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Aktuelles zum Flughafen Köln/Bonn


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Nochmal zu Herrn V, wenn es ihm persönlich oder wem anders aus seinem inneren Zirkel schlecht geht, mein Mitgefühl und alles Gute.

 

Und dann kommt die Trennung von Person und "Amt": viel gerissen hat der Fracht-Experte für CGN  nicht. Dass UPS und Fed-EX-Frachter in Corona-/Online-/Expressfrachtproblemen rappelvoll sind, hat die bestehenden Linien etwas dicker gemacht. Sonst ist vom Frachtexperten während seiner Amtszeit nichts gekommen, eher gibt es noch Abgänge (auch wenn ich jetzt so eine Egyptair nicht überbewerten würde, aber immerhin langjähriger Kunde...).

 

Passage: Sammelbecken für die Qualitätsairlines Ryanair, Wizzair, Corendon Europe, Freebird Europe, Bulgarian Europe und wie sie alle heißen.  Und das nächtliche Highlight Türkeiverkehr, wo selbst vor Corona schon alle der wenigen Geschäfte einfach geschlossen hatten (ok, dafür kann jetzt Herr V., nichts).

 

Cgn-community ist sowieso lustig, aber solange sie Spaß dran haben, sich gegenseitig die "Verkehrseinheiten" hoch- und runterzurechnen, ob man vor Stuttgart liegt oder warum die Zahlen woanders besser sind (meistens ist ja EW der Hauptkunde dran schuld...), immer ran.

 

Die Visionen sind aber auch schwierig: der sich erholende Passagierverkehr wird zunächst DUS und FRA füllen, Fracht außer Express hat die Wahl zwischen FRA, LEJ, LUX und HHN (Totgesagte leben länger)....

 

 

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Am 10.9.2021 um 08:47 schrieb Nosig:

Köln ist ein sehr komplizierter Laden. Bund, Land, Bundeswehr, Frachter, Lowcost, Linie und die Grünen, Jahrzehnte alte SPD-Krusten und dann auch noch noch die NRW-CDU. Der blöde Merz hätte den Garvens damals einfach nicht rausbeißen dürfen.

 

10.11.2017 Michael Garvens wird beurlaubt

11.12.2017 Friedrich Merz neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats

 

Zitat aus der Rheinischen Post vom 11.11.2017:

Zitat

 

Im Vordergrund der Sitzung stand die Bewertung eines Gutachtens zu möglichen Verfehlungen von Garvens. Nachdem sich dieser viele Jahre lang exzellent mit dem früheren Aufsichtsratschef Volker Hauff (ein ehemaliger SPD-Verkehrsminister) verstanden hatte, war das Verhältnis von Garvens zum im April 2016 gestarteten neuen Oberaufseher Kurt Bodewig (auch ein früherer SPD-Bundesverkehrsminister) von Anfang sehr gespannt.

Der Streit eskalierte, als Bodewig Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten nachgehen wollte

 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Nosig:

 

Genau, er hat quasi als seine erste Amtshandlung einen Auflösungsvertrag mit Garvens ausgehandelt.

Am 11.12.17 übernahm Merz, am 16.12.17 stand der Auflösungsvertrag.

 

Auch dazu ein Zitat aus der Rheinischen Post

https://rp-online.de/wirtschaft/zwingender-befreiungsschlag-am-flughafen-koeln-bonn_aid-20643395

Zitat

 

Die Vorwürfe gegen ihn sind so umfassend und wurden so breit öffentlich diskutiert, dass ein Verbleib im Amt für ihn, seine Familie und das Unternehmen unerträglich gewesen wäre.  Aber: Garvens ist vorzuwerfen, dass seine Amtsführung sich innerhalb von 16 Jahren als Flughafenchef offensichtlich zu einer gewissen Selbstherrlichkeit entwickelt hatte.

Es ist einfach sehr, sehr fragwürdig, wenn ein Top-Manager ausgerechnet von dem Unternehmen immer wieder privat ein Flugzeug für Sylt-Trips ausleiht, das am Airport gleichzeitig besonders günstig parken durfte. Auch die schwer nachvollziehbaren Zahlungen an eine Partnerfirma werfen alles andere als ein gutes Licht auf den Airport.

