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EDCJ

Umsteigestrecken um jeden Preis?

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Hab mich heute mit einem Arbeitskollegen unterhalten,der mir freudestrahlend berichtete,er hat gestern seinen Sommerurlaub gebucht (online).

Türkei,ab Berlin, AI,aber mit Umsteigen in Bulgarien (Nonstop wäre 200€ teurer).

Ja,ist es mittlerweile so,das Veranstalter auf alle Optionen einbuchen,die der (online-) Markt hergibt ? Welche Garantien gibt es da noch für Airlines,Nonstopflüge von A nach B aufzunehmen,wenn im Netz Veranstalter auf Flüge via C einbuchen ??? Gibt es nicht mehr die Sicherheit der "Grundauslastung" durch Veranstalterkontingente? Und,offensichtlich in diesem Fall,noch nicht mal preiswert-Anbieter wie FR oder EZY nonstop mithalten können/wollen ?

Das ist in meinen Augen ein "Aufblasen" von Strecken (bulgarischer Airlines) ,die ohne Umsteiger von Touris gar nicht überlebensfähig wären . Ist sicher legal,aber moralisch gerechtfertigt ?

bearbeitet von EDCJ

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Der Kunde kann ja nonstop fliegen, wenn er das möchte und bereit ist, dafür den Aufreis zu bezahlen. Den typischen Charterflug gibt es praktisch nicht mehr und im Liniengeschäft ist es schon lange üblich, dass man für den Komfort nonstop zu fliegen, mehr bezahlt, als wenn man Umsteigen in Kauf nimmt. (Bis auf kurze Strecken.)

Ich hatte die Tage mal nach Pauschalreisen nach Zypern geschaut und war auch überrascht, dass alle günstigen Angebote Linienflüge mit Umsteigen waren, sogar mit Ukraine International Airlines über Kiev. Die Direktflüge mit Condor waren deutlich teurer, konnten aber gebucht werden.

Inzwischen lassen sich Reiseveranstalter/Airlines jeden Pieps extra bezahlen und nun auch den Komfort des Nonstopflugs in den Urlaub.

Martin

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vor 13 Stunden schrieb EDCJ:

Hab mich heute mit einem Arbeitskollegen unterhalten,der mir freudestrahlend berichtete,er hat gestern seinen Sommerurlaub gebucht (online).

Türkei,ab Berlin, AI,aber mit Umsteigen in Bulgarien (Nonstop wäre 200€ teurer).

Ja,ist es mittlerweile so,das Veranstalter auf alle Optionen einbuchen,die der (online-) Markt hergibt ? Welche Garantien gibt es da noch für Airlines,Nonstopflüge von A nach B aufzunehmen,wenn im Netz Veranstalter auf Flüge via C einbuchen ??? Gibt es nicht mehr die Sicherheit der "Grundauslastung" durch Veranstalterkontingente? Und,offensichtlich in diesem Fall,noch nicht mal preiswert-Anbieter wie FR oder EZY nonstop mithalten können/wollen ?

Das ist in meinen Augen ein "Aufblasen" von Strecken (bulgarischer Airlines) ,die ohne Umsteiger von Touris gar nicht überlebensfähig wären . Ist sicher legal,aber moralisch gerechtfertigt ?

Was hat denn die Streckenführung mit Moral zu tun?

Über Buchungsmasken - auch die der Reiseveranstalter - erhältst du immer zuoberst den günstigsten Preis angezeigt, das kann sich aber mitunter täglich ändern, da alle/viele Preise ja dynamisch sind. Aber niemand ist doch moralisch verpflichtet, die Strecke so zu fliegen, du kannst ja - wie Martin das oben schon erklärt hat -  ggf. mit Aufpreis die Flüge auch so buchen, wie du gerne fliegen möchtest. Sehe das doch als Bereicherung an, weil du dir ganz individuell Fluglinien, Streckenführung und Flugzeiten aussuchen kannst, aber alles hat dann natürlich auch seinen individuellen Preis.

