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Rutsche des Grauens

Tripreport: Auf Umwegen nach Samoa

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Feststellung: "Sehr günstige" Flugtarife (you know what I mean...) verleiten einem zu Flügen, die man mühsam in andere integrieren muss. So kam es, dass ich irgendwann letzten Sommer einen sehr günstigen Flug nach Indien gefunden habe. Sogar mit Jet Airways, von denen hört man ja immer nur gutes und ist nicht auf die Sklavenbestuhlung von AF angewiesen. Diesen Flug konnte man auch passend über die Osterzeit legen, also hab ich da zugeschlagen. Gleichzeitig sah ich, dass ich mit meinen UA-Meilen sehr günstig (einerseits in Meilen, andererseits ohne Kerosinzuschlag) die Weiterreise antreten konnte. Fehlt nur noch das Zwischenstück. Dafür kam die Edreams-Aktion sehr passend. Nach vielen Excelkalkulationen stand dann das Routing fest und ich machte meinen Namen als Schnäppchenoma wieder alle Ehre:

 

FRA-BRU (LH-Meilenticket mit KEF-BER-FRA im Sommer kombiniert)

BRU-BOM (s.o.)

BOM-CMB-BKK (Edreams)

BKK-UTH (Kaufticket, kein Maximierungspotential vorhanden)

UBP-BKK-NRT-AKL (UA-Meilenticket)

AKL-WLG (Kaufticket, ging nicht mehr auf das UA-Tix)

AKL-SYD-BKK-BOM (UA)

BOM-BRU-TXL (s.o.)

TXL-FRA (Kaufticket, hatte noch nen anderen passenden OW)

 

Später stellte ich fest, dass ich nochmal 15,000 Meilen spare, wenn ich den Turnaround des UA-Tickets in die Südsee verlege. Nadi oder Papeete wären mir zwar lieber, aber nur Apia hatte noch freie Kapazitäten. Also buchte ich noch zwei Tage in der Südsee dazu. auf die Meilenerstattung warte ich heute noch, aber das ist ein anderes Thema...

 

Eine Woche vorher gab es dann noch einen schönen Tarif der Tschechen, BKK-FRA Return in Business für 320€. Da ich im September sowieso nochmal nach Bangkok muss, hatte ich den natürlich gebucht, wie wir ja alle wissen kam drei Tage später die Absage und das Gänze wird nach Ankunft in Deutschland bei meinem Anwalt landen. Oder vielleicht doch nicht?

 

Eine Warnung noch vorweg: Ich hafte nicht für Rechtschreibfehler oder komische Autokorrekturen, da ist Apple schuld ^^

 

Soviel zum theoretischen. Nun zum praktischen.

Es ist 4:40. Mein Wecker klingelt. Scheisse ist das früh. Um 5:19 steh ich am Bahnhof und eine halbe Stunde später am Flughafen. Ferienbeginn. Schlangen durch das ganze Terminal. meinen großen Koffer habe ich meinen Eltern schon zwei Wochen vorher mitgegeben, da ich es 9W nicht zutage, meinen Koffer zu UL durchzuchecken.

Im erstaunlich leeren Kartoffelsalatparadies das erste Frühstück am Tag eingenommen, gleich nebenan war das Gate für den Brüssel-Flug. FIngerposition? Haha! Natürlich Busgate!

 

Der Flug an sich verlief unspektakulär und in BRU muss man noch mehr laufen wie in FRA. Online-Check-In ging für den Flug nicht, da ich einen Kotshare buchen musste. Im Terminal angekommen sah ich eine riesige Schlange, die sich quer durch das Gebäude schlängelte. Natürlich war das meine. kein Wunder, Jet Airways hat ein Drehkreuz in Brüssel und fertigt 6 Maschinen gleichzeitig ab. Meine sah ganz gut für einen VDB aus, allerdings wollte man mir kein Rerouting anbieten (Am Ende blieben noch eine Hand voll Plätze frei). Nach einer Stunde anstehen war ich dann auch mal an der Reihe und es gab nur meine Geliebten Mittelplätze. Würg.

Glücklicherweise konnte ich am Gate dann noch einen Gangplatz klarmachen...

 

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Erster Eindruck der Maschine: Dagegen sehen die Europäer alt aus! Die 777 ist 3-3-3 bestuhlt und auch der Sitzabstand ist gut. Es gibt sogar Fußstützen. Die Sitze sind sehr bequem und haben einen riesigen Recline. Mit einer Stunde Delay ging es dann los in Richtung Mumbai. PTV an jedem Sitz ist auch selbstverständlich, nur die Box im Fußraum stört ein bisschen.

Zusammen mit bisschen Knabberzeugs wurde mir das erste Bierchen serviert. Stella oder Tiger, ist ja klar dass es kein Kingfisher an Bord gibt ;)

 

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Mit dem Essen ließ man sich Zeit und es wurde dann so 2 Stunden nach Abflug serviert. Ich wählte natürlich das indische Non-Veggie-Essen, und ja, das Chicken Korma war sehr lecker. der Flugbegleiter warnte mich noch, dass das "spicy" sei, ich merkte davon nichts. Seit meinem Nepalausflug letztes Jahr bin ich einiges gewohnt...

 

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Ich schaute mir noch paar Serien und Filme an, irgendwann döste ich ein und schon gab es die zweite Mahlzeit: Einen Wrap und danach noch ein Eis.

 

Ich muss sagen, Jet Airways ist toll. Super Essen, super Sitze, ganz gutes IFE. Die Crew könnte nur motivierter sein. Das Mood Lighting hatte ich als alter Star-Alliance-Flieger zum ersten Mal gehabt und ja, es sieht sehr geil aus.

 

Landung in Mumbai on Time dank Rückenwind, jetzt beginnt der Spaß. Da ich nicht mit Jet Airways, sondern mit Srilankan weiterfliege, muss ich erstmal 20 Minuten am Transferschalter absitzen, mein Pass wird mitgenommen. Danach wurde mir eine Transit Passenger Card ausgestellt, mit der ich mich in 90 Minuten am Gate mit einem 9W-Representative treffen soll, die mir dann die richtige Bordkarte gibt. Incredible India.

