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VS007

Airberlin: Massenkrankmeldungen von Piloten / Flugbetrieb stark beeinträchtig

Empfohlene Beiträge

vor 23 Stunden schrieb elmofo:

 

 

-Wer jahrelang Geld gescheffelt hat , hat kein Anrecht darauf um seine Existenz zu fürchten.

GuterMann und mega sympathisch @Mathi

 

Naja für mich ist es schon ein Unterschied, ob einem einfachen Arbeiter, der mit seinem Gehalt gerade so die Familie ernähren kann der Arbeitsplatzverlust droht, der dann in Harz IV fällt o.ä., (das sind Existenzängste), oder jemandem, der gut ausgebildet ist, und jahrelang so hohe Summen verdient hat, dass er, wenn er halbwegs verantwortlich gewirtschaftet hat, problemlos längere Zeit überbrücken können sollte, mit seinen Flugstunden aber auch schnell wieder einen Job findet, von dem er sehr gut leben kann, selbst wenn das Gehalt geringer sein sollte als vorher. Leute die Verdienste wie auf der AB Langstrecke hatten, denen droht doch nicht der Existenzverlust, höchstens ein leicht sinkender Lebensstandard, der ärgerlich ist, aber sicher nicht zu so massivem psychischen Druck führt, dass man kein Flugzeug mehr fliegen kann. 

bearbeitet von Mathi

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Keine Garantie, man optimiert bei EW über die ganze Flotte. Die Lage scheint sich aber deutlich beruhigt zu haben, wenn man sich so anguckt, was gestrichen wird.

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vor einer Stunde schrieb Lufticus:

Was bin ich dankbar für die Anmerkung opb 4U auf meinem Flugschein morgen…

Genau das Gleiche habe ich mir gestern auch gedacht. 

Wo ich nicht hinterherkomme: Ohne die Bundeszusage des Übergangskredits wäre Air Berlin schon lange gegroundet, alle Piloten seit Mitte August arbeitssuchend und diese müssten sich zwangsläufig um einen ganz neuen Job kümmern. Kein Personaler würde es dabei interessieren, welches Gehalt in welcher Seniorität der einzelne Pilot bis Mitte August bekommen hat, im Gegenteil, sie stünden alle in einer knallharten Wettbewerbssituation, wo ausschließlich die Mindestanforderungen zählen. Was genau ist daran so erstrebenswert, dass mit dem aktuellen Verhalten das Grounding mit genau diesen Folgen nun regelrecht eingefordert wird?

bearbeitet von linie32

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Mal eine kleine Überlegung meinerseits: Werden Piloten eigentlich mit größerer Seniorität besser?  Meinem Verständnis nach steigen die Gehaltsstufen bei Piloten, um diese mit einer kontinuierlichen Gehaltssteigerung zu halten, damit Wechsel unattraktiv sind und der Schulungsaufwand gering bleibt. Also soll das System der treue zu der Airline dienen. 

Wenn jetzt aber ehemaliges AB Personal zu EW käme (wonach ja einiges aussieht, siehe Stellenausschreibungen - ich gehe zZt davon aus, dass EW selbst wachsen will und man nicht noch ein "op by XXX" geben soll), müsste dies dort nicht gehalten werden. Im Gegenteil: Ist es nicht unfair für EW FOs, die kurz vor der Beförderung zum CPT stehen, wenn nun ex AB Personal kommt und diese CPT Stellen einnimmt? Auch steigen externe Kapitäne dort idR bisher immer bei null ein - das System der Seniorität basiert doch auf Firmentreue / Dauer der Zugehörigkeit. Nun aber soll das bei ex AB Personal anders sein?

Also: Auch wenn ich die AB Piloten verstehe, dass man selbstverständlich ungern was abgibt, so ist das nunmal eigentlich der normale Fall, dass man das nimmt was man woanders bekommt, wenn der eigene AG pleite geht (selbst, wenn man nichts dazu kann). Ich finde EW kommt einem da schon entgegen, dass man nicht bei null anfangen soll. Man darf ja nicht vergessen: Wenn EW nur ca. 1/3 der AB (inkl. Niki) will, reicht es ihnen, wenn ein drittel der Piloten diese Konditionen annehmen - wenn ehemaliges LGW Personal umgeschult würde sogar noch weniger... Wenn die älteren (teureren) nicht wollen, dann ginge es auch ohne sie. Nur halt dann nicht mehr unbedingt in Deutschland, und ich weiß nicht, ob mir persönlich der Sandkasten x-Tausend pro Jahr mehr wert wäre...

