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Aktuelles zum Flughafen Mönchengladbach

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Das Ding kann man vermutlich nur als Business Airport, Schul- und Werftstandort vermarkten, vielleicht auch noch mehr Richtung Holland und Belgien? Welche Betriebszeiten hat MGL denn aktuell, besonders abends?

Wenn Essen dicht macht, wäre das ein ganz guter Ersatz.

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Am 8.3.2018 um 08:23 schrieb MPG-Mann:

 

Schwierig, bei der Bahn (1200m). Die dicken Brummer kämen niemals voll raus und an Mittelstrecken braucht man gar nicht denken. Eine wirkliche Airline für den Airport sehe ich auch nicht, mangels geeignetem Kleingerät.

Skywork würde mir hier spontan einfallen.

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MGL ist maximal für 50-Sitzer sinnvoll nutzbar.

Ich weiß, es gab Zeiten da ist man mit Bae 146 ab MGL geflogen ...

(aber mit heftigsten Payload + Reichweite Beschränkungen)

Der User Debonair könnte dazu sicher etwas sagen ... ;)

Aber die zwei Haupthindernisse für MGL sind:

1) die Nähe zu DUS.

2) die schlechte Erreichbarkeit aus Richtung Süden (Aachen). Man muß große Umwege fahren, um zum MGL zu kommen. In der Zeit ist man auch gleich in DUS (oder CGN).

Aber daß ist eine Folge Verkehrspolitischer Fehlentscheidungen von vor 30/40 Jahren.

Die A44 direkt am MGL sollte mal aus Aachen kommen, wurde aber nur bis eine Abfahrt nach dem Kreuz Holz gebaut. Das fehlende Stück zwischen AK Holz und dem MGL ist nur 12Km.

Nun muß man also komplett um MG herum über Stauverseuchte Autobahnen fahren ...

Edited by MHG

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Der Flughafen MGL ist auch ohne ein bisschen Linie mit mehr als 40.000 Flugbewegungen pro Jahr gut ausgelastet. Mehr Flugbewegungen als Münster/Osnabrück, Paderborn/Lippstadt, Dortmund oder Weeze.

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Naja, die kommt in der Regel aber nicht daher, dass man einen Riesenaufwand für eine Handvoll Linienflüge betreibt - die in Zeiten wie diesen ja auch nicht aus Jux und Dollerei überhaupt erst einmal zu einem Regioairport kommen, sondern nur mit entsprechenden Nebengeräuschen... Davon mal abgesehen - das Thema ist weitgehend hypothetisch - wer soll da fliegen? In den 1990er Jahren gab es reichlich Regioairlines mit Turboprop 50 Sitzern. Heute gibt es da faktisch nichts mehr in ganz Europa von ein paar subventionsabgreifenden Franzosen und Briten mal abgesehen.

Versteht mich nicht falsch, in bin seinerzeit viel und vor allem gerne Linie ab MGL geflogen.

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vor 12 Stunden schrieb Blablupp:

Trotzdem müssen sie sich Gedanken zur Profitabilität machen.

Wie ist denn da überhaupt die Lage? Also ist man profitable oder defizitär?

Gerade wenn man sich um die Profitabilität eines derartigen Flugplatzes Gedanken macht, muss man unbedingt den Blick nach Kassel richten - als Flughafen für GA und Standort für zahlreiche Firmen war man meines Wissens nach durchaus profitabel (oder machte zumindest keine Verluste). Die Probleme fingen mit dem Ausbau des KSF an...

Ähnliches wäre auch in Gladbach zu befürchten.

Und man kann ewig lang drüber diskutieren, ob nicht Flüge mit kleinen Regiomaschinen ab solchen Standorten sinnvoll wären, oder als Alternativen zu den großen und überlasteten Flughäfen für Touriflüge o.ä. in Frage kämen.