Nach der Fummelbude entdecke ich erstmal einen Stand mit kühlem Kingfisher. Für 395 Rupien pro 0,5er Dose hole ich mir erstmal zwei Stück,ehe ich dann am Gate feststelle, dass ich gerade mehr als 11 EUR für 1 Liter Bier ausgegeben habe...

Das Bier verfehlt seine Wirkung nicht (Kleine Bierkunde, während ich hier am Gate sitze und mir erneut der Pass abgenommen wurde: Kingfisher ist eines der wenigen asiatischen Biere, die man wirklich trinken kann! Asahi und Tiger gehen auch noch. Beerlao soll der Benz unter den Asia-Bieren sein, hab ich allerdings mangels Verfügbarkeit noch nie probiert)

Wie schon gesagt, jetzt sitze ich hier am Gate, die inzwischen drei Liter Bier (gepaart mit relativ wenig Essen) verfehlen ihre Wirkung nicht und nun warte ich darauf, dass mir mein Pass inklusive Bordkarte wiedergebracht wird. Natürlich mit dem Kommentar, dass ich sehr gerne auf einen anderen Flug ausweiche, falls meiner Überbucht ist :)

 

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Immer wieder kommen die Leute mit meinem Pass wieder, wollen noch mehr Informationen wie ich weiter flieg. Eine Stunde vor Abflug dann, endlich, gibt es die Bordkarte im Tausch gegen den Passierschein. Praise the Lord! Ich muss aber vorher noch mal an die Security, da muss noch ein Stempel drauf. Geschafft. Incredible India.

 

Der A320 der Srilankan, der mich nun nach Colombo bringen wird, hat erst eine Eingangsverspätung und darf dann noch eine halbe Stunde am Gate warten. Luftraum ist überfüllt. Nachts um 3. Incredible India.

 

Irgendwann, ich in einer Phase zwischen Schlaf und Wach, ging es dann los. Die Sitze, steinhart (baugleich mit den alten, die Ryanair verbaut hatte) tun ihr Übriges. Dann gibts Futter. Chicken Tikka, irgendwas Kartoffelartiges und als Nachtisch ein Wassermelonenkuchen oder sowas. Serviert mit richtigem Besteck und richtigen Gläsern. Merke: Auf einem 2-Stunden-Flug! Dazu noch ein schönes srilankanisches Bier und ich verschlafe den Rest des Fluges.

 

In Colombo angekommen steht am Nachbargate der A330 nach Guangzhou bereit. Mir reichts, ich steig in Bangkok schon aus. Auch hier leider ein Flieger ohne PTV, aber egal, ich verpenn eh fast alles. bis aufs Essen. Es gibt sogar Menükarten. Weil ich morgens um 7/nachts um 4 (je nach Zeitzone) keine Luft auf Fisch habe,nehme ich das vegetarische Futter. War ganz akzeptabel. Pünktlich die Landung in Bangkok. da aber vorher noch eine Transaero angekommen ist, gibt's erst nach einer Stunde den Einreisestempel. Endlich Da. Ich werde zu alt für die 4-Umsteiger-Flüge.

 

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Mit der Bahn fahre ich in die Stadt und checke dort im All Seasons Siam ein. Mehr als 7€ pro Nacht inkl. Frühstück nach Abzug von Cashback ist der Schuppen nicht Wert. Mein Aclub Platinum bringt bei der Expediarate eh nichts, also erwähne ich den erst gar nicht. Jetzt erstmal Schlaf nachholen.

 

Am Abend laufe ich in die Stadt und hol mir im Hawker Centre vom MBK ein sehr geiles Pad Thai. Für umgerechnet 40 Cent. Würde ich hier wohnen, würde ich mir sowas von den Magen vollschlagen. Allerdings mache ich den Fehler und würze das Zeug so, wie ich es in Deutschland gewohnt bin. Ich glaube, meine Lippen haben nun Verbrennungen ersten Grades.

 

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Danach traf ich mich noch kurz mit einem Bekannten, da wir beide aber recht früh rausmüssen geht's schon recht früh wieder zurück.

 

Die Nacht zeigt, dass selbst die 7€ nichts Wert sind. Das Bett ist durchgelegen und ich brauche jetzt erstmal eine Ladung Ibuprofen, bis ich auf die Beine komme und meine Schulter wieder bewegen kann. Das Frühstück ist vollkommen okay und fast das Geld wieder wert. Mit der Hochbahn fuhr ich in Richtung Mo Chit zum Busbahnhof. Aber Obacht, dieser ist nicht direkt an der Bahnstation! Also erstmal quer durch die Parks gelaufen, zufälligerweise das Eisenbahnmuseum gefunden und irgendwann stand ich dann vor dem Busbahnhof. Für etwa einen Euro ging es dann nach Ayutthaya.

 

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Die Fahrt dauert circa 90 Minuten und geht auch am alten Flughafen vorbei. Auf dem Apron stehen alte Tristars und 747 Classic, alle abgestellt und die Flut letztens tat ihr Übriges.

In Ayutthaya angekommen erstmal mit mäßig Wasser eingedeckt und dann die Tempel erkundigt. Ja, ganz nett hier und vor allem nicht überlaufen. Heute war auch noch freier Eintritt, das hat nochmal 30THB (also ein Mittagessen) pro Tempel gespart. Es ist schon imposant, diese Ruinen zu sehen. Beim Hochwasser standen die Tempel kniehoch unter Wasser, man sieht allerdings nichts mehr davon.

 

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FUCK THE POLICE!

 

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Auf dem Rückweg noch schnell am Straßenrand an einem BBQ schnell einen Mittagssnack geholt, bevor ich mich eigentlich per Bahn zurück machen wollte. Die Bahnstation ist außerhalb der Insel, laut Lonely Planet per Fähre erreichbar. Allerdings wurde die Fährhafen bei der Flut anscheinend weggespült, also müsste ich doch wieder mit dem Bus zurück.

