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airberlin meldet Insolvenz an (15AUG17) - eigenwirtschaftlicher Flugbetrieb eingestellt (27OKT17)

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Bei den klassischen Touri-Zielen („Charter-Destinations“) werden Germania, TUIfly, Condor, Eurwings, EasyJet und Ryanair ziemlich sicher sehr schnell die Lücken schließen.

Bei den innerdeutschen Flügen jenseits von TXL fehlt mir im Moment die Phantasie, wer dort in den Wettbewerb mit LH/EW einsteigen könnte. Vielleicht EasyJet in ein paar Jahren, wenn die innerdeutschen Strecken ab TXL gut laufen.

Bei den europäischen City-Strecken mache ich mir auch wenig Sorgen. Die wird relativ schnell ein Sammelsurium verschiedener Airlines übernehmen.

In der Langstrecke ab Düsseldorf und Berlin wird voraussichtlich über lange Jahre hin weg nicht mehr der Umfang an Strecken und Frequenzen angeboten werden, wie wir ihn im Sommer 2017 mit Air Berlin hatten.

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Am 31.10.2017 um 10:34 schrieb 737-200:

Bei den klassischen Touri-Zielen („Charter-Destinations“) werden Germania, TUIfly, Condor, Eurwings, EasyJet und Ryanair ziemlich sicher sehr schnell die Lücken schließen.

Bei den innerdeutschen Flügen jenseits von TXL fehlt mir im Moment die Phantasie, wer dort in den Wettbewerb mit LH/EW einsteigen könnte. Vielleicht EasyJet in ein paar Jahren, wenn die innerdeutschen Strecken ab TXL gut laufen.

Bei den europäischen City-Strecken mache ich mir auch wenig Sorgen. Die wird relativ schnell ein Sammelsurium verschiedener Airlines übernehmen.

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Ich denke mal eher,bei EZY wird es auch ab TXL ein Gemisch aus Deutschland-Europa-und Touri-Zielen geben. Die übernehmen mehr als 20 (!)Maschinen in TXL. Da wird mehr kommen (müssen)als TXL-DUS/MUC/FRA/STR/CGN...Und sicher auch Änderungen in SXF, um Doppelabflüge zu gleichen Zielen zu begradigen.

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Zitat aus dem verlinkten Artikel: "Mit dem Ende des regulären Flugbetriebs am 27. Oktober hatte Air Berlin selbst zugegeben, dass seit dem Börsengang im Jahr 2006 Monat für Monat rund 25 Millionen Euro Verluste entstanden sind."

Also war das Konstrukt schon vor der dem Börsengang folgenden Expansionswut nicht lebensfähig. Das wollten einige auch unmittelbar nach der Insolvenz nicht einsehen.

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vor 14 Minuten schrieb Lufticus:

Zitat aus dem verlinkten Artikel: "Mit dem Ende des regulären Flugbetriebs am 27. Oktober hatte Air Berlin selbst zugegeben, dass seit dem Börsengang im Jahr 2006 Monat für Monat rund 25 Millionen Euro Verluste entstanden sind."

Also war das Konstrukt schon vor der dem Börsengang folgenden Expansionswut nicht lebensfähig. Das wollten einige auch unmittelbar nach der Insolvenz nicht einsehen.

Wobei diese 25 Mio. pro Monat ja ein Durchschnittswert sind. Das heißt anfangs war es deutlich weniger, zum Ende hin deutlich mehr. Was nichts beschönigen soll. Will nur sagen, dass sie sicher nicht seit 2006 unausweichlich dem Untergang geweiht waren.

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19 minutes ago, Lufticus said:

Zitat aus dem verlinkten Artikel: "Mit dem Ende des regulären Flugbetriebs am 27. Oktober hatte Air Berlin selbst zugegeben, dass seit dem Börsengang im Jahr 2006 Monat für Monat rund 25 Millionen Euro Verluste entstanden sind."

Also war das Konstrukt schon vor der dem Börsengang folgenden Expansionswut nicht lebensfähig. Das wollten einige auch unmittelbar nach der Insolvenz nicht einsehen.

