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DasVerkehrswesen

Technischer Fortschritt vs. Entschädigungszahlungen: Flugzeiten

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Earlier this year the new Dreamliner set a subsonic speed record when it flew from New York to London in five hours and 13 minutes. So why would Easyjet need an extra 19 minutes to get to Berlin?

 

Die Verbraucherorganisation Which? hat Flugzeiten von heute mit denen vor zehn Jahren verglichen. Der technische Fortschritt schlägt sich demnach nicht in schnelleren Flügen nieder – im Gegenteil. Es scheint eher, dass zu zahlende Entschädigungen im Verspätungsfall die Flugpläne von heute bestimmen. 87 % der untersuchten Flüge von British Airways, 82 % der Ryanair-Flüge und 62 % der easyJet-Flüge dauer(te)n 2017 länger als 2009. Zehn bis zwanzig Minuten haben die Fluggesellschaften auf ihre Flüge addiert. Genützt hat es wenig. Die Anzahl der Flüge die ihr Ziel pünktlich erreicht haben, ist von 2009 bis 2017 gesunken – bei BA um 3 %, bei Ryanair um 8 %, bei easyJet um 10 %.

 

Und jetzt notiere ich mir „Schedule padding” in mein handliniertes Vokabelheft …

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Auch vollere Flughäfen sind ein Problem. Wenn beide Slotkonstraint sind, muss man manchmal langsamer/extra Runden fliegen um zur richtigen Zeit zu landen.

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vor 4 Minuten schrieb Blablupp:

Auch vollere Flughäfen sind ein Problem. Wenn beide Slotkonstraint sind, muss man manchmal langsamer/extra Runden fliegen um zur richtigen Zeit zu landen.

Trotzdem hab ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr erlebt, dass der Pilot Warteschleifen geflogen ist. Das kam früher öfter vor. 

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vor 6 Stunden schrieb Koelli:

Trotzdem hab ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr erlebt, dass der Pilot Warteschleifen geflogen ist. Das kam früher öfter vor. 

 

Kommt heutzutage häufiger vor als früher. Oft wird auch der Gegenanflug verlängert.

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Heute fliegt man Transitions. Da fliegt man dann bei viel traffic ewig im Downwind und hat zum Teil einen 25 nm final.

Merkt der Pax im Normalfall nicht, kostet aber genauso Zeit wie ein holding.

 

In Frankfurt oder München sind holdings bei normalen Rahmenbedingungen (kein Wetter etc.) eher selten.

In Heathrow z.B. ist es aber völlig normal, dass im Standardbetrieb holdings geflogen werden.

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Teilweise müssen die geplanten Blockzeiten auch an die vorhandenen Slots angepasst werden, sodass die "Flugzeiten" mal kürzer mal länger ausfallen.

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Diejenigen, die für diese Organisation diese Analyse gemacht haben, sind Luftfahrt-Laien. 

 

Zum einen wird auf Grund des höheren Kerosinpreises heute langsamer geflogen, zum anderen ist der Luftraum heute deutlich voller als noch vor 10 Jahren. Die Kapazität seitens ATC, Airports ist kaum mitgewachsen. Folglich gibt es weniger Directs, mehr Transitions, mehr Slots etc. 

Sicherlich wird aber von den Airlines bzgl. der Blockzeiten (nicht in Bezug auf A/C-Utilization!) auch etwas konservativer geplant um ggf. am Ende noch etwas Luft zu haben. Immerhin kann so ein Delay ab 3500km Entfernung und 250 Gästen 150.000€ kosten. Und den Unterschied macht zum Schluss eine Minute aus: 2:59h keine Entschädigung, 3:00h Entschädigung. 

 

Vielleicht etwas Off-Topic aber es wird gerne vergessen, dass diese Entschädigung ursprünglich nur für ausgefallene Flüge gedacht war und erst später auch auf verspätete Flüge ausgedehnt wurden. Hinzu kommt, dass im EuGH-Urteil nicht höhere

Gewalt, sondern außergewöhnlichen Umstände als Ausschlussgrund aufgeführt sind. Folglich gab es schon Flüge die wegen Wetter, Medical, Vogelschlag etc. verspätet waren und dennoch für die Airline entschädigungspflichtig waren...

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