Am alten Airport Don Muang stieg ich aus, ich war hier seit Jahren nicht mehr. Es hat sich nichts geändert, außer dass es nun hier ruhiger ist. Am Terminal 2 sind sogar noch die alten Schilder angebracht, welche Airline wo ihre Schalter hatte.

 

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Diesmal fuhr ich mit der Bahn zurück. 20THB in der 3. Klasse für eine Stunde Fahrt bei offenem Fenster, das ist eine nette Erfahrung. Insbesondere das Restaurant an den Bahngleisen, welches aus Platzgründen einige Tische zwischen die Bahngleise (!) gestellt hat ist sehr imposant. Ob ein solches Geschäftskonzept nicht mal was für eine ICE-Strecke ist?

 

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Weiter gings dann nach einer Übernachtung am Flughafen für 90 Cent nach Cashback nach Udon Thani. Auf dieser Strecke leisten sich alle Airlines einen guten Preiswettbewerb. Ich habe diesmal TG für 45€ gebucht. Air Asia wäre paar Euro günstiger gewesen, dafür hätte ich kein Frühstück in der Lounge gehabt und außerdem war für meinen Flug ein schöner A300 eingeplant.

Die Domestic Lounge ist ganz okay, bei Abendabflügen sollte man nur bedenken, dass es dort keinen Alkohol gibt. Der TG-Flug war überraschenderweise sehr gut gebucht. Im Innenraum geht nicht mehr Retro. Bunte Sitze, Malereien an den Wänden... Man fühlt sich gleich in die 80er versetzt!

 

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Zu Futtern gab es dann ein Brötchen mit einer Seafoodpampe und ein Getränk. Reicht doch.

 

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Nach knappen 45 Minuten bin ich dann auch schon wieder auf dem Boden. Interessanterweise steht in UTH eine 747 rum, aber keine Ahnung, für was die genutzt wird. Flugbereit ist sie zumindest nicht mehr.

 

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Die Abholung war auch schon da und es ging dann ab, Verwandte besuchen. Im Waldtempel. Dort hätte ich zwar auch übernachten können, ich bevorzugte jedoch das nahegelegene Resort, was mit etwa 15€ pro Nacht auch ganz akzeptabel im Preisrahmen lag.

Dort am Waldtempel gibt es unter anderem auch einen Tempel, der die Mönche ehrt, die vor 30 Jahren an Bord einer HS748 auf dem Weg, von der Königsfamilie geehrt zu werden, abgestürzt sind.

 

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Am nächsten Tag ging es weiter nach Ubon Ratchathani (nicht zu verwechseln mit Udon Thani, zwischen den Orten liegen 400km!) und noch mehr Verwandte zum besuchen.

Da mir dort schnell langweilig wird, blieb ich auch nur eine Nacht und flog am nächsten Abend weiter. Obwohl TG inzwischen nur noch zwei Mal am Tag UBP anfliegt, gibt es dort sogar eine Lounge! Tja, liebe Hansels, mit euren drei täglichen Flügen ab Friedrichshafen ist sowas nicht möglich...

 

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Die 737-400 hat in C ganz passable Hocker, die mit denen einer Domestic Först in den Staaten vergleichbar ist.

Zu Essen gab es auf diesem 40-Minuten-Hüpfer auch etwas fischiges, man beachte die Tischdecke!

 

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In Ubon wollte mir mein Gepäck nicht mit Tokyo durchlabeln, so musste ich das in Bangkok in Empfang nehmen und neu aufgeben. Erfahrene BKK-Geschädigte wissen, was das heißt: Genau, ich darf nun die 700THB Airport Tax berappen. Mal schauen, ob und wie ich mir diese zurückholen kann...

Dank der bescheidenen Flugzeiten hatte ich nun gute 5 Stunden am Airport, die ich natürlich in der Lounge verbrachte. Dazu kamen nochmal eine halbe Stunde Verspätung der NH auf dem Inbound-Flug.

Gegen 1 Uhr Nachts hebte dann die Air Nippon 767-300 ab. Die Sitze sind okay, nur nicht für Redeyes. Miese Recliner. Das IFE an Bord kann man vergessen, dafür ist die Crew sehr bemüht.

 

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Nach einem Glas Sake (aus der Region Fukushima, sehr lecker und nicht zu vergleichen mit den bisherigen Supermarkt-Sakes, die ich bisher immer hatte) versuchte ich, etwas Schlaftrunkenheit herzustellen, bevor ich dann etwa 2 Stunden später von der Crew geweckt wurde. Zeit für Frühstück.

 

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Natürlich bestellte ich die japanische Variante, die zumindest für mich sehr lecker war. Das einzige, was nich so toll war, war die eingelegte Rohkost.

 

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Landung in Narita um 8, dann schnell noch ab in die Arrival Lounge zum Duschen und rein in den Keisei Express in die Stadt. Eigentlich hatte ich die Intention, nur in Narita City zu bleiben, bei 10 Stunden vor Ort erschien mir das jedoch recht langweilig. Der Keisei Express ist der "Billigzug", der einen in 80 Minuten für etwa 10€ nach Tokyo reinbringt. Zum Vergleich: Die 40-Minuten-Variante kostet mehr als das Doppelte!

Da ich erstens wenig Zeit vor Ort hatte und zweitens schon öfters in Tokyo war, blieb ich in den Stadtteilen rund um die Ueno Station. Da jet gerade die Kirschblüte ist, war der Ueno Park natürlich richtig voll. Dennoch sehr interessant anzusehen. Und es gab bei den Essenständen mein geliebtes Okonomiyaki! Damit hat sich der Trip hier her schon gelohnt.

