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Das Corona-Virus, die Airlines und der Rest der Welt


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vor 1 Stunde schrieb emdebo:

Die Hausärzte werden sich, soweit die letzten der jetzt eingeleiteten Hürden in Richtung Zulassung genommen werden, auf den Impfstoff von Johnson & Johnson konzentrieren. Keine besonderen Lagervorschriften, voraussichtich nur 1-malige Impfung für benötigten Impfschutz. 

Auch beim Biontech Vakzin wird es wohl in naher Zukunft Änderungen bezüglich der Lagerungsvorschriften geben.

Der Impfstoff soll für zwei Wochen bei -15 bis -25°C stabil zu lagern sein.

Man hat der FDA letzte Woche Daten übermittelt, und darum gebeten, dass die Notfallzulassung dahingehend ergänzt wird.

Damit wäre auch dieser Impfstoff in Arztpraxen verimpfbar, wenn die FDA und andere Arzeimittelbehörden grünes Licht geben.

 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/biontech-pfizer-impfstoff-lagerung-101.html

 

Bearbeitet von EDDS
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vor einer Stunde schrieb jubo14:

Denn nur die großen Zentren glauben 1.500 Impfungen pro Tag zu schaffen.

 

In Hamburg ist das Impfzentrum auf 7000 Impfungen pro Tag ausgelegt.

Grossstädte haben es da natürlich vergleichsweise einfach, und nicht zuletzt gibt's da halt auch einfach mal passende Immobilien (Hamburg: Messehallen).

 

Die Diskussion um die Hausärzte ist doch eine ziemliche Phantomdebatte. Es fehlt an Impfstoffen, nicht "Verimpfkapazität". Nach einigen Startschwierigkeiten kriegen wir es inzwischen ganz gut hin, die zur Verfügung stehenden Dosen auch zu verimpfen. Auch die AstraZeneca-Problematik wird sich lösen.

 

Dass irgendwann auch Hausärzte impfen werden steht doch überhaupt nicht zur Debatte, das war von Anfang an der Plan. Und die Kühldiskussion ist ebensowenig zielführend; das betrifft so sowieso im wesentlichen Biontech. Moderna liegt bei wesentlich einfacher zu handhabenden -20 Grad (und selbst bei Kühlschranktemperatur noch etwa 'n Monat), und der Biontech-Impfstoff braucht wohl eigentlich auch keine tieferen Lagertemperaturen - ich gehe davon aus, dass die -70 Grad bald Geschichte sind. Die anderen Impfstoffe brauchen allesamt keine sonderlich anspruchsvolle Kühlung. -20 Grad sind auch für Hausarztpraxen kein unlösbares Problem - und AstraZeneca sowie voraussichtlich Johnson & Johnson sowie CureVac brauchen im Prinzip nur einen handelsüblichen Kühlschrank.

 

Aber wie gesagt - so lange der Bottleneck die Verfügbarkeit des Impfstoffes ist, ist das so oder so eine Phantomdiskussion.

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Jetzt bin ich mal gespannt, wie das ausgeht.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89522658/halle-razzia-bei-oberbuergermeister-bernd-wiegand-wegen-impfung.html

 

Ich halte diese Ermittlung einerseits für komplett lächerlich und eine Verschwendung von Steuergeldern, aber auf der anderen Seite auch für absolut notwendig, um die Sachlage ein für alle mal zu klären.

Wenn der OB mit seinem Stadtrat morgens im Impfzentrum aufgeschlagen wäre, dann könnte ich der Argumentation der Staatsanwaltschaft folgen. Dann hätten wir den (ich nominiere das folgende Wort, für das Unwort des Jahres 2021) "Impfdrängler".

Handelt es sich aber um Restbestände, und dafür braucht man keine Durchsuchung von wer weiß wie vielen Diensträumen, sondern nur einen Blick in die Aufzeichnungen des Impfzentrums, ist der Vorwurf schlicht lächerlich.

Ein Restbestand ist es übrigens in meinen Augen nur dann, wenn der Impfstoff bereits auf die Spritze gezogen worden ist. Denn dann ist er nicht mehr transportabel und muss binnen stunden verimpft werden. Zurücklegen für den Folgetag ist keine Option!

Ich hoffe also, da es jetzt nun einmal so weit gegangen ist, dass es nun auch vor einem Gericht entschieden wird.

