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Hubi206

Pay-to-fly

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Das sehe ich ähnlich.

Auf Dauer kann ST dass ihren MA nicht verkaufen. Und auch auf dem Arbeitsmarkt macht sich ST damit keine Freunde.

Auf der anderen Seite ist es für ST durchaus ja auch interessant die Kandidaten sozusagen "on the job" zu screenen.

Was aber aus Sicht der Flugsicherheit bedenklich sein kann, da die Ausbilder extrem und dauerhaft gefordert werden.

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Ich verstehe auch nicht, daß das LBA hier nicht einschreitet.

 

Keine rechtliche Grundlage bedeutet kein Einschreiten möglich, oder wie soll man sich das Deinem Verständnis nach sonst vorstellen? Für mich liegt der Ball ganz klar im Spielfeld des Gesetzgebers und der wird leider meistens erst tätig wenn bereits etwas passiert ist.

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Ich bleibe dabei, dieses Verfahren ist für mich rechtswidrig. Ich verstehe auch nicht, daß das LBA hier nicht einschreitet.

 

die Leute haben alle eine gültige Lizenz, Und die Lizenz ist ausgestellt durch das LBA. Wo liegt also der Spielraum für das Amt? Ist ja nicht so, dass die Leute völlig ahnungslos in Reihe Null ihre Knöpfchen drücken und schauen, was so passiert...

Ist schon spannend zu sehen, wenn Piloten dafür bezahlen, arbeiten zu dürfen. Wenn das um sich greift...

 

tut es doch in Ansätzen. Generation Praktikum...

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Ich denek auch, dass es schwer wird hier eine rechtliche Handhabe zu definieren.

Bislang sind auch verschiedene Aktivitäten der Gewerkschaften bzgl. Free Lance Piloten gescheitert. Das dürfte bei pay-to-fly auch so sein, sofern es siche eben um die Ausbildungszeiten bis zum erreichen einer best. Mindestflugstundenzahl auf dem Muster handelt (die genannten 500).

Wenn die Kopis danach als Free Lancer eingekauft werden, ist es dann wiederum Verhandlungssache zw. Pilot und Airline wie Umfang und Bezahlung aussehen....wobei schon klar ist, wer da am längeren Hebel sitzt.

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...

Auf der anderen Seite ist das für den Markt der Pilotenstellen schon ein erhebliches Problem, denn sollte es Germania gelingen auf Dauer immer genügend Frischlinge zu finden, um den Bedarf an Kopis abzudecken, und sollten dass andere nachmachen, dann dürften die Einstiegsgehälter für Piloten weiter sinken.

 

Ich denke auch, wenn die Spirale sich dreht, kann es nur weiter abwärts gehen...

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Ich denek auch, dass es schwer wird hier eine rechtliche Handhabe zu definieren.

Bislang sind auch verschiedene Aktivitäten der Gewerkschaften bzgl. Free Lance Piloten gescheitert. Das dürfte bei pay-to-fly auch so sein, sofern es siche eben um die Ausbildungszeiten bis zum erreichen einer best. Mindestflugstundenzahl auf dem Muster handelt (die genannten 500).

Wenn die Kopis danach als Free Lancer eingekauft werden, ist es dann wiederum Verhandlungssache zw. Pilot und Airline wie Umfang und Bezahlung aussehen....wobei schon klar ist, wer da am längeren Hebel sitzt.

 

aber auf der anderen Seite ist es betriebswirtschaftlich durchaus sinnvoll, dass die Airlines dieses, scheinbar akzeptierte, Verfahren anwendet. Der Druck ist groß und solange keine Gesetze/Vorschriften gebrochen werden, sollte alles im Soll verlaufen. Man darf bei den PTF'lern auch nicht vergessen, dass diese alle (zum Glück) eine gültige Lizenz besitzen, also nicht ganz ahnungslos vorne rechts Platz nehmen...