 

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Unter den Bahngleisen fand ich dann auch einen Supermarkt, deckte mich mit Tee ein und fuhr weiter zur Tokyo Station. Dort ist der Kaiserpalast immer hübsch anzusehen. Nach einem Abstecher über Ginza ging es dann wieder zurück zum Flughafen. So langsam meldet sich der fehlende Schlaf, sodass die 80 Minuten Fahrt auch nicht mehr ins Gewicht fallen und ruhig länger hätten sein können...

Der Check-In von Air New Zealand ist hübsch mit Stofftieren verziert und ich erlebte den ersten Wow-Effekt: Ohne Probleme konnte ich mein Gepäck bis zur Enddestination Wellington durchchecken, es wurde mir auch schon gleich meine Bordkarte gegeben. Merke: Zwei verschiedene Tickets UND nah an der Minimum Connecting Time! Wow.

 

Schon beim Einsteigen wurde ich mit Namen begrüßt, die Purserin konnte diese während des Fluges auswendig. Ebenso kam sie nach dem Stadt zu jedem hin, stellte sich vor und fragte, was man so in Neuseeland vor hat und gab Tipps. Man stelle sich so etwas bei europäischen Fluggesellschaften vor! Bei einem weiteren Flugbegleiter stellte ich fest, dass dieser der deutschen Sprache mächtig war und als ich ihm sagte, dass ich Deutscher bin war er richtig froh. Wir kamen ins Gespräch und er bot mir an, nach der Ankunft mit mir ins Domestic Terminal rüberzugehen. Ich schreibe selten Lob über eine Airline, aber bei Air New Zealand ist es in diesem Fall wirklich angebracht!

Soviel zur Crew. Das Essen und insbesondere die Weine waren auch eine der besten, die ich bisher an Bord hatte. Ich wählte das Rind mit Kartoffeln und Brokkoli, es war wirklich zart und hatte Geschmack. Der Blauschimmelkäse zum Abgang war etwas zu sehr intensiv, aber gut, besser als ein geschmackloser Gouda. Der Dessertwein dazu spülte das gut runter. Es ist noch zu erwähnen, dass jedem Sitz ein Weinguide ausliegt.

 

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(Komischerweise gab es den Käse NACH dem Eis)

 

Ich ließ mir meinen Sitz zum Bett umbauen und war erstaunt, wie bequem dies ist und vor allem, wieviel Platz man im Schulterbereich hat! Da kommt keine LX-C und vor allem keine Fußkuschel-LH-C mit. Hätte sich nicht meine Speiseröhre dauernd gemeldet (Vorteil an den Rutschen: Da fließt das Zeug nach unten :D) hätte ich auch länger als die 5 Stunden schlafen können.

 

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Dann gab es auch schon Frühstück. Den Jogurt mit Früchten kann man sich nach belieben zusammenstellen lassen, als warmes Menü hab ich die Pancakes gewählt. Und den Tee endlich mal aus richtig großen Bechern! Was nerven mich immer die kleine Tassen an Bord von Flugzeugen...

 

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Zum IFE ist noch kurz zu erwähnen, dass die Kopfhörer wirklich gut sind und die Auswahl auch ordentlich. Gibt sogar einige Filme auf Deutsch. Der Monitor ist nur kein Touchscreen.

Landung vor Plan, Einreise problemlos und schon war ich im Domestic Terminal. Der Koffer muss am Band abgeholt, selbst abgeholt und dort wieder aufgegeben werden.

 

Die Domestic Lounge hat einen riesigen Bier- und Weinkühlschrank, mich interessierte erstmal die Dusche.

Essensauswahl ist vergleichbar mit einem Frühstück in einem 3-4-Sternehotel, wochentags gibts dort auch einen Barista, wenn man sich zu fein für die Kaffeemaschine ist. Natürlich auch hier richtig große Becher.

Boarding für meinen Weiterflug nach Wellington verlief auch zügig und es gab Seatblocking für einen armen BD Gold. Die billigsten Buchungsklassen geben keine Meilen, aber als Statusheini kann man sich die vorderen Reihen mit massig Sitzabstand vorreservieren.

 

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Zu Essen gab es auf diesem 50-Minuten-Hüpfer drei verschiedene Snacks sowie den üblichen Barservice.

Es sei noch zu erwähnen, dass man die günstigsten Flugpreise bei NZ nur mit POS in Neuseeland bekommt. Jetstar ist zwar teilweise günstiger, aber die Dusche und das Durchchecken waren mir die paar Euro mehr wert.

 

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In Wellington angekommen, den Koffer abgeholt und ab mit dem Bus ins Hotel. Ich hatte das Comfort Hotel gebucht, nach Cashback für immer noch teure 25 Euro. Dafür gab es weder Wi-Fi noch Frühstück. Die Lage war aber okay. Fast nebenan hab ich mit Burgerfuel meine neue Lieblingsburgerkette entdeckt (Burger mit Rote Bete und Spiegelei rockt!) und ich schaute mir mal Wellington ab. Ist ja die Hauptstadt Neuseelands. Und recht hübsch ist die Waterfront auch, auch wenn man vom kostenlosen Wifi absieht.

 

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Das Parlement ist als "Beehive" bekannt und ist ein schöner Vertreter des Betonbrutalismus. Hübscher ist eine Fahrt mit der Standseilbahn, von dessen Endpunkt aus man auch einen sehr schönen Blick üb die Stadt hat. Ein Botanischer Garten ist auch vorhanden, wobei dieser nicht an den Benchmark aus Sydney rankommt. Man kann auch von hier aus wieder herunterlaufen, ich habe aber wieder die Bahn genommen.

 

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Das Highlight Wellingtons ist das Nationalmuseum "Te Papa", in diesem unter anderem auch ein Riesenkalmar ausgestellt ist. Die ganzen Exponate sind sehr ansehlich und kurzweilig aufbereitet, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Danach lief ich noch kurz zum Stadtstrand, bevor ich mich ins Hotel machte.

Dank der Osterfeiertage fuhr der erste Bus zum Bahnhof erst gegen 7 Uhr, das war mir definitiv zu spät. Da ich mich weigere, der Taximafia Geld in den Rachen zu werfen hieß es also, noch früher aus den Federn und die 30 Minuten zum Bahnhof gelaufen.

