vielflieger2020

Das Corona-Virus, die Airlines und der Rest der Welt

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8 hours ago, wartungsfee said:

Oft wird da Skandinavien als Vorbild herangezogen. Länder deren Bevölkerungsdichte mit der unseren nicht zu vergleichen ist. Da ist es schon vom Grundsatz her angebracht Infrastrukturen zu entwickeln, die es ermöglicht die Schule von Zuhause aus zu besuchen, da der Schulweg gut und gerne über 50km betragen kann.  

Ich glaube, du solltest mal dein Wissen etwas auffrischen. Gut, streng genommen ist Finnland ja nicht Skandinavien, aber ganz so viel anders als Norwegen oder Schweden ist es ja nicht...

 

Über 20% der finnischen Bevölkerung leben in der Hauptstadtregion um Helsinki, die einem deutschen Ballungsraum in nichts nachsteht.

Wenn man die Hauptstadtregion mal ausklammert, leben nochmal fast 20% in den nächsten 8 der größten Städte, und die würde man auch nach deutschem Maßstab als Großstädte kategorisieren.

 

Auch in diesen dicht besiedelten Bereichen, in dem Fernunterricht zu normalen Zeiten nicht mal thematisiert wird, ist das heute kein Problem, kurzfristig umzuschwenken.

Homeoffice ist keine Ausgeburt der Hölle, sondern wird flexibel gehandhabt - auch in Helsinki, was eine Bevölkerungsdichte knapp unterhalb der von Berlin hat.

Wo musste man hier also Strukturen aufbauen, weil man 50km Schulweg niemand zumuten kann? Mal davon abgesehen, dass so um die 40-50km dann ne normale Pendelstrecke sind, die niemand als dramatisch wahrnimmt?

Es gibt übrigens genug Beispiele hier für um die 50km Schulweg von außerhalb NACH Helsinki, die genauso schnell zurückgelegt sind, wie die 10km In Helsinki von anderen.

 

So langsam sollte man es mal einsehen - Deutschland ist in der Hinsicht einfach zurückgeblieben. Die glanzvolle Zeit der technologischen Führerschaft ist lange vorbei, man will es nur noch nicht glauben. Und wenn der eigene Porzellanturm dann mal Risse kriegt, der von anderen aber nicht, reagiert man auch typisch deutsch: "Es ist ja ein unfaire Vergleich, wegen Grund X haben die ja viel bessere Voraussetzungen".

 

Man, was bin ich froh, dass ich das aus der Ferne betrachten kann und nicht live miterleben muss... 

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46 minutes ago, abdul099 said:

Ich glaube, du solltest mal dein Wissen etwas auffrischen. Gut, streng genommen ist Finnland ja nicht Skandinavien, aber ganz so viel anders als Norwegen oder Schweden ist es ja nicht...

 

Über 20% der finnischen Bevölkerung leben in der Hauptstadtregion um Helsinki, die einem deutschen Ballungsraum in nichts nachsteht.

Wenn man die Hauptstadtregion mal ausklammert, leben nochmal fast 20% in den nächsten 8 der größten Städte, und die würde man auch nach deutschem Maßstab als Großstädte kategorisieren.

 

So langsam sollte man es mal einsehen - Deutschland ist in der Hinsicht einfach zurückgeblieben.

 

Finnland ist komplett anders als alles. Es gibt 5,5 Millionen Einwohner in Finnland, also noch weniger Finnen. Ich werde immer skeptisch, wenn mit Prozenten argumentiert wird, obwohl das für Finland wieder passt.

 

Nummer acht der finnnischen Großstädte würde mich brennend interessieren. Lahti? Also auf dem Niveau von Reutlingen... Nur mehr Fläche.... Deutlich mehr.

 

Es freut mich, dass es dir in Finnland so gut gefällt, die Sonne wird auch im April dort wieder aufgehen und wie genau geht es gerade nochmal Finnair?

 

Soll ich Nokia sagen, wirklich, nein, doch, ja, ich sage es: Nokia. Da fälltt mir doch ein, ich brauche Gummistiefel, da waren die mal gut, aber gibt es nicht mehr. Auch nicht bei diesem Freidyy, da wo alle kaufen kaufen, Gibts einfach nicht mehr mehr. So ein Scheiss. Und Wasser anne Füdde

 

 

 

 

Edited by medion
Und wenn datt Trömmelchen geht ....

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1 minute ago, medion said:

 

Finnland ist komplett anders als alles. Es gibt 5,5 Millionen Einwohner in Finnland, also noch weniger Finnen. Ich werde immer skeptisch, wenn mit Prozenten argumentiert wird, obwohl das für Finland wieder passt.

 

Nummer acht der finnnischen Großstädte würde mich brennend interessieren. Lahti? Also auf dem Niveau von Reutlingen...

 

Es freut mich, dass es dir in Finnland so gut gefällt, die Sonne wird auch im April wieder aufgehen und wie genau geht es gerade nochmal Finnair?

Ja, und Reutlingen alleine hat halb so viele neue Corona-Fälle an einem Tag wie ganz Finnland. Wenn das also ein Beispiel für nicht-Vergleichbarkeit sein sollte, ist es dir gut gelungen. Lahti hatte heute garantiert keine 89 neuen Corona-Fälle gehabt...

