maz1977

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  1. maz1977

    Verkehrszahlen 2018

    Praktisch alle großen deutschen Städte sowie die Hauptstädte Westeuropas und der Schweiz sind von Frankfurt aus mit dem ICE in unter vier Stunden zu erreichen. Das München jetzt singulär hervorsticht als ein Flughafen, der Verkehr an den ICE verliert, kann ich so nicht sehen. Sicher reisen Viele mit dem ICE in Frankfurt an, um zu ihrem Ziel weiterzufliegen. Jedoch nehmen diese dafür eben keinen Zubringerflug nach Frankfurt und werden so als "Umsteiger" nicht doppelt gezählt. Oder sehe ich das jetzt falsch?
  2. maz1977

    Verkehrszahlen 2018

    Interessant dass das (für deutsche Verhältnisse) recht starke Wachstum in der ziemlich kleinen (noch dazu nicht einmal Residenzstadt) Frankfurt keinem Einzigen auch nur ein Wörtchen wert ist. Wenn ich mich da noch einmal an die Untergangsprophetien erinnere....
  3. Tja, das fröhliche FRA-bashing geht mal wieder los. Wenn die Langstreckenflotte in MUC besser ausgelastet ist solte man nicht zu schnell Schlüsse daraus ziehen: Ist das Sitzplatzangebot aus FRA viel größer? Werden aus FRA mehr sekundäre Langstreckenziele zusätzlich zu den Rennstrecken angeboten als aus MUC? Werden Umsteiger seit Jahren verstärkt an FRA vorbei geleitet, was die Auslastung in FRA verringert und in MUC erhöht? Immer wenn ich nach Langstreckenflügen mit der Lufthansa suche, sind die Flüge ab Frankfurt entweder ausgebucht oder die günstigeren Tarife nicht mehr verfügbar. Als Alternativen werden dann in der Regel Umsteigeverbindungen ab MUC oder ZRH angeboten - nicht selten auch günstiger. Wenn Frankfurt wirklich so schlecht läuft, warum hat die Lufthansa ihre dicken Pötte immer noch in Frankfurt stationiert (und erst nach dem Streit mit Fraport als kindische Trotzreaktion angefangen zu verlagern) und warum sind die Preise aus FRA oftmals höher? Wird bei einer Verlagerung des LH - Drehkreuzes in FRA nach MUC, ZRH und VIE die Ryanair nicht erst recht in FRA expandieren, jetzt wo sie ja auch ihr Geschäftsmodell umstellen wollen? Ich finde es gut, dass sich die Fraport nicht von der Lufthansa erpressen lassen will, auch wenn das der Fraport zunächst wehtun wird.
  4. Ich bin mir nicht so sicher, ob diejenigen die meinen, ein Tarifvertrag gelte wie ein Gesetz zwischen den Parteien, uneingeschränkt Recht haben. In Tarifverträgen finden sich viele Regelungen, die über die bloße Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen hinausgehen. Nehmen wir als Beispiel die (theoretische) Regelung, dass nur KTV-Piloten Flugzeuge fliegen dürfen, die den Kranich auf der Heckflosse tragen. Diese Regelung betrifft weder die Begründung, Ausgestaltung oder Beendigung von Arbeitsverhältnissen eines jeden Lufthansa-Piloten. Das heisst, selbst wenn die Lufthansa nicht-KTV-Piloten für die Kernmarke einstellt, werden die Arbeitsverhältnisse der bestehenden KTV-Piloten dadurch ja nicht tangiert. Unternehmerische Ziele sind nicht tariffähig. Der letzte Streik der VC wurde ja sogar deswegen verboten. Selbst wenn solche Regelungen in dem Tarifvertrag stehen, wird es die VC schwer haben, deren Einhaltung vor Gericht zu erzwingen. Realistisch ist dies nur (und selbst da nur mit Abstrichen) bei den Regelungsgegenständen aus dem Tarifvertragsgesetz: die Begründung, Ausgestaltung oder Beendigung von Arbeitsverhältnissen und dann auch nur bei Neueinsteigern, die in der Gewerkschaft sind (oder wenn der Bundesinnenminister den KTV für allgemeinverbindlich erklärt). Ansonsten sehe ich die Handlungsspielräume der Lufthansa nicht so stark eingeengt wie es manche VC-Fans erscheinen lassen wollen. Die Lufthansa ist nur noch nicht bereit, so weit zu gehen.
  5. maz1977

    Turkish Airlines kürzt zum WFP16/17 Streckennetz nach Deutschland massiv

    Naja, um fair zu sein (auch wenn ich Erdogan nicht mag): Zu diesem Zeitpunkt gab es schon seit Monaten täglich mehrere Anschläge der PKK in der Türkei. Wenn ich mein Umfeld so ansehe, so war der sogenannte "Putsch" der eigentliche Faktor, der die Leute aus der Türkei verstärkt fernhielt. Eine Reduktion war zu erwarten. Die politischen Spannungen im Vorfeld haben die Touristen eher nicht interessiert.
  6. maz1977

