Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
737-200

Diskussion -Zubringerflüge oder per Bahn fahren

Empfohlene Beiträge

Am 6.10.2018 um 09:21 schrieb Fluginfo:

Viel wichtiger wäre Cargo auf die Schiene zu bekommen als eine Diskussion um Kurzstreckenflüge.

Aber wie hier zumindest mal alle eine Meinung sind, das marode und zu knappe Schienenangebot gibt einfach nicht mehr her.

Daher werden die Inlandflüge und die grenznahen Flüge auf absehbare Zeit eher weiter zulegen.

Allerdings ist es ja so, daß viele Kunden auf die Anreise per Bahn (falls Anreise im KFZ nicht möglich oder zu teuer) angewiesen sind, wenn kein Flughafen mit Flügen zu Drehkreuzen sich in der Nähe befindet. Da macht es für die meisten mehr Sinn, direkt zu ihrem eigentlichen Abflughafen mit der Bahn zu fahren, auch wenn man z.B. mit Gepäck umsteigen muß o.ä. Unbequemlichkeiten. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In Berlin wurde heute der Deutschlandtakt vorgestellt. Ziel ist ein deutschland-weit abgestimmter Fahrplan, der an sogenannten Systemknoten das Umsteigen vereinfachen soll. Düsseldorf-Berlin soll dann nur noch 3:34 dauern, Hamburg-Stuttgart 4:27.

 

Das Bundesverkehrsministerium stellt die dazugehörigen Dokumente auf der Website bereit. So soll im Jahr 2030 das Fernverkehrsnetz aussehen. Auf den Hauptachsen soll es einen Halbstundentakt geben, auf ausgewählten Abschnitten einen noch dichteren Fahrplan, Köln/Deutz - Frankfurt/Flughafen etwas fünf Züge pro Stunde und Richtung.

 

Das einzige was fehlt: Geld und der politische Wille, die notwendige Infrastruktur bis 2030 zu realisieren.

In den nächsten Jahren sind schon 46 Mrd. EUR für Modernisierung und Kapazitätserweiterung verplant. Damit wird man aber wohl nicht auskommen. Da kann man ruhig nochmal 50 Mrd. drauflegen.

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Berlin und Hamburg betreiben ihre S-Bahnen ja auch als einzige mit seitlicher Stromschiene ohne Oberleitung und haben damit ihre komplett eigene Infrastruktur. Alle anderen Züge fahren ja über Oberleitung, die fehlt entsprechend in Berlin und Hamburg.

S-Bahnverkehr definiert sich per se vor Allem durch eine hohe Taktfrequenz und ein engmaschiges Netz, entsprechend sind München, Frankfurt und Stuttgart aus meiner Sicht auch noch voll in der Definition.

Die "Netze" Köln, Rhein/Ruhr, Bremen, Leipzig und Dresden entsprechen aus meiner Sicht eher Regionalbahnsystemen (bzw. wie in Bremen benannt, Regio-S-Bahnen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 9.10.2018 um 10:59 schrieb nairobi:

Ein Berliner sagte mir in Stuttgart mal, dass es in Deutschland nur zwei Städte mit echter S-Bahn gibt: Berlin und Hamburg.

In Hamburg bekommt man tagsüber schon gar keinen Güterzug auf die S-Bahngleise, weil die Zugtacktung viel zu groß ist.

 

Das ist insoweit richtig, als das Hamburg und Berlin die einzigen beiden Systeme sind, für die eigene Triebzüge entwickelt wurden. Und das wird vor allem dadurch nötig, weil die beiden Systeme (meist, HH hat ein paar Ausnahmen) nicht über eine 15kV Oberleitung sondern 750 bzw. 1200V Stromschiene ihre Energie bekommen. Neben der Verkehrsdichte wird man allein deshalb schon niemals einen üblichen Güterzug auf deren Strecken sehen. Ansonsten unterscheidet die beiden wenig von anderen S-Bahnen, abgesehen davon das sie älter sind, woher auch der bauliche Unterschied kommt. In der S-Bahn Boomzeit, in denen jede größere Stadt eine S-Bahn bekam, gab es die Baureihe 420, die aus Gründen der Einfachheit so konzipiert wurde, dass sie auch auf den „normalen“ Gleisen fahren kann. Gerade der S-Bahn München ist das zu verdanken. Spätestens seit der Baureihe 423 gibt es kaum noch einen „Hardware“ Unterschied zwischen Regionalzügen und S-Bahn. Manchmal unterscheiden sich die Türkonfigurationen. (Ausnahmen mit Lokbespannten Zügen gibt es auch, sind aber aufgrund der überschaubaren beschleunigsleistung und geringen Flexibilität eher bei ländlicheren S-Bahnen mit recht großen Stationsabständen zu finden (Dresden) oder werden aktuell ersetzt (Nürnberg, Rhein-Ruhr).

 

Eine S-Bahn ist nichts anderes als eine regionale (da gibt es massive Unterschiede in der Definition) Schienverbindung zwischen Großstadt sowie innerhalb dieser und Umland. Einige befahren über längere Distanzen eine „Hauptstrecke“ (Berlin z.B. Schlesische Bahn oder der Ring, Hamburg: Verbindungsbahn und City-S-Bahn, in München die Stammstrecke), andere fahren Kreuz und Quer und haben nur ein paar Knotenpunkte. Der eigentliche Punkt einer S-Bahn ist die Tatsache, dass sie sich im Stadtgebiet durch den Taktplan verdichtet. Heute ist das auch bei anderen Linien der Fall, vor ein paar Jahren fuhren aber Regionalzüge noch nicht im Takt (teilweise heute noch nicht).

