d@ni!3l

airberlin meldet Insolvenz an - Flugbetrieb geht weiter

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@EZY so wie ich es verstehe muss der Flugbetrieb, der ab dem 29.10.2017 durchgeführt wird auf wirtschaftliches Risiko des Erwerbers erfolgen. Er kann nicht zulasten der Insolvenzmasse gehen, also aus dem Kaufpreis finanziert werden.

Man würde dann in den nächsten Tagen ein Kaufvertrag schließen, der diesen Übergangstermin festlegt. Mit dem Recht, dass der Erwerber vom Kauf zurücktreten kann, wenn die Transaktion in Bonn oder Brüssel durchfällt. Was der Erwerber bis dahin ausgegeben hat, hat er ausgegeben. Bei Untersagen oder Teiluntersagen fällt ein Teil des Kaufpreises weg. Ähnlich wie beim Edeka-Tengelmann-Fall. Dort musste der Verkäufer die Läden weiter finanzieren. Das geht hier nicht, da es nicht die Insolvenzmasse vergrößert. Also bleibt nur der Erwerber.

Das ist aus Sicht von Easyjet und der anderen Bewerber eine interessante Situation. Wie weit kann man den Kaufpreis drücken. Geht man großzügig davon aus, dass die Einstellung des Betriebs auf eigene Rechnung keine Betriebseinstellung ist bleiben die Slots von Air Berlin solange gültig, wie man die 80% Marke nicht unterschritten hat. Im Winterflugplan 17/18 sind das 30 Tage [um den 01.12.2017]. Hofft man, dass niemand ein werthaltiges Angebot abgibt um die Slots anschließend ohne Ballast zu nehmen. 

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Angenommen die Slots fallen dann um den 1.12. (dann sind 20% des WFP um?)  auf den freien Markt zurück, dann gehen die Gläubiger und somit auch der Bund nahezu leer aus, oder? Das sind ja die letzten Assets der AB. Aber zumindest kartellrechtlich sollte das doch für die EW egal sein, ob nun U2 die Slots kauft oder einige andere Airlines...

Für mich schwirren jetzt zu viele Daten hier rum. Also nochmal zum Verständnis:

Die nächsten Tage kauft die LH für EW die LGW und Niki, übernimmt damit aber auch die Buchungen bei diesen Airlines und fliegt die bisherigen Strecken der beiden Airlines den WFP im eigenen Namen fort. Weitere Plätze auf diesen Streckenkann man von dem Zeitpunkt an bei EW buchen. AB (gehört den Gläubigern) fliegt den Wet-Lease noch den WFP für EW zu Ende. Ab dem SFP gibt es dann einen (Betriebs-)Übergang der Slots aus dem AB-AOC an LGW, Niki, EW(E/D) oder 4U und die füllen dann die jeweiligen Slots?

Fraglich ist nur noch, ob man dann nur Slots transferieren kann oder ob man das Personal zu den AB-Konditionen mitübernehmen MUSS oder ob man dies zu eigenen Bedingungen bei E2 (25 A320) oder LGW (13 A320) einstellen kann, wobei diese Flugzeuge einfach von dem jetztigen AB Wet-Lease entsprechend rüberwandern, gehören sie ja bereits der LH? Aber mit den Wet-Leases allein hätte die EW als ganzes die bisherige Größe, während das Wachstum dann 20 Q400 bei LGW und ca. 20 A320 bei Niki entspricht (plus evtl. den paar reaktivierten A320 bei 4U sowie organischem Wachstum bei E2 und der Langstrecke)?!

Und wie kann nun eigentlich das Kartellamt tätig werden: Könnte es den Kauf eines der beiden AOCs verbieten oder geht der Kauf der beiden AOCs auf jeden Fall klar, nur könnte es im April oder so heißen: So, ihr habt zu viel Marktmacht, gebt mal x% der Slots wieder ab...? Wenn ja: Schreibt dann das Bundeskartellamt (oder das europ. Pendant) vor welche Slots abgegeben werden müssen oder kann sich die LH überlegen welche Slots man genau nicht mehr benötigt?

bearbeitet von d@ni!3l

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Da Niki in Österreich beheimatet ist muss die EU-Kartellbehörde mit einbezogen werden. Das Bundeskartellamt darf hier nach meiner Einschätzung den Kauf des Niki AOCs nicht verbieten.