Kleiner Nachtrag: Geht es eigentlich wirklich ums Gehalt oder interpretieren wir (als Forum) da zu viel rein und geht es einfach nur darum, dass man gar nicht weiß wie es weitergehen soll? Der offene Brief zuvor las sich so...

bearbeitet von d@ni!3l

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vor 58 Minuten schrieb Mathi:

Naja für mich ist es schon ein Unterschied, ob einem einfachen Arbeiter, der mit seinem Gehalt gerade so die Familie ernähren kann der Arbeitsplatzverlust droht, der dann in Harz IV fällt o.ä., (das sind Existenzängste), oder jemandem, der gut ausgebildet ist, und jahrelang so hohe Summen verdient hat, dass er, wenn er halbwegs verantwortlich gewirtschaftet hat, problemlos längere Zeit überbrücken können sollte, mit seinen Flugstunden aber auch schnell wieder einen Job findet, von dem er sehr gut leben kann, selbst wenn das Gehalt geringer sein sollte als vorher. Leute die Verdienste wie auf der AB Langstrecke hatten, denen droht doch nicht der Existenzverlust, höchstens ein leicht sinkender Lebensstandard, der ärgerlich ist, aber sicher nicht zu so massivem psychischen Druck führt, dass man kein Flugzeug mehr fliegen kann. 

Sehe ich leicht anders. Juristisch gibt es keinen Unterschied solange jemand als Angestellter ohne Führungsaufgaben arbeitet, und das betrifft alle Piloten bis auf diejenigen die nebenher einen Managementjob mit Personalverantwortung wahrnehmen. Und sich ein Urteil über das Leben und dessen Entscheidungen anzumaßen ist schon schwierig. Und ja, auch ein Pilot fällt auf Harz IV zurück wenn er nicht rechtzeitig einen Job findet. Nur das die Einkommenslücke dann natürlich größer ist und die Änderung des Lebensstandards auch.

Tatsächlich ist es so das natürlich mit steigendem Einkommen auch der Lebensstandard steigt und das bedingt natürlich auch höhere Ausgaben. Und die bleiben auch erst mal bestehen wenn man seinen Job verliert. Klar, man hat u.U. auch mehr um es zurück zu legen und vorzusorgen, aber das liegt wieder in den individuellen Lebensumständen. Und längst nicht jeder wird so schnell einen Job finden. So sind Jobs in Asien primär für Kapitäne verfügbar, nicht für FOs. Jobs in den UAE oder Qatar erlauben es nicht ein Leben in Deutschland aufrecht zu erhalten, was gerade mit Familie ein echtes Problem ist. Insofern sind Existenzängste durchaus real und ernst zu nehmen.

vor 4 Minuten schrieb linie32:

Genau das Gleiche habe ich mir gestern auch gedacht. 

Wo ich nicht hinterherkomme: Ohne die Bundeszusage des Übergangskredits wären Air Berlin schon lange gegroundet, alle Piloten seit Mitte August arbeitssuchend und diese müssten sich zwangsläufig um einen ganz neuen Job kümmern. Kein Personaler würde es dabei interessieren, welches Gehalt in welcher Seniorität der einzelne Pilot bis Mitte August bekommen hat, im Gegenteil, sie stünden alle in einer knallharten Wettbewerbssituation, wo ausschließlich die Mindestanforderungen zählen. Was genau ist daran so erstrebenswert, dass mit dem aktuellen Verhalten das Grounding mit genau diesen Folgen nun regelrecht eingefordert wird?

Das ist richtig wenn niemand Interesse an den Slots hat. Da Slots verfallen wenn sie nicht mindestens 80% einer Flugplanperiode geflogen werden, und Air Berlin ist durch das Chaos im ersten halben Jahr da schon oft dran, fallen zurück in den Topf und werden vergeben, bevorzugt an neue Mitspieler im jeweiligen Markt um die Wettbewerbssituation zu verbessern. Da offensichtlich massives Interesse an diesen Slots besteht, kann man nicht nur die Firma sondern auch die Interessenten an diesen Slots unter Druck setzen indem man nicht fliegt. Mir persönlich wäre dazu ein organisierter Streik lieber als eine wilde Aktion. Das Interesse an den Slots besteht ja gerade um neue Bewerber raus zu halten, insbesondere Ryanair aber auch Norwegian und Wizzair.

