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Geschrieben

Hallo,

 

ich wollte folgendes Thema zur Diskussion anstellen:

 

Wir befinden uns in einer großen Energiekrise, Kerosin wird bspw. in Bologna reglementiert und ist auch generell entweder teuer oder auch einfach nicht mehr vorhanden. Ryanair möchte Flugpläne kurzen und auch die Lufthansa überlegt bis zu 40 Flugzeuge still zu legen. 

 

Was passiert beim Bund (sie sollten doch als gutes Vorbild vorangehen):

Die Flugzeuge der Bundesflugbereitschaft fliegen leer aus Köln nach Berlin und von dort (in der Regel) aus weiter mit Regierungsmitarbeitern. 

Wie kann man sich mal abgesehen von den hohen Kosten/Umweltverschmutzung für die Leerflüge, bei dem Kerosinmangel den Luxus leisten? 

 

Die Flugbereitschaft argumentiert, dass es keine Leerflüge sind, sondern Schulungsflüge. -> Wenn dem so ist, warum hat die Lufthansa nicht 50% der Flüge Schulungsflüge? Sind sie unsicher dadurch? Kann man dies nicht teilweise in einem Simulator auffangen? 

Die Flugbereitschaft argumentiert, dass es keine Leerflüge sind, sondern sondern sie müssen zur Wartungsbasis nach Köln. -> Es gibt am BER mit Bombardier (für die Global 5000/6000/6500 Flotte) und Lufthansa Technik (für die A319/321 Flotte) hervorragende Instandhaltungsunternehmen, die bei den genannten Flugzeugtypen garantiert mehr Erfahrung haben, als die Bundesflugbereitschaft. Dann können sie (wenn vorhanden) ihre Schutzsysteme gegen Angriffe von Außen notfalls in Köln instand halten, wenn sie LHT (sie haben aber eh für die Flugbereitschaft die Airbus-Flugzeuge umgebaut) und co nicht trauen. Beim A350 sollte bei der LHT in Berlin aber nicht so viel Erfahrung sein.

 

Ich verstehe nicht, warum sich Deutschland so viel Jahre nach dem Regierungsumzug den Luxus noch leistet und sehe schon die Bildzeitung titeln:

 

"KEROSINMANGEL: Der hartarbeitende Steuerzahler kann nicht mehr nach Mallorca fliegen, aber die Flugbereitschaft fliegt leer herum" :D

 

Gruß,

Jochen  

Geschrieben

Welchen Luxus?

Wenn es um unseren Bundestag und die Bundesregierung geht gibt es keinen Luxus, für unsere Abgeordneten ist nichts zu teuer, egal wo bei!

Und warum?

Weil sie die Einzigen im Land sind, die sich diesen Luxus selbst zuteilen können ohne jedes Kontrollgremium und da man so weit abgehoben ist von der eigenen Befölkerung sieht man das noch nicht einmal, sondern meint es wäre selbstverständlich!

Sicherlich müssen wir in Deutschland sparen, aber bitte doch nicht bei uns selbst, da kürzen wir lieber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, denn die trifft die Herrschaften als Beamten ja nicht selbst!!!

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Minuten schrieb Faktencheck:

Konkreter Gegenvorschlag in Bezug auf das Thema hier? Oder bleibt‘s bei Stammtischparolen?

Der Gegenvorschlag ist offensichtlich, wieviel Millionen Euro hätten sich sparen lassen, wenn man die Flugbereitschaft mit dem Umzug der Regierung auch nach Berlin oder in das berliner Umfeld verlegt hätte. Über die Jahrzehnte wären die Kosten für den Umzug sicher amotiesiert worden, insbesonder da ja kein Ende in Sicht ist, mal abgesehen davon, dass so auch einige peinliche Flugausfallälle hätten einfacher vermieden werden können.

Bearbeitet von schneekiller
Geschrieben

Man kann das Thema ins Lächerliche ziehen, aber auch versuchen es so objektiv wie möglich zu gestalten. Wie immer, es ist nicht alles schwarz / weiss und es gibt durchaus Spannungsfelder.

