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vor 48 Minuten schrieb L49:

Mit "Ausgleichsmechanismen" in "föderalen Strukturen", vulgo dem Länderfinanzausgleich finanzieren z.B. Baden-Württemberg und Bayern so sinnvolle Dinge [...] Das wirst Du nicht ernsthaft für erstrebenswert halten, oder?

Der Länderfinanzausgleich hat es überhaupt erst ermöglicht, das Bayern dort steht, wo es heute steht. Nur weil es Beispiele für Verschwendung gibt, ist das Grundprinzip nicht verkehrt und notwendig. Die Verfassung schreibt gleichwertige Lebensbedingungen in allen Bundesländern vor. 

vor 51 Minuten schrieb L49:

Und die monetäre Union hat bislang den deutschen Sparer 436 Mrd. Euro gekostet: [...] Hältst Du auch das für sinnvoll?

Die Niedrigzinspolitik kostet den Sparer 436 Mrd. EUR. Sie bringt dem Staat auch messbare Vorteile. Das ist Umverteilung, über die man diskutieren kann. Was grundsätzlich problematisch an der Zahl ist: Niemand kann sagen, welcher Vermögensverlust durch höhere Zinsen entstanden wäre, da weniger investiert worden wäre.

Ein anderes Problem, bislang ist die Inflationskatastrophe, die den niedrigen Zinsen folgen sollte ausgeglieben. Inwiefern der technische Umbruch, der größte seit der industriellen Revolution dazu beiträgt kann man nicht sagen. Es ist verwerflich, die niedrigen Zinsen alleine auf die Geldpolitik der Notenbanken zurückzuführen.

vor einer Stunde schrieb L49:

Als Analogon zur Transferunion hätten wir also in Deutschland alle Airlines zwangsvereinigen sollen, wobei jede Company nach wie vor sich selbst managed, ohne dass irh jemand hineinregiert, aber am Jahresende gleichen die profitablen Carrier (z.B. die LH), die Defizite der anderen (z.B. Air Berlin) einfach aus?

Eine Volkswirtschaft ist kein Unternehmen und kann nicht so geführt werden. Eine Volkswirtschaft ist auch keine schwäbische Hausfrau und kann auch nicht so geführt werden. Es ist ein unpassender Vergleich.

vor einer Stunde schrieb L49:

Die seinerzeitige Reformunfähigkeit mag ich gelten lassen, aber gerade der Aufwertungsdruck dem die DM vor Einführung des Euro permanent ausgesetzt war, sorgte für eine kontinuierliche Notwendigkeit, dass Produkte "Made in Germany" besser sein mussten, als das was in anderen Ländern hergestellt wurde, weil man preislich nicht mithalten konnte.

Und was waren die Nebeneffekte, Arbeitslosigkeit, maroden Staatsfinanzen. 

vor einer Stunde schrieb L49:

Den Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro hat die schweizerische Volkswirtschaft bislang recht gut verkraftet.  Und auch Dänemark oder Schweden gehen wirtschaftlich nicht gerade am Stock.

Es sind alles drei Länder in denen es enorme Gesellschaftliche Spannungen gibt. Und die Nachteile des dänischen Modell, hohe Staatsquote, geringer bis nicht vorhandener Kündigungsschutz, werden auch gerne ignoriert.

Von allen EU-Ländern hat Deutschland sicher am wenigsten das Recht, bei anderen harte Reformen zu verlangen, die man selber zu einem erheblichen Teil ausgesessen hat während man sich auf Kosten dritter Länder saniert hat.

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vor 1 Stunde schrieb L49:

Mit "Ausgleichsmechanismen" in "föderalen Strukturen", vulgo dem Länderfinanzausgleich finanzieren z.B. Baden-Württemberg und Bayern so sinnvolle Dinge FrauenPissoirs für 130 Mo. Euro: https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/gleichberechtigungs-pissoirs-geplant-senat-will-frauen-im-klo-stehen-lassen-28114052

Das wirst Du nicht ernsthaft für erstrebenswert halten, oder?

"Denkt denn hier niemand auch nur ein Mal an die Kinder?!"

Der Bund der Steuerzahler gibt jährlich sein Schwarzbuch über Steuerverschwendung heraus. Sollen wir jetzt die Bundesrepublik auflösen? Und für die Verfehlungen auf Länderebene das jeweilige Bundesland? Und für die Verschwendung des Bürgermeisters die Kommune? Und für unnötiges herausgeschmissenes Steuergeld in der Bezirksvertretung eben jenes Gremium?

Es ist immer die alte Leier über zu viel Staat… Der Neoliberalismus hat ja gerade wieder Konjunktur und wird in der breiten Masse am energischsten von denjenigen beschworen, die ohnehin nicht zu den Nutznießern gehören. Aber aus teils Desinteresse ist angestachelt durch die online geschaffenen Medienblasen vielfach blinde, nicht reflektierende Wut erwachsen. Das liegt allerdings leider auch an fehlender Mitnahme der Bürger/Wähler - auch und vor allem für die Europäische Sache, die, ganz richtig unterstrichen, eben mehr als nur eine Wirtschaftsunion ist.