 

vor 7 Minuten schrieb d@ni!3l:

Mal eine kleine Überlegung meinerseits: Werden Piloten eigentlich mit größerer Seniorität besser?  Meinem Verständnis nach steigen die Gehaltsstufen bei Piloten, um diese mit einer kontinuierlichen Gehaltssteigerung zu halten, damit Wechsel unattraktiv sind und der Schulungsaufwand gering bleibt. Also soll das System der treue zu der Airline dienen. 

Wenn jetzt aber ehemaliges AB Personal zu EW käme (wonach ja einiges aussieht, siehe Stellenausschrebungen - ich gehe zZt davon aus, dass EW selbst wachsen will und man nicht noch ein "op by XXX" gebel soll), müsste dies dort nicht gehalten werden. Im Gegenteil: Ist es nicht unfair für EW FOs, die kurz vor der Beförderung zum CPT stehen, wenn nun ex AB Personal kommt und diese CPT Stellen einnimmt? Auch steigen externe Kapitäne dort idR bisher immer bei null ein - das System der Seniorität basiert doch auf Firmentreue / Dauer der Zugehörigkeit. Nun aber soll das bei ex AB Personal anders sein?

Erfahrung ist in der Tat auch ein Wert der in der Seniorität berücksichtigt wird. Aber natürlich ist Seniorität ein Steuerungsinstrument das sowohl Airlines als auch Piloten passt. Zum einen wird damit eine geordnete Beförderungspolitik sichergestellt die ohne Nasenfaktor auskommt, zum anderen stellt es sicher das sich teure Schulungsmaßnahmen für einen Arbeitgeber auch lohnen weil man das über längere Zeit wieder rein bekommt, in Deutschland ist ein Bonding über mehr als 12 Monate rechtlich problematisch, und bei selten geflogenen Mustern wie der Dash sogar fast unmöglich.

EW sieht im Augenblick überhaupt keine Einstellung von Kapitänen vor, kann aber selber natürlich auch nicht in der notwendigen kurzen Zeit (siehe wieder die Slots) eigene Kapitäne schulen. Selbst ein Change of Operator Kurs geht realistischerweise nicht da der mindestens eine Woche pro Person braucht. Darum wurde ja auch bei EW zu entsprechenden Verhandlungen aufgerufen, die gleichzeitig aus Sicht der Piloten eine Anhebung des Gehaltsniveaus von Regional auf Jet-Betrieb (das bisher nicht erfolgt ist) umfassen soll, Maßstab ist meines Wissens dabei sowohl AB als auch Easyjet, die noch mal deutlich besser als AB bezahlen. Bei Einflottung eines 24. Airbusses können die derzeitigen Tarifverträge aufgrund einer Sonderkündigungsklausel mit sofortiger Wirkung gekündigt werden und man ist nicht mehr in der Friedenspflicht. In der VC sind die Tarifkommissionen zwar unabhängig und nur für die Piloten im jeweiligen Unternehmen zuständig und aus diesen auch gewählt, aber man arbeitet natürlich trotzdem eng zusammen, so auch in diesem Fall. Die Erfahrung die man bei AB mit der Integration anderer Flugbetriebe gemacht, immerhin wurden aus drei Airlines eine, wird man zu nutzen wissen.

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vor 2 Minuten schrieb Dummi:

EW sieht im Augenblick überhaupt keine Einstellung von Kapitänen vor,

Ich hab gestern noch Stellenausschreibungen für Kapitäne gesehen. Bei EW D und EWE ;-).

 

vor 3 Minuten schrieb Dummi:

Darum wurde ja auch bei EW zu entsprechenden Verhandlungen aufgerufen, die gleichzeitig aus Sicht der Piloten eine Anhebung des Gehaltsniveaus von Regional auf Jet-Betrieb (das bisher nicht erfolgt ist) umfassen soll, Maßstab ist meines Wissens dabei sowohl AB als auch Easyjet, die noch mal deutlich besser als AB bezahlen. Bei Einflottung eines 24. Airbusses können die derzeitigen Tarifverträge aufgrund einer Sonderkündigungsklausel mit sofortiger Wirkung gekündigt werden und man ist nicht mehr in der Friedenspflicht. I

Klingt ein wenig als würdest du auch davon ausgehen, dass EW D wächst und es kein weiteres EW op. by irgendeinem AB Nachfolger / Tochter geben wird ?