Wenn das stimmt, hat die "gute" und "so große Lücken hinterlassende" Air Berlin seit dem Börsengang etwas über drei Milliarden Euro verbrannt. (Also im ersten Halbjahr 2017 und unmittelbar davor waren es eher deutlich mehr als 25 Mio/Monat, am Anfang wohl deutlich weniger, aber im Nachhinein kann man jetzt natürlich leicht sagen, die Weichen wurden dann falsch gestellt, statt klein und profitabel halt Wachstum um jeden Preis). Es war eine Party, die dann immer mehr auf Verschleiß fuhr. Natürlich kann man sich darin sehr bequem einrichten, aber nun ist halt das Ende da.

Dann waren also die von Ihr versorgten Strecken und 'Bedarfe' noch nicht mal mit der schwarzen Null zu bedienen. Es ist also kein Wunder, dass die ein oder andere Strecke im Moment von niemandem neu aufgenommen wird.

bearbeitet von medion
Ergänzung vorgenommen

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vor einer Stunde schrieb Herr Asterix:

Da bin ich anderer Meinung. Dass alles, was vor dem Insolvenzantrag bestand, weg ist: Klar. Aber die Insolvenz ist doch gerade dazu da, das Geschäft noch einigermaßen weiterzuführen - mit dem Versprechen, dass alle folgenden Verbindlichkeiten bedient werden. Sonst würde ja auch kein Mensch mehr eine Geschäftsbeziehung mit der insolventen Firma eingehen.

Wieso ist in diesem Fall ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zugelassen worden, wenn dadurch möglicherweise nur noch weitere Gläubiger geprellt werden, die den Versprechungen getraut haben ("Alle Tickets bleiben gültig"). Auch Lieferanten, Flughäfen etc. dürfte entsprechendes gesagt worden sein.

Eine Frage dazu: Erfüllen solche oder ähnliche Versprechungen eigentlich einen Straftatbestand, wenn eigentlich klar ist, dass auch die Masseverbindlichkeiten nicht mehr bedient werden können? Als Lieferant oder Bürge käme ich mir da mehr als nur verarscht vor.

 

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Es geht hier auch ausschließlich um die Schulden, die vor dem 15.08. angehäuft wurden.

Nach diesem Termin wurden alle Einnahmen ausschließlich für den Flugbetrieb verwendet. Also haben alle Leute, die ein Ticket nach diesem Termin gekauft haben nun den gekauften Transport bekommen, oder bekommen von einem Notar-Sperrkonto ihr Geld zurück.
Lieferanten und Flughäfen sind für Leistungen nach dem 15.08. auch direkt bezahlt worden. Also ist auch hier kein "Schaden" entstanden.

Die Weiterführung war ausschließlich dafür gedacht, doch noch soviel zu retten, dass man wenigstens einen Bruchteil der Schulden begleichen kann.

Und heute zu vermuten, dass alle leer ausgehen, ist in etwas so seriös wie die Behauptung, der BER eröffnet am 01.10.2018 um 6:00 Uhr.

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vor 58 Minuten schrieb jubo14:

Es geht hier auch ausschließlich um die Schulden, die vor dem 15.08. angehäuft wurden.

Nach diesem Termin wurden alle Einnahmen ausschließlich für den Flugbetrieb verwendet. Also haben alle Leute, die ein Ticket nach diesem Termin gekauft haben nun den gekauften Transport bekommen, oder bekommen von einem Notar-Sperrkonto ihr Geld zurück.
Lieferanten und Flughäfen sind für Leistungen nach dem 15.08. auch direkt bezahlt worden. Also ist auch hier kein "Schaden" entstanden.

Die Weiterführung war ausschließlich dafür gedacht, doch noch soviel zu retten, dass man wenigstens einen Bruchteil der Schulden begleichen kann.

Und heute zu vermuten, dass alle leer ausgehen, ist in etwas so seriös wie die Behauptung, der BER eröffnet am 01.10.2018 um 6:00 Uhr.

Eben nicht. Wie in anderen Artikeln zu lesen ist (z.B. http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2017-11/air-berlin-insolvenz-ueberbrueckungskredit-bundesregierung) geht es explizit auch um die Verbindlichkeiten, die nach dem 15. August entstanden sind (Masseverbindlichkeiten). Darunter fällt beispielsweise der Aushilfskredit, für den der Bund gebürgt hat.