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Am 6.1.2018 um 09:24 schrieb Faro:

Was hat denn die Streckenführung mit Moral zu tun?

 

Unmoralisch finde ich das Geschäftsmodel dieser Online-Veranstalter , weil dieses NUR darauf abzielt,über einen möglichst günstigen Preis in den Suchmaschinen ganz oben zu stehen. Die scheren sich einen Dreck drumm , das optimale Urlaubserlebniss (incl.Nonstopflug) zu erzielen,erst Recht nicht um Arbeitsplätze bei in Deutschland stationierten Airlines,die ihr Personal auch in € bezahlen müssen.

In dem von mir benannten Fall handelt es sich offenbar um bulgarische Airlines,die sicher keine Streckenrechte haben für Deutschland-Türkei nonstop. Also macht man es mit Umsteigen in Bulgarien. Das Personal wird in Heimatwährung bezahlt,vielleicht tankt man auch nur in Bulgarien,aber bezahlt wird im unteren  Bereich vom Veranstalter in Euro...Ich finde ein solches Geschäftsmodell zwar zulässig,aber schäbig.

Wäre das gleiche ,wenn albanische Airlines in Tirana ein Drehkreuz aufbauen,und aus Europa Urlauber mit Linienflügen abholen,um sie dann auf griechische Inseln zu verteilen. Würde sicher auch super in die "Streckenführung" passen. Geht sicher noch paar € billiger als mit griechischen Airlines,denn,die haben ja schon wieder den Euro...:ph34r:

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Wohin wird uns diese Diskussion letztlich führen? Ächtung aller Airlines mit Drehkreuz außerhalb der Eurozone? (BA, LO, EK, QR, EY,...)

Und bitte bedenken: Nicht nur in der Luftfahrt wird der Preis als wesentliches Verkaufsargument eingesetzt - siehe Lebensmittelhandel und Discounter.

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Ich fürchte Du hast hier Moralvorstellungen, die in der heutigen Zeit ein wenig "aus der Welt gefallen" wirken.

Ein Online-Reiseportal hat nur einen einzigen Zweck. Seinen Betreiber reich zu machen. Die Kunden, die anbieter, unddamit auch die Airlines, sind diesen Portalen herzlich egal! Das klingt brutal, ist aber leider die Realität. Ein Reiseportal will ausschließlich Dein Bestes. Dein Geld!
Und damit steht es in einer Reihe mit allen anderen Anbietern von Waren und Dienstleistungen!
Alle wollen Geld verdienen. Um da optmale"Reiseerlebnis" muss sich der Kunde schonselber kümmern.
Vor dem Hintergrund finde ich diese Angebote dann wieder völlig legitim. Sie sind aber eben nur für die sinnvoll, deren optmales Reiseerlebnis mit dem niedrigsten Preis zusammenhängt.

Aber jetzt mal anders heum gefragt.
Warum findest Du das, was Norwegische oder Isländische Airlines machen, bei einer Bulgarischen Airline nun nicht gut?
Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass Bulgarien mitlerweile ein Mitglied der EU ist. Norwegen und Island aber nicht!
Wo ist die moralischen Entrüstung bei Norwegian und WOW?

Und nebenbei, alsEU-Airline darf eine Bulgarische Airline selbstverständlich von Deutschland nonstop in die Türkei fliegen.