Fakt ist aber halt, dass die Regionalfliegerei praktisch ausgestorben ist, alle diesbezüglichen Versuche einer Airlinegründung in den letzten Jahren über kurz oder lang (in den meisten Fällen über kurz) gescheitert sind, und ebenso, dass sich selbst recht etablierte Flughäfen in den letzten Jahren schwer getan haben, Fluggesellschaft zu akquierieren, sondern im Gegenteil oft starke Einbußen hatten, weil sich die Airlines vielmehr aus der Fläche zurückgezogen haben, anstatt in diese zu expandieren. Gerade in NRW ist das anhand von FMO, PAD, NRN und DTM ziemlich gut zu sehen. Und diese haben i.A. auch große Probleme mit der Profitabilität.

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Steht doch im RP Artikel: 7,5 Millionen kalkulierter Verlust bis 2020, als 2,5 p.a.

Passagiergeschäft macht bei den Voraussetzungen nun wirklich keinen Sinn und man muss schauen, dass man den GA Sektor expandieren kann.

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Vergleichbare Flughäfen (Regio-Airports mit kurzer Piste) sind mittlerweile alle ihrer Linien verlustig gegangen: Augsburg, Kiel, Hof, Bayreuth, Mönchengladbach. Der einzige Airport, der sich noch hält, ist Mannheim. PAD, FMO, NRN, ERF etc. haben den (operativen) Vorteil, durch 737/A32X-Tauglichkeit auf Charter und/oder LCC setzen zu können, während bei den genannten außer Regio-Turboprops und früher den BAe 146 nichts geht/ging. KSF hat ja das Millionengrab genau mit diesem Ziel geschaufelt - größeres Gerät anlocken zu können als zuvor.

Über kurz oder lang dürfte die Flughafenlandschaft auf der Linie in Deutschland so aussehen wie in den frühen 1980ern zzgl. zwei oder drei ehemalige Militärflugplätze, die rein LCC und/oder Fracht abdecken (HHN, NRN, FMM). Ausnahme unter den Newcomer-Airports mit etwas ausgewogenerem Mix könnte langfristig FKB sein.

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vor 1 Stunde schrieb scramjet:

Wie ist denn da überhaupt die Lage? Also ist man profitable oder defizitär?

Gerade wenn man sich um die Profitabilität eines derartigen Flugplatzes Gedanken macht, muss man unbedingt den Blick nach Kassel richten - als Flughafen für GA und Standort für zahlreiche Firmen war man meines Wissens nach durchaus profitabel (oder machte zumindest keine Verluste). Die Probleme fingen mit dem Ausbau des KSF an...

Gewinne schrieb man in Kassel schon in den 90er Jahren nicht mehr. Was dazu führte, dass die privaten Gesellschafter ihren Anteil immer weiter reduzierten und weitere kommunale Gesellschafter hinzutraten. Neben dem 6-stelligen jährlichen Defizit kam dann noch ein immenser Investitionsstau hinzu. Ende der 90er wurde die FAG (Fraport) gutachterlich beauftragt, die Chancen des VLP zu bewerten. Die FAG sah ausschließlich im Ausbau des kommerziellen Luftverkehrs die Möglichkeit, den Flughafen betriebswirtschaftlich zu betreiben.

Edited by MarioEDVK

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Am 16.3.2018 um 09:55 schrieb touchdown99:

 In den 1990er Jahren gab es reichlich Regioairlines mit Turboprop 50 Sitzern. Heute gibt es da faktisch nichts mehr in ganz Europa [..]

Und die Elektro-Flugzeuge(zuerst "Kleingerät") die kommen sollen?

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vor 14 Minuten schrieb Michael72291:

Und die Elektro-Flugzeuge(zuerst "Kleingerät") die kommen sollen?

Träumer ... (ohne böse Hintergedanken)

Bis sowas - wenn überhaupt - einsatzreif sein wird, sind die meisten heute unter uns weilenden bereits unter der Erde ...

Bringt also dem MGL (und den anderen Regionalairports) auf absehbare Zeit nichts und selbst dann stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit.

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