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kirchi

Perspektive der dt. Regionalflughäfen

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ach die Firmen buchen doch kein Low Cost, die lassen doch niemanden zu einem Fliegerhorst fahren.

AB wird da gemeint sein, GermanWings , die sind kurzfirsitg gebucht auch nicht gerade billig

Die Regionalhäfen sind jetzt in einer Interimsphase, die 100,150€ Retourtickets sind noch für breite Bevölkerungsschichten interessant, es kommt jetzt auf die weitere Preisentwicklung in den nächsten Jahren an, so Emissionshandel, weitere Steuern, usw es wird halt keine neue innerdeutschen Vebindungen dort mehr geben, jede neue aufgenommene Verbindung wird man an die grosse Glocke hängen. Dann auch die Frage, ob der Euro kaputt gehen wird und die Leute durch ein neues Finanzregime viel Erspartes verlieren usw.

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@ locodtm: Ich sehe schon, wir sind in der Sache insgesamt fast exakt der gleichen Meinung. :) Um dich nochmal kurz zu zitieren:

DUS hat nicht mehr viel Luft nach oben und es gibt genug Potenzial in der Region. Wir reden hier über das größte Einzugsgebiet Deutschlands.

Genau dieses Argument hört man schon seit 10-15 Jahren, und es wird ja teils auch genutzt, z.B. vom FMO, als ein Argument pro Verlängerung der Runway.

Dennoch ist es immer noch so, dass sich die Airlines mehr denn je auf DUS konzentrieren und an den kleinen Flughäfen noch weiter streichen. Z.B. streicht AB FMO-VIE und stockt gleichzeitig DUS-VIE auf. Selbst bei Touristenchartern, die ja eigentlich nur wertvolle Slots belegen, die Airlines wie LH oder AB vielleicht mit yield-stärkerem Verkehr (Business-City-Ziel, Interkontziel) nutzen könnten, wurden oder werden nicht ausgelagert. Wenn es denn also so schlimm ist mit den Slots in DUS, frage ich mich, warum dann trotzdem auch der x. wöchentliche Flug nach PMI und der y. wöchentliche Flug nach AYT ab DUS angeboten wird, anstatt für sowas eine zusätzliche Maschine nach CGN, DTM, FMO oder so zu stellen.

 

 

@ Hilfskraft:

ach die Firmen buchen doch kein Low Cost, die lassen doch niemanden zu einem Fliegerhorst fahren.

Aha?? Warst du schonmal in NRN, HHN oder ähnlichen Flughäfen? Also auf meinem letzten FR-Flug (einer der wenigen) auf NRN-STN saßen morgens ca. 20-30 Geschäftsleute im Anzug im Wartebereich (und natürlich tragen nicht alle, die dienstlich unterwegs sind, Anzüge), viele davon schon am Telefonieren oder am Arbeiten am Laptop. Selbstverständlich wird auch dienstlich mit LCC geflogen, wenn die Zeiten und sonstigen Rahmenbedingungen stimmen.

 

Dann auch die Frage, ob der Euro kaputt gehen wird und die Leute durch ein neues Finanzregime viel Erspartes verlieren usw.

Etwas OT: Wir reden doch hier noch über Deutschland, oder? Rein hypothetisch: Wenn überhaupt, werden bei einem Verlassen des Euroraumes die Bewohner der Länder ihr Erspartes abgewertet bekommen, die derzeit Schwierigkeiten haben, z.B. Griechenland (Währungen würden eben abgewertet).

Wir Deutschen hätten bei einer Rückkehr zur DM vermutlich eher das "Problem", das unsere Ersparnisse immer mehr wert sein würden. "Problem" deswegen, weil die DM zu stark wäre und Deutschland damit zu teuer im internationalen Vergleich. Man muss sich aktuell nur die Schweiz und ihren Franken anschauen.

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@ locodtm: Ich sehe schon, wir sind in der Sache insgesamt fast exakt der gleichen Meinung. :) Um dich nochmal kurz zu zitieren:

 

Genau dieses Argument hört man schon seit 10-15 Jahren, und es wird ja teils auch genutzt, z.B. vom FMO, als ein Argument pro Verlängerung der Runway.

Dennoch ist es immer noch so, dass sich die Airlines mehr denn je auf DUS konzentrieren und an den kleinen Flughäfen noch weiter streichen. Z.B. streicht AB FMO-VIE und stockt gleichzeitig DUS-VIE auf. Selbst bei Touristenchartern, die ja eigentlich nur wertvolle Slots belegen, die Airlines wie LH oder AB vielleicht mit yield-stärkerem Verkehr (Business-City-Ziel, Interkontziel) nutzen könnten, wurden oder werden nicht ausgelagert. Wenn es denn also so schlimm ist mit den Slots in DUS, frage ich mich, warum dann trotzdem auch der x. wöchentliche Flug nach PMI und der y. wöchentliche Flug nach AYT ab DUS angeboten wird, anstatt für sowas eine zusätzliche Maschine nach CGN, DTM, FMO oder so zu stellen.