 

Wo liegt dein Problem mit den Prozenten? Ist gar nicht so schwer, zumindest zu meiner Schulzeit war das glaub in der 6. Klasse dran. Da will ich dir einfach beim besten Willen kein mangelndes Verständnis vorwerfen können. Also muss das einfach n in den Raum gewordene Wort sein, damit was zu schreiben hast, oder?

 

Finnland ist anders. Zum Beispiel von Corona nicht so stark betroffen, weil sich die Menschen anders verhalten. Gibt weniger Berufsquerulaten, so a la Querdenken, militante Impfgegner usw.

Was der Ausländeranteil ("5,5 Mio Einwohner also noch weniger Finnen") mit Corona zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Ist das Virus neuerdings braun und sitzt im Plenum der Krankheitserreger immer rechts?

 

Finnair geht es Scheiße, so wie jeder Airline.

 

Und die Sonne geht noch auf, keine Angst. Morgen früh um halb neun ist es im Süden wieder soweit. Soll sogar klar sein.

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1 minute ago, abdul099 said:

 

 

10 minutes ago, abdul099 said:

Was der Ausländeranteil ("5,5 Mio Einwohner also noch weniger Finnen") mit Corona zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Ist das Virus neuerdings braun und sitzt im Plenum der Krankheitserreger immer rechts?

 

Du bist selber Ausländer in Finnland, dann gibt es noch die schwedische Minderheit, paar Russen.... Lappen

 

Bei mir wirkt die Nazikeule nicht, weil ich gar keiner bin.

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vor 8 Stunden schrieb Lucky Luke:

 

Okay, hier eine kurze Rechnung für dich:

Deutschland hatte im Schuljahr 19/20 etwa 8,3 Mio. SuS. Davon fallen schonmal 2,8 Mio. Grundschüler weg, weil die eh nicht alleine gelassen werden können. Billige Tablets wie ein Lenovo Tab M7 kriegst du für ca. 80€. Sogar wenn du für ALLE SuS außerhalb der Grundschule das bestellen würdest, wären das 440 Mio. Klingt viel, ist aber ein Fliegenschiss gegen die insgesamt 1,5 Billionen Euro, die Corona den Bundeshaushalt kosten wird. Das wäre nämlich genau 0,000293 Prozent der Gesamtsumme. Und das wäre eine Investition in die Zukunft. Eine gängige Internet-Simkarte ohne Datenlimit kostet 1€ pro Tag, also 20 Euro pro Monat für alle Schultage. Also sogar wenn du alle SuS für sechs Monate damit versorgen wölltest, wärst du bei nochmal 660 Mio. Euro. Insgesamt dann eine Milliarde. Alleine das Corona-Konjunkturpaket hat 130 Mrd. (!) Euro gekostet. Und meine Rechnung ist noch völlig übertrieben, weil erstens mit Marktpreisen gerechnet, ohne massiven Mengenrabatt einzupreisen und zweitens bräuchte das bei weitem nicht jeder SuS. Ich denke, wenn die Hälfte aller SuS es benötigen würde, wäre das schon hoch geschätzt (und von denen bräuchte dann auch bei weitem nicht jeder fünf Tage in der Woche die unlimitierten Daten). Es ginge sogar noch einfacher, machen wir in der Schule WiFi-Hotspots für all diejenigen, die zuhause kein Internet haben. Wie gesagt, es geht mir gar nicht darum, alle Kontakte zu verhindern, aber wenn dann meinetwegen nur noch 30% der Klasse täglich in die Schule tingeln, ist das immer noch eine massive Reduktion.

 

NATÜRLICH wäre das alles einfacher gegangen, wenn wir uns darüber schon vor einem dreiviertel Jahr Gedanken gemacht hätten. Aber zu sagen "Naja jetzt ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen, mit voller Kraft voraus weiter wie bisher." erscheint mir dann doch bisserl armselig als Vision.  

 

Aber egal wie, gleich bekomm ich wieder erklärt, dass das eh alles nicht geht weil dies und das und jenes. Das Problem ist aber: Irgendwas müssen wir tun. Wir haben jetzt seit über zwei Wochen Lockdown Light, und bis jetzt zeigen sich keine deutlichen Effekte, dass die 7-Tage-Inzidenz zurückgehen würde. Das heißt, IRGENDWO müssen wir weiter Kontakte beschneiden. Da würde ich gerne aus der Gruppe der "Das geht aber alles nicht!"-Fraktion hören, wo ihr denn ansetzen würdet? Oder seid ihr ernsthaft der Meinung, einfach so weiter laufen lassen bis zum Frühling ist eine veritable Option?

Im Gegenteil, wenn wir es schaffen, die 7-Tage-Inzidenz deutlich abzusenken, könnte man in bestimmten Bereichen nach dem Motto des Hammer-and-Dance sogar wieder über leichte Lockerungen nachdenken.

Es geht mir inzwischen einfach so auf den Sack, das für alles und jedes Widerworte gefunden werden, aber dann keinerlei Ideen und Kreativität kommen, wie man denn ansonsten der Probleme Herr werden will. Ziemlich zu Beginn der Pandemie bei uns, so Anfang März, da hatte man tatsächlich mal das Gefühl, dass der deutsche Michel über seinen Schatten springt und tatsächlich mal sowas wie Unkonventionalität an den Tag gelegt wurde. Aber seit Ende April ist wieder diese tumbe, kleingeistige "Ich weiß es zwar nicht besser aber so jedenfalls nicht"-Mentalität zurück, mit der wir auf der Stelle stehen, während die Probleme auf uns zurasen.

