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Aktuelles zum Flughafen Rostock-Laage

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Ja erst VLM, damn Germania und jetzt das. 

LH hat ja anscheinend 6/7 MUC-RLG angekündigt. 

Wer weiß, ob bei der Erweiterung der Laudamotion Basis in PMI noch was für RLG rausspringt.

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Gedankenspiel:

Selbst wenn die 6/7 LH Stimmen, Laudamotion noch 2/7 mit PMI kommt und der Flughafen 2/7 AYT mit sonst wem aus dem Hut zaubert: Was hilft das? Das ist eine wöchentliche Kapazität von rund 1500 Leuten. Optimistisch sagen wir 1200 Passagiere pro Woche im Sommer. Mit Glück kommst du auf 40.000 im Jahr. Damit wirst du auch in Kurzarbeit keinen Flughafen finanzieren können. Und es ist kein anderer Kunde in Sichtweite, der mit ein paar wöchentlichen Kursen etwas dagegenzustellen hat.

Da muss man sich als Betreiber Gmbh schon die Frage stellen, wie realistisch es ist da rauszukommen. Und wie die Schritte aussehen, falls es unrealistisch ist.  

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Am 20.7.2018 um 11:41 schrieb ebaar:

In Rostock geht es weiter bergauf. Im Vergleich zum Vorjahr konnte man die Passagierzahlen um 25% steigern. Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass der Wachstum auf allen drei Standbeinen des Flughafens (Urlaubsflüge, Linie, Kreuzfahrt) basiert.

 

Das Zitierte ist 7 Monate jung. Gutes Beispiel wie schnelllebig und unkalkulierbar die Branche geworden ist.

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Ich hatte bereits in einem Unterforum etwas zu RLG geschrieben und zitiere mich einfach mal selber.

 

Zitat

Also ich persönlich denke, dass RLG keine Zukunft mehr hat. Wenn schon die Charterflieger den Flughafen meiden und dafür lieber NUE, BRE, DRS wieder aufnehmen, dann ist das wohl ein Zeichen. Diese Region hat einfach keinen wirtschaftlich interessanten Ballungsraum. Berlin, Hannover, Hamburg sind alle nicht so weit weg und bequem per DB erreichbar. Ich denke und befürchte RLG wird der nächste Flughafen sein, der eine Rückstufung erhält. Selbst im Sommer kann die Nähe nach Usedom nicht helfen. Dort fliegen die Airlines lieber zum kuscheligen HDF. Entweder hat man im RLG etwas ziemlich falsch gemacht oder man hat ganz schlicht und einfach keine rausreichenden Kapazitäten für regelmäßige wirtschaftliche Flüge.

 

Im Bezug auf LH und MUC-RLG hätte es ja noch genug Wetlease Anbieter wie Avanti und WDL, die Flieger  mit um die 100 Plätze haben. Ob BAE und F100 wirtschaftlich sinnvoll sind lasse ich aber mal dahin gestellt.

 

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@PilotFlyer

"Selbst im Sommer kann die Nähe nach Usedom nicht helfen. Dort fliegen die Airlines lieber zum kuscheligen HDF. Entweder hat man im RLG etwas ziemlich falsch gemacht oder man hat ganz schlicht und einfach keine rausreichenden Kapazitäten für regelmäßige wirtschaftliche Flüge."

 

Im Sommer von RLG nach Heringsdorf sind minimum 3 Stunden Fahrt und wenn man Pech hat auch mal 5. Das war nie eine wirkliche Option. Und auf Usedom gibt es eine Gruppe von Hoteliers, die sich intensiv um Verbindungen bemühen, so wurde zum Beispiel in diesem Jahr eigens für die Verbindung DTM ein A319 gechartert. Der Tourismuswirtschaft um Rostock herum ist der Flughafen schlicht egal.

