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Milliarden-Duell Boeing-Airbus um US-Tankflugzeuge

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Der A332F fliegt doch schon, und so einen großen Unterschied wirds doch da nicht geben ??

 

Falls ich falsch liege, kann es auch sein, dass ich das mit "dem Transporter" nicht ganz richtig "interpretiert habe ?!

 

Mit dem Transporter sollte wohl eher der A400M gemeint sein.

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Gast SA261
Der A332F fliegt doch schon, und so einen großen Unterschied wirds doch da nicht geben ??

 

Falls ich falsch liege, kann es auch sein, dass ich das mit "dem Transporter" nicht ganz richtig "interpretiert habe ?!

 

> Maxi

In dem Thread geht es doch um Militärflugzeuge. Mit Transporter meinte ich natürlich den A400M.

 

Aber das zwischen der A322F und dem A322F-Tanker kein "großer Unterschied" sein soll, stelle ich auch mehr als in Frage.

 

 

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Aber das zwischen der A322F und dem A322F-Tanker kein "großer Unterschied" sein soll, stelle ich auch mehr als in Frage.

Erstens A332,

Zweitens, ich dachte, die USA wollten noch weitere Maschinen, unter anderem Frachter, in Auftrag geben, da dachte ich, dass ne Militärvariante der A332F für die USAF passend wär!

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Den US-Streitkräften wird - meiner Meinung nach - mit den jüngsten Haushaltsdiskussionen der Geldhahn ordentlich zugedreht, somit man die Tankerbeschaffung noch ein wenig gen Horizont schieben wird. Dadurch wird der Spass am Ende aber noch mal teurer...

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Den US-Streitkräften wird - meiner Meinung nach - mit den jüngsten Haushaltsdiskussionen der Geldhahn ordentlich zugedreht, somit man die Tankerbeschaffung noch ein wenig gen Horizont schieben wird. Dadurch wird der Spass am Ende aber noch mal teurer...

In McCains Brief (in Gänze hier zu lesen) geht es aber nicht um die Tankerbeschaffung und deren Termin, sondern um die Kosten für die ersten vier Tanker, d.h. den ersten, schon festen Teil des Auftrags. Laut McCains Brief hat Boeing schon recht kurz nach Auftragsvergabe mitgeteilt, dass man den "Deckelpreis" des Festpreisvertrags um voraussichtlich 300 Millionen US$ überschreiten wird.

Kurz zur Erklärung:

Laut Festpreisvertrag waren für die ersten vier Maschinen 3,9 Mrd US$ vorgesehen. Es wurde obendrein ein Deckelpreis von 4,9 Mrd US$ vereinbart - alle Kostenüberschreitungen zwischen dem "Zielpreis" und dem "Deckelpreis" werden vom Steuerzahler und Boeing geteilt bezahlt - der Steuerzahler darf dabei 60% zahlen, Boeing 40%. Alles über dem Deckelpreis bezahlt Boeing alleine.

D.h. wenn Boeing nun sagt, dass man ca. 300 Mio US$ über dem Deckelpreis liegen wird, bedeutet das eine Gesamtsteigerung von 1,3 Mrd. US$ (d.h. exakt 1/3) gegenüber dem vereinbarten "Zielpreis". Davon bezahlt der Steuerzahler 600 Mio (60% der Differenz zwischen Fest- und Deckelpreis) und Boeing 700 Mio (40% der Differenz, plus 300 Mio über dem Deckelpreis).

 

Ich find's schon ziemlich interessant, dass man kein halbes Jahr nach Auftragsvergabe - die ja primär auf Basis des Preises erfolgte, zumal das Projekt als "Medium to Low Risk" angesehen wurde - schon sagen kann, dass allein die ersten vier Flugzeuge schon 33% teurer werden als noch im Februar 2011 im Angebot veranschlagt.

Das lässt für mich eigentlich nur zwei Schlüsse zu:

a) Man wusste schon vorher, dass es teurer wird, und hat ein unseriöses Angebot abgegeben.

oder

B) Man hat ein komplett unfähiges Projektmanagement, das in den letzten viereinhalb Monaten unerwartete Kostenfaktoren in Höhe von 1,3 Mrd US$ gefunden hat.

 

Vielleicht auch eine Mischung aus a) und B).

 

Zitat McCain: "This is gravely wrong and creates an incentive, particularly on very large programs, for contractors to low-ball a contract knowing that the taxpayers will subsidize at least some of the overruns that will be needed to actually complete the work"

bearbeitet von afromme

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Ich find's schon ziemlich interessant, dass man kein halbes Jahr nach Auftragsvergabe - die ja primär auf Basis des Preises erfolgte, zumal das Projekt als "Medium to Low Risk" angesehen wurde - schon sagen kann, dass allein die ersten vier Flugzeuge schon 33% teurer werden als noch im Februar 2011 im Angebot veranschlagt.

Das lässt für mich eigentlich nur zwei Schlüsse zu:

a) Man wusste schon vorher, dass es teurer wird, und hat ein unseriöses Angebot abgegeben.

oder

B) Man hat ein komplett unfähiges Projektmanagement, das in den letzten viereinhalb Monaten unerwartete Kostenfaktoren in Höhe von 1,3 Mrd US$ gefunden hat.

 

Vielleicht auch eine Mischung aus a) und B).