 

1. Standorte

 Es ist typisch Deutsch "faule" Kompromisse zu finden. Hier wurde auch alles nach Berlin verlegt, aber so dass es niemanden in Bonn weh tut. Ein Vollumzug 3 Jahrzehnte nach einer politischen Entscheidung ist längst fällig.

 

2. Dimensionierung

Eine Industrienation mit Anspruch wie Deutschland sollte schon eine Flugbereitschaft haben. Man steht ja zusätzlich auch als An kernation eines grossen Flugzeugbauers im Rampenlicht.

Kritisch wäre aber auch zu sehen, ob jeder Minister damit reisen müsste und warum Provinzpolitiker aka Ministerpräsidenten auch Anspruch darauf haben sollten. Da ist mehr nach Beamtenleseart "Bedarf angemeldet" worden, als sinnvoller Umgang mit Steuergeld.

 

3. Nutzung

Einen gewissen Kontingent an Leerflüge wird es immer geben, das Personal muss auch "fit" sein. Ist bei der Bundeswehr nicht anders, da werden auch "sinnlose" Flugstunden zwischen Basen geflogen, es gehört halt dazu.

Das widerum nach öffentlicher Art alles pauschal damit abgewischt werden sollte, ist eine marotte eines Beamtentums mit unterdurchschnittlichen Fähigkeiten. Hauptsache pauschal abgehackt, wenn man eine sinnvolle Antwort nicht hat und man dafür "nicht zuständig" ist.

 

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb schneekiller:

Der Gegenvorschlag ist offensichtlich, wieviel Millionen Euro hätten sich sparen lassen


Das, mit Verlaub, ist kein Vorschlag. Vorschläge beziehen sich auf das, was man jetzt/künftig tun kann - nicht hätte tun können/sollen. Über Vergangenes zu meckern ist aber natürlich ungleich bequemer.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Faktencheck:

Das, mit Verlaub, ist kein Vorschlag. Vorschläge beziehen sich auf das, was man jetzt/künftig tun kann - nicht hätte tun können/sollen. Über Vergangenes zu meckern ist aber natürlich ungleich bequemer.

Mit Verlaub, dass bleibt sich gleich, auch wenn man die Flugbereitschaft jetzt verlegt bleiben die Millioneneinsparungen, denn das die Regierung und der Bundestag jemals nach Bonn zurückzieht halte ich für ausgeschlossen. Entweder man zieht an den BER oder auf den Fliegerhorst Holzdorf ca. 100 km südlich von Berlin auf dem Teile der benötigten Infrastruktur vorhanden wäre.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Jochen Hansen:

Die Flugbereitschaft argumentiert, dass es keine Leerflüge sind, sondern Schulungsflüge. -> Wenn dem so ist, warum hat die Lufthansa nicht 50% der Flüge Schulungsflüge? Sind sie unsicher dadurch? 

Ist das ein Übungskommentar für die nationalen Polemik-Meisterschaften? Schau doch mal, wie viel ein durchschnittliches Cockpit-Besatzungsmitglied bei LH ohne Training im Monat fliegt, und wie viel bei der Flugbereitschaft. Dann dürfte das recht schnell klar werden, warum die Flugbereitschaft zusätzliche Trainingsflüge braucht und LH nicht.

Und während COVID war übrigens der Trainingsstand auch bei den meisten Fluggesellschaften ein Thema.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb abdul099:

Ist das ein Übungskommentar für die nationalen Polemik-Meisterschaften? Schau doch mal, wie viel ein durchschnittliches Cockpit-Besatzungsmitglied bei LH ohne Training im Monat fliegt, und wie viel bei der Flugbereitschaft. Dann dürfte das recht schnell klar werden, warum die Flugbereitschaft zusätzliche Trainingsflüge braucht und LH nicht.

Und während COVID war übrigens der Trainingsstand auch bei den meisten Fluggesellschaften ein Thema.

Moin,

 

hat jemand gesagt, dass die die Flugbereitschaft keine Trainingsflüge benötigt, genauso wie die LH? aber 50% Training ist dann event. bissl viel des Guten.

 

Denn nach der Argumentation würde ich mal gerne wissen, wie denn Airlines wie USC, Avanti, Avion, Smartlynx, Orbest, Euroatlantic, Evelop, Privilege Style, Wamos, Titan, Privat etc. denn das machen?

 

Also Airlines, welche teilweise arg saisonal fliegen.

Denn dann wäre ihr Geschäftsmodell aber ganz schnell am Ende, wenn sie nur min. die Hälfte ihrer Flüge Revenue fliegen (sie fliegen zwar teilweise viel leer herum, aber das zahlt der Kunde).

 

Ebenfalls würde eine LH es nicht lange machen, wenn sie für jeden Langstreckenflug ex MUC aus FRA ferry fliegen und für jeden Flug ex FRA aus MUC ferry fliegen würden. Da wären die Streiks gerade das kleinere Übel.

 

Gruß,

Jochen

Geschrieben

OK, nochmal zum Mitschreiben: Die Flugbereitschaft ist keine Airline und operiert deswegen auch nicht so, wie es eine Airline macht.

 

Eine Airline mit für die Industrie typischen Operationen wird ihre Besatzungen so viele Flüge durchführen lassen, dass abgesehen von Simulatorsessions und den üblichen Checks keine expliziten Trainingsflüge nötig sind. Ein A320 reißt auf der Kurzstrecken doch bestimmt 4-6 oder nochmehr Flüge am Tag runter, und davon einiges mit einer Besatzung - und am nächsten Tag gleich nochmal.

Bei der Flugbereitschaft kann eine Besatzung halt auch zum Zielort fliegen und drei Tage warten und dann wieder zurück fliegen. Und ne Woche später gibt's den nächsten Flug, aber dann ist ner anderen Besatzung, und selbst ist man halt in 3 Wochen wieder dran. Da gibt es einfach kein 4 Mal am Tag von Frankfurt nach Kopenhagen und zurück. Die Piloten brauchen also zusätzliche Flüge zum Trainingserhalt. Eben die Ferryflüge - hätte man die nicht, würde man halt die selbe Zahl an Flügen vom BER aus ins Niemandsland und zurück durchführen und die selbe Menge an Kerosin verbraten.

Übrigens ist das genau das, was die Eurofighter und auch die Lufttransportgeschwader machen, weil sie zum Trainingserhalt regelmäßig üben. Natürlich mit diversen anderen Manövern, welche die Flugbereitschaft nicht durchführt. Aber selbes Prinzip, wie die FB hätte, wenn alles an einem Standort wäre.

 

Und genau deswegen ist dein Vergleich mit LH und Ferry zwischen FRA und MUC auch vollkommen sinnbefreit, denn für eine kommerzielle Airline wäre es überhaupt schon ein echtes Problem, wenn sie so wenig Flüge durchführt, dass die Piloten Trainingsdefizite aufbauen könnten.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Faktencheck:


Das, mit Verlaub, ist kein Vorschlag. Vorschläge beziehen sich auf das, was man jetzt/künftig tun kann - nicht hätte tun können/sollen. Über Vergangenes zu meckern ist aber natürlich ungleich bequemer.

Ich gehe nicht davon aus, dass jede Instandhaltungsmaßnahme nur von den “heiligen Händen” der Flugbereitschaft und dies auch nur unter den klimatischen Verhältnissen in Köln Wahn durchgeführt werden muss.

 

Einen simplen Daily/Weekly bekommt Bombardier/LHT sicher auch mehr als ordentlich hin.

Dann kommt die Crew halt mal mit dem ICE angerauscht und fliegt dann nach Brüssel. 
 

Wo ist das Problem? 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Jochen Hansen:

Wo ist das Problem? 