Eigentlich krank. Der Zug dauert länger (12h vs. 1h) und ist such noch teurer als der Flieger zurück nach Auckland, dennoch ist die Strecke des Overlanders eine der schönsten Bahnstrecken der Welt und führt uret durch die Nationalparks.

 

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Der Zug catert inzwischen allein für Touristen, es gibt auch nur einen pro Tag. Dafür gibt es einen Panoramawagen sowie für die Fotorgafen auch eine offene Plattform.

Morgens um 7 sehnte ich mir nichts sehnlicher herbei, als dass der Gasthof zum goldenen M seine Pforten öffnet und ich diesem nach Jahren wieder einen Besuch beschere, aber meine Wünsche wurden verwehrt. In weiser Voraussicht habe ich mir schon am Vorabend im 24h-Supermarkt ein Frühstück geholt, aber erstaunlicherweise waren die Preise des Zugbistros doch sehr human. Kaffee und Sandwich kommen auf ca. 6€, da ist man wohl als Deutscher von den heimischen Preisen abgehärtet. Es gab auch Lammkeule für 9€, aber sowas am Morgen muss dann doch auch nicht sein.

 

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Mittags macht der Zug eine halbe Stunde Pause und das örtliche Bahnhofscafe das Geschäft seines Lebens. Aber auch hier waren die Preise recht human: Für einen wirklich leckeren Süßkartoffelsalat hab ich 5€ gezahlt.

 

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Weiter ging es dann durch den Tongariro Nationalpark, bis 11 Stunden nach Abfahrt endlich die Vororte Aucklands erreicht wurden. Dann noch schnell in den Schienenersatzverkehr (per Anruf auf der Mailbox und Mail angekündigt!) und schon war ich in Auckland.

Das Hotel dort sprengt zwar meinen durchschnittlichen Übernachtungspreis, allerdings musste ich mich hier der Mehrheit fügen und außerdem ist die Waschmaschine im Zimmer gar nicht mal so schlecht. Wenn denn meine Reservierung gefunden werden würde.

Dann schau ich aufs Datum. Falscher Monat. Nonref-Rate. Fuck.

Zum Glück war dann noch ein Zimmer frei und ich musste zähneknirschend die Nacht ohne Cashback buchen.

Ich schrieb Ebookers noch eine Mail und 2 Tage später wurde mir der Storno bestätigt. Voller Betrag PLUS Stornokosten soll ich zahlen. Whatthefuck? Da muss ich dann nochmal hinschreiben...

Irgendwann viel später kamen dann zwei weitere Bekannte von ihren innerneuseeländischen Eskapaden an und ich verbrachte nun die kommenden zwei Tage mit denen in Auckland.

Am nächsten Morgen beschlossen wir, den Coast to Coast Walk zu laufen. 16km. Über zwei Hügel. Egaaaaaaaal.

Wobei ehrlicherweise gesagt werden muss, dass wir am Anfang und am Ende ein kleines Stück weggelassen haben.

Durch den Auckland Domain führt der Walk auf den Mount Eden, ein ehemaliger Vulkan, dessen Krater immer noch sichtbar ist. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Innenstadt.

 

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Weiter gehts. Aber jetzt ist erstmal Essen angesagt. Wir fanden uns in einem kleinen hübschen Stadtviertel wieder, wo wir einen kleinen unscheinbaren Fischladen ausmachen, in dem ich mein bis dato bestes Fish&Chips nun hatte. Schön auf die britische Art. Genial.

Durch den Cornwall Park ging es dann auf den zweiten Hügel, den One Tree Hill. Dieser hat U2 zu ihrem Song und dieser widerum die gleichnamige Serie zu ihrem Namen inspiriert.

 

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...aber auf dem One Tree Hill ist doch gar kein Baum? Genau: Der wurde vor mehr als 10 Jahren von Maori-Aktivisten abgeholzt. Seitdem steht nur noch das Denkmal, dass an die Vorfahren erinnert.

 

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Nach einem Besuch im Supermarkt ging es dann wieder ins Hotel und am Abend zur White Lady, einer stadtbekannten Burgerbude, die uns Michae Felser empfohlen hatte. Der Aucklander mit 2 Lagen Steak mit insgesamt 300g (+Rest) war doch bisschen zu heavy, mir hat auch ein normaler gereicht...

Am nächsten Tag stand eine Fahrt auf eine der vorgelagten Inseln auf dem Plan. Die Fähre nach Rangitoto verpassten wir, also ging es auf Waiheke Island, der Insel der Bonzen und so. Es gab ein Package inklusive Busrundfahrt und Tageskarte für den ÖPNV dort, da haben wir doch gleich das genommen.

 

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Zum Glück hängt das Foto nicht in der FTL-Lounge ;)

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Die Strände und die Landschaft sind sehr nett, aber vor allem ist die Insel für ihren Weinanbau bekannt. Wir ließen uns mit dem Bus zu enem beliebigen Weingut bringen und starteten die Promillemaximie, sorry, Weinprobe. Nach 4 Weinen war Schluss und obwohl ich eigentlich kein Weißweintrinker bin muss ich sagen, der Cabernet Sauvignon war wirklich sehr lecker! Eine Flasche für den Abend besorgt und wieder ab zur Fähre. Aufgrund des frühen Abfluges hatten wir die letzte Nacht am Airport vorgesehen. Das Best Western für 15€ nach Best Rate Guarantee und Gutscheinvoucher war ein ganz ordentliches Motel, so wie man sie von den Amis kennt. Shuttle gab es auch und so waren wir dann gegen 7 am nächsten Morgen wieder am Flughafen.

Ich checkte für meinen NZ-Flug nach Apia ein, die anderen beiden für ihren AR-Flug nach Sydney. Zurück sind die jedoch mit C-Bordkarten für den QF-Flug gekommen. Das heißt also, Loungehopping! In der NZ-Lounge wurde Frühstück aufgetischt, wobei das in der Domestic Lounge irgendwie üppiger war. Die Weinauswahl auch.