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Ja, bei EWE gibt es keine Tarifverträge, da kann der Arbeitgeber machen was er will. Bei EWG gibt es Tarifverträge die das ausschließen. Was nach außen veröffentlicht wird an Ausschreibungen muss daher nicht immer zu einer Stelle führen.

Oder auch, man versucht mal Interesse abzufischen und gleichzeitig einen leichten Druck aufzubauen.

bearbeitet von Dummi

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vor 14 Stunden schrieb Dummi:

Ja, bei EWE gibt es keine Tarifverträge, da kann der Arbeitgeber machen was er will. Bei EWG gibt es Tarifverträge die das ausschließen. Was nach außen veröffentlicht wird an Ausschreibungen muss daher nicht immer zu einer Stelle führen.

Oder auch, man versucht mal Interesse abzufischen und gleichzeitig einen leichten Druck aufzubauen.

Die Tarifverträge schliessen aber auch aus, dass eine Expansion so gut wie unmöglich ist. 

Da muss ich doch meinen Bäckermeister fragen, der im Nachbarort eine Filiale eröffnen will, ob er das go seiner Mitarbeiter erhalten hat.

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vor 53 Minuten schrieb gerri:

Die Tarifverträge schliessen aber auch aus, dass eine Expansion so gut wie unmöglich ist. 

Ich glaube da hast Du dich mit der doppelten Verneinung vertan. Ich nehme mal an das Du meintest: "Die Tarifverträge schließen aber auch aus, das eine Expansion möglich ist."

Grundsätzlich erst mal nicht, man hat genügend FOs die man intern zu Kapitänen ausbilden kann für eine normale Expansion. Das ganze ist im Sinne der üblichen Tarifsysteme bei Airlines die über Seniorität Quereinsteiger ausschließen und interne Beförderung erzwingen. Das ist weltweit bei tariflich organisierten Airlines üblich, in Zeiten explosiven Wachstums kann und muss davon abgewichen werden.

Aber in der Tat war eine Expansion bei EWG nicht angedacht und geplant. Bis zur letzten Tarifeinigung im KTV durfte EWG nicht weiter wachsen, man war festgeschrieben auf eine maximale Anzahl an Flugzeugen ansonsten hätte dort der KTV gelten müssen. Mit der Umflottung auf A320 hat man sehr langfristige Tarifverträge, immer noch auf Niveau eines Regionalcarriers, abgeschlossen, die ein Sonderkündigungsrecht enthalten für den Fall das mehr als 23 Flugzeuge der A320 Familie (oder ähnlich/größer) betrieben werden sollen. In dem Fall wäre man sofort aus der Friedenspflicht und kann Segment-Typische Bedingungen verhandeln und erstreiken.

Das ganze war auch durchaus im Sinne der Geschäftsleitungen bei LH und EW. Denn gewachsen werden sollte nicht in Deutschland sondern in Österreich, ohne Tarifverträge und deutsches Arbeits- und Sozialrecht. Leider hatte man sich massiv verschätzt und das Interesse, insbesondere erfahrener Piloten, war sehr viel geringer als notwendig. Bis heute arbeitet bei EWE kein Kapitän nach den veröffentlichten Gehaltstabellen sondern in jedem Fall sehr viel besser bezahlt. Selbst nach der notwendig gewordenen Gehaltserhöhung um ca. 35% bei EWE findet man nicht genügend Interessen. Das betrifft nicht die Einstellung von unerfahrenen FOs, dafür findet man immer genug. Es betrifft die Einstellung von erfahrenen FOs zum Upgrade und von Kapitänen. 

Übrigens wurde da bei AB etwas aufgebauscht, das gar nicht so besonders war. Auch gestern war die Pünktlichkeit (und ja, da fallen ausgefallene Flüge mit rein) mit 62% komplett im Rahmen dessen was auch in den Tagen vor dem angeblichen Sick Out so passierte. Da wir im Intranet eine detaillierte Krankenstatistik haben konnte man durchaus nachvollziehen um wieviel höher die Krankmeldungen waren, und das war in der normalen Schwankungsbreite. Bei CPTs war sie ungefähr 8% höher als im langfristigen Durchschnitt, bei FOs ca. 5%. Die tägliche Schwankungsbreite um den Durchschnitt beträgt ca. 10 bis 15%. Bedenken sollte man dabei auch das derzeit wieder vermehrt Erkältungen auftreten, und Erkältungen führen fast immer zur sofortigen Fluguntauglichkeit da das Risiko eines Barotraumas sehr hoch ist das einen sofortigen und kompletten Ausfall des Besatzungsmitglieds (sowie Berufsuntauglichkeit) nach sich zieht.

