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aaspere

ESA Mars-Sonde Schiaparelli

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Heute, um 18.30 Uhr ist es soweit. Landung auf dem Mars. Ich drücke die Daumen.

http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_79293542/esa-sonde-schiaparelli-landet-auf-dem-mars-sechs-minuten-des-schreckens-.html

 

Der Namensgeber:

https://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Schiaparelli

bearbeitet von aaspere

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Schaut nicht gut aus :-(

 

btw: Woher kommt mir das jetzt so bekannt vor ;-)

 

Wissenschaftlich wäre "Schiaparelli" kein allzu großer Verlust. Der Lander bestand zu großen Teilen aus Betongewichten, hatte nur Messinstrumente für Windgeschwindigkeit und -stärke, für Luftdruck, Temperatur und Ähnliches an Bord - also eine bessere Wetterstation. Nach ein paar Marstagen wäre sie ohnehin verstummt, weil die Batterien nicht wieder aufladbar sind. Russische Exportkontrollregeln verhinderten die Nutzung einer langlebigen Radionuklidbatterie.

 

Erfolg mit Muttersonde "TGO"

...

 

Soso, aus Jux & Dollerei Beton zum Mars geflogen? Vielleicht als Ersatz für versagende Harpunen mit Schießbaumwolle ;-)

 

 

Jede Wette, dass -sogar- die Chinesen sowas besser hinkriegen .-(

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Aus der Vergangenheit ist ja bekannt, das sämtliche russischen Missionen zum Mars bisher gescheitert sind. Und das über einen Zeitraum von gefühlten 30 Jahren

 

Da wir nicht glauben, dass der Mann im Mars ein Tontaubenschießen auf die anfliegenden Sonden veranstaltet hat, scheint es doch nicht so einfach zu sein, einen Lander über diese ungeheure Distanz zur Erde sicher auf den Marsboden herunter zu bekommen.

 

Die Technik muss auch nach so einem langen Ritt durch den eiskalten Weltraum und ständiger Kosmischer Bestrahlung im besagten Moment einwandfrei funktionieren, sonst gibt es schlagartig tausende Teile mehr, oder man verfehlt den Mars gar ganz und rauscht vorbei.

 

Man möge sich die Schwierigkeiten und die Komplexität von so einem Unternehmen bitte vor Augen führen. Respekt, wenn man es schon in eine Umlaufbahn geschafft hat.

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Schaut nicht gut aus :-(

 

btw: Woher kommt mir das jetzt so bekannt vor ;-)

 

 

Soso, aus Jux & Dollerei Beton zum Mars geflogen? Vielleicht als Ersatz für versagende Harpunen mit Schießbaumwolle ;-)

 

 

Jede Wette, dass -sogar- die Chinesen sowas besser hinkriegen .-(

 

Ich weiß ja nicht, warum du so einen Hass auf deutsche/europäische Raumfahrtmissionen hast und keine Gelegenheit auslässt, um diese niederzumachen.

 

Ohne allerdings anscheinend auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben.

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Wie kommst du auf "Hass"?

 

Seit früherster Kindheit war ich SF-Leser, habe mit Hans Dominik angefangen und auf dem Dachboden stehen noch einige Regalmeter Perry Rhodan Auflage 1 ;-) habe von Braun, Oberth, von Puttkamer vergöttert und kaum eine Wissenschaftssendung (ja, sowas gab es früher mal und die hatten ihren Namen auch noch verdient!) ausgelassen.

 

Das ist jetzt 40 Jahre her- VIKING-Sonden

die sind da weich gelandet, auf Landegestellen, und haben samt Orbiter auch noch jahrelang funktioniert.

 

dagegen ist das hier Kindergartenkram, verdammt nochmal, aber die esa wird's wieder als "vollen Erfolg" hinstellen!

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Wie kommst du auf "Hass"?