In der Qantas-Lounge wurde das Frühstück schon weggeräumt und gegen das Mittagessen ausgetauscht. Liebe Lufthansa, bitte besucht mal diese Lounge. Der Kartoffelsalat war wirklich lecker!

Dann war schon Boarding angesagt. Die 767 war mit 155 Pax gefüllt und ich war erstaunt, welchen BMI die Samoaner am Gate so als Standard haben. Das ist ja fast schon wie in den Staaten.

 

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Die C war recht leer und die Crew okay. Als Mittagessen nahm ich das sehr leckere Lammgulasch und spülte den Rest mit dem noch leckeren Dessertwein runter. Von dem brauch ich definitiv ne Flasche zuhause.

 

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Interessanterweise ist auf der 767, leider mit nicht ganz so bequemen Reclinern ausgestattet, die Musikauswahl größer als auf der 777. Die Filmauswahl hingegen ist kleiner.

 

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Nach 3:30 gings in Apia runter und nun bin ich nun an dem Ort angelangt, der das erste Licht des Tages sieht, Bis zum letzten Jahr lag Samoa noch hinter der Datumsgrenze, aber das wurde jetzt leider geändert.

 

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Ich besorgte mir einen Mietwagen und fuhr als erstes nach Apia in die Stadt rein, um mir einen Führerschein zu besorgen. Nein, nicht wie in der Khao San Road: Der (internationale) Führerschein reicht hier nicht und man braucht eine lokale Übersetzung.

Im Supermarkt besorgte ich mir noch das lokale Gebräu (nicht wirklich zu empfehlen) und machte mich auf den Weg an die Südküste. Tempolimit ist 55 und schneller kann man auf den Straßen hier wirklich nicht fahren. 2 Stunden später bin ich nun hier im Hotel angekommen, direkt am leeren Strand. 40€ pro Nacht mit Halbpension ist für das Zimmer verglichenmit Thailand oder Malaysia nicht ganz angemessen, aber okay, Samoa ist nicht günstig.

Touristisch ist Samoa noch nicht so erschlossen wie die Nachbarn. Es gibt nur ein größeres Resort an der Nordküste, das will dann aber auch mal locker 300€ pro Nacht. Über Hostelworld (Ja, kein Cashback!) hab ich mir die Faofao Beach Fales an der Südküste für etwa 40€/Nacht mit Halbpension gebucht. Hier gibt es neben den traditionellen Fales, also einfache offene Strohhüte am Strand auch normale Zimmer mit Dusche. Dazu noch direkt am Strand. Was will man mehr?

 

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Die Hitze auf Samoa ist richtig fies, man ist noch durchgeschwitzter als z.B. in Singapore. Also ab unter die Dusche und schon wurde das Abendessen aufgetischt. Typische samoanische Küche für die 5 Hotelgäste. Da das Hotel familiengeführt ist, gleicht es auch einem Familienessen.

Am Abend ist hier die Hölle los... not! Es gibt nichts zu tun, also hab ich mir noch zwei Folgen O.C. reingezogen bevor ich ins Bett bin.

Beim Zimmer darf man nicht viel erwarten, es ist sehr "landestypisch" und in Thailand würde so etwas für unter 500THB verkauft werden. Einige Mitbewohner hatte ich auch. An die Geckos und die Ameisen gewöhnt man sich, jedoch nicht an diesen handgroßen Burschen, der jeden Abend hinter dem Waschbecken die Wand hochgekrabbelt kam...

 

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Der nächste Tag bestand eigentlich nur aus einem: Relaxen. Was anderes kann man hier nicht machen. Seh angenehm, den Stand für sich selbst zu haben ohne irgendwelche nervenden Verkäufer. Nur Sonnenliegen gab es leider keine.

 

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Das Meer ist echt traumhaft. Keine Wellen, man kann sich einfach nur einlegen und treiben lassen. Aber Obacht: Die Korallen sind bei Ebbe dicht unter der Wasseroberfläche und ich hab mir daran auch das Knie aufgeschrammt...

Beim Tsunami vor zwei Jahren wurde diese Region quasi komplett weggespült, daran litt auch die Meereslandschaft und viele Korallenstämme wurden zerstört. Allerdings gibt es immer noch sehr viele zu entdecken.

Am Abend wurde dann das Festmahl aufgetischt: Da jemand seinen runden Geburtstag im Hotel feierte, wurde ein Spanferkel auf de Grill gespannt. Wenn man den ganzen Tag über nichts gegessen hat ein Traum!

Noch traumhafter und für mich eines der Highlights war der Sternenhimmel. Hier auf der Insel. esteht kaum Luftverschmutzung und dort sieht man erst, was uns hier in Europa entgeht... So viele Sterne habe ich noch nie gesehen. Einfach nur am Strand sitzen und den Sternenhimmel betrachten, unbeschreiblich.

Am nächsten Morgen musste ich schon um 10 Uhr morgens auschecken und fuhr die 2 Stunden Fahrt zurück nach Apia. Zwischendruch noch an einigen netten Wasserfällen gehalten.

 

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Merke: "Sightseeing" in der Mittagssonne kann man hier vergessen. Man geht richtig ein! Also ab zum Gasthof zum goldenen M fürs Mittagessen, danach quartierte ich mich für etwa 5€ in einem Hotel mit Pool ein.

Am Abend schaute ich dann, was so in Apia abgeht. Kurz gesagt: Nix. Samstags um 19 Uhr gibt es zwei Läden, die noch offen haben: Das Internetcafe und der McD. Also erstmal ne Runde gesurft und dann einen Coke Float bestellt. Cola mit Softeis drin. Hört sich krank an, ist es auch, aber kann man trinken/essen.