bearbeitet von Dummi

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Nachdem man die Macht des Insolvenzverwalters verstanden hat und das Wetter auch wieder viel besser ist als vorgestern, hat die akute Erkältungsgefahr zum Glück wieder rapide abgenommen, gerade in den extrem gefährlichen Flughafengängen zwischen Briefing Raum und Flugzeug... Und nicht vergessen, während des Fluges die Fenster geschlossen halten, Zugluft und Co.

Wahrscheinlich haben das die Presse und die gestrandeten Passagiere wieder nur falsch oder verkürzt publiziert. Aber Glückwunsch zum Zurückrudern, es war also die Angst vor dem Barotrauma. Gestern hieß das noch Existenzangst.

Und toll zu erfahren, dass das Air Berlin Intranet die Krankenstandsraten in Echtzeit publizieren kann, aber gleichzeitig Crew Control nicht mehr arbeitet oder erreichbar ist. Der Laden ist definitiv endgültig zur Auflösung oder Zerschlagung bereit, bevor Schlimmeres passiert.

bearbeitet von medion

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vor 1 Stunde schrieb Dummi:

Ich glaube da hast Du dich mit der doppelten Verneinung vertan. Ich nehme mal an das Du meintest: "Die Tarifverträge schließen aber auch aus, das eine Expansion möglich ist."

Grundsätzlich erst mal nicht, man hat genügend FOs die man intern zu Kapitänen ausbilden kann für eine normale Expansion. Das ganze ist im Sinne der üblichen Tarifsysteme bei Airlines die über Seniorität Quereinsteiger ausschließen und interne Beförderung erzwingen. Das ist weltweit bei tariflich organisierten Airlines üblich, in Zeiten explosiven Wachstums kann und muss davon abgewichen werden.

Aber in der Tat war eine Expansion bei EWG nicht angedacht und geplant. Bis zur letzten Tarifeinigung im KTV durfte EWG nicht weiter wachsen, man war festgeschrieben auf eine maximale Anzahl an Flugzeugen ansonsten hätte dort der KTV gelten müssen. Mit der Umflottung auf A320 hat man sehr langfristige Tarifverträge, immer noch auf Niveau eines Regionalcarriers, abgeschlossen, die ein Sonderkündigungsrecht enthalten für den Fall das mehr als 23 Flugzeuge der A320 Familie (oder ähnlich/größer) betrieben werden sollen. In dem Fall wäre man sofort aus der Friedenspflicht und kann Segment-Typische Bedingungen verhandeln und erstreiken.

Das ganze war auch durchaus im Sinne der Geschäftsleitungen bei LH und EW. Denn gewachsen werden sollte nicht in Deutschland sondern in Österreich, ohne Tarifverträge und deutsches Arbeits- und Sozialrecht. Leider hatte man sich massiv verschätzt und das Interesse, insbesondere erfahrener Piloten, war sehr viel geringer als notwendig. Bis heute arbeitet bei EWE kein Kapitän nach den veröffentlichten Gehaltstabellen sondern in jedem Fall sehr viel besser bezahlt. Selbst nach der notwendig gewordenen Gehaltserhöhung um ca. 35% bei EWE findet man nicht genügend Interessen. Das betrifft nicht die Einstellung von unerfahrenen FOs, dafür findet man immer genug. Es betrifft die Einstellung von erfahrenen FOs zum Upgrade und von Kapitänen. 

Übrigens wurde da bei AB etwas aufgebauscht, das gar nicht so besonders war. Auch gestern war die Pünktlichkeit (und ja, da fallen ausgefallene Flüge mit rein) mit 62% komplett im Rahmen dessen was auch in den Tagen vor dem angeblichen Sick Out so passierte. Da wir im Intranet eine detaillierte Krankenstatistik haben konnte man durchaus nachvollziehen um wieviel höher die Krankmeldungen waren, und das war in der normalen Schwankungsbreite. Bei CPTs war sie ungefähr 8% höher als im langfristigen Durchschnitt, bei FOs ca. 5%. Die tägliche Schwankungsbreite um den Durchschnitt beträgt ca. 10 bis 15%. Bedenken sollte man dabei auch das derzeit wieder vermehrt Erkältungen auftreten, und Erkältungen führen fast immer zur sofortigen Fluguntauglichkeit da das Risiko eines Barotraumas sehr hoch ist das einen sofortigen und kompletten Ausfall des Besatzungsmitglieds (sowie Berufsuntauglichkeit) nach sich zieht.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10154897455176526&id=268611646525

