Patrick W

Berliner Flughäfen ( Tegel & Schönefeld)

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On 9/5/2017 at 11:59 AM, Käptn_Adler said:

Was jetzt in der politischen Debatte am allermeisten fehlt ist ein Bekenntnis des RRG Senats und Brandenburgs zum Ausbau am BER. Denn ohne eine solche Ansage in puncto Zukunftsperspektiven würde sich Berlin bei einer Tegel Schließung ins Bein schießen.

Da sind wir ja mal einer Meinung, dass ich das noch erleben darf o.O Dann mal los für die Luftfahrtfreunde von RRG, vielleicht finden sich ja zwei, drei, the Airport Stage is yours....

On 9/5/2017 at 11:18 AM, OliverWendellHolmesJr said:

Das Lufthansa gegen zwei Flughafen in Berlin ist, sollte nicht verwundern. Lufthansa ist immer für die Variante, die die Gesamtkapazität möglichst gering hält. So reduziert man den Wettbewerbsdruck.

Selbst in der sozialen Marktwirtschaft muss kein Unternehmen irgendetwas außer sich selbst im Sinn haben und zu fördern versuchen.

19 hours ago, 388 said:

Aber so wie es aussieht, wird der gemeine TXL-Fan noch lange in den Genuss des Schrottairports kommen ... schliesslich kann niemand sagen, wann BER wirklich aufmacht. 

Warum wird Tegel hier eigentlich so schlecht geredet? Im Zentralring gibt es so kurze Wege wie nirgendwo mehr in Deutschland, selbst wenn man mit dem Bus ankommt, mit Taxi sowieso, aber vielleicht ist das für Berlin auch einfach zu kapitalistisch; nachdem das Vorbild Köln/Bonn Terminal 1 alt nach dem Zentralisierungswahn für SiKo und Shopping umgebaut bzw. verhunzt wurde.

bearbeitet von medion

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vor 14 Minuten schrieb medion:

Warum wird Tegel hier eigentlich so schlecht geredet? Im Zentralring gibt es so kurze Wege wie nirgendwo mehr in Deutschland, selbst wenn man mit dem Bus ankommt, mit Taxi sowieso, aber vielleicht ist das für Berlin auch einfach zu kapitalistisch; nachdem das Vorbild Köln/Bonn Terminal 1 alt nach dem Zentralisierungswahn für SiKo und Shopping umgebaut bzw. verhunzt wurde.

Im Terminal 1 in München sind die Wege tlw. noch kürzer als in Tegel.

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vor einer Stunde schrieb Fluginfo:

Im Terminal 1 in München sind die Wege tlw. noch kürzer als in Tegel.

Teilweise? Mathematisch gesehen kann ein langer, rechteckiger Riegel nie so kurze Durchschnittswege wie ein Vieleck bieten, welches von den Außenkanten (Fluggastbrücken) zum Mittelpunkt (Taxi, Bus, im Idealfall Bahnanschluss) immer die selbe Entfernung aufweist.

Dein "teilweise" trifft also nur dann zu, wenn man mittig im langen T1-Riegel ankommt und von einem ebenfalls mittigen Gate abfliegt, sehe ich das richtig?

 

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1 hour ago, Fluginfo said:

Im Terminal 1 in München sind die Wege tlw. noch kürzer als in Tegel.

Der Weg aufs Klo vielleicht. Der Weg in die Stadt ist dafür elend lang. Öffeln kostet über 10 EUR einfache Strecke und dauert ca. 50 Minuten 

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vor einer Stunde schrieb spandauer:

Teilweise? Mathematisch gesehen kann ein langer, rechteckiger Riegel nie so kurze Durchschnittswege wie ein Vieleck bieten, welches von den Außenkanten (Fluggastbrücken) zum Mittelpunkt (Taxi, Bus, im Idealfall Bahnanschluss) immer die selbe Entfernung aufweist.

Dein "teilweise" trifft also nur dann zu, wenn man mittig im langen T1-Riegel ankommt und von einem ebenfalls mittigen Gate abfliegt, sehe ich das richtig?

 

T1 in MUC hat keine zentrale Siko, daher kann man einfach an dem Bereich vorfahren, ab dem man fliegt und hat im Idealfall nur die Strecke der kürzeren Rechteckseite.

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Die Debatte erhitzt ja die Gemüter - vielleicht muss man es mit Humor nehmen, z.B. auf tegel-tegel.de

bearbeitet von HansenP2

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Die beiden Texte sind ein gelungenes Abbild der Flughafen-Diskussion, auf der einen Seite die Fraktion die Tegel offen halten will und dass mit einem begründeten Misstrauen gegen die Berliner Politik rechtfertigt.

Auf der anderen Seite die Ein-Flughafen-Fraktion, die Gang That Couldn't Shoot Straight, die mit halbgaren Ideen und Konzepten arbeitet, Begriffe vermischt, die wenig miteinander zu tun haben. Immer in der Hoffnung, dass wen man lange genug fuscht, man irgendwan trotzdem erfolg haben wird. 

