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UA 951

Wird Frankfurt bald durchgereicht?

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@Flugplan

 

Sie scheinen das Problem der Flughafenkosten zu unterschätzen. Geschäft einer jeglichen Fluggesellschaft ist, Passagiere und Fracht zur richtigen Zeit mit dem höchsten Ertrag von A nach B zu bringen. Das geht direkt, über C oder alternativ über D. Und wenn C (=Frankfurt) immer teurer wird, lohnen sich immer mehr Direktflüge (für die Paxe auch mehr zahlen) oder andere Umsteigeflughäfen. Vor allem für Relationen, für die die Strecke über Alternativen zu Frankfurt kürzer ist; wenn man sich die Landkarte anschaut, dürfte für viele Relationen nach Süden und Osten München günstiger liegen, nach Westen und Südwesten haben Paris, Amsterdam und London Vorteile, und für bestimmte Ziele liegt auch Zürich günstiger.

 

Frankfurt versucht, die aussichtslose Lage durch Lohndumping, Lärmdumping und Ausnehmen der Lokalpassagiere in den Griff zu bekommen. Es erstaunt, dass die Hessische Landesregierung dies zum Nachteil der regionalen Wirtschaft und Bevölkerung zulässt. Und dass Ryanair noch nicht erkannt hat, dass die Begünstigung des Umsteigeverkehrs eine diskriminierende Gebührenregelung für Fluggesellschaften ist, die Frankfurt nicht als Umsteigeknoten nutzen.

 

 

Birger

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bitte kommt mir jetzt nicht mit betriebswirtschaftlichen kinkerlitzchen, die kenne ich zur genüge ... aber es muss doch auch irgendwie möglich sein, einen flughafen wirtschaftlich mit einigermassen gleichbleibenden fluggastzahlen und/oder flugbewegungen zu betreiben.

 

diese ganzen wunschvorstellungen mit jährlichen zuwachszahlen sind doch alles nur für aktionäre und manager wichtig!

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Hallo,

 

Frankfurt fällt zurück, weil das Lokalaufkommen vergleichsweise gering ist und die Bedeutung des Umsteigeverkehrs zurückgeht. Hinzu kommt die Vermolochung des Frankfurter Flughafens, die potenzielle Fluggäste bewegt, einen Bogen um Frankfurt zu machen. Die Bewegungskapazität ist in Frankfurt eher größer als in London - es besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial durch Einsatz größerer Flugzeuge, dass jedoch mangels Nachfrage nicht gehoben wird.

 

Unter Kostengesichtspunkten ist Frankfurt nur wenig wettbewerbsfähig; schon jetzt kann das Management auskömmliche Erträge nur auf Kosten der Stakeholder erwirtschaften

 

- Den Arbeitnehmern werden die Löhne gekürzt - der Personalaufwand je Kopf sank gegenüber der Vorjahresperiode in den ersten 9 Monaten um über 5%.

 

- Gegenüber der regionalen Wirtschaft und Bevölkerung nutzt man die Monopolposition aus, indem man für Lokalpassagiere weitaus höhere Abfertigungsgebühren verlangt als für Umsteiger

 

- Und den Lärmbetroffenen billigt man geringeren Schutz als anderswo in Deutschland zu.

 

Das "Zurückfallen" sollte man gelassen sehen - Frankfurt sollte nicht der größte, sondern der bestmögliche Flughafen für die Region sein. Davon ist er jedoch weit entfernt, und durch den Ausbau entfernt er sich vom Anspruch eines attraktiven Flughafens noch mehr.

 

Birger

 

Nehmen wir doch einfach mal an, das würde alles so stimmen... wie dann aber läßt sich der Erfolg von CDG erklären, denn:

 

- die "Vermolochung" von FRA muß noch ca. 20 Jahre so weitergehen und dann anschließend noch einmal mit Gülle begossen und von ein paar Anarchos gemanaged werden um den heutigen Stand der Vermolochung von CDG zu erreichen.

 

- Aus diesem und aus anderen Gründen wird CDG auch mehr und mehr von Umsteigern gemieden. Ich kann mal die Zahlen für den Umsteigeranteil von Air France+Partnern raussuchen, das ist nicht doll. Da sieht man dann schnell, daß CDG deshalb so groß ist, weil Paris im Gegensatz zu FRA eine Metropole mit starkem O&D-Aufkommen ist.

 

- den Arbeitnehmern in FRA werden die Löhne gekürzt... Mann, Ihr habt Probleme. Warum sollte deswegen der Flughafen nicht wachsen? Hier werden den Arbeitnehmern zwar zum Teil auch die Löhne gekürzt, nur mit dem Unterschied, daß sie dann deswegen erst einmal tagelang streiken. Und nicht nur wegen weniger Lohn, sondern auch wegen veränderter Einsatzzeiten, dem Aussortieren potenzieller Terroristen, etc. Und selbst wenn sie nicht streiken, sind die Mitarbeiter am Boden mega-ineffizient: wenn sie mal nicht gerade streeiken, bummeln oder beten, arbeiten sie schlampig, langsam, und verzögern den Betrieb. Das sind Gründe, die ein Flughafenwachstum behindern.