Die Slots werden abgegeben werden müssen. Aber welche Slots das sein müssen eigentlich spielt keine Rolle. Es wird ein gewisser Prozentsatz an Slots an den Slotkoordinator hergegeben , wenn Easyjet nicht kauft/möchte. Nur so kann ein Monopol erstmal verhindert werden.

p.S. Die Slots der AB werden nutzlos, da diese sofort zum Koordinator fallen.

Nur die LGW Slots bzw. Niki Slots können noch gerettet werden, indem man mit LGW-Code fliegt und EW als Codeshare draufsetzt. Eine Verschiebung der Slots in die Töchter wird unwahrscheinlicher, den EW könnte diese auch nicht nutzen ohne die Flugzeuge und erstmal ohne Personal.

Lest euch mal dazu die Meinung von ChB bzw. Christoph Brützel durch unter diesem Artikel: http://www.airliners.de/air-berlin-verhandlungen-easyjet/42537#disqus_thread

bearbeitet von chris_flyer

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Die Slots für die Wetleases sind übrigens bei LH, also ist man dort diesbezüglich sicher. Man übernimmt LGW, weil sie Monopolstrecken fliegen und es daher wettbewerbsrechtlich leichter ist durchzubekommen. 

Interessant wird sein, was AB noch fliegen wird. Die wetleases für EW, evtl für Niki (wenn die 737 an X3 zurückgehen). Käme ja ca. auch mit der Masse hin, die Nachher insgesamt übernommen werden soll.

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vor 7 Stunden schrieb Blablupp:

 

Die Slots für die Wetleases sind übrigens bei LH,

 

Wie hat man die denn dahin bekommen? 

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Oh, danke. Peu à peu lernt man hier dazu. Also war der Wet-Lease aus Kapazitäts- und nicht aus Slot-Gründen? Dann hat man ja auch keine Probleme die AB Piloten OHNE Betriebsübergang zur E2 zu bekommen. 

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Für mich noch folgende Fragen offen:

  1. Wenn LH die Flugzeuge schon übernommen hat (eigene Leasingvertäge), die AB dann ab Nov. für EW im wetlease fliegen soll, dann müssten diese Flugzeug doch zunächst mal wieder an AB vermietet werden. AB Crews können die LH Maschinen ja nicht ohne supervision fliegen. Oder?
     
  2. Wie ist das Darlehn (E150 Mio) der KfW abgesichert, oder ist das jetzt auch in der Insolvenzmasse?
     
  3. Sollte es so kommen, daß das Kartellamt nicht zuläßt, daß alle Slots von LH übernommen werden dürfen, dann wird sicher nicht nur ein Prozentsatz festgelegt. Wie damals als LH die Eurowings übernommen hat, wurden explizit Strecken benannt, die abgegeben werden mussten.

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Zu 3:

Aber Strecken können doch nicht durch das Kartellamt blockiert/ erlaubt werden.

Ein Zemwang bestimmte Strecken zu fliegen für Neulinge gibt’s auch nicht.

Es geht ja nicht PSO Strecken.

Was ist ,wenn Ryanair oder Easyjet gar nicht wollen, weil sie da kein Geld verdienen werden ?  

Da kann doch das Kartellamt nicht herkommen und verbieten, diese Strecken zu fliegen.

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vor 9 Minuten schrieb chris_flyer:

Zu 3:

Aber Strecken können doch nicht durch das Kartellamt blockiert/ erlaubt werden.

Ein Zemwang bestimmte Strecken zu fliegen für Neulinge gibt’s auch nicht.

Es geht ja nicht PSO Strecken.

Was ist ,wenn Ryanair oder Easyjet gar nicht wollen, weil sie da kein Geld verdienen werden ?  

Da kann doch das Kartellamt nicht herkommen und verbieten, diese Strecken zu fliegen.

Ich war bei dem Übergang Eurowings zu LH vom Kartellamt zu einem Gespräch geladen. Es wurden definitiv innerdeutsche Strecken z.B. STR oder TLX benannt, die LH (an EAE) abgeben musste

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On 10/9/2017 at 12:57 PM, snooper said:

Ähm.. Rechtsbeuger? Bitte mal erläutern, welches Recht von wem gebeugt wurde..? Danke!

