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LOWS

[05.05.2019] Superjet 100-95 verunglückt

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Am 23.5.2019 um 22:30 schrieb bueno vista:

 

Du sprachst ja schon eine eventuelle Systemstörung an. Außerdem war die erste Bahnberührung mit 2,5 G und beim 2. mal mit fast 6 G. Es kann gut sein dass es dabei im Cockpit derart ruppig zuging, dass der PNF nicht mehr an den Hebel kam.

Das kann ich nicht einschätzen. In welchem G-Bereich liegt denn eine normale Landung (muß ja größer 1 sein). Vor allem wie lange wird der Spitzenwert gemessen? Liegt 2,5 G nur einen ganz kleinen Moment an, könnte das vielleicht sogar ein Normalwert einer normalen, aber harten Landung sein. Ab wann hat das Hauptfahrwerk keinen Federweg mehr?

 

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Eine normale Landung ist alles bis ca. 1,5G.

Alles darüber ist dann schon eher hart, aber bis ca. 2G immer noch kein strukturelles Problem für den Flieger.

Bei den meisten Fliegern ist dann ab ca. 2,2G, je nach Landegewicht, ein erweitertes Wartungsereignis vorgeschrieben.

Der Superjet hat aber über 2,5G bei 1,6to über dem MLW abbekommen. Da könnte schon der erste touch down zu strukturellen Beschädigungen geführt haben.

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vor 3 Stunden schrieb EDDS:

Eine normale Landung ist alles bis ca. 1,5G.

Alles darüber ist dann schon eher hart, aber bis ca. 2G immer noch kein strukturelles Problem für den Flieger.

Bei den meisten Fliegern ist dann ab ca. 2,2G, je nach Landegewicht, ein erweitertes Wartungsereignis vorgeschrieben.

Der Superjet hat aber über 2,5G bei 1,6to über dem MLW abbekommen. Da könnte schon der erste touch down zu strukturellen Beschädigungen geführt haben.

Die meisten mir bekannten Airlines setzen 2,1g als Kriterium für Hard-Landing im OM-A fest.

Auf diesen "Zielwert" ist meines Wissens auch der Zulassungsprozess (bzw. in erster Instanz die Konstruktion) ausgelegt!

Dank ACARS und dem gesetzlich vorgeschriebenen Flight-Data Monitoring sind die G-Kräfte jeder Landung bei Bedarf binnen Minuten im MOC oder der Safety-Abteilung nachvollziehbar. Dass ist im Alltagsbetrieb eine echte Hilfe, bei einer "suspected hard landing" kann die Technik den Kapitän nach wenigen Minuten anrufen und sagen wie gut die Landung war ;-)

OT, aber vielleicht eine Ergänzung für den einen oder anderen Leser :)

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Einen Pilotenfehler nicht unter den Teppich zu kehren fällt halt auch sehr viel leichter als einen Konstruktionsfehler.

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