So, jetzt hab ich immer noch sechs Stunden.Wie schon weiter oben bemerkt, gibt es auf Samoa genau ein Resort. Praktischerweise genau am Flughafen. Also dort hin gefahren, nochmal den wirklich tollen Sternenhimmel betrachtet und die letzten paar Tala in Cocktails investiert. So drei Stunden vor Abflug ging es dann zum Flughafen. Irgendwie sah man mir im T-Shirt und kurzer Hose nicht an, dass ich Business fliege, fragte mehrmals nach und ich bekam meine Bordkarten bis nach Bangkok.

Lounge ist hier am Flughafen Fehlanzeige, also suchte ich mir eine ruhige Ecke und schaute noch paar Filme, bevor das Boarding für die unchristliche Abflugszeit um 2 Uhr morgens begann.

 

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Drei Stunden Flugzeit. Ich liebe solche Flüge.

Mein einziger Kritikpunkt an NZ: Es wird das volle Frühstücksprogramm durchgezogen, sodass quasi nur eine Stunde zum Schlafen bleibt.

 

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Abzug in der B-Note: Da waren Dosenananas drauf!

 

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Ankunft irgendwann gegen halb fünf morgens in Auckland. Fuck yeah. Ab in die Lounge und erstmal ausgiebig geduscht.

 

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Weiterflug um 7. Wieder die olle 763, diesmal nach Sydney. Der Flug mit der 773 nach Melbourne und dann am Abend weiter mit TG nach BKK wäre mir zwar lieber gewesen, aber der werte Herr Schnarr musste mir ja den Awardplatz in C wegbuchen :D

Auch hier wieder eine super Crew mit leckerem Frühstück, wie werde ich nur Air New Zealand vermissen. Ein wirklich tolles Produkt.

 

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In Sydney in der Lounge hatte ich dann mal die Chance, einen neuseeländischen Grüner Veltiner zu probieren. Ich weiß icht, das österreichische Original schmeckt doch besser.

Eine Stunde später begann dann das Boarding der Thai A340-600 nach Bangkok. Ich hatte den Mittelblock für mich allein, am Fenster saß ein deutscher Businesskasper mit Begleitung, so vom Typ her Vielfliegertreff-Klientel. Der Name auf seiner Buchungsbestätigung sagte mit aber nichts.

Als er bemerkte, dass der Platz zwischen mir und ihm (merke: Zwischen dem leeren Sitz und seinem ist noch der Gang) frei blieb, entsorgte er fortan seinen ganzen Müll dort. Hallo? Irgendwann reichte es mir dann mal und ich meckerte ihm im dicksten Frankfodderisch an. Ganz perplex schaute er zurück und ließ es dann...

Essen und Service bei TG war wie immer, boooooooring! Irgendwie gibt es immer das selbe zu Essen und die Weine stammen allesamt aus Frankreich.

Ich wählte das Hähnchencurry und übersprang den Käse und den Nachtisch. Jetzt war erstmal Schlaf nachholen angesagt. Im In-Flight-Entertainment lief eh nix passendes.

 

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Vor der Landung gab es noch eine Ladung gebratene Nudeln und ereignislos landete ich in Bangkok.

 

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Nun kümmerte ich mich mal um meinen Rückflug. Ja, bei Expedia war man auch verwundert warum die Flüge wegen Systemfehler rausgeflogen sind. Man buche sie selbstverständlich ein und kurze Zeit später war dann auch die Nullerumschreibung fertig und das Receipt bei mir in der Inbox. Jetzt muss ich doch nicht über Mumbai, Brüssel und Tegel nach Hause. Damit entgeht mir zwar mein letzter Abflug in TXL, aber auch eine Menge Stress da dieses Routing auf drei Tickets und in Eco war.

Als Hotel hatte ich diesmal für eine Nacht das FX Hotel Makkasan direkt an der Bahnstation vom Flughafenzug. Mit 90 Cent nach Cashback hatte das die beste Preis-Leistung. Wifi war inklusive, Frühstück nicht. 160THB, also etwa 3€ wollten die dafür. Bin ich Krösus? Dafür bekomm ich auf der Straße 5 Portionen Pad Thai oder 32 frittierte Fischspieße!

Am nächsten Morgen dann noch schnell beim Millennium Hilton einen Koffer abgeliefert, bevor ich dann wieder zurück in mein Hotel fuhr um nochmal zu duschen. Viel zu heiß in Bangkok und ich versteh nicht, wieso man da in der Ecke Silom überhaupt übernachtet. Da gibts doch nix!

Nach einigen Einkäufen besuchte ich mal die Siam Ocean World. Eintritt für 900THB recht happig, dafür ganz interessant das Aquarium. Insbesondere der Tunnel, bei dem Haie über einem schwimmen ist sehr nett.

 

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Am Abend ging es dann nochmal ins Einkaufszentrum Terminal 21 um mein geliebtes Pad Thai zu essen, sogar nochmal 10 Baht günstiger dort! Das Einkaufszentrum ist auch sehr interessant eingerichtet, jede Etage ist einer anderen Stadt gewidmet und die Ladenzeilen sehen auch wie typische Wohnhäuser dort aus. Es fällt halt auf, dass in London z.B. dann Schilder zur Bakerloo Line mit einem roten statt braunem Strich hängen...

Noch paar Bekannte getroffen, Bierchen gezischt und nun beginnt der Spaß mit dem Errorfare. Wir erinnern uns, Czech Airlines hat sich bisschen vertippt und BKK-FRA return in Business für 320€ angeboten. Kurz darauf hat man alle Tickets wieder storniert. Blöd nur, wenn man über ein Reisebüro gebucht hat und dieses die Stornomeldung falsch interpretiert.

Einchecken in Bangkok überhaupt kein Problem, sogar alle Bordkarten bekomm ich auch schon und das Gepäck geht auch durch. Das erste Leg wird von Etihad mit deren 777 geflogen, ich bekomm sogar eine mit der neueren C. Ganz hübscher Sitz, wobei ich Herringbone doch bisschen bevorzuge.

 

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Der Fußraum erinnert so an Nonstop You...