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vor 8 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

die Fraktion die Tegel offen halten will und dass mit einem begründeten Misstrauen gegen die Berliner Politik rechtfertigt.

Das Grundproblem der Pro-TXL Leute ist, dass immer mehr Bürger einer Kern-Lüge der Kampagne nicht mehr auf den Leim gehen: Nämlich der Behauptung eine TXL-Schließung wäre ein rein Berliner Thema.

Die TXL Schließung ist ein gemeinschaftlicher Konsens von dem Land Berlin, Brandenburg und dem Bund der über 20 Jahre aufrechterhalten wurde. Der Beschluss der unabdingbar mit dem Aufbau von BER verbunden ist wurde über 10 Jahre zäh und durch alle Gerichtsinstanzen durchgefochten.

Jeder der heute noch Pro-TXL ist macht sich lächerlich, wenn er glaubt dass man solche Multi-Milliarden Projekte mal eben in einem Rechtstaat per Kreuzchchen auf einem Zettel umsteuern könnte.

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@Käptn_Adler Nur weil du behauptest, dass die andere Seite lügt, ist es noch lange keine Tatsache.
Und gerade die Politiker, die für einen Single-Airport sind und für die gescheiterte BER-Realisierung verantwortlich sind haben aufgrund ihrer nachgewiesenen Lügen jedes moralische Recht verloren, der Pro-TXL-Seite Lügen zu unterstellen.

 

Zitat

Jeder der heute noch Pro-TXL ist macht sich lächerlich, wenn er glaubt dass man solche Multi-Milliarden Projekte mal eben in einem Rechtstaat per Kreuzchchen auf einem Zettel umsteuern könnte.

Und schon wieder eine fragwürdige vermischung von Begriffen, die wenig miteinander zutun haben.

Genau das ist Merkmal einer Demokratie. Siehe Trump, siehe Brexit, siehe schottische oder katalanische Unabhängigkeitsbestrebungen. Das solche Entscheidungen hohe oder untragbar hohe Kosten verusachen ist richtig.

Eine hypothetische Frage. Wenn absehbar ist, dass die 540.000 Slots nicht mehr reichen - vermutlich in 25-30 Jahren - und aufgrund der dann geltenden Umweltstandards keine dritte Bahn am Standort möglich ist und die Nachtflugbeschränkungen auch nicht aufgeweicht werden können. Was passiert dann?

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vor 21 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Eine hypothetische Frage. Wenn absehbar ist, dass die 540.000 Slots nicht mehr reichen - vermutlich in 25-30 Jahren - und aufgrund der dann geltenden Umweltstandards keine dritte Bahn am Standort möglich ist und die Nachtflugbeschränkungen auch nicht aufgeweicht werden können. Was passiert dann?

Dann wird hald eine neuer Flughafen gebaut. ;):D

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Gegenwärtig steht die Bundeskanzlerin, der Berliner Bürgermeister und der Brandenburger Ministerpräsident für eine TXL Schließung. Die Spitzen der Berliner Wirtschaftsverbände stützen das Vorhaben. Die Liste ließe sich leicht verlängern. Dabei ist es ganz gleich was sich Deine Wutbürger Fantasien ausdenken. 

Du wirst hier in diesem Forum unter Luftfahrtexperten Niemandem erklären können, warum Deine Erkenntnisse hinsichtlich der Standort- und Flughafenentwicklung in Berlin über denen der Lufthansa oder der der FFB (Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg) stehen.

Zur Zukunft: Der BER muss erstmal fertiggestellt werden. Kurzfristig (bis 2022) sind Nachjustierungen nötig um den Hauptterminal zu ertüchtigen und provisorisch zu erweitern. Mittelfristig muss der T2 geplant und gebaut werden. (2020-2025). Langfristig wird der Satellit ein Thema (2025-2030). Wenn dann um 2030 oder früher etwa 50 Mio Pax erreicht sind kommen Diskussionen um weitere Satelliten und eine dritte Startbahn ins Spiel. Der Platz dafür ist südlich des Geländes vorhanden. Siehe Google Earth. 

bearbeitet von speedman
2.6 Wahrung des Persönlichkeitsrecht anderer

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1 hour ago, Käptn_Adler said:

Zur Zukunft: Der BER muss erstmal fertiggestellt werden. Kurzfristig (bis 2022) sind Nachjustierungen nötig um den Hauptterminal zu ertüchtigen und provisorisch zu erweitern.

Vorsicht Faktenfrage an den einzigen Experten hier, an die anderen von LH und FBB kommen wir ja nicht ran: Wie lange darf denn Tegel dann noch offen bleiben? Die kurzfristigen fünf Jahre, bis Deine "Nachjustierungen" fertig sind?