 

Du machst eine Rechnung auf, so weit, so gut. Das Problem an der ganzen Sache ist aber nicht nur das Geld, sondern die Verfügbarkeit der von Dir erwähnten Voraussetzungen.

Preiswerte Tablets für alle älteren Schüler? Im Moment schafft man es mangels Verfügbarkeit noch nicht einmal, die bis jetzt beschlossenen Programme umzusetzen. In manchen Schulen ist von den versprochenen zig Tablets gerade mal eins eingetroffen (kein Scherz! – e i n s). Begründung: Der Markt ist leer, die auf einmal benötigten Mengen sind nicht verfügbar. Dabei handelt es sich hier meist noch nicht einmal um Tablets für die Schüler, sondern für den Lehrkörper.

Du schreibst weiterhin von preiswerten Simkarten. Die Karten könnte man kaufen, aber keines der deutschen Mobilfunknetze würde mit hunderten zusätzlichen Videokonferenzen klarkommen. Das Gleiche gilt für das Festnetz – zu wenig Kapazität. Der Leitungsausbau ist seit Jahren viel zu langsam, das rächt sich jetzt. So viel auch zum Thema WIFI-Hotspots. Das sind alles nette Gedankenspiele, die aber an der Realität scheitern.

Ein weiteres Problem ist die Software, die oft noch nicht ausreichend ausgereift ist und übereilt zur Verfügung gestellt wurde. So läuft das in NRW zugelassene Programm iServe mehr schlecht als recht und beansprucht die sowieso oft schon schlechten Leitungen tlws. stark. Das führt dazu, dass Videokonferenzen immer wieder abbrechen, bist man schließlich genervt aufgibt.

 

Ein weiterer Aspekt ist die Wohnsituation vieler Beteiligten, die auch für das Homeoffice relevant ist, also nicht nur Online-Lernen betrifft. Wer mit kleinen Kindern in einer kleinen bis mittleren Wohnung lebt, der kann kein Homeoffice oder Online-Lernen machen. Das funktioniert schlicht nicht.

 

Daher denke ich, dass die Politiker den Sommer versucht haben auszusitzen, sie wussten genau, dass Deutschland überhaupt nicht vorbereitet ist, auf das Zeitalter der Digitalisierung.

Wenn ich mir anschaue, wie viel in diesem Land immer noch mit Bargeld gezahlt wird, trotz Pandemie, dann spricht das Bände, um nur ein Beispiel zu nennen.

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@Su-34 nichts von dem was Du schreibst ist falsch.

 

Aber trotzdem hat @Lucky Luke auch recht.

 

Denn wenn es an Infrastruktur fehlt, wenn die Situation für einen Teil der Betroffenen schlecht ist, ist das absolut kein Grund, sich im Sommer zurückzulehnen, und nun, wo das passiert ist, wovon jeder bereits im April gesprochen hat, halbherzig herumzudilletieren.

Für mich ist es eben die Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass die Digitalisierung der Schulen, und damit die Versorgung von Lehrern und Schülern, besser wird. Geld ist da aber erste der dritte oder vierte Schritt. Und die Beschaffung, und damit die ggf. nicht vorhandene Verfügbarkeit von Geräten, kommt noch viel später. Zunächst braucht es ein Konzept, dass man dann zwischen den Bundesländern auch abstimmen muss. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumfrage, da sind auch Lehrer der beiden Gymnasien in unserer 17.000 Einwohner Stadt dabei, dann erfahre ich, dass diese beiden Schulen IT-Systeme installiert haben, die untereinander nicht kompatibel sind. Bei einer Zusammenarbeit in der Oberstufe ist digitales Lernen damit nicht möglich, weil die Schüler(innen) beider Schulen komplett unterschiedlich digital unterwegs sind. Sauber hin bekommen NRW-Bildungsministerium! Aber sich jahrelang über G8 oder G9 zu streiten, der Hauptschule den neuen Namen "Sekundarschule" überzustülpen, war ja auch viel wichtiger.

Wir sind hier ein Luftfahrtforum. Deshalb beschäftigen, bzw. kritisieren, wir hier auch immer wieder gerne die Verkehrspolitik und damit auch unseren Bundesverkehrsminister. Aber wenn man ihn mit den Bildungspolitikern in Bund und den Ländern vergleicht, ist er plötzlich ein Ausbund an Weitsicht, Verlässlichkeit und Kompetenz. Und das macht mich dann unendlich traurig.

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Zitat

 Wir sind hier ein Luftfahrtforum. Aber wenn man ihn mit den Bildungspolitikern in Bund und den Ländern vergleicht, ist er plötzlich ein Ausbund an Weitsicht, Verlässlichkeit und Kompetenz. Und das macht mich dann unendlich traurig.


Das sehe ich völlig anders. 
Herr Scheuer ist für mich der inkompetenteste Minister überhaupt.

Er ist stark beeinflusst durch Lobbygruppen und redet diesen nach dem Mund.
 