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1 hour ago, jubo14 said:

Und heute zu vermuten, dass alle leer ausgehen, ist in etwas so seriös wie die Behauptung, der BER eröffnet am 01.10.2018 um 6:00 Uhr.

Ich weiß ja auch nicht, warum wir immer wieder aneinander geraten, aber die Themen sind halt so interessant.

"Alle" gehen natürlich nicht leer aus. Der Freundeskreis von Herrn AH wird schon noch was gekriegt haben vorher. Herr Winkelmann auch. Das haben wir aber auch schon durchdiskutiert. Wo jetzt bei negativem Eigenkapital noch etwas für die anderen Gläubiger kommen soll, darfst Du gerne nochmal erläutern.

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Ich finde die Sache inzwischen auch etwas dreist. Eigentlich hat das AG aufgrund des Gutachtens, auf das Sie sich ja zum Thema Eigenverwaltung beziehen, auch zu prüfen ob die Masse fürs Verfahren vorhanden ist. 3 Stunden nach der Eröffnung fällt dem vorläufigen ein, eine drohende Unzulänglichkeit anzuzeigen. Aus rechtlicher Sicht hat er alles richtig gemacht, fristgerecht. Mir kann jedoch niemand erklären wollen, das ihm dieser Umstand nicht vorher bekannt war. Das Verfahren wird verdammt teuer ! Ich vermute, es wird wegen Unzulänglichkeit eingestellt, so wie es die Medien nun auch berichten. 

Und dann werden zuerst bedient

1. Verfahrenskosten, 2.Verwalter,  3.Masseverbindlichkeiten.

Jetzt kommt es drauf an wer und wie viele Einspruch erheben werden und was ggfs. rückabgewickelt  werden muss, oder kann.Eine Prozesswelle. 

 

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Also für den "Achim" wird da sicher nichts mehr rausspringen. Wenn, dann hat er das schon längst vorher aus der Gesellschaft rausgezogen.

Bei aller - durchaus auch berechtigten - Kritik an Herrn Winkelmann, ich an seiner Stelle hätte es auch so gemacht. Auch ohne zu tiefes Insiderwissen ist Airline-Spitzenmanagern Land-auf-land-ab klar gewesen, dass in Punkto AB entweder ein Wunder eintrifft oder aber der Laden mittelfristig abgewickelt wird. Da hätte ich mir mein Gehalt auch mittels Insolvenz sicherer Bürgschaft absichern lassen.

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So.. nun hat laut SPIEGEL ONLINE Meldung der Insolvenzverwalter durchblicken lassen, dass der 150Mio Kredit möglicherweise nicht oder nur teilweise zurückgezahlt werden kann.

LH und EZY haben noch nicht gezahlt..

Schau'n mer mal..

bearbeitet von snooper

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Da LH rund 220 Mio zahlen will und dazu dann noch die Summe von Easyjet kommt, kann ich (so als Ingenieur mit etwas wirtschaftlichem Hintergrund) nicht so ganz nachvollziehen, wieso die 150 Mio aus dem Massekredit dann nicht zurück zu zahlen sein sollen.

In der Mathematik, die ich gelernt habe, sind 220 mehr als 150.
Aber vielleicht ist das in Zeiten des iPhone X ja alles anders geworden. 

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Wenn im Zeitraum vom 15.08. bis heute der Betrag X zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs aufgewendet wurde, dann verbleiben von den erwarteten 220 Millionen unter Abzug des Betrag X dann eben nur noch X Millionen. Man spricht nicht umsonst von "Insolvenz in Insolvenz" und es ist schlicht weniger Geld zur Verfügung als wünschenswert. Für wen es reichen wird, abwarten ...

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vor 38 Minuten schrieb wartungsfee:

Wer sagt denn, dass der Überbrückungskredit auf Platz 1 der zu bezahlenden Posten steht?

§53 der InsO sagt es. ;)

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vor 2 Stunden schrieb jubo14:

§53 der InsO sagt es. ;)

Ich mein es anders. Wer sagt, dass der Überbrückungskredit unter den Massegläubigern an erster Stelle steht. Da gibt es ja noch mehrere anstehende " Massegläubiger" als nur der Staat. Und dann sind 250 Mio auch schnell leer.

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