 

Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist die größte Besonderheit in Deutschland, allein aufgrund ihrer Ausdehnung. Hier macht es einfach keinen Sinn für jede Großstadt eine S-Bahn bereitzustellen. Warum das jetzt, wie hier gesagt, keine richtige S-Bahn sein soll erschließt sich mir nicht. Nur weil ein Zug lange unterwegs ist, wird er nicht automatisch zu einer anderen Zuggattung. Die S1 der S-Bahn RheinNeckar hat eine Laufstrecke von über 200km und erfüllt dennoch alle Kriterien einer S-Bahn.

 

Am 6.10.2018 um 03:33 schrieb Flotte:

 

Da fängt es doch schon an. Man stelle sich vor, auf Berliner, Hamburger oder Münchner S-Bahngleisen führen auch auch noch Güterzüge. "Auf Teufel komm heraus" = Hier wird nun schon seit Jahren herumgekrebst für erwartbar magere Ergebnisse.

 

Dank den weisen Menschen, die bereits vor Jahrzehnten Güterumgehungsbahnen in allen größeren Städten gebaut hat, ist das glücklicheres meistens nicht nötig und wird nur in Ausnahmen gemacht. Ansonsten könnte man den Bahnverkehr tatsächlich komplett vergessen und gebaut bekommen würde man sowas wohl nur noch in den seltensten Fällen. 

 

Erstaunlicherweise hört man immer und von überall, dass doch bitte die Bahn endlich ausgebaut werden soll. Kommt es dann aber mal zu Planungen sprießen sofort Bürgerinitativen, die alles und jeden blockieren. Erstaunliche Parallele zum Flugverkehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 6 Stunden schrieb DE757:

 

Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist die größte Besonderheit in Deutschland, allein aufgrund ihrer Ausdehnung. Hier macht es einfach keinen Sinn für jede Großstadt eine S-Bahn bereitzustellen. Warum das jetzt, wie hier gesagt, keine richtige S-Bahn sein soll erschließt sich mir nicht. Nur weil ein Zug lange unterwegs ist, wird er nicht automatisch zu einer anderen Zuggattung. Die S1 der S-Bahn RheinNeckar hat eine Laufstrecke von über 200km und erfüllt dennoch alle Kriterien einer S-Bahn.

 

 

Ich weiß nicht, das ist jetzt Kaffeesatzleserei meinerseits, aber genau sowas ist doch eben keine S-Bahn mehr. Das ist genau das, was früher bei der Bahn die langlaufenden Regionalbahnen waren (Selbst das Rollmaterial ist doch teilweise hierzu gleich). Würde daher auch nie das Karlsruher System als klassische S-Bahn sehen (ebenfalls solche exotischen Langläuferstrecken).

 

Es gab glaube ich früher mal so spacige Regionalbahnen Karlsruhe-Heidelberg-Mannheim-Saarbrücken-Merzig. An sowas fühle ich mich bei der S1 Rhein Neckar erinnert. Eine S-Bahn fährt für mein Empfinden aus dem Umland in Richtung Ballungsraum und bildet auf einer "Stammstrecke" einen engen Minutentakt und "auf der anderen Seite wieder raus". So ist das in München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin (Sonderfall Ring).

 

Naja, off topic ;)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 12.10.2018 um 11:00 schrieb Isavind:

 

Ich weiß nicht, das ist jetzt Kaffeesatzleserei meinerseits, aber genau sowas ist doch eben keine S-Bahn mehr. Das ist genau das, was früher bei der Bahn die langlaufenden Regionalbahnen waren (Selbst das Rollmaterial ist doch teilweise hierzu gleich). Würde daher auch nie das Karlsruher System als klassische S-Bahn sehen (ebenfalls solche exotischen Langläuferstrecken).

 

Es gab glaube ich früher mal so spacige Regionalbahnen Karlsruhe-Heidelberg-Mannheim-Saarbrücken-Merzig. An sowas fühle ich mich bei der S1 Rhein Neckar erinnert. Eine S-Bahn fährt für mein Empfinden aus dem Umland in Richtung Ballungsraum und bildet auf einer "Stammstrecke" einen engen Minutentakt und "auf der anderen Seite wieder raus". So ist das in München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin (Sonderfall Ring).

 

Naja, off topic ;)

 

 

Bei der S-Bahn Rhein Neckar gilt das ja für die Oberzentren Heidelberg und Mannheim.
Man muss die Metropolregion Rhein Neckar als Ganzes betrachten, denn dann dann nimmt die S-Bahn die Funktion so ein wie in Hamburg oder Berlin.
Karlsruhe ist ja nur am Rand des Gebietes und nur ein Ziel.

Für mich war eigentlich immer die klassische Straßenbahn die S-Bahn wie es in Karlsruhe und Mannheim der Fall ist. Aber jetzt nicht die gelben Bahnen mit einbeziehen, die auch nach Bretten oder Heilbronn fahren.
Die HBFs sind die Zentren des Ganzen und vom Umland kommt man mit der S(trassen)-Bahn in die Stadt.

Der SÜWEX übernimmt jetzt die Aufgabe der früheren Regionalbahnen. 
https://de.wikipedia.org/wiki/SÜWEX

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen