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airberlin meldet Insolvenz an (15AUG17) - eigenwirtschaftlicher Flugbetrieb eingestellt (27OKT17)

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vor 2 Stunden schrieb karstenf:

Gebuchte Tickets und sämtliche Verbindlichkeiten nach dem 15.08.

Wie vielfach zu lesen war laufen die Einnahmen nach dem 15.8. verkauften Tickets auf ein Notarkonto und sind damit raus. Gleichzeitig finanzieren die durchgeführte Flüge zumindest teilweise. Dass "sonstige Verbindlichkeiten" seit dem 15.8. so hoch sein sollen, dass von den ~250Mio von LH & EZ nix bleibt, erscheint mir nicht plausibel.

Ich meine, was wir jetzt sehen, ist rein technisch - die Einnahmen aus diesen Verkäufen dürfen mangels Genehmigung noch nicht berücksichtigt werden, und ohne die sind wir im Moment im Bereich der Masseunzulänglichkeit. Alles andere sind direkte zwingende Folgen davon.

Wenn die LH- und EZ-Deals durchgehen, sind die Chancen auf Rückzahlung des 150Mio-Kredits meiner Einschätzung nach sehr gut.

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Heute verlässt der letzte A330 Düsseldorf, soll gegen 10.00 Uhr Richtung Rio de Janeiro aufbrechen. Ob ein neuer Leasingnehmer gefunden wurde?

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Anprüche sind übrigens nach Rostock zu schicken:

Air Berlin Gruppe/Lucas Flöther

Postfach 103010

18005 Rostock

Poststelle am Saatwinkler ist ja dicht :)

Gläubigerversammlung findet zufälligerweise am 24.1. im Estrel statt. Ist ja nicht so, dass das Hotel schon genug mit AB verdient hat.

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Am 4.11.2017 um 10:06 schrieb foobar:

Wie vielfach zu lesen war laufen die Einnahmen nach dem 15.8. verkauften Tickets auf ein Notarkonto und sind damit raus. Gleichzeitig finanzieren die durchgeführte Flüge zumindest teilweise. Dass "sonstige Verbindlichkeiten" seit dem 15.8. so hoch sein sollen, dass von den ~250Mio von LH & EZ nix bleibt, erscheint mir nicht plausibel.

Ich meine, was wir jetzt sehen, ist rein technisch - die Einnahmen aus diesen Verkäufen dürfen mangels Genehmigung noch nicht berücksichtigt werden, und ohne die sind wir im Moment im Bereich der Masseunzulänglichkeit. Alles andere sind direkte zwingende Folgen davon.

Wenn die LH- und EZ-Deals durchgehen, sind die Chancen auf Rückzahlung des 150Mio-Kredits meiner Einschätzung nach sehr gut.

Alle Forderungen für vor dem 15.8. gebuchte Flügen gehen gegen die Insolvenzmasse. Danach gebuchte Flüge werden vom Treuhandskonto zurückerstattet, was ist aber mit weitergehenden Forderungen (z.B. wenn EU261 in Anwendung kommt)?

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vor 13 Stunden schrieb pop77:

Heute verlässt der letzte A330 Düsseldorf, soll gegen 10.00 Uhr Richtung Rio de Janeiro aufbrechen. Ob ein neuer Leasingnehmer gefunden wurde?

Soll an TAP gehen.

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vor 25 Minuten schrieb Koelli:

Warum geht er dann nach Rio statt nach Portugal?

Weil TAP Maintenance in Rio einen ihrer Base Maintenance Standorte hat. Wahrscheinlich wird dort der in-phase check durchgeführt. 

Screenshot_20171107-082809.png

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Das mag ja alle so sein, nur hat nicht der Sachwalter, sondern die VC verhindert, dass AB-Mitarbeiter von AB zu EW wechseln können.

Durch en Tarifvertrag darf LH den Mitarbeitern von AB überhaupt keine Arbeitsplätze in Deutschland anbieten. Und somit mag man das zwar alles für ungerecht und verwerflich halten, aber wenn LH schon so bequem eine Begründung liefern kann, wie soll sich da der Sachwalter strafbar gemacht haben?
Zudem sollte man im Auge behalten, dass es eben nicht seine Aufgabe ist, das Personal möglichst gut unter zu bringen, sondern für die Gläubiger das Maximum an Geld heraus zu holen.
Wenn sich ein Bieter gefunden hätte, der 500 mio geboten hätte, aber nur die Flieger und Liegenschaften von AB hätte haben wollen, das Personal aber ausdrücklich nicht, so wäre es die Pflicht des Sachwalters gewesen, die komplette Belegschaft zu entlassen, damit dieses Geschäft abgeschlossen werden könnte.

Wenn es also eine solche Klage, vor diesem Hintergrund, und mit der behaupteten Argumentation gibt, ist sie leider ziemlich weltfremd und wird komplett ins Leere laufen. 

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Hätte man doch nur die Schulden auf die West-LH überschrieben - die kann sichs leisten oder etwa nicht -, so hätte der gegängelte, doch stets penibel bilanzierende Flugbetrieb mit Herz endlich befreit von monopolkapitalistischen Ketten aufspielen können. Produktname: Interflug. Oder Inter-LTU?

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vor 20 Stunden schrieb Heinz Wäsche:

Eine Sache, die mir noch aufgefallen ist: Hat man bei Airberlin wohl vor kurzem noch einmal geplant, ein neues Logo einzuführen? Ich habe das hier im Register des Marken- und Patentamts gefunden - sieht interessant aus:

Quelle: https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/fullimage/4976503/1

Hätte an der Pleite zwar auch nichts geändert, aber vor vielen vielen Jahren hätte mir der Bär also Logo (so oder in einem anderen Design) deutlich besser gefallen als dieses Häuslpapier (oder auch Klopapier).

vor 5 Stunden schrieb jubo14:

Das mag ja alle so sein, nur hat nicht der Sachwalter, sondern die VC verhindert, dass AB-Mitarbeiter von AB zu EW wechseln können.

Durch en Tarifvertrag darf LH den Mitarbeitern von AB überhaupt keine Arbeitsplätze in Deutschland anbieten. Und somit mag man das zwar alles für ungerecht und verwerflich halten, aber wenn LH schon so bequem eine Begründung liefern kann, wie soll sich da der Sachwalter strafbar gemacht haben?
Zudem sollte man im Auge behalten, dass es eben nicht seine Aufgabe ist, das Personal möglichst gut unter zu bringen, sondern für die Gläubiger das Maximum an Geld heraus zu holen.
Wenn sich ein Bieter gefunden hätte, der 500 mio geboten hätte, aber nur die Flieger und Liegenschaften von AB hätte haben wollen, das Personal aber ausdrücklich nicht, so wäre es die Pflicht des Sachwalters gewesen, die komplette Belegschaft zu entlassen, damit dieses Geschäft abgeschlossen werden könnte.

Wenn es also eine solche Klage, vor diesem Hintergrund, und mit der behaupteten Argumentation gibt, ist sie leider ziemlich weltfremd und wird komplett ins Leere laufen. 

Verstehe ich auch nicht. Aber wohl hat jemand ein Thema gefunden (oder wurde zum Finden gedrängt) um in dieser Sache mal wieder etwas in der Öffentlichkeit zu sagen.

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https://www.welt.de/wirtschaft/article170621408/Gutachten-offenbart-die-vier-Gruende-der-Air-Berlin-Pleite.html

Die Welt nennt nochmal vier Gründe für die AB Pleite. Interessant finde ich:

" So hat sich der Bund aus dem Verkauf von Flugrechten in Berlin an die britische Fluggesellschaft Easyjet einen Anteil von 25 Millionen Euro gesichert und weitere 125 Millionen Euro aus dem Komplex des Verkaufs der Österreich-Tochter NIKI an die Lufthansa." Heißt das, dass wenn das Kartellamt die Übernahme der Niki ablehnt der Bund fast leer ausgeht? Interessante Konstellation.

bearbeitet von d@ni!3l

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Am 7.11.2017 um 15:14 schrieb jubo14:

Das mag ja alle so sein, nur hat nicht der Sachwalter, sondern die VC verhindert, dass AB-Mitarbeiter von AB zu EW wechseln können.

