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Stef1704

Sprachkenntnisse der Kabinen-Crew

Empfohlene Beiträge

Guten Abend.

Bei meinem heutigen weihnachtlichen Flug von Berlin Schönefeld nach Bari mit Ryanair ist mir aufgefallen, dass die Kabinen-Crew durchweg keinen deutschen Muttersprachler an Bord hatte. Auch bei arabischen Airlines sieht man oftmals einen bunten Mix aber bisher hatte ich dort immer einen arabischen Muttersprachler dabei.

Da habe ich mir die Frage gestellt, ob es irgendwelche Vorschriften gibt, welche Sprachen an Bord "vorhanden" sein müssen und wovon das abhängt, z.b. ob dies das Melde Land der Airline o.ä. beeinflusst. 

Weisst das jemand?

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Nabend, 

ich weiß nicht, ob es Pflichten gibt, aber deutsch scheinbar nicht. Dass EK oder so jemanden hat, der Deutsch kann ist ein Zeichen von Service. LH hat auch Flugbegleiter fast überall stationiert, so dass man entsprechende Crews an Bord hat.

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Bei den arabischen Airlines wird halt beim Einstieg damit geworben welche Sprachen die Crew spricht. Ich denke dies ist aber eher den internationalen Mitarbeitern in der Wüste geschuldet, was dann eher als positiv Marketing verkauft werden soll. 

Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass der dortige Purser in der Regel ein lokaler Einheimischer war. (Kann jetzt Zufall sein). 

Andersrum: Selbst Englisch als Pflichtsprache halte ich für fraglich: so manche lokale kleine Airline in Asien oder Afrika mit der ich geflogen bin hat mir ein Kommunikationsproblem beschert... 

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Für Europa:

 https://www.easa.europa.eu/faq/19196

Zitat

The only requirements for languages relevant to CC are specified in the Air Operations Regulation ((EU) No 965/2012) as follows:

all personnel shall be able to understand the language of the OM relevant to their duties (ORO.MLR.100(k)), and

all FC and CC members shall be able to communicate in a common language (CAT.GEN.MPA.120).

Common practice is nevertheless that cabin crew speak the language of the State of the operator, and English as this is usually required by the operators.

There is actually no language requirement for cabin crew regarding communication with passengers. This issue is now on the task list of the ICAO Cabin safety Group, as it was considered more consistent to be addressed at worldwide level, taking into account any relevant Safety Recommendations resulting from accident or incident investigations.

It should be noted that it is difficult, if not impossible, to identify which languages, other than the language of the operator and English, should be required.

For example, a French airline may have a flight departing from Paris to Madrid (CC would then speak French and English as normally required by operators), but most passengers could be a group of Japanese.

In this global sector, it is very difficult to anticipate which languages will be necessary depending on the nationality of the passengers to be carried, which may change for each flight. It could also be different from the language of the country of departure, as well as from the country of destination.

Ultimately, it is the responsibility of each operator to ensure that safety briefing / instructions can be given in a way that will ensure general understanding by passengers and will allow cabin crew to be understood when applying safety and emergency procedures.

 

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Am ‎23‎.‎12‎.‎2017 um 21:20 schrieb d@ni!3l:

LH hat auch Flugbegleiter fast überall stationiert

LH hat Flugbegleiter in Frankfurt, München, Delhi, Bangkok und Tokio stationiert.

 

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vor 6 Stunden schrieb germanfly:

Und auch noch in Düsseldorf

...damit LH in Düsseldorf - analog zu Bangkok, Tokio und Delhi - besser auf die sprachlichen und kulturellen Eigenarten der dortigen Kunden eingehen kann...?

;-)

Vielleicht habe ich aber auch nur den inhaltlichen Zusammenhang mit dieser Diskussion falsch interpretiert...

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Am 23.12.2017 um 20:35 schrieb Stef1704:

Guten Abend.

Bei meinem heutigen weihnachtlichen Flug von Berlin Schönefeld nach Bari mit Ryanair ist mir aufgefallen, dass die Kabinen-Crew durchweg keinen deutschen Muttersprachler an Bord hatte. Auch bei arabischen Airlines sieht man oftmals einen bunten Mix aber bisher hatte ich dort immer einen arabischen Muttersprachler dabei.