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Es gab eine erhöhte Krankenquote, aber eben im normalen Rahmen dessen was man bei AB so gewohnt ist. Es gab und gibt außerdem seit Anfang September das Problem das ein Flugprogramm geflogen werden soll für das man 150 Piloten mehr benötigt als da sind. Die Einstellungen und Schulungen dazu (und das Problem zieht sich seit Anfang des Jahres durch) wurden mangels Kapazität schlicht nicht geschafft. 

Interessanterweise wurden aber auch Flüge gestrichen wo die Crew an Bord war und bereit zu arbeiten, und zwar nicht wenige, gestern mindestens 30. Warum, das hat keiner erklärt, die Entscheidung kam vorbei an der zuständigen Stelle direkt aus der Geschäftsleitung.

Und ja, es gab wohl auch einen Aufruf sich krank zu melden. Dem sind aber nur sehr wenige nachgekommen. Was zu größeren Problemen führt ist aber die nachlassende Bereitschaft aus der Ruhezeit heraus zu fliegen, also an seinen freien Tagen oder im Urlaub. Zwar werden dafür nach wie vor Summen von mindestens 500€ Netto versprochen, aber es gibt keine Garantie das das Geld kommt und langsam greift das eben auch nicht mehr.

Auch das ist kein neues Vorgehen, AB arbeitet das ganze Jahr mit einer weit im Voraus bekannten viel zu dünnen Personaldecke. Wenn man dann, um der Firma zu helfen und etwas mehr zu verdienen, seit Monaten nicht mal mehr mal die nach Gesetz erforderlichen Ortstage bekommen hat kann es halt zu Desillusionierung und erhöhter Krankenquote kommen, ganz unabhängig von irgendeinem Aufruf. Nur zur Verdeutlichung: Es wurden und werden ständig frei Tage und Urlaub abgekauft, zum Teil unter das gesetzliche Minimum. Dafür wurden Summen bis knapp unter 10.000€ Netto pro Flug gezahlt. Auch in der Kabine (bei niedrigeren Summen) gab es dieses Vorgehen, dort hat man es aber inzwischen eingestellt da es einfacher möglich war die notwendige Anzahl an neuen Flugbegleitern zu schulen. Piloten kann man eben nicht mal so einfach backen. Und ja, die Kollegen die diese Angebote angenommen haben werden wohl etwas geringere Existenzängste haben.

Piloten sind halt wohlfeile Sündenböcke, und dumme Aufrufe liefern dann gerne eine simple Erklärung für völlig andere Vorgänge.

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Wäre AB am 15.8.17 gegroundet worden, hätte es diesen Vorfall (gabs da nicht bei EW so vor einem Jahr oder länger so was ähnliches..?) überhaupt nicht gegeben! Die Piloten hätten sich nicht krank melden sollen, sondern sofort fristlos kündigen und sich nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen! Gehaltseinbussen müssen sie in neuer Anstellung eh hinnehmen, also was solls?

Der Steuerzahler hätte 150 Mio gespart und die Mitarbeiter der AB Kabine und Piloten hätten sich schon vor 4 Wochen nach einem neuen Joib umgesehen! Bin immer noch fest überzeugt, dass dieses ganze SelbstregelungsInsolvenz nur dem Ziel dient, AB für Lufthansa aufzuhübschen und Gläubiger mit nahezu Null abzufinden, weil LH nur den restlichen Rahm will. Kann ich ja verstehen, aber dann bitte keine bevorzugte Leichenfledderei und eine ordentliche Insolvenz!

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vor einer Stunde schrieb Dummi:

Es gab eine erhöhte Krankenquote, aber eben im normalen Rahmen dessen was man bei AB so gewohnt ist.

Hoffentlich lesen das jetzt nicht potentielle Kaufinteressenten...