Statt die bereitstehenden Gelder für die Bahn zu investieren, fördert er PKW und Flugverkehr, verschwendet Energie und verbrennt Steuergeld für eine aussichtslose „Ausländermaut“ und vernachlässigt den Internetausbau für den er auch verantwortlich ist.

 

Der Mann ist für mich eine einzige Katastrophe!

Edited by Frank for future

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@Frank for Future: nicht nur H Scheuer, nein die ganze Politikerriege war und ist Lobbyisten gesteuert.

Richtig: Güter gehören auf die Bahn, und auf den großen Flüssen ist reichlich Platz, aber als Autobauernation wird der Verkehr so weit es geht (und darüber hinaus) auf die Straßen gelenkt. LKWs werden bzw sind teils viel zu schwer für unsere Straßen und Brücken, aber das macht ja nichts...

Und betr. Flug: unzählige Arbeitsplätze sind mit Airbus verknüpft, und LH ein ex-Staatsunternehmen, dagegen gibt´s keine Chance.

Um mich nicht falsch zu verstehen: Arbeitsplätze sind enorm wichtig, aber leider auch Grund für mahcne Kurzsichtigkeit und Blindheit.

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Wie schön, dass es hier noch User gibt, die den genauen Durchblick haben und auch alles besser machen würden, wenn sie denn nur gewählt würden.
(Wer Ironie findet, darf sie behalten)

Edited by aaspere

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@Su-34 Wieder einmal gilt - Bedenken und Einwände gibt es viele, ich hab aber in deinem Text auch wieder einmal KEINEN EINZIGEN Vorschlag gesehen, wie man das Problem anstatt dessen angehen könnte.

 

vor 16 Stunden schrieb Su-34:

Im Moment schafft man es mangels Verfügbarkeit noch nicht einmal, die bis jetzt beschlossenen Programme umzusetzen. In manchen Schulen ist von den versprochenen zig Tablets gerade mal eins eingetroffen (kein Scherz! – e i n s). Begründung: Der Markt ist leer, die auf einmal benötigten Mengen sind nicht verfügbar.

 

Naja, dann kauft man eben quer durch die Bank durch ein paar verschiedene Marken. Ich bin mir sicher, es würden sich auch Hersteller finden, die für große Mengen und gegen einen kleinen Obulus (entweder ganz einfach Bestechung der Entscheidungsträger oder einen höheren Preis als am Markt) bevorzugt an den deutschen Staat als Kunden ausliefern würden. Da kollidiert man aber wieder mit der deutschen Beamten-Mentalität, dass alles erst hundertmal ausgeschrieben werden muss und es muss fair und nachvollziehbar usw. sein. Genau das meinte ich mit UNKONVENTIONELLEN Lösungen, zu denen man in Deutschland einfach nicht fähig ist.

Ähnliches Phänomen mit den Video-Konferenzen - es wäre ja auch nicht für alle Schüler notwendig, ich denke wenn man sagt dass 20-30% der Schüler zu Hause kein Netz haben, ist das viel. Das geht mir aber inzwischen auch auf den Zeiger: Jeder Lösungsvorschlag wird zerdacht, weil angenommen wird, dass er ja prinzipiell für alle gültig sein muss und am besten auch noch fair und gleich verteilt sein muss. Ja, wenn wir drölf Jahre Zeit hätten, meinetwegen. Im Moment brennt aber JETZT die Hütte, und da ist jede Hilfe besser als keine Hilfe.

Und was das viel gescholtene deutsche Netz angeht: Vor einem Jahr noch wurde gesagt, wenn mehr Leute ins Home Office wechseln würden, wär Kollaps. Im März saßen auf einmal alle im Home Office, auf den Kollaps warte ich noch heute.

 

 

vor 17 Stunden schrieb Su-34:

Ein weiteres Problem ist die Software, die oft noch nicht ausreichend ausgereift ist und übereilt zur Verfügung gestellt wurde.

 

Zoom funktioniert an Universitäten in ganz Deutschland einwandfrei.

 

vor 17 Stunden schrieb Su-34:

Ein weiterer Aspekt ist die Wohnsituation vieler Beteiligten, die auch für das Homeoffice relevant ist, also nicht nur Online-Lernen betrifft. Wer mit kleinen Kindern in einer kleinen bis mittleren Wohnung lebt, der kann kein Homeoffice oder Online-Lernen machen.

 

Die wirklich kleinen Kinder wären in der KiTa oder in der Grundschule, ältere Kinder müssen eh ihren eigenen Schulstoff machen. Alles andere fällt in den Bereich "ist sicherlich nicht bequem, aber in den sauren Apfel muss halt gebissen werden". 

 

Übrigens haben alle diese (berechtigten) Einwände keine Sau interessiert, als es um Fernunterricht von Uni-Studenten ging. Wenn man die ganzen Einwände zu Home-Office und Home-Schooling hört, müsste man annehmen, dass das deutsche Hochschulsystem schon seit dem Frühling komplett kollabiert wäre. Und was ist? Die Welt dreht sich weiter, und Studenten studieren weiter. Sicherlich ist es weit davon entfernt, perfekt oder auch nur irgendwie gut zu sein, es hakt an allen möglichen Sachen, aber wenn draußen grad die Seuche umgeht, muss ich dieses Opfer auf mich nehmen. Dass es sich halt einfach nicht ausgeht, wenn keiner bereit ist, Opfer auf sich zu nehmen, scheint irgendwie in der Gesellschaft noch nicht ganz angekommen zu sein. 

