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vincent

*** Alarm in Frankfurt am Main: Entführtes Sportflugzeug kre

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Die Tornados oder Phantom müssen in Neuburg innerhalb von 5 Minuten in der Luft sein. War wärend meiner Bundeswehrzeit 1999 bei der Luftwaffe.

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@kayjay:

 

Die beiden Luftwaffe F4F starteten um 16.28 Uhr in Neuburg und standen unter dem Befehl des Bundesverteidigungsministers. Den ersten Bericht, dass sich Militärjets über Frankfurt befinden, habe ich um 16.48 Uhr gelesen.

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Habe schön drei Stunden in FRA festgesessen!

 

Es fuhren zeitweise auch keine ICEs mehr.

 

Später wurde dann unser Flug entgültig annuliert, da die LH die verbliebenen Maschinen für den Europaverkehr hergenommen hat. Alle innerdeutschen Flüge aus einem Zeitfenster von knapp 3 Stunden wurden annuliert.

 

Wir haben alle ICE-Tickets bekommen...

 

Traf dann Leute, die in St. Petersburg gestartet sind, nach ewigen Warteschleifen in Köln gelandet sind nur getankt haben und dan schließlich in FRA gelandet sind und mim Zug heimgefahren sind...

 

Schöne Sch...

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Da hat es also mal wieder ein Verrückter geschafft, eine halbe Stadt lahm zu legen und einen riesigen Medienrummel zu entfachen. Der Pilot hat genau das erreicht, was er wollte, aber eigentlich nicht verdient: Aufmerksamkeit. Wahrscheinlich stehen die Nachahmer schon in den Startlöchern, die auch mal ins Fernsehen kommen und eine Großstadt mitsamt ihres internationalen Flughafens ins Chaos stürzen wollen.

 

Trotz aller gebotenen Vorsicht bei solchen Ereignissen muss man sich die Frage stellen, ob die umfangreichen Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen (bis hin zur Schließung der U-Bahn!) übertrieben waren. Schließlich handelte es sich hier nur um einen vergleichsweise winzigen Motorsegler und nicht um eine voll beladene und voll betankte Boeing 767 wie beim World Trade Center. Und wenn es sich um einen Terroristen gehandelt hätte, so hätte er sein Vorhaben sofort umgesetzt und wäre nicht erst stundenlang durch die Luft gekreist.

 

Interessant war mal wieder die Berichterstattung: Den Hammer lieferten die RTL 2 "News": Auch hier war die Rede von Tornados, dazu liefen Bilder, auf denen ganz klar eine F-4 zu sehen war. Gut, nicht jeder TV-redakteur muss Luftfahrtexperte sein... Dann hieß es auf einmal, Babenhausen liegt "100 km südlich von Frankfurt". Das kann doch echt jeder Depp im Atlas nachschlagen, dass es nur 25 km sind!

 

Ein ausdrückliches Lob gilt den psychologisch geschulten Verhandlungspartnern des Piloten, die es schafften, ihn zur Landung zu bewegen. Trotz aller Freude darüber, dass keine Menschen zu Schaden kamen, würde mich mal interessieren, wie groß "unter dem Strich" der finanzielle Schaden ist, den dieser Irre mit seiner Aktion angerichtet hat.

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@Bjoern:

 

Bzgl. der Absperrungen etc. sollte man sich mal in die Lage der Einsatzleitung versetzen, die die Entscheidungen in kürzester Zeit zu treffen hat. Eine solche Situation war bisher einmalig und somit auch ein Testfall. Im Nachhinein ist man immer klüger. Ich möchte gar nicht dran denken, wenn doch etwas passiert wäre und die Polizei hätte diese Maßnahmen nicht getroffen. Dann wäre das Geschrei sehr sehr groß gewesen.

 

Was mich eher wundert, ist die lange Anflugdauer der Phantoms. Da nun schon seit Monaten die Anschlagsgefahr für die Frankfurter Innenstadt durch die Medien geistert, hätte ich gedacht, dass die Luftwaffe zwei Abfangjäger in FRA oder Umgebung stationiert...

 

Bzgl. Medien: cnn.com sprach bis gestern Nacht von "two German F-16 fighters"...

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Wer die Gebühren auf den Ausweichflugplätzen zahlt?

 

Die Ariline! ganz einfach!

 

Die Lufthansa hat es gestern ganz bitter getroffen:

 

Tonnenweise Spritt auf Warteschleifen verheizt.

 

Landegebühren für sinnlose Landungen.

 

ICE-Tickets für Tausende (wir standen bis zum Übergangstunnel an...

 

Hotelgutscheine,

Taxi-Kosten

 

usw...