 

Hatte ja auch schonma, sowas vorgeschlagen mit Köln. Ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass der Düsseldorfer Flughafen extrem gut per Bahn zu erreichen ist. Der Kölner FLughafen wird hauptsächlich von der S-Bahn angefahren, Düsseldorf hingegen hat sehr viele Regional-Express-Züge. Zudem liegt der Flughafen Köln schon sehr weit im Süden von NRW und ist somit schon ein ganz schönes Stück aus dem Ruhrgebiet nach Köln.

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Naja man müsste ja auch nicht alles nach CGN verschieben. CGN für Leute, die aus dem Gebiet südlich von DUS kommen, FMO für den nördlichen Teil NRWs (beide Flughäfen gut für touristische Operations wegen der Betriebszeiten), vielleicht auch DTM für das zentrale Ruhrgebiet, wobei dort die Zeiten suboptimal sind für die Stationierung einer Maschine. Da nur ein Bruchteil der Touristen, die ab DUS fliegen, wirklich aus Düsseldorf kommen, verkürzt man für viele vielleicht so sogar den Anfahrtsweg vorm Abflug in den Urlaub.

Aber der Status quo zeigt ja ziemlich gut, dass die Verlegung von Flugverkehr (zumindest bisher) einfach nicht stattfindet trotz Engpässen in DUS, eher im Gegenteil. Ansonsten müsste der Trend an den besagten Flughäfen um DUS herum eigentlich besser sein.

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@jet, genau da liegt das Problem, dass die kleineren Flughäfen haben. Das Einzugsgebiet überschneidet sich oft mit dem eines größeren Flughafens. Da hat es erstmal jeder Regioairport schwer. Natürlich wird von den Airlines erst der größere Flughafen angeflogen, bzw. es werden mehr Frequenzen angeboten. Die Kleineren müssen ihre Schwächen mit den Vorteilen kaschieren. Kürzere Wege, billigere Gebühren usw. sind zwar gute Anreize, aber wenn ich kein Geld verdiene, dann nützt mir auch die Passagierfreundlichkeit nicht mehr viel.

Ich habe grade nicht die genauen Zahlen aber ich kann mir vorstellen, dass DUS jetzt durch krisenbedingte Streichungen wieder mehr Platz hat. Es gab aber auch die Zeit wo über Gladbach als Zweitflughafen für den GA-Verehr geredet wurde

 

Edit: wollte noch ergänzen, dass AB sich natürlich auf DUS konzentriert und deshalb nichts auslagert und AB ist immer noch die Nr. 1 im Tourismusgeschäft in D.

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Insbesondere für AB ist auch zu beachten, dass nicht jede Maschine die touristische Ziele anfliegt, nach der Ankunft in DUS wieder ein touristisches Ziel anfliegt. Dort fliegen die Maschinen dann auch mal Linienflüge nach Berlin, München, Wien,... Somit kann eben eine AB nicht beliebig die Maschinen an andere Flughäfen verlegen. Das könnten wenn, dann nur die reinen Touristik-Airlines wie Tuifly oder Condor. Zudem ist Münster nicht derart gut an das Schienennetz angebunden, wie es Düsseldorf ist, das selbe gilt auch für Dortmund.

 

Zudem muss man auch sagen, dass in Düsseldorf von der Bahnkapazität noch einiges gehen würde, wenn man beide Bahnen durchgehend betreiben dürfte, aber da spielt ja wieder die Politik nicht mit.

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Zudem liegt der Flughafen Köln schon sehr weit im Süden von NRW und ist somit schon ein ganz schönes Stück aus dem Ruhrgebiet nach Köln.

 

Und von mir aus immer hinter dem Stau auf dem Kölner Autobahnring. :)

 

Wer aber, außer die kleinen Lokalmatadoren, welche (im Idealfall wie die OLT) in der Region verwurzelt sind, soll die Regionalairports anfliegen? Eine Flybe wie in England wird es hierzulande nicht geben, da LH sich nicht wie BA in Großbritannien aus der Fläche zurückgezogen hat. BA betreibt dort kaum noch Verbindungen, welche London nicht tangieren. In Manchester z.B. ist BA gefühlt kaum noch anwesend. In diese Lücke ist Flybe gestoßen. Dazu kommen eben jene dicht frequentierten kurzen Regionalstrecken, mit denen Flybe Passagiervolumen und damit Flottengröße aufbaut, was du in Deutschland gegen eine gut ausgebaute und schnelle Bahn (und wegen mir auch gegen das Auto) nie erreichen kannst. Von den deutschen Regionalairports wird man nicht so ein Aufkommen in ausländische Regionen, z.B. nach Paris erreichen, wie eine Flybe (als größte britische Inlandslinie) auf einer gut frequentierten kurzen Inlandstrecke in England.