    Diskussion zum Flughafen Frankfurt

    Aaahh, stimmt. Es ist nur montags so, wie ich es bei BA.com gesehen habe. Auf der Website von TXL sehe ich täglich 9 Flüge insgesamt nach LHR (6 x BA und 3 x 4U), nach LCY 3 x BA. Von SXF 4 x Easyjet nach LGW sowie 2 x "D8" (Norwegian???) nach LGW; 2 x Easyjet nach Luton und 4 x Ryanair nach Stansted (=24). FRA: 5 x BA nach LHR und 12 x LH nach LHR sowie 3 x BA nach LCY und 3 x LH nach LCY (=23). HHN zählen wir jetzt mal nicht mit.
  7. maz1977

    Diskussion zum Flughafen Frankfurt

    Bonn und Paris. Seitdem geht es bergab. G36K, JeZe, Flotte und andere...vielen Dank für Eure Antworten. Also leide ich doch nicht unter einer völligen Fehleinschätzung der Realität. Ich habe mal nach Flügen mit Emirates und British Airways geschaut. Dabei fiel mir auf, das Emirates nach Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München fliegt...aber warum nicht nach Berlin? Wenn es denn stimmt, dass Emirates nur vier Städte in Deutschland anfliegen darf, warum verschwenden sie dann ein Ziel für Frankfurt, anstatt nach Berlin zu fliegen? Warum fliegt BA anscheinend öfter pro Tag nach Frankfurt anstatt nach Berlin oder Düsseldorf? Für beide Airlines ist Frankfurt kein Hub. PS: Allzuviele Kurzstreckenflüge hat FRA gar nicht mehr (dank Bahn und - ja - verkehrsgünstiger Lage). Selbst Flüge nach Amsterdam, Brüssel und zunehmend auch Paris lohnen sich kaum noch.
  8. maz1977