 

Zitat McCain: "This is gravely wrong and creates an incentive, particularly on very large programs, for contractors to low-ball a contract knowing that the taxpayers will subsidize at least some of the overruns that will be needed to actually complete the work"

 

Vielleicht ist es auch wie Eisenhower schon gewarnt hat:

"Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss -- beabsichtigt oder unbeabsichtigt -- durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können."

 

Boeing bestimmt, was die Air Force bei ihnen kaufen darf und zu welchem Preis, der Rest war Dekoration einer Demokratiesimulation.

Marktgesetze werden durch ein Monopol aufgehoben, wie das einige Menschen ja schon ausreichend beschrieben haben:

Stamokap

bearbeitet von Sonne

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Tja...let's buy in Boeings-Land.

 

Das Ganze war aber absehbar.

Und mich würde es überrraschen, das die US-Air-Force so was nicht schon gerochen hätte....die Freunde aus Italien sind ja auch so unendlich glücklich mit ihrer Tanker 762....schließlich hat Boeing sie jahrelang begleitet, damit der Flieger auch genau das kann und tut, was man von ihm wünschte....

Einige Piloten (aslo zumindest die, mit denen ich mal sprechen konnte) haben sie geleibt...... :rolleyes:

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http://seattletimes.nwsource.com/html/busi...7_tanker29.html

Es geht doch nichts über fairen Wettbewerb

Artikel auch gelesen? "Chicago-based Boeing, which is developing the KC-46A tanker from its 767 airliner, absorbs 100 percent of any costs over the contract's $4.8 billion ceiling." (Hervorhebung von mir) - Insofern: Tatsächlich fair (zumindest bis zu einem Sondergesetz). Boeing bleibt auf den Mehrkosten sitzen. Wünschte mir, das gälte hierzulande bei staatlichen Großaufträgen ebenso.

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Von meiner Seite aus nicht ganz unerwartet, schiessen die Kosten für den Boeing-Tanker jetzt doch ins Kraut und der Hersteller darf die Kosten dank Festpreisauftrag selber tragen. Ob das Programm damit jemals Gewinn abwirft?

 

http://www.welt.de/wirtschaft/article144332675/Wieso-Boeing-in-die-Airbus-Falle-gestolpert-ist.html

 

Man kann sich sicher darüber streiten, ob das Angebot von Airbus (wie der Artikel möglicherweise impliziert) tatsächlich darauf ausgelegt war, Boeing zu schädigen, falls man selber nicht zum Zug kommt. Der Grundton im Artikel geht mir da einen Tick zu sehr ins überhebliche, als hätte Airbus das alles mit grosser Weisheit von langer Hand geplant und die tumben Amis seien darauf reingefallen.

 

Ich denke eher nicht. Da war nicht mehr dahinter, als die normalen wirtschaftlichen Vorgänge einer Ausschreibung. Wenn aber politische Prämissen wichtiger sind als ökonomische Sachzwänge, dann bezahlt hinterher irgendjemand die Rechnung dafür. Ob Airbus dafür 'verantwortlich' ist, darf daher angezweifelt werden - vielmehr hat man sich jenseits des Atlantiks dieses Ei, dank politischem Starrsinn, hübsch selber gelegt, ein klassischer Pyrrhussiegs für die USA. Und ich sage jetzt absichtlich 'USA' und nicht nur 'für Boeing'...

 

Und nur zur Erinnerung: wir in Europa sind keinen Deut besser - wir zahlen heute auch die Zeche für den "buy european" Entscheid beim A400...

 

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Der Grundton im Artikel geht mir da einen Tick zu sehr ins überhebliche, als hätte Airbus das alles mit grosser Weisheit von langer Hand geplant und die tumben Amis seien darauf reingefallen.

 

Ich denke eher nicht. Da war nicht mehr dahinter, als die normalen wirtschaftlichen Vorgänge einer Ausschreibung. Wenn aber politische Prämissen wichtiger sind als ökonomische Sachzwänge, dann bezahlt hinterher irgendjemand die Rechnung dafür.

 

 

 

Sehe ich genauso. Airbus hat viel Aufwand in die Ausschreibung gesteckt, US-Partner gesucht usw., das war nicht bloß Show.

 

Vermutlich wird man da jetzt tief durchatmen den Auftrag nicht bekommen zu haben.

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Existiert eine Übersicht der Umkonstruktionen? Mir fehlt da völlig das Maß, wie sehr man ans Eingemachte gehen muss. Zelle, Flächen und Motoren sollten doch weitgehend identisch sein, oder?

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Erstflug des ersten Auslieferungsmodells von Boeings Tanker KC-46A, der
Auslieferungsvertrag beginnt zu laufen.

https://www.aerosieger.de/news/10810/kc-46a-fuer-us-air-force-erlebt-erstflug.html/

 Allerdings wirf das Projekt wie hier früher schon diskutiert, vermutlich keinen Gewinn ab.

https://www.moneycab.com/2017/12/06/boeings-tankflugzeug-gelingt-der-erstflug/

 

bearbeitet von mautaler

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Am 8.12.2017 um 13:18 schrieb jubo14:

Zu 2: Mein Mitleid hält sich in überschaubaren Grenzen!

Uuuh das wird Boeing jetzt treffen. Mutmaßlich mehr als der eigentliche Verlust. Willst du dein Urteil hinsichtlich dieser Schärfe nicht noch einmal überdenken? :D

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