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Man darf bei den PTF'lern auch nicht vergessen, dass diese alle (zum Glück) eine gültige Lizenz besitzen, also nicht ganz ahnungslos vorne rechts Platz nehmen...

 

Leider ist es nicht so. Es werden "CoPiloten" nicht mehr nach Können selektiert sondern nach Kontoauszug! Sprich ob du etwas kannst oder nicht ist egal, Hauptsache das Geld wird überwiesen. Ich jedenfalls werde mein Leben nicht an Board von Germania und Hamburg Airways Flugzeugen riskieren!

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Meines Wissensd nach war der NAchweis des "Könnens" der Flugschein? Das heisst das jemand, der einen Flugschein hat es "kann", oder?

 

Mal eine andere Frage zum Thema, wieso sind die Airlines so auf Flugstunden fixiert? Soweit ich den modernen Job eines Piloten verstanden habe, is es doch ehr ein Job die Fluggeräte zu überwachen. Wichtig wird er doch erst wenn es ernst wird und es ein Problem gibt.

 

Dies haben doch aber junge Piloten, direkt aus der Flugschule, deren ausführliche Simulatortrainings noch frisch sind, ehr drauf als welche die nur zu den Check-Ups in den Simulator gehen und sonst nicht mit solchen Situationen konfrontiert werden, oder?

 

Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber diese Frage stellt sich mir spätestens seit dem AF Crash

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Meines Wissensd nach war der NAchweis des "Könnens" der Flugschein? Das heisst das jemand, der einen Flugschein hat es "kann", oder?

 

 

 

Leider nur so halb…. Meiner Meinung ist nicht jeder mit einem Führerschein ein guter Autofahrer.

Tatsächlich habe ich einen LBA Checket kennengelernt, der sagte er lässt einen bestehen mit dem Wissen, dass die Person eh nicht von einer Airline genommen wird. Tja….ausser die Person hat ordentlich Cash auf dem Sparbuch.

 

 

Flugzeiten sind halt sehr gut Messbar, anders als Triebwerksausfälle. So kauft man sich 500h (6Monate) und nicht 3 Triebwerksausfälle (die hast du im Leben nicht)...

 

Zwar ist die Theorie frisch, Routine hat man aber wenig. Da braucht man Erfahrung. In der Regel versteht man das Flugzeug auch besser um so länger man es fliegt.

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Leider nur so halb…. Meiner Meinung ist nicht jeder mit einem Führerschein ein guter Autofahrer. 

Tatsächlich habe ich einen LBA Checket kennengelernt, der sagte er lässt einen bestehen mit dem Wissen, dass die Person eh nicht von einer Airline genommen wird.    Tja….ausser die Person hat ordentlich Cash auf dem Sparbuch.

 

 

 

kein LBA-Prüfer wird jemals so handeln, denn beim kleinsten Zwischenfall kann man selbst auf der Anklagebank landen. Natürlich ist es wie bei den Führerscheinprüfungen. Prüfer sind Menschen und im Rahmen der gültigen Richtlinien und Gesetze bewegen sich verschiedene Menschen auch auf verschiedenen Wegen. Aber wer bis zum ATPL die Flugstunden bekommen hat, der wird auch das Flugzeug im Rahmen seiner Erfahrung auch fliegen können. Der eine besser, der andere schlechter, aber alle sollten (grobe Fahrlässigkeit mal ausgeklammert) das FLugzeug oben halten können, alle sollten eine Autobahn von einer Landebahn unterscheiden können, alle sollten diesen Landestreifen auch treffen. Und der Rest ist nichts weiter, als Übung. Und genau die erkaufen sich die ptf'ler. Ich finde das Gebahren nicht toll, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Das ist schließlich kein Problem, das nur Piloten betrifft. Das geht auch angehende Ärzte, BWL'er und Praktikanten an. Es ist das Arbeitsrecht, das hier krankt...

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kein LBA-Prüfer wird jemals so handeln, denn beim kleinsten Zwischenfall kann man selbst auf der Anklagebank landen. 