Durch en Tarifvertrag darf LH den Mitarbeitern von AB überhaupt keine Arbeitsplätze in Deutschland anbieten. Und somit mag man das zwar alles für ungerecht und verwerflich halten, aber wenn LH schon so bequem eine Begründung liefern kann, wie soll sich da der Sachwalter strafbar gemacht haben?

Das ist so aber schlicht nicht richtig. Es gibt keinen Tarifvertrag der Einstellungen bei Eurowings in Deutschland verhindert. Es gibt eine Sonderkündigungsklausel für den Vergütungstarifvertrag und den Manteltarifvertrag wenn mehr als 23 Flugzeuge bei Eurowings betrieben werden. Mehr nicht. Und dazu hat die Tarifkommission der Eurowings schon deutlich gemacht das sie dieses Sonderkündigungsrecht gar nicht (mehr) ziehen will, es wäre also problemlos möglich bei Eurowings Deutschland zu wachsen.

Aber darum geht es gar nicht mal, es geht um das eventuell illegale verhindern bzw. umgehen eines Betriebsübergangs nach §613a durch den Sachwalter. Und eventuelle Unregelmäßigkeiten was Bezahlung der Rechtsanwälte Flöther und Kebekus in der Massenunzulänglichkeit angeht, offensichtlich bekommen diese die volle Bezahlung, der Bund seine 150 Millionen, und für nichts anderes wird noch Geld da sein.

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@Dummi das stimmt so nicht, denn es gibt die Grundlage zum KTV. Eurowings darf ohne Zustimmung der KTK nicht wachsen wie sie will. Weil man aber zur Zeit so „united“ ist, darf das natürlich nicht in das öffentliche Bewusstsein dringen. 

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vor 1 Minute schrieb maka:

@Dummi das stimmt so nicht, denn es gibt die Grundlage zum KTV. Eurowings darf ohne Zustimmung der KTK nicht wachsen wie sie will. Weil man aber zur Zeit so „united“ ist, darf das natürlich nicht in das öffentliche Bewusstsein dringen. 

Die Grundlage zum KTV wird bis 2022 ausgesetzt und gilt derzeit nicht. 

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vor 42 Minuten schrieb Dummi:

Und eventuelle Unregelmäßigkeiten was Bezahlung der Rechtsanwälte Flöther und Kebekus in der Massenunzulänglichkeit angeht, offensichtlich bekommen diese die volle Bezahlung, der Bund seine 150 Millionen, und für nichts anderes wird noch Geld da sein.

So funktionieren Insolvenzen. Genau so.

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vor 32 Minuten schrieb Dummi:

Die Grundlage zum KTV wird bis 2022 ausgesetzt und gilt derzeit nicht. 

Und ich dachte mir, die Urabstimmung läuft bis Mitte Dezember. Hätte man sich dann ja eigentlich ersparen können, wenn der KTV eh schon ausgesetzt ist..,

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im neuesten Focus stellt der Insolvenzverwalter Gesamtverbindlichkeiten von sage zu schreibe fünf(?) Milliarden Euro in den Raum. Das wäre ja wohl eine völlig neue Dimension von Schulden.

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(...)In der Bar-Kasse waren Mitte September nur noch 20.000 Euro(...)

Die Maschinen und technischen Anlagen werden mit insgesamt gut 5000 Euro in der Verwertungsmasse genannt. Immerhin hatte Air Berlin neben geleasten Fahrzeugen zuletzt noch 37 eigene Autos im Zeitwert von rund 127.000 Euro.

https://www.welt.de/wirtschaft/article170621408/Gutachten-offenbart-die-vier-Gruende-der-Air-Berlin-Pleite.html

 

Im Grunde jetzt nichts, was man nicht irgendwie schon gewusst / geahnt hätte.