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Danke, EDJC, für deine ausführliche Antwort. Doch letztlich haben HAJ-09L und jubo14 natürlich Recht, deine Vorstellungen von der Reisewelt sind nicht mehr ganz realistisch und zeitgemäß. Online-Buchungsportale und -Suchmaschinen sind heute nicht mehr wegzudenken, doch der Umgang mit ihnen muss vielleicht auch geübt oder durchdacht werden. Man muss wissen, wie diese funktionieren, dann kann man die "Fallstricke" ggf durchschauen. Andererseits sehe ich es nicht als Problem an, mit anderen als deutschen oder EU-Airlines zu fliegen. Und keine Airline könnte ohne Streckenrechte irgendwo fliegen, wenn das also angeboten wird, wird das wohl auch genehmigt sein. Nochmal: Betrachte die ganzen Online-Portale als Bereicherung, um dich zu informieren, was man alles buchen kann und ggf auch wo du was am besten buchst. Für viele ist der Preis das A und O, für manche der Direktflug, wiederum für andere die ausführende Airline usw usw. . Man ist ja nicht gezwungen etwas bestimmtes zu buchen. Von daher entspricht das wohl alles unseren Gesetzen und auch unseren Moralvorstellungen von einer (mehr oder weniger) transparenten Reiseindustrie. Maschinen, die uns in dieser Hinsicht das eigenständige Denken und Handeln abnehmen, wären sicher unmoralischer.

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Am 5.1.2018 um 20:20 schrieb martin.stahl:

Der Kunde kann ja nonstop fliegen, wenn er das möchte und bereit ist, dafür den Aufreis zu bezahlen. Den typischen Charterflug gibt es praktisch nicht mehr und im Liniengeschäft ist es schon lange üblich, dass man für den Komfort nonstop zu fliegen, mehr bezahlt, als wenn man Umsteigen in Kauf nimmt. (Bis auf kurze Strecken.)

Ich hatte die Tage mal nach Pauschalreisen nach Zypern geschaut und war auch überrascht, dass alle günstigen Angebote Linienflüge mit Umsteigen waren, sogar mit Ukraine International Airlines über Kiev. Die Direktflüge mit Condor waren deutlich teurer, konnten aber gebucht werden.

Inzwischen lassen sich Reiseveranstalter/Airlines jeden Pieps extra bezahlen und nun auch den Komfort des Nonstopflugs in den Urlaub.

Martin

Nach dem Wegfall von AB und Ausbleiben einer Lowcoster-Expansion haben die verbleibenden Marktführer EW und DE einfach jeden Bezug zur Einkommensrealität verloren und bepreisen Urlaubsdestinationen jenseits von gut und böse. Ich fliege daher dieses Jahr nach Olbia und auf die Kanaren auch mit Umsteigen in MXP bzw. LIS. Direktfüge sind einfach unbezahlbar.

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Und genau dieses Preisverhalten könnte benannten Airlines irgendwann auf die Füße fallen,und das AUS für ausgewählte Nonstopstrecken bedeuten. Es macht sicher für keine Airline Sinn,Strecken nur zu absoluten Spitzenzeiten wie Ferien oder Feiertagen zu bedienen. Kontinuität über zumindest eine Flugplanperiode sollte schon gewährleistet sein. Wer aber einmal in der Hauptreisezeit verprellt wurde,und mit Umsteigen "seine" Alternative gefunden hat,wird dann nicht zwangsläufig in der Vor-oder Nachsaison -wo gerade jeder Gast zum Füllen der Maschinen gebraucht wird- den Nonstopstrecken nachlaufen. Könnte dann also zwangsläufig zur Streichung der kompletten Strecke im nächsten Jahr führen. Ich denke,wir werden sowas bald erleben,mit Zielen wie Madeira oder Kanaren- Inseln jenseits Teneriffa oder Gran Canaria.

Edit: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe,war DAS ja auch schon ein Grund,warum AB seinerzeit sein Alicante-Nonstop-Programm zusammengestrichen hat,weil irgendwann Umsteiger günstiger (und damit häufiger gebucht) , als Nonstopflüge...

 

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vor 7 Minuten schrieb EDCJ:

Und genau dieses Preisverhalten könnte benannten Airlines irgendwann auf die Füße fallen,und das AUS für ausgewählte Nonstopstrecken bedeuten.

Und da man im Sommer 2017 den höchsten Stand von Nonstop-Strecken im LCC-Verkehr innerhalb Deutschlands und von Deutschland nach Europa überhaupt verzeichnen konnte dürfte das zu verkraften sein.

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