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shamu

[Tripreport] Qatar Airways Erstflug nach Ras Al Khaimah & vor Ort - A350 & A320 [Bonus-Track: First Class Lounge in DOH]

10 posts in this topic

Hallo zusammen,

 

Da mein letzter Flugbericht mit Air Dolomiti bei euch ganz gut angekommen ist, lege ich doch gleich mal nach. Auf meiner Festplatte schlummert aktuell noch ein Blogpost über eine Reise, die mich vor kurzen über Qatar nach Ras Al Khaimah brachte.

Im Moment ist der Bericht noch nicht ganz fertig bzw. noch nicht vollständig in BB-Code umformatiert. 

 

Auch an dieser Stelle der Disclaimer vor und nicht hinter dem Text:

Qatar Airways hat mich zusammen mit einer britischen Bloggerin und vier waschechten Print-Journalisten aus ganz Europa auf den Erstflug nach Ras Al Khaimah eingeladen. Bewusst wurde ich kein einziges Pressefoto oder eine vorgeschriebene Depesche abtippen. Im Gegenteil: Ich zeige euch die Reise durch meine Sicht, vergleiche das dargebotene Produkt mit dem "Stand des Marktes" und schreibe was ich denke.

 

Im letzten Thread habe ich vorerst keinen Einspruch von euch gesehen - Ich hoffe deswegen weiterhin, dass mein Bericht so in Ordnung ist. Ansonsten: Lasst es per Kommentar, PN oder Mail wissen.

 

--

 

Episode 1: Flug von München (MUC) nach Doha (DOH) mit dem A350

Dienstag morgens saß ich in der Lounge von British Airways am Münchner Flughafen und strahlte über beide Ohren: In den Händen hielt ich dieses Mal nicht irgendein Flugticket, sondern das Premierenfeuerwerk schlechthin. Qatar Airways hatte mich zum Erstflug nach Ras Al Khaimah eingeladen. Mit dem nagelneuen Airbus A350 sollte ich zuerst nach Doha fliegen, um dort den neuen Hamad International Airport kennenzulernen.

Weiter ging's dann mit einem A320 auf den Erstflug nach Ras Al Khaimah.

 

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Dank Oneworld-Mitgliedschaft dürfen Fluggäste der C von Qatar Airways die Lounge von British Airways mitbenutzen. Diese befindet sich oberhalb der Abfluggates im Terminal 1A mit Blick auf das Dach des Munich Airport Centers aber ohne Sicht aufs Vorfeld.

 

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Über die Lounge wird es auf meinem Blog definitiv noch einen extra-Blogpost in der Serie Lounge-Check geben. Beim Schreiben werde ich nur höllisch aufpassen müssen, die Loungen am Münchner Flughafen in Zukunft nicht mit denen in Doha zu vergleichen. Der Unterschied ist in Worten kaum auszudrücken und wird in den kommenden Berichten ersichtlich.

Im normalen Vergleich der Münchner Loungen würde ich die Räumlichkeiten ungefähr auf gleichem Level wie die Atlantic-Lounge im Terminal 1C aber hinter der Lufthansa Business Lounge im Terminal 2 sehen: Eine sehr gute Getränkeauswahl und relativ passable Frühstücksmöglichkeiten. Ein komplettes Mittagessen dürfte man sich an den Buffets aber nur schwer zusammen stellen können.

 

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Auf die Abflugszeit muss man selbst achten: In der BA-Lounge werden ausschließlich Flüge nach London Heathrow ausgerufen. Pünktlich schlenderte ich nach unten und sah bereits den coolsten Flieger vor der leider viel zu sehr spiegelnden Glasscheibe. Wieso coolster Flieger? Mal ganz ehrlich: Welcher Airliner trägt denn sonst eine Sonnenbrille?

 

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Durch einen Terminkonflikt mit einer anderen Reise musste ich die Einladung zur Präsentation des neuen A350 XWB von Qatar Airways am 01.10.2015 schweren Herzens ausschlagen. So reiche ich nun vier Monate später alle Eindrücke des neuen Fluggeräts nach. Die komplette Business Class ist im Fischgräten-Muster mit Lie Flat Sitzen ausgestattet. Jeder Sitz hat so Zugang zum Gang ohne über den Sitznachbarn zu steigen. Ein ausgestrecktes Liegen war selbst bei meinen 1,86m Körperlänge noch möglich.

An Stauräumen wurde nicht gespart: Neben vielen Ecken zum Verstauen von Handgepäck befinden sich ein Wasserfach und die Kopfhörer in der Armlehne.

 

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Als richtig gutes Feature besitzt der A350 von Qatar doppelte Fensterabdeckungen: Per Touchscreen fährt man zuerst einen weißen Lamellenvorhang herunter, der zum Beispiel eine grell blendende Sonne während des Fluges in eine deutlich angenehmere Atmosphäre verwandeln kann. Wem das nicht reicht, der aktiviert per Touch die komplette Verdunklung. Einziger Nachteil in der Business-Class: Während man in der Economy recht einfach an das Touchpad für die Verdunkelung heran kommt, muss man beim Lieflat-Sitz über eine Abdeckung greifen.

 

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Die beiden oberen Bilder erlauben mir eine perfekte Überleitung zum Inflight Entertainment mit dem Namen Oryx Entertainment. Wie bei vielen zeitgemäßen IFEs hat man hier an Filmen, Musik und Spielen nicht gespart. Die Auswahl ist grandios und so groß gewählt, dass man schon Ultra-Frequentflyer sein muss, um sich hier im Archiv zu langweilen.

 

Ich setzte diesen Flug voll unter das Motto Weltraum und vertrieb mir die fünf Stunden Flugzeit mit "Gravity" und "Der Marsianer – Rettet Mark Watney".

Die Bedienung ist allerdings etwas seltsam: Sowohl das iPhone-förmige Handgerät als auch der große Bildschirm sind Touchpads. Die Auswahl der Filme erfolgt aber nur über das Handgerät, während man am großen Bildschirm nur rudimentäre Einstellungen wie Lautstärke oder das Scrubbing bedienen kann. Da dies tatsächlich etwas un-instinktiv ist, blendet Qatar Airways extra eine Bedienungsanleitung in die Slideshow am Anfang mit ein.

 

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Apropos Bedienung: Im neuen Airbus A350-900 XWB kann man sich tatsächlich ein paar Minuten mit der Erkundung von neuen Bedienmöglichkeiten beschäftigen. Das Panel mit den Verstellmöglichkeiten des Sitzes macht richtig Spaß. Witzig war hier vor allem die Erwähnung des Sitzes im Sicherheitsfilm. Zitat: "Wenn Ihnen etwas in den Sitz hinein fällt, betätigen Sie bitte keine Vestellmöglichkeit. Informieren Sie die Crew, die Ihnen dann hilft." Ich möchte nicht wissen, wieviele Smartphones hier schon zermalmt wurden.

Ebenfalls interessant: Die Anschnallzeichen in der Kabinendecke werden auf einem kleinen Monitor dargestellt, auf dem situationsgerecht auch andere Informationen wie zum Beispiel "Laptops abschalten" dargestellt werden können. Ein Fortschritt, der schon lange überfällig war.

 

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Zum Start konnte ich mir dann ein Bild von der Größe der Fenster machen. Mit ihren Ausmaßen sind sie deutlich größer als die vom Airbus A330 oder A340. Die Lautstärke der beiden Triebwerke ist nur während des Starts als störend wahrnehmbar. Die Dicke der Fenster ist der Mechanik der beiden Fenster-Verdunklungen geschuldet. Das Knipsen von Fotos ohne Spiegelungen durch das Fenster ist ein Ding der Unmöglichkeit.

 

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Hier ein Bild kurz nach dem Start: Der Flughafen München in der linken oberen Ecke.

 

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In der Luft interessierte mich vor allem das Thema WiFi. Qatar Airways bietet auch hier ein OnAir-Netz an, dass mittels Satelliten eine Datenversorgung in den Flieger sicherstellen soll. Die Kosten sind dabei nach Volumen gestaffelt, kostenlos sind 15 Minuten für jedermann während des Fluges abrufbar.