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vor 11 Minuten schrieb jubo14:

Handelt es sich aber um Restbestände, und dafür braucht man keine Durchsuchung von wer weiß wie vielen Diensträumen, sondern nur einen Blick in die Aufzeichnungen des Impfzentrums, ist der Vorwurf schlicht lächerlich.

Ein Restbestand ist es übrigens in meinen Augen nur dann, wenn der Impfstoff bereits auf die Spritze gezogen worden ist. Denn dann ist er nicht mehr transportabel und muss binnen stunden verimpft werden. Zurücklegen für den Folgetag ist keine Option!

 

Da bin ich im Prinzip voll bei Dir. Speziell vor dem Hintergrund der Impfstoffknappheit wäre es fatal, Impfdosen wegzuschütten. Im Zweifel also gerne irgendjemand impfen, der/die gerade greifbar ist, statt wegschütten.

(Edit: und genau so wird das ja auch gemacht)

 

Es fällt halt negativ auf, dass regelmässig Restbestände für Kleinstadtbürgermeister, hohe DRK-Funktionäre usw usf da sind, man aber nie liest, dass das Reinigungspersonal mit Restbeständen geimpft wurde, weil die halt gerade da waren.

Bearbeitet von foobar
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vor 7 Minuten schrieb foobar:

Dass irgendwann auch Hausärzte impfen werden steht doch überhaupt nicht zur Debatte, das war von Anfang an der Plan.

Naja, nur ist bei uns im Kreis mittlerweile klar, dass die Hausärzte, die Ärzte die nun schon in den Impfzentren und mobilen Impftrupps unterwegs sind, in ihren Praxen nicht impfen werden. (Meine Frau ist eine von ihnen!)

Zumindest nicht unter den derzeitigen Rahmenbedingungen.

Das Problem ist so typisch Deutsch, und damit so absolut lächerlich.

Der Grund ist schlicht und ergreifend, dass der Impfstoff kostenlos für den Patienten ist, der Arzt seiner Tätigkeit aber nicht als Hobby nachgeht, sondern das zum Zwecke des Lebensunterhaltes macht.

Die Administration scheitert im Moment daran, dass auf der einen Seite versucht wird jede Impfung nachzuverfolgen, aber auf der anderen Seite keine Regelung für die Bezahlung der Ärzte existiert, wenn diese in ihrer Praxis impfen würden. Darüber hinaus ist der Dokumentations- und Zeitaufwand für die Impfung um den Faktor 10 höher, als er es für eine Grippe-Impfung wäre.

 

vor 5 Minuten schrieb foobar:

Es fällt halt negativ auf, dass regelmässig Restbestände für Kleinstadtbürgermeister, hohe DRK-Funktionäre usw usf da sind, man aber nie liest, dass das Reinigungspersonal mit Restbeständen geimpft wurde, weil die halt gerade da waren.

Ich weis es aus erster Hand, auch solche Impfungen finden statt. 

Nur ist das eben keine Meldung für unsere Presse!

"50 jährige Putzfrau gegen Corona geimpft", ist halt keine so tolle Schlagzeile gegenüber "40 jähriger Bürgermeister schon gegen Corona geimpft".

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vor 42 Minuten schrieb jubo14:

Jetzt bin ich mal gespannt, wie das ausgeht.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89522658/halle-razzia-bei-oberbuergermeister-bernd-wiegand-wegen-impfung.html

Ich halte diese Ermittlung einerseits für komplett lächerlich und eine Verschwendung von Steuergeldern, aber auf der anderen Seite auch für absolut notwendig, um die Sachlage ein für alle mal zu klären.


Naja, in Anbetracht der öffentlichen Diskussion blieb der Staatsanwaltschaft nichts anderes übrig. Und das ist alles andere als lächerlich. Und die Staatsanwaltschaft ging da auf Nummer Sicher, indem sie alle Objekte durchsuchen ließ. Das mag für den Laien ein übertriebener Aufwand sein; ich hätte als StA aber auch so entschieden. Ob sich aus dem Anfangsverdacht dann tatsächlich der Verdacht einer strafbaren Handlung ergibt, wird sich zeigen. Das ganze ist also übliches Vorgehen.

Nachtrag:
Was die Personen betrifft, so ist es richtig, dass die Headline "50-jährige Raumpflegerin vorzeitig geimpft" nicht so öffentlichkeitswirksam ist, wie der 40-jährige Bürgermeister nebst einigen Stadträten. Aber auch das kann man den Medien nicht vorwerfen. Das machen die nun mal so.