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@Dummi: Mein Fehler, doppelte Verneinung = Bejahung (Vor 65 Jahren mal gelernt). Trotz Allem: Je mehr Aufhebens die Piloten über sich selbst machen, alles mit Neidgesellschaft abtun, sich selbst beweihräuchern, muss man sich nicht wundern, wenn eine Aggression aufkommt, die sie zum Teil selbst mitverschuldet haben. Den post von Hopper001 davor sollten sich die Herren mal zu Gemüte führen, insbesondere den letzten Satz.

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vor 3 Stunden schrieb Hopper001:

Boah, ich kann das nicht mehr hören.ja, alle Piloten sind Sahnestücke, ohne euch geht nichts. Ich bin so froh euch kennen zu dürfen.

Warum sollte man sich den so etwas zu Gemüte führen? Und was trägt ein Postilion Artikel zur Diskussion bei? Irgendwie  gar nichts, oder?!

Dummi auf der anderen Seite, nimmt sich Zeit und bemüht sich hier Einblicke zu geben bzw. Ereignisse zu erklären und das ziemlich rational und alles andere als  "beweihräuchern" ! Damit sind seine Beiträge um einiges informativer als 80% der restlichen Posts. Wäre schade sollte ihm die Lust am diskutieren, dank solch ignoranter Posts ,vergehen! 

vor 5 Stunden schrieb medion:

...zum Glück wieder rapide abgenommen, gerade in den extrem gefährlichen Flughafengängen zwischen Briefing Raum und Flugzeug... Und nicht vergessen, während des Fluges die Fenster geschlossen halten, Zugluft und Co.

 

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Damit man mal aus der eigenen Wolke raus kommt? Der Postillion Artikel hat es doch ganz gut getroffen, wenn die Götter in Reihe Null auf einmal getroffen sind und die Gesundung grenzt ja fast an Wunder.

Genau das hat Herr Dummi ja auch verstanden und geschrieben. Da möchte ich auch weiterhin nicht auf weitere Kommentare verzichten.

Den Rest könnt Ihr Piloten in Eurem Darknet doch sowieso unter Euch ausmachen, wie schlecht es allen geht und wie ungerecht die Welt außerhalb von Düsseldorf ist...., vielleicht macht Achim ja bald auch wieder eine Party, Geld hat er ja jetzt wieder.

bearbeitet von medion

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vor 2 Stunden schrieb elmofo:

 

Warum sollte man sich den so etwas zu Gemüte führen? Und was trägt ein Postilion Artikel zur Diskussion bei? Irgendwie  gar nichts, oder?!

Dummi auf der anderen Seite, nimmt sich Zeit und bemüht sich hier Einblicke zu geben bzw. Ereignisse zu erklären und das ziemlich rational und alles andere als  "beweihräuchern" ! Damit sind seine Beiträge um einiges informativer als 80% der restlichen Posts. Wäre schade sollte ihm die Lust am diskutieren, dank solch ignoranter Posts ,vergehen! 

 

Wer hat denn gegen @Dummi gestänkert? Ja, er ist sehr bemüht und sachlich, habe als Luftfahrtinteressierter eine Menge an Wissen von ihm mitnehmen können, im Gegensatz von dir, der meistens nur Gewerkschaftsgequassel nachplappert, die ich eh nicht mehr zur Kenntnis nehme. Sorry, wenn du schon solche Geschütze auffährst, dann möchte ich mich diesbezüglich auch mal zu Wort melden.

Wenn dir so wenig an den posts der anderen user hier liegt, dann glaube ich wohl, dass du in einem Forum Gleichgesinnter besser aufgehoben bist, nur mit dem Nachteil, dass dort wegen der Meinungsgleichheit erst keine Diskussionen zustande kommen. Ich weis nicht, ob du es verstanden hast, was ich damit sagen wollte.

Auch wenn ich gelegentlich mit Dummi nicht immer auf der gleichen Wellenlänge lag, muss ich dann zwangsläufig ein Ignorant sein?

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Hier stänkern irgendwie die meisten immer gegen die Beschäftigten. Kaum ein Wort über die Chefs, die jeweils hochbezahlt und in der vollen Verantwortung AB in diese Lage gesteuert haben. Herr Spohr lässt mit 150 deutschen Steuermillionen seine EW by AB Ops in der Luft halten, während er zum Dank mit EWE versucht hiesiges Arbeits- und Tarifrecht zu umschiffen. O'Leary baut seinen Erfolg gerne auf das kostengünstige Nutzen steuersubventionierter Regionalflughäfen und Scheinselbständigkeiten auf. Ach ja, da ist ja noch der nette Herr Wöhrl, der z.B. die DBA für einen symbolischen Euro ersteht, um sie dann kurze Zeit später für den Freundschaftspreis von 120 Millionen an AB zu verschleudern. Hat gut geklappt, da hilft man doch gerne auch nochmal mit der LTU aus. Äh ich hab's vergessen, welche zwei von AB übernommenen Gesellschaften waren die größten Sargnägel ? Aber schon schlimm, wenn die Piloten nicht zur Stange halten oder auch anderes Personal keine Lust mehr hat. Echt, keine Moral mehr heute bei den Arbeitnehmern.