 

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Beim Essen an Bord lasse ich nun einfach Bilder sprechen, da ich mir das Menü mit den Empfehlungen der Stewardess zusammenstellen ließ. Gleich am Anfang stellte Sie sich nach dem Boarding vor, ließ keine Gelegenheit aus, mich nach meinen Wünschen zu fragen und blieb dennoch während des Fluges dezent. Ein absoluter Pluspunkt. Aus meiner Sicht gibt es nichts Nervigeres, als wenn man sich alle 10 Minuten die Kopfhörer herunter reißen und den Film pausieren muss, nur um eine natürlich nett gemeinte Frage wie "Haben Sie noch einen Wunsch?" zu verneinen.

 

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Noch ein paar Worte zum Thema "Bar an Bord": Eigentlich ist die runde Einrichtung im vorderen Teil des A350er nur ein Raumtrenner an der Stelle der mittleren Boarding-Türen in Form von zwei halbkreisförmigen Theken. Dennoch wird er von der Crew zum Auftafeln von Fruchtkörben, Desserts oder einer Flasche Champagner genutzt. Somit kann von einer richtigen Bar eigentlich keine Rede sein. Dennoch ist dieser Platz eine nette Ecke zum Plaudern mit Kollegen ohne gleich seine Sitznachbarn zu stören.

 

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Langsam aber sicher näherte ich mich dem Flughafen von Doha. Ein positiver Aspekt des Inflight-Entertainment war, dass neben der aktuellen Position und Restlaufzeit des Films auch die Restflugzeit im gleichen Fenster angezeigt wird. So kann man ständig abschätzen, ob man den Film noch zuende schauen kann bzw. ob es sich noch lohnt einen weiteren anzufangen.

Bei Sonnenuntergang kam langsam die Küste von Qatar in Sicht.

 

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Das nächste Bild ist sicher keine fotografische Glanzleistung, zeigt aber gut meine Sicht bei der Landung. Die Kamera auf dem Leitwerk des A350 übertrifft meiner Meinung nach die das A380 von Emirates um Längen. Statt einem ausgewaschenen und verpixelten Bild gibt's hier eine richtige HD-Kamera, bei der sogar das Kennzeichen des Flugzeugs erkennbar bleibt. Dafür gibt's aber auch nur eine Perspektive.

 

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Schon vor der Landung hatte ich bei der Crew einen speziellen Wunsch geäußert: Auch wenn meine Spiegelreflex bei Nacht nicht die besten Fotos macht, wollte ich unbedingt noch ein paar Fotos von der leeren Kabine knipsen. Kein Problem seitens der Besatzung, sogar ganz im Gegenteil. Für den Reiseblogger wurden sämtliche Kabinenlichter angeschaltet und fleißig mit den Stimmungen der LEDs gespielt. Ich hatte sogar das Gefühl, dass die Stewardess am Lichtregeler richtig Spaß hatte.

 

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Im nächsten Bericht geht's dann weiter mit dem zweiten Teil des Hinflugs. Nachdem ich zuerst die Welt der Loungen im neuen Flughafen von Doha erkundet hatte, ging es für mich auf den Erstflug mit Qatar Airways nach Ras Al Khaimah.

 

Dieser Artikel erschien zuerst hier.

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Vielen Dank für den interessanten Bericht und die tollen Bilder. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil :-)

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Wenn man es ganz genau nimmt, ist auch meine Landung in Doha aus München eine absolute Premiere. Zwar hatte ich 2009 bereits auf dem Weg nach Dubai eine Zwischenlandung in Doha - dieser war damals aber ein komplett anderer Flughafen.

 

Der alte Doha International Airport (DOH/OTHH) wurde im April 2014 zugunsten des komplett neu gebauten Hamad International Airport (ebenfalls (DOH/OTHH) geschlossen, so dass ich einen fast brandneuen Flughafen betrat.

 

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Designtechnisch ist der Flughafen der absolute Wahnsinn, allerdings mit einer Kapazität von etwa 50 Millionen Passagieren für weitaus mehr als den Bedarf des kleinen Wüstenstaates dimensioniert. Somit ist der Plan ersichtlich: Qatar Airways plant mit diesem Flughafen den Transitverkehr von Abu Dhabi oder Dubai ins eigene Land zu verlagern und gibt dafür alles.

 

Das Y-förmige Terminal soll dabei an einen Flugzeug erinnern. Zentraler Treffpunkt ist die große Haupthalle mit Installationen der modernen Kunst.

 

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Wer einen Flughafen baut, der kann verschiedene Ansätze verfolgen: Kurze Wege, möglichst viel Kapazität, nachhaltiges Bauen oder möglichst autofreundlich. Beim Hamad International Airport bin ich mir sicher, dass der komplette Flughafen um die Business und First-Class Loungen herum gebaut wurde. Mit der Oryx Lounge, der Al Mourjan Business Lounge, der Al Safwa Lounge, der Al Maha Lounge, der Oneworld First Class Lounge und der Oneworld Business Class Lounge gibt es gleich sechs verschiedene davon.

 

Um euch mal zu zeigen, wie man in Doha das Wort "Lounge" definiert, gibt's ein paar Fotos der Al Mourjan Business Lounge. Und ja: Alles was auf dem Foto ist, ist die Lounge. Auch der obere Teil, von dem das nächste Foto geschossen wurde, gehört noch dazu.

 

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Auf gleich zwei Ebenen gibt es ein Buffet-Restaurant und eine Bar. Dazu gefühlt zehn verschiedene Räume mit unterschiedlichen Stilen wie blaue Lounge-Sessel oder eine "grüne" Abteilung, die ein wenig an die Einrichtung eines Vapianos erinnert.

 

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Werfen wir einen kurzen Blick auf die zusätzlichen Einrichtungen der Al Mourjan Business Lounge: Wie wär es mit einem "Gaming Room" mit einem Kicker oder ein paar Playstations? Oder dem Duschbereich, der eher an die Spa-Rezeption eines Wellness-Hotels erinnert?

 

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Die absolute Krönung des Flughafens kommt aber erst noch, wenn man in die oberste Etage fährt. Wer zwischen zwei Flügen noch Lust auf ein kleines Bad hat, der kann einfach oberhalb der Haupthalle in den Pool springen.

 

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Nach soviel Input an einem Flughafen war nun endlich die Zeit gekommen, dass ich mich von meiner Lounge zum Abfluggate meines nächsten Fluges begab.

 

Womit nun der eigentliche Zweck der Reise angebrochen wäre: Der Erstflug von Doha nach Ras Al Khaimah, der um 20:15 Uhr Ortszeit vom Hammad Airport abheben sollte. Das Boarding verlief fast schon ein wenig unspektakulär. Klarer Denkfehler: Dass ein Qatar-Flieger von Doha abhebt, ist bei weitem nichts besonderes - die Feierlichkeiten waren natürlich am Flughafen Ras Al Khaimah vorbereitet.

 

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Da mangels Sonne auf dem Flug sowieso keine Sicht aus dem Fenster zu erwarten war, entschied ich mich dieses Mal für einen Gangplatz. Geflogen wird die Strecke von einem A320 mit normaler 3-3 Bestuhlung in der Eco und 2-2 Bestuhlung in in der Business Class.

Ja, ich betone es an dieser Stelle noch einmal: Statt solchen halben Sachen, wie dem freien Mittelsitz bei deutschen Legacy-Carriern gibt es bei Qatar tatsächlich noch eine richtige Business in einem Narrowbody.

 

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Die 320er Flotte ist bei QR leider nicht ganz einheitlich ausgestattet: Wir hatten die Sofa-Version, mit den alten Sitzen im Pullman-Design ohne Lie-Flat Funktion. Immerhin besitzen diese Plätze ein volles Inflight-Entertainment System, das sich aus der mittleren Armlehne klappen lässt.