Auch wenn es nicht in den Air Berlin Strang passt, eine kurze Anmerkung:

Ryanair (vertreten durch MOL) hat doch in der jüngsten Vergangenheit durch Gerichtsbeschlüsse (Gerichtsstände) und Ermahnung von Regierung Irland (Urlaub und Freizeit) und Aufsicht CAA (Entschädigung bei Flugstreichungen) ein paar Hinweise dazu erhalten.

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vor 2 Stunden schrieb Hubi206:

Ich war bei dem Übergang Eurowings zu LH vom Kartellamt zu einem Gespräch geladen. Es wurden definitiv innerdeutsche Strecken z.B. STR oder TLX benannt, die LH (an EAE) abgeben musste

Was ist denn jetzt EAE schon wider für ne Abkürzung?

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Also wenn ich die letzten Meldungen (aero, bild, etc.) richtig interpretiere, dann sieht es künftig so aus:

 

Den bestehenden Wet Lease für EW fliegt ab 1.11. LGW mit 17 Dash (+ 3 Reserve) und 13 A320 (Personal von AB?)

Die alten Wet Lease Flugzeuge, die ja bereits LH gehören, 25 an der Zahl, gehen zu EWE und werden mit neu eingestellten Personal beredert.

Dazu kommt Niki mit 21 x A321 (4-5 wohl von Belair).

Zu Tuifly kein Wort. auch nicht zum Rest.

 

Somit ergibt sich wenn man nur LH sieht folgendes Bild:

Alle LGW Mitarbeiter bleiben in lohn und Brot, ebenfalls die bei Niki.

Von den jetzigen AB Mitarbeitern werden kurzfristig Crews für nur 13 Flieger benötigt, die 13 A320 bei LGW.

 

Die restlichen AB Mitarbeiter können sich bei EWE bewerben, um zukünftig auf die 25 Flieger zu kommen.

 

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So hatte ich es ursprünglich auch verstanden, zuletzt hieß es aber der Wet-Lease bliebe wie er ist: Vom AB AOC geflogen mit den Maschinen und Piloten wie gehabt. Die Änderungen, dass LGW + E2 übernimmt wären erst zum nächsten SPF, so wie ich verstanden hab ?!

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So schnell kann man auch keine 25 A320 berredern. Alleine die Personalauswahl dürfte sich über Monate hin ziehen, auch wenn es beschleunigt wird.

Das AB AOC wird zunächst für den Winter 2017/18 für EW benötigt. Daher kommt es auch beim Flugbetrieb noch nicht zu Kündigungen.

 

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vor 10 Minuten schrieb chris_flyer:

Daher kommt es auch beim Flugbetrieb noch nicht zu Kündigungen.

Sicher?  Schließlich braucht man ja nur Piloten für die 38 Wet-Lease Maschinen wie bisher. Wie schaut es mit denen aus, die bisher im Namen von AB unterwegs waren? Das war ja die Mehrheit..

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vor einer Stunde schrieb pop77:

 

 

Den bestehenden Wet Lease für EW fliegt ab 1.11. LGW mit 17 Dash (+ 3 Reserve) und 13 A320 (Personal von AB?)

 

 

Dann müsste LGW bis zum 1.11. das AOC für A320 erweitern und dafür Personal einstellen. Das schein mir unrealistisch

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Skyliner meldet dass ABFH und FK neu ins bulgarische Register gewechselt sind.

 

Sind die beiden vorzeitig an den Leasinggeber zurück gegangen?  

 

 

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vor einer Stunde schrieb 757:

Skyliner meldet dass ABFH und FK neu ins bulgarische Register gewechselt sind.

 

Sind die beiden vorzeitig an den Leasinggeber zurück gegangen?  

 

 

Gibt es da nicht die Germania, die ein AOC in Bulgarien jetzt hat ?

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vor 3 Stunden schrieb Ritter Trenk:

So ging´s am 10. Oktober zu und so wirds auch am 13.Oktober zugehen:

http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/air-berlin-die-jobboerse-der-hoffnung-28563292

Möglich, wobei die Jobangebote von Eurowings nicht mal für die meisten Bodenmitarbeiter interessant sind, fürs fliegende sind sie eh komplett uninteressant.

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