Das Problem ist, dass Du dann eine Crew hast, die ggf. seit Wochen nicht mehr geflogen ist.

 

Wie "gut" eine wenig fliegende Crew dann arbeitet hat man in Smolensk sehr gut beobachten können.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb abdul099:

OK, nochmal zum Mitschreiben: Die Flugbereitschaft ist keine Airline und operiert deswegen auch nicht so, wie es eine Airline macht.

 

Eine Airline mit für die Industrie typischen Operationen wird ihre Besatzungen so viele Flüge durchführen lassen, dass abgesehen von Simulatorsessions und den üblichen Checks keine expliziten Trainingsflüge nötig sind. Ein A320 reißt auf der Kurzstrecken doch bestimmt 4-6 oder nochmehr Flüge am Tag runter, und davon einiges mit einer Besatzung - und am nächsten Tag gleich nochmal.

Bei der Flugbereitschaft kann eine Besatzung halt auch zum Zielort fliegen und drei Tage warten und dann wieder zurück fliegen. Und ne Woche später gibt's den nächsten Flug, aber dann ist ner anderen Besatzung, und selbst ist man halt in 3 Wochen wieder dran. Da gibt es einfach kein 4 Mal am Tag von Frankfurt nach Kopenhagen und zurück. Die Piloten brauchen also zusätzliche Flüge zum Trainingserhalt. Eben die Ferryflüge - hätte man die nicht, würde man halt die selbe Zahl an Flügen vom BER aus ins Niemandsland und zurück durchführen und die selbe Menge an Kerosin verbraten.

Übrigens ist das genau das, was die Eurofighter und auch die Lufttransportgeschwader machen, weil sie zum Trainingserhalt regelmäßig üben. Natürlich mit diversen anderen Manövern, welche die Flugbereitschaft nicht durchführt. Aber selbes Prinzip, wie die FB hätte, wenn alles an einem Standort wäre.

 

Und genau deswegen ist dein Vergleich mit LH und Ferry zwischen FRA und MUC auch vollkommen sinnbefreit, denn für eine kommerzielle Airline wäre es überhaupt schon ein echtes Problem, wenn sie so wenig Flüge durchführt, dass die Piloten Trainingsdefizite aufbauen könnten.

Hallo,

 

Da gehe ich ja mit. 
 

Dann soll die Crew einfach etwas mehr in den Simulator gehen, dafür muss doch nicht immer ein Flugzeug bewegt werden. A320 Sims gibt es wie Sand am Meer. Wenn ein paar Crews am BER stationiert wären, könnten sie mit dem Fahrrad zu Lufthansa Aviation Training fahren. 

 

Die Flugbereitschaft tut immer so, als wären Simulatoren Science-Fiction. 
 

Es ließen sich Millionen im Jahr sparen. 
Vor allem fliegen die Flugzeuge oft nach Brüssel und co.

Wenn man ein Flugzeug jedesmal von Köln nach Berlin überführt, um dann nach Brüssel (sollte die Rennstrecke sein) zu fliegen, ist das arg hohl. 
 

Gruß,

Jochen 

vor 4 Minuten schrieb jubo14:

Das Problem ist, dass Du dann eine Crew hast, die ggf. seit Wochen nicht mehr geflogen ist.

 

Wie "gut" eine wenig fliegende Crew dann arbeitet hat man in Smolensk sehr gut beobachten können.

Es gibt ja regelmäßig Ratssitzungen, Staatsbesuche etc. 
Darüber hinaus melden die Staatsbediensteten nach Priorität behandelt, so dass ab Kanzler abwärts immer weiter von der German Force One downgegradet wird. 

Klar es sind keine umlaufoptimierten Linienflüge, aber ein gewisses, planbares Grundrauschen gibt es aufgrund der Terminkalender des Kanzlers/Minister etc. schon.

