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Aktuelles zum Flughafen BER


aaspere

Empfohlene Beiträge

https://www.businessinsider.de/wirtschaft/ber-dienstleister-chef-droht-kranken-mitarbeitern-mit-rauswurf-a/

 

Never change, Luftfahrtbranche...

 

Die Mitarbeiter so asozial zu behandeln, dass quasi ein wilder Streik in Form von Krankmelden entsteht, ist ja die eine Geschichte. Dann mit der Kündigung zu drohen, ist schon in jeder Firma mit Betriebsrat ein ganz dünnes Eis. Dann aber auch noch diese Drohung auf Video aufzunehmen, das ist echt ein Level von Idiotie, dass ich nur selten gesehen habe.

 

Wer den BI-Artikel überspringen will, hier gehts direkt zum Video:

https://www.youtube.com/watch?v=13ZVBSj4aso

 

EDIT: Begrifflichkeit geändert weil gar kein Bock auf eine kleinkarierte Diskussion darüber

Bearbeitet von Lucky Luke
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vor 1 Stunde schrieb Lucky Luke:

Die Mitarbeiter so asozial zu behandeln, dass quasi ein wilder Streik in Form von Krankfeiern entsteht, ist ja die eine Geschichte.

 

Krankfeiern ist schon der völlig asoziale Begriff gegenüber jedem Arbeitgeber. Völlige Illegalität. Angeblich sind wir doch so toll super super in der Vollbeschäftigung, dass wir mehr neue Menschen brauchen, oder? Wenn man Arbeitnehmer und Mieter aber so gar nicht mehr wegbekommt, dann werden halt Wohnungen und Arbeitsplätze vakant bleiben.

 

In Berlin wird der arme Mann natürlich keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen (das Video halte ich auch für selten dämlich.: viielleicht weiß er auch schon mehr als wir alle), in der Sache hat er aber doch recht und alle werden sich furchtbar aufregen und entsetzen und der nächste Bodendienstleister in BER, natürlich noch billiger und von RRG ausgesucht,  nimmt einfach nur noch Polen und Usbkeken, die sich in deutschsprachigen Foren erstmal nicht so schnell aufregen können...

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@medion - es ging um die Fahrzeiten vom Flughafen, nicht von Berlin. Und wenn man von ebendiesem eben schneller in diversen schönen Städten des Landes ist als @MD-80, dann darf man doch kurz hinterfragen, inwiefern das eher ein Problem seines/ihres Wohnorts ist, auch angesichts der Tatsache, dass eine siebenstellige Zahl von Berlinern den BER in weniger als einer halben Stunde mit den öffentlichen erreicht. Als Aggression habe allerdings zumindest ich das nicht wahrgenommen und kommentiert. 

Bearbeitet von dase
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Das ganze Dilemma mit den Billigsarbeitskräften könnte doch ein gefundenes Fressen für die Politik sein "Lohndumping für Klimasünder". Ist vielleicht eine Partei mal auf die Idee gekommen, den angedachten Mindestpreis für das Fliegen über vernünftige Löhne für diese körperliche Arbeit zu "fördern"`?

Auch wenn hier der Preis direkt an die Paxe weitergereicht wird, finde ich nicht nur okay, sondern auch in Ordnung.

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Aus meiner Erfahrung raus: Der Lohn ist eigentlich selten das Problem. Klar ist er nicht großartig, und auf eine Weise ist es auch absurd, dass ich jetzt als Werkstudent als Fahrrad-Auslieferungsfahrer für einen Lieferservice mehr Stundenlohn bekomme als zu meinen Zeiten als Ramp Agent, wo du halt ziemlich direkt für eine sichere Abfertigung und somit in letzter Konsequenz auch für Menschenleben verantwortlich bist, aber mei.