Nachdenkliche Grüße

bearbeitet von Patsche
fehlendes Wort

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vor einer Stunde schrieb gerri:

Wer hat denn gegen @Dummi gestänkert? Ja, er ist sehr bemüht und sachlich, habe als Luftfahrtinteressierter eine Menge an Wissen von ihm mitnehmen können, im Gegensatz von dir, der meistens nur Gewerkschaftsgequassel nachplappert, die ich eh nicht mehr zur Kenntnis nehme. Sorry, wenn du schon solche Geschütze auffährst, dann möchte ich mich diesbezüglich auch mal zu Wort melden.

Wenn dir so wenig an den posts der anderen user hier liegt, dann glaube ich wohl, dass du in einem Forum Gleichgesinnter besser aufgehoben bist, nur mit dem Nachteil, dass dort wegen der Meinungsgleichheit erst keine Diskussionen zustande kommen. Ich weis nicht, ob du es verstanden hast, was ich damit sagen wollte.

Auch wenn ich gelegentlich mit Dummi nicht immer auf der gleichen Wellenlänge lag, muss ich dann zwangsläufig ein Ignorant sein?

Gegen Dummi persönlich hat niemenad gestänkert, aber kannst du verstehen das Kommentare wie: 

 

Zitat

Boah, ich kann das nicht mehr hören.ja, alle Piloten sind Sahnestücke, ohne euch geht nichts. Ich bin so froh euch kennen zu dürfen.

Zitat

Je mehr Aufhebens die Piloten über sich selbst machen, alles mit Neidgesellschaft abtun, sich selbst beweihräuchern..

Zitat

Den Rest könnt Ihr Piloten in Eurem Darknet doch sowieso unter Euch ausmachen..

Zitat

..gerade in den extrem gefährlichen Flughafengängen zwischen Briefing Raum und Flugzeug... Und nicht vergessen, während des Fluges die Fenster geschlossen halten, Zugluft und Co.

(nur auf dieser Seite des Threads)  in die Richtung stänkern gehen?!

Wie kommst du darauf, dass ich die Posts anderer User nicht würdige? Weil ich sie kritisiere? Setze ich mich nicht gerade für einen anderen User ein?!

Du wirfst mir vor andere Meinungen nicht zu schätzen. Schlägst mir vor mir ein anderes Forum zu suchen, aber schreibst  einen Satz später, dass du meine Posts ignorierst. Es handele sich schließlich um „Gewerkschafsgequassel“. Du tust also genau das, was du mir vorwirfst. Siehst du da die Ironie? Und ja, was du über meine Posts geschrieben hast, ist ziemlich genau die Definition von Ignoranz! 

Im Endeffekt hat es doch @OliverWendellHolmesJr schon auf der vorherigen Seite perfekt auf den Punkt gebracht!

Zitat

Das ist doch ganz entspannt: Es gibt zwei unterschiedliche Interessenlagen. Auf der einen Seite Lufthansa (und andere interessierte Käufer) die einen geordneten Betriebsübergang wollen um die Konkurrenz zu minimieren. Auf der Gegenseite die Piloten, die möglichst geringe Gehaltseinbussen und möglichst wenig Mehrarbeit haben wollen. 

Wenn Lufthansa sagt, wir möchten zwar den Betriebsübergang aber keine Sozialauswahl oder keinen Sanierungstarifvertrag, dann funktioniert das genauso wenig, wie wenn die Piloten sagen, wir wollen unseren Tarifvertrag uneingeschränkt behalten. Dann ist ein wilder Streik das Ergebnis und ein kurzfristiges Grounding die mögliche Folge. Alle verlieren. Wer sich was besser leisten kann ist die Frage.

Das ein wilder Steik ein extremes Mittel ist stimmt. Aber es ist kein Grund, Mitarbeiterrechte zu begrenzen.

 

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