Bearbeitet von aaspere
Nachtrag
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vor 21 Minuten schrieb jubo14:

Naja, nur ist bei uns im Kreis mittlerweile klar, dass die Hausärzte, die Ärzte die nun schon in den Impfzentren und mobilen Impftrupps unterwegs sind, in ihren Praxen nicht impfen werden. (Meine Frau ist eine von ihnen!)

 

In Anbetracht dessen, dass mangels Impfstoff eine Verimpfung in Hausarztpraxen noch für einige Zeit übehraupt nicht zur Debatte steht, ist es komplett hahnebüchen, aus jetzigen Abrechnungsregularien und ähnlichem Schlüsse wie in ihren Praxen nicht impfen werden zu ziehen. Das steht schlicht noch überhaupt nicht auf der Agenda.

 

Und Dein Kreis ist auch nicht der Nabel der Welt. Meine Stadt auch nicht, auch wenn das hier viele glauben wollen :P

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vor 5 Minuten schrieb mautaler:

Einfach mal nur so ausgedacht...  Davon ausgehend würde dann die Richtung monetär wohl nach unten verlaufen. 

 

Das ist ja der Witz, es ist nicht ausgedacht.  Aber wer keinen Stoff hat, verdient auch nix.

 

Und für die Ariliners: Super,

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vor 9 Minuten schrieb foobar:

In Anbetracht dessen, dass mangels Impfstoff eine Verimpfung in Hausarztpraxen noch für einige Zeit übehraupt nicht zur Debatte steht, ist es komplett hahnebüchen,

Der Punkt ist aber, dass exakt jetzt seitens der Kassenärztlichen Vereinigungen die Praxen ermittelt werden, in denen die Impfungen in einigen Wochen stattfinden sollen.

Die Impfzentren wurden auch errichtet, als es noch gar keinen zugelassenen Impfstoff gab.

 

Und wenn von 20 Ärzten, die im Impfzentrum arbeiten, 15 sich außer Stande sehen in ihrer Praxis zu impfen, weil sie dann schlicht ihr Personal nicht mehr bezahlen können, dann ist das sicherlich nicht nur ein Problem eines einzelnen Landkreises in Westfalen.

Über die notwendigen technischen Voraussetzungen wurde übrigens noch kein Wort verloren.

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Am 21.2.2021 um 10:45 schrieb jubo14:

Bei den ganzen Zahlen, mit denen wir konfrontiert werden,  mache ich mir aber mittlerweile auch so meine Gedanken.

Kann mir irgend jemand plausibel erklären, warum die Zahle der Neuinfektionen genau in den beiden Bundesländern, die am 14.03. wählen, am niedrigsten ist?

Da ich nicht eine Sekunde daran glaube, dass die Menschen im Südwesten unseres Landes zurückhaltender, vernünftiger oder gar gesundheitlich robuster sind, als der Rest der Republik, machen mich diese Zahlen in den letzten Tagen extremst misstrauisch.

Dafür gibt es mehrere Gründe, u.a. keine Grenze mit Tschechien aber vor allem hat sich die Ausgangssperre (wie auch in anderen Ländern) als ein sehr effektives Instrument erwiesen, weil es private Treffen am Abend stark reduziert hat.  Das ist deutlich wirksamer als Baumärkte und Möbelhäuser zu schließen. 

Jetzt steigen die Zahlen auch in diesem Bundesländern bereits vor der Wahl wieder an - welche Verschwörungstheorie gibt es denn dafür?

 

Zur Teststrategie ist noch zu ergänzen, dass in Deutschland vor allem symptomatische  Personen und deren Direktkontakte sowie Reisende mittels PCR getestet werden. Da die Erkrankungen (und Reisenden) bis vor kurzem zurückgingen - waren auch die Zahl der Tests rückläufig. Noch stärker rückgängig ist der Anteil der positiven Testergebnisse von 15 % auf zuletzt 6,5 %. Man kann daher nicht behaupten, dass zu wenig getestet wird, insbesondere da die zunehmend durchgeführten Antigentest (anders als z.B. in Österreich) nicht in der Statistik mitgezählt werden. Bei einem positiven Befund erfolgt hier immer eine Kontrolle mit einem PCR-Test.