Da habe ich mir die Frage gestellt, ob es irgendwelche Vorschriften gibt, welche Sprachen an Bord "vorhanden" sein müssen und wovon das abhängt, z.b. ob dies das Melde Land der Airline o.ä. beeinflusst. 

Weisst das jemand?

Ryanair ist ja eine der Flugesellschaften, die Flüge rein zwischen Drittstaaten anbietet. Meines Wissens nach ist das die "7. Freiheit der Luft" (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheiten_der_Luft). Sprachregelungen würden hier sehr schnell in einem logischen Chaos enden - zum einen gibt is in vielen Ländern mehere Sprachen (welche wäre dann vorgeschrieben?), zum anderen ist jeder Passagier ja generell in der Situation ev. nichts verstehen zu können, wenn er bei einem internationalen Flug  nach einem Zwischenstopp mit einer ausländischen Airtline weiterfliegt. 

Die Airlines sollten i.d.R. aber schon darauf achten, dass die Leute an den Notausgängen englisch verstehen. 

bearbeitet von JeZe

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vor 2 Minuten schrieb JeZe:

Ryanair ist ja eine der Flugesellschaften, die Flüge rein zwischen Drittstaaten anbietet. Meines Wissens nach ist das die "7. Freiheit der Luft" (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheiten_der_Luft). Sprachregelungen würden hier sehr schnell in einem logischen Chaos enden - zum einen gibt is in vielen Ländern mehere Sprachen (welche ist dann vorgeschrieben?), zum anderen ist jeder Passagier ja generell in der Situation ev. nichts verstehen zu können, wenn er bei einem internationalen Flug  nach einem Zwischenstopp mit einer ausländischen Airtline weiterfliegt. 

Die Airlines sollten i.d.R. aber schon darauf achten, dass die Leute an den Notausgängen englisch verstehen. 

Ja, aber...

wo steht denn, dass Englisch Pflicht ist - der Text weiter oben ist für mich nicht so eindeutig dahingehend..?

Z.B. Eine reine Regionalairline die in China von reinen Regionalflughäfen operiert dabei mit der Flugsicherung auch in chinesisch kommuniziert, hat - so wie ich das jetzt verstanden habe - nirgendwo die Pflicht jemand englischsprachigen an Board zu haben. Der Mensch am Notausgang der kein Chinesisch kann wird halt weggesetzt/Sitzplatztausch gegen einen Chinesen. Problem wird es in diesem Konstrukt nur dann, wenn  ausschliesslich englischsprachige Touristen an Board sind.

Oder am Beispiel Ryanair: Der Flieger von SXF nach XXX ist voll gebucht mit alten Russlanddeutschen auf Kaffeefahrt, von denen keiner Englisch kann. Theoretisch (ich weiss, ein sehr unwahrscheinliches Konstrukt) hat man also niemanden an Board den man englischsprachig am Notausgang hinsetzen kann.

Wenn jetzt die Gefahr besteht, dass im Notfall die Anweisungen der Crew nicht verstanden werden, dürfte der Flieger doch gar nicht abheben... ?

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Ich hatte bei Flügen in der japanischen Provinz schon Flugbegleiter, die bei "Oh, Gaijins an Bord" erstmal die Sicherheitsanweisungskarte in Lautschrift heraussuchten. Das war zwar unglaublich süss, aber am Ende nur verständlich, wenn man eh weiss, was die sagen.

Englisch als kleinster gemeinsamer Nenner ist sicher sinnvoll, aber selbst das ist gar nicht mal so einfach.

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vor 5 Stunden schrieb Stef1704:

Ja, aber...

wo steht denn, dass Englisch Pflicht ist - der Text weiter oben ist für mich nicht so eindeutig dahingehend..?