Aber Viele wollen gar nicht aus der Geschichte lernen, die vielerorts teils noch Gegenwart ist. In Deutschland herrscht mit dem Fall der Mauer Frieden. In Nordirland schweigen die Waffen erst seit ein paar Jahren. Ebenso sind die Terroranschläge der IRA in England noch gar nicht all zu lange her. Im Baskenland und Auf Korsika ebenso. Auf Zypern gar ist es lediglich eine Waffenruhe. Auf dem Balkan ist die Ruhe viel trügerischer. Aber dennoch ist das vielerorts schon viel zu weit weg und es wird wieder gerne gezündelt. Frieden und Stabilität sind leere Worthülsen, deren Bedeutung man zwar bejaht, aber deren Fehlen zu abstrakt ist, als dass man sich nicht einreiht.

Die Europäische Idee ist klasse. Jedes noch so an den Haaren herbeigezogene und kaum differenzierende Beispiel zur Stimmungsmache gegen Europa kann die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte nicht einmal im Ansatz aufwiegen. Wir erleben ein nation building. Deutschland war einst nur eine Idee in den Köpfen junger Menschen. Auch ein geeintes Italien. Viele andere Nationen weltweit haben eine vergleichbare Geschichte. Was spricht rational dagegen, sich weiter zu einem noch größeren Ganzen zusammenzuschließen? Die aufblühende Kleinstaaterei zeigt mir keine besseren Alternativen - ganz im Gegenteil.

bearbeitet von Lufticus

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Ich frage mich gerade, wie sich das Geschäftsmodell von BMIregional nach einem Brexit entwickeln wird.

Im reinen Domesticbereich innerhalb UK wird es wohl kaum ausreichend Potential geben, zumal da ja auch noch Andere Konkurrenten unterwegs sind.

BM hat sich ja gerade erst in Deutschland nochmals neue Strecken zugelegt (SCN-MUC, RLG-STR)

Kann mir nicht vorstellen, daß man in der GF bei BM ohne Plan B fleißig investiert ...

bearbeitet von MHG

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vor 16 Stunden schrieb MHG:

Ich frage mich gerade, wie sich das Geschäftsmodell von BMIregional nach einem Brexit entwickeln wird.

Im reinen Domesticbereich innerhalb UK wird es wohl kaum ausreichend Potential geben, zumal da ja auch noch Andere Konkurrenten unterwegs sind.

BM hat sich ja gerade erst in Deutschland nochmals neue Strecken zugelegt (SCN-MUC, RLG-STR)

Kann mir nicht vorstellen, daß man in der GF bei BM ohne Plan B fleißig investiert ...

Ein paar Antworten dazu gibt es hier: http://www.breakingtravelnews.com/focus/article/breaking-travel-news-interview-bmi-regional-chief-communication-officer-joc/

“But we are working with the possibility that we are going to be outside the EU; and we are getting prepared for that.”

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Danke für den Link.

Allerdings sind die Aussagen - abgesehen von der Möglichkeit eines AOC in einem EU-Land  - sehr vage ...

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Brexit Update.

Halt nein, doch nicht. Die Briten wissen immer noch nicht, was sie wollen. Nicht weiter dramatisch. Die Uhr läuft und die Zahlen werden nicht besser.

Zitat

Under a comprehensive free trade agreement with the EU, UK growth would be 5% lower over the next 15 years compared to current forecasts, according to the analysis. The "no deal" scenario, which would see the UK revert to World Trade Organization (WTO) rules, would reduce growth by 8% over that period. The softest Brexit option of continued single-market access through membership of the European Economic Area would, in the longer term, still lower growth by 2%.These calculations do not take into account any short-term hits to the economy from Brexit, such as the cost of adjusting the economy to new customs arrangements. [Department for Exiting the European Union via Buzzfeed]

 

Und noch mehr Spass, hier nutzt Ryanair den Brexit als Aufmerksamkeitsvehikel:

Zitat

“We’ll announce our (2019) summer schedule soon enough... and there’ll be a term and condition that this is subject to the regulatory environment allowing this flight to take place,” Kenny Jacobs told reporters, adding that the tickets would go on sale in September. Customers will be refunded if the clause is exercised. [...] 

Jacobs said it was likely that the clauses would not need to be exercised and a worst-case scenario, where flights between Britain and the European Union were grounded, would be avoided, as authorities look to buy more time under current rules.

 

bearbeitet von OliverWendellHolmesJr

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taking back controll (or not) - special relations / poodle edition.

Laut Financial Times gab es eine erste Verhandlungsrunde für ein erstes UK-US Luftverkehrsabkommen. Es scheint nicht so gelaufen zu sein, wie Whitehall sich es erhofft hat. Die USA möchten die liberalen Eigentumsrecht aus dem EU-US-Abkommen nicht übernehmen. UK Airlines können nicht mehr US-Regierungsaufträge annehmen, das Wettbewerbsrecht soll strenger werden.

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Mal sehen wie lange es dauert, bis auch der Letzte Brexit-Befürworter realisiert, daß UK alleine eine ziemlich schwache Verhandlungsposition hat.