 

RLG hat nichts falsch gemacht. Das Geschäft wird nur für kleinere Fluggesellschaften immer härter und die Zahl der Marktausstiege nimmt zu, was naturgemäß Nischenflughäfen am härtesten trifft. RLG kann nichts für die Insolvenzen von Germania und flyBMI.

 

Die Frage für die Zukunft wird sein, wie die Gesellschafter reagieren. Das Land schiesst eine Million Euro zu, eine Erhöhung dürfte eher schwierig sein. Geplant war dieses Jahr wohl ein Verlust von 2,8 Millionen Euro, der jetzt wesentlich höher ausfallen dürfte. Unter den kommunalen Gesellschaftern gibt es schon seit längerem Streit über die Finanzierung. Mit den Geldern könnte man sicher etwas vernünftigeres machen, als einen Shuttle für Kreuzfahrer, die kein Geld im Land lassen und diese Diskussion wird jetzt wieder hochkochen.

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vor 31 Minuten schrieb Ijon Tichy:

@PilotFlyer

[...]

 

Die Frage für die Zukunft wird sein, wie die Gesellschafter reagieren. Das Land schiesst eine Million Euro zu, eine Erhöhung dürfte eher schwierig sein. Geplant war dieses Jahr wohl ein Verlust von 2,8 Millionen Euro, der jetzt wesentlich höher ausfallen dürfte. Unter den kommunalen Gesellschaftern gibt es schon seit längerem Streit über die Finanzierung. Mit den Geldern könnte man sicher etwas vernünftigeres machen, als einen Shuttle für Kreuzfahrer, die kein Geld im Land lassen und diese Diskussion wird jetzt wieder hochkochen.

Zustimmung, auch zum nicht mitzitierten Teil.

Die Rechtfertigung für die Zuschüsse ergibt sich in erster Linie durch die Linienanbindung nach MUC, die dafür sorgt, dass das Bundesland dadurch eine ganz brauchbare Anbindung an ein Drehkreuz mit weltweiten Anschlussmöglichkeiten erhält und somit eine gute Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes gewährleistet. Die Flüge zu den Warmwasserzielen und die Kreuizfahrtfliegerei sind eher wichtig für die Verbesserung der Einnahmesituation des Flughafens und damit einen verringerten Zuschussbedarf, rechtfertigen für sich genommen jedoch nicht seine Existenz. Deshalb ist eine baldmögliche Wiederaufnahme der MUC-Verbindung unabdingbar.

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vor 1 Stunde schrieb Ijon Tichy:

@PilotFlyer

"Und auf Usedom gibt es eine Gruppe von Hoteliers, die sich intensiv um Verbindungen bemühen, so wurde zum Beispiel in diesem Jahr eigens für die Verbindung DTM ein A319 gechartert."

 

 

Ist aber doch ein etwas kleineres Fluggerät, geflogen wird mit Dash8 Q400.

 

http://www.airliners.de/usedom-fluege-dortmund-zuerich/48295

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@PilotFlyer

Was hätte RLG denn bitte anders, bzw. "richtig" machen sollen?

Rostock hat halt nur gut 200.000 Einwohner, das Umland ist dünn besiedelt, der Ballungsraum bzw. das Einzugsgebiet von RLG kommt vielleicht auf 250-300.000 Einwohner.

Wie soll man da im Wettbewerb gegenüber vielfach größeren Ballungsräumen bestehen? NUE kommt locker auf 1,5 Mio, BRE dürfte auch bei gut über einer Million liegen und der Ballungsraum Dresden kommt auf 780.000, also immer noch etwa 3 mal so groß.

Dass die übrig gebliebenen Ferienflieger so kurzfristig ihre spärlichen Kapazitäten erstmal an den größeren Stationen unterbringen, um dort lediglich kleine Anteile der vormaligen ST-Flüge zu ersetzen, ist doch nur logisch. Und selbst diese Standorte müssen hart darum kämpfen und trotzdem erhebliche Einbußen hinnehmen.

