aaspere

Aktuelles zum Flughafen BER

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Es bietet sich eigentlich immer an, bei Texten auch den zweiten Absatz zu lesen. Dann lernt man noch etwas.

Der "Niedergang" der Allianz ist nicht darin begründet, dass Allianzen nicht mehr funktionieren, sondern dass sich mit den Länderübergreifenden Joint-Ventures bessere Vermarktungs- und Steuerungsinstrumente gefunden haben. Andererseits werden diese JV von zwei Seiten angegriffen, einmal die Unilaterismus-Keule (Brexit/Trump) aber sie werden auch zunehmend wettbewerbsrechtlich hinterfragt. Man kann argumentieren, dass die JV kartellrechtlich nicht zulässig sind. Ob diese Sichtweise stärker wird und sich eines Tages durchsetzt ist offen.

 

Die Umsteige-Angebote, die derzeit von Flughäfen angeboten werden sind Junk-Versicherungen. Da kann man sein Geld besser verbrennen. Die Produktentwickler haben noch viel Arbeit vor sich, damit diese Angebote den gleichen Wert haben, wie eine Umsteigeverbindung auf einem IATA-Ticket.

 

Wenn fliegen teurer wird, und dass muss es, nicht nur aus ökologischen Gründen, wird zunächst die niedrigpreise Nachfrage verdrängt. 

 

Eurowings die MM-Privilegien zu streichen ist richtig um die Marken vernünftig zu differenzieren. Welche Auswirkungen das auf die dezentralen Strecken hat, die eigentlich von der Marke Lufthansa bedient werden muss ist die eigentlich spannende Frage. 

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vor 5 Stunden schrieb Stef1704:

Wenn Fliegen wirklich verteuert wird dann schlägt das Pendel wohl zu Gunsten der Billigheimer. 

 

Davon muss man ausgehen. Preiserhöhungen werden, wenn überhaupt, nur im geringen Maß durchsetzbar sein.

Dazu kommt, dass die LCC im Durchschnitt auch noch die moderneren Flotten haben.

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Am BER werden die LCC, namentlich wohl am ehesten EZY und/oder FR die Verteilung der Paxe von den Langstrecken in die Fläche übernehmen, so wie das jetzt bereits im kleinen Maßstab mit EZY und Scoot geschieht. Für einen klassischen Hub fehlt BER zwar ein Homecarrier, doch ist dieser für eine Hubfunktion nicht zwingend erforderlich, wenn die Verteilerfunktion für die Langstrecken durch dritte Airlines sichergestellt wird. So gesehen kann der BER durchaus zu einer Art neuartigem Hub werden. Am BER wird es wohl auch eine weltweit einzigartige Konzentration von LCC-Langstreckenairlines geben, die Anzeichen dafür sind gegeben, da mit Rouge und Scoot bereits die ersten Beiden LCC´s vor Ort und ZIPAIR und Air Asia X vermutlich noch zu erwarten sind, einzig EW wird es am BER mit Langstrecken nicht geben.

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vor 34 Minuten schrieb aaspere:

Toll. So kann man Airlines auch vergraulen.
http://www.airliners.de/individuelle-laermpegelmessung-ber/50516

Wieso vergraulen?

Andersherum betrachtet kann dies sogar ein großer Anreiz für die Airlines sein, wenn die Aussicht auf Kostenersparnis besteht, weil man besonders leise An- und Abflugverfahren wählt. Das damit die volle Verantwortung auf das fliegende Personal abgewälzt wird, steht dabei auf einem anderen Blatt.

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vor 40 Minuten schrieb aaspere:

Toll. So kann man Airlines auch vergraulen.
http://www.airliners.de/individuelle-laermpegelmessung-ber/50516

 

Möglicherweise hat sich die FBB BBLR im letzten Jahrzehnt derart in die Atmosphärenphysik vertieft, daß irgendsoein Hausbau einfach nicht mehr satisfaktionsfähig war. Den könne andere, weniger überqualifizierte Akteure besser.

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vor 4 Minuten schrieb aaspere:

Ich vermisse den profunden Kommentar des Käptn.

Die Trollfarmen sind mit Moskau und Hongkong ausgelastet, da bleibt für eine Provinzposse keine Zeit.

 

Ich denke dass ist eine unausgereifte Idee.

- Sind in den lärmarmen An- und Abflugverfahren ausreichend Kapazitäten? Wie werden die Kapazitäten zugeteilt? Wie wird mit operativen und sicherheitsrelevanten Abweichungen umgegangen?

- Wie werden Umwelteinflüsse bewertet? 

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vor 38 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Die Trollfarmen sind mit Moskau und Hongkong ausgelastet, da bleibt für eine Provinzposse keine Zeit.

 

Oder der Käptn ist in Washington und erklärt dem Präsidenten den Unterschied zwischen dem Prince of whales und dem Prince of Wales.

Ich höre soeben, dass der Präsident verstanden hat und der Käptn auf dem Rückflug nach Bremen ist, um sich in die Diskussion zur Zugangsschranke am BRE einzubringen.

Sorry für off topic. Kommt nicht wieder vor.

 

 

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Einfach messen, ein bisschen Schwund ist immer. Für etliche Airlines ist das eher ungünstig, die Oldtimer müssen ja auch irgendwo eingesetzt werden. Vor allen Dingen, wenn das europaweit Schule macht. Wehret den Anfängen...