 

 

Zitat

Aber denken wir noch einmal ein paar Minuten über die Zahlen selber nach.

Guckt heute noch irgend jemand auf den "R-Wert"?

Ja! Wer denn nicht? Nicht nur das RKI, sondern auch alle seriösen Medien berichten darüber täglich. Der Wert steigt jetzt wieder bzw. liegt über 1 und das ist wirklich problematisch, weil sich jeder ausrechnen kann, wo wir Ende April stehen, wenn nicht dagegen gesteuert wird.

 

Zitat

Nun ist er von "Inzidenz-Wert" ersetzt worden.

Aber ich prophezeie mal, dass dieser Wert den Mai nicht überleben wird.

Nicht etwa weil dieser Wert bis dahin nicht weiter steigen würde, nicht das daraus weitere Verlängerungen der jetzigen Situation begründet werden, nicht das man schon heute an dem Wert selber und seiner Wichtigkeit Zweifel heben kann, nein sondern aus einem einzigen Grund.

Die CDU/CSU hat einen Kanzlerkandidaten nominiert, der als Ministerpräsident eines der großen Bundesländer führt.

Habe ich da was verpasst? Ist der Kanzlerkandidat schon nominiert?

 

Der Inzidenz-Wert wird mit zunehmender Impfung tatsächlich weniger wichtig, bzw. man wird sich den Wert mehr nach Altersgruppen differenziert anschauen. Wichtiger sind natürlich Hospitalisierung und Todeszahlen, aber die sind viel zu sehr nachlaufend als dass man daran Schutzmaßnahmen orientieren kann.

 

Wenn es gut läuft werden steigende Temperaturen bei der Eindämmung der neuen Virusvariante helfen. Wenn es schlecht läuft liegen wir alle unter 70jährigen im Sommer mit heftigen Grippesymptomen im Bett. Welche Partei davon profitiert - keine Ahnung. Ich vermute mal, im Herbst werden ganz andere Themen (z.B. wirtschaftliche Folgen, Gesundheitssystem generell,...) eine Rolle spielen. Vielleicht wird man sich auch fragen, wieso man 2,3 Mrd. Impfdosen für 440 Mio. Einwohner bestellt hat...

 

 

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vor 17 Stunden schrieb jubo14:

Und wenn von 20 Ärzten, die im Impfzentrum arbeiten, 15 sich außer Stande sehen in ihrer Praxis zu impfen, weil sie dann schlicht ihr Personal nicht mehr bezahlen können, dann ist das sicherlich nicht nur ein Problem eines einzelnen Landkreises in Westfalen.

Über die notwendigen technischen Voraussetzungen wurde übrigens noch kein Wort verloren.

 

Im Impfzentrum werden den Ärzten/Ärztinnen rund 140 €/h bezahlt, in Thüringen 175€/h. 

 

Plus 50€/h pro PTA, wobei etliche das Geld nicht einmal an diese weitergeben, sondern einstecken und die PTA trotz Arbeit im Impfzentrum mit dem normalen Einkommen entlohnen. 

 

Ob das viel ist, oder wenig, darf jeder selbst entscheiden. Aber ich denke sagen zu dürfen, dass diese Struktur für die meisten Arztpraxen auskömmlich sein dürfte. Wenn in der eigenen Praxis geimpft wird, wird es nochmal anders aussehen, aber auch da wird es einige Monate vor der Bundestagswahl und vor Landtagswahlen sicher nicht am Geld scheitern. 

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vor 29 Minuten schrieb jaydee:

Wenn in der eigenen Praxis geimpft wird, wird es nochmal anders aussehen, aber auch da wird es einige Monate vor der Bundestagswahl und vor Landtagswahlen sicher nicht am Geld scheitern. 

Da ich das aus erster Hand weis, muss ich Dir hier (leider) widersprechen.

Zumindest im Bereich der KV-Westfalen ist die Vorstellung, dass die Honorierung der Corona-Impfungen sich an denen der Grippe-Impfungen orientiert.

Soweit, so gut.

Aber ...

