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"Flugzeugabsturz: Lithium-Akkus als Feuerteufel?"

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Grundsaezlich liegt aufgrund des chemisch-technischen Aufbaues von Lithuim-akkus ein deutlich hoeheres Brandgefaehrdungspotential vor als bei allen anderen Akkutypen.

 

1. Beschaedigte ( elektrisch oder mechanisch ) Lithium-Akkus koennen sich an der Luft selbst entzuenden, das Lithium ragiert mit Wasser auch brennend!

 

2. Andere Batterien oder Akkus koennen zwar ebenfalls teilweise auslaufen ( keine Luftransporterlaubnis dafuer, nur als Starterakkus gebraeuchlich als Teil der Flugzeugausruestung ) oder auch ueberhitzen, aber reagiern kaum mit Luftsauerstoff und nicht gefaerlich mit Wasser!

 

3. Lithium-Ionen-Akkus sind deshalb batterieblockintern mit elektronischen Schutzschaltungen versehen. Aber bei "Billigprodukten" duerfte kaum high-rel Qualitaesstandard dabei erreicht werden.

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Bei uns gab es vor einigen Wochen auch einen Zwischenfall, der Flieger auf dem Weg nach ORD stand Gott sei Dank noch auf der Parkposition, als ein Notebook-Akku anfing zu brennen. Die Crew hatte ohne Erfolg 3Feuerlöscher verschossen, und auch die Feuerwehr konnte an Bord nicht erfolgreich löschen. Das Notebook wurde dann durch die 2er Tür aufs Vorfeld geworfen, wo es explodierte. So unbedenklich scheinen die Dinger also wirklich nicht zu sein.

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Ein wenig mehr safty-equipment!

 

Als Vorchlag, Tests durch Werksfeuerwehren der grossen Flugplaetze als Idee: Die Cabinen-Crew mit einem Paar grossen Leder-Stulpenhandschuhen ausruesten. Die portabele Sautstoffmaske, Lederfeuerwehrhandschuhe plus eine Brandschutzdecke duefte reichen so ein Notebook einzuwickeln und erstmal damit die Gefaehrdung weiterer Personen oder der Zelle auszuschliessen, egal ob am Boden Rauswurf moeglich ist oder cabin-air auf maximalen Durchzug um Rachvergiftuingen zu vermeiden..

 

Eingewickelt in eine Brandschutzdecke wuerde das Ding zwar weiterbrennen aber keine Struktur gefaehrden oder durch spritzenden brennende Kunstoffteile Personen verletzen.

 

Die gesamte Brandenergie eines Notbook-Akku ist nicht so erheblich, duefte nicht mehr sein als 20-25 mal die elektrische Arbeit der Ladung. 70Wh x 20 = 1,4 kWh = 220g reiner Alkohol. Eine 1-Liter-Wiskeyflasche mit 45% ist mehr Brandlast!

 

Mobilphone- oder blackberry-akkuss haben maximal 3,6V-2Ah = 7Wh-Kapazitaet = 40g alkoholaequivalent = 20g Kerosin.

 

Meien Idee ist nicht "auf meinem Mist gewachsen", Behaelter mit trockenem Sand und Handschuhe sind uebliche Vorsichtsausruestung der Industrie bei Bearbeitung von hochbrennbaren ( und nicht mit Wasser loeschbaren) Magnesiumteilen ( Auch Magnesiu-Lithium-Legierungen )

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Schutzausrüstung. Safety & protection - Set

 

Mein Wissensstand hier liegt um die 10 Jahre zurück. Damals gab es

an Bord aller/vieler LH-Maschinen einen Notfallkoffer, u.a. mit

einem dunkelgrünen Hitzeschutz-Handschuh als Fauster und

später auch als 5-Finger-Handschuh. Als besonders hitzeresistent

hatte sich damals neuseeländische Schaf-Schurwolle ausgezeichnet.

Konnte man mit Schweißbrenner draufhalten, hielt die Kontakthitze

extrem lange zurück. Später zusätzlich mit Alu kaschiert.

 

Zum Set gehörten noch weitere Dinge wie Notfallhammer o.ä. Produkte.

Gibt es diese oder ähnliche Notfallkoffer heute noch an Bord ?

 

Wurde damals im Rahmen der IATA u.a. auch an PIA geliefert.

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Oh man, wenigstens ein zwei Worte zum Thema hinter dem Link wäre sicherlich nicht zu viel verlangt, oder?

 

Nachdem die Qantas jetzt angeblich wohl Dell-Laptops an Bord zumindest temporär verbieten will, sollten aber z.B. die Apple-Jünger nicht zu sehr frohlocken: Auch deren Akkus kommen von Sony und es werden deshalb 1,5Mio Geräte zurückgerufen.

 

Irgendwie habe ich auch in Erinnerung, dass Lthium-Ionen-Akkus nicht in belieber Menge mit an Bord genommen werden dürfen.

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Die eigentliche Problematik liegt nicht in einem bestimmten Herstellernamen (jetzt gerade: Dell/Apple/Sony), der aufgrund zeitnaher Ereignisse gerade mal schlecht dasteht.

 

Tatsache ist: Alle Lithium basierten Akkus haben es nicht gerne, wenn sie mechanisch schlecht behandelt wurden. Solche externen Ereignisse, kombiniert mit Fertigungstoleranzen (ich sage jetzt mal bewusst nicht "Fertigungsfehlern") bergen immer ein erhöhtes Risiko, dass das Teil irgendwann mal in Flammen aufgeht.

 

Mehr als einmal habe ich schon Leute gesehen, die Akkus mit gebrochener Kunststoffummantelung in ihren Notebooks hatten. Sowas deutet in der Regel immer auf "einmal richtig runtergefallen" hin.

 

Die Leute sind sich wirklich nicht bewußt, mit was für einer "Zeitbombe" sie da rumlaufen. Ein Li-basierter Notebook-Akku, der einmal so richtig auf den Boden geknallt ist, sollte nicht mehr verwendet werden!

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Die eigentliche Problematik liegt nicht in einem bestimmten Herstellernamen (jetzt gerade: Dell/Apple/Sony), der aufgrund zeitnaher Ereignisse gerade mal schlecht dasteht.
Das akute Problem derzeit ist sehr wohl mit einem Hersteller verknüpft: Sony hat bei der Herstellung gepfuscht und das Innenleben der Akkus wurde mit Metallspännen verunreinigt. In den einschlägigen Fachzeitschriften wie z.B. c't findet man jedoch so gut wie keine Hinweise auf größere Probleme durch unsachgemäße Handhabung der Akkus. Aber nicht nur Dell und Apple verwenden Sony-Akkus. Andere Hersteller veranlassten in den letzten Monaten ebenfalls Rückrufaktionen.

 

In der Schweiz gibt es übrigens schon länger Beschränkungen zu Lithium-Irgendwas-Batterien.

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Hmm, als Modellflieger arbeite ich auch mit 'rohen' Li-Polymer Akkus. Hast Du schonmal einen solchen Akku in der Hand gehabt?

 

Sehr dünne, flexible Aluminiumhülle, deformierbar (mit bloßem Fingerdruck). Elektroden werden als Metallfolie, durch dünne Kunststoffschichten getrennt, aus dem Akku herausgeführt.

 

Glaub mir, es ist jetzt nur gerade ein Problem mit Sony. Die Bauart, kombiniert mit der theoretisch höchstmöglichen Energiedichte eines Festkörperakkus (kein chemisches Element/Feststoff ist leichter als Lithium) und die typischerweise rauhe Behandlung in einem Notebook stellen ein nicht wegzudiskutierendes Risiko dar.

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