 

NATÜRLICH wäre das alles cooler, wenn wir das von langer Hand vorbereitet hätten. Aber die Zeit haben wir nicht mehr. Deswegen an der Stelle nochmal: Widerworte geben ist einfach, das kann jeder. Ich würde gerne von dir konkrete Vorschläge hören, wie du der Lage Herr werden willst. Was würdest du tun?

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Am 21.11.2020 um 10:12 schrieb jubo14:

@Su-34 nichts von dem was Du schreibst ist falsch.

 

Aber trotzdem hat @Lucky Luke auch recht.

 

Denn wenn es an Infrastruktur fehlt, wenn die Situation für einen Teil der Betroffenen schlecht ist, ist das absolut kein Grund, sich im Sommer zurückzulehnen, und nun, wo das passiert ist, wovon jeder bereits im April gesprochen hat, halbherzig herumzudilletieren.

Für mich ist es eben die Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass die Digitalisierung der Schulen, und damit die Versorgung von Lehrern und Schülern, besser wird. Geld ist da aber erste der dritte oder vierte Schritt. Und die Beschaffung, und damit die ggf. nicht vorhandene Verfügbarkeit von Geräten, kommt noch viel später. Zunächst braucht es ein Konzept, dass man dann zwischen den Bundesländern auch abstimmen muss. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumfrage, da sind auch Lehrer der beiden Gymnasien in unserer 17.000 Einwohner Stadt dabei, dann erfahre ich, dass diese beiden Schulen IT-Systeme installiert haben, die untereinander nicht kompatibel sind. Bei einer Zusammenarbeit in der Oberstufe ist digitales Lernen damit nicht möglich, weil die Schüler(innen) beider Schulen komplett unterschiedlich digital unterwegs sind. Sauber hin bekommen NRW-Bildungsministerium! Aber sich jahrelang über G8 oder G9 zu streiten, der Hauptschule den neuen Namen "Sekundarschule" überzustülpen, war ja auch viel wichtiger.

Wir sind hier ein Luftfahrtforum. Deshalb beschäftigen, bzw. kritisieren, wir hier auch immer wieder gerne die Verkehrspolitik und damit auch unseren Bundesverkehrsminister. Aber wenn man ihn mit den Bildungspolitikern in Bund und den Ländern vergleicht, ist er plötzlich ein Ausbund an Weitsicht, Verlässlichkeit und Kompetenz. Und das macht mich dann unendlich traurig.

 

Also die Verkehrspolitik ist nun in Deutschland alles andere als weitsichtig, das Vorbild würde ich mir also verkneifen.

 

Das Problem mit der Digitalisierung ist ein grundsätzliches in Deutschland, das nicht nur die Politik, sondern die ganze Gesellschaft betrifft, daher auch die Erwähnung des Bargelds oben. Der Deutsche läuft mit Android-Handys durch die Gegend, hat aber Angst vor der Ausspähung durch seine Bank bei der bargeldlosen Zahlung, das ist schlicht grotesk – vollkommen unlogisch.

Wer sich mal anschauen will, wie weit man sein kann, nicht nur beim Bargeld, sondern auch bei vielen anderen Abläufen des Lebens, dem empfehle ich mal eine Reise nach Moskau. Nicht dass man so etwas technisch nicht auch in Skandinavien erleben könnte, aber in Russland ist für einen Deutschen der Schock größer, denken doch viele, die Russen lebten hinter dem Mond.

Wenn man sich das also angeschaut hat und dann nach Deutschland zurückkommt, kann man nur noch den Kopf schütteln, wenn da wieder einer vor einem Fahrkartenautomaten steht, seine Fahrkarte im Wert von 10 € versucht mit Ein-Euro-Münzen zu zahlen, von denen jede dritte durchfällt, um dann einen Papierschnipsel dafür zu bekommen – unglaublich! Dabei könnte er meist sogar mit Karte zahlen, aber er macht es nicht.

Es ist also ein Problem, das in den Köpfen anfängt, und da Politiker auch nur Menschen sind, warum sollten die anders sein?

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vor 2 Stunden schrieb Su-34:

Das Problem mit der Digitalisierung ist ein grundsätzliches in Deutschland, das nicht nur die Politik, sondern die ganze Gesellschaft betrifft, daher auch die Erwähnung des Bargelds oben. Der Deutsche läuft mit Android-Handys durch die Gegend, hat aber Angst vor der Ausspähung durch seine Bank bei der bargeldlosen Zahlung, das ist schlicht grotesk – vollkommen unlogisch.

Wer sich mal anschauen will, wie weit man sein kann, nicht nur beim Bargeld, sondern auch bei vielen anderen Abläufen des Lebens, dem empfehle ich mal eine Reise nach Moskau. Nicht dass man so etwas technisch nicht auch in Skandinavien erleben könnte, aber in Russland ist für einen Deutschen der Schock größer, denken doch viele, die Russen lebten hinter dem Mond.