 

Bei Etihad sind es die Details, die imponieren. Man wartet, bis eine Flugbegleiterin kommt und einem direkt zum Sitz begleitet und die feuchten Tücher bekommt man auf einem kleinen Teller gereicht.

Es gibt keine Amenity Kits, alles wird einem einzeln gereicht. Abzug in der B-Note gibts für die Kopfhörer und die Tatsache, dass die einem erst nach dem Start gereicht werden.

 

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Das Essen ist komplett a la carte. Ich kann aussuchen, wann und was ich essen möchte.

 

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Ich bestellte mir das Chicken Kebab, welches in der Präsentation wirklich einem Restaurantessen Konkurrenz macht. IMHO war es etwas übergewürzt. Zu viel Ras el Hanout. Und das sagt einer, dem von seiner Freundin auch immer schon vorgeworfen wird, zu verschwenderisch mit diesem Gewürz umzugehen :D

 

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Hier überzeugen auch wieder die Details: Als ich einen Minztee bestellte, bekam ich ein kleines Tablett und auf arabische Art frische Minzblätter dabei! Dazu auch noch ungefragt ein Croissant und Muffin.

 

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Das IFE ist umfangreich, kommt aber nicht an das von Emirates ran. lässt sich aber aushalten.

Umsteigen in AUH. Ja, ganz nett. Zumindest wenn man vomT3 kommt und ins T1 will. In die andere Richtung lange Schlangen an der Fummelbude und das erste Mal, wo ich mein Ipad nicht aus dem Rucksack holen musste.

Ich reiste allerdings für 10 Minuten in die Emirate ein, um mir noch eine Starbuckstasse zu holen. Die Lounge ist ganz nett und. ach einer erfrischenden Dusche wurde ich am arabischen Buffet doch noch schwach.

Jetzt beginnt der Spaß. Ich laufe zum Gate, halte meine Bordkarte hin - Mööp. Das rote Licht leuchtet auf. Der Gate Agent verzweifelt und muss telefonieren. Auf dem Bildschirm seh ich den Remark, den OK in alle Errorfarebuchungen geschrieben hat. Ich wurde frecherweise aus der Maschine ausgeladen!

Mir kommt es so vor, als hätte man nicht mit mir gerechnet. Nun versucht man, die Maschine wieder auf zu machen und mich neu einzuchecken. Irgendwann klappt das auch und ich bin im Bus zur Maschine. Kch hatte schon die 600€ IDB-Kohle vor Augen, dazu noch der Spaß zwischen OK und der UAE-Immigration, hier jemanden zu haben, bei dem unklar ist, wie und wann er das Land wieder verlassen kann.

An Bord war ich nicht auf der Paxliste und mein Sitz natürlich doppelt vergeben. Naja, waren noch 9 Plätze frei. Wenn man bedenkt, dass die Maschine zu Errorfarebuchzeiten komplett voll war, kann man sich denken, welche Wellen der Tarif gemacht hat...

Ich nehm in der letzten Reihe der C Platz und wundere ich, die Sitze kenn ich doch... Genau, es sind die alten, die LH im Einsatz hatte und auch bis zuletzt im A300 waren!

 

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Start pünktlich und schon geht es mit dem Service los. Die Auswahl ist echt nicht schlecht. Ich entscheide mich für den Lachs als Vorspeise und die Moussaka als Hauptgericht. Und ja, es schmeckt wirklich gut! Ich würde sogar sagen, besser als die Menüs von Thai. Zwischendurchimmer wieder heiße Erfrischungstücher, ich glaub am Ende waren es so 15 Runden.

 

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Dazu das Ganze noch mit einem tschechischen Weißwein runtergespült und dann mal geschaut, was man so vom In-Flight-Entertainment erwarten kann. Dazu bekommt man ein Ipad (für die Nerds: Ipad2 mit 32GB) ausgehändigt. Drauf sind ganze 3 Filme, 10 Musikalben und eine Hand voll Spieleapps. Wow. Dann doch lieber den eigenen nutzen.

 

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Zwei Stunden vor Landung gab es dann das zweite Essen, ein Hähnchenwrap. War auch ganz lecker und OK hat mich in der Hinsicht echt positiv überrascht.

Umsteigen in Prag ist einfach und es gab nirgendwo große Schlangen, auch die Lounge war leer. Es gibt Sandwiches, abgepackte Salate, Häppchen und Dosenbier. Hansels kauft sich auch hier ein.

 

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Drei Stunden warten und wieder ab ans Gate. Die OK-XGC steht hier, schön eine 735 in Retrobemalung.

Aber was ist mit dem Ticket? Wird es wieder Ärger geben? Nein, alles läuft ganz normal. Perfekt!

Im Innenraum zeigt der Bobby sein Alter und die Sitze haben noch Aschenbecher. Wie in guten alten Zeiten!

Auch hier auf dem 1h-Hüpfer gibts Tischtuch und zwei herzhaft gefüllte Windbeutel. Sehr lecker. Dazu ein gutes tschechisches Bierchen und damit gehen auch diese 18 Tage Reise zu Ende.

 

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Ich muss sagen, am positivsten überrascht hat mich Air New Zealand. Die Crews sind super und das Essen ist fantastisch. Zu schade, dass diese nur noch nach London fliegen. In Neuseeland wäre ich gerne noch länger gewesen, dafür vielleicht eine Nacht weniger auf Samoa. Wenn nur alles so einfach von den Flugzeiten wäre...

 

Passend zum Ende ein paar Sätze von Slade:

and I'm far far away

with my head up in the clouds

and I'm far far away

with my feet down in the crowds

and I'm far far away

but the sound of home still is loud

still is loud.

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ein toller Report und sehr nett geschrieben...jedenfalls wurde mir nicht langweilig.

Alle Abkuerzungen habe ich allerdings nicht verstanden, macht aber nichts und Deine Hotels - auch die "Teuren" waren doch trotzdem sehr kostengünstig.

 

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