 

 

Sind eigentlich die Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft gegenüber Michael Garvens noch aktiv?

 

 

Der letzte auffindbare Bericht dazu datiert vom 09.10.2019:

https://www.ksta.de/koeln/ehemaliger-flughafen-chef-garvens-erhielt-500-000-euro-abfindung-33286630

Zitat

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Unlängst wurden wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung Geschäftsräume des Flughafens durchsucht. 

 

 

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WIMRE ging es um irgendwelche, "ererbten", höheren Leute am Flughafen, die Garvens dort gerne loswerden wollte aber nicht durfte, Politik und so. Die hat er dann mit Geld "ruhig" gestellt, so dass die ihm nicht mehr reingepfuscht haben. Irgend so ein Deal halt. Wie legal das war, kann ich nicht sagen. War aber wohl hinter den Kulissen so ausgekungelt. Köln halt.

Das meinte ich mit komplizierte Lage dort. Das Fluggeschäft hatte er ganz gut am Laufen gehalten.

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Hatte einen anderen Eindruck.

Der Merz kam als Außenseiter mit "Heuschrecken"-Vergangenheit und wollte sich per Wildcard, ohne je irgendwo einen politischen Job gehabt zu haben, in irgendwelche CDU-Höhen katapultieren lassen. Dazu musste er sich profilieren und das hat er mit Garvens gemacht, der eher so ein Gentleman ist, und sich dem Polit-Gezänk, das eigentlich gar nicht ihm galt, durch Rückzug entzogen hat.

Merz hat da mal rumgeholzt, nicht mal besonders kompetent, und weg war er wieder.  Unangenehmer Typ.

 

Eher ist Deine Kernaussage falsch, lieber Friedrich.

Bearbeitet von Nosig
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Tschuldigung, aber das geht ja jetzt sehr durcheinander.
Es geht doch hier und jetzt nur um das Thema, dass Johan Vanneste seinen Job als GF aus privaten Gründen aufgibt, und deshalb Friedrich Merz als AR-Chef einen Nachfolger suchen muss. Das ist auch seine Pflicht.
Es geht nicht um Michael Garvens und mögliche Gründe für dessen Ausscheiden; das ist aktuell kalter Kaffee und beschäftigt vielleicht nur noch die Justiz. Friedrich Merz hatte die Causa Garvens von seinem Vorgänger Kurt Bodewig (SPD Verkehrsminister NRW) geerbt und mußte nur noch abwickeln. Ob er da eine glückliche Hand hatte, lasse ich mal offen. Ebenso lasse ich mal offen, ob die Wahl auf Vanneste eine glückliche Wahl war, weil ich über keinerlei interne Erkenntnisse verfüge.
Und, @Nosig, Deine Aussage zu Merz: "..... ohne je irgendwo einen politischen Job gehabt zu haben, in irgendwelche CDU-Höhen katapultieren lassen." ist total falsch. Kannst ja mal bei Wikipedia nachlesen. Bei Flughäfen in öffentlicher Hand werden in aller Regel die AR-Chefposten aus Politik und/oder Verwaltung besetzt.

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vor 1 Stunde schrieb Nosig:

ohne je irgendwo einen politischen Job gehabt zu haben, in irgendwelche CDU-Höhen katapultieren lassen.

 

Unangenehmer Typ.

 

Einfach falsch.

 

Man muss ja Herrn Merz und seine Ansichten und Tätigkeiten nicht mögen, aber umgekehrt wird ein Schuh daraus, wir wollen doch bei der Wahrheit bleiben. Nach der politischen Tätigkeit im EP und im BT ging er erst zu Blackrock, nachdem er in der CDU von Frau Merkel - nunja- kaltgestellt wurde.

 

Richtig ist natürlich, dass der CGN als Politikum (andere sagen böswillig auch Nachtflugloch) so richtig zwischen den (halb)-privaten DUS und FRA in der Zwickmühle steckt...

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vor 2 Stunden schrieb aaspere:

Tschuldigung, aber das geht ja jetzt sehr durcheinander.
Es geht doch hier und jetzt nur um das Thema, dass Johan Vanneste seinen Job als GF aus privaten Gründen aufgibt, und deshalb Friedrich Merz als AR-Chef einen Nachfolger suchen muss. Das ist auch seine Pflicht.
 