Bei der Grippe-Impfung ist die Lagerung der Impfstoffe entweder nicht existent, weil jeder Patient vorher ein Rezept bekommt, sich dem Impfstoff in der Apotheke abholt und sich in der Praxis impfen lässt. Ein größerer zeitlicher Aufwand für ein Aufklärungsgespräch durch den Arzt ist hierbei im Prinzip nicht vorgesehen. Rezeptausstellung und Impfung haben eine Abrechnungsziffer, mit der einmal der Arzt seine Entlohnung bekommt, andererseits die KV eine Statistik erstellen kann, wie viele Grippe-Impfungen, wann verabreicht wurden.

Anders bei Corona. Hier soll zwingend ein Aufklärungsgespräch geführt werden. Der Impfstoff muss in der Praxis fachgerecht gelagert werden. Nach der Impfung soll der Patient weitere 30 Minuten beobachtet werden. Zusätzlich fällt auch noch die Buchführung an, mit der die Gesundheitsämter und letztlich das RKI informiert werden sollen.

Das in der Praxis gemacht ergibt dann ein Aufklärungsgespräch, für das eigentlich kein Honorar vorgesehen ist, ein Impfstofflager, für das es keine zusätzliches Geld gibt, eine Nachbeobachtung, für die es in den meisten Hausarztpraxis keinen Raum gibt und zusätzlicher administrativer Aufwand, der auch nicht bezahlt wird.

Aus diesem Grund hält sich die "Begeisterung" der Ärzteschaft in sehr überschaubaren Grenzen.

 

Aber um es deutlich zu sagen, die Ärzte, die bisher auch in den Impfzentren impfen wollen durchaus in ihren Praxen weiter mitwirken. Nur stellt sich die Frage, wer impft dann eigentlich in den Impfzentren? Sind das dann die Klone?

Die Adminstration muss schlich so einfach wie möglich gemacht werden.

Und da ist der Ansatz von Mecklenburg-Vorpommern sicherlich kein schlechter. Da ist die Praxis dann nur eine Außenstelle des Impfzentrums, die Administration obliegt komplett dem Impfzentrum und alle finanziellen Fragen werden so behandelt, als wenn  Arzt und Helfer*in im Impfzentrum tätig wären. 

 

Was übrigens die Entlohnungen von Ärzten und Helfer*innen angeht, so ist das hier zumindest so geregelt, dass die handelnden Personen ihr Honorar direkt ausbezahlt bekommen. Das Geld einer MTA (PTA sind die in den Apotheken) läuft also garnicht erst durch die Bücher der Praxis. Und so ist das auch gedacht.

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vor 9 Stunden schrieb jubo14:

Da ich das aus erster Hand weis, muss ich Dir hier (leider) widersprechen.

Zumindest im Bereich der KV-Westfalen ist die Vorstellung, dass die Honorierung der Corona-Impfungen sich an denen der Grippe-Impfungen orientiert.

Soweit, so gut.

Aber ...

Bei der Grippe-Impfung ist die Lagerung der Impfstoffe entweder nicht existent, weil jeder Patient vorher ein Rezept bekommt, sich dem Impfstoff in der Apotheke abholt und sich in der Praxis impfen lässt. Ein größerer zeitlicher Aufwand für ein Aufklärungsgespräch durch den Arzt ist hierbei im Prinzip nicht vorgesehen. Rezeptausstellung und Impfung haben eine Abrechnungsziffer, mit der einmal der Arzt seine Entlohnung bekommt, andererseits die KV eine Statistik erstellen kann, wie viele Grippe-Impfungen, wann verabreicht wurden.

Anders bei Corona. Hier soll zwingend ein Aufklärungsgespräch geführt werden. Der Impfstoff muss in der Praxis fachgerecht gelagert werden. Nach der Impfung soll der Patient weitere 30 Minuten beobachtet werden. Zusätzlich fällt auch noch die Buchführung an, mit der die Gesundheitsämter und letztlich das RKI informiert werden sollen.

Das in der Praxis gemacht ergibt dann ein Aufklärungsgespräch, für das eigentlich kein Honorar vorgesehen ist, ein Impfstofflager, für das es keine zusätzliches Geld gibt, eine Nachbeobachtung, für die es in den meisten Hausarztpraxis keinen Raum gibt und zusätzlicher administrativer Aufwand, der auch nicht bezahlt wird.

Aus diesem Grund hält sich die "Begeisterung" der Ärzteschaft in sehr überschaubaren Grenzen.

 

Aber um es deutlich zu sagen, die Ärzte, die bisher auch in den Impfzentren impfen wollen durchaus in ihren Praxen weiter mitwirken. Nur stellt sich die Frage, wer impft dann eigentlich in den Impfzentren? Sind das dann die Klone?