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http://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2018/03/07/statement-by-president-donald-tusk-on-the-draft-guidelines-on-the-framework-for-the-future-relationship-with-the-uk/

Zitat

Two hours ago, I sent the EU27 Member States my draft guidelines for our relations with the UK after Brexit. I'm here in Luxembourg to consult the Prime Minister on these guidelines that I hope will be adopted at our European Council 

(....)

Thirdly, I am determined to avoid that particularly absurd consequence of Brexit that is the disruption of flights between the UK and the EU. To do so, we must start discussions on this issue as soon as possible.

 

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vor 16 Stunden schrieb HAJ-09L:

"Thirdly, I am determined to avoid that particularly absurd consequence of Brexit that is the disruption of flights between the UK and the EU. To do so, we must start discussions on this issue as soon as possible."

Das wird den hier schreibenden EU-Glorifizierern aber gar nicht gefallen. UK hat gefälligst in Sack und Asche zu gehen und maximal zu leiden, dafür dass sie es als bisheriger Nettozahler wagen, den Club zu verlassen.

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Um dieses Statement los zu werden, hättest Du aber auch gerne den Wetterbericht von Castrop-Rauxel, vom 27.01.2013 zitieren können.

Der hätte in etwa den selben Bezug zu Deiner Aussage.

Es hätte genügt zu schreiben, dass Du die EU nicht magst.

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Schreibt man diesen Schwachsinn aus Überzeugung (hoffentlich nicht - wäre eine Schande fürs Bildungssystem) oder als Troll (dann hoffentlich bezahlt).

Man kann Präsident Tusk auch so verstehen: Wenn sich UK jetzt nicht an den Verhandlungstisch setzt, wird genau diese Folge eintreten, ob wir es wollen oder nicht. 

Aber ich sehe das ganz entspannt, UK hat nach einem CETA-Vertrag gefragt und ein CETA-Angebot bekommen. Jetzt muss sich UK entscheiden, ob man das Himmelfahrtskommando eingehen will.

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Es soll eine Übergangsfrist bis Ende 2020 geben:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-austritt-briten-und-eu-einigen-sich-auf-brexit-uebergangszeit-bis-ende-2020/21087440.html

Und gemäß dieser Quelle http://handelsblatt.com/politik/international/brexit-eu-bietet-uebergangsfrist-bis-ende-2020/20760772.htmlsoll die zusätzliche Zeit u.a. dafür genutzt werden, eine Vereinbarung für den Luftverkehr zu erreichen:

Zitat

Neben dem Handelsabkommen will die EU nach Barniers Worten drei weitere Regelungen mit Großbritannien für die Zeit nach dem Brexit treffen: zur Luftfahrt, zur Zusammenarbeit der Justiz und zur Sicherheitspolitik. Auch die Eckpunkte dafür sollten bis Oktober 2018 in einer „präzisen“ politischen Erklärung vereinbart werden, sagte Barnier.

 

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Die EU-Kommission hat ein Update zu den folgen des EU-Austritts und den Folgen für die Luftsicherheit gegeben.

Zitat

This means that, unless a ratified withdrawal agreement establishes another date, all Union primary and secondary law will cease to apply to the United Kingdom from 30 March 2019, 00:00h (CET). The United Kingdom will then become a 'third country'. [...] 

  • Certificates (Piloten, AOC, ...) issued before the withdrawal date by the competent authorities of the United Kingdom on the basis of the provisions of the Basic Regulation and its implementing rules will no longer be valid as of the withdrawal date in the EU.
  • [...] aircraft operators from the United Kingdom will be considered as ‘third country’ operators within the meaning of Article 4(1)(d) of the Basic Regulation and other EU legislation on aviation safety. This means that a safety authorisation from the EASA will be required in accordance with Articles 9 and 23 of the Basic Regulation.
  • [...] In particular, EU-27 air carriers intending to wet lease aircraft registered in the United Kingdom will be bound by the corresponding provisions relating to such aircraft.

 

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...und die EASA positioniert sich auch. Allerdings geht das mehrheitlich in Richtung "nix genaues weiß man nicht"...

https://www.easa.europa.eu/brexit-negotiations#group-easa-related-content

Zitat

As the withdrawal and transitional agreement negotiations are currently underway EASA cannot yet determine the ultimate impact of the withdrawal on EASA or its stakeholders within the EU-27 and 4 associated countries or within the UK. The withdrawal will significantly alter EASA’s cooperation with UK authorities and will not leave EASA’s stakeholders untouched. 

As the withdrawal process evolves more certainties will emerge. We will reflect them by updating these webpages as appropriate.

[...]

Until the UK withdraws from the EU, EASA will continue its cooperation with the UK authorities within the scope of its responsibilities as defined in the Basic Regulation, including certification, standardisation and rulemaking.

[...]

After withdrawal the UK will cease to participate in the activities of EASA and consequently the UK Civil Aviation Authority will no longer need to ensure compliance by UK-based companies with the EU aviation safety legislation.

 

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Was sollen sie auch sagen?

Denn ohne das endgültige Vertragswerk gibt es ja keine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.
Und von einem Vertrag sind wir bekanntlich noch meilenweit entfernt!

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