 

- Lärmschutz: ist in Paris auch ein riesiges Thema, immer wieder gibt es Bürgerinitiativen sowie sogar schon "konkrete" Pläne zum Bau eines dritten Pariser Flughafens irgendwo in der Pampa (150km nordöstlich von Paris glaube ich)

 

Sicher, Paris hat inzwischen vier Bahnen (hatte es eigenlich schon lange, aber man mußte sich erst mit der Arbeitnehmervertretung der Fluglotsen einigen, und das dauerte bis 18 Monate nach Fertigstellung der zweiten Nordbahn); es werden auch die Terminalkapazitäten erweitert, aber gleichzeitig werden auch welche unbrauchbar (manchmal gewollt, wie Renovierung CDG1, oder ungewollt, wie Zusammenbröseln CDG 2E).

 

Alles in allem muß es also noch andere Faktoren geben, warum FRA nach hinten rutscht.

 

Und auch wenn andere Nutzer hier das Gegenteil schreiben: ich steige nicht ungern in FRA um. Jedenfalls bestimmt lieber als in CDG (=Favela mit Landebahn), AMS (=nach 10km Fußweg dann noch einmal 30 Minuten Taxiing zur Polderbahn), MAD (="que?"), London LHR (=Einkaufszentrum zum Warten auf weniger Nebel), Mailand (="Streik des Tages: xxx"). Sicher, kleine Flughäfen wie ZRH oder BRU oder CPH sind vieeeeel angenehmer, aber von den großen Brummern ist mir FRA am liebsten.

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Komisch, wenn der Flughafen so furchbar unattraktiv ist und auch für den Umsteigeverkehr immer mehr an Bedeutung verliert, warum gibt es dann für den Sommer 2007 tagsüber im Gegensatz zum Sommer 2005 kaum noch freie Slots?

Übersicht

 

Die Fakten sprechen da ja wohl wie so oft gegen St. Florians Behauptungen.

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Wenn Frankfurt erst einmal das T3 im Süden des Airports hat, wird es dort noch komlizierter als in Paris oder London.

 

@ NoCRJ

 

Bei deiner Aufzählung der besseren Umsteigeairports kann ich MUC nicht finden, ansonsten past deine Aufstellung.

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Wenn Frankfurt erst einmal das T3 im Süden des Airports hat, wird es dort noch komlizierter als in Paris oder London.

 

@ NoCRJ

 

Bei deiner Aufzählung der besseren Umsteigeairports kann ich MUC nicht finden, ansonsten past deine Aufstellung.

 

Nein, nicht vergessen... als Exil-Bayer hat MUC einen ganz besondern Platz in meinem Herzen ;-)

 

(und außerdem den ersten Platz in meinem Logbook, gemessen in "Anzahl Flüge von/nach dort. Gefolgt von... eben, CDG!)

 

Nein, im Ernst: MUC ist ein sehr gut geführter Flughafen. Sicher, die Wege sind lang, aber was sind die Alternativen: weniger Abstellpositionen(unerwünscht, da Anzahl Flugverbindungen eingeschränkt), anderer Grundriß (zB "Speichenrad", bringt bei Umsteigen aber auch wenig), mehr Busfahrten (findet nicht nur ahoberg doof)... insofern, würde mich mal interessieren, welche Flughäfen denn von den Paxen, die sich über die langen Wege in MUC beschweren, akzeptiert werden. Klar, Paderborn und Erfurt. Blöd ist nur, wenn man von da aus irgendwo hin will, muß man zu einem Umsteigeflughafen, und der hat dann, eben weil er ein Umsteigeflughafen ist, auch lange Wege.

 

PS: noch kleine Anekdote zu CDG vs. MUC, die den Unterschied verdutlicht. Das Terminal 2 in MUC und das Terminal 2E in CDG sollten ungefähr zur selben Zeit eröffnet werden (Sommer 2003). Während die Bauarbeiten in MUC im März 2003 fast oder sogar ganz abgeschlossen waren und die ersten Simulationen mit Passagieren begannen, sah CDG 2E einen Tag vor Inbetriebnahme immer noch aus wie ein Rohbau. In der Nacht vor der geplanten Öffnung wurde der Bau inspiziert, und die Abnahme von den Behörden verweigert. Unter anderem war den Inspektoren eine Deckenbeleuchtung direkt vor die Füße gekracht. Einen Monat später sah 2E eigentlich immer noch genau so aus, wurde aber trotzdem eröffnet. Im Mai 2004, also weniger als ein Jahr nach Eröffnung, stürzte dann das Dack von 2E ein. Soviel zum Thema "Management eines Flughafens mit Hubansprüchen" - das beherrschen die in MUC wohl besser als in CDG. Und in FRA übrigens auch. Und damit zurück zum Thema: CDG ist nicht deshalb an FRA vorbeigezogen, weil es so ein phantastischer Flughafen ist.