 

Das Angebot ist hierbei identisch zum Umfang des großen Bruders auf meinem vorherigen Flug mit dem A350. Auch wenn es sich bei einer Flugzeit von gerade einmal einer Stunde nicht wirklich lohnte, warf ich einen Blick in den neuen Steve Jobs Film, und beschloss ihn auf dem Rückweg fertig zu schauen.

 

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Das schöne an Transfer-Flügen: Auch wenn es im ersten Leg schon mehr als genug zu Essen gab, wird trotzdem noch einmal aufgetafelt. Was Conny wahrscheinlich am meisten gefreut hätte: Das Dessert in Burger-Form kam aus der bekannten französischen Macaron-Schmiede Ladurée.

 

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Bereits nach wenigen Happen ging unser Airbus auch schon in den Anflug auf das nördlichste Emirat. Noch auf der Landebahn konnten wir durch die Fenster erspähen, dass extra für uns so ziemlich alle Lichter leuchteten und jedes Feuerwehrauto seine Blinklichter angeschaltet hatte. Ebenfalls waren vom VIP-Terminal zwei große Scheinwerfer auf uns gerichtet und Leute waren eifrig damit beschäftigt, einen roten Teppich an die Fußgängertreppe unseres Fliegers zu rollen. Auch war die örtliche Presse bereits angerückt, um uns gebührend zu empfangen.

 

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Nachdem ein ordentliches Blitzgewitter auf uns abgeschossen wurde, schlenderte der Tross rund um die offiziellen Vertreter des Emirates Ras Al Khaimah ins VIP Terminal. Bei der geballten Power an Scheinwerfern, die auf unseren Flieger gerichtet waren, konnte ich die Chance super für ein paar Fotos nutzen.

 

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Im Inneren des Terminals gab's dann noch einmal das offizielle Händeschütteln und das Anschneiden des obligatorischen Kuchens. Von Seiten Qatar Airways war übrigens nicht Akbar "The Chief" Al-Baker angereist, den ich wirklich gerne einmal getroffen hätte. Sein Platz nahm - nicht ganz unlogischerweise - Hugh Dunleavy als Chief Commercial Officer von Qatar Airways ein.

Interessantes Detail: bis Juli 2012 arbeitete er als CCO bei Malaysia Airlines. Kein schlechtes Timing, wenn ihr mich fragt.

 

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Und schon war ich wieder einmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelandet und hatte aber dennoch mit Ras Al Khaimah Neuland betreten. Ganze vier Tage sollte ich hier bleiben und einen bislang eher weißen Fleck auf meiner Landkarte entdecken.

 

Dieser Artikel erschien zuerst hier.

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Bei der Ankunft in Ras Al Khaimah am letzten Tag war die Sonne bereits untergegangen, so dass der Checkin in meinem Hotel im Dunkeln geschah. Auch war ich froh nach dem Trubel des Erstflugs sofort ins Land der Träume reisen zu können, so dass ich erst am nächsten Morgen mein Zimmer im Waldorf Astoria genauer in Augenschein nehmen konnte.

Mein lieber Specht: Es gab bisher auf meinen Reisen wenige Zimmer, in denen ich mich ohne Karte fast verlaufen hätte.

 

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Meine Suite wurde durch einen Raumtrenner in zwei separate Zimmer unterteilt. In einem stand das Bett mit einem riesigen Flachbildfernseher, der andere Teil stellte das Wohnzimmer mit Récamière und einem freistehenden Schreibtisch dar.

Wie es sich für eine noble Suite in den Emiraten gehört, war auch dieser Raum mit einem Flachbildfernseher ausgestattet. Durch die offene Bauweise der Suite und die akustischen Verhältnisse war es aber keine gute Idee auf zwei Fernsehern unterschiedliche Programme einzustellen.

 

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Nach den bisherigen fotografischen Eindrücken dürfte es euch nicht verwundern, dass das Gebäude des Waldorf Astoria ursprünglich als Palast erbaut wurde. Dementsprechend pompös ist auch die Lobby, in der ein goldener Uhrenturm aufgebaut ist, der im unteren Teil gleich mehrere Zeitzonen darstellen kann.

Direkt rechts daneben liegt die Peacock Alley - eine typische Lounge, die in allen Waldorf Astorias der Welt gefunden werden kann. Ein riesiger Springbrunnen soll hier für Diskretion zwischen den einzelnen Sofa-Nischen sorgen, da Gespräche der Sitznachbarn im Rauschen des Wassers untergehen.

 

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Sollte jemand tatsächlich auf der Suche nach dem Salz in der Suppe dieses Hotels sein, dann könnte man dieses vielleicht in der Lage finden. Das Waldorf-Astoria liegt nur bedingt fußläufig von der Lagune der Stadt entfernt. In Anbetracht der recht günstigen Taxipreise sollte das aber kein Hindernis sein.

 

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Auch wenn sich Ras Al Khaimah bewusst vom Bling-Bling Dubais distanziert, begegnet man an diversen Stellen dem VAE-typischen Willen zum Bau von Superlativen. So dürfen auch vor der Küste frisch aufgeschüttete Inseln nicht fehlen. In Anbetracht der Entfernung dürfte der Meerblick des Hotels aber nicht beeinträchtigt werden.

 

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Meine Besuche in Dubai kann ich mittlerweile nicht mehr an einer Hand abzählen und auch in Abu Dhabi war ich schon mehr als einmal. Ras Al Khaimah stellte für mich aber absolutes Neuland dar, das es zu erkunden galt.

Bevor ich aber die Umgebung rund um mein Hotel erkunden konnte, wurde es noch einmal im aviatischen Sinne spannend: Auf zur Pressekonferenz von Qatar Airways.

 

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Vor geladener nationaler und internationaler Presse stand erneut der Chief Commercial Officer Dr. Hugh Dunleavy auch Reisebloggern Rede und Antwort. Bezüglich der eventuell anstehenden Kooperation mit Meridiana hielt er sich allerdings bedeckt, so dass es hier keine Neuigkeiten zu vermelden gibt. Interessant war eher, dass Hugh die gleiche Vorliebe bei Städten hat: Der Kontinent ist egal - Hauptsache sie hat einen schönen Strand.

 

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Definitiv kein Strand erwartete mich am Nachmittag. Schon lange hatte ich vor, einmal fotografisch die Wüste zu erkunden. Das Banyan Tree Al Wadi im Osten der Stadt Ras Al Khaimah bot dafür schon einmal keine schlechten Ausgangspunkt, immerhin lag es fernab der Stadt mitten in der Wüste. Hier darf man das Wort "Resort" ruhig ernster nehmen. Praktisch alle Villen sind über ein riesiges Areal verstreut und weit vom jeweiligen Nachbar entfernt. Wer komplett von allem abschalten möchte - und ein Hotel ohne Strand akzeptieren kann - für den könnte das hier wirklich etwas sein.

 

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Wer schon immer mal in einer echt authentischen Unterkunft wohne wollte, der wird hier fündig. Ein alter Wachturm wurde zu einer Villa umfunktioniert. Die offene Sitzgruppe im Vordergrund ist nur eine von vielen. Wer hier Urlaub macht, kann sich sein Frühstück oder Abendessen selbst mitten in die Wüste bestellen.

 

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Da ich schon einmal ein wenig weiter im Landesinneren der Vereinigten Arabischen Emirate war, wollte ich mich doch gleich einmal an einem echten Wüstenmotiv versuchen. Leider schien das gar nicht so einfach, denn richtige Sanddünen waren nur an einer Seite des Hangs zu erkennen. Auch war es um die Düne herum eigentlich noch viel zu grün für meinen Geschmack.

Mit ein paar ordentlichen Verrenkungen konnte ich zwei ganz ansehnliche Fotos zaubern. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, dass ich mir die Mühe auch hätte sparen können. Einen Tag später befand ich mich wirklich in der Wüste und kam aus dem Knipsen gar nicht mehr heraus. Damit ihr den Vergleich habt, hier die Bilder von der "Wüste" rund um das Banyan Tree Al Wadi.