 

Seit früherster Kindheit war ich SF-Leser, habe mit Hans Dominik angefangen und auf dem Dachboden stehen noch einige Regalmeter Perry Rhodan Auflage 1 ;-) habe von Braun, Oberth, von Puttkamer vergöttert und kaum eine Wissenschaftssendung (ja, sowas gab es früher mal und die hatten ihren Namen auch noch verdient!) ausgelassen.

 

Das ist jetzt 40 Jahre her- VIKING-Sonden

die sind da weich gelandet, auf Landegestellen, und haben samt Orbiter auch noch jahrelang funktioniert.

 

dagegen ist das hier Kindergartenkram, verdammt nochmal, aber die esa wird's wieder als "vollen Erfolg" hinstellen!

 

Kindergartenkram?

 

Das einzige, was hier Kindergartenniveau hat, ist, wie du aktuelle Raumfahrtmissionen niedermachst. Warum auch immer. Scheinst ja schon irgendwelche persönlichen Gründe dafür zu haben.

 

Aber wie gesagt, von der Materie hast du ganz offensichtlich Null Ahnung. Es ist halt keine Science Fiction. Und mit jahrzehntealten Missionen sind aktuelle Vorhaben auch kein bisschen vergleichbar.

 

Im aktuellen Fall hast du ja noch nicht mal kapiert, was überhaupt die Ziele der Mission waren. Und trotzdem meinst du, diese niedermachen zu können...

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Schade. Ich hatte mir etwas mehr nüchterne Betrachtungsweise vorgestellt, als ich den Thread eröffnete.

Und auch schade, dass mein Daumendrücken nicht ganz geholfen hat. Immerhin, der TGO funktioniert offensichtlich einwandfrei.

Und, man möge mir ein Quentchen Lokalpatriotismus verzeihen, am TGO ist OHB aus Bremen beteiligt.

"Mit Bremer Technik zum Mars."

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Mit-Bremer-Technik-zum-Mars-_arid,1479025.html

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@ sukram

 

stimmt, die Amerikaner haben mit den Vikingsonden eine enorme Erstleistung vollbracht. Hat keiner vorher geschafft.

 

 

Aber bitte nicht die Vikingmissionen mit dieser vergleichen. Das waren damals Big Budget NASA Missionen, bei denen Geld praktisch keine Rolle gespielt hat.   Da konnte man alles nur mit dem Besten ausstatten und zehnmal genauestens überprüfen. Was sagte Wernherr von Braun zum Präsidenten, wie aufwändig eine bemannte Mission zum Mars wäre? Damals sagte Wernherr von Braun: "Mindestens zehn mal soviel Aufwand wie einen Mann zum Mond befördern". und das war nicht übertrieben, eher das Gegenteil. Aus dieser mit Geld großzügig ausgestatteten Situation wurde damals Viking entwickelt. Würde man dieses Füllhorn in heutigen Preisen anwenden, hätten wir wohl schon längst einen Golfplatz auf dem Mars. *SCNR*

 

Bei den heutigen Missionen ist das anders, da muss an allen Ecken und Enden gespart werden, das erhöht trotz verbesserter Technologien die Wahrscheinlichkeit von Scheitern und Problemen sehr.

 

>Bitte dementsprechend werten und bewerten.

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Vielleicht ist auch der behördliche "Manhattan-Project"-Ansatz verkehrt und man müsste, wie die amerikanischen Milliardäre, radikal denkende, kleine Top-Teams mit hohem Risiko ungestört arbeiten lassen. Die kommen enorm schnell voran.

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Bremstriebwerke haben 3 statt 30 Sek. gefeuert, und die Heinis tun so, als sei noch etwas zu retten :-(

 

 

 ...die esa wird's wieder als "vollen Erfolg" hinstellen!

 

Et Voila:

 

Bei der Raumfahrtorganisation bemüht man sich auf jeden Fall, "Schiaparelli" trotz der Funkstille auf dem Mars nicht als Fehlschlag erscheinen zu lassen. Man habe viel gelernt für zukünftige Missionen, viele Daten gesammelt. "Ja, ich bin glücklich", sagt Esa-Chef Jan Wörner. "Das ist ein großer Erfolg."