Wenn man sich das also angeschaut hat und dann nach Deutschland zurückkommt, kann man nur noch den Kopf schütteln, wenn da wieder einer vor einem Fahrkartenautomaten steht, seine Fahrkarte im Wert von 10 € versucht mit Ein-Euro-Münzen zu zahlen, von denen jede dritte durchfällt, um dann einen Papierschnipsel dafür zu bekommen – unglaublich! Dabei könnte er meist sogar mit Karte zahlen, aber er macht es nicht.

Es ist also ein Problem, das in den Köpfen anfängt, und da Politiker auch nur Menschen sind, warum sollten die anders sein?

Das sehe ich nicht so, denn das Bargeldsystem hat auch Vorteile: Es kann nicht im großen Stil von einzelnen Personen/unseriösen Stellen gehackt werden.Es werden keine Datenverläufe sichtbar, die Firmen nutzen, um diese ohne deine Zustimmung, ohne dein Wissen und ohne deine Erlaubnis zu verkaufen & für Werbezwecke zu nutzen als auch dein Finanzprofil zu ermitteln(und da passieren oft Fehler zu deinem Ungunsten!-> Kenne da einige, die damit Probleme hatten - siehe z.B. Telerent-Liste.) Auch wollen Firmen an dem Zahlungsverkehr einfach nur richtig gut verdienen.In Amsterdam habe ich Läden gesehn, die gar kein Bargeld mehr nehmen. Das halte ich für fatal, ein ausgewogenes System ist für uns besser. Monopole als auch Oligopole sind fast immer schlecht für uns Bürger und Kunden.

 

Und nun zurück zum Ursprungsthema.:)

 

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Stichproben zufolge füllt etwa jeder fünfte Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten teilweise oder gar komplett falsche Personenangaben in das Online-Formular... Die Bundespolizei kann die Richtigkeit der Angaben nur teilweise prüfen, insbesondere die Richtigkeit der Adress- und Kontaktdaten kann dabei nicht überprüft werden...

 

Das heißt - ohnehin schon völlig überlastete Gesundheitsämter haben damit in vielen Fällen offenbar noch ein weiteres Problem....

 

Na prima!

 

https://www.n-tv.de/22185744

Edited by Tschentelmän

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Das ist wirklich erschreckend und „ehrlichen Rückkehrern“ gegenüber super unsolidarisch. Ich habe vollstes Verständnis für jede Person, die momentan unterwegs sein will. Ich bin selber „Betroffener“, da meine Freundin in England wohnt. 
Aber dann sollte man sich doch bitte einfach an die Regeln halten. Sonst wird es am Ende noch schwieriger für alle. 

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vor 2 Stunden schrieb Tschentelmän:

Stichproben zufolge füllt etwa jeder fünfte Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten teilweise oder gar komplett falsche Personenangaben in das Online-Formular... Die Bundespolizei kann die Richtigkeit der Angaben nur teilweise prüfen, insbesondere die Richtigkeit der Adress- und Kontaktdaten kann dabei nicht überprüft werden...

 

Das heißt - ohnehin schon völlig überlastete Gesundheitsämter haben damit in vielen Fällen offenbar noch ein weiteres Problem....

 

Na prima!

 

https://www.n-tv.de/22185744

Zu dem Thema habe ich einen eigenen Erfahrungsbericht. 
Ich bin wohnhaft in Schleswig-Holstein, wir hatten Urlaub in Dänemark geplant. Eine Woche vor unserem Urlaub wurde seitens Dänemark ganz Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Außer Schleswig-Holsteiner, wir durften/dürfen weiter mit einem neg. Corona-Test welcher nicht älter als 72h ist ( kann jeder drüber denken was er will) einreisen. Wir also 2 Tage vor Einreise nach Dänemark auf eigene Kosten testen lassen. An der Grenze zu Dänemark musste jedes Auto anhalten, es gab einen Grenzpolizist welcher sich Ausweis und neg. Test zeigen lies. Also alles genau kontrolliert.

 

Bei unserer Rückreise ein völlig anderes Bild seitens der Deutschen. Wir konnten uns in Dänemark kostenlos auf Corona testen lassen, max. 48h vor Einreise nach Schleswig-Holstein und somit mussten wir nicht in 10 tägige Quarantäne. Wir haben uns online vorher wie gewünscht als Rückkehrer registriert. Nur an der Grenzen war keine Bundespolizei zu sehen welche mindestens Kontrollieren ob die Leute sich registriert haben oder nicht. Nix, Dänen, deutsche, Holländer.... alle fuhren munter nach Deutschland rein und niemanden hat es interessiert. 
Für mich machen solche Regeln nur Sinn, wenn man sie auch seitens des Staats überprüft! Es würde schon ganz anders wirken wenn dort zwei Polizisten die Registrierung kontrollieren bzw. die Personalien der Deutschen aufnehmen würden....  

 

Ich möchte nicht wissen wie viele Leute es täglich drauf ankommen lassen und ohne Registrierung einreisen und auf der Quarantäne verzichten. Aus Dänemark hat man im Moment anscheinend gute Chancen....  

Edited by Aero88

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danke für dein Beispiel, @Aero88

Der Staat schießt einfach nur „billig mit Schrot“, um grundsätzlich für bessere Resultate möglichst viele „zu treffen“.

Grenzen sind aufwandsbedingt eher unergiebig, wenig relevant, Kontrollen und ggf Maßnahmen zu kostspielig/aufwendig.

Es ist eine Art Kollektivschicksal.