 

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Um eine Übernachtung soll es im Folgenden aber nicht gehen, dafür hatte ich zu diesem Zeitpunkt mein bescheidende Unterkunft im Waldorf Astoria noch nicht ausgiebig gestestet. Vielmehr sollte es genau hier um ein wenig Wildlife-Fotografie gehen. Fangen wir doch mal mit einem einfachen Motiv ein: Einer Oryxantilope, die nicht ganz zufälligerweise auch das Wappentier von Qatar Airways ist. Wer will, darf jetzt kurz nach oben zur Pressekonferenz zurückscrollen.

 

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Beim nächsten Programmpunkt darf man ruhig zwiegespalten sein. Ich weiß, dass nicht jeder Tier-Shows mag, allerdings spekulierte ich bei der angeboten Eulen- und Falken-Show auf richtig gute Fotos. Nachdem Conny und ich bei der Foto-Action im Loro-Parque auf Teneriffa überall an den Gittern der Käfige verzweifelt waren, hatte ich die Vögel hier in freier Wildbahn vor mir.

 

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Zuerst einmal wurden wir als Zuschauer komplett desillusioniert: Eulen sind keineswegs schlaue und weise Tiere. Vielmehr sind ihre Augen so riesig, dass für das Gehirn nur sehr wenig Platz bleibt. Vielmehr ist das Training mit den Eulen äußerst mühsam und funktioniert praktisch nur über Anbieten von Futter. Dafür hatte sich die Mühe bei der Eulen-Dame "Amy" gelohnt. Sie wurde so zahm, dass man in Ruhe streicheln kann. Nur für's Protokoll: Das passende Eulen-Männchen hörte übrigens auf den Namen "Sheldon".

 

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Ein wenig misstrauisch blieb der Blick trotzdem, als die Eule meine Kamera erblickte. Anscheinend wusste sie nicht so richtig, wie sie mit ihrem Spiegelbild auf meiner Linse umgehen sollte. Dennoch blieb sie erstaunlich ruhig.

 

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Mein absolutes Lieblingsfoto seht ihr aber jetzt. Ich sage an dieser Stelle lieber nicht, wie viele hundert Fotos ich schießen musste, nur um nachher eine handvoll gute Bilder auf der Speicherkarte zu haben. Ich plädiere hiermit dafür "Tiere im Flug zu fotografieren" als olympische Disziplin anzuerkennen.

 

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Gemessen an den Eulen fand ich die nachfolgende Falkenshow fast etwas uninteressanter. Natürlich gelten Falken in den Emiraten als die Krönung der Vogelarten und erzielen auf Auktionen unglaubliche Preise. Auch gibt es ganze Krankenhäuser für Falken.

 

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Zum Schluss noch ein Hinweis:

Die nachfolgenden Bilder sind nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Wirklich still halten die Falken nämlich nur, wenn sie ihren Falkenhut zum Abdecken der Augen tragen oder eben gerade beim Futtern sind.

 

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Mit diesen Bildern endet auch schon mein erster Tag in Ras Al Khaimah, der definitiv Lust auf mehr macht. Vor allem auf noch mehr Wüste. Hier konnte ich den nächsten Tag schon kaum erwarten, der mich noch tiefer in die Wüste bringen sollte.

 

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Dieser Artikel erschien zuerst hier.

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Geschichtliches in den Vereinigten Arabischen Emirate? Ich gebe zu, dass ich mich bisher nie großartig darüber informiert habe. Gerade bei Städten wie Ras Al Khaimah oder Dubai, die praktisch innerhalb von wenigen Jahren von einem Fischerdorf zur gigantischen Metropole gewachsen sind, vergisst man häufig, dass es auch ein Leben vor den Wolkenkratzern gab.

Ein Hinweis darauf liefert schon alleine die wörtliche Übersetzung von Ras Al Khaimah, die etwa "Spitze des Zeltes" oder auch "Landspitze der Zelte" bedeuten kann. Klar: Früher lebten Beduinen in einfachen Hütten oder Zelten. Höchste Zeit, dass ich einmal einen Schritt in die Vergangenheit des Landes wagte.

 

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Das Nationale Museum von Ras Al Khaimah wurde in einem ehemaligen Herrscherpalast errichtet und bietet dem interessierten Geschichtsfreund einen ersten Einstieg in die Geschichte des Landes.

Zuviel sollte man von diesem Museum nicht erwarten, da ein Großteil der Exponate hier in den 80er Jahren installiert wurde, und mittlerweile doch etwas der Putz von der Decke bröckelt.

 

Allerdings bekommt man einen guten Einblick in die früheren Handelswege, als Ras Al Khaimah noch unter dem Namen Julfar bekannt war, und vor allem mit dem Perlenhandel zu beachtlichem Ruhm gekommen war.

 

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Auch die typische Infrastruktur der Windtürme zur Kühlung von Räumen lässt sich hier gut demonstrieren und auch selbst "erfühlen". Prinzipiell handelt es sich dabei nur um einen viereckigen Turm, in dessen Inneren ein Mauerwerk in Kreuzform eingezogen ist.

 

Jeder Wind - egal aus welcher Himmelsrichtung - wird durch diesen Turm eingefangen und in den darunterliegenden Raum geleitet. Dieser besitzt möglichst wenige Fenster oder Türen, so dass zusammen mit dem nicht vorhandenen Sonnenlicht und den fallenden Winden tatsächlich eine gewisse Kühlung erzielt werden konnte. Übrigens funktioniert auch der hochmoderne Windturm in Masdar City, den wir an Weihnachten 2014 nahe Abu Dhabi besichtig hatten, nach dem gleichen Prinzip.

 

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Als Tourist erwartet man an einem Wüstenort wie den Arabischen Emiraten wahrscheinlich am wenigsten ein hohes Gebirge. Tatsächlich unterscheidet sich Ras Al Khaimah durch sein bergiges Hinterland von Dubai und Abu Dhabi. Bis zu 2000 Meter ragen die Berge in die Höhe, die allerdings genau so staubtrocken wie der Rest des Landes sind. Den aufgetürmten Gesteinsbergen fehlen die wasserhaltenden Schichten wie zum Beispiel Kies, so dass die Gegend sich nur wenig zum Ackerbau eignete.

 

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Da ich in meinen bisherigen Aufenthalten in den VAE sowieso viel zu wenig Wüsten-Erlebnisse hatte, war ich dieses Mal darauf erpicht, so viel karges Land wie möglich zu erkunden. Mit dem Auto fuhr ich ca. 40 Minuten von Ras Al Khaimah in Richtung des Landesinneren, wo eine ganz spezielle Ruine auf mich wartet. Irgendwo auf den ersten Erhebungen der Hügelkette steht der Sheba's Palace.

 

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Wer als Tourist diesen Ort erkunden möchte, der sollte lieber gutes Schuhwerk mitbringen. Ich hatte leider komplett daneben gegriffen und musste so langsam meinen Weg über die steinigen Felder bahnen. Tierfreunde sollten diesem Ort nicht zu leichtfertig begegnen. Dass die Wüste hart sein kann, zeigen die vielen Kadaver von Katzen und Ziegen, die praktisch überall herum liegen.

 

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Manchmal wird dieser Ort in der Literatur auch als Zenobia's Palace bezeichnet. Von einem Palast zu sprechen, ist vielleicht ein bisschen zuviel gesagt. Bei dem Gebäude handelte es sich wahrscheinlich um eine Sommerresidenz eines reichen Kaufmanns von Julfar, der in den Bergen ein wenig Privatsphäre gesucht hatte.

 

Heute steht von dem Komplex nur noch wenig. Dennoch ergibt sich von der Bergkuppe ein erstklassiger Blick über Ras Al Khaimah. Wer genau hinschaut, sieht sogar das Meer am Horizont. Für mich war es eine ganz neue Ansicht dieses Landes, das ich sonst eher nur komplett flach kenne.