 

RLG hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, hat sich v.a. mit den Kreuzfahrt-Chartnern eine lukrative Nische aufgebaut und auch sonst gezeigt, dass es eine gewisse Nachfrage nach Urlaubs- und auch Linienflügen gibt (LH nimmt MUC ja auch nicht zum Spaß auf).

Dass man nun an so einem Standort zwei Fluglinien, die von heute auf morgen dicht machen, nicht direkt ersetzen kann, kann man wohl kaum erwarten, v.a. wenn man sich das übrige Marktumfeld so anschaut.

 

Mittelfristig wird aber auch RLG es schaffen, die jetzigen Verluste wieder auszugleichen.

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Gibt es zur LH nach München eigentlich eine Quelle? Buchbar ist bisher nichts und außerhalb vom Forum habe ich auch keine Ankündigung gelesen...

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vor 18 Stunden schrieb scramjet:

@PilotFlyer

Was hätte RLG denn bitte anders, bzw. "richtig" machen sollen?

Rostock hat halt nur gut 200.000 Einwohner, das Umland ist dünn besiedelt, der Ballungsraum bzw. das Einzugsgebiet von RLG kommt vielleicht auf 250-300.000 Einwohner.

Wie soll man da im Wettbewerb gegenüber vielfach größeren Ballungsräumen bestehen? NUE kommt locker auf 1,5 Mio, BRE dürfte auch bei gut über einer Million liegen und der Ballungsraum Dresden kommt auf 780.000, also immer noch etwa 3 mal so groß.

....

Da haben wir doch das Problem. Warum muss jede Provinz seinen Flughafen haben? Gerade in den neuen Bundesländern, wo das Geld eh nicht ganz so locker sitzt bei vielen. Aus meiner Sicht braucht man Flughäfen wie Rostock, Mannheim und weitere einfach nicht. Nur weil eine Minderheit zu bequem ist einen etwas längeren Weg zu fahren. Schauen wir uns die Bewohner im Umkreis von MUC an. Die fahren locker schon eine Stunde zu ihrem Flughafen, nur aus MUC raus. Warum also nicht 1,5-2 Stunden nach Berlin oder HAM fahren, im Falle von RLG? Es geht doch auch wenn man Geld sparen kann. Ich habe Leute kennengelernt die aus Hamburg kamen und ab Stuttgart in den Urlaub geflogen sind, nur um 200€ zu sparen. Da geht dann Zug fahren plötzlich. Aus meiner Sicht läuft in Deutschland etwas ganz gewaltig schief.

 

Warum sind den Flughafen wie Kiel, Schwerin-Parchim und ZQW insolvent gegangen? Weil es keine Nachfrage gab und man die Kosten nicht decken konnte. Nur  von Billigbuden kannst du nicht überleben.

 

Diese ganzen Regioairports könnten doch ohne Subventionen eh nicht überleben. Wenn Länder Ihre Airlines in Europa subventionieren ist das verboten, aber bei Flughäfen ist das teilweise erlaubt. Warum? Alleine in NRW und Umgebung gibt es so viele Airports (PAD/FMO/DTM/KSF/DUS/CGN,NRN), sicherlich würde die Bevölkerung auch mit 2-3 Airports weniger auskommen. Nein dafür werden Steuergelder in diese Objekte gesteckt. 

 

So und nun darf gegen mich geschossen werden :-P.

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Im ganzen Land konkurrieren Standorte miteinander, fördern Gewerbeansiedlungen etc. Einen ohnehin vorhandenen Militärplatz zivil mitzunutzen, ist da eine sinnvolle Überlegung. Man will MVP wirtschaftlich beleben. Das geht nicht, wenn man die Erreichbarkeit verschlechtert.

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vor einer Stunde schrieb emdebo:

Nun ja, in dem Artikel taucht ja mal wieder die ominöse Bruttowertschöpfung auf und wer sich damit mal genauer beschäftigt hat, weiß dass es da um viel heiße Luft geht.

