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744pnf    844

Auf den Nachweis kann ich ja auch gerne verzichten. Aber ab wann ist denn etwas gefährlich? Jedes fahrende Auto hat das Potential zu töten, jedes Flugzeug könnte auf mein Haus abstürzen usw.

Irgendwo muss man schon noch die Kirche im Dorf lassen. Wenn eine Gefahr nur abstrakt ist muss man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Das gilt auch, wenn zwar ein hohes Schadenspotential vorliegt, aber die Schadenshäufigkeit sehr gering ist - so wie z.B. ein normales Haus keine Panzerung gegen Meteoriteneinschläge besitzt.

 

Ein Atomkraftwerk muss z.B. aber sehr wohl gegen Flugzeugabstürze gesichert sein, obwohl die Schadenshäufigkeit sehr gering ist. Und warum? Weil ein hohes Schadenspotential vorliegt, q.e.d.

Wenn Appelle und gesunder Menschenverstand nicht wirken, muss man auch Sanktionen beschließen. Aber die dann bitte gezielt, und nicht einfach mal wieder alle auch unschuldigen Bürger unter Generalverdacht stellen und alles verbieten. Denn damit trifft man nur die, die sich sowieso an die Regeln halten - und die Gefährdung bleibt trotzdem bestehen.

 

Klingt nachvollziehbar und vernünftig, aber kannst Du zum Verständnis einmal ein konkretes Beispiel nennen, was man sich in diesem Zusammenhang unter "gezielten Sanktionen" vorzustellen hat? Kann sein, dass ich da geistig zu unflexibel bin, aber meine Phantasie reicht irgendwie nur für die Variante alle auch unschuldigen Bürger unter Generalverdacht zu stellen und alles (?) zu verbieten.

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ilam    331

Ein Atomkraftwerk muss z.B. aber sehr wohl gegen Flugzeugabstürze gesichert sein, obwohl die Schadenshäufigkeit sehr gering ist. Und warum? Weil ein hohes Schadenspotential vorliegt, q.e.d.

 

Sehr interessanter Punkt. Nach dem 11.9. schaute man sich das Thema mal genau an und es stellte sich doch heraus, dass die AKWs -wenn überhaupt- nur gegen den Absturz von Kleinflugzeugen gesichert sind... das Thema kochte kurzzeitig hoch, getan hat sich nichts Entscheidendes und inzwischen wurde es von anderen Nachrichten verdrängt, z.B. davon in welchem grausigen und konkret gefährlichem Zustand die belgischen AKW sind.

 

Bevor man die "könnte mal gefährlich werden"-Punkte anpackt und bis zum Anschlag reglementiert, sollte man sich die "ist konkret gefährlich"-Punkte zur Brust genommen haben.

 

Es bringt doch nichts, wenn Du aus Angst vor einer Gasexplosion Deine Heizung, die 100% in Ordnung ist, auf Öl umstellst und dann die konkret überlasteten Stromleitungen Dein Haus abfrackeln.

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bueno vista    441

Ich weiss nicht ob die weitgergeholten Beispiele beim Drohnenthema helfen. Entweder man geht konkret dagegen vor, oder akzeptiert die ähnlich hohe Gefahr wie eines Vogelschlags.

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ilam    331

Es gibt ja nicht nur entweder oder, also akzeptieren oder dagegen vorgehen.

 

Es gibt ja schon heute etliche Einschränkungen.

 

- Flüge mit großen Drohnen (ab 5kg) müssen genehmigt werden.

- Flüge im Umfeld von Flughäfen sind verboten

- Es darf nicht beliebig hoch geflogen werden

 

dies könnte man noch deutlich feiner aufgliedern und die "Wohnzimmerdrohnen" genehmigungsfrei lassen und für alles, was wirklich kritisch werden kann (es ist ja nicht nur die Flugsicherheit betroffen) eine Registrierungspflicht (Dazu jeder Drohne ein "Nummernschild-Aufkleber", gerne auch als RFID verpassen, wenn dieser entfernt wird oder nicht geklebt wird, ist die Drohne eindeutig illegal).

 

Und zusätzlilch eine Registrierungspflicht für jeden einzelnen "Outdoor-Flug". Dies ginge binnen Sekunden online und ein vorher nicht eingetragener Flug ist schlichtweg illegal und kann verfolgt werden - und zwar egal, ob er einem Flugzeug zu nahe kommt oder nicht. Und wenn es Probleme gibt, weiß man, an wen man sich wenden kann. Wenn hingegen eine Drohne unterwegs ist und keine Registrierung vorliegt, kann ebenfalls sofort verfolgt werden...

Die Flugsicherheit ist ja nicht das einzige Problem. Auch über dem Garten der Nachbarin (die sich gerade nackt auf der eigentlich uneinsichtigen Terasse sonnt) hat so ein Ding nix zu suchen.

 

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass eine reine technische Lösung weiterhilft, weil man die wie gesagt schnell "wegbasteln" oder bei Eigenbauten einfach weggelassen werden kann. Entscheidend ist meiner Meinung nach, dass legal und illegal einfach identifzierbar ist und Verstöße konsequent verfolgt werden...