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Guest

@huschi:

 

Die Luftwaffe kann doch auch nicht überall sein. Was ist mit anderen möglichen Zielen von geistesgestörten (oder) Terroristen? Sollen jetzt alle Phantom und Tornado im ganzen Land verteilt werden? Der Aufwand wäre recht hoch. 100%tigen Schutz vor solchen Verrückten gibt es nicht. Leider!!!

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Dass es keinen 100%-Schutz gibt ist klar, genauso wie die BW nicht überall sein kann. Allerdings erscheinen mir zwei Alarmrotten doch etwas wenig, um ganz D abzudecken. Zumal diese ja doch ziemlich dezentral stationiert sind.

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: huschi am 2003-01-06 22:05 ]

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hab was interessantes zu den Phantom erfahren: sie können, wo immer sie auch in deutschland stationiert sind, innerhalb von 10 min!! jeden ort deutschlands ereichen, von daher müssen sie nicht irgentwo in flughafennähe stationiert sein...

find ich ziemlich krass...

gruss

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Guest

10 Minuten klingt schnell, ist aber bei gut vorbereiteten Leuten definitiv zu wenig. Ein Verkehrsflugzeug legt im Reiseflug zwischen sieben und acht nautischen Meilen pro Minute zurück, d.h. in den 10 Minuten sind dann schon zwischen 70 und 80 NM (ca. 130-145km) zurückgelegt. Da man aber gerade in Frankfurt nur ein paar wenige Kilometer braucht ist das absolut nicht ausreichend, allerdings hilft im entsprechenden Fall eh nichts als eine Rotte permanent CAP fliegen zu lassen. Ein gut vorbereiteter und geschulter Terrorist oder gar ein Schläfer ist schlicht und einfach nicht aufzuhalten.

 

Denti

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Kleiner Auszug aus der FTD: "(...)Eine Lufthansa-Sprecherin sagte der FTD am Montag, dass allein ihre Fluggesellschaft am Sonntag insgesamt 54 Flüge infolge des Vorfalls streichen oder um mehrere Stunden verschieben musste. 25 Flüge wurden auf die umliegenden Flughäfen in Stuttgart, Duisburg und Nürnberg umgeleitet. Von den Maßnahmen seien etwa 5300 Passagiere direkt betroffen gewesen. Lufthansa prüfe die Möglichkeit von Schadensersatzforderungen an den Piloten, so die Sprecherin.(...) "

 

Hat da jemand Duisburg geschrieben???

Lool, die von der FTD hatten auch schonmal mehr Ahnung.

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Guest

Das mit den 10 Minuten wage ich zu bezweifeln. Innerhalb von 5 Minuten muß die Alarmrotte in der Luft sein. Daß man es mit (selbst) mit einer Phantom in weiteren 5 Minuten von Wittmund oder Neuburg z.B. nach Leipzig schafft, kann ich mir nicht vorstellen. Die Jungs sind sicher sehr schnell, aber nicht so schnell...

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Hallo,

ein absoluter Witz ist, was dann heute in der Zeitung stand:

 

"Das Flugzeug-Drama löste auch eine Diskussion um die Sicherheit von Kleinflugplätzen aus. Die Sicherheitsmassnhamen sollen laut Bundesverkehrsministerium verschärft werden"

 

Da will sich wohl mal wieder jemand profilieren!! Was kann man gegen solche Sachen denn tun? Der Mann war bewaffnet und hat seinen Piloten, bei dem er einen Mitflug machen wollte, quasi aus der Maschine geworfen. Also, welche Massnahmen bringen da denn was? Hier ein paar nicht ganz ernstgemeinte Vorschläge:

 

- Piloten, die jemanden mitnehmen möchten, dürfen vorher Leibesvisitationen durchführen?

 

- Jeder Sportpilot darf zukünftig zur Selbstverteidigung eine Waffe mit auf den Flugplatz bringen?

 

- Der BGS bewacht zukünftig jeden Sportflugplatz mit MP im Anschlag?

 

- Sicherheitsschleusen vor jedem Eingang zu einem Sportflugplatz, um Waffen und Sprengstoff frühzeitig zu erkennen.

 

Was für ein Blödsinn, diese Sache wäre durch NICHTS zu verhindern gewesen.

Allenfalls hätte man den Typ sofort mit 'ner Sidewinder in kleinen Krümeln vom Himmel holen können... icon_wink.gif

 

Gruß,

EDLW

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Ich finds immer so süß, wenn von Babenhausen als "KleinFLUGHAFEN" gesprochen wird icon_wink.gif

 

Bin mal gespannt, was jetzt wieder auf uns Luftsportler zukommt... Nach dem 11.9. sind die Versicherungen saftig teurer geworden. Und jetzt?