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Ein Faß ohne Boden geht sicher nicht, aber ein überschaubares Zuschussgeschäft könnte sich trotzdem lohnen. Das Problem ist, dass es in Deutschland kaum noch Regionalanbieter gibt, die eine passende Flugzeuggröße einsetzen können. Da ist eine A320 vermutlich zu groß. Das wäre eher was für eine ATR oder so und dann zu einem passenden Hub, etwa München.

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vor 3 Stunden schrieb emdebo:

 

Der Artikel geht ein bisschen am Thema vorbei, da er sich sehr viel mit der allgemeinen Luftfahrt beschäftigt. Aus diesem Blickwinkel haben natürlich sehr viele Flugplätze aus teilweise verschiedensten Gründen ihre Daseinsberechtigung.

 

Die wichtigere Frage ist allerdings, brauchen wir so viele Verkehrsflughäfen für regulären Passagierbetrieb? Mit entsprechend teurer Infrastruktur?

Der Spiegel nimmt den RLG zum Anlass, sich aktuell mit dieser Frage zu befassen, wobei ich den Artikel wenig aufschlussreich finde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/regionalflughafen-rostock-laage-leidet-unter-der-flybmi-pleite-a-1253905.html

Denn man stellt darin in erster Linie nur Fragen, aber gibt keine Antworten.

 

Aber pauschal lässt sich auch nicht beantworten, wann ein Regionalflughafen sinnvoll ist oder nicht. Ebensowenig, ob ein Flughafen grundsätzlich profitabel sein muss.

Vor allem ist es aber in vielen Fällen weniger die Frage, OB ein Flughafen/Flugplatz sinnvoll ist, sondern in welcher Form und auch in welcher Dimension. Bestes Beispiel KSF, als Verkehrslandeplatz natürlich absolut sinnvoll, als Regionalflughafen ein grober Fehler.

 

Speziell zu RLG bin ich der Ansicht, dass es hier durchaus gerechtfertigt ist, einen Regionalflughafen zu betreiben. Der ist jedoch mit seiner Kapazität von 1 Mio Paxe hoffnungslos überdimensioniert. Bei Planung/Bau des Terminals lagen die Pax-Zahlen ja lediglich bei 10-15% dieser anvisierten Kapazität. Und auch von der Kapazität abgesehen man sich doch sehr fragen, ob es hier, wie auch allgemein bei vielen Flughäfen, nicht etwas weniger repräsentativ und dafür etwas funktionaler und entsprechend günstiger nicht auch tun würde.

 

Aber angesichts der doch recht abgeschiedenen Lage Rostocks in einer wirtschaftlich schwachen Region halte ich es wie gesagt grundsätzlich für gerechtfertigt, hier einen Flughafen zu betreiben, selbst wenn es ein Zuschuss-Geschäft ist. Aber vor allem für die Kreuzfahrt-Zubringer, die für Rostock insgesamt sicherlich wirtschaftlich eine nicht unbedeutende Rolle spielen, ist das Vorhandensein einer entsprechenden Passagier-Infrastruktur vonnöten. Und ein gewisses Nachfragepotenzial besonders im touristischen Bereich ist schließlich auch vorhanden.

 

Wär halt schön gewesen, man hätte das Terminal ein paar Nummern kleiner und einfacher gebaut. Wäre nicht nur von den Baukosten sondern auch im Unterhalt und Betrieb deutlich günstiger. Dann käme man wohl zumindest mit deutlich geringeren Zuschüssen aus.

 

Aber grundsätzlich halte ich einen Regionalflughafen Rostock grundsätzlich für sinnvoll, im Gegensatz zu KSF, LBC, ZQW oder Parchim. Bei letzteren ist gar die Frage, ob man sie überhaupt als Verkehrslandeplätze braucht...