Wenn man das ganze aber nochmal so liest, schon Wahnsinn wie lange dieser scheintote Patient eigentlich noch in der Luft gehalten wurde.

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Anstoß gab glaube ich diese Aussage:

Am 7.11.2017 um 15:14 schrieb jubo14:

Durch en Tarifvertrag darf LH den Mitarbeitern von AB überhaupt keine Arbeitsplätze in Deutschland anbieten.

Da hat Dummi recht, es gibt keinen TV der es der LH verbietet ehemalige Air Berlin Mitarbeiter anzustellen!

Sehr wohl gibt es noch den gültigen KTV mit seiner Geschäftsgrundlage. Dieser würde erst mit Annahme der PPV Mitte DEZ ruhend gestellt. Weil die LH GF mit der Schließung der EWG drohte, vereinbarten VC und GF eine Sonderregelung zu 23 Flugzeugen. Wie mir mittlerweile zu Ohren gekommen ist, hat die VC nach dem Veto des TV Wachstum, diesen Passus sogar gestrichen. Die EWG kann bereits seit geraumer Zeit, ohne „Angst“, wachsen. Warum sie es nicht tut, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht aus dem Grund den Dummi aufgeführt hat.

 

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Natürlich dürfte EWG wachsen, aber nur laut TV WeFö- und das bringt keinen ABler bei EWG ins Cockpit. Jubo14 hat grundlegend recht, aber das will oder soll man nicht sehen.

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vor 46 Minuten schrieb maka:

Natürlich dürfte EWG wachsen, aber nur laut TV WeFö- und das bringt keinen ABler bei EWG ins Cockpit. Jubo14 hat grundlegend recht, aber das will oder soll man nicht sehen.

Der TV WeFö ist ein LH interner TV der das Wechsel- und Förderrecht der KTV Piloten innerhalb des KTV Konzernbereichs regelt. Dieser umfasst die Flugbetriebe DLH, GWI, GEC und in Maßen CLH und CFG. Wenn wir uns darüber einig sind, das ABner keine KTV Piloten sind und der KTV bei EWG keine Anwendung findet, dann gibt es auch nichts zu sehen, der zu sehen wollen. 

 

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vor 1 Stunde schrieb exitrow:

(...)In der Bar-Kasse waren Mitte September nur noch 20.000 Euro(...)

Die Maschinen und technischen Anlagen werden mit insgesamt gut 5000 Euro in der Verwertungsmasse genannt. Immerhin hatte Air Berlin neben geleasten Fahrzeugen zuletzt noch 37 eigene Autos im Zeitwert von rund 127.000 Euro.

https://www.welt.de/wirtschaft/article170621408/Gutachten-offenbart-die-vier-Gruende-der-Air-Berlin-Pleite.html

 

Im Grunde jetzt nichts, was man nicht irgendwie schon gewusst / geahnt hätte.

Wenn man das ganze aber nochmal so liest, schon Wahnsinn wie lange dieser scheintote Patient eigentlich noch in der Luft gehalten wurde.

Eigentlich haben alle Beteiligten wissentlich eine jahrelange Insolvenzverschleppung mitgemacht. Und damit meine ich das Management, die blinden Geldgeber aus Abu Dhabi (haben die noch auf eine Wende hin zu einem Märchen aus 1001 Nacht gewartet?) und auch die Herren Wirtschaftsprüfer, die jedes Jahr der airberlin ein Fortbestehen attestiert haben. 

Wenig verwunderlich ist es auch, dass die dauernden Maßnahmen zur Kostensenkung und Optimierung der AB wie "Service runter, Service rauf, Service runter, Einführung Business Class, mehr Langstrecken" am Ende zu mehr Kosten als Erträgen geführt haben. Die Story von AB hat langsam die Qualitäten des Schlecker-Desasters, nur dass hier die Politik und der Frankfurter Erzfeind vieles abgebügelt haben. 

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