 

Das kann man so oder so sehen - Christoph Seidlers Einschätzung im Video:

 

Anfang Dezember wird er die Esa-Mitgliedstaaten von seinem Optimismus überzeugen müssen.

...

 

Und was konkret hat man gelernt?

Als ob das die erste Landung auf einem Planeten mit vollkommen unbekannten Prämissen gewesen wäre :-(

 

Übrigens hatten die Vikings ganz ähnliche Maße & Masse.

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Wie ja schon gesagt, das sind Missionen mit sehr schmalem Buget, gemessen an dem Füllhorn, dass bei den Vikings zur Verfügung stand. Da erhöht die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns deutlich.

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Man kann über Sinn und Zweck solcher Unternehmen durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Würde man nicht experimentieren, würde es auch keine technischen Fortschritte geben.

 

Allerdings kommen auch bei mir etwas Zweifel auf, wenn ich höre, daß man wegen Exportkontrollregeln keine Radionuklidbatterien einsetzen konnte und von vornherein wusste, daß das ganze Unternehmen auch nach geglückter Landung nach ein paar Tagen zu Ende gewesen wäre, und dazu noch sehr wenige Wetterdaten hätte liefern können.

 

Wäre es da nicht besser gewesen, wenn man solange gewartet hätte, bis bessere Batterien zur Verfügung gestanden hätten?

 

Ich weiß nicht, wieviel das gesamte Unternehmen gekostet hat, aber mit der Gewissheit, daß man nur für ein paar Tage einige Wetterdaten bekommt, ist meiner Meinung nach jede Geldausgabe zumindest in Frage zu stellen.

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Ich werde mal versuchen, ein paar Sachen richtig zu stellen, nachdem hier offenbar einiges an Missverständnissen über die ExoMars-Misson herrscht und auch von der allgemeinen Presse oft nur unzureichend dargestellt wird.

 

Zunächst mal zum Gesamtprojekt:

ExoMars besteht nicht nur aus der aktuellen Mission, sondern aus zwei Flügen. Im aktuellen Flug wurde der Trace Gas Orbiter (TGO) in eine Mars-Umlaufbahn gebracht. Dieser wird von dort aus mit verschiedenen Instrumenten nach Spuren von Methan oder anderen Atmosphären-Gase suchen, die Hinweise auf biologische oder geologische Prozesse geben können.

 

Gleichzeitig funktioniert der TGO auch als Kommunikations-Relay für die zweite ExoMars-Mission, besonders für den Rover, der bei dieser zweiten Mission auf dem Planeten landen und am Boden Experimente durchführen soll. Dieser ist dann auch der wichtigste Teil aus wissenschaftlicher Sicht, da dieser mit seinen Instrumenten in noch nie da gewesenem Umfang nach Hinweisen auf Leben auf dem Mars suchen soll. Was auch das Hauptziel des gesamten ExoMars-Projekts ist (steht ja auch für Exo-Biologie auf dem Mars).

 

Schiaparelli, auch bezeichnet als "entry, descent and landing demonstrator module" ist, wie der Name schon impliziert, zur Technologie-Erprobung für die Landung auf der Oberfläche vorgesehen. Dazu ist dieser mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, um Flugdaten während der Eintrittsphase zu sammeln. Außerdem wird natürlich die Funktion der verschiedenen Systeme überwacht, wobei wir ja wissen, dass nicht alles so funktioniert hat, wie es sollte. Aber die Aufgabe eine Technologieträgers ist ja eben gerade, Probleme zu erkennen, zu analysieren und zu beseitigen.

 

In der allgemeinen Berichterstattung wurde leider zu viel Wert auf den Schiaparelli-Lander gelegt, ganz besonders darauf, dass dieser ordnungsgemäß landet und auch auf der Oberfläche noch Messungen durchführt. Das war aber eben nur ein stark untergeordnetes Ziel, v.a. auch hätte es nur wenig zusätzliche Erkenntnisse geliefert, wenn die Sonde mit anderen Batterien statt 15 Tagen, 15 Monate gesendet hätte oder noch länger.