 

 

Naja, ich habe es anderes erlebt….

Ich denke , dass nach einem Tailstrike mit einem Airliner nicht unbedingt der LBA-Checker vor der Anklagebank landet.

 

Klar kauft man sich Erfahrung, ich persönlich möchte aber als Passagier nicht unbedingt Versuchskaninchen sein. 

Ja sie können ein bis zu 5,7t schweres Flugzeug im gesetzlichen Rahmen operieren, mir reicht das aber nicht! 

Vielen Airlines übrigens auch nicht, sonst würden sie nicht noch zum Vorfliegen laden!

 

Ich weiß nicht, wie es bei BWLern ist aber Ärzte bezahlen sicher nicht um im Krankenhausarbeiten zu dürfen!!!!

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Ärzte bezahlen sicher nicht um im Krankenhausarbeiten zu dürfen!!!!

 

Ein Arzt verliert aber im Gegensatz zu Piloten auch nicht seine Approbation wenn er ein Jahr nicht im OP gestanden hat und mir persönlich wäre ein Chirurg, der "in Übung" ist jederzeit lieber als einer, der eine Zeitlang sein Wissen nur aus Büchern aufrechterhalten hat.

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Ärzte bezahlen sicher nicht um im Krankenhausarbeiten zu dürfen!!!!

Nicht mehr. Aber in AIP-Zeiten kam es durchaus vor.

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Also ich würde nicht sagen, dass p2f Piloten besser oder schlechter sind, als angestellte Piloten. Wie in jedem Beruf gibt es da solche und solche.

 

Allerdings ist das Prinzip zwiespältig zu sehen. Die Medallie hat immer 2 Seiten. P2f ist schon eine sehr spezielle Entwicklung. Stellt Euch das mal bei Taxi- Bus- oder LKW-Fahrern vor. Pay 2 drive.

 

Viele Piloten machen es eben zum Stundenaufbau, um Erfahrung zu sammeln oder die Lizenz. Da spielt auch viel Hoffnung mit, einen get-paid-for-flying Job zu finden. Arbeitslose Piloten gibt es nämlich genug.

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Bei „Pay 2 drive“ ist man ganz schnell im Bereich von Sittenwidrige Entlohnung. Das dürfte nicht lange laufen, bis einer diese Modell mit einer Klage mehr oder minder kaputt macht. Wenn man einen LKW, Bus oder Taxi Führerschein besitzt, dann darf man auch die entsprechenden Fahrzeuge unbeschränkt bewegen. Das ganze dürfte daher nur für den Stundenaufbau für die Lizenz bzw. Type Rating zu bekommen bzw. zu erhalten funktionieren.

Von der Türkei über Dubai bis nach Singapur werden überall neue Ausbildungskapazitäten geschaffen. In den aufstrebenden Märkten sollen sich die Yields auch schon im Sinkflug befinden und die Auslieferung von Fluggerät gestreckt werden. Das mit den Pilotenüberhang dürfte eher schlimmer werden. Selbst ein fertig ausgebildeter LH Pilot wartet wohl Minimum zwei Jahre auf einen Cockpit Sitz.

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 Selbst ein fertig ausgebildeter LH Pilot wartet wohl Minimum zwei Jahre auf einen Cockpit Sitz.

 

Ne eher so ca. ein Jahr. Zumindest ist/war es so bei drei Bekannten.

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Trotzdem sollte man nicht die Arbeitsbedingungen von Germania, besonders im Cockpit, nicht ausser acht lassen!!!

Nenne mal nur Pay2Fly!

 

Absolut nicht dass ich in Pay2Fly die tollste Erfindung sehe, aber:

- was haben die Arbeitsbedingungen im Cockpit damit zu tun?