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vor 2 Stunden schrieb Luftsprung:

danke für dein Beispiel, @Aero88

Der Staat schießt einfach nur „billig mit Schrot“, um grundsätzlich für bessere Resultate möglichst viele „zu treffen“.

Grenzen sind aufwandsbedingt eher unergiebig, wenig relevant, Kontrollen und ggf Maßnahmen zu kostspielig/aufwendig.

Es ist eine Art Kollektivschicksal.

Dazu kommt die politische Komponente:

Grenzen zu schließen ist tabu. Da historisch negativ belegt, Forderung aus rechtem Lager, etc. Und natürlich auch ganz praktisch: im Saarland, bei Daimler in Wörth etc. arbeiten tausende Grenzgänger. Diese zu kontrollieren hat in der Anfangsphase der Pandemie nicht geklappt und wurde dann auch rasch wieder aufgehoben... 

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vor 19 Minuten schrieb Nicht noch ein Benutzernam:

Dazu kommt die politische Komponente:

Grenzen zu schließen ist tabu. Da historisch negativ belegt, Forderung aus rechtem Lager, etc. Und natürlich auch ganz praktisch: im Saarland, bei Daimler in Wörth etc. arbeiten tausende Grenzgänger. Diese zu kontrollieren hat in der Anfangsphase der Pandemie nicht geklappt und wurde dann auch rasch wieder aufgehoben... 

Nun ja, Grenzpendler gibt es nicht nur im Saarland, auch hier pendeln 100derte täglich nach Dänemark zum arbeiten, klappt ja auf dänischer Seite auch. Nur wir deutschen schießen mal wieder mit Kanonen auf Spatzen, nur treffen leider wieder keinen. 
Grenzschließungen will ja eigentlich auch niemand. Nur denke ich wäre der Aufwand an Landesgrenzen die einreisenden PKW‘s zu kontrollieren nicht als zu aufwendig. Bei den Dänen waren es ca. 10 Beamte die dort zur Kontrolle standen.

Edited by Aero88

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Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

@Su-34 

Naja, dann kauft man eben quer durch die Bank durch ein paar verschiedene Marken. Ich bin mir sicher, es würden sich auch Hersteller finden, die für große Mengen und gegen einen kleinen Obulus (entweder ganz einfach Bestechung der Entscheidungsträger oder einen höheren Preis als am Markt) bevorzugt an den deutschen Staat als Kunden ausliefern würden. Da kollidiert man aber wieder mit der deutschen Beamten-Mentalität, dass alles erst hundertmal ausgeschrieben werden muss und es muss fair und nachvollziehbar usw. sein. Genau das meinte ich mit UNKONVENTIONELLEN Lösungen, zu denen man in Deutschland einfach nicht fähig ist.

 

Das, was Du hier vorschlägst, ist keine unkonventionelle Lösung, sondern schlicht kriminell. Bestechung in solch einem Stil führt geradewegs in den Knast und das ist auch gut so!

 

Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

Ähnliches Phänomen mit den Video-Konferenzen - es wäre ja auch nicht für alle Schüler notwendig, ich denke wenn man sagt dass 20-30% der Schüler zu Hause kein Netz haben, ist das viel. Das geht mir aber inzwischen auch auf den Zeiger: Jeder Lösungsvorschlag wird zerdacht, weil angenommen wird, dass er ja prinzipiell für alle gültig sein muss und am besten auch noch fair und gleich verteilt sein muss.

 

Es herrscht Chancengleichheit, das ist gesetzlich vorgeschrieben, und auch das ist gut so!

 

Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

Und was das viel gescholtene deutsche Netz angeht: Vor einem Jahr noch wurde gesagt, wenn mehr Leute ins Home Office wechseln würden, wär Kollaps. Im März saßen auf einmal alle im Home Office, auf den Kollaps warte ich noch heute.

 

Es ist ein Unterschied, ob ein paar hundert Menschen im Homeoffice arbeiten, oder ob ein paar hundert Schulklassen gleichzeitig Videokonferenzen abhalten. Das Datenvolumen ist ein anderes, unterhalte Dich mal mit einem Netzwerktechniker zu diesem Thema!

 

Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

Zoom funktioniert an Universitäten in ganz Deutschland einwandfrei.

 

Und ist an Schulen (zumindest in NRW) aus gutem Grund nicht erlaubt.

 

Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

Die wirklich kleinen Kinder wären in der KiTa oder in der Grundschule, ältere Kinder müssen eh ihren eigenen Schulstoff machen. Alles andere fällt in den Bereich "ist sicherlich nicht bequem, aber in den sauren Apfel muss halt gebissen werden". 

 

Kitas? Welche Kitas? Zumindest in Bezug auf Westdeutschland kannst Du das unmöglich ernst meinen. Die Kita-Abdeckung ist lausig, viele Eltern bekommen erst Plätze, wenn die Kinder sie schon gar nicht mehr brauchen.

Aus der Grundschule kommen Kinder meist mittags nach Hause.

 

Ältere Kinder müssen ihren Schulstoff machen, sicher, und haben dabei ebenfalls Schwierigkeiten, wenn sie von den kleinen Geschwistern gestört werden. Insofern haben sie die gleichen Probleme wie die Eltern mit dem Homeoffice.