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Birger hat mehr als Recht !!!

 

FRA ist und bleibt eine Katastrophe sowohl für die Paxe als auch für die Airlines.

 

Ich fliege relegelmässig und kann dem absolut nicht zustimmen. z.B. Die Verbindung mit dem Schienenverkehr ist in FRA ausgezeichnet (der Fernbahnhof einfach brilliant) und nicht vergleichbar mit LHR, CDG oder MUC.

 

In LHR ist neulich das Computersystem für das Gepäck ausgefallen und es sind immer noch hunderte von Gepäckstücke herrenlos. Gestern fielen im Terminal 2 die Screens aus, aber Verspätungen wurden nicht per Ansage mitgeteilt,... CDG ist meines Wissens nach auch nicht optimal und MUC hat nur 2 Runways und ist noch nicht voll ausgelastet.

 

FRA hat so seine Probleme, aber schlechtmachen hilft auch nicht.

 

Aloah

Macc

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Ich habe mal eine Frage:

 

Seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt wird in FRA das T1 stückchenweise modernisiert (neuer Bodenbelag, neue Deckenverkleidungen, neue Geschäfte, neue Gastronomie...). Leider gehen die Arbeiten seeeeeeeehr langsam voran. Da, wo bereits modernisiert wurde, sieht das T1 ordentlich aus. Da, wo noch nicht modernisiert wurde, sind Bodenbelag und insbesondere die Deckenverkleidungen noch immer in einem desolaten Zustand.

 

Wann gedenkt man eigentlich mit der Modernisierung des T1 fertig zu werden? Wenn das in diesem Tempo weitergeht, dauert das locker nochmals ein Jahrzehnt. Dann hat die Modernisierung insgesamt 20 Jahre gedauert. Reife Leistung...

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Gast boeing380

@ macclesfield

 

Was ist denn an dem Fernbahnhof so besonders?

 

So lange man von T1 losfliegt oder da ankommt, ist das ja schön und gut.

 

Aber bist Du schon mal mit dem ICE angekommen, hast Dich mit Deiner Familie und 4 Koffern plus Handgepäck quer durchs T1 zur Bahn Richtung T2 gequält?!? Warum muss ich da überhaupt soweit laufen? Wieso fährt die Bahn nicht am ICE-Bahnhof ab?

 

Wenn ich ans T3 denke, könnte ich jetzt schon lachen. Man wartet 20-30min auf sein gepäck, läuft zur Bahn zum T1, steigt in die kleine Bahn, fährt 15 min...Da ist schon einmal fast eine Stunde dafür verplempert, beim ICE anzukommen...

 

Das kann doch nicht das Konzept der Zukunft für FRA sein!

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Warum muss ich da überhaupt soweit laufen?
Weil Du Ahoberg heißt und keine Lust auf kostenlose Shuttelbus-Fahrten hast? Befasse Dich aber auch mal genauer mit dem Flughafenausbau, dabei insbesondere mit der geplanten Erweiterung des PTS im Rahmen des Terminalneubaus.

 

Was ich aber nicht nachvollziehen kann: Sollen die ICE dann Umwege fahren und 2x zur "Freude" der anderen Kunden der Bahn am Flughafen halten? Viele andere Flughäfen Europas währen froh, wenn sie überhaupt eine direkte Anbindung an das Fernbahnetz hätten.

 

Selbst der RMV sieht übrigens abweichend von der Fraport und des RP Darmstadt keine ausreichenden Vorteile für eine direkten S-Bahn-Anbindung des neuen T3, dennoch werden dort seitens des Flughafens Verkehrsflächen freigehalten.

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Gast boeing380

@ CB

 

Weil ich Ahoberg heisse?!? Kann Dir da irgendwie nicht folgen.

 

Ich habe auch nie von einem zweiten Stopp des ICE oder S-Bahn am neuen T3 gesprochen, sondern finde lediglich, daß der Frankfurter People-Mover direkt am ICE-Bahnhof halten sollte, damit man NICHT quer durch T1 laufen muss.

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@ CB

 

Weil ich Ahoberg heisse?!? Kann Dir da irgendwie nicht folgen.

 

Ich habe auch nie von einem zweiten Stopp des ICE oder S-Bahn am neuen T3 gesprochen, sondern finde lediglich, daß der Frankfurter People-Mover direkt am ICE-Bahnhof halten sollte, damit man NICHT quer durch T1 laufen muss.

 

Du musst NICHT quer durch den T1 laufen. Nur 250 Meter und am Busbahnhof ist ein T1-T2 Bustransfer, der wohl alle 15 Minuten faehrt. Der haelt dann am T2 fast direkt vor den Eincheck-Schaltern.

 

Vielleicht sollte man diese Option etwas besser bekanntmachen, aber sie existiert zumindest.

 

Welcher andere Flughafen hat denn eine solch gute anbindung ans Fernschienennetz? Duesseldorf ja wohl nicht mehr... :-)

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