- und dass Pay2Fly überhaupt erlaubt ist kann wohl kaum ST zur Last gelegt werden (sie nutzen das Konstrukt "nur" und ermöglichen damit vielleicht vielen anderen Angestellten erst ihr Auskommen, da sich der hochsaisonale Betrieb anders gar nicht rechnen würde)

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Die Arbeitsbedingungen im Cockpit haben sehr viel damit zu tun!! Besonders bei dem sogenannten Pay2Fly,das ist eine ganz traurige Angelegenheit!!

Unter anderen bedeutet Pay2Fly auch, das man mit ausreichenden Kapital im Hintergrund sich diesen Beruf erkaufen kann!

An erster Stelle sollte doch die Eignung stehen, oder?

Oder man sollte mal überlegen, wie viel Geld zum Monatsende zum "überleben" übrig bleibt!??!


Gibt dazu auch einen interessanten Artikel:

i.imgur.com/vgKurkC.png

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Naja, dass Germania mit Pay2fly erst anderen das Auskommen sichert, halte ich doch für eine gewagte These.

Wer einen Piloten braucht, der soll auch dafür zahlen! nicht umgekehrt.

Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre ein Bezahlung für die tatsächlich geleistete Arbeit, ohne dass man einen jungen Piloten gleich fest anstellen muss. Das wäre auch nicht toll, ist aber von jeder Airline zu verkraften und gibt dem Nachwuchs eine Chance im Beruf etwas zu lernen. (Obwohl ... Irgendwie erinnert mich das jetzt schon wieder an das "Entlohnungsmodell" von FR!)

 

Aber ...

Das man sich mit Geld in bestimmte Berufe "einkaufen" kann, war schon im alten Ägypten, und allen nachfolgenden Kulturen, der Fall.

Dieses Problem haben die Piloten nun wirklich nicht exklusiv.

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Unter anderen bedeutet Pay2Fly auch, das man mit ausreichenden Kapital im Hintergrund sich diesen Beruf erkaufen kann!

An erster Stelle sollte doch die Eignung stehen, oder?

 

Das umgekehrte stimmt: wer nicht ausreichend finanzielle Mittel in der Hinterhand hat, für den kommt diese Form der Beschäftigung wahrscheinlich nicht in Frage. Aber nichtsdestotrotz wird kein stinkreicher Nichtsnutz einen Platz im Cockpit bekommen. Lange Rede kurzer Sinn ist, dass die Eignung auch hier an erster Stelle steht, auch wenn viele das aus verschiedensten Interessen nicht gelten lassen wollen. In diesem Thema steckt durch das viele Geld und die Sicherheitsfrage um die es geht nun mal jede Menge "Empörungspotential", die einem auch ganz schnell mal die wirkliche Sicht auf Dinge venebeln kann. Wer übrigens etwas dagegen unternehmen will, dass Pay2Fly gestattet ist kann dies am Sonntag an der Wahlurne tun, denn in der Politik sitzen die Verantwortlichen dafür und nicht in der Chefetage einer bestimmten Airline.

Von den Piloten, die ich kenne macht den Job übrigens kein einziger wegen der Bezahlung, sondern weil es deren Traumberuf ist, d.h. die ausschliessliche Fokussierung auf die Bezahlung bei den Arbeitsbedingungen widerspricht meiner Erfahrung aufs vehementeste.

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Naja, dass Germania mit Pay2fly erst anderen das Auskommen sichert, halte ich doch für eine gewagte These.

Wer einen Piloten braucht, der soll auch dafür zahlen! nicht umgekehrt.

 

Und was macht jemand der nur manchmal einen Piloten braucht, ihn die restliche Zeit des Jahres in bezahlten Urlaub schicken?

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Und was macht jemand der nur manchmal einen Piloten braucht, ihn die restliche Zeit des Jahres in bezahlten Urlaub schicken?

 

Habe ich einen Satz später geschrieben! ;)

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Habe ich einen Satz später geschrieben! ;)

 

Darauf bin ich mit Absicht nicht eingegangen, weil ich mir vorstellen kann, dass dann schon die nächsten Schaum vor den Mund bekommen und mit Begriffen wie Tagelöhner um sich werfen.

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