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Windyfan    2

Hier hab ich ein Video von einem Zusammenstoß Airliner mit Drohne, den Winglet hats zerrissen:

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=XuQUuE0DdfA

 

 

 

 

und hier habe ich ein Video von einem Drohnenflug mit einer handelsüblichen Kleindrohne, das Teil wurde auf 1000 m eingestellt, also das ist dann mit 3000 Fuß schon mal beeindruckend gefährlich für die Luftfahrt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=GfxdeRx2fLA

 

 

 

 

(das erste ist aber ein perfekt gemachter Fake, gleich mit Making of  :-) 

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Dummi    183

@Windyfan: Lies noch mal den Erklärungstext zu dem ersten Video. Das war ein Fake, gut gemacht, aber am Ende wird erklärt wie es am Computer konstruiert und editiert wurde. 

 

Und ja, als jemand dem die Dinger die Scheibe vorm Gesicht zerfetzen können bin ich natürlich kritisch gegenüber solchem Schwachsinn wie im zweiten Video eingestellt, aber das Posten von Fakes hilft leider nicht wirklich weiter.

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aaspere    1.247

Mit Verlaub, die Dinger gehören verboten. Ich weiß aber auch nicht, wie man ein Verbot durchsetzen und kontrollieren könnte.

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bueno vista    441

Fergesteuerte Flugzeuge, Laserpointer, Feuerwerk und Heissluftballons dann aber auch.

Und was hindert die Knallköppe von heute daran, die neuen Verbote nicht auch zu missachten?

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Dummi    183

Der Zug ist abgefahren. Verbieten kann man die Dinger schlechterdings nicht mehr da man sie mit simpelsten Mitteln selber bauen kann. Die Software ist zu einem guten Teil frei verfügbar und entsprechende Minicomputer kosten extrem wenig, Motoren kann man aus allen möglichen anderen Bereichen bekommen, die Props gibts im Modellflugzeughandel.

 

Und man würde natürlich auch die Benutzer bestrafen die sorgfältig mit ihren Geräten umgehen. 

 

Regulieren muss man das ganze aber trotzdem, ist es ja zu einem guten Teil auch. Das Problem ist die Verfolgung und Durchsetzung der bestehenden Regeln, wie fast überall.

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bueno vista    441

Es würde schon einiges helfen, die Steighöhe technisch auf 100m zu limitieren. Dann wären alle nicht in unmittelbarer Airportnähe safe.

Schaffen Hobby-Spielzeuge überhaupt dersrtige Höhen wie jetzt in LA von 1.500m?

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744pnf    844

@bueno vista

 

Feuerwerk ist m.W. bis auf wenige Ausnahmestunden an Silvester verboten und Heissluftballons sind mit Drohnen überhaupt nicht zu vergleichen, da sie sich erstens riesengross sind und sich dabei zweitens nur langsam bewegen (damit Erkennbarkeit und Ausweichmöglichkeiten im Gegensatz zu Drohnen gegeben).

Wie ich schon geschrieben hatte: die Schwierigkeiten bei der Verhinderung von gefährlichen Begegnungen als Argument dafür zu nehmen, gar nichts zu tun ist definitiv keine Lösung.

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bueno vista    441

Dann sollten mein vorgeschlagenes Steighöhenlimit und Störsender unterm Radom eher zu deinen Vorstellungen passen.

 

Die Pyro- und Ballonbsp. sollten nur die Wirklosigkeit eines Verbots vor Augen führen.

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chris_flyer    98

Fergesteuerte Flugzeuge, Laserpointer, Feuerwerk und Heissluftballons dann aber auch.Und was hindert die Knallköppe von heute daran, die neuen Verbote nicht auch zu missachten?

Der Ballonsport ist so regulliert ,dass man keine Verbote braucht.Ohne Füherschein ist ein Ballon nicht zu steuern .http://www.ppl-lernprogramme.de/ppl-d.html

 

Da muss man auch bei den Drohnen hin.

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744pnf    844

Dann sollten mein vorgeschlagenes Steighöhenlimit und Störsender unterm Radom eher zu deinen Vorstellungen passen.

Die Pyro- und Ballonbsp. sollten nur die Wirklosigkeit eines Verbots vor Augen führen.

Nicht unbedingt, googele einmal nach "drone defender". Wenn sich Flughäfen einen Falkner zum Schutz gegen unerwünschtes Getier engagieren können sollte es dafür eigentlich auch reichen.

Das Aufzeigen der Wirkungslosigkeit von Verboten würde ich im Nachgang angesichts der Beiträge als nicht erfolgreich bewerten.

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aaspere    1.247

Funktioniert aber auch nur, wenn man weiß, daß eine zu fangende Drohne in der Luft ist und wo. Aber schon mal nicht schlecht.

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DE757    248

Und nun ist es dann passiert. BA Maschine (ich denke mal 319/320/321) ist im Anflug auf LHR mit (vermutlich) einer Drohne zusammengestoßen. Das Flugzeug landete unbeschadet und könnte direkt wieder in den Dienst.

 

Quelle: http://m.focus.de/panorama/welt/im-anflug-auf-london-heathrow-passagierflugzeug-kollidiert-mit-drohne_id_5444793.html

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