 

Grüße,

Hermann

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Ich denke, dass sich an den kleinen Flugplätzen nichts ändern wird.

 

Man kann die kleinen Airports nicht dicht machen, es sind einfach zu viele.

 

Dazu kommt noch, dass man mit einem UL-Fluggerät locker vom Ausland über die Grenzen kommt, wobei im Tiefflug sogar die Möglichkeit besteht, dass das Radar es nichtmal erfasst...

 

Die Sache vom Sonntag war einfach Sch... Aber auch, wenn ich die Regierung nicht gewählt habe, war die Entscheidung richtig.

Allein aus dem Grund heraus, dass man nicht wusste, ob er nicht doch eine Bombe im Flieger hatte.

 

Jetzt im Rückblick, war es eine Überreaktion, der Typ ist einfach krank.

 

Ich möchte nur festhalten, dass 2 Alarmrotten für Deutschland einfach zu wenig sind. Das die Bundeswehr nur TOP-AKTUELLE Muster fliegt, möchte ich erst gar nicht näher ausdiskutieren...

 

Wenn mal einer der 10000 Schläfer hier in Deutschland richtig loslegt, haben wir keine Chance...

 

Das vom Wochenende hake ich unter der Kategorie "Notfallübung" ab. - Auch wenn meine Braut begeistert war, dass sie mich um 22 Uhr in Siegburg abholen musste und mit mir dann noch nach EDDK fahren dufte, da da mein Auto im P1 stand...

 

Lasst uns nur hoffen, dass "BUSCH, G MR" (so würde es auf seinem Ticket stehen) nicht unbedingt seine Wirtschft ankurbeln muss, und im Irak losknallt.

 

Wir haben in Deutschland so viele Einwanderer unter denen sich genug Schläfer befinden, um das Frankfuter Bankenviertel 10x platt zu machen (aber dann in 5 Min)...

 

Dann schafft es die Luftwaffe nicht mehr und unsere geliebte Lufthansa kann in Köln am Landgericht KONKURS ANMELDEN...

 

Denkt mal darüber nach...

 

Ich hoffe es geht friedlich aus

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Da hier ein paar Mal danach gefragt worden ist, wie der Zeitablauf - aus einem Zeitungsartikel des Münchner Merkurs und anderen Quellen ergibt sich folgende Zeitschiene:

 

14.55 Start des Fliegers D-KAZE in Babenhausen (der übrigens, auch wenn die Medien immer "entführt" schreiben, "geraubt" wurde... icon_wink.gif )

15.05 (ca.) Alarmierung Polizei

15.26 Erster Funkkontakt mit dem Piloten

15.52 Schließung FRA

16.09 Alarmierung des Lagezentrums der Bundeswehr; nachfolgend Entscheidung über Einsatz der Alarmrotte aus Neuburg (auf 15 Min.-Red Alert)

16.28 Start der F4-Alarmrotte in Neuburg

16.43 Erster Sichtkontakt der Phantoms mit dem Flieger

17.11 Landung des Fliegers in FRA

 

_________________

"Auf seinem eigenen Misthaufen ist der Hahn der Mächtigste" (Lucius Annaeus Seneca, 4 v. Chr - 65 n. Chr., römischer Philosoph).

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: touchdown99 am 2003-01-09 13:56 ]

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Ist eigentlich bekannt, welchen Hintergrund ein ähnlicher Vorfall hatte, der sich letzte Woche in Niedersachsen ereignete (Diebstahl einer C172 in Oldenburg-Hatten, dann Absturz auf eine Kalihalde im Raum Hannover)?

Einerseits fand ich es wohltuend, dass es in der Presse nicht so hochgekocht wurde, aber ich habe außer Kurzmeldungen auch nur wenig Informationen dazu gefunden.

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Man hätte ihn sowieso nicht abgeschossen.

Wegen den Deutschen Gesetzen würden die

Verantwortlichen stundenlang drüber

diskutieren,weil keiner will Schuld auf sich

nehmen. Schließlich bittet man ihn

höfflich zur Landung, oder ihm geht

der Sprit vorher aus.

 

Gruß

 

AZ B777

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Guest

Das Gesetz dürfte nie zur Anwendung kommen.

 

Keiner würde so schnell entscheiden wollen oder können.

Es wäre schwer praktikabel wegen der Kollateralschäden am Boden und der kleinen Größe Deutschlands.

 

Es könnte sogar verfassungswidrig sein.

 

Wie auch immer, das Stimmvolk fühlt sich jetzt besser.

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