 

Das wichtigste Ziel der aktuellen Mission war, dass der TGO korrekt in den geplanten Orbit um den Mars transferiert wird, um dort sowohl seine Experimente als auch seine Aufgaben als Relay-Station übernehmen zu können. Das ist geglückt.

 

Beim Abstieg des Schiaparelli-Landers sah das Missionsszenario den Eintritt in die Atmosphäre vor, danach das Öffnen eines Fallschirms, die Abtrennung des Hitzeschilds, Abtrennung des Fallschirms und als letzten Schritt eine finale Abbremsung des Landers mittels Thrusters auf die Aufsetzgeschwindigkeit. Wie wir ja wissen, haben diese Thruster nicht korrekt gezündet, wobei es meines Wissens nach noch keine Erkenntnisse gibt, was da genau schiefgelaufen ist. Zu diesem Zeitpunkt brach auch die Kommunikation mit dem Lander ab.

 

Es ist aber nun bei weitem nicht so, dass Schiaparelli deswegen einfach ein Fehlschlag war. Bei wissenschaftlichen Missionen gibt es nicht einfach nur die Ergebnisse "hat funktioniert" und "hat nicht funktioniert". Bis auf die Thruster haben die übrigen Mechanismen ordnungsgemäß funktioniert. Davon abgesehen, war aber auch gar nicht das Hauptziel von Schiaparelli, den Lander erfolgreich auf die Marsoberfläche zu bringen (wie es bei allen anderen Missionen mit einer Landung auf dem Mars der Fall war), sondern das Sammeln von Daten vor allem während der Eintrittsphase in die Atmosphäre, für die zukünftige Auslegung solcher Systeme bzw. Verbesserungen für die Landung des Rovers beim zweiten ExoMars-Flug gesammelt werden. Das betrifft vor allem Informationen über die Wärmelasten, besonders auch durch Strahlung, über die Atmosphäre, etc. Und dies war sehr erfolgreich, man hat viele äußerst wertvolle Daten über weite Teile des Fluges gesammelt, vor allem während der kritischen Phase des Atmosphäreneintritts.

 

Hier muss man auch einfach darauf hinweisen, dass es sich beim atmosphärischen (Wieder-)Eintritt um ein hochkomplexes physikalisches Gebiet handelt, bei dem viele Aspekte bis heute nicht gut verstanden sind. Im Bereich der Hochtemperatur-Gasdynamik können neben der reinen Aerothermodynamik viele weitere Punkte eine gewichtige Rolle spielen, thermische Nichtgleichgewichtseffekte, Dissoziation, Ionisation, Strahlung, chemische Prozesse wie Katalyzität oder molekulare Anregung etc. Das Nachbilden der Bedingungen in Bodenversuchsanlagen ist generell nicht möglich und aufgrund mangelnder Daten zur Validierung auch numerisch oder analytisch nur sehr schwer zu untersuchen bzw. mit entsprechend hohen Unsicherheiten belastet. Echtflugdaten zum Vergleich sind nun mal entsprechend rar. Folglich kann man kaum hoch genug einschätzen, wie wertvoll die nun während dem Eintritt gesammelten Daten sind.

 

Wenn ESA-Verantwortliche die aktuelle Mission nun als Erfolg bezeichnen, dann ist das kein "Schönreden", auch nicht als Rechtfertigung gegenüber den finanzierenden Stellen, sondern es ist einfach so. Das Hauptziel der Mission, den TGO mit voller Funktionalität in seinen Orbit zu bringen, wurde erreicht. Und bei der Schiaparelli-Landung haben die meisten Systeme funktioniert und es wurden sehr wertvolle Daten gemessen. Ob man es nun so einfach sagen kann, wie ESA-Direktor Wörner, dass der TGO 80% und Schiaparelli 20% der Mission ausmachen, und von letzterem wiederum 80% der gewünschten Daten gewonnen wurden und die Mission damit zu 96% erfolgreich war, lass ich mal dahin gestellt.