Es ist ja nicht so, dass 2 Wochen im Jahr die Flugzeuge täglich bewegt werden und ansonsten herrscht Stillstand. 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb jubo14:

Das Problem ist, dass Du dann eine Crew hast, die ggf. seit Wochen nicht mehr geflogen ist.

 

Wie "gut" eine wenig fliegende Crew dann arbeitet hat man in Smolensk sehr gut beobachten können.

In Smolensk war aber das Problem, dass deren oberster Befehlshaber der Besatzung die sprichwörtliche Pistole auf die Brust gesetzt hat. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb VonPelt:

In Smolensk war aber das Problem, dass deren oberster Befehlshaber der Besatzung die sprichwörtliche Pistole auf die Brust gesetzt hat. 

Moin,

 

das denke ich auch: In Smolensk gab es mehr oder minder die Aussage an den Piloten: Wenn du die Kiste nicht runterbringt, fliegst du gatr nicht mehr. 

 

vor 8 Stunden schrieb Aero88:

@Jochen Hansen ist das hier eigentlich dein Ernst? Du schmeißt hier Argumente in den Ring welche weder mit dem einen vergleichbar sind, noch mit dem anderen. Hast leider keinerlei Ahnung von der Materie, keinerlei Ahnung von rechtlichen Vorschriften wie oft man was in einem Simulator machen kann und wie oft auf einem richtigen Flugzeug. Eurowings, Leav, Avanti usw. machen in regelmäßigen Abständen Leerflüge. Und jetzt kommt es hart für dich, nämlich weil es sein MUSS! Weil es Vorschriften gibt wie und wie oft ein Verkehrspilot was trainieren muss. Und Gott sei Dank sind bei diesen Vorschriften die aktuelle Weltlage egal!

 

Und spätestens mit diesem Kommentar weiß man doch worum es dir geht:

"KEROSINMANGEL: Der hartarbeitende Steuerzahler kann nicht mehr nach Mallorca fliegen, aber die Flugbereitschaft fliegt leer herum" 

 

Und du wärst der erste der lautstark schreien würde, wenn es bei der Flugbereitschaft auf Grund von zu wenig Training zu einem Vorkommnis kommen würde! 
 

Ok, 

 

ein sehr gehaltvoller Beitrag ("keinerlei Ahnung" etc.), dann habe ich selbstverständlich keine Ahnung, aber dann zeige DU mir lieber mal die 50% Quote für Leerflüge/Trainingsflüge bei einer Eurowings! :D

 

Es muss Trainingsflüge geben ohne Frage aber nicht in der Menge. 

Deutschland leistet sich 25 Jahre nach Regierungsumzug einen Luxus, der in der Menge überflüssig ist und daran möchte der Staat nichts ändern. 

Diese sehe ich als Steuerzahler als Problem und dies wollte die Regierung seit Jahren ändern, aber sieht sich nicht in der Lage. Hauptsache alle regen sich über Abgaben auf, aber hier wird übermäßig Geld sinnlos verpulvert. 

 

Gruß,

Jochen

 

 

Geschrieben

@Jochen Hansen Dein Vergleich mit ACMI-Anbietern ist trotzdem wahnsinnig unterkomplex.

 

Der große Unterschied zwischen ACMI-Airlines und der Weißen Flotte ist, dass die Airline nicht immer am Zielort des Kunden wartet. Sprich, wenn jemand BER-MAD (2 Tage) MAD-BER bucht, steht der Flieger meistens nicht zwei Tage in MAD, sondern macht zwischendurch andere Revenue Flights mit zugehörigen Empty Legs.

 

Die Weiße Flotte wartet in der Regel vor Ort, weil der Kanzler und hochrangige Minister naheliegenderweise schnell auf aktuelle Situationen reagieren können müssen.