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Am 12.6.2019 um 18:47 schrieb OliverWendellHolmesJr:

Wenn fliegen teurer wird, und dass muss es, nicht nur aus ökologischen Gründen, wird zunächst die niedrigpreise Nachfrage verdrängt. 

 

Eurowings die MM-Privilegien zu streichen ist richtig um die Marken vernünftig zu differenzieren. Welche Auswirkungen das auf die dezentralen Strecken hat, die eigentlich von der Marke Lufthansa bedient werden muss ist die eigentlich spannende Frage. 

Wenn fliegen teurer wird befürchte ich aber, daß dies nicht den Bereichen zugute kommt für die es angemessen bzw. sinnvoll wäre ...

 

EW diese Privilegien zu streichen birgt vielleicht die Chance in sich, daß LH dann doch - irgendwann - gezwungen ist mit eigenem Gerät auf manchen Strecken Parallelverkehre aufzunehmen und EW als vollwertigen LCC (nicht ULCC !) zu positionieren.

Ich denke allerdings, daß der Wegfall von MM-Privilegien bei EW ausschließlich Kosteneinsparungen als Hintergrund hat.

Edited by MHG

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vor 6 Stunden schrieb Realo:

die Oldtimer müssen ja auch irgendwo eingesetzt werden.

 

Hauptkunde RYR hat ja beim Griff nach neuen Technologien leider danebengegriffen. Deren jüngste 73H sind summarisch lauter als die generationsgleichen A320 des LH-Konzerns und ganze 0,4dB leiser als die ältesten. Die Maxe sind natürlich Lärmmusterknaben, leider nicht im Fluge. EJU verfügt über keinerlei NEO.

 

vor 5 Stunden schrieb MHG:

Chance in sich, daß LH dann doch - irgendwann - gezwungen

 

RYR könnte sich örtlich Hansaluft nennen und so entweder einen Rabatt für ihre Krachmaxe bei der Stadtregierung oder aber den künftigen Lärmmalus durch höhere Preise wettmachen. Mondpreise machen Flieger leichter und leiser.

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vor 7 Stunden schrieb MHG:

Ich denke allerdings, daß der Wegfall von MM-Privilegien bei EW ausschließlich Kosteneinsparungen als Hintergrund hat.

 

Denke ich auch, die haben Kosten wie ein Netzwerker. Über LCC oder ULCC braucht man nicht mehr nachzudenken. Da brennt die Luft. Im Mai hat man die Vollbremsung eingeleitet: Angebotene Sitzkilometer -3,2%, wird aber sogar von den verkauften Sitzkilometern überholt -3,9%.

 

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vor 1 Stunde schrieb Flotte:

 

Hauptkunde RYR hat ja beim Griff nach neuen Technologien leider danebengegriffen.

 

Das passt, die haben kostenseitig auch noch Luft nach oben.

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1 hour ago, Realo said:

 

Das passt, die haben kostenseitig auch noch Luft nach oben.

 

Wir wissen ja, dass du "Netzwerker" nicht magst, warum auch immer.

 

Ryanair hat gar keine Luft mehr nach oben, denen fliegt ihr ganzer Billigladen nämlich gerade Stück für Stück um die Ohren und sie sind verzweifelt auf der Suche nach neuen Kooperationen äh Subventionslöchern in Europa....

 

Ich weiß, man kann sich zu dem Thema ewig mit Zahlen bombardieren, nehmen wir die FR-eigenen; 3. Quartal 2019 im Vergleich zu 2016 (also noch mit Air Berlin...., wobei Deutschland für FR sowieso keine Rolle spielt): Passagiere von 24,9 auf 32,7, also plus 31,3 Prozent, Umsatz von 1330 auf 1530, also plus 15,0 Prozent, Gewinn von 103 auf minus 19,6..... Das Geschäftsmodell lässt sich also nicht weiter skalieren.... Da wäre mal eine Vollbremsung nötig; nicht bei 3-4 Prozent minus bei Eurowings, die in einem Gesamtkonzern noch ganz andere Aufgaben übernehmen, wie schon mehrfach andiskutiert. Natürlich ist EW kein Lowcoster!

 

Wenn Eurowings endlich mal ihre defizitären innerdeutschen Verbindungen einstellt (so wie Ryanair), sehen die Zahlen auch schon besser aus. Ist aber politisch nicht gewollt, bringt halt viel Gebühren und Mehrwertsteuer ein. Mal gucken, wie lange Easyjet in diesem Segment noch Geld verbrennt. Nette Verbindung zum Thema "da brennt die Luft". Solange der LH-Konzern die EW-Minuserträge ergebniswirksam verrechnen kann, brennt es eher bei Easy und Ryan. Die haben ja bald mehr AOCs als EW 9_9

 

(Jetzt ist es doch ungewollt ein kleiner Rundumschlag geworden, nunja: 2.500 Tage halt. Da hat man viel Zeit)

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vor 27 Minuten schrieb medion:

... verbrennt. Nette Verbindung zum Thema "da brennt die Luft". ...

 

Feuermetaphern im Umfeld des BBI bitte vermeiden, da sie unnötig triggern. Brandgefährlich.

 

vor 30 Minuten schrieb medion:

Da wäre mal eine Vollbremsung nötig;

 

Dafür hat Boeing ja nun gesorgt und MOL raucht der Kopf.

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