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Gehalt von Flugbegleiter*innen


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Nunja, es mag sein, dass es nicht durchführbar ist.

Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Bezahlung schlecht ist und die Qualität auch vielleicht nicht das Level erreicht, was man haben möchte.

In der Technik braucht man auch keine Ausbildung mehr, die internationalen Kollegen haben ja auch keine, bzw. eine andere Ausbildung (oft schulisch). Trotzdem haben die meisten deutschen Kollegen eine ordentliche Berufsausbildung. Und auch wenn die Lizenz am Ende dieselbe ist, ist man international mit der deutschen Lizenz gefragter als mit der z.B. griechischen Lizenz.

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Am 23.10.2021 um 20:22 schrieb wartungsfee:

Es ist aber auch zu erörtern, warum eine „ungelernte“ Kraft denn strikt immer um den Mindestlohn zu arbeiten hat?

Welches Marktgesetz gibt es denn, das besagt das Arbeit durch ungelernte (nicht unqualifizierte) Fachkräfte nicht vernünftig bezahlt werden muss?

 

Ich fürchte, die Antwort ist denkbar einfach: Geschätzt 80-90% der Arbeitnehmer haben eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium. Da kann es ja quasi nicht sein, dass jemand ohne dies lebenswerte Bedingungen hat, weil das würde ja eventuell am Ende des Tages heißen, dass man da grob drei Jahre was gemacht hat, was gar nicht so zwingend notwendig gewesen wäre, wie man gedacht hätte. Es ist schlicht Sozialneid bzw. das all zu übliche Treten nach unten.

 

Ein ähnliches Phänomen kann man auch im Handwerk beobachten, wo sich jeder Betrieb wundert, warum denn keine Azubis mehr kommen, aber mal den krassen Missbrauch eben derer zu stoppen, kommt keinem in den Sinn, denn man selbst musste das ja schließlich damals auch über sich ergehen lassen und es kann nicht sein dass ein anderer Mensch auf der Welt vielleicht einfach mal ein leichteres Schicksal hat, das wäre ja eklatant unfair.

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vor 1 Stunde schrieb Lucky Luke:

 

Ich fürchte, die Antwort ist denkbar einfach: Geschätzt 80-90% der Arbeitnehmer haben eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium. Da kann es ja quasi nicht sein, dass jemand ohne dies lebenswerte Bedingungen hat, weil das würde ja eventuell am Ende des Tages heißen, dass man da grob drei Jahre was gemacht hat, was gar nicht so zwingend notwendig gewesen wäre, wie man gedacht hätte. Es ist schlicht Sozialneid bzw. das all zu übliche Treten nach unten.

 

Ein ähnliches Phänomen kann man auch im Handwerk beobachten, wo sich jeder Betrieb wundert, warum denn keine Azubis mehr kommen, aber mal den krassen Missbrauch eben derer zu stoppen, kommt keinem in den Sinn, denn man selbst musste das ja schließlich damals auch über sich ergehen lassen und es kann nicht sein dass ein anderer Mensch auf der Welt vielleicht einfach mal ein leichteres Schicksal hat, das wäre ja eklatant unfair.


Da stimme ich dir weitestgehend zu. 
Der Anspruch an guter Bezahlung sollte immer die entsprechende Leistung bedeuten.

Bei vielen bedeutet Leistung vorwiegend möglichst lange eine Schulbank zu drücken, egal welcher Art.

Bildung ist wichtig und ein Grundstein für berufliche Qualifikation und Erfolg. Aber Bildung sollte kein bestimmendes Thema sein, wenn es um leistungsgerechte Bezahlung geht. Tut der AN die Arbeit die erwartet wird und macht sie dabei gut, warum soll diese Person defacto weniger verdienen, als der gleiche AN mit höherer Schulbildung aber gleicher Tätigkeit?

Das leuchtet mir nicht ein?

Es gibt da ja noch einige Weltkonzerne, die das zumindest anders sehen. Der gute Hauptschüler bei VW wird sicher nie Abteilungsleiter, aber trotzdem erhält er für seine körperliche Arbeit guten Lohn.

 

Und selbst da weitergedacht ist selbst eine gute schulische Bildung kein Garant für gute Bezahlung. Es gibt ja nun zuhauf Berufe mit teils 5 Jahre „Berufsschule“, wo in der Zeit nichtmal was verdient wird sondern sogar was zahlt, um dann trotzdem am unteren Ende der Skala zu verdienen. Ironischerweise sind das oft die Berufe, die sich von den vermeintlichen Besseren dann was anhören dürfen, warum die ihre Arbeit so schlecht machen.

 

Nichts desto trotz ist aber auch festzustellen, das ein Großteil des Nachwuchses etwas, nunja,… verletzlich geworden ist.

Und da geht es heute garnicht mehr darum, ob der Begriff „Stift“ nun politisch korrekt ist oder ob es lustig ist den 10kg Sack Getriebesand zur nächsten Halle zu schleppen, sondern es geht schon darum, das es mitunter nicht ok ist, wenn der Auszubildende bitte mal Kaffee kochen soll, obwohl er selber keinen Trinkt. Das ist absurd, welche No-Go es heute gibt. 
 

@AOG

 

Moin, ich glaube das wollte er damit nicht sagen.

Ich lese da eher Gesellschaftskritik, worin die einzige Begründung einer Bezahlung zum Niedrigstlohn die ist: „ Ich habe einen IHK Brief, du nicht, darum ich 20€/h - du 9€“. Trotz vergleichbarer harter Arbeit.


Auch wenn mich das umtreibt, das durch internationale Anpassungen in Punkten unsere Ausbildung ausgehebelt wird, so bin ich der Überzeugung das auch dein angesprochener Grieche, bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Leistung nicht schlechter gestellt sein sollte als ich. Nur heißt das für mich nicht, das ich mich dem oben beschriebenen Faktor zuneigen muss. Sondern der Grieche soll das gleiche verdienen wie ich, auch ohne 3,5 Jahre IHK Ausbildung. Es ist aber so, dass man ihm daraus einen Strick macht und eben sagt „ Du ungebildet = 50% Lohn“ .  Und daran musst auch du dich später messen lassen, wenn eben kommt „ Der macht das gleiche wie du, ist aber günstiger. Darum gibt es für dich auch nur noch 60%.

 

Das ist falsch in meinen Augen. 

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Natürlich beeinflusst eine Qualifikation die Entlohnung oder das Gehalt. Die Tätigkeit wird doch mit einer ganz anderen Erfahrung ausgeübt, mit Erfahrungen und Lerninhalten die geprüft wurden und für die jemand zuvor Entbehrungen in Kauf genommen hat? Einfach nur alles auf "learning by doing" umzustellen kann nicht die Lösung sein.

 

Dass heute aber Flugbegleiter gleich ausgebildete Hotelkaufleute sein sollen, das halte ich eher für Overkill.

Bearbeitet von Nosig
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