 

Abgesehen davon wäre da auch noch der kleine Umstand, dass viele ACMI-Anbieter mit Freelancern arbeiten. Die fliegen entweder zwischendurch woanders oder einfach ein halbes Jahr gar nicht, so dass das Thema Currency nicht so wichtig ist, und in der Downtime einfach nicht Baustelle der Airline.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Jochen Hansen:

Deutschland leistet sich 25 Jahre nach Regierungsumzug einen Luxus, der in der Menge überflüssig ist und daran möchte der Staat nichts ändern.

Man kann ja jetzt nicht nur wegen der Flugbereitschaft die Hauptstadt zurück nach Bonn verlegen.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Jochen Hansen:

Ok, 

 

ein sehr gehaltvoller Beitrag ("keinerlei Ahnung" etc.), dann habe ich selbstverständlich keine Ahnung, aber dann zeige DU mir lieber mal die 50% Quote für Leerflüge/Trainingsflüge bei einer Eurowings! :D

Warum hängst du dich eigentlich so sehr an 50% Leerflügen auf? Natürlich wirst du das bei keiner regulären Airline finden. Aber es wurde dir auch schon mehrfach erklärt, warum so ein hoher Anteil an Leerflügen bei einer Airline nicht nötig sind, aber bei der Flugbereitschaft mit deren komplett anderen Rahmenbedingungen durchaus sinnvoll und nötig sein kann.

Und es wurde dir nun auch schon mehrfach erklärt, dass die Flugbereitschaft bei einem Umzug nach Berlin deswegen nicht auf Trainingsflüge verzichten kann, und der Einspareffekt deswegen überschaubar wäre.

 

Das ist ein bisschen wie einen Jäger mit einem Polizisten zu vergleichen. Der Jäger wird regelmäßig seine Waffe auf der Jagd abfeuern und ist deswegen im Umgang geübt. Der Polizist wird hoffentlich eher selten dazu kommen und muss deswegen extra innerhalb der Dienstzeit auf den Schießstand, um einen akzeptablen Trainingsstand zu erhalten.

Wenn du dem Polizisten jetzt ein Deeskalationstraining verpasst, so dass er die wenigen Male seine Waffe nicht mehr im Dienst abfeuern muss, was passiert dann wohl mit dem Munitionsverbrauch auf dem Schießstand?

 

Wenn es damit nicht langsam mal klar wird, weiß ich echt nicht mehr, wie man überhaupt etwas Logik an dich ranbringen kann.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb Jochen Hansen:

 

 

Ok, 

 

ein sehr gehaltvoller Beitrag ("keinerlei Ahnung" etc.), dann habe ich selbstverständlich keine Ahnung, aber dann zeige DU mir lieber mal die 50% Quote für Leerflüge/Trainingsflüge bei einer Eurowings! :D

 

Es muss Trainingsflüge geben ohne Frage aber nicht in der Menge. 

Deutschland leistet sich 25 Jahre nach Regierungsumzug einen Luxus, der in der Menge überflüssig ist und daran möchte der Staat nichts ändern. 

Diese sehe ich als Steuerzahler als Problem und dies wollte die Regierung seit Jahren ändern, aber sieht sich nicht in der Lage. Hauptsache alle regen sich über Abgaben auf, aber hier wird übermäßig Geld sinnlos verpulvert. 

 

Gruß,

Jochen

 

 

Ja, auch an dem Beitrag sieht man, wie wenig bis gar keine Ahnung du haben musst. 
Du vergleichst also eine Eurowings mit der Flugbereitschaft. Auf die Idee muss man erstmal kommen. 

Aber noch steiler sind ja deine Airlines wie „USC, Avanti, Avion, Smartlynx, Orbest, Euroatlantic, Evelop, Privilege Style, Wamos, Titan, Privat“ die du hier in den Ring wirfst.

Ich würde sagen lass es einfach, wird von Beitrag zu Beitrag eher peinlicher. 

Bearbeitet von Aero88
Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb Micha:

Da nach Lösungen über dem Stammtischniveau gefragt wurde:

Wäre es nicht möglich die Piloten der Flugbereitschaft auch bei der LH fliegen zu lassen?