 

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Mit dem Auto ging es dann für mich weiter in Richtung Norden. Etwa 20 Kilometer vor der Grenze zum Oman befindet sich das Dhayah Fort. Passenderweise kommen wir nun an der Grenze weg von persönlichen Palästen hinzu militärischen Befestigungen.

Als Lage hatten sich die Erbauer die gleichnamige Dhayah Oase heraus gesucht, die schon seit über 5000 Jahren bewohnt ist.

 

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Die Festung wurde wahrscheinlich 1900 v.Chr. erbaut und spielte auch in diversen Konflikten mit den Briten eine große Rolle. Allerdings war die Konstruktion dieser Festung leider nie besonders gut durchdacht: Der Anlage fehlten die nötigen Zisternen zur Wasserspeicherung, so dass das Fort einer Belagerung nie lange standhalten konnte.

Heute ist das Fort ein reines Tourismusziel mit angeflanschtem Hotel. Die Schönheit der Kulisse ist auch wirklich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings kann man es mit Flaggen auch übertreiben.

 

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Richtig spannend wurde es aber am Abend des dritten Tages. Endlich sollte sich für mich die Möglichkeit auftun, waschechte Wüstenfotos zu machen. In der Nähe des Wüstenhotels Banyan Tree Al Wadi gab es eine Beduinenstadt für Touristen. Ich gebe zu, dass mich diese Retorten-Stadt nicht sonderlich interessierte. Viel gieriger war ich auf die Möglichkeit endlich einmal ganz alleine mit meiner Kamera in der Wüste zu stehen und hier alle Zeit der Welt für gute Fotos zu haben.

 

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Der absolute Wahnsinn: Plötzlich stand ich mitten in der Wüste und konnte praktisch in jeder Richtung das perfekte Fotomotiv sehen. Besonders magisch waren die Spitzen der Sanddünen mit ihrer harten Hell-Dunkel Grenze. Eine leichte Brise sorgte für fliegenden Sand über die Kuppen, der sich fotografisch gar nicht so einfach auf den Chip bannen lassen wollte.

 

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Nein, ich möchte mich an dieser Stelle nicht zu sehr über die Schwierigkeiten beim Knipsen der Bilder auslassen. Aber ein Grundproblem in der Wüste sollte man nicht außer Acht lassen: Wer die unberührte Wüste fotografieren will, darf sich vorher nicht selbst durchs Bild latschen. Einmal in den Boden gestampfte Fußspuren können nicht rückgängig gemacht werden. Das ganze führt zwangsläufig dazu, dass man es sich gut überlegt, ob man denn von einem Punkt genügend Fotos geschossen hat. Geht man ein paar Meter, ist das Motiv unwiederbringlich zerstört.

 

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Natürlich lässt sich eine Fußspur auch künstlerisch als Motiv nutzen, wie man im nächsten Bild sehen kann. Dennoch ärgerte ich mich ziemlich, als plötzlich eine geführte Quad-Tour durch meine aktuelle Lieblingsdüne knatterte. Ebenfalls war es vorbei mit der Ruhe, als plötzlich eine ganze Hurde SUVs durch die Dünnen bollerte. Ein Glück hatte ich vorher schon genügend schöne Motive für den Blog eingefangen.

 

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Klares Highlight: Der Sonnenuntergang über den Dünen. Hier sieht man auch sehr gut, dass in diesem Teil des Landes noch keine reine Wüste vorherrscht. Immer mal wieder gibt es noch kleinere Bäume und Sträucher, die die Landschaft ein wenig begrünen. Gerne hätte ich erfahren, wie es weiter im Landesinneren ist. Ich tippe aber darauf, dass der Bewuchs schnell abnehmen wird.

 

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Auch in Sachen Nachtfotos wurde ich nicht enttäuscht. Natürlich musste ich ein wenig weiter von den künstlichen Lichtquellen der Beduinenstadt laufen, um den Leuchtschimmer aus dem Bild zu bekommen. Dafür schon nach wenigen Metern die Sterne hell und klar zur erkennen. Einzig und allein die Milchstraße wollte einfach nicht sichtbar werden. Dafür ist das Sternbild des Orions mit dem markanten Oriongürtel aus drei Sternen gut zu erkennen.

 

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Eine detaillierte Beschreibung des Abendprogramms im Wüstencamp lasse ich an dieser Stelle lieber sein. Soviel dazu: Ich bezweifle, dass die Beduinen von damals mit jeder Menge LEDs zu Techno-artiger Musik getanzt haben. Nicht dramatisch und für den einen oder anderen sicher ganz interessant. In Anbetracht der unglaublichen Wüste um mich herum, konnte ich der Show nicht so viel abgewinnen. Somit belasse ich es an dieser Stelle einfach bei einer Langzeitbelichtung des Tänzers, die der ganzen Show sogar einen künstlerischen Nebeneffekt abgewinnt.

 

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Hatte ich mich am gestrigen Tage noch ausgiebig der sanften Erkundung der Berge rund um Ras Al Khaimah beschäftigt, sollte es heute etwas sportlicher zugehen. Zugegeben ist Klettern nicht unbedingt meine Parade-Disziplin. Unter den fachkundigen Augen eines Profis - und einer doppelten Sicherung - konnte hier aber wenig schiefgehen.

 

Erneut ging es mit dem Auto in Richtung der Grenze zum Oman, und von dort aus hinein ins steile Gelände. Selbst die Straße dorthin bot einen recht fotogenen Anblick. Wo sonst, außer in der Wüste, kann man solche geraden Straßen bauen?

 

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Ziel des heutigen Vormittags war das Camp von Challenging Adventures. Der Event-Veranstalter hatte sein Basiscamp in einer fruchtbaren Oase mitten im Gebirge aufgeschlagen. Hauptsächliche Zielgruppe sind abenteuerlustige Touristen oder Expats, die ein wenig Spaß in den Bergen haben wollen. Ebenfalls werden von hier auch Rafting- und Kanu-Touren angeboten. Diese finden logischerweise nicht in den kargen Bergen von Ras Al Khaimah statt, sondern ausschließlich an der Küste.

 

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Etwas überrascht war ich, als ich völlig unvorbereitet ein deutsches Wort im Angebotskatalog des Veranstalters fand. Wusstet ihr das "Abseiling" im Englischen tatsächlich das gleiche wie im Deutschen bedeutet? An solche Sonderlinge wie "Kindergarden" hatte ich mich ja bereits gewöhnt.

 

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Wer auf der Suche nach einem möglichst ursprünglichen Urlaub ist, der mietet sich einfach in eines der Zelte der Oase ein. Fließendes Wasser und Toiletten sind vorhanden, alles andere sucht man vergeblich. Selbst der Feuerlöscher muss seinem urtümlichen Pendant weichen: Statt einer Ice Bucket Challenge gibt's hier einen einen Fire Bucket mit kläglicher Füllung.

 

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So langsam war der Moment der Wahrheit gekommen.

Auch wenn das Thermometer momentan nur winterliche 20 °C in Ras Al Khaimah zeigte, wählte unser Guide eine passende Felswand aus, die ganztägig im Schatten lag. Außer uns war diese Ecke der Berge eher schwach frequentiert. Nicht von schlechten Eltern war die Leistung eines Briten, der mit seinem Campervan auf eigener Achse von Großbritannien bis in die Emirate gefahren war. Chapeau!

 

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Wie ihr seht, hatte auch mich der Ehrgeiz kräftig gepackt, so dass ich mich todesmutig entlang der etwa 15 Meter hohen ersten Wand hangelte. Wider Erwarten stellte sich der Aufstieg einfacher heraus, als der Abstieg. Immer wieder forderte der Guide mich zum Zurücklehnen im 90°-Winkel zur Wand auf, um diese quasi "rückwärts" hinunter zu laufen. Bis ich hier volle Punktzahl bei den Haltungsnoten erhalte, dürfte es wohl noch mehre Urlaube dauern.