Z.B. Eine reine Regionalairline die in China von reinen Regionalflughäfen operiert dabei mit der Flugsicherung auch in chinesisch kommuniziert, hat - so wie ich das jetzt verstanden habe - nirgendwo die Pflicht jemand englischsprachigen an Board zu haben. Der Mensch am Notausgang der kein Chinesisch kann wird halt weggesetzt/Sitzplatztausch gegen einen Chinesen. Problem wird es in diesem Konstrukt nur dann, wenn  ausschliesslich englischsprachige Touristen an Board sind.

Oder am Beispiel Ryanair: Der Flieger von SXF nach XXX ist voll gebucht mit alten Russlanddeutschen auf Kaffeefahrt, von denen keiner Englisch kann. Theoretisch (ich weiss, ein sehr unwahrscheinliches Konstrukt) hat man also niemanden an Board den man englischsprachig am Notausgang hinsetzen kann.

Wenn jetzt die Gefahr besteht, dass im Notfall die Anweisungen der Crew nicht verstanden werden, dürfte der Flieger doch gar nicht abheben... ?

Mein Hinweis mit dem Englisch bezog sich auf die in der Praxis bei uns operierenden Airlines. Generell formuliert wäre es sinnvoll wenn Leute an sicherheitsrelevanten Positionen und irgendwelche Flugbegleiter zumindest eine selbe Sprache sprechen. 

Zu fordern, dass der Flieger andernfalls nicht abheben dürfte würde hingegen implizieren, dass er nur unter Mithilfe der Passagiere sicher zu betreiben wäre, was auch wieder seltsam ist.

 

BTW: bei einem Reisebus könnte es genau die selbe Problematik geben... ;)

 

bearbeitet von JeZe

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vor 4 Stunden schrieb JeZe:

Generell formuliert wäre es sinnvoll wenn Leute an sicherheitsrelevanten Positionen und irgendwelche Flugbegleiter zumindest eine selbe Sprache sprechen.

 

So sieht es in Europa gemäß aktueller Rechtslage jedenfalls aus - siehe Link oben.

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Na ja, die SaferyCards und Aufkleber an den Notausgängen sind ja nicht umsonst bebildert, das versteht jeder, unabhängig von der gesprochenen Sprache, auch Analphabeten. Und Anweisungen der Crew wird man auch im Notfall an der entsprechenden Gestik erkennen. - Und nebenbei bemerkt: Bei meinem letzten Flug mit Ryanair war es mit dem Englisch der Flugbegleiter nicht so gut. Auf meinem American Airlines Flug von Dallas nach Frankfurt war sowohl beim Boarding als auch an Bord eine deutsch-sprechende Mitarbeiterin, und das obwohl AA vergleichsweise wenig international fliegt. Ist scheinbar eine Sache des guten Services. 

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Zitat

Die Airlines sollten i.d.R. aber schon darauf achten, dass die Leute an den Notausgängen englisch verstehen. 

Bisher habe ich es bei meiner Tätigkeit noch nicht erlebt, dass es keinen geeigneten Alternativ-Fluggast gab, wenn ich entscheiden musste, dass ein Fluggast sich bitte umsetzen muss, da die Person weder deutsch oder englisch verstand und/oder andere Faktoren eindeutig gegen einen Verbleib an einem Notausstieg oder anderen "restricted seat" sprachen. Interne Regeln geben hier klare Orientierung. Daran ändern dann auch Augenrollen, abfällige Bemerkungen und böse Blicke nichts. Per Gestik ein Briefing an den Notausstiegen reicht nicht aus. 

Zitat

Na ja, die SaferyCards und Aufkleber an den Notausgängen sind ja nicht umsonst bebildert, das versteht jeder, unabhängig von der gesprochenen Sprache, auch Analphabeten.

Manchmal zweifle ich, ob dies "jeder versteht". Da erklärt man, dass die Bedienung des Notausstiegs auf der Verkleidung selber, der Rückseite der Klapptische und in der Safetycard gezeigt wird und es wird die Abdeckklappe gezogen und man kann nur noch laut brüllen, nicht zu ziehen (Notrutsche würde aktiviert werden). Ist genauso wie mit Schwimmwesten, die man an Mütter mit Kindern unter 2 Jahren verteilt und man sagt extra, dass man bitte nur auf Aufforderung die Weste öffnet und es wird die Weste aufgerissen. 