Wie soll denn das funktionieren? Die Flugbereitschaft sagt es ja schon vom Namen her: „Bereitschaft“.

 

“Tschuldigung Herr Politiker XY, aber unsere A350 Piloten der Flugbereitschaft können jetzt nicht so spontan, die einen hängen in Chicago mit LH, die anderen sind gerade auf LHxxx nach LAX unterwegs, 2 sind krank und der Rest hat Urlaub! Aber ab übernächster Woche, da siehts wieder gut aus. Dann nehme ich da zwei Piloten von ihren Einsatz bei Lufthansa weg!“

Bearbeitet von Aero88
Geschrieben

 

 

 

vor 17 Stunden schrieb Jochen Hansen:

 

 

ein sehr gehaltvoller Beitrag ("keinerlei Ahnung" etc.), dann habe ich selbstverständlich keine Ahnung, aber dann zeige DU mir lieber mal die 50% Quote für Leerflüge/Trainingsflüge bei einer Eurowings! :D

 

 

Ist halt das Problem, wenn man die absoluten Zahlen der Flugbereitschaft auf deren Quote (--> 50%) umrechnet, aber bei EW dann nicht. Zum Vergleich: die Flugbereitschaft soll 2025 ca. 1200 Flüge durchgeführt haben, davon 700 leer (nicht alles sind nur Positionierung CGN <-> BER; wären dann 58,33%). EW über 170.000. Die gleiche Anzahl an Leerflügen wären also 0,4 %. 

Ehrlicherweise, die Anzahl an Repositioningsflügen der EW würde ich im Jahr auch dreistellig einschätzen. 
 

 

vor 13 Minuten schrieb Micha:

Da nach Lösungen über dem Stammtischniveau gefragt wurde:

Wäre es nicht möglich die Piloten der Flugbereitschaft auch bei der LH fliegen zu lassen?

 

Prinzipiell ja, aber warum sollte LH das tun? Die würden sich das auch sicherlich bezahlen lassen. Außerdem müssen neben der Personalschulung auch die Maschinen einfach mal regelmäßig bewegt werden. 

vor 2 Minuten schrieb Aero88:

Wie soll denn das funktionieren? Die Flugbereitschaft sagt es ja schon vom Namen her: „Bereitschaft“.

 

“Tschuldigung Herr Politiker XY, aber unsere A350 Piloten der Flugbereitschaft können jetzt nicht so spontan, die einen hängen in Chicago mit LH, die anderen sind gerade auf LHxxx nach LAX unterwegs, 2 sind krank und der Rest hat Urlaub! Aber ab übernächster Woche, da siehts wieder gut aus. Dann nehme ich da zwei Piloten von ihren Einsatz bei Lufthansa weg!“

 

Wenn man es wollte, dann könnte man es schon so planen. So dass eben immer Piloten in Bereitschaft sind, aber es neben im Einsatz, in Bereitschaft und unavailable auch noch die Kategorie im Training bei LH gibt. 

Geschrieben

Man muss auch anerkennen, dass grundsätzlich die Verstrickung von militärischem Staff in kommerzielle Aufgaben zum Ziel der Effizienzsteigerung jetzt nicht so überbordend blöde ist, wie sie manche hier darstellen. Großbritannien macht ja mit AirTanker vor, wie das geht.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb locodtm:

Wenn man es wollte, dann könnte man es schon so planen. So dass eben immer Piloten in Bereitschaft sind, aber es neben im Einsatz, in Bereitschaft und unavailable auch noch die Kategorie im Training bei LH gibt. 

Dann müsste die Flugbereitschaft aber um genau die Anzahl Piloten aufgestockt werden, die dann in die Kategorie "Training bei LH" fallen. Ansonsten würde die Einsatzbereitschaft sinken.

Und es würde nur für die Airbus-Piloten gelten. Für die Gobal-Piloten ginge es wiederum nicht.

Ich wage mal zu bezweifeln, dass das dann am Ende des Tages Kosten senken würde.

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