 

Die meisten deutschen Regionen sind eben nicht mehr so isoliert wie früher, da verlieren diese regionalen Flughäfen Teile ihrer Geschäftsgrundlage. Man kann aus diesen Regionen größere Flughäfen mit größerem Angebot in viel kürzerer Zeit als früher erreichen. Ausnahmen sind dann weiterhin bestehende Randlagen, wie Friedrichshafen mit einem stabilen Flugangebot, oder auch Westerland mit starkem Passagierzuwachs. Hier reguliert der Markt durch Flugverbindungen die unzureichende Infrastruktur für den Bodenverkehr.

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Jeder Regionalflughafen sieht für sich ein großes Potential und läßt dies durch Gutachter berechnen. Es gibt keinen einzigen Regionalflughäfen, wo man nicht vorher mit dem "großen Potential" argumentiert hätte. Wenn man sich aber mal anschaut, wie diese Potentiale berechnet werden, weiß man auch, wie weit der Weg von einem Potential zu einem entsprechenden Angebot und einer ausreichenden Nachfrage ist. Das gilt im Prinzip für alle (regionalen) Airports.

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man wird das Gefühl nicht los, dass die Regionalföughäfen einem Dornröschenschlaf verfallen sind. Einzig Cochstedt und Saarbrücken scheinen derzeit im Aufwind zu sein, PAD, ERF, AOC es sieht nicht wirklich rosig aus. Schade, Potential ist sicherlich da...

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Da müssen Saarbrücken und Cochstedt noch einiges an Flügen aquirieren, um an die Passagierzahlen von Paderborn (auch nach den AB-Kürzungen) zu kommen! :)

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Da müssen Saarbrücken und Cochstedt noch einiges an Flügen aquirieren, um an die Passagierzahlen von Paderborn (auch nach den AB-Kürzungen) zu kommen! :)

Da schon aber letztendlich betrifft die hier diskutierte Entwicklung auch PAD und noch deutlich größere Airport und nicht nur die FR/U2 Airports NRN, HHN oder SXF sondern eben auch FMO, NUE und zum Teil auch HAJ.

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SCN im Aufwind? Hab ich was verpasst? Ich würde eher sagen, SCN befindet sich genauso auf Talfahrt wie alle anderen Regionalflughäfen auch (und das übrigens schon seit knapp einem Jahr)!

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ADV-Zahlen lügen nicht. ;) Link

Laut den Zahlen Januar-August 2011 war SCN aber gehörig im Minus: -10,6%. Von Aufwind kann auch ich hier wenig erkennen.

 

Man muss allerdings natürlich immer sagen, was man meint bzw. auf welche Zeiträume man sich bezieht. Cityflyer hat das ja getan, daher dazu auch noch eine Anmerkung:

SCN im Aufwind? Hab ich was verpasst? Ich würde eher sagen, SCN befindet sich genauso auf Talfahrt wie alle anderen Regionalflughäfen auch (und das übrigens schon seit knapp einem Jahr)!

Also alle Regionalflughäfen sind nicht auf Talfahrt, sondern man muss genauer differenzieren. Nach der oben angeführten Statistik haben einige kleinere Airports, die hier mit ins Thema passen dürften wie DTM und FMO, seit Jahresanfang ihre Passagierzahlen gesteigert. Bei anderen geht es derzeit abwärts, Beispiele wären BRE, PAD, HHN, NRN, SCN, FKB, FDH usw. Bei anderen ist aufgrund von Neuigkeiten der letzten Zeit klar, dass die nahe Zukunft schlechter wird als der Status quo, z.B. in BRE, PAD, FMO, ERF usw. wegen diverser Streichungen, sei es von FR, sei es von AB. Alle genannten Airports sind jetzt nur exemplarisch, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. ;)

 

Andererseits kann man natürlich auch Zahlen und Aussichten über einen längeren Zeitraum, also mehrere Jahre, diskutieren, und da schneiden sicherlich fast alle schlecht ab. Ausnahme waren in der Vergangenheit vor allem die LCC-Airports, aber auch dort scheint die Entwicklung des großen Wachstums nun vorbei zu sein. Und auch wenn es in der Vergangenheit Wachstum an den klassischen Regio-Airports gab (also die ohne LCC), dann meist schwächer als der Marktdurchschnitt, d.h. selbst im Wachstum haben die kleinen Airports Marktanteile verloren.

 

Und ich glaube, dass für so einige Airports jetzt gerade wieder schwere Zeiten anbrechen, nämlich vor allem für die, die bisher stark AB-lastig sind und waren.

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man wird das Gefühl nicht los, dass die Regionalföughäfen einem Dornröschenschlaf verfallen sind. Einzig Cochstedt und Saarbrücken scheinen derzeit im Aufwind zu sein, PAD, ERF, AOC es sieht nicht wirklich rosig aus. Schade, Potential ist sicherlich da...

 

Man kann es nur immer wieder wiederholen. "Potential" und tatsächliche Nachfrage sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Potential ist das Lieblingswort der Provinzfürsten und ihrer Auftragsgutachter und mehr oder weniger beliebig. Aktuellstes Beispiel: in Kassel sieht man sich in der Mitte Deutschlands und meint ein großes Potential zu haben. Die Relität lehrt uns - nicht nur in Kassel - eines besseren.

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