Die Adminstration muss schlich so einfach wie möglich gemacht werden.

Und da ist der Ansatz von Mecklenburg-Vorpommern sicherlich kein schlechter. Da ist die Praxis dann nur eine Außenstelle des Impfzentrums, die Administration obliegt komplett dem Impfzentrum und alle finanziellen Fragen werden so behandelt, als wenn  Arzt und Helfer*in im Impfzentrum tätig wären. 

 

Was übrigens die Entlohnungen von Ärzten und Helfer*innen angeht, so ist das hier zumindest so geregelt, dass die handelnden Personen ihr Honorar direkt ausbezahlt bekommen. Das Geld einer MTA (PTA sind die in den Apotheken) läuft also garnicht erst durch die Bücher der Praxis. Und so ist das auch gedacht.


Danke für die interessanten Infos. Die Regelung in MV hört sich für mich auf den Blick sinnvoll an. 

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Hier dann mal die Sicht der Hausärzte, bzw. deren Verband zur Impfung in der Praxis.

 

https://www.hausaerzteverband.de/fileadmin/user_upload/News_Dateien/2021/2021_01_28_Hausaerzteverband_Positionspapier_Impfen_in_Hausarztpraxen.pdf

 

@V3die Frage wird aber sein, ob genügend Länder bei diesem elektronischen Impfpass mitmachen werden.

Und ein wenig ist es auch die Neuerfindung schon längst vorhandener Dinge.

Denn auch wenn es „total old school“ ist, der Impfpass der WHO sollte eigentlich ausreichen.

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vor 1 Stunde schrieb jubo14:

Hier dann mal die Sicht der Hausärzte, bzw. deren Verband zur Impfung in der Praxis.

 

https://www.hausaerzteverband.de/fileadmin/user_upload/News_Dateien/2021/2021_01_28_Hausaerzteverband_Positionspapier_Impfen_in_Hausarztpraxen.pdf

 

@V3die Frage wird aber sein, ob genügend Länder bei diesem elektronischen Impfpass mitmachen werden.

Und ein wenig ist es auch die Neuerfindung schon längst vorhandener Dinge.

Denn auch wenn es „total old school“ ist, der Impfpass der WHO sollte eigentlich ausreichen.

Und den Ausweis kann sich jeder für 5€ bei Amazon bestellen....

klar ein digitaler Ausweis ist auch nicht fälschungssicher, aber leichter als bei dem gelben derzeit geht es kaum. Irgendwas draufgeschrieben, ein nettes Stempelchen und gut. Keiner z.B. am Checkin wird prüfen können, ob es Dr. pippi Langstrumpf tatsächlich gibt

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vor 1 Minute schrieb jubo14:

Und Du glaubst, dass man in ein paar Wochen einen international einheitlichen elektronischen Impfausweis hin bekommt?

natürlich nicht!

vor 1 Minute schrieb jubo14:

Ende des Jahres hat sich das dann sowieso wieder erledigt.

Da wäre ich mir dagegen nicht so sicher. Allerdings war der digitale Impfpass ja sowieso für 2022 geplant und Erleichterungen für Geimpfte könnte man ja sowieso erst ab Q4 beginnen, wenn prinzipiell auch jeder eine Impfchance gehabt hätte

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Eine Studie des Robert-Koch-Instituts zu aus dem Ausland eingeschleppten Corona-Infektionen in den Sommerferien 2020, entlastet die Reisebranche: Demnach haben klassische Urlaubsreisen kaum Einfluss auf die Corona-Zahlen gehabt. Die meisten infizierten Reiserückkehrer zwischen Mitte Juli und Mitte September kamen aus dem Kosovo (4369), Kroatien (3909), der Türkei (3131), Bosnien und Rumänien. Laut RKI sei dies vor allem zurückzuführen auf “Vertragsarbeiter die nach Deutschland kommen (Rumänien, Bulgarien)“ und Heimatländer von Einwanderern (Türkei und Kosovo).

Auf Reisen nach Spanien waren insgesamt 1059 Infektionen zurückzuführen. All diese Infektionen hätten das allgemeine Infektionsgeschehen in Deutschland aber kaum beeinflusst, da Quarantänemaßnahmen nach Rückkehr von Infizierten größere Ansteckungen vermieden. Auch habe es sich vorwiegend um junge Infizierte gehandelt, schwere Fälle waren sehr selten.