 

Friedrich Merz hat zum 31.122020 seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender am Flughafen Köln/Bonn niedergelegt.

 

 

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Am 12.9.2021 um 15:16 schrieb medion:

Nochmal zu Herrn V, wenn es ihm persönlich oder wem anders aus seinem inneren Zirkel schlecht geht, mein Mitgefühl und alles Gute.

 

Und dann kommt die Trennung von Person und "Amt": viel gerissen hat der Fracht-Experte für CGN  nicht. Dass UPS und Fed-EX-Frachter in Corona-/Online-/Expressfrachtproblemen rappelvoll sind, hat die bestehenden Linien etwas dicker gemacht. Sonst ist vom Frachtexperten während seiner Amtszeit nichts gekommen, eher gibt es noch Abgänge (auch wenn ich jetzt so eine Egyptair nicht überbewerten würde, aber immerhin langjähriger Kunde...).

 

 

So wie Kollege asspere richtig schreibt, geht es um die Bewertung der doch recht kurzen Amtszeit von Herrn Vanneste.

Zur Erinnerung, er hat den Job im Mai 2018 übernommen. 

 

Zuerst möchte ich dir, Medion, zum Teil zustimmen. Der Verlust eines langjährigen Kunden, wie Egyptair, ist höchst unglücklich und darf so nicht passieren.

 

Schauen wir uns aber mal einige Rahmenbedingungen an, unter denen Vanneste agieren musste:

1. Ziemlich genau die Hälfte seiner Amtszeit war überschattet durch die für die gesamte Luftfahrt existenziell gefährdende Pandemie.

2. Der finanzielle Handlungsspielraum für Incentives und Vergünstigungen wurde seitens des Aufsichtsrates stark eingeschränkt. Hintergrund war die vorherige, langjährige Fokussierung auf Airlineakquise, bei der andere, wichtige Investitionen vernachlässigt wurden. 

3. Größere Expansionen im Frachtgeschäft waren und sind quasi nicht möglich. Die Kapazitäten im Bereich General-Cargo sind bereits seit geraumer Zeit ausgereizt. Das 2016 eingereichte Planfeststellungsverfahren, welches u. a. die Erweiterung der Kapazitäten im Bereich General-Cargo vorsieht, als auch dringend benötigte Vorfeldpositionen beinhaltet, ist immer noch nicht genehmigt.

 

Wegen dieser in Summe doch schwierigen Rahmenbedingungen, würde ich nicht von einer grundsätzlich gescheiterten Amtszeit von Herrn Vanneste sprechen.

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Politischer Job, damit meinte ich gewählt worden zu sein, z.B. in irgendwelchen Wahlkreisen als Parteifunktionär. Bevor ebensolche hier jetzt mit dem Haare spalten anfangen. Da geht gar nichts durcheinander.

Garvens ist rausgemobbt worden und Herr Merz, der gerne in den CDU-Vorstand oder ins Schattenkabinett oder sonstwohin wollte und sich profilieren musste, war daran nicht unbeteiligt.

Bearbeitet von Nosig
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vor 5 Stunden schrieb Nosig:

Politischer Job, damit meinte ich gewählt worden zu sein, z.B. in irgendwelchen Wahlkreisen als Parteifunktionär. Bevor ebensolche hier jetzt mit dem Haare spalten anfangen. Da geht gar nichts durcheinander.


Das ist jetzt wirklich keine Haarspalterei sondern Faktenkenntnis, lieber Nosig.
Bei Wikipedia hättest Du folgenden Hinweis gefunden:
"Merz zog stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hochsauerlandkreis in den Bundestag ein, wo er bei der Bundestagswahl 2005 mit 57,7 % sein bestes Erststimmenergebnis erreichte."

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Zugegeben, das "je" war falsch.

Ansonsten hatte er zu Zeiten seiner Kölner Profilierung keine Parteiführungsfunktion, die ihn für den direkten Einstieg als Minister oder CDU-Vorstand,  oder was der wollte, ausgewiesen hätte. Direkt wollte er aber.  Und die "Heuschrecke" abstreifen. Und daher hat er mal schnell den Macker gegeben. 

