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Guest Jörgi

"Schülerfragen" zum Supervogel -)

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Guest Jörgi

- Kann ein so schweres Flugzeug überhaupt fliegen?

 

Kaum zu glauben - aber die Experten sind sich völlig sicher: Ja! Der A380 ist fast komplett am PC entwickelt worden. Nie zuvor wurde ein Flugzeug so gut in Computer-Simulationen vor dem Erstflug rundum getestet. Der A380 wiegt leer 279 Tonnen, voll bestuhlt, beladen und betankt 560 Tonnen. Die vier neu entwickelten Triebwerke schaffen pro Stück 90000 Pfund Schub. Das reicht locker.

 

- Wer hat sich bloß den A380 ausgedacht?

 

Die erste strategische Entscheidung, dass Airbus gegen den Jumbo-747, den Geldesel von Boeing, antritt, fällten Mitte der 90er Jahre der Franzose Jean-Luc Lagardère und der Deutsche Manfred Bischoff. Als A380-Entwickler gilt der legendäre Ingenieur Jürgen Thomas.

 

- Wird es Airbus gelingen, die Boeing-747 vom Markt zu fegen?

 

Alles spricht dafür. Boeing hat für die 747 fast keine Aufträge mehr, angeblich nur noch 36. Boeings Hoffnung, den 747 wenigstens noch als Frachtmaschine im Markt zu halten, sind dahin - mit UPS kauft ein weiterer Frachtdienst den A380. Andere dürften folgen.

 

- Warum kauft eine Fluggesellschaft einen Flieger, der 280 Millionen Dollar kostet?

 

Airbus verspricht seinen Kunden 18 Prozent Kostenersparnis gegenüber dem Jumbo. Der Kerosinverbrauch pro Passagier soll bei 2,9 Litern/100 Kilometer liegen. Weil der A380 so eine große Reichweite hat (15000 Kilometer), spart er Tankstopps. Zwei A380 können so drei Jumbos ersetzen.

 

- Warum kostete die Entwicklung zwölf Milliarden Euro - 1,45 Milliarden mehr als geplant?

 

Um das Gewicht niedrig zu halten, musste Airbus fast alle Teile neu entwickeln und Aluminium, Kohlefaser und Verbundstoffe einsetzen. Dazu kommen neue, superleise Triebwerke. Für die Ermüdungs- und Bruchtests werden zwei Flugzeuge geopfert.

 

- Kann Airbus trotzdem damit Geld verdienen?

 

Nur wenn die zahlreichen Testflüge bis zur ersten Auslieferung im Frühjahr 2006 (Singapore Airlines) bestätigen, dass der A380 tatsächlich die versprochene Kosteneinsparung bringt. Airbus rechnet mit einem "Break-even" bei 250 Flugzeugen (bisher bestellt: 149) und peilt in 40 Jahren 700 verkaufte Flugzeuge (Umsatz: 150 Milliarden Euro nur mit A380). Die Rendite soll bei 20 Prozent (!) liegen.

 

- Wann fliegt der erste A380 und wer darf ans Steuer?

 

Wahrscheinlich in den letzten Märztagen. Bei Start und Landung sitzen die Airbus-Testpiloten Claude Lelaie und Jacques Rosay am Steuer-Joystick. Mit an Bord: der deutsche Ingenieur Manfred Birnfeld (er war beim Testflug des A318 in Hamburg dabei).

 

Quelle:

http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_72907.html

 

 

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Jörgi am 2005-01-17 00:11 ]

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