Sabo

Aktuelles zu TUIfly.com

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Wie ich geschrieben habe, "eventuell steht in den nächsten Tagen etwas in der Presse", also zu dem Zeitpunkt war nichts online. Jetzt gibt es immerhin schon einen Artikel auf Legal Tribune Online. Der Gerichtskalender ist relativ einfach auffindbar.

Zitat

Das Vorliegen eines wilden Streiks wird überwiegend als außergewöhnlicher Umstand [im Sinne des ] Art. 5 III Fluggastrechte-VO bewertet (so LG Stuttgart v. 26.10.2017, Az. 5 S 133/17; BGH v. 21.08.2012, Az. X ZR 138/11; EuGH Urt. v. 22.12.2008, Az. C-549/07). Davon abweichend beurteilte das AG Hannover (Urt. v. 05.07.2017, Az. 410 C 1393/17) das Vorliegen eines wilden Streiks nicht als außergewöhnlichen Umstand. [...]

Entscheidend ist nach Ansicht der Gerichte, dass es sich um einen Umstand handeln muss, der nicht dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entspricht und außerhalb dessen liegt, was üblicherweise mit dem Ablauf der Personenbeförderung im Luftverkehr verbunden ist oder verbunden sein kann. Die entscheidende Frage ist daher, ob es sich um einen Umstand handelt, der aus den üblichen und erwartbaren Abläufen des Flugverkehrs herausragt.

 

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Den Piloten kann das egal sein,Krankmeldung ist Krankmeldung ! Und das MUß man akzepzieren,um Vorfälle wie  von Hr. Lubitsch (Gemanwings) in Zukunft auszuschließen.

Ein juristisches Vorgehen gegen die Piloten wäre ein Zwang in eine Abhängigkeit (Piloten->Arbeitgeber ) , der keinen Spielraum mehr für freie Entscheidungen läßt. 

Würde man Piloten für ihr "krank" verurteilen,würde ich nicht mehr mit X3 fliegen. Zu gefährlich...

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vor 1 Stunde schrieb EDCJ:

Den Piloten kann das egal sein,Krankmeldung ist Krankmeldung ! Und das MUß man akzepzieren,um Vorfälle wie  von Hr. Lubitsch (Gemanwings) in Zukunft auszuschließen.

Ein juristisches Vorgehen gegen die Piloten wäre ein Zwang in eine Abhängigkeit (Piloten->Arbeitgeber ) , der keinen Spielraum mehr für freie Entscheidungen läßt. 

Würde man Piloten für ihr "krank" verurteilen,würde ich nicht mehr mit X3 fliegen. Zu gefährlich...

Aber du freust dich auf weitere FR-Strecken ab Berlin? Bewusst falsche Krankmeldungen sind auch bei Piloten nicht erlaubt.

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Das mußt du mir jetzt erklären: Ja,ich würde mich über weitere FR-Strecken freuen. Nur, was hat das mit bewussten falschen Krankmeldungen von Piloten bei Tuifly zu tun ???

Woher willst du wissen,ob die Piloten nicht wirklich fluguntauglich waren,weil sie psychisch zu sehr damit belastet waren,ihren Arbeitsplatz/Arbeitgeber zu verlieren??? Wie willst du jemand eine momentane psychische Notsituation widerlegen??? gerichtlich?

Wenn ich spüre,ich habe durch eine Firmenentscheidung zu hohen Puls/Blutdruck,kann ich nach Hause gehen,weil ich am Boden arbeite. Für einen Piloten,der sowas spürt,ist es erst Recht zwingend,nicht zu fliegen,ehe in der Luft schlimmeres passiert...

Edited by EDCJ

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Nun du willst TUIfly meiden wenn sich deren Piloten nicht mehr ruhigen Gewissens krank melden können weil sie sonst Repressalien fürchten müssen. Aber genau dies wird bei FR seit Jahren exakt so praktiziert. Nach deiner eigenen Logik darfst demnach auch nicht mehr mit FR fliegen...

Zum Rest wurde inzwischen genug gesagt.

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Nein,das ist falsch. Ich würde Tuifly meiden,wenn gerichtlich den Piloten eine falsche Krankmeldung unterstellt würde.

Wieso bist DU eigentlich Contra Tuifly-Piloten?

Im übrigen stelle ich mich nicht gegen die Piloten von Tuifly,ganz im Gegenteil,ich würde mit einem Flugboykott nur gegen falsche richterliche Entscheidungen,und natürlich auch gegen die Konzernleitung "demonstrieren" Klar merken die das nicht,wenn dort einer weniger bucht,dafür woanders. Wenn das aber tausende  (gewerkschaftlich organisierte) genauso machen,würde man den Fehler erkennen ...

Edited by EDCJ

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Das ist mal ein Logik-Sprung. Abgesehen davon, darum geht es gar nicht. Sondern um die Frage, ob ein wilder Streik ein außerordentliches Ereignis im Sinne der EU-VO ist und die Fluggesellschaft damit von Ausgleichszahlungen gemäß dieser Verordnung freigestellt ist.Ob sich der wilde Streik in Krankmeldungen, Nichterscheinen oder irgend einer andere kreative Art manifestiert spielt keine Rolle.

Grundsätzlich sollten die Anforderung an den Nachweis einer missbräuchlichen Krankmeldung sehr hoch sein.

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Ich finde schon die Auslegung "wilder Streik"  im Sprachgebrauch unpassend,wenn es um Krankmeldungen geht.

Klar,nach dieser Darstellung: Ein Arbeitnehmer,der sich krankmeldet,streikt. Wenn viele sich gleichzeitig Krankmelden,ist es ein wilder Streik. Wie KRANK ist Deutschland eigentlich ???

