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spitz481

Modelle Außenbordkameras

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Seit einigen Jahren sind Verkehrsflugzeuge mit Außenbordkameras ausgestattet. Leider kann ich keine Hinweise finden, welche Modelle von welchem Hersteller eingesetzt werden. Mich interessieren die technischen Daten dieser Kameras. Wer kann hier Informationen geben?

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Frage zur Antwort von bueno vista:

 

Wenn hinter den Kameras noch eine komplexere Technik steckt, werden die Aufnahmen zumindest teilweise als Video oder Schnappschüsse gespeichert?

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Warum sollte man das speichern? Das Live-Bild dient in erster Linie der Crew zur Übersicht beim Rollen, ich freue mich in der Kabine aber auch immer darüber. Ich bin jedoch ziemlich enttäuscht über die Bildqualität. Bei der A380 hat es was von Videokameras aus den 80ern.

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Die Frage wäre ja, braucht es denn mehr als es aktuell gibt?

 

Nüchtern betrachtet ist es eine Hilfestellung um die Abmaße im Auge zu behalten, und kein Analyseverfahren um die Beschaffenheit der Rollbahnen zu überwachen. (Überspitzt!)

 

Und da die Dinger am Besten immer funktionieren sollen und selten die Linsen gereinigt werden, ist eine 20 Megapixel-Auflösung mit UHD Ausgabe (für die es dann auch entsprechende Display´s geben sollte) sicher etwas zuviel des Guten.

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Bei den meisten Zwischenfällen dürfte man auf den Kameras rein gar nichts sehen, was irgendeine zusätzliche Erkenntnis bringt. Zudem müsste man dafür sorgen, dass die Aufzeichnungen auch einen Absturz überstehen, also müsste das in die Black-Boxes, diese bräuchten deutlich mehr Speicherkapazität und eine deutlich breitbandigere Datenanbindung als bisher...

 

Und ganz schnell ist das kein kleines "eben mal so"-Projekt sondern ein ganz großes, was dann womöglich auch noch anderen Projekten (Online-Black-Box oder bei Absturz im Ozean ausgeworfene Blackbox) widerspricht.

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Im Airbus A380 ist wohl das System LATvision™ External and Taxi Aid Camera System (ETACS) eingebaut.

 

Auch wenn der Erkenntnisgewinn wohl minimal ist hat sich ein Unternehmen ein Speicher/Wiedergabe-System für die Kameras patentieren lassen. Andere Anwendungen sind Geschwindigkeitsbestimmungen und selbstfahrende Systeme.

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Ich glaube mich noch erinnern zu können, dass es da im UK mal einen Zwischenfall mit ner 737 gab (allerdings nur aus den Büchern, war 1985 und ich hatte da gerade erst die Windeln ausgezogen). Kramen wir doch das Buch nochmal raus...

 

Damals hatte beim Start eine reparierte Brennkammer im Triebwerk und mit heißen Metallsplittern einen Tank perforiert. Die Besatzung hatte einen Schlage gespürt und war von einem geplatzten Reifen oder Vogelschlag ausgegangen und hatte den Start abgebrochen. Beim Abrollen von der Piste wurde die Maschine allerdings in den Wind gedreht, und der bereits entstehende Brand durch Wind angefacht. Anschließend hatte sich brennender Kraftstoff unter dem Heck gesammelt, was die Besatzung nicht wissen konnte, und es sind im sich anschließend heftig entwickelnden Brand tragischerweise recht viele Passagiere an den extrem toxischen Rauchgasen in der Kabine gestorben.

 

Eine der Empfehlungen der für die Untersuchung zuständigen Kommission damals war (neben dem Einsatz brandhemmender Materialien in der Kabine), z.B. am Leitwerk eine Außenkamera anzubringen, die der Cockpitbesatzung einen Überblick über das Geschehen vermitteln kann und eine frühere Entdeckung des Brandes möglich gemacht hätte.

 

Prinzipiell wären die Flugunfalluntersucher bestimmt nicht böse, gutes Filmmaterial vom Geschehen zu bekommen. Das Argument "da sieht man doch meistens sowieso nichts drauf" gilt vielleicht für etliche internen Defekte (Hydraulik, Elektrik, internes Feuer...), aber eben nicht für vieles Andere - Near miss, Kollission, Verlassen der Piste / des Anflugpfades, Vogelschlag, lag da jetzt nochmal ein Metallteil auf der Piste oder nicht... Da wiederspreche ich Ilam ausdrücklich.