 

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Nur um dem Eindruck entgegenzuwirken, dass ich mich plötzlich zum Profikletterer entwickelt hätte: Bei der nächsten Etappe musste ich auf halber Strecke kapitulieren. Die 25m hohe, zweite Wand enthielt einige Stellen mit leichten Überhängen, die bei mir doch eher Verzweiflung hervorriefen. Dennoch war es eine tolle sportliche Gelegenheit, die in meinem internen Ranking auf jeden Fall vor dem Indoor-Skydiving in Dubai steht.

 

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Nach erledigtem Sport war es dann Zeit für ein kleines Mittagessen. Hierbei konnte ich eine Lücke schließen, die ich bisher in meinen VAE-Reisen nie wirklich in den Griff bekommen hatte: Obwohl Dubai, Abu Dhabi und Ras Al Khaimah jede Menge Wasser und viele Inseln besitzen, habe ich bei meinen Reisen sehr wenige Boote und Yachten gefunden. Sollte man nicht meinen, dass gerade die Emiratis jede Menge Spaß auf dem Wasser suchen?

Im Al Hamra Marina Yacht Club fand ich mal wieder einiges an Boots-Inspiration.

 

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Damit ihr vielleicht mal ein etwas vollständigeres Bild der Stadt Ras Al Khaimah bekommt, liefere ich an dieser Stelle ein Luftbild nach, das ich vom obersten Stockwerk unseres Waldorf-Astoria geschossen habe. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr die Marina genau an der Hafeneinfahrt. Genau dieses innenliegende Hafenbecken ist heute das Zentrum von Ras Al Khaimah City.

 

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Und da wir gerade beim Thema sind: Natürlich befindet sich im obersten Stockwerk des Hotels nicht irgendein Zimmer, sondern die Präsidentensuite. Und diese umfasst nicht weniger als gleich zwei komplette Stockwerke und verfügt über einen separaten Aufzug, über den bei Bedarf auch das komplette Abend-Buffet auf die Suite geliefert wird. Natürlich ist das völlig unnütz. Die meisten Bewohner dieser Suite bringen nicht nur ihren eigenen Butler, sondern auch gleich ihren eigenen Koch für die separate Küche mit.

 

Wie auch immer: Hier war der perfekte Ort, um meinen letzten Sonnenuntergang in Ras Al Khaimah zu genießen.

 

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An die Tatsache, dass jeder noch so schöne Urlaub irgendwann einmal sein jähes Ende findet, habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ein gewisses Faible für die Aviatik kann den Urlaub aber verlängern. So blieb auch bei meinem Ausflug nach Ras Al Khaimah durch den anstehenden Business Class Flug mit Qatar Airways die Vorfreude bis zum Ende hoch. Besonders da ich dem Flughafen von Ras Al Khaimah am ersten Tag durch die Feierlichkeiten des Inaugural Flights keine große Beachtung geschenkt hatte.

 

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Wenn man es genau nimmt, hatte ich nicht wirklich viel verpasst. Schon erstaunlich, wie heruntergeritten dieser Flughafen im Vergleich zu den Tempeln in Doha oder Dubai ist. Selbst der Flughafen von Abu Dhabi wirkte anno 2012 - verglichen mit seinem nördlichen Nachbar-Emirat - nicht mehr wirklich taufrisch. In Ras Al Khaimah ist man aber leider noch auf dem Status "Lowlevel Airport", der perfekt zu einem No-Frills-Carrier passen würde. Memmingen wäre stolz.

 

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Die Lounge im Flughafen von Ras Al Khaimah konnte immerhin das Bild ein wenig aufhellen. Gegen Stuttgart oder Tegel kommt der Warteraum der höheren Kategorie durchaus an - gegen Doha oder Dubai ist er aber komplett chancenlos. Immerhin gab es Free WiFi und eine ausreichende Anzahl an Steckdosen, so dass ich mein Smartphone vor dem Abflug noch einmal kräftig auftanken konnte. Irgendwie ist es erstaunlich, wie schnell man sich in den VAE an einen gewissen Standard an Flughäfen gewöhnt.

 

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Essenstechnisch hat die Lounge einen miserablen Eindruck gemacht. Ein klägliches Buffet im Nebenraum ließ leider stark zu wünschen übrig. Es kommt noch besser: Auf ein bestelltes Getränk wartete ich bis zum Abflug vergeblich. Auch Instant-Kaffee ist mir bisher in Loungen eher selten begegnet. An dieser Stelle muss ich meinen oft genutzten Prügelknaben, die Elli-Beinhorn-Lounge in Stuttgart, fast in Schutz nehmen. Dort gab's immerhin einen Kaffee-Vollautomaten.

 

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Nach kurzer Wartezeit rollte dann auch schon mein Flieger um die Ecke. Erneut sollte ein Airbus A320 die Strecke zwischen Ras Al Khaimah und Doha bedienen. Die Maschinen von Qatar Airways erwiesen sich auf der Abflugstafel momentan als richtig auffallender Farbfleck. Normalerweise wird der Traffic eher von der Billigfluggesellschaft Air Arabia und deren roten Maschinen dominiert. Womit die Ausstattung des Flughafens dann auch wieder mit dem Klientel zusammen passt.

 

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Hatte ich beim Hinflug noch wegen der Feierlichkeiten mit meiner Spiegelreflex ein freies Schussfeld, sah die ganze Chose beim Heimflug deutlich restriktiver aus. Nach nur zwei Fotos wurde ich gleich von Sicherheitsbeamten umringt und eindeutig davon überzeugt, ab jetzt bitte die Kamera nur noch ausgeschaltet über das Vorfeld zu tragen. Interessanterweise sind Air Arabia und Qatar nicht die einzigen Gäste an diesem Airport zur Ferienzeit. Der Veranstalter FTI vermarktet während der Saison das Emirat mit einer Boeing 737 pro Tag, die von Sunexpress im Vollcharter betrieben wird.

 

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Im Flieger klappte mir dann fast die Kinnlade nach unten. Beim Inaugural Flight hatte ich durchaus Verständnis für die "ältere" Business Class Ausstattung des A320 gezeigt. Die Sofasessel empfand ich für einen einstündigen Hüpfer als völlig ausreichend, auch wenn mir im A350 ein komplett anderes Ambiente gegeben wurde.

 

Wie ich dieses Mal beim Einsteigen bemerken musste, besitzt Qatar Airways in ihrer Narrowbody-Flotte einen nicht ganz einheitlichen Standard. Mein Airbus A320 war in der Biz komplett mit Lieflat-Sitzen ausgestattet.

 

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Aufgrund der Kabinenbreite konnte hier natürlich kein Fischgrätenmuster erzeugt werden, so dass die Passagiere der Fensterplätze tatsächlich über den Gangplatz klettern müssen. Das Ganze ist durch die üppige Beinfreiheit bei normaler Sitzposition kein Problem. Im Falle des ausgeklappten Bettes kommt man um eine Absprache mit dem Sitznachbarn jedoch nicht herum.

 

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Natürlich musste ich die Bett-Konfiguration gleich nach dem Start ausprobieren. Beim Online-Checkin hatte ich mir meinen Lieblingssitzplatz 1A gesichert und tatsächlich das Glück eines freien Nachbarsitzes erwischt. So konnte ich die Verstellmöglichkeiten des Sitzes ausgiebig testen.

 

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Beim Essen lasse ich dieses Mal erneut nur Bilder sprechen. Wie schon auf dem Hinflug war auch auf dem Flug nach Doha der Service vor allem sehr dezent. Auch wenn sich der kurze Hüpfer nicht wirklich für einen kompletten Spielfilm anbot, schaute ich kurz in die Steve Jobs-Biografie hinein und merkte mir den Blockbuster schon einmal für den Weiterflug nach München vor.

 

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Im Vorbeiflug an der Küste der Emirate erblickte ich bei tiefster Nacht auf einmal die Jumeirah Palm in Dubai.