 

Das viel größere Problem ist eigentlich die permanente Unterbesetzung. Das zieht sich wie ein roter Faden durch jede verdammte Firma an jedem Flughafen Deutschlands. Die Dienstpläne sind auf Kante genäht und bei der kleinsten Irreg-Situation oder auch nur Krankmeldungen kollabiert alles. Der Workload ist immens und so ca. jeder Kollege, mit dem ich mich unterhalten habe, egal ob auch Rampie, oder Loader, Caterer, Reiniger, whatever, meinte eigentlich, dass das größte Manko am Job der permanente Stress ist. Das könnte so ein schönes Arbeitsumfeld sein, auch wenn es kein großes Geld zu verdienen gibt, aber der Stress verhagelt halt alles. Ich hatte Tage, da kamst du heim und warst nur noch brain afk, weil du auf Rampe 9h Dauerstress hattest. Das macht keine Freude.

 

Leider befürchte ich, dass eine Anhebung des Mindestlohns in dem Bereich dieses Verhalten seitens der Arbeitgeber nur noch weiter incentivieren würde. Daraus folgt natürlich nicht der Umkehrschluss, dass weniger Mindestlohn auch in mehr Mitarbeitern und somit weniger Workload enden würde. Aber wie man da einen Anreiz in die richtige Richtung geben könnte, ist mir auch ein Rätsel. Vorgeschriebene Schlüssel für Leute im Dienst pro Maschine am Tag wäre ja auch ziemliches Mikromanagement.

 

Am Ende des Tages denke ich auch, dass es da leider einfach keine Lobby für gibt. Diese prekären Bedingungen werden halt hingenommen, weil das Resultat daraus (Flüge zum Spottpreis) aus politischer Sicht der größere Gewinn ist. Und eh, "der Markt regelt das schon". Sign of the times, I guess.

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Am 24.7.2021 um 21:44 schrieb Lucky Luke:

Aus meiner Erfahrung raus: Der Lohn ist eigentlich selten das Problem. 

 

Ich nehme den Beitrag einfach mal auf als persönliche Retour-Kutsche und kann es jetzt auch besser einordnen, also deine leitende Position in FRA und MUC mit all den vergleichenden Kenntnissen  der Flughäfen als Bayer der du bist, war genau was? ist es dir nicht peinlich, dass du uns als Ex-Rampie und jetzt Fahrrad-Kurier hier die Luftfahrtwelt erklären willst?

 

 

Bearbeitet von medion
kleine Ergänzung
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vor 8 Stunden schrieb HAJ-09L:

Die Berliner Zeitung meldet, dass der BER bei den Passagieren recht beliebt sei - in Schulnoten gab es bei einer Umfrage eine 1,9:

 

https://www.berliner-zeitung.de/news/umfrage-passagiere-am-ber-zufriedener-als-in-tegel-li.174241

Im Vergleich zwischen TXL und BER ist es ja auch nicht besonders schwer, wenn der BER da deutlich besser abschneidet 9_9

Bearbeitet von barti103
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vor 2 Stunden schrieb barti103:

Im Vergleich zwischen TXL und BER ist es ja auch nicht besonders schwer, wenn der BER da deutlich besser abschneidet 9_9

Na ja, kommt immer auf die Gewichtung an.

 

Terminal A in TXL war wirklich Scheiße. Terminal C hatte den Charme von nem Industriebau, aber war halt auch maximal effizient.

So rein vom Wohlfühlfaktor kann der BER da nur gewinnen - von der Umsteigeeffizienz kann er nur verlieren, wenn wir Terminal C als Maßstab heranziehen... 😬

 

Und dann halt noch der allseits beliebt Hinweis darauf, dass man mit vielen Statistiken den Hintern abwischen kann. Wenn kaum jemand fliegt, ist es klar, dass die Sauberkeit der Toiletten einfach hoch zu halten ist, und die Wartezeiten niedrig sind. Im Vollbetrieb muss er sich beweisen, wenn man schon vergleichen will. Dazu, die große Frage ist auch immer, wer wurde gefragt? Wenn ich im Jahr 50 Flugreisen unternehme, gewichte ich die Effizienz viel höher als der Tourist, der einmal im Jahr nach Antalya will und bei dem der Urlaub bereits im Bus zum Flughafen anfängt.