In beiden Fällen waren es deutsche Passagiere, die sogar normal deutsch sprechen konnten. Ich frage vorher auch immer: Hello, welcome aboard! German? English?

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Wie ist das denn bei den vielen Ferien Sub-Charter aus dem Baltikum, der Slowakei, Malta... usw.?

Sprechen deren Kabinen-Crews vorwiegend deutsch - oder eher englisch?

Aufgrund der häufigen Einsätze für deutsche Airlines kann ich mir vorstellen, dass manche Crew-Mitglieder durchaus mehr oder weniger gut deutsch können.

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vor 3 Stunden schrieb Tschentelmän:

Wie ist das denn bei den vielen Ferien Sub-Charter aus dem Baltikum, der Slowakei, Malta... usw.?

Sprechen deren Kabinen-Crews vorwiegend deutsch - oder eher englisch?

Aufgrund der häufigen Einsätze für deutsche Airlines kann ich mir vorstellen, dass manche Crew-Mitglieder durchaus mehr oder weniger gut deutsch können.

Ist jetzt kein "Ferien-Sub-Charter", aber evtl vergleichbar: Die Crews auf den CSA-Flügen für EW sprachen überwiegend Englisch. Die Sicherheitshinweise hatten sie auf Deutsch vorgelesen und 1 FA konnte wohl auch Deutsch

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Also die gängigen ACMI-Crews sprechen alle Englisch (die meisten sogar recht gut, weil man es ja oft braucht), aber deutschsprechende FAs sind da eher Zufall als gewollt.

Bei den meisten Airlines ist jedoch üblich bei Subchartern 1 oder 2 eigene FAs als Repräsentanten mitzuschicken. Diese haben dann keinerlei sicherheitsrelevante Aufgaben (dürfen sich auch gar nicht), sondern sind nur für die Kundenkommunikation (Ansagen, Sprachprobleme) und den Service (vor allen Dingen die Vermittlung des Servicekonzepts an die Operating Crew) zuständig.

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Ist schon etwas her, aber in der Zeit in der AB innerspanisch flog wurde von Spanien verlangt das mindestens ein Cabin Crew Mitglied Spanisch sprechen kann, daraufhin wurden alle SCCMs (Purser) auf einen Spanisch Crash-Kurs geschickt. Machte auch Sinn da das Publikum sehr oft zu 100% aus Spaniern bestand die vielleicht Katalan und Spanisch sprachen, aber so gut wie nie Englisch oder gar Deutsch.

Bei meinem neuen Arbeitgeber, der europaweit Stationen hat, läuft die Ansage für die Sicherheitsansage eh vom Band, Englisch ist zwingend dabei und wenn vorhanden die lokale Sprache des Ziels bzw. des Abfluglandes. Sprachkenntnisse der Cabin Crew außer Englisch sind mit einer entsprechenden Landesflagge auf dem Namensschild angezeigt.

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vor 13 Stunden schrieb medion:

Willkommen bei Easyjet. Genauso kritiklos wie vorher bei AB.

 

Jetzt ist das Band mal kaputt und dann?

Es ging hier ja nicht um Kritik, sondern darum wie es gemacht wird. Ganz abgesehen das jeder Arbeitsvertrag (und derzeit hab ich zwei davon) entsprechende Klauseln beinhaltet und ein Nick nicht Anonym macht, halte ich nichts davon dreckige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen, das läuft intern und dann natürlich auch mit klarer Ansage. Aber traurig das man so was erst erklären muss, das ist doch schlicht normales Verhalten vernünftiger Menschen.

Wenn das Band kaputt ist kommt die Ansage von den Flugbegleitern, auch nicht weiter schwierig.

bearbeitet von Dummi

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Zitat

Jetzt ist das Band mal kaputt und dann?

Man hat meistens auch ein PA-Booklet dabei. Dann kann man bei Bedarf auch die Ansage manuell machen (bzw. wird manch eine Ansage (zum Beispiel nach dem Einfahren des Fahrwerks) je nach Airline auch meistens manuell gemacht, obwohl man auch per Knopfdruck eine solche After take-off Ansage "vom Band" machen könnte.

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