Wer richtig gute Augen hat, sieht auf der nördlichen Seite (im Bild links) des äußeren "Sichelmondes" unser [uLR=http://killerwal.com/hotel-anantara-dubai-the-palm-resort/]Anantara The Palm Hotel[/url] vom letzten Mal. Für absolute Insider ist es an den zwei beleuchtenden Armen der Wasser-Bungalows zu erkennen.

 

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In Doha angekommen musste ich leider feststellen, dass für unseren kleinen Airbus A320 kein Finger am Terminal bereit stand. Eigentlich komisch: Der Hamad International Airport in Doha ist momentan noch ziemlich weit von seiner Kapazitätsgrenze entfernt und sollte eigentlich jede Menge Platz haben. Egal: Immerhin hatte ich so die Chance, einmal den maximal möglichen Komfort beim Bus-Deboarding zu genießen. Habt ihr schon einmal einen Business Class Flughafenbus gesehen? Bei über 200 Flügen ist mir so ein Gefährt noch nicht ein einziges Mal über den Weg gefahren.

 

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Über die Wartezeit am Flughafen werde ich noch einmal separat bloggen. Während der Transferzeit ergab sich für mich nämlich die Möglichkeit, die First-Class Lounge zu besichtigen. Allein mit ihrem integrierten Spa-Bereich ist diese einen eigenen Artikel wert. Ansonsten vertrieb ich mir die Zeit in der Business Class Lounge, und dort speziell mit den am Sitz integrierten Android Tablets, die eigentlich ausschließlich die aktuellen Abflüge anzeigen sollen.

Sagen wir es mal so: Mit ein paar Tricks konnte man auch relativ schnell einen Browser öffnen.

Nach rund zwei Stunden Umsteigezeit schlenderte auch ich so langsam zu meinem Gate, um meinen nächsten A350 in Empfang zu nehmen.

 

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Ja, die nächsten Fotos sind leicht bearbeitet. Und zwar habe ich nachträglich die Rosa-Sättigung nach unten gedreht. In echt war die Ausleuchtung tatsächlich fast ein wenig zu kitschig. Auf jeden Fall zeigten die LEDs des A350 mal wieder, zu welchen Lichtstimmungen sie im Stande sind.

Eins muss ich aber doch zugeben: Gerade für ein Boarding mitten in der Nacht ist eine gedimmte Stimmug wesentlich angenehmer als die üblichen grellen Scheinwerfer.

 

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Direkt nach dem Start zog die Skyline von Doha an meinem Fenster vorbei.

Trotz des Komforts an Bord ärgerte ich mich an diesem Zeitpunkt doch ein wenig: Ähnlich wie Zürich habe ich Doha eigentlich viel zu lange ausschließlich als Umsteigeziel genutzt und noch nie vom Boden aus erkundet. Hier sollte ich wirklich nachbessern, und beim nächsten Mal einen oder besser gleich zwei Tage in Doha einplanen.

 

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Kommen wir zu einem weiteren Mini-Kritikpunkt: In Sachen Amenity Kits scheint Qatar Airways eine etwas uneinheitliche Linie zu fahren. Während es bei den Airbus A380 definitiv einen kleinen Beutel gibt, ist das begehrte Kit im A350 eher nur eine zusammengerollte Socke. Der eher spärliche Inhalt sind - ohne Witz - Socken und eine Schlafbrille. Dazu gibt kleine Ohrstöpsel und einen faltbaren Kamm. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das eher Durchschnitt und gerade die fehlende Zahnbürste verwunderte mich doch etwas.

 

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Hier noch ein zwei Fotos von der Zielgerade des Fluges. Trotz winterlichen Wetters zeigte sich die Landschaft der Voralpen eher wenig beschneit. Auch in München ist der Winter bisher eindeutig zu warm, so dass Skifans erst in großer Höhe auf ihre Kosten kommen. Gerade rund um den Chiemsee sieht man, dass in Oberbayern praktisch überhaupt kein Schnee liegt. Ich hoffe, dass der Winter im Jahr 2016 doch noch einmal kurz und knackig zurück kommt.

 

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Zurück in München wurde ich immerhin von strahlendem Sonnenschein begrüßt.

Kurz nach dem Abbiegen am Besucherhügel erblickte ich noch eine Boeing 737 der Airberlin, deren Triebwerke und APU anscheinend mit einer Folie abgeklebt waren. Wie es aussieht, möchten sich die Berliner von einigen Bobbys trennen und macht diese schon einmal zum Abtransport bereit. Einige Maschinen gingen schon in den Jahren zuvor an die chinesische Billigfluggesellschaft Ruili Airlines.

 

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Für mich endete eine wahnsinnig interessante Reise an dieser Stelle. Nach dem Deboarding meines A350 konnte ich noch die neueste Errungenschaft am Terminal 1 des Münchner Flughafens erspähen: Die Passkontrollen im Arrival-Bereich sind nun auch automatisiert und beschleunigen den Prozess enorm. Auf der anderen Seite muss ich aber gestehen, dass die Warterei bei den Zollbeamten nach der Ankunft eines Großraumflugzeugs nie so wirklich das Problem war. Der Bottleneck in München ist und bleibt das Gepäck, welches grundsätzlich immer ziemlich lange dauert.

 

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Ich hoffe, euch hat mein Flugbericht gefallen. Natürlich brenne ich jetzt auf eure Kommentare und Anmerkungen zu dieser Reise. Bis zum nächsten Mal!

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Danke shamu! Einer der eindrucksvollsten TR, die ich je gelesen habe. Fantastische Bilder!

 

Gruß moe

Edited by Isavind
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Wow, das Lob geht ja mal runter wie Öl! Vielen Dank und noch einen schönen Samstag dir.

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Bonus-Post: Die First Class Lounge am Flughafen Doha

 

Nach dem eigentlichen Abschluss des Reiseberichts gibt’s an dieser Stelle noch einen kleinen Bonus-Track. Da ich auf dem Rückweg die Möglichkeit hatte, auch die First Class Lounge am Hamad International Airport zu bestaunen, habe ich aus den Fotos auch noch einen passenden Reisebericht zusammen gestellt.

Viel Spaß!

 

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Kein Platz ist so hart umgekämpft wie die Spitze des Treppchens. Mit der First Class Lounge in Doha habe in diesem Jahr einen heißen Anwärter auf die Pole Position ausprobieren dürfen. Während des Stopovers zwischen dem Rückflug von Ras Al Khaimah nach Doha und meinem finalen Flug mit dem A350 zurück nach München, konnte ich es mir in dieser Lounge bequem machen.

 

Und um es vorweg zu nehmen: Drei Stunden Aufenhalt können an manchen Flughäfen eine richtige Qual sein. In dieser Lounge dürfte die Zeit kaum reichen, um alle Räumlichkeiten überhaupt zu finden. Streng genommen handelt es sich nicht einmal um einen Lounge-Bereich, sondern um ein komplettes Stockwerk im Hamad International Airport. Die Rezeption erreicht man über eine separate Rolltreppe, die einen ohne Umwege über zwei Zwischenetagen nach oben bringt.

 

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Ein wichtiger Hinweis: Bereits unten an der Rolltreppe wird euer Ticket kontrolliert. Selbst mit dem großen Priority Pass kommt man hier keinen Meter weiter. Zutritt zu dieser Lounge haben ausschließlich Inhaber eines First Class Tickets für einen Flug mit Qatar Airways.

 

Ausstattung der Al Safwa First Class Lounge

 

Bei so mancher Lounge ist die Aufzählung der Ausstattung an dieser Stelle schnell erledigt: Eine paar Sitzmöglichkeiten, ein Buffet, ein Stand mit internationalen Zeitungen. Fertig. In Doha könnte die Liste um ein Vielfaches länger werden. Aus diesem Grund werde ich versuchen, mich auf die wichtigsten Annehmlichkeiten zu begrenzen.

 

So fällt es beispielsweise schwer "die" Lounge überhaupt abzugrenzen. Insgesamt zählte ich in dem weitläufigen Areal mindestens drei verschiedene Bars und Restaurants, sowie diverse Ruhezonen, in denen man sich auf Sofas oder Sessel zurück ziehen konnte.