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Jetzt (06.08.21 18:00 Uhr )gerade gesehen auf RBB . Viele Anwohner klagen über Fluglärm,weil wohl vor allem Easyjet bei Ostwind geradeaus fliegt,und nicht die vorgeschriebene "Kotzkurve" nimmt.Link zur Kotzkurve hier:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/routen-am-neuen-flughafen-neue-suedbahn-eroeffnet-jetzt-startet-die-kotzkurve-am-ber/26587410.html

 

Meine Frage, kann man mit richtig vollem Fluggerät diese Kurve wirklich nicht fliegen ? Aber wenn ja,warum ist das dann eine offizielle Startroute ?

Ich kann mich erinnern,2019 bei einem Gewitter in PMI abgeflogen zu sein (Richtung Inselinneres) ,und gleich nach dem Start bog der Pilot scharf rechts ab,und wir haben über Llucmajor die Insel wieder aufs offene Meer verlassen,um aussen rum zu fliegen.

 

Was ist nun für BER richtig? kann man die scharfe Rechtskurve nicht fliegen-wenn-wo anders-aus Wettergründen-eine solche Kurve durchaus möglich ist ?

 

Zum aktuellen Fernsehbeitrag vom RBB habe ich leider keinen Link.

Bearbeitet von EDCJ
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vor 6 Minuten schrieb EDCJ:

Jetzt (06.08.21 18:00 Uhr )gerade gesehen auf RBB . Viele Anwohner klagen über Fluglärm,weil wohl vor allem Easyjet bei Ostwind geradeaus fliegt,und nicht die vorgeschriebene "Kotzkurfe" nimmt.Link zur Kotzkurfe hier:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/routen-am-neuen-flughafen-neue-suedbahn-eroeffnet-jetzt-startet-die-kotzkurve-am-ber/26587410.html

 

Meine Frage, kann man mit richtig vollem Fluggerät diese Kurfe wirklich nicht fliegen ? Aber wenn ja,warum ist das dann eine offizielle Startroute ?

Ich kann mich erinnern,2019 bei einem Gewitter in PMI abgeflogen zu sein (Richtung Inselinneres) ,und gleich nach dem Start bog der Pilot scharf rechts ab,und wir haben über Llucmajor die Insel wieder aufs offene Meer verlassen,um aussen rum zu fliegen.

 

Was ist nun für BER richtig? kann man die scharfe Rechtskurfe nicht fliegen-wenn-wo anders-aus Wettergründen-eine solche Kurfe durchaus möglich ist ?

 

Zum aktuellen Fernsehbeitrag vom RBB habe ich leider keinen Link.

Wenn ich eine vollbesetzte Maschine habe, dann habe ich eventuell bestimmte Limits. In den Charts ist für die "Kotzkurve" zum Beispiel vorgegeben, dass der Climb Gradient bis FL100 bei 10% liegen muss. Kann meine Maschine das so nicht bis FL100 durchziehen, kann ich die SID so nicht fliegen und muss eine andere SID abfliegen, welche meine Maschine auch von den Vorgaben her ordnungsgemäß abfliegen kann.

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vor 21 Stunden schrieb daxreb:

Joa damit ist alles geklärt denke ich:)

Fast alles , eine Nachfrage noch: Derzeit wird ja immer nur 1 Bahn betrieben,ich glaub,im monatlichen Wechsel.

Wäre es nicht für den Lärmschutz der Anwohner besser (Kotzkurve) , man würde auch weiterhin nur 1 Bahn nutzen,im Wechsel,aber eben Wind-und Wetterbestimmt. Also bei überwiegend Ostwind nur die Nordbahn,und bei Westwind die Südbahn ?