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Rostock hat als dünn besiedelte, strukturschwache Region wenig Outbound Traffic und die meisten Ostsee-Urlauber fahren da hin, weil sie gerade nicht fliegen müssen sondern nur das Auto vollpacken. Das Einzugsgebiet überschneidet sich außerdem mit erträglichen Fahrzeiten mit den Flughäfen Hamburg, Berlin und nicht zu vergesseen Usedom. Zum Vergleich: Die Lücke zwischen Stuttgart, München und Frankfurt ist mindestens genau so groß bei einem vielfachen an Einwohnern und Wirtschaft. Kurz: Von bestehenden Strecken ausgehend den Flughafen profitabel machen ist schon ambitioniert, bei Null startend scheint es mir praktisch unmöglich.

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Ein Autoahnzubringer oder eine Bahnstrecke sind auch meistens -nur für sich betrachtet- nicht wirtschaftlich, lohnen sich aber insgesamt für die Region. Deswegen leistet man sich sowas ja. Bei Flughäfen nun einfach den garantierten Dukatenesel zu erwarten, weil es ja "Luftverkehr" ist, funktioniert bei kleineren Standorten eben nicht. Man muss abwägen, ob es sich trotzdem lohnt, und wohin man mal damit will.

 

Was immer man tut, man sollte es langfristig machen und dann dabei bleiben.

Edited by Nosig

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10 minutes ago, VS007 said:

und nicht zu vergesseen Usedom.

 

Ich weiß nicht, wie es Usedom in diesen Chat geschafft hat. Das liegt 150 km weg und hat ein kleines bisschen Income-Charterverkehr im Sommer, weil sich ein paar umtriebige Hoteliers zusammengetan haben. (und Usedom von "Westdeutschland" nochmal 3 Stunden mehr Autofahrt sind als die "westliche" Ostsee (mit dem A20 Drama im Sommer wahrscheinlich eher noch länger).

 

Bei der ganzen Flughafendiskussion: wann lohnen sich denn eigentlich Autobahnen, Bahnstrecken und öffentliche Verwaltungen? :ph34r:

 

Noch viel mehr Regionalflughäfen müssen es natürlich nicht werden, Zweibrücken war so ein völlig überflüssiges Beispiel (nahe an Saarbrücken), aber rund um Rostock ist halt weit und breit nichts anderes...

 

 

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vor einer Stunde schrieb medion:

 

 

Bei der ganzen Flughafendiskussion: wann lohnen sich denn eigentlich Autobahnen, Bahnstrecken und öffentliche Verwaltungen? :ph34r:

 

 

 

Bei Bahn, Straßen und Wasserwegen gibt es eine Bundesverkehrswegeplanung, in der für einzelne Projekte Nutzen-Kosten-Analysen erstellt werden. Dass die Politik in diese Systematik gelegentlich reinpfuscht, steht dann auf einem anderen Blatt.

 

Beim Luftverkehr gibt es mehr oder weniger Wildwuchs und im Zweifel lassen sich die wohlwollenden Förderer der Regionalflughäfen Gutachten anfertigen, nach denen eine entsprechend eingegrenzte Region vom Rest der Welt abgekoppelt ist, wenn es den eigenen Flughafen nicht mehr gibt. So ist Beispielsweise DTM der einzige Flughafen der "Metropole Ruhr" und der Bürger aus Duisburg oder Essen lacht sich darüber natürlich ebenso schlapp wie der Bürger Dortmunds, der nicht nach Debrecen, Kutassi oder Ohrid fliegen möchte, sondern nach Madrid, Rom oder Paris. Im Jahre 2019 werden also auf der einen Seite Verkehrsträger vernetzt, man fährt mal eben 100 km um bei Bekannten einen Kaffee zu trinken, zugleich zieht man gedanklich unüberwindbare Mauern um die Regionalflughäfen um sich als unverzichtbar darzustellen.

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Das Problem ist, dass die großen Flughafen genau so auch aus Eigennutz argumentieren. Deutschland ist halt historisch kleinteilig. Man muss nicht hinter jeder Hecke eine Jetpiste bauen, aber mehr als zwei Drehkreuze sind eben schon drin.

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