 

Bin weiterhin der Meinung, dass es nicht genug gute Führungsleute an deutschen Flughäfen gibt. Die wenigen, die es aber gibt, sollte man nicht in Polit-Intrigen verheizen. Vielleicht ist das aber genau der Grund für deren geringe Zahl?

 

Bearbeitet von Nosig
Klemmende Zitatfunktion.
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vor 14 Minuten schrieb Nosig:

Ansonsten hatte er zu Zeiten seiner Kölner Profilierung keine Parteiführungsfunktion, die ihn für den direkten Einstieg als Minister oder CDU-Vorstand,  oder was der wollte, ausgewiesen hätte. Direkt wollte er aber.  Und die "Heuschrecke" abstreifen. Und daher hat er mal schnell den Macker gegeben. 

 

Du hast aber weiterhin keine Belege dafür, dass er der Treiber hinter der Absetzung war. Leider sprechen die öffentlichen Fakten gegen deine Behauptung. 

Zeitlich liegen halt die Vorwürfe der Vorteilsannahme deutlich vor Merz Zeit. Ich habe es so in Erinnerung, dass man sich gerade im Lichte der Vorwürfe (die ja auch den damaligen Aufsichtsrat dann mitbetreffen) dann sich für Merz als außenstehende Person entschieden haben. 

 

Die Bewertung der Arbeitsleistung der beiden Geschäftsführer ist natürlich eine davon unabhängige Diskussion.

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Man sollte auch nicht vergessen, dass die Expansion im Passagierverkehr unter Herrn Garvens teuer erkauft wurde (alleine ca. 130 Mio. Euro in vier Jahren für die Eurowings-Langstrecke und Ryanair). Die Mittel fehlten dann an anderer Stelle (z.B. für den Brandschutz). Vielleicht war dann auch einfach kein Rückhalt mehr im Aufsichtsrat bzw. fehlten die Argumente, um am Geschäftsführer festzuhalten.

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Am 13.9.2021 um 18:51 schrieb Stargazer:

 

Friedrich Merz hat zum 31.122020 seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender am Flughafen Köln/Bonn niedergelegt.

 

 

 

Komischerweise geht es seit dem nur noch bergab. Aber das stützt auch meine Theorie, dass ohne die CDU absolut gar nichts läuft in dem Land. Wir haben 16 Jahre hervorragende Arbeit und Wohlstand hinter uns. Deshalb und auch auf Grund der hervorragenden Pandemiebekämpfung, besonders im Vergleich mit anderen Ländern, geht meine Stimme dieses Jahr klar an Merz und die CDU.

 

Zudem frage ich mich allerdings auch, warum es aktuell zu Handlingproblemen in CGN kommt, die sogar soweit gingen, dass Egypt Cargo den Flughafen verlassen hat. Selbst wenn das Personal noch vertraglich in Kurzarbeit ist muss es doch irgendwelche Möglichkeiten geben die Leute frühzeitig zurückzuholen. Oder wurden da einige Leute gekündigt?

Bearbeitet von God
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Ziemlich billige Wahlwerbung, die Du hier absonderst.

Aber es steht Dir natürlich frei, Deine Bewunderung für ein Fossil auszudrücken.

 

Wie Du allerdings auf die Idee kommst, im Frachtbereich seien Leute in Kurzarbeit, ist dann doch merkwürdig, die Menschen arbeiten hier seit fast zwei Jahren mit Überlast.

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Am 15.9.2021 um 00:46 schrieb Su-34:

Die Juli-Zahlen stützen Deine Aussage nicht.

 

Ich kann warten.

 

Ich gehe davon aus, als emsiger, rastloser Frachtianer kennst du die Gegebenheiten im Passagierterminal in den Sommerferien, so zwischen 2200 und 0300 Uhr?

 

Apropos Fracht, dann frage ich doch nochmal, warum wurde Egyptair nicht nach den CGN-eigenen Qualitätskriterien bedient?

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Das kann ich Dir nicht sagen, aber so etwas dürfte unter Peanuts laufen. Egyptair ist kein Kunde, der in der Priorität weit oben steht.

 

Zum Passagierterminal: Immerhin ist da die ganze Nacht hindurch etwas los, was man von den meisten anderen deutschen Flughäfen nicht behaupten kann.

Bearbeitet von Su-34
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