 

Aber ist ganz definitiv nicht so, dass die Mission ein Fehlschlag war, weil Schiaparelli nicht ordnungsgemäß aufgesetzt und auf der Oberfläche nun nicht mehr einsetzbar ist. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn das auch geklappt hätte. Aber das wäre eben eher das Sahnehäubchen oben drauf gewesen. Oder eher nur die Schokoraspeln auf dem Sahnhäubchen.

bearbeitet von scramjet

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Fehlschläge gehören zur Raumfahrt und dürften auch dazu gehören. Man geht halt an die Spitze des Machbaren. Es kann funktionieren oder auch nicht.

Vorher "verkauft" hat man es diesmal als Marslandung und die hat nun mal für die Öffentlichkeit nicht geklappt.

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@ scramjet

Genau so wird ein Schuh draus. Und so hatte ich mir die Diskussion hier auch vorgestellt. Dein Beitrag, scramjet, ist ein leuchtendes Beispiel für dieses Forum insgesamt. Sachlich, wissenschaftlich auch für Raumfahrtlaien gut erklärt (nein, sehr gut erklärt), und deshalb ein ganz großes Dankeschön an Dich. Wenn es möglich wär, hätte ich Dir 10 Likes gegeben.

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@aaspere: Danke!

 

 

Fehlschläge gehören zur Raumfahrt und dürften auch dazu gehören. Man geht halt an die Spitze des Machbaren. Es kann funktionieren oder auch nicht.

Vorher "verkauft" hat man es diesmal als Marslandung und die hat nun mal für die Öffentlichkeit nicht geklappt.

 

Das waren die Medien, die es so verkauft haben. ESA hat die Schiaparelli-Mission in seinen Pressemeldungen stets korrekt beschrieben:

 

 

Schiaparelli will separate from TGO on 16 October, entering the atmosphere for a six-minute descent to a region in Meridiani Planum, on 19 October.

 

It will test a range of technologies to enable a controlled descent and landing on Mars in preparation for future missions, including a heatshield, a parachute, a propulsion system and a crushable structure.

 

Schiaparelli also carries a small science package that will record the wind speed, humidity, pressure and temperature at its landing site, as well as obtain the first measurements of electric fields on the surface of Mars that may provide insight into how dust storms are triggered.

http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ExoMars/Call_for_media_ExoMars_arrives_at_the_Red_Planet

 

 

Schiaparelli is primarily a technology demonstrator to test entry, descent and landing technologies for future missions and is therefore designed to operate for a only few days.

 

The small surface science package will take readings of the atmosphere, but there is no scientific camera like those found on other landers or rovers – including the ExoMars rover that is planned for launch in 2020.

http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/ExoMars/What_to_expect_from_Schiaparelli_s_camera

 

Man kann sicherlich sagen, dass ESA sich um eine genauere Wiedergabe der Mission in den Medien hätte bemühen sollen. Es wurde aber stets betont, was die Missionsbestandteile insgesamt und die Missionsziele von Schiaparelli im Speziellen sind.

 

Davon abgesehen befinden sich Wissenschaftler natürlcih immer in dem Dilemma, dass sie gegenüber ihren Geldgebern in einer Rechtfertigungsposition sind. Und damit auch unter dem Druck stehen, Sachen öffentlichkeitswirksam darzustellen, v.a. auch Ergebnisse deren Nutzen nur für Experten offensichtlich ist, bzw. auch welche, bei denen nur Experten den tatsächlichen Wert erkennen während sie für die Allgemeinheit eher lapidar erscheinen mögen - die aktuelle Mission bietet gute Beispiele für beide Fälle. Für ersteren eben, dass Schiaparelli kein Misserfolg war, weil die Landung fehlgeschlagen war. Und für letzteres, der Transfer des TGO in den Marsorbit. Das klingt für die Allgemeinheit äußerst unspektakulär und einfach, ist aber durchaus ein sehr komplexes und anspruchsvolles Manöver, bei dem viel schief gehen kann.

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