(und die Antwort hätte ich gerne ohne die Stichwörter 20 Jahre, Bund und Konsens; das habe ich mittlerweile trotz meiner Blödheit verstanden, das muss ich nicht in jedem Post wieder lesen)

bearbeitet von medion

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@Käptn_Adler du hast recht, hier bin ich nicht, um etwas zu lernen. Zumindest von dir und deinem co-bullshiter[*] @gudi. Da gibt es schönere und produktivere Orte, etwa 1 Harvard Yard.

Der Punkt ist denoch der, hätte die Berliner Politik und die Flughafengesellschaft auf Experten - egal ob Lufthansa, Hochtief - gehört, wäre BER heute fertig und es gäbe die Diskussion gar nicht.

Ich bin auch weiterhin tendenziell für eine Schliessung Tegels. Die Niveaulosigkeit der Berliner Planungspolitik und die Tatsache, dass der primäre Treiber der Flughafen-Politik die Vertuschung von politischen Fehlern ist, rechtfertigen in meinen Augen eine demokratische deligitimation der Ein-Flughafen-Politik.

[*] bullshit ist keine Beleidigung sondern eine Tatsachenbeschreibung.

Zitat

For the bullshitter, however, all these bets are off: he is neither on the side of the true nor on the side of the false. His eye is not on the facts at all, as the eyes of the honest man and of the liar are, except insofar as they may be pertinent to his interest in getting away with what he says. He does not care whether the things he says describe reality correctly. He just picks them out, or makes them up, to suit his purpose.

 

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vor 8 Stunden schrieb Käptn_Adler:

(...) Zur Zukunft: Der BER muss erstmal fertiggestellt werden. (...)

Dem Teil des Postings kann ich bedenkenlos zustimmen. 

Bis dahin lebt Berlin wie bisher weiter mit Tegel und Schönefeld. Tegel hat Stand heute keine Perspektive mehr, entsprechend wird eben nichts mehr investiert, so dass eben alles für viele weitere Jahre genauso bleibt, wie es heute ist. Es sei den, man gibt Tegel wieder eine Perspektive, nachdem der BER im dichten Nebel verschwunden ist und der Wetterbericht auch kein besseres Wetter vorhersagt...

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Die Senatsverwaltung hat diese Woche ihr eigenes Rechtsgutachten zu Frage, ob TXL offen bleiben kann, veröffentlicht. Erwartungsgemäß kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass dieses vorallem mit Rechtsunsicherheit verbunden ist und die Schließung der rechtliche Weg des geringeren Widerstands ist und daher rechtlich [und ökonomisch] geboten ist.

Anders als in der öffentlichen Diskussion häufig widergegebenen Meinung sieht auch er in dem Genehmigungsbescheid für BER keine Pflicht TXL zu schließen und sieht auch keine juristische Gefahr für die rechtliche Genehmigung des BER - auch wenn es einen Angriffspunkt gibt.

Er sieht des weiteren, das in der geltenden Gesetzeslage TXL offen gehalten werden kann, dafür der Verwaltungsakt Landesentwicklungsplan Flughafen angepasst werden muss. Hier sieht er durchaus erfolgsversprechende Angriffspunkte. Des weiteren sieht er die Risiken bei der Frage, ob die aufgehobenen Planfeststellung und Betriebsgenehmigung "einfach so" wieder rückgängig gemacht werden können.

Ein spannender Punkt: Sollte TXL am 01.01.2020 noch in Betrieb sein unterliegt der Flughafen dem Fluglärmgesetz, egal ob der Grund ist, dass BER noch nicht eröffnet wurde oder ob TXL offen bleibt.

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vor 2 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

Ein spannender Punkt: Sollte TXL am 01.01.2020 noch in Betrieb sein unterliegt der Flughafen dem Fluglärmgesetz, egal ob der Grund ist, dass BER noch nicht eröffnet wurde oder ob TXL offen bleibt.

Für alle die, die nicht so tief in dem Thema stecken. Könntest du bitte kurz erläutern, was dieses Fluglärmgesetz dann für TXL bedeuten würde. Danke im Voraus.

...NCC1701

bearbeitet von NCC1701
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Wie sieht eigentlich die Gesetzeslage aus Tempelhof wieder zu "reaktivieren".....Kostenmässig wäre auch mal interessant zu hören ob es langfristig Sinn machen würde.....

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1 hour ago, NCC1701 said:

Für alle die, die nicht so tief in dem Thema stecken. Könntest du bitte kurz erläutern, was dieses Fluglärmgesetz dann für TXL bedeuten würde. Danke im Voraus.

...NCC1701

Wenn der Flughafen BER dann noch nicht eröffnet ist, dann bedeutet das für Tegel gar nichts. (Außer Weiterbetreib auf rotten Standard). Berlin halb von der internationalen Luftfahrterreichbarkeit abzuschneiden, würde sich selbst ein lila-grün-kariert Senat nicht trauen. Dann haben viele Menschen in der "Einflugschneise" Anspruch auf entsprechende Schutzmaßnahmen. Da kann man nichts machen. Das ist die Gesetzeslage, da kann man nichts machen... Das ist Konsens seit 20 Jahren mit dem Bund, der das ja auch alles bezahlt o.O

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