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...das wäre ja eine noch ungleichmäßigere / ungerechtere Lärmverteilung. Der aktuelle monatliche Wechsel zwischen Nord- und Südbahn wurde ja extra deshalb eingeführt, damit die Anwohner gleichmäßig belastet werden - ansonsten wäre man wohl ausschließlich über die Nordbahn geflogen. Dazu passender Lesestoff: https://lbv.brandenburg.de/3128.htm. Auf Seite 5 der "3. Änderung der Befreiung der Betriebspflicht" wird auch auch auf die Lärmschutzinteressen eingegangen.

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@Klaus , deinen Link habe ich gelesen. Aber,es ist doch so,das Berlin überwiegend Westwind hat,Ostwind ist im Jahresvergleich weniger.

Auch,wenn damit mehr Verkehr über die Südbahn gehen würde (bei mehr Westwind) ,sind dort die Abflugverfahren anders gestaltet -Richtung Westen- als über die gleiche Startbahn Richtung Osten.

Es geht doch an Flughäfen wie beispielsweise DUS auch,das man es gleichmäsig verteilt,warum tut man sich am BER so schwer?

Um noch mal auf die Sendung vom RBB zurückzukommen,da wurde Menschen befragt,die vor allem die frühen Starts zwischen 6-8 Uhr meinten. Dafür sollte es doch eine Lösung geben,oder nicht ? Am Nachmittag,in der Rush-Houer  hört eh keiner mehr die Flieger. Also am frühen Morgen anders,als am Nachmittag.

Das ging doch in TXL auch. Frühmorgens sind die Flieger Startrichtung Osten nach Norden abgedreht,im weiteren Tagesverlauf nach Süden,über Berliner Stadtgebiet.

hier noch mal 'nen Link dazu :

https://www.rbb24.de/politik/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/2020/10/bildergalerie-ber-ostwind-westwind-willy-brandt-kurve-landung-starten.html

Da steht eindeutig,das es zu 2/3 Westwind gibt,von daher ist eine Monatliche Aufteilung in Nord-und Südbahn in keinster Weise gerecht ,wenn man die Winde zu Grunde legt.

Bearbeitet von EDCJ
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Über zwei Monate gesehen ist das aktuelle Modell (unter corona-bedingter Einbahn-Nutzung) sogar am fairsten. Im Laufe der zwei Monate bekommt jeder irgendwann mal was vom Lärm ab. Bei deinem Modell würde der gesamte Lärm immer die gleichen Anwohner treffen. Nicht vergessen, dass man die Einbahn-Nutzung ja v.a. deshalb macht, weil man wesentlich sparen möchte. Untertägliche Bahnwechsel mit Auslegen von Sperrkreuzen (siehe Bescheid) und Feuerwehrumzügen inkl. Personalplanung stelle ich mir da unmöglich vor. Insofern wäre der Spareffekt dahin.

Bei hoffentlich bald wieder notwendiger Zwei-Bahn-Nutzung ist die Diskussion sowieso obsolet. Da wird dann allein aus kapazitativen Gründen - v.a. morgens - auf beiden Bahnen aus vollen Rohren geschossen (bzw. gestartet). Spannend finde ich vielmehr die späte Erkenntnis der Anwohner, dass nicht Landungen laut sind, sondern Starts - hat ja nur 15 Jahre gedauert.

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Die Flugrouten über der Stadt sind mir sowieso ein Rätsel. Warum macht man das überhaupt? Es gibt so derartig dünn besiedelte Gegenden in Brandenburg, dass man das Stadtgebiet komplett umfliegen könnte. Macht man aber nicht. Wahrscheinlich ist das irgendein still vereinbartes burden sharing im Hintergrund, damit die Berliner auch was abkriegen? Wegen Schönhagens IFR-Verkehr kann das eigentlich nicht sein.

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