, dessen Ausschreibung aufgehoben wurde, weil das Ergebnis nicht gefiel. (Zu teuer?). Das dann als Wellblechpalast geplant wurde und dessen Planung jetzt zurückgestellt wurden um in den sagenumwobenenen neuen Masterplan integriert zu werden. Der Masterplan aber die Planungskapazitäten für den Bauantrag 6.1 beschränkt.

Gegenwertig werden aus politischer Sicht ausschließlich Entscheidungen getroffen, mit denen vorhergehende politische Fehlentscheidungen vertuscht werden sollen. Es wird Zeit für den dritten Untersuchungsausschuss BER.

 

bearbeitet von OliverWendellHolmesJr

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spandauer    145

Hatten wir uns nicht mal stillschweigend drauf geeinigt, diesen komischen Vogel weniger zu zitieren, damit die Ignorier-Funktion auch Sinn ergibt?

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medion    115
vor 12 Stunden schrieb spandauer:

Hatten wir uns nicht mal stillschweigend drauf geeinigt, diesen komischen Vogel weniger zu zitieren, damit die Ignorier-Funktion auch Sinn ergibt?

OK o.O

bearbeitet von medion

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Nosig    228

Mit Schönefeld (alt) und dem dortigen Ausbau neben BER exerziert doch die Flughafengesellschaft in Berlin das Thema Doppelstandort längst selbst vor? Die reine Lehre ist es längst nicht mehr. Und auch keine Religion, dass man etwa nur einen Standort haben dürfte.

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HLX73G    294
vor 7 Minuten schrieb Nosig:

Mit Schönefeld (alt) und dem dortigen Ausbau neben BER exerziert doch die Flughafengesellschaft in Berlin das Thema Doppelstandort längst selbst vor? 

Naja nicht ernsthaft, oder? Dieser Logik folgend wird T3 in FRA auch ein zweiter Standort. 

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Nosig    228

Es war aber erneut ein Posting zum Thema Tegel ,Schönefeld (alt) und Doppelstandort-Strategie. So ein bisschen behindert Ihr aber die Debatte mit dem Geschiebe?

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speedman    105
vor 19 Minuten schrieb Nosig:

Es war aber erneut ein Posting zum Thema Tegel ,Schönefeld (alt) und Doppelstandort-Strategie. So ein bisschen behindert Ihr aber die Debatte mit dem Geschiebe?

@Nosig: Ich hatte deinen Beitrag nicht verschoben, hab ihn aber wieder zurückgeholt.

Hier bei mir ging es nur um den Beitrag von Gudi & den Reaktionen darauf.

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