    Diskussion zum Flughafen Frankfurt

    Naja, da suche ich mir als Erstlingspost ja genau den richtigen Thread aus... Mir fällt schon auf, dass gerade aus Berlin regelrechte Hasstiraden Richtung Frankfurt einprasseln (nicht nur hier). Das hat mittlerweile auch auf meine Ansichten über Berlin und "die Berliner" abgefärbt, auch wenn das unfair sein mag. Wenn man sich dann darüber freut, dass man nicht mehr in das schreckliche Frankfurt pilgern muss, um z. B. von Dresden nach Chengdu zu fliegen, so muss man nach dem herbeigesehnten Kollaps von Frankfurt dann eben nach Dubai oder Istanbul oder Amsterdam pilgern, um ans Ziel zu gelangen. Denn in einer P2P-Welt wird es aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Flug von Dresden nach Chengdu geben. Oder geht es hier nur darum, den Mega-Hub in Deutschland von Frankfurt nach Berlin zu verlegen, weil Berlin diesen nach Ansicht einiger eher "verdienen" würde? Das nennt sich Neid. Man kann von Frankfurt als Stadt halten was man will. Besonders schön ist sie nicht (sagt ein Frankfurter) aber Frankfurt will sich auch nicht in Sachen Schönheit mit Paris oder London oder Amsterdam messen, sondern in Sachen Wirtschaft und Lebensqualität. Die Bedeutung von Paris oder London wird Frankfurt nie haben, aber Berlin eben auch nicht...dazu ist Deutschland einfach zu dezentral organisiert. Aber ich denke, die Gründe für die Größe von FRA sind (unter anderem folgende, wobei ich die Weißheit der Welt nich mit Löffeln gefressen habe): 1. Frankfurt als Handelsstadt Zu Hotelübernachtungszahlen habe ich hier eine nette Quelle gefunden: https://www.frankfurt-tourismus.de/content/download/3900/51891/version/1/file/G%C3%A4ste-+und+%C3%9Cbernachtungszahlen+2014.pdf Dort sieht man, dass Frankfurt deutlich mehr Übernachtungen aufweist als Städte wie Köln oder Düsseldorf, die touristisch viel interessanter sind (sein sollen). Letztlich bedeutet das, dass Frankfurt keine Touristen- sondern eine Handelsstadt ist. Die Messe ist eine der größten in Deutschland mit vielen sehr gut besuchten Ausstellungen. Alleine das sorgt schon für eine ordentliche Zahl an Übernachtungen (und Flugverkehr). 2. Verkehrsgünstige Lage: FRA ist für eine sehr große Anzahl an Menschen ziemlich leicht erreichbar. Auch der Frankfurter Hauptbahnhof ist der am zweitstärksten frequentierte Hauptbahnhof Deutschlands (nach Hamburg, glaube ich). Auch für den Straßenverkehr ist Frankfurt ein wichtiger Knotenpunkt und nicht zuletzt auch der weltgrößte Internetknoten. 3. Eine erfolgreiche Lufthansa FRA wäre ohne die Lufthansa natürlich nie so groß geworden, keine Frage. Deswegen wird es auch keinen nennenswerten LCC-Verkehr in FRA geben, da sich FRA damit ins eigene Fleisch schneiden würde. Allerdings konzentriert die Lufthansa das bisschen Wachstum, dass sie sich offenbar noch leisten kann, auf MUC - weshalb FRA im internationalen Vergleich allein nach Passagierzahlen zurückfällt. 4. Ausreichend großer Heimatmarkt Ein beliebtes Argument ist, dass Frankfurt als Stadt viel zu klein ist, um so einen großen Flughafen zu erhalten. Frankfurt hat mit einem Umsteigeranteil von ca. 55 %, d. h. der Rest kommt ja nicht mit Zubringerflügen. Außerdem ist Frankfurt größer als es den Anschein hat. Schaut Euch dazu mal die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze an: - Berlin: 1.311.079 https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/BasisZeitreiheGrafik/Bas-Beschaeftigte.asp?Ptyp=300&Sageb=13001&creg=BBB&anzwer=2 - München: 776.405 https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Arbeitsmarkt.html - Frankfurt am Main: 537.731 http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2811&_ffmpar[_id_inhalt]=7527 Berlin ist zwar 5 mal so groß wie Frankfurt, hat aber nicht einmal zweieinhalb mal so viele Arbeitsplätze. Wenn wir bei Berlin von 3.520.031 Einwohnern ausgehen, so müsste Frankfurt bei der selben Arbeitsplatzdichte 1.443.719 Einwohner haben. Legt man die Arbeitsplatzdichte von München (wobei auch München Einpendler zu verzeichnen hat) zu Grunde, so entspricht dies 1.004.520 Einwohnern. Wenn wir uns jetzt auf die Mitte einigen, so kommen wir auf 1.220.120 Einwohner, was fast auch der Einwohnerzahl der Stadtregion Frankfurt entspricht (also den Vorstädten, die direkt baulich mit der Kernstadt verbunden sind oder wo der Abstand der Bebauung höchstens einige hundert Meter beträgt; so kommt man auf eine Stadt mit ca. 38 km zusammenhängender West-Ost-Ausdehnung). Schließlich pendeln täglich 350.000 Menschen in die Kernstadt zur Arbeit. Wenn jeder von Ihnen auch nur eine Person mitversorgt, so kommt man auf 700.000 "äußere" Frankfurter und nocheinmal 700.000 "echte" Frankfurter, womit wir wieder bei 1,4 Mio Menschen wären. Alles das deutet darauf hin, dass das offizielle Frankfurt nur die Kernstadt eines deutlich größeren "inoffiziellen" Frankfurts ist. Das kann auch eine Erklärung für eine nennenswerte Anzahl an Heimatpassagieren sein; erst recht, wenn diese auch noch relativ wohlhabend und international vernetzt sind. Alles in allem ist die Größe von FRA alles andere als "unnatürlich", womit ich die Argumente, dass es von nun an nur noch abwärts gehen werde nicht nachvollziehen kann. Zuletzt läuft es wirtschaftlich alles andere als gut. Wenn Frau Merkel der Bevölkerung ein Wachstum in Höhe von 1,4 % pro Jahr als "Boom" verkaufen will (und diese es dann sogar noch glauben), dann ist die Bevölkerung auch selber schuld. Selbst die USA wachsen jetzt langsamer als die EU. China schwächelt schon gewaltig, nur mit größten Anstrengungen wird verhindert, dass die wirtschaftlichen Kennzahlen die Realität unter der Oberfläche widerspiegeln und die Nahost-Krise ist real und trifft vor allem Flughäfen mit viel Umsteigeverkehr aus diesen Regionen (die Feriencharter fliegen halt wo anders hin, weshalb die kleineren Flughäfen in Deutschland mit viel Charterverkehr davon nicht so betroffen sind - das gilt dann auch für ihre Zielflughäfen in Spanien). Die kommende Krise hat FRA eben als erstes wirklich zu spüren bekommen. Wenn der Terror-Krise nun auch eine wirtschaftliche Krise folgt, so könnten die jetzigen Boom-Flughäfen ähnlich wie Antalya große Probleme bekommen, besonders wenn sie vor allem auf Touristen und P2P-Verkehr setzen (was in der Kombination ja typisch ist). So, ich hoffe mein Post macht noch irgendwie Sinn...