Insgesamt konstatiert das RKI, dass es “auf Reisen in häufige Urlaubsländer zu weniger intensiven Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung kam und damit zu einem geringen Ansteckungsrisiko im Gegensatz zu Personen, die zu Familienbesuchen in ihr Herkunftsland reisten”. Außerdem hätten bei klassischen Urlauben die Hygienekonzepte der Hotels gegriffen.

https://www.sueddeutsche.de/reise/corona-urlaub-infektionen-ferien-1.5215627

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Und Du glaubst ernsthaft, dass JETZT irgend jemand, auf Basis der Daten aus dem letzten Jahr, für die Urlaubsreisen einen Freifahrtschein erteilt?

 

Die Zahlen sind richtig und wichtig, für eine nachträglich Aufarbeitung, wie effektiv welche Maßnahmen denn nun waren,  um damit für die nächste Pandemie seine Lehren zu ziehen.

Für die Öffnung, sprich den Urlaub sind die Impfungen vs. Mutationen, die nun betrachtet werden.

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vor 2 Minuten schrieb jubo14:

Und Du glaubst ernsthaft, dass JETZT irgend jemand, auf Basis der Daten aus dem letzten Jahr, für die Urlaubsreisen einen Freifahrtschein erteilt?

 

Die Zahlen sind richtig und wichtig, für eine nachträglich Aufarbeitung, wie effektiv welche Maßnahmen denn nun waren,  um damit für die nächste Pandemie seine Lehren zu ziehen.

Für die Öffnung, sprich den Urlaub sind die Impfungen vs. Mutationen, die nun betrachtet werden.

Es geht nicht um Freifahrtschein, aber eine differenzierte Betrachtung von Pauschalurlauben (mit Hygienekonzepte) und Familienbesuchen. Die Mutationen führen grundsätzlich zu einer höheren Ansteckungsrate (wahrscheinlich aufgrund einer längeren Ansteckungszeit).  Wenn man sich aber an Schutzmaßnahmen hält, gibt es auch bei den Mutationen keine Übertragung (siehe Irland, GB, Dänemark). Wenn man die Hygienekonzepte dann noch mit Tests kombiniert, sind Pauschalreisen auch ohne Impfung sicherer als jede andere Außerhausaktivität.

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Das mag alles sein, nur wird sich kein Politiker (auf diesem Planeten) darum scheren.

 

Zahlen aus dem letzten Jahr wird in diesem Jahr, auch wenn es vielleicht durchaus sinnvoll wäre, keiner zur Grundlage seiner heutigen Entscheidungen machen.

Man kann es doch schon an den Ergebnissen der letzten Tage ablesen. Es wird einen (elektronischen ) EU-Impfausweis geben. Und irgendwann wird der auch außerhalb der EU Anerkennung finden. Und der, und nur der, wird das Reisen in größerem Maße wieder ermöglichen.

Vor ein paar Wochen waren "Impfprivilegien" noch das ganz böse Wort. Mittlerweile scheint nicht nur die Aufregung darüber verklungen zu sein, es scheint mir auch die Mehrheitsmeinung zu sein, dass das so sein wird.

Wobei ich immer schon der Meinung war, es geht überhaupt nicht um Privilegien, es geht darum, dass jemand der sich und andere schützt, eben nicht mehr eingeschränkt werden darf. (Es kommt aufs gleiche raus, ist aber etwas völlig anderes!)

 

Also sollten wir uns darauf einstellen, dass dem der geimpft ist die Welt im Laufe des Jahres wieder offen stehen wird, dem der es nicht ist, eben nicht.

Diejenigen, die sich der Impfung verweigern, werden sich wohl noch mindestens ein Jahr gedulden müssen, bis sich auch für sie die Grenzen der Welt wieder öffnen. Ich denke mal, bis die WHO die Pandemie für beendet erklärt. Das wird aber noch eine ganze Weile dauern!

 

Damit können die Airlines dann wohl für die kommende Zeit mit in etwa 50% des Passagieraufkommens von 2019 rechen.

Ein Teil des Geschäftsreiseverkehrs wird nicht zurück kommen und die, die (noch) nicht fliegen dürfen, werden halt fehlen. Da wird noch so mancher schmerzlicher Einschnitt kommen. 

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