 

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Als Leitthema suchte sich die Al Safwa First Class Lounge das Element Wasser heraus. Auf den zweiten Blick liegt dies bei einem Land wie Qatar auf der Hand: Während das Öl den Herrschern dieses Landes einen immensen Reichtum bescherte, ist Wasser in der Wüste ein Zeichen von wahrem Luxus.

Symbolisiert wird das Thema von einer riesen Wasserschale, in die von der Decke leise Wasser an einer Glassäule hinunter läuft.

 

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Im Gegensatz zu vielen Lounges ist man hier nicht unbedingt auf das Buffet beschränkt. Wer will, wird am Tisch bedient oder kann sich sein Essen sogar in einen privaten Raum liefern lassen.

Richtig gelesen: Wer ein längeres Layover vor sich hat, kann sich bei Verfügbarkeit ein privates Einzel- oder Doppelzimmer geben lassen.

 

Wer es lieber "normal" mag, findet selbstverständlich auch kalte und warme Buffets vor. Mein Favorit war hier die Sushi-Theke. Am Tag hätte ich hier sogar einen Block auf das Vorfeld erhaschen können, was der Lounge weitere Pluspunkte einbringt.

 

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Einige der Räume sind anscheinend thematisch voneinander abgegrenzt. So fand ich beispielsweise ein Buffet mit Süßigkeiten und Desserts etwas abseits des Hauptrestaurants. Ob dieser Raum nun bewusst oder nur zufällig in der Nähe der "kids area" untergebracht war, entzieht sich meiner Kenntnis. Gut möglich, dass man durch einen etwas größeren Laufweg zum Terminal so auch die zusätzlichen Kalorien wieder abtrainieren soll.

 

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Mich persönlich verblüffte vor allem der Stilmix der Einrichtung beim Schlendern durch die Lounge. Jeder separate Bereiche hat seine eigenen Farb- und Formakzente, und gab sich so in der sonst offenen Architektur eine persönliche Note. Dennoch erschien das Konzept nie zusammen gewürfelt, sondern völlig logisch und wie aus einem Guss.

 

Achtet einmal in den nächsten beiden Fotos auf die Gestaltung der Lampen: Einmal sind sie kreisförmig von der Decke abgehangen. In einer anderen Ecke wird sie durch Stehlampen realisiert. Dennoch finden sich Gemeinsamkeiten: So teilen sich beide Bereiche den gleichen steinernen Boden und sind durch das luftige Tragwerk des Flughafens eingerahmt. Designtechnisch war hier ein Profi am Werk.

 

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Ungeachtet ihrer Ausstattung ist mir das Thema "Kunst" bisher noch in keiner Lounge begegnet. Auch hier wollte man bewusst ein Zeichen setzen, und verfrachtete kurzerhand Exponante aus dem National Museum of Qatar in die Al Safwa Lounge. Diese historischen Artefakte sind in den Verbindungsgängen innerhalb der Lounge in Glasvitrinen ausgestellt.

 

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Die schiere Größe der Lounge machte es möglich, hier noch ein komplettes Business Center unterzubringen. In einem separaten Bereich standen Büros mit Mac-Rechnern zur Verfügung. Sollte eine ganze Delegation gemeinsam auf einer Dienstreise unterwegs sein, sind auch spontane Meetings kein Problem: Innerhalb der Lounge steht ein ganzer Konferenzraum zur Verfügung.

Damit auch das Shopping nicht zu kurz kommt, wurde die Lounge kurzerhand um einen kompletten Duty-Free Shop ergänzt.

 

Al_Safwa_First_Class_Lounge_Airport_Doha

 

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Ähnlich wie bei meinem Besuch in der Al Mourjan Business Lounge beim Hinflug nach Ras Al Khaimah fand ich auch in der First Class Lounge ein Spielzimmer vor. Im Gegensatz zu den Stehlen mit eingebauter Playstation oder X-Box befindet sich hier gleich ein Formel 1-Simulator mit dem maßstabsgetreuen Vorderwagen eines Boliden in fiktiver Qatar Airways Lackierung.

 

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Im Prinzip würde allein diese Ausstattung schon für einen gewaltigen Vorsprung in der Welt der Loungen sorgen. Aber man wäre ja nicht in einem Wüstenstaat, wenn die Erbauer nicht noch eine Überraschung in der Hinterhand hätten. Und so wurde kurzerhand noch ein kompletter Spa-Bereich angedockt. Natürlich exklusiv nutzbar für Privilegierte der FCL.

 

Al_Safwa_First_Class_Lounge_Airport_Doha

 

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Die Wand im nachfolgenden Foto trennt übrigens den Bereich für Damen (links) vom Bereich der Herren (rechts). Durch eine Art Lamellenwand sind beide Bereiche zwar hörbar aber natürlich konservativ blickdicht verbunden. Dadurch wurde die Installation von zwei Jacuzzis notwendig. In Anbetracht der Größe der Lounge dürfte diese finale zusätzliche Investion aber auch schon keine Rolle mehr gespielt haben.

 

Al_Safwa_First_Class_Lounge_Airport_Doha

 

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Kommen wir final zu den Treatment-Räumen. Auch hier sucht man normale Massageliegen vergebens. Einmal gibt es eine eher bescheidende Ausgabe mit beheizbaren Lederkissen, auf dem der aktuelle Bestseller angeboten wird: Die anti-jet-lag massage während des Layovers.

 

Echte Profis entscheiden sich für die Hot-Stone Massage. Hier sprechen wir von einer Art Badewanne, die mit beheizten Tonkügelchen gefüllt ist. Wenn ich etwas mehr Zeit vor Ort gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich schwach geworden. So etwas ist mir bis dato tatsächlich noch nie begegnet.

 

Al_Safwa_First_Class_Lounge_Airport_Doha

 

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Wie finde ich die Lounge am Flughafen Doha?

 

Egal, ob man aus dem Concourse A, B oder dem aktuellen Verbund C, D & E kommt: Am besten orientiert ihr euch in Richtung der Mitte des Zentralbereichs und des Information Desks.

 

Im rückwärtigen Bereich in Richtung landside sucht ihr dann den Harrods-Store und findet direkt daneben eine Rolltreppe, die euch direkt zur Lounge führt. Für Besucher ohne Berechtigung endet dann hier bereits der Weg, da die Zutrittsberechtigung bereits unten an der Rolltreppe geprüft wird.

Solltet ihr Probleme haben, die Lounge zu finden, könnt ihr euch auch jederzeit an das Personal des Flughafens wenden.

 

Als ich vor Ort war, stand gefühlt alle zehn Meter ein Helfer, der einem den richtigen Weg zeigen kann. Ebenfalls gibt es eine Rubrik Maps auf der Homepage des Flughafens, auf der die Lage der Lounge eingezeichnet ist.

 

Öffnungszeiten & Kontakt:

 

Gehen wir diesen Punkt realisitisch an: Würde jemand ernsthaft erwarten, dass diese Lounge eine Sperrstunde hätte? Selbstverständlich herrscht in der Al Safwa First Class Lounge ein 24h Betrieb.

Dies liegt vor allem auch daran, dass im Hamad International Airport Doha die Zeit rund um Mitternacht als Umsteigezeit genutzt wird.

 

Ähnlich wie in Dubai landen die Zubringer vor Mitternacht, damit die Abbringer nach Mitternacht erneut starten können. Nur in wenigen Fällen ist man auf ein längeres Stopover in Doha angewiesen.

 

So großartig die inneren Werte der Lounge sind, so spärlich ist momentan die Homepage des Flughafens. Auf der offiziellen Webseite fehlt hier leider die komplette Beschreibung. Auch eine Kontaktmöglichkeit konnte ich bisher noch nicht finden.

 

Al_Safwa_First_Class_Lounge_Airport_Doha

 

Dieser Artikel erschien zuerst hier.

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