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vor 7 Minuten schrieb EDCJ:

Wenn viele sich gleichzeitig Krankmelden,ist es ein wilder Streik.

Kann man so und so sehen. Individuell Krank war da bestimmt wenig - wobei die Psyche auch ein mMn legitimer Grund ist. Aber in so vielen Fällen? Das klären Gerichte.

 

vor 8 Minuten schrieb EDCJ:

Wie KRANK ist Deutschland eigentlich ???

Das ist jetzt aber sehr pauschal.

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vor 8 Minuten schrieb d@ni!3l:

Kann man so und so sehen. Individuell Krank war da bestimmt wenig - wobei die Psyche auch ein mMn legitimer Grund ist. Aber in so vielen Fällen? Das klären Gerichte.

 

 

Aha,das klären Gerichte. Die holen sich also von allen betroffenen Piloten ein ärztliches Gutachten zum Tag der Krankschreibung vom behandelnden Arzt. Und zweifeln das an ? Was soll das für ein Verfahren werden? Will mann damit auch Ärzten ans "Leder" ob sie zu unrecht auf fluguntauglich  geschrieben haben? Wenn ein ärztliches Atest von einem Juristen (der keine Ahnung hat von Krankheiten) angezweifelt werden darf,dann stimmt im ganzen System nix mehr...

Edited by EDCJ

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Am 26.1.2018 um 23:03 schrieb OliverWendellHolmesJr:

Abgesehen davon, darum geht es gar nicht. Sondern um die Frage, ob ein wilder Streik ein außerordentliches Ereignis im Sinne der EU-VO ist und die Fluggesellschaft damit von Ausgleichszahlungen gemäß dieser Verordnung freigestellt ist.Ob sich der wilde Streik in Krankmeldungen, Nichterscheinen oder irgend einer andere kreative Art manifestiert spielt keine Rolle.

Geht es nicht viel eher darum, ob massenhafte Krankmeldungen als zu entschädigendes außerordentliches Ereignis zu werten sind?

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Habe so eben von der TUI bestätigt bekommen, dass die TUI Group zwei weitere 737 MAX geordert hat. Die Anzahl der Bestellungen beläuft sich damit auf 72 Stück, von denen die ersten beiden - wie bereits bekannt - schon ausgeliefert wurden. 

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vor 6 Stunden schrieb 787_Dreamliner:

TUI - Warum Fritz wieder Flieger liebt

Ein ganz interessanter aktueller Artikel zur 180°-Wende bzgl. der TUIfly innerhalb der TUI Group, der auch meine Gedanken der aktuellen Lage mit der Airline ziemlich gut wiedergibt. 

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/tui-warum-fritz-wieder-flieger-liebt/21158476.html

...die Frage ist nur, mit was und wie man z.B. Berlin häufiger verbinden möchte, meine Quellen berichten nur, dass zum Winterflugplan 18/19 in TXL statt einer B737 eine B738 stationiert wird... ich bin gespannt was Herr Keppler bzw. die TUI vorhat...

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vor 6 Stunden schrieb 787_Dreamliner:

TUI - Warum Fritz wieder Flieger liebt

Ein ganz interessanter aktueller Artikel zur 180°-Wende bzgl. der TUIfly innerhalb der TUI Group, der auch meine Gedanken der aktuellen Lage mit der Airline ziemlich gut wiedergibt. 

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/tui-warum-fritz-wieder-flieger-liebt/21158476.html

Ich kann da keine freiwillige 180° Wende erkennen.

Vor nicht mal einem Jahr hat man noch gehofft, die Airline mit Niki nach AT zu verscherbeln. Nur durch die AB Insolvenz war man gezwungen zu handeln, und jetzt redet man es sich schön. Wer weiß schon was passiert wenn sich die nächste Möglichkeit einer Fusion ergibt. TUIfly ist und bleibt bei der TUI unbeliebt, egal ob man nun expandiert (expandieren muss), und ganz egal was nach außen kommuniziert wird.

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vor einer Stunde schrieb EDDS:

Ich kann da keine freiwillige 180° Wende erkennen.

Vor nicht mal einem Jahr hat man noch gehofft, die Airline mit Niki nach AT zu verscherbeln. Nur durch die AB Insolvenz war man gezwungen zu handeln, und jetzt redet man es sich schön. Wer weiß schon was passiert wenn sich die nächste Möglichkeit einer Fusion ergibt. TUIfly ist und bleibt bei der TUI unbeliebt, egal ob man nun expandiert (expandieren muss), und ganz egal was nach außen kommuniziert wird.

 

vor 32 Minuten schrieb Blablupp:

Man verkauft halt alles als Erfolgsmeldung, was sich als Erfolgsmeldung verkaufen lässt, klassisches Business.

Schön reden sieht für mich anders aus. Zumal der Autor der Artikels darauf verweist, dass die Kernkompetenz der TUI nicht das Fliegen ist. ;) 

Nichtsdestotrotz hat man in Hannover auch die Erfahrung gemacht, dass die "alles aus einer Hand"-Lösung eben gewisse Vorteile mit sich bringt, die auch auf die Kundenzufriedenheit einzahlen und - wie im Artikel beschrieben - einem die Kontrolle über das Flugsegment gibt, sodass man die Auswirkungen auf Transfer und Hotel besser steuern kann. Dass die TUI Airlines für sich allein niemals eine Rendite erzielen, wie eine U2 ist klar. Dafür fliegt man zu sehr im Nischengeschäft. 

Der Verkauf oder Kauf von Geschäftsbereichen gehört zum Alltag eines jeden großen Konzerns. Also ist es normal, dass auch TUI regelmäßig seine Geschäftsbereiche prüft. 

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