Und anderen zu raten, in den sauren Apfel zu beißen, ist besonders bei FDP-Politikern beliebt, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben à la Lindner.

 

Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

Übrigens haben alle diese (berechtigten) Einwände keine Sau interessiert, als es um Fernunterricht von Uni-Studenten ging. Wenn man die ganzen Einwände zu Home-Office und Home-Schooling hört, müsste man annehmen, dass das deutsche Hochschulsystem schon seit dem Frühling komplett kollabiert wäre. Und was ist? Die Welt dreht sich weiter, und Studenten studieren weiter. Sicherlich ist es weit davon entfernt, perfekt oder auch nur irgendwie gut zu sein, es hakt an allen möglichen Sachen, aber wenn draußen grad die Seuche umgeht, muss ich dieses Opfer auf mich nehmen. Dass es sich halt einfach nicht ausgeht, wenn keiner bereit ist, Opfer auf sich zu nehmen, scheint irgendwie in der Gesellschaft noch nicht ganz angekommen zu sein.

 

Studenten leben meist in den eigenen vier Wänden, auch wenn die nur in einem Studentenwohnheim sein sollten. Zudem haben sie meistens keine Kinder. Insofern ist dieser Vergleich schlicht Unfug.

Edited by Su-34

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Am 21.11.2020 um 21:05 schrieb Lucky Luke:

NATÜRLICH wäre das alles cooler, wenn wir das von langer Hand vorbereitet hätten. Aber die Zeit haben wir nicht mehr. Deswegen an der Stelle nochmal: Widerworte geben ist einfach, das kann jeder. Ich würde gerne von dir konkrete Vorschläge hören, wie du der Lage Herr werden willst. Was würdest du tun?

 

Bevor Du andere um ernsthafte Vorschläge bittest, solltest Du erst einmal selbst welche bringen. Dieses Konglomerat von Stammtischparolen, die sich zwischen der Aufforderung zu kriminellen Handlungen und vollkommener Ahnungslosigeit bewegen, kannst Du nicht ernsthaft als Vorschläge einbringen. Das ist zum Teil so fern der gelebten Realität der Menschen, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ich denke, Du musst noch eine ganze Menge Erfahrungen sammeln, bevor Du andere über Bisse in saure Äpfel belehren solltest.

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vor 13 Stunden schrieb speedman:

Es werden keine Datenverläufe sichtbar, die Firmen nutzen, um diese ohne deine Zustimmung, ohne dein Wissen und ohne deine Erlaubnis zu verkaufen & für Werbezwecke zu nutzen als auch dein Finanzprofil zu ermitteln

 

Dann solltest Du aber konsequenterweise auch auf Dein Mobiltelefon verzichten und zuhause Deinen Internetanschluss kappen.

 

Und klar, wenn man konsequent nur noch mit Bargeld hantiert – wer kann das überhaupt noch? – kann kein Konto gehackt werden, dafür kann Dir aber das Bargeld geklaut werden, auch nicht gerade eine tolle Aussicht.

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vor 2 Stunden schrieb Su-34:

 

Dann solltest Du aber konsequenterweise auch auf Dein Mobiltelefon verzichten und zuhause Deinen Internetanschluss kappen.

 

Und klar, wenn man konsequent nur noch mit Bargeld hantiert – wer kann das überhaupt noch? – kann kein Konto gehackt werden, dafür kann Dir aber das Bargeld geklaut werden, auch nicht gerade eine tolle Aussicht.

Das hast du nicht richtg gelesen, ich hab geschrieben, daß ein ausgewogenes Bargeld-Online-Verhältnis wünschenswert ist und dafür Verbesserungen notwendig sind.

Auch wird man heutzutage gezwungen, ein Mobiltelefon zu haben, weil Online-Bnaking sonst nicht mehr geht und die Welt voller Apps ist. Klar kann man die Verläufe nachvollziehen und deshalb benötigt man auch neue Gesetze & Regelungen sowie einen neuen Umgang damit, um das Tracking sinnvoll zu reglementieren.China zeigt ja schon ganz klar, wie das sonst negativ durchschlägt.

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vor 4 Stunden schrieb Su-34:

Es ist ein Unterschied, ob ein paar hundert Menschen im Homeoffice arbeiten, oder ob ein paar hundert Schulklassen gleichzeitig Videokonferenzen abhalten. Das Datenvolumen ist ein anderes, unterhalte Dich mal mit einem Netzwerktechniker zu diesem Thema!

 

Der Bandbreitenbedarf von Videokonferenzen ist weitgehend vernachlässigbar - weil die mit viel niedrigerer Bildwiederholrate als übliche Videos arbeiten, die Kompression hoch und die Auflösung niedrig ist. Und weil die Netze schon lange auf deutlich bandbreitenintensivere Anwendungen ausgebaut sind.

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Bandbreitenbedarf  einer üblichen Videokonferenz: 1 Mbit/s bei HD720 

Bandbreitenbedarf Netflix: 5 Mbit/s für HD-Qualität

 

Das Netz ist also kein Problem, es ist der Zugangspunkt der Schule!

Denn wenn dort nur für 20 Klassen gleichzeitig Online-Learning aktiv sein soll, muss die Schule mindestens 20 Mbit/s senden können.

Ohne Glasfaser- oder 5G-Anbindung geht das schlicht nicht.

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