 

Aber natürlich hat er auch damit vollkommen Recht, dass es nicht trivial ist, einfach "mal so" ne Kamera mit möglichst hoher Auflösung in die Aufzeichnung am FDR mit einzubinden. Heutige IT packt die Datenraten zwar locker, und auch Flash-Speicher ist im Mediamarkt nicht mehr teuer. Aber die dürften kaum die Anforderungen an einen FDR bestehen. Man darf nie vergessen: Die Daten müssen auch ohne funktionierenden Controller wieder ausgelesen werden können, wenn es sein muss von den einzelnen Chips. Man muss die Datenleitungen erreichen können, die Teile dürfen bei einem Aufprall nicht einfach zerbrechen, Feuerbeständigkeit muss gewährleistet sein... Und nicht zuletzt, die Daten müssen instantan geschrieben werden, ohne Puffer und Controller der sich dann nebenher mal überlegt, wo der die Daten wann hinschreiben will. Im Zweifelsfall fehlt sonst genau dass, was man eigentlich braucht und warum man den Recoder überhaupt eingebaut hat.

Technisch unmöglich? Nein, man hat ja sogar schon mit der Technologie der 60er-Jahre Menschen auf den Mond gekriegt. Aber trivial? Ne, garantiert auch nicht.

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...

Eine der Empfehlungen der für die Untersuchung zuständigen Kommission damals war (neben dem Einsatz brandhemmender Materialien in der Kabine), z.B. am Leitwerk eine Außenkamera anzubringen, die der Cockpitbesatzung einen Überblick über das Geschehen vermitteln kann und eine frühere Entdeckung des Brandes möglich gemacht hätte.

...

 

Finde ich so nicht im betreffenden Untersuchungsbericht.

 

Da steht bei den "Safety recommendations" zu diesem Thema nur:

"Research should be undertaken into methods of providing the flight deck crew with an external view of the aircraft, enabling them to assess the nature and extent of external damage and fires."

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Finde ich so nicht im betreffenden Untersuchungsbericht.

Jetzt sei mal ein bisschen gnädiger. Das war ein konstruktiver Beitrrag und eine solche Kamera ist bei weitem die naheliegenste Lösung. Es wird schon einen Grund geben wieso das im Untersuchungsbericht so allgemein formuliert wurde.

bearbeitet von FKB

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Prinzipiell wären die Flugunfalluntersucher bestimmt nicht böse, gutes Filmmaterial vom Geschehen zu bekommen. Das Argument "da sieht man doch meistens sowieso nichts drauf" gilt vielleicht für etliche internen Defekte (Hydraulik, Elektrik, internes Feuer...), aber eben nicht für vieles Andere - Near miss, Kollission, Verlassen der Piste / des Anflugpfades, Vogelschlag, lag da jetzt nochmal ein Metallteil auf der Piste oder nicht... Da wiederspreche ich Ilam ausdrücklich.

 

Nicht böse: Ja.

 

Aber wann bringt es wirklich Erkenntnisgewinn? Beispiel Metallteil: Hätte ein Video von der Concorde geholfen, auf dem man das Metallteil maximal kurz durch das Bild hätte wischen sehen, wenn man es hingegen hinterher einfach von der Startbahn aufsammeln konnte und den dazu passenden aufgeschlitzten Reifen beim Wrack fand? Oder Vogelschlag. Die Spuren sind eindeutig. Verlassen der Piste: Da gibt es genügend Reifenspuren und Überwachungsvideos vom Airport. Near Miss: Da muss man schon extremes Glück haben, dass die andere Maschine überhaupt auf dem Video zu sehen ist, da sind die Radar- und Transponderdaten viel aussagekräftiger. Verlassen das Anflugpfades: Was willst Du da sehen?

 

Ja, es macht die Ermittlungen einfacher und ggfs. schneller, zudem wären TV-Sender richtig heiß auf die Bilder. Fällt Dir aber auch nur ein einziges Unglück ein, bei dem die Ursache nicht vollständig geklärt ist und ein Außenvideo evtl. geholfen hätte?

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Da gibt es genügend (...) Überwachungsvideos vom Airport.

??? An welchem Flughafen?

 

Ja ich kenne Videos z.B. der MD11 Frachter in Tokyo - aber das waren doch eher Zufälle? Aber flächenddeckend und "genügend" gibt es das sicherlich nicht.

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Ok, war einen Tick ungenau. Es gibt deutlich weniger Airports als Flugzeuge. Wenn wirklich Bedarf bestünde, ließe sich jeder Airport mit wenig Aufwand entsprechend nachrüsten, es muss ja keine Live-Übertragung sein, Strom und eine leicht erhöhte Position genügt ja schon und davon gibt es auch an Flughäfen mehr als genug (Anflugbefeuerung, Windsack, Lichtmasten